CH188792A - Verfahren zur Darstellung eines lichtecht gerbenden Stoffes. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines lichtecht gerbenden Stoffes.

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CH188792A
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urea
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A-G J R Geigy
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Geigy Ag J R
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  Verfahren zur Darstellung eines lichtecht gerbenden Stoffes.    Es wurde ,gefunden,     dass.    man einen Gerb  stoff von ausgezeichneter     Lichtechtheit    er  hält, wenn man eine durch     Sulfieruug    eines  aus ungefähr gleichen Teilen Phenol und       o-Kresol    bestehenden Gemisches erhaltene       Rohphenolsulfonsäure,        Harnstoff    und Form  aldehyd in kongosaurer Lösung aufeinander  einwirken lässt,     bis    in Wasser lösliche Stoffe  erhalten werden und auf eine     Acidität    vom       pA        2-4    einstellt.  



  Der neue Gerbstoff     ist    eine gelbliche,  dicke Flüssigkeit, die nach dem Verdünnen  ohne weiteres als     Gerbbruhe        verwendbar    ist;  er gerbt in saurer Lösung tierische Blösse zu  einem vollen und weichen Leder von weisser  Farbe und praktisch vollkommener Licht  echtheit. Er gibt die allgemeinen Reaktionen  gerbender Stoffe, wie Leimfällung, Fällung       basischer    Farbstoffe oder blaue Fällung mit  Eisenchlorid. Mineralsäuren erzeugen in sehr  grossem     Übersehuss    eine weisse Fällung.  



  Auch zu     Kombinationsgerbungen        in     Mischung mit andern gerbenden oder nicht    gerbenden Stoffen kann der neue Gerbstoff  vorteilhaft Verwendung finden.  



  Man kann das Verfahren auch ausüben  mit einem Formaldehyd, welcher bei der  Reaktion aus einem     formaldehydabgebenden     Stoffe abgespalten wird, sowie mit einem  Harnstoff, welcher aus einem     harnstoffbil-          denden    Stoff, wie zum Beispiel     einem        Cyan-          amid,    bei der     Reaktion    erhalten, wird und die  Vereinigung von Harnstoff mit Formaldehyd  kann auch     vorgängig    der Kondensation     mit     dem Einwirkungsprodukt von sulfonierenden       Mitteln    auf Rohphenol durchgeführt werden.  



  Die Arbeitsweise wird an folgendem Bei  spiel erläutert.  



  <I>' Beispiel:</I>  100 Teile Rohphenol     werden,    mit 100 Tei  len Schwefelsäure 66       B6    bei 100 bis<B>110'</B> C  30 Minuten: sulfoniert. Dann wird mit Was  serdampf im Vakuum das nicht sulfonierte  Phenol abgetrieben und auf 250 Teile im       Vakuum    eingedampft. Man gibt dann 30  Teile Harnstoff zu und setzt bei einer Acidi-      tat der     Phenolsulfonsäure    von 10 g gleich  48,5 cm' normal Natronlauge,<B>168</B> Teile einer  Natronlauge von 27,8ö und rasch noch 130  Teile Formaldehyd von     309o'    zu und erhitzt  so lange, dass man ein leicht lösliches licht  echtes     Kondensationsprodukt    erhält.

   Das  gleiche Resultat kann man bei niedrigerer       Acidität    durch längere Kondensationsdauer  oder bei höherer     Acidität,    ansteigend bis zur  vollen     Acidität    der     Sulfonierungsmischung,     durch entsprechend kürzere Kondensations  dauer oder niedrigere Temperaturen er  reichen.  



  Zum Schluss wird mit     Oralsäure    auf  eine     Acidität    vom PH 2-1 eingestellt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung eines lichtecht g-rbenden Gerbmittels, dadurch gekennzeich net, dass man eine durch Sulfierung eines aus ungefähr gleichen Teilen Phenol und o-Kresol bestehenden Gemisches erhaltene Rohphenolsulfonsäure, Harnstoff und Form aldehyd in kongosaurer Lösung aufeinander einwirken lässt, bis in Wasser lösliche Stoffe erhalten werden und auf eine Acidität vom pH 2-4 einstellt.
    Das erhaltene Produkt ist eine gelbliche, dicke Flüssigkeit, die nach dem Verdünnen ohne weiteres als Gerbbrühe verwendbar ist und ein weisses, volles und weiches Leder von ausgezeichneter Lichtechtheit liefert. Der neue Gerbstoff fällt Leim und basi sche Farbstoffe und gibt mit Eisenchlorid einen blauen Niederschlag. Mineralsäuren erzeugen in sehr grossem Überschuss eine weisse Fällung. LTNTERAN SPRtCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kondensation zwischen Rohphenolsulfonsäure, Harnstoff und Formaldehyd bei erhöhter Tempera tur vorgenommen wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man eine in Gegen wart von Rohphenolsulfonsäure und Harnstoff aus einem Formaldehyd abge benden Stoff abgespaltenen: Formaldehyd verwendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man einen in Gegen wart von Rohphenolsulfonsäure und Formaldehyd aus einem Harnstoff bilden den Stoff erhaltenen Harnstoff verwendet. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Rohphenolsul- fonsäure auf das Kondensationsprodukt aus Formaldehyd und Harnstoff einwir ken lässt.
CH188792D 1934-05-11 1935-05-02 Verfahren zur Darstellung eines lichtecht gerbenden Stoffes. CH188792A (de)

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