CH232486A - Verfahren zur Herstellung eines Pregnenderivates. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Pregnenderivates.

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CH232486A
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    • C07J5/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, substituted in position 17 beta by a chain of two carbon atoms, e.g. pregnane and substituted in position 21 by only one singly bound oxygen atom, i.e. only one oxygen bound to position 21 by a single bond
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Description


  Verfahren zur Herstellung eines     Pregnenderivates.       Im Hauptpatent ist ein Verfahren zur       Herstellung    eines     Pregnenderivates    beschrie  ben, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man       21-Halogen-pregnen-(4)-dion-(3,20)    mit     einer     tertiären Base behandelt, die entstandene       quaternäre        Ammoniumverbindung    mit einer  aromatischen     Nitrosoverbindung    umsetzt und  das so gebildete Zwischenprodukt mit Säure  zerlegt.  



  Es wurde nun gefunden, dass man in ana  loger Weise das     21-Aldehydo-pregnadien-          (4,17)-on-(3)    herstellen kann, indem man     21-          Halogen-pregnadien-(4,17)-on-(3)    mit einer  tertiären Base behandelt, die entstandene       quaternäre        Ammoniumverbindung    mit einer  aromatischen     Nitro^overbindung    umsetzt und  das so gebildete     Zw        schenproduüt    mit Säure  zerlegt.  



  Das verfahrensgemäss hergestellte     21-A1-          dehydo    -     pregnadien    - (4,17) - an - (3)     ist    neu.  Diese     Verbindung    schmilzt bei 146 bis 152  C       (korr.)    und reduziert in wenig Methanol ge  löst alkalische     Silberdiaminlösung    sehr stark.    Sie kann als     Zwischenprodukt    für die Her  stellung von Heilmitteln, insbesondere solche  mit der     Wirkung    des     Nebennierenrindenhor-          mons,    verwendet werden.  



  Als aromatische, mit der tertiären Base  umzusetzende     Nitrosoverbindung    kann     Ni-          trosobenzol    verwendet werden.    <I>Beispiel:</I>       a)        Pyridiniumverbindung    von     Brom-(21)-          pregnadien-(4,17)-on-(3).     Dem rohen     Brom-(21)-pregnadien-(4.,17)-          on-(3),    erhalten aus 400 mg     Vinyltestosteron     nach der Vorschrift von     Ruzicka    und Müller       (Helv.        chim.    acta.

   22<B>[</B>1939],     pag.    419), das  in der Form     eines    farblosen     Sirups    erhalten  war, wurden 2     cm:3    trockenes     Pyridin    zuge  setzt. Schon nach 1 Minute schieden die wei  ssen Kristalle sich aus. Am folgenden Tage  wurde mit trockenem Benzol verdünnt, der  Niederschlag abgesaugt und mit Benzol ge  waschen.

   Das so erhaltene Produkt hatte  einen     Schmelzpunkt    von 214  C, und die Aus-      beute war 300 mg, das heisst 52%, bezogen  auf     Vinyltestosteron.    Die Mutterlauge lie  ferte, auch nach     Trockendampfen    und erneu  tem Hinzusetzen von     Pyridin,    und später  Benzol, sogar beim Impfen, keine weiteren  Kristalle, so dass die verhältnismässig niedrige  Ausbeute in diesem Falle ausschliesslich der  Unreinheit des verwendeten Ausgangsmate  rials zuzuschreiben ist.  



  Dass das Ausgangsmaterial unrein war,  wurde auch dadurch wahrscheinlich gemacht,  dass es nicht zur Kristallisation zu bringen  war, obwohl     Ruzicka    und Müller angeben,       da,ss    das Produkt gut     kristallisiert    (1. c.     S.420).     Bei einem zweiten Versuch wurde eine     Aus-          beute    von 51 % erhalten, bezogen auf     Vinyl-          testosteron.     



  b)     Nitron    aus     Pyridiniumverbindung.     228 mg     Pyridiniumbromid    (- 0,5     milli-          mol)    wurden gelöst in einem Gemisch von  1     em3    Wasser und 6 cm' Äthanol, darauf  wurden 75 mg     p-Nitroso-dimethylanilin    zu  gesetzt. Die Lösung wurde sofort mit Eis  und Salz gekühlt und 0,3 cm' 0,1     N-Natron-          lauge    unter Schütteln zugesetzt. Die Farbe  der Lösung änderte sich nicht. Nachdem aber  eine     Stunde    später das Gemisch auf Zimmer  temperatur gebracht worden war, erhielt die  Lösung allmählich eine rotbraune Farbe.

