CH204234A - Verfahren zur Darstellung einer Verbindung der Nebennierenrindenhormonreihe. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung einer Verbindung der Nebennierenrindenhormonreihe.

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CH204234A
CH204234A CH204234DA CH204234A CH 204234 A CH204234 A CH 204234A CH 204234D A CH204234D A CH 204234DA CH 204234 A CH204234 A CH 204234A
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acetylating agent
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acid
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adrenal cortex
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Gesellschaft Fuer Chemis Basel
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Chem Ind Basel
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J5/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, substituted in position 17 beta by a chain of two carbon atoms, e.g. pregnane and substituted in position 21 by only one singly bound oxygen atom, i.e. only one oxygen bound to position 21 by a single bond
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J75/00Processes for the preparation of steroids in general

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Description


  Verfahren zur Darstellung einer Verbindung der     Nebennierenrindenhormonreihe.       Es wurde gefunden, dass man zu Verbin  dungen der     Nebennierenrindenhormonreihe     gelangen kann, wenn man     Nebennierenrin-          denhormone    oder solche enthaltende Präpa  rate mit     Veresterungsmitteln    behandelt und  gegebenenfalls die erhaltenen     Verbindungen     reinigt und durch Einwirkung verseifender       Mittel    wieder     spaltet.     



  Die     Veresterung    kann in an sich bekann  ter Weise     durchgeführt    werden, wobei man  zum Beispiel Säuren, ihre     Anhydride,    Halo  genide, Ester oder auch     Ketene    verwendet.  Zur     Veresterung    geeignete Säurekomponen  ten sind gesättigte oder ungesättigte, gerade  oder verzweigte Säuren, wie z. B. Essigsäure,  Chloressigsäure,     Propionsäure,    Buttersäure,       Isovaleriansäure,    Bernsteinsäure,     Palmitin-          säure,        Crotonsäure,    aromatische oder fettaro  matische Säuren, wie z.

   B.     Benzoesäure,        Phe-          nylessigsäure,    ferner     Abkömmlinge    der Koh  lensäure, wie z. B.     Carbaminsäure    und     Mono-          alkoxykohlensäuren    oder auch Phosphor-    säure,     Chlorsulfonsäure.    Bei dieser     Vereste-          rung    tritt stets die     21-Hydroxylgruppe        in     Reaktion.

   Bei Anwendung energischerer Re  aktionsbedingungen gelingt es aber auch,  Derivate der     weiterhin    vorhandenen     Hydr-          oxyl-        bezw.        getogruppen    (in Form ihrer       Enole)    herzustellen.  



  Das vorliegende Verfahren dient sowohl  zur Herstellung von Derivaten beliebiger  Verbindungen     mit    der Wirkung der Neben  nierenrindenhormone, als auch zur Anreiche  rung und Reinigung von solche Verbindun  gen enthaltenden Präparaten, wie zum Bei  spiel von mehr oder weniger     vorgereinigten     Extrakten oder durch Synthese     gewonnenen     Substanzen und     Substanzgemischen.    Die Ver  bindungen mit der Wirkung der Neben  nierenrindenhormone sind durch eine     Ketol-          gruppierung    in     17-Stellung    des     Cyclopen-          tano-polyhydro-phenanthrengerüstes    charak  terisiert.

   Insbesondere seien folgende ge  nannt:           d''-21-Oxy-pregnen-dion-(3,20),          d''-11,21-Dioxy-pregnen-dion-(3,20),          d'-11-Keto-21-oxy-pregnen-dion-(3,20),          d''-17,21-Dioxy-pregnen-dion-(3,20),          d'-11,17,21-Trioxy-pregnen-dion-(3,    20),       4''-11-Keto-17,21-        dioxy-pregzien    -     dion-(3,    20).  



  Insbesondere zeigen die Ester     d'-21-Oxy-          pregnen-dion(3,20)        (Desoxycorticosteron)    in  ihrem physiologischen Verhalten weitgehende  Ähnlichkeit mit den     Estern    der     natürlichen     Verbindungen.  



  Gegenstand des vorliegenden Patentes  bildet ein Verfahren zur Herstellung einer  Verbindung der     Nebennierenrindenbormon-          reihe,    das dadurch gekennzeichnet ist,     da.ss     man     Desoxycorticosteron    mit einem     aeetylie-          renden    Mittel behandelt.

   Die auf diese Weise  gewonnene Verbindung hat die Formel         C21H230@    LOCH,    und- besitzt die Struktur  
EMI0002.0021     
    Diese Verbindung bildet farblose     Kri-          stalle,    die bei 157 bis 159   schmelzen; sie  lässt sich aus Äther oder wenig Aceton     um-          kristallisieren.     



