CH225154A - Verfahren zur Darstellung einer Verbindung der Ätiocholansäure-Reihe. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung einer Verbindung der Ätiocholansäure-Reihe.

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CH225154A
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digoxigenin
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Gesellschaft Fuer Chemis Basel
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Chem Ind Basel
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
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    • C07J—STEROIDS
    • C07J75/00—Processes for the preparation of steroids in general

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Description


  Verfahren zur Darstellung einer Verbindung der     Ätiocholansäure-Reihe.       Es wurde -gefunden, dass man zu einer  Verbindung der     Ätiocholansäurereihe    gelan  gen kann, wenn man den in der Seitenkette  befindlichen ungesättigten     y-Lactonring    eines       Digoxigenin-3@,11-diacylates        oxydativ    auf  spaltet, das Reaktionsprodukt einer alka  lischen Behandlung unterwirft, hierauf  zwecks Entfernung der tertiären     Hydrogyl-          gruppe    wasserabspaltende Mittel     einwirken     lässt und die entstandene Doppelbindung  hydriert.  



  Die     oxydative        Aufspaltung    des     Lacton-          ringes    kann zum Beispiel mit     Permanganat     oder Chromsäure, durch     Ozonisierung,        durch     Einwirkung von Peroxyden, wie     Benzoper-          säure    oder     Wasserstoffsuperoxyd,    vorteilhaft  in Gegenwart von     Osmiumtetrogyd,    oder  durch Behandlung mit Wasserstoffsuper  oxyd,     Osmiumtetroxyd    oder     Permanganaten            -Lind    anschliessend mit Chromsäure,

   -     Perjod-          säure,    oder     Bleitetraacylaten,    erfolgen.  



  Nach der Oxydation erfolgt eine alka  lische Behandlung, zum Beispiel mit starkem  Alkali oder     Alkoholat.     



  Darnach wird die tertiäre     Ilydroxyl-          gruppe    durch Einwirkung wasserabspalten  der Mittel, wie zum Beispiel     wässerig-alko-          holische    Mineralsäure, unter Bildung einer  kernungesättigten     Carbonsäure    entfernt.  



  Durch Hydrierung führt man schliesslich  die letztere in die entsprechende kerngesät  tigte Säure über.  



  Im folgenden wird das beanspruchte     Ter-          fahren.    durch Formelbilder erläutert, wobei  die Stellung der     Substituenten    nach dem  heutigen Stande der Erkenntnis eingezeich  net ist;    
EMI0002.0001     
    Das neue Verfahrensprodukt ist eine     Di-          oxy-ätiocholansäure    der Formel     C2uH@204,    die  farblose Kristalle bildet. Sie stellt ein Zwi  schenprodukt zur Herstellung therapeutisch  wertvoller Verbindungen dar.  



  <I>Beispiel:</I>  1 Teil     Digoxigenin-3,11-diaeetat    vom  F. 221   wird in Eisessig suspendiert und bei  tiefer Temperatur mit Ozon behandelt. Die  Lösung     wird    im Vakuum stark eingeengt,  das Reaktionsprodukt mit Wasser in öliger  Form gefällt und das Lösungsmittel abge  gossen. Den Rückstand erhitzt man mit 2 Tei  len     Kaliumhydroxyd    in wenig 50%igem Al  kohol unter     Umschütteln    mehrere Stunden  im siedenden Wasserbade.

   Dann wird mit  viel Wasser verdünnt und die geringe Menge    neutraler Reaktionsprodukte     ausgeäthert.    Aus  der wässerigen Phase erhält man durch Zu  satz der äquivalenten Menge Säure eine rohe       Trioxy-ätiocholansäure,    die wegen ihrer Ten  denz zur     Lactonbildung    nicht gereinigt,       sondern    als solche     weiterverarbeitet    wird.  Durch mehrstündiges Erhitzen mit einer Lö  sung von 5 % Schwefelsäure in 50%igem  Alkohol auf dem siedenden Wasserbade     ge-          lingt,es,        ,aus    diesem Rohprodukt Wasser ab  zuspalten. Nun wird mit kalter Lauge und  Äther geschüttelt.

   Die im Äther gelösten  neutralen Anteile unterwirft man nach     Ver-          seifung    mit Lauge erneut obiger Behandlung.  Die     wässerig-alkalischen    Anteile, die das     car-          bonsaure    Salz halb gelöst, halb     emulgiert     enthalten, reinigt man schliesslich wie folgt:  Man treibt den Äther aus der alkalischen      Phase aus, fällt mit Schwefelsäure und  filtriert.

   Nach Zugabe von etwas Mineral  säure wird der Rückstand in Äther aufge  nommen, die ätherische Lösung mit wenig  Lauge ausgezogen., die wässerige Phase zen  trifugiert und die überstehende Lösung vom  fast farblosen     Alkalisalz        abgehebert.    Das       Alkalisalz    zerlegt man nach     Emulgierung    in  Äther     mit        verdünnter    Schwefelsäure, trock  net die Ätherlösung, dampft sie ein und ge  winnt aus dem Rückstand durch Umkristal  lisation aus Eisessig oder Aceton die reine,

    farblose     Dioxy-ätiocholensäure    der Formel       CZOH3@04.    Diese lässt sich zum Beispiel mit       Platinoxyd    in     EisGessig        zur        Dioxy-ätiocholan-          säure    der Formel     CZOH"04    hydrieren, die       ebenfalls    durch Umkristallisation aus Eis  essig oder     Aceton    rein     erhalten        -wird.     



  Die     Ozonisierung    des     Digoxigenin-di-          acetats    kann zum Beispiel auch durch Be  handeln     mit    Ozon in einem     halogenierten     Kohlenwasserstoff unter Tiefkühlung und  die     Aufspaltung    des     Ozonides    durch Hydrie  rung mit Wasserstoff in     Essigesterlösung            vorgenommen    wenden.     Es    ist auch möglich,  die Oxydation zum Beispiel mittels     Perman-          ganat    in Aceton oder Chromsäure in Eisessig  vorzunehmen.  



  Statt von     Digoxigenindiacetat    kann man  auch von andern     Diestern    des     Digoxigenins     ausgehen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung einer Verbin dung der Ätiocholansäurereihe, dadurch ge kennzeichnet, dass man den in der Seitenkette befindlichen ungesättigten y-Lactonring eines Digoxigenin-3,11-diacylates oxydativ auf spaltet, das Reaktionsprodukt einer alka lischen Behandlung unterwirft, hierauf zwecks Entfernung der tertiären Hydroxyl= Kruppe wasserabspaltende Mittel einwirken lässt und die entstandene Doppelbindung hydriert.
    Das Verfahrensprodukt ist eine Dioxy- ätiocholansäure der Formel C2oH"04, die farblose Kristalle bildet.
CH225154D 1937-05-05 1937-05-05 Verfahren zur Darstellung einer Verbindung der Ätiocholansäure-Reihe. CH225154A (de)

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