CH239877A - Verfahren zur Herstellung von 3,17-Dioxy-ätiocholen-aldehyd. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 3,17-Dioxy-ätiocholen-aldehyd.

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CH239877A
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J3/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, substituted in position 17 beta by one carbon atom

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Description


  Verfahren zur Herstellung von     3,17-Dio$y-ätioeholen-aldehyd.       Gegenstand des vorliegenden Patentes ist  ein Verfahren zur Herstellung von     3,17-          Dioxy-äthiocholen-aldehyd,    das dadurch ge  kennzeichnet ist, dass man ein Derivat des  A     '-3,17-Dioxy-androstens,    welches in     17-          Stellung    eine Seitenkette mit einer zum C  Atom 17 benachbarten Doppelbindung auf  weist, und bei welchem im Vergleich zum       zf'-3@,17-Dioxy-androsten        mindestens    eine der       Hydroxylgruppen    durch einen     Rest    substi  tuiert ist,

   welcher durch Hydrolyse im End  produkt die freie     0$-Gruppe    ergibt, unter  intermediärem Schutz der     Kerndoppelbin-          dung,    mit einem Mittel behandelt, welches  die Doppelbindung in der Seitenkette     oxy-          dativ    aufspaltet, den so erhaltenen Aldehyd  isoliert und durch Hydrolyse die     GH-Grup-          pen    herstellt.  



  Die Verbindung dient als Ausgangspro  dukt für die     Herstellung    des     Corpuslutcum-          Hormons.        Si-,    schmilzt aus     Äther-Pentan    um  kristallisiert bei 137-139  C.    Als Ausgangsstoffe eignen sich insbeson  dere die     3,17-Ester        bezw.    -Äther des d'-3,17  Dioxy-17-vinyl-     bezw.        -styryl-androstens.     



  Zum intermediären Schutz der Ring  doppelbindung bedient man sich vorteilhaft  der Anlagerung von Halogenwasserstoff oder  Halogen, insbesondere Brom. Die Doppelbin  dung der Seitenkette wird hierbei nicht an  gegriffen.  



  Die Wiederherstellung der Doppelbindung  nach erfolgter Oxydation kann in bekannter  Weise, zum Beispiel durch Behandlung der       Dihalogenide    mit     Zinkstaub    in     Eisessiglö-          sung,    oder im Falle der Halogenwasserstoff  anlagerung, mit     Pyridin    und andern bekann  ten Mitteln, wie sie zum Beispiel in     Houben-          Weyl    "Die Methoden der organischen Chemie"       Bd.    3, 2. Auflage (1923),     S.        209fF.        bezw.          Bd.    2, 2.

   Auflage (1922),     S.'744-ff.    beschrie  ben sind, geschehen.  



  Als Oxydationsmittel verwendet man mit  Vorteil Ozon, Chromsäure,     Tetraacetate    des  Bleis oder Mangans,     Permanganate    usw.      <I>Beispiel 1:</I>  2 g d     '-3,17-Diacetoxy-17-vinyl-androsten      -erden in 200     ein'        Tetrachlorkohlenstoff    ge  löst und mit. 0,5 ein'     Pyridin    versetzt.

   Hierzu  gibt man unter Rühren<B>0,799</B> g Brom (1     Mol)     in 50 cm'     Tetrachlorkohlenstoff.    Nach Zu  gabe des Broms rührt man noch 1 Stunde  weiter und leitet sodann 1 Stunde Ozon durch  die     Reaktionslösung    (Strömungsgeschwindig  keit 4     Liter!Stunde    bei Verwendung einer       Ley    denen     Flasche).        Anschliessend    versetzt  man mit 200     emd    Eisessig und verdrängt das  Ozon durch Stickstoff.

   Nach ?4 Stunden wird  der     Tetrachlorkohlenstoff    im Vakuum bei  30      verdampft    und     zii    der     Eisessiglösung    bei  einer Temperatur von zirka 10-20"<B><I>)</I></B> g Zink  staub gegeben. Man rührt eine halbe Stunde  in der Kälte und die Bleiehe Zeit bei     95-100 .     Es wird dann vom Zinkstaub     abfiltriert    und  in Wasser gegossen. Der     ausgefallene    Nieder  sehlax wird in Benzol aufgenommen und das  Benzol mit Wasser gewaschen, uni den Eis  essig zu entfernen.  



  Die bei der     Ozonisierung    entstandenen  Säuren werden mit Alkali aus der     Benzol-          lösung    ausgeschüttelt.  



  Die von den Säuren befreite     Benzollösung     wird mit Wasser neutral gewaschen und ver  dampft. Den Rückstand erwärmt     man    gelinde  mit einer Lösung von     Seinicai#bacidaeetiit    in       lIetlianol,    wobei sich ein Niederschlag nicht  ausscheidet. Man nimmt in viel Äther auf     und          wäscht    den     Äther    mit. Alkali und Wasser.

