CH251116A - Verfahren zur Herstellung einer neuen im Ring A substituierten und im Ring C ungesättigten Verbindung der Cyclopentanopolyhydrophenanthren-Reihe. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer neuen im Ring A substituierten und im Ring C ungesättigten Verbindung der Cyclopentanopolyhydrophenanthren-Reihe.

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CH251116A
CH251116A CH251116DA CH251116A CH 251116 A CH251116 A CH 251116A CH 251116D A CH251116D A CH 251116DA CH 251116 A CH251116 A CH 251116A
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Description


  Verfahren zur Herstellung einer neuen im     Ring    A substituierten und im     Ring    C  ungesättigten Verbindung der     Cyclopentanopolyhydrophenanthren-Reihe.       Es wurde gefunden, dass man zu einer  neuen im Ring A     substituierten    und     im     Ring C     ungesättigten    Verbindung der     Cyclo-          pentanopolyhydrophenanthren-Reihe    gelan  gen kann, wenn     mau.        einen        d".la-Cholensäure-          ester,

      der     in        3-Stellung        einen    durch Hydro  lyse in die     Oxygruppe        überführbaren    Rest       aufweist,    unter     intermediärem    .Schutz der       Kohlenstoffdoppelbindung    mit einem Oxyda  tionsmittel behandelt und nach Herstellung  der     Oxygruppe    und der     Kohlenstoffdoppel-          bindung    die     gebildete        d11,12_3_Oxyätiocholen-          säure    isoliert.  



  Die neue Säure bildet einen     Methylester,     der bei 124     bis    1260 schmilzt und eine     spe-          zifische        Drehung        von.        [a]        v        -+        77         (in        Ace-          ton)    zeigt. Sie soll als     Zwischenprodukt        zur          Herstellung    therapeutisch     wertvoller    Pro  dukte dienen.  



  Der Schutz der     Kohlenstoffdoppelbindung     erfolgt zum Beispiel     durch        Anlagerung    von  Halogen oder     Halogenwasserstoff.        Geeignete          Oxydationsmittel    sind zum     Beispiel    Chrom  säure,     Permanganat    und dergleichen. Die       Wiederherstellung    der     Oxygruppe    und der       Kohlenstoffdoppelbindung    nach     erfolgter     Oxydation lässt sich in an sich     bekannter          Wei,,se        vornehmen.     



       Beispiel:     Man führt     411.12-3_Acetoxy-cholensäure-          methylester    vom F. 117     bis    118      (erhalten     durch     thermische        Spaltung    von     3-Acetoxy-          12-benzoyloxy-cholansäure-methylester    vom    F. 114 bis 115 , der aus     Desoxy-eholsäure-          methylester    durch partielle     Veresterung    mit       Essigsäureanhydrid        zum        3-Acetoxy-12-oxy-          cholansäure-m:

  ethylester    vom F. 124 bis 125   und     anschliessende        Benzoylierung        gewonnen     wird)     durch        Zutropfen    einer Bromlösung     in          Eosigsäure    in     11,

  12-Dibrom-3-acetoxy-cholen-          säure-methylester        über.    1 g des letzteren     wird     in 30 cm'     chromsäurebeständigem    Eisessig  gelöst und bei 75  unter     Rühren        im    Verlaufe  von 30 Minuten mit der     Lösung    von 1 g       Chromtrioxyd    mit 1     ems    Wasser und 3 cm'  Eisessig versetzt. Dann     wird    noch 4     Stunden          weitergerührt    und die     Temperatur    auf etwa  70  gehalten.

   Die     grüne    Lösung wird im  Vakuum bei 30 bis 40      Badtemperatur    zum  Sirup eingedampft, der Rückstand in Was  ser aufgenommen und dreimal mit Äther       ausgeschüttelt.    Die     Ätherlösungen    werden  wiederholt     mit    10%iger     Schwefelsäure,        ge-          sättigter    wässeriger     Natriumbicarbonatlösung          und    Wasser gewaschen.