  Zur     Acetylierung    eignen sich die bekann  ten     Veresterungsmethoden.    Nur solche Me  thoden, bei denen stark alkalische     Reagen-          tien    (wie freie     Alkalien)    benötigt werden,  sind entweder mit grosser Vorsicht zu be  nutzen oder ganz auszuschliessen. Bei Ver  wendung von Methoden, bei denen freie Mi  neralsäure (z.

   B.     Chlorwasserstoffsäure)    auf  tritt, arbeitet man zweckmässig mit säure  bindenden Mitteln (tertiäre Basen, Kalium  carbonat     etc.).    Auch durch     Umesterung,    das  heisst durch Umsetzung des     Desoxy        cortico-          sterons    mit einem     Essigsäureester    kann das       Desoxycorticosteronacetat        erfindungsgemäss     erhalten werden. Gegebenenfalls arbeitet man    in Gegenwart von Verdünnungsmitteln wie  Äther, Benzol usw.  



  Die neue Verbindung soll therapeutische  Verwendung finden oder als Zwischenpro  dukt zur Herstellung von therapeutisch wert  vollen Verbindungen dienen.  



       Beispiel   <I>1:</I>  50 mg     Desoxycorticosteron    werden in  250 mg     Pyridin    gelöst, mit. 100 mg     Acet-          anhy        drid    versetzt und 24     Stunden    bei Zim  mertemperatur     stehen    gelassen. Hierauf  dampft man     iui    Vakuum zur Trockne und  verreibt den     Riiekstand    mit. etwas Wasser.

         lias        abgeschiedene    kristallinische Rohprodukt  wird     al)genutseht,        mitWasser    gewaschen und  im     Vakuum    getrocknet. Es wird erst aus  Äther, dann aus wenig Aceton umkristalli  siert. Zur völligen Reinigung kann es im  Hochvakuum bei 19(>   unter 0,02     nim    Druck       sublimiert    werden. Nach nochmaliger Kri  stallisation aus Aceton besitzt das     Desoxy-          corticostei-onaceta.t    den oben erwähnten       Schmelzpunkt.     



  An     Stelle    von     Aceta.nhydrid    kann auch  das entsprechende     Säiirelialogenid    verwendet  werden. Mit. Vorteil arbeitet man in Gegen  wart eines säurebindenden Mittels, wie zum  Beispiel     Pyridin    und in Gegenwart eines Ver  dünnungsmittels, wie zum Beispiel     Äther.     



       Beispiel   <I>2:</I>  50 mg     Desoxy        corticosteron    werden in we  nig Aceton gelöst und unter Kühlung gas  förmiges     Keten    eingeleitet, entsprechend  einer Menge von 4 bis  < 5     11,o1    pro     Mol        Des-          oxy        corticosteron.    Nach Aufarbeitung wie in  Beispiel 1 wird ein Acetat von gleichen Ei  genschaften erhalten.  



  Das gleiche     Desoxycorticosteronacetat     kann auch erhalten werden durch     Umeste-          rung    von     Desoxycorticosteron,    z. B. mit Es  sigsäuremethylester oder     Essigsäurephehyl-          ester.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer 1'erbin- dung der Nebennierenrindenhormonreihe, da durch gekennzeichnet, dass man Desoxycor- ticosteren mit einem acetylierenden Mittel behandelt.
    Die auf diese Weise gewonnene Verbin dung besitzt die Formel CZ@H290g-COCH, und die folgende Struktur: EMI0003.0005 Sie bildet farblose Kristalle, die bei 157 bis 159 schmelzen. Sie lässt sich aus Äther oder Aceton umkristallisieren. Die neue Verbindung soll therapeutische Verwendung finden oder als Zwischenpro dukt zur Herstellung von therapeutisch wert vollen Verbindungen dienen. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als acetylieren- des Mittel Acetanhydrid@ verwendet. 2. Verfahren' nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als acetylieren- des Mittel ein Acetylhalogenid verwendet. B. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als acetylieren- des Mittel Beten verwendet. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als acetylieren- des Mittel einen Essigsäureester verwen det. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Desogycor- ticosteron enthaltendes Rohprodukt ver wendet und dieses mit einem acetylieren- den Mittel behandelt. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Acteylie- rung in Gegenwart von Verdünnungsmit teln ausführt. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Acetylie- rung in Gegenwart von säurebindenden Mitteln ausführt. B. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass man die Acetylierung in Gegenwart von Aceton ausführt. 9. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass man die Acetylierung in Gegenwart von Pyridin ausführt.
CH204234D 1936-12-23 1936-12-23 Verfahren zur Darstellung einer Verbindung der Nebennierenrindenhormonreihe. CH204234A (de)

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