CH184317A - Verfahren zur Darstellung eines lichtecht gerbenden Stoffes. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines lichtecht gerbenden Stoffes.

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CH184317A
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A-G J R Geigy
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Geigy Ag J R
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  Verfahren zur Darstellung eines lichtecht gerbenden Stoffes.    Es wurde gefunden, dass man einen  Gerbstoff von ausgezeichneter Lichtechtheit  erhält, wenn man     Phenolmonosulfonsäure,     Harnstoff und     Formaldehyd    in kongosaurer  Lösung aufeinander     einwirken    lässt, bis in  Wasser lösliche Stoffe erhalten werden und  auf eine     Acidität    vom     pA        2-.1    einstellt.  



  Der neue Gerbstoff ist eine gelbliche,  dicke     Flüssigkeit,    die nach dem     Verdünnen     ohne weiteres als     Gerbbrühe        verwendbar    ist;  er gerbt in saurer Lösung tierische Blösse  zu einem vollen und     weichen        Leder    von  weisser Farbe und praktisch vollkommener  Lichtechtheit. Er gibt die allgemeinen  Reaktionen gerbender Stoffe, wie Leimfäl  lung, Fällung basischer Farbstoffe oder  blaue Fällung mit Eisenchlorid. Mineral  säuren erzeugen in sehr grossem Überschuss  eine weisse Fällung.  



  Auch zu     Kombinationsgerbungen    in Mi  schung mit andern gerbenden oder nicht  gerbenden Stoffen kann der neue Gerbstoff       vorteilhaft        Verwendung    finden.    Man kann das Verfahren auch ausüben  mit einem Formaldehyd, welcher bei der  Reaktion aus einem     formaldehydabgebenden     Stoffe abgespalten wird, sowie mit     einem     Harnstoff, welcher aus einem     harnstoffbil-          denden    Stoff,     wie    z.

   B. einem     Cyanamid,    bei  der Reaktion erhalten wird und die Vereini  gung von Harnstoff mit Formaldehyd kann  auch     vorgängig    der Kondensation mit dem  Einwirkungsprodukt von     sulfonierenden     Mitteln auf     Reinphenol    durchgeführt wer  den.  



       Die        Arbeitsweise        wird    an folgenden Bei  spielen     erläutert:       <I>Beispiel</I>    100 Teile     Reiuphenol    und 100 Teile       Oleum    26 %     werden    unter Kühlung gemischt  und<B>30</B>     Minuten    auf 100 bis<B>110'</B> C erhitzt,  dann werden unter Kühlung 50 Teile Was  ser zugegeben, wobei die Temperatur unter  <B>50'</B> C gehalten wird und die Reaktions  masse     mit    40 Teilen     Harnstoff    versetzt.

   Bei           einer        Acidität    .der     Phenolsulfonsäure    von  10     gr    gleich 48,5 cm' Normalnatronlauge  gibt man 180     gr    Kalilauge von 29,3 % , da  das     Natriumsalz    zu schwer löslich     ist,    und  rasch noch 130 Teile Formaldehyd von 30  zu und erhitzt unter     Rückflusskühlung    zum  Kochen.

   Die Reaktionsmasse scheidet zu       Beginn    des Siedens beim Verdünnen einer  Probe     mit    Wasser einen     weissen    Nieder  schlag aus, nach zirka 5 Minuten bleibt eine  Probe bei dieser     Kontrollreaktion    klar  wasserlöslich. Nach 15 Minuten langem Ko  chen     isst    unter diesen Bedingungen die Reak  tion beendigt und das     Maximum    der Licht  echtheit erreicht.

   Das gleiche Resultat kann  man bei niedrigerer     Acidität    durch längere       Kondensationsdauer    oder bei höherer     Acidi-          tät,    ansteigend bis zur vollen     Acidität    der       Sulfonierungsmischung,    durch entsprechend  kürzere     Kondensationsdauer    oder niedrigere  Temperaturen erreichen.  



  Zum Schluss wird auf eine     Acidität    vom       pa    2-4 mit Phosphorsäure angesäuert.    <I>Beispiel 2:</I>    100 Teile     Reinphenol    werden     wie    in Bei  spiel 1 angegeben sulfoniert, mit Wasser ver  dünnt und auf die gleiche     Acidität    aasneutra  lisiert. Getrennt davon     kondensiert    man  40 Teile Harnstoff mit 130 Teilen Formal  dehyd 30 % durch Zusatz von 5 Teilen 20 %     -          iger    Schwefelsäure und kurzes Erwärmen  und pulverisiert die weisse Masse.  



  Gibt man dieses Kondensationsprodukt  zu der     aasneutralisierten        Phenolsulfonsäure     und kocht 15 bis 20     Minuten,    so geht der  grösste Teil des weissen Pulvers in Lösung  und man erhält einen Gerbstoff, der nach  dem Ansäuern auf eine     Acidität    vom       p,    .     2-4    Blösse in ein weisses,     lichechtes     Leder umwandelt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung eines licht echt gerbenden Gerbmittels, dadurch gekenn zeichnet, dass man Phenolmonosulfonsäure, Harnstoff und Formaldehyd in kongosaurer Lösung aufeinander einwirken lässt bis in Wasser lösliche Stoffe erhalten werden und auf eine Acidität vom pn 2-4 einstellt.
    Das erhaltene Produkt ist eine .gelbliche, dicke Flüssigkeit, die nach dem Verdünnen ohne weiteres als Gerbbrühe verwendbar ist und ein weisses, volles und weiches Leder von ausgezeichneter Lichtechtheit liefert. Der neue Gerbstoff fällt Leim und basi sche Farbstoffe und gibt mit Eisenchlorid einen blauen Niederschlag. Mineralsäuren erzeugen in sehr grossem Überschuss eine weisse Fällung. UNTERANSPRüCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kondensation zwischen Phenolmonosulfonsäure, Harn stoff und Formaldehyd bei erhöhter Temperatur vorgenommen wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man einen in Gegen wart von Phenolmonosulfonsäure und Harnstoff aus einem Formaldehyd ab gebenden_ Stoff abgespaltenen Formal dehyd verwendet. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man einen in Gegen wart von Phenolmonosulfonsäure und Formaldehyd aus einem Harnstoff bilden den Stoff erhaltenen Harnstoff verwendet. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass, man I>henolmonosul- fonsäure auf das Kondensationsprodukt aus Formaldehyd und Harnstoff einwir ken lässt.
CH184317D 1934-05-11 1935-05-02 Verfahren zur Darstellung eines lichtecht gerbenden Stoffes. CH184317A (de)

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