   Nach Abdampfen  der     Ätherlösung        nimmt    man zur     Abspaltung     des Broms den Rückstand in 95     %iger    Essig  säure     auf    und     rührt    die Lösung 10 Stunden  kräftig mit Zinkstaub     bei        Zimmertempera-          tur.        Hierauf    wird abgesaugt,

       die    Essigsäure  lösung     mit    viel     Wasser        verdünnt    und     aus-          geäthert.    Die Ätherlösung     wird    nun mit  Wasser     und    mit     wässeriger        Sodalösung    aus  gezogen,     getrocknet    und abgedampft.  



  Die     Sodalösung        wird        hierauf    angesäuert  und mit Äther ausgezogen. Der Ätherrück-      stand wird mit einer 50%igen wässerigen       Kaliumhydroxydlösung    2 Stunden gekocht.  Hierauf wird angesäuert, dreimal mit Äther  ausgeschüttelt, die Ätherlösung     mit        Wasser     gewaschen, getrocknet und     mit        Diazomethan     bis zur bleibenden Gelbfärbung versetzt.

    Nach 10     Minuten    wird die Hauptmenge des  Äthers abgedampft, die verbleibende Lösung  mit     Salzsäure,        Sodalösung    und     Wasser    ge  waschen, getrocknet und     eingedampft.    Das so  erhaltene     Methylestergemisch    wird zur par  tiellen     Verseifung    mit 5 %     iger        methylalko-          holischer    Kalilauge 15     Minuten        gekocht.;.     Nach dem Abkühlen wird Wasser zugegeben.

    das Methanol im Vakuum bei     35     abgedampft  und der Rückstand     zweimal    mit Äther     aus-          geschüttelt.    Die Ätherlösung wird nochmals  mit etwas Natronlauge und Wasser gewa  schen, getrocknet und eingedampft.

   Die so  erhaltene Fraktion     sehwerverseifbaren        Esters          wird    mit 10 %     iger        methylalkoholiseher    Kali  lauge 20 Stunden unter     Rückfluss    gekocht,  dann     wird    mit     Wasser    verdünnt, das Metha  nol abgedampft, der Rückstand     dreimal    aus  geäthert und die Ätherlösung mehrmals mit  Wasser und     wenig    Natronlauge gewaschen.

    Der     alkalische    Anteil wird angesäuert und       ausgeäthert    und der Ätherrückstand mit     Di-          azomethan        verestert.    Man erhält dabei den       dll,lz-3-Oxy-ätiocholensäuremethylester    der  Formel  
EMI0002.0038     
    Er schmilzt bei 124 bis 126  und zeigt     eine     spezifische Drehung von La] D =     '-f-    77   (in Aceton).     Das    Acetat bildet, aus P'etrol-         äther    umkristallisiert, Nadeln vom F.

   99 bis  100' und zeigt     die    spezifische Drehung       [a]    1 _     +    8:9  -(in Aceton).

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer neuen im Ring A substituierten und im Ring C ungesättigten Verbindung der Cyclopentano- polyhydrophenanthren-Reihe, dadurch ge kennzeichnet, dass man einen dll.lz-Cholen- säureester, der in 3-Stellung einen durch Hy drolyse in die Oxygruppe überführbaren Rest aufweist,
    unter intermediärem Schutz der Kohlenstoffdoppelbindung mit einem Oxydationsmittel behandelt und nach Her stellung der Oxygruppe und der Kohlenstoff doppelbindung die gebildete dll.lz-3_Oxyätio- cholensäure isoliert. Die neue Säure bildet einen Methylester, der bei 124 bis 126 schmilzt und eine spezi fische Drehung von [a] D = + 77 (in Aceton) zeigt. Sie soll als Zwischenprodukt zur Herstellung therapeutisch wertvoller Produkte dienen.
    UNTE.RANSPRMiE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man dll,la-3_Acet- oxy-cholensäure-methylester als Ausgangs stoff verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man den dll,lz-3_Acetoxy-cholenGäure- methylester zum Zwecke des intermediären Schutzes der Doppelbindung in das 11,12- Dibrom-Derivat überführt. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als Oxyda- tionsmittel Chromtrioxyd verwendet.
CH251116D 1942-04-15 1942-04-15 Verfahren zur Herstellung einer neuen im Ring A substituierten und im Ring C ungesättigten Verbindung der Cyclopentanopolyhydrophenanthren-Reihe. CH251116A (de)

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