    Nach 2 Stunden Stehen bei Zimmertempera  tur wurden 2     cm@    Wasser zugefügt, darauf  wurde die schwach trübe Lösung zwei Tage  im Kühlraum aufbewahrt. Dabei hatten sich  gelbbraune Kristalle gebildet, die abgesaugt.  mit 10 cm' 50 %     iger    und mit 10 cm' 30 %     iger     Äthanol gewaschen und in einem     Vakuum-          excikator    getrocknet wurden.     Umkristalli-          sieren    kann man zum Beispiel aus verdünn  tem Alkohol. Das mit einer Ausbeute von  etwa 70 % erhaltene Produkt hatte einen  Schmelzpunkt von 152 bis 155  C     (korr.).     c) Aldehyd aus     Nitron.     



  80 mg     Nitron    wurden in eben destillier  tem Äther     suspendiert,    worauf die Suspen  sion mit 2 N. Salzsäure geschüttelt wurde;  dies wurde zweimal wiederholt, darauf wurde  mit Wasser, gesättigter Kaliumcarbonat-         lösung    und Wasser     geschüttelt,    wobei die  Ätherlösung ungefähr farblos wurde. Nach       Trocknen    mit Natriumsulfat wurde stark  konzentriert und durch Zusatz von     Pentan     die Kristallisation gefördert. Die erhaltenen  Kristalle wurden mit     Pentan    gewaschen.  Auch die Mutterlauge lieferte noch eine  Menge Kristalle.

   Der Schmelzpunkt war nach       Umkristallisieren    aus     Aceton-Wasser    146 bis  152  C     (korr.),    und die Ausbeute war 56 mg  (ca.     100%)        Pregnadien-(4,17)-on-(3)-al-(21).     Aus den Mutterlaugen der     Nitronherstellung     konnte auf analoge     Weise    auch noch Alde  hyd erhalten werden. Die Substanz reduziert  eine     ammoniakalische    Silbersalzlösung stark,  das heisst die Schwarzfärbung     tritt    nach 1 bis  2 Minuten auf.  



  Bei     einem    zweiten Versuch wurde das       Nitron    nicht erst gereinigt, sondern sofort  mit Salzsäure behandelt. Der rohe Aldehyd  wurde auf     chromatographischem    Wege ge  reinigt, wobei eine Ausbeute an Aldehyd von  ca. 60 % bezogen auf     Pyridiniumbromid    er  halten wurde.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Pregnen- derivates, dadurch gekennzeichnet, dass man 21-Halogen-pregnadien-(4,17)-on-(3) mit einer tertiären Base behandelt, die entstandene quaternäre Ammoniumverbindung mit einer aromatischen Nitrosoverbindung umsetzt und das so gebildete Zwischenprodukt mit Säure zerlegt, wobei der 21-Aldehyd des Pregnadien- (4,17)-on-(3) entsteht,
    der bei 146 bis 152 C schmilzt und in wenig Methanol gelöst alkali sche Silberdiaminlösung sehr stark reduziert. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Umset zung mit der aromatischen Nitrosov erbindung in Gegenwart eines säurebindenden Mittels ausführt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als tertiäre Base Pyridin angewandt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als aromatische Nitrosoverbindung Nitrosoben.zol verwendet wird. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als aromatische Nitrosoverbindung p - Nitrosodimethylanilin verwendet wird.
CH232486D 1939-09-25 1940-02-26 Verfahren zur Herstellung eines Pregnenderivates. CH232486A (de)

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