CH245675A - Verfahren zur Darstellung von 1,2-Dimethyl-3-cyano-3-phenyl-pyrrolidin. - Google Patents
Verfahren zur Darstellung von 1,2-Dimethyl-3-cyano-3-phenyl-pyrrolidin.Info
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Verfahren zur Darstellung von 1,2-Dimethyl-3-eyano-3-phenyl-pyrrolidin. Es wurde gefunden, dass therapeutisch wertvolle heterocyclische Basen der allge meinen Formel
EMI0001.0003
dadurch gewonnen werden können, dass sub stituierte Benzylamino-Alkyl-acyl-aryl-aceto- nitrile der allgemeinen Formel
EMI0001.0006
der katalytischen Hydrierung unterworfen und die erhaltenen Nitrile gegebenenfalls in Carbonsäureester oder Betone übergeführt werden.
In diesen Formeln (I, 1I) bedeuten Z die Gruppen CN, COORi oder CORs; R Arylgruppen; R1 Alkylgruppen oder sub stituierte Alkylgruppen (wie Aralkylgruppen); R: Alkylgruppen; R3 Alkyl- oder Arylgrup- pen; n 2 oder 3.
Wenn n 2 bedeutet, so entsteht ein Pyrrolidinabkömmling, bedeutet n 3, so wird ein Pipericlinabkömmling gebildet.
Dieser Reaktionsverlauf ist überraschend, da anzunehmen war, dass die Nitrilgruppe sich umsetzen würde, besonders im Hinblick auf die von Rupe und Mitarbeitern in Hel= vetica Chimica Acta, Band 8 (1925) Seite 848 beschriebene Hydrierung von a-Aceto-phenyl- acetonitrilen, wobei im wesentlichen Benzyl- methylketon entsteht.
Die Ausgangsverbindungen (1I) für das vorliegende Verfahren werden am zweck mässigsten durch Behandlung des Alkali- metallderivates eines Acyl-arylacetonitrils der Formel
EMI0002.0001
mit einem substituierten FIalogen-alkyl-benzyl- amin der Formel
EMI0002.0004
in welcher X ein Halogen bedeutet, herge stellt; die übrigen Zeichen wurden bereits erklärt.
Gegenstand des vorliegenden Patentes ist ein Verfahren zur Darstellung von 1,2-Di- methyl-3-cyano-3-phenyl-pyrrolidin, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass N-Methyl-N- benzyl-N-(3-phenyl- 3 -acetyl- 3 -cyano-propyl)- amin katalytisch hydriert wird. Das bisher unbekannte 1,2-Dimethyl-3-cyano-3-phenyl- pyrrolidin bildet ein farbloses Öl, das unter einem Druck von 0,2 mm bei 96-98 C siedet.
DieVerbindung besitzt basische Eigenschaften, sie löst sich demzufolge in verdünnten wässe rigen Mineralsäuren.
Sie bildet ein Zwischenprodukt für die Gewinnung therapeutisch verwendbarer Ver bindungen.
Beispiel: 6,5 Gewichtsteile N-Methyl-N-benzyl-N- (3-phenyl- 3 -acetyl- 3 -cyanopropyl)-amin (dar gestellt durch Einwirkung von Methyl-p-chlor- äthyl-benzylamin auf Acetyl-benzylcyanid bei Gegenwart von einem Äquivalent Natrium- amid) werden in die alkoholische Lösung eines Palladiumkatalysators eingetragen.
Der Kata lysator wird wie folgt hergestellt: Man schüt telt 6 Gewichtsteile aktiver Absorptionskohle mit einer Mischung von 100 Gewichtsteilen Alkohol und 5 Gewichtsteilen einer 10pro- zentigen wässerigen Lösung von Palladium- chlorür in einer Wasserstoffatmosphäre. Nach erfolgter Zugabe des Ausgangsmaterials zu der alkoholischen Katalysatorsuspension wird in einer Wasserstoffatmosphäre so lange ge schüttelt, bis die Absorption die zweifach molekulare Menge beträgt.
Wenn die Wasser stoffaufnahme sich verlangsamt, bevor dieser Punkt erreicht ist, kann sich die Zugabe von weiteren 2-3 Gewichtsteilen Palladium- chlorürlösung als notwendig erweisen. Nach Beendigung der Hydrierung wird die Mischung filtriert und unter vermindertem Druck zur Trockne verdampft. Der Rückstand wird in verdünnter Salzsäure aufgenommen und die Lösung mit Äther durchgeschüttelt. Nach Abtrennen der Ätherschicht wird die wässerige Phase mit Natriumhydroxydlösung alkalisch gemacht und jetzt dreimal mit Äther extra hiert.
Die vereinigten Ätherextrakte werden mit wenig Wasser gewaschen, getrocknet und der Äther abgedampft. Der Rückstand wird im Hockvakuum destilliert. Das 1,2-Dimethyl- 3-cyano-3-phenyl-pyrrolidin siedet unter einem Druck von 0,2 mm bei 96-98 C.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von 1,2-Di- methyl- 3 -cyano- 3 -phenyl-pyrrolidin, dadurch gekennzeichnet, dass N-Methyl-N-benzyl-N- (3-phenyl-3-acetyl-3-cyano-propyl)-amin kata lytisch hydriert wird. Das bisher unbekannte 1,2-Dimethyl-3- cyano-3-phenyl-py rrolidin bildet ein farbloses Öl, das unter einem Druck von 0,2 mm bei 96-98 C siedet. Die Verbindung besitzt basische Eigenschaften; sie löst sich demzu folge in verdünnten wässerigen Mineralsäuren.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB245675X | 1945-01-31 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH245675A true CH245675A (de) | 1946-11-30 |
Family
ID=10213666
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH245675D CH245675A (de) | 1945-01-31 | 1946-01-17 | Verfahren zur Darstellung von 1,2-Dimethyl-3-cyano-3-phenyl-pyrrolidin. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH245675A (de) |
-
1946
- 1946-01-17 CH CH245675D patent/CH245675A/de unknown
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