    Den nach     Eindampfen    des     Äthers    erhaltenen  Rückstand verreibt man mit wenig Äther und  saugt das auf diese Weise gereinigte     Semi-          carbazon    des     3,17-Diacetoxy-ätiocholen-aIde-          hy        ds    ab, aus dem man nach     .Spaltung    mit       Benzaldehyd    und     Hydrolyse    den freien     3,17-          Dioxy-ätiocholen-aldeliyd    gewinnt.

      <I>Beispiel 2:</I>    1 g     Dehydroandrosteron-acetat        wird    in  100     cm3        abs.    Äther mit 8 g     Bromstyrol    und  dann mit einigen Stücken     aktiviertem        Li-          thiummetall    versetzt.     Man    unterbricht die  lebhafte Reaktion sobald sich eine beständige  braunrote Farbe eingestellt hat. zersetzt mit    Alkohol und Wasser,     äthert    aus und behan  delt den eingedampften Extrakt im Vakuum  mit Wasserdampf so lange, bis die letzten  Reste von     Bromstvrol    verschwunden sind.

    Man nimmt in Benzol auf, trocknet, versetzt       reit.    dem     halben    Volumen     Hexan    und     chro-          matographiert    über 25 g Aluminiumoxyd.

   Die       Benzol-Hexanfraktion    wird verworfen und  das     Aluminiumoxyd    mit     Benzol/Alkohol     (50:1)     eluiert;    das     Eluat    hinterlässt beim  Eindampfen das     3-11onoacetoxy-17-oxy-17-          sty        ryl-androsten    als klares Bartes Glas     (Iso-          in        erengeniisch)    .

       e     Zur Bereitung des     3-Monoacetoxy-17-oxy-          ätiocholei-aldeliyds    wird in reinstem Essig  ester (20     ein')    gelöst, mit 1     1flol    Brom  (-= 484     nix,    gelöst in zirka 5 cm'     Essigester)     versetzt und nach     erfolgter        Entfärbung        e     4 Stunden mit Ozon bei 0  behandelt.

   Dann  verdrängt man das überschüssige Ozon mit       Kohlendioxyd,    zerstört das     Ozonid    mit Zink  staub und     entbromt    anschliessend durch     Zu-          gabc    von     weiterem    Zinkstaub und etwas Al-     s          kohol    unter Erwärmen.     plan    filtriert, dampft  ab, nimmt in Äther auf, trennt Säuren mit       Sololösung    ab und kristallisiert den gewa  schenen,     getrockneten    und     abgedampften     Ätherextrakt ans Aceton.

   Ausbeute     300    mg  gelbliche     Bröckchen;    das Präparat gibt deut  liche     Aldehydreaktion    mit     fuchsinschwefliger          Säure.    Es wird, wie im Beispiel 1     angegeben,          zum        3,17-Dioxy-ätiocholen-5-aldehyd    aufge  arbeitet. F

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Z' erfahren zur Herstellung von 3,17-Di- oxy-ätiocholf.#n-(5)-aldehyd, dadurch gekenn zeichnet, dass man ein Derivat des d'-3,17 Dioxy-androstens, welches in 17-Stellung eine Seitenkette mit einer zum C-Atoin 17.benaeh- l-arten .Doppelbindung aufweist, und bei wel chem im Vergleich zum d'-3,17-Dioxy-an- drosten mindestens eine) der Hydroxylgruppen durch einen Rest substituiert ist,
    welcher durch Hydrolyse im Endprodukt die freie OH-Gruppe ergibt, unter intermediärem Schutz der Kerndoppelbindung mit einem Mittel behandelt, welches die Doppelbindung in der Seitenkette oxydativ aufspaltet, den so erhaltenen Aldehyd isoliert und durch Hy drolyse die O#I3-Gruppen herstellt. Der 3,17- Dioxy-aldehyd schmilzt aus Äther-Pentan umkristallisiert bei 13-7-139'C. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der intermediäre Schutz der Ringdoppelbindung durch Halo genanlagerung erfolgt. 9. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der intermediäre Schutz der Ringdoppelbindung durch Halo- genwasserstoffanlagerung erfolgt. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als Mittel zur oxydativen Aufspaltung Ozon verwendet. 4. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man von einem 3,17-Ester des 17-Styryl-androstens ausgeht. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man von einem 3,17-Äther des 17,Styryl-androstens ausgeht. 6. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man von einem .3,17-Ester des 17-vinyl-androstens ausgeht. 7. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man von einem 3.17-Äther des 17-Vinyl-androstens ausgeht.
CH239877D 1937-06-21 1938-06-09 Verfahren zur Herstellung von 3,17-Dioxy-ätiocholen-aldehyd. CH239877A (de)

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