CH210091A - Verfahren zur Herstellung von Phthalimid-4-sulfonamid. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Phthalimid-4-sulfonamid.

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CH210091A
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Herstellung von     Phthalimid-4-sulfonamid.       Es wurde gefunden, dass man     Phthalimid-          4-sulfonamid    erhalten kann, wenn man     2-          Chlorbenzoesäure    mit     Chlorsulfonsäure    in das       2-Chlorbenzoesäure    - 5 -     sulfochlorid    überführt,    dieses mit Ammoniak behandelt und das er  haltene     2-Chlor-benzoesäure-5-sulforiamid    mit       Kupfer-(1)-cyanid    erhitzt.

   Die Umsetzung  vollzieht sich nach folgenden Formeln  
EMI0001.0011     
    Dabei ist es im allgemeinen nicht nötig,  jede einzelne Zwischenverbindung als solche  abzutrennen; meistens kann man zwei oder  mehrere Umsetzungsstufen in einem Arbeits  gang vereinigen.  



  Das     Phthalimid-4-sulfonamid    ist eine bei  <B>2750</B> C schmelzende farblose Substanz, die    neu ist und zur Herstellung von Heilmitteln  und Farbstoffen Verwendung findet.  



  <I>Beispiel:</I>  Eine Lösung von 100 Teilen     2-Chlorben-          zoesäure    in 1000 Teilen     Chlorsulfonsäure     wird unter Rühren einige Stunden lang auf           1.40-150o    C erhitzt. Dann lässt man die  Masse abkühlen, bringt sie in Wasser, saugt  das ausgeschiedene     2-Chlorbenzoesäure-5-sulfo-          chlorid    ab und wäscht es neutral. Das so in  etwa der berechneten Menge erhaltene     2-          Chlorbenzoesäure-5-sulfochlorid    bildet beim       Umlösen    aus     Toluol    farblose Kristalle und  schmilzt bei 1430 G.

   Es wird feucht unter  Kühlung in 1000 Teile 20     o/oiges        wässriges     Ammoniak eingetragen; das Gemisch wird  mehrere Stunden lang gerührt, dann kurz  erwärmt und mit verdünnter Schwefelsäure  angesäuert. Der Rückstand wird abgesaugt,  neutral gewaschen und getrocknet. Das so  erhaltene     2-Chlorbenzoesäure-5-sulfonamid     bildet farblose Kristalle. Es kann durch  Sublimieren unter vermindertem Druck ge  reinigt werden.  



  100 Teile des so erhaltenen     2-Chlorben-          zoesäure-5-sulfonamids    werden mit 68 Teilen       Pyridin    und 42 Teilen     Kupfer-(1)-cyanid    so  lange auf<B>180-1850</B> C erhitzt, bis die  Schmelze fest geworden ist. Mai) rührt hier  auf heisses     o-Dichlorbenzol    ein und trennt  das gebildete     Phthalimid-4-sulfonamid    durch  Absaugen und Waschen mit Methanol ab.  Man kann auch das Lösungsmittel, gege-         benenfalls    mit Wasserdampf, am besten unter  vermindertem Druck abdampfen. Durch Be  handeln mit     Natriumcyanid    oder Salzsäure  entfernt man etwa vorhandene Kupfersalze.

    Die Ausbeute ist sehr gut, und das erhaltene       Phthalimid-4-sulfonamid    ist bereits recht rein.  Es bildet farblose Nadeln, die gegen<B>2750</B> C  schmelzen. Es ist in Wasser etwas, in Alkali  leicht löslich; beim Ansäuern der alkalischen  Lösung erhält man es unverändert zurück.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Phthalimid- 4-sulfonamid, dadurch gekennzeichnet, dass man 2-Chlorbenzoesäure mit Hilfe von Chlor- sulfonsäure in das 2-Chlorbenzoesäure-5-sulfo- chlorid überführt, dieses mit Ammoniak be handelt und das erhaltene 2-Chlorbenzoesäure- 5-sulfonamid mit Kupfer-(1)-cyanid erhitzt. Das Phthalimid-4-sulforramid bildet farb lose Nadeln, die bei 275 o C schmelzen.
    Die neue Verbindung dient als Ausgangsstoff zur Herstellung von Heilmitteln und Farbstoffen.
CH210091D 1938-02-15 1939-01-23 Verfahren zur Herstellung von Phthalimid-4-sulfonamid. CH210091A (de)

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