CH265516A - Verfahren zur Herstellung von 4-Amino-2-oxy-benzoesäure. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 4-Amino-2-oxy-benzoesäure.

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CH265516A
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  Verfahren zur Herstellung von     4.Amino-2-oxy-benzoesäure.       Zum Unterschied zur     5-Amino-2-oxv-ben-          zoesäure,    die durch     Nitrierung    von     Salicyl-          säure    und Reduktion des     Nitrokörpers    leicht  zugänglich ist, konnte die     isomere        4-Amino-          2-oxy-benzoesäure    bisher nur auf umständliche  und kostspielige Weise aus     Chlornitrobenzoe-          säure    über die     p-Nitro-salicylsäure    hergestellt  werden.

   Dieses Verfahren ist wenig ergiebig  und eignet sieh nicht für die Herstellung in  grösserer Menge.    Demgegenüber wurde nun gefunden, dass       4-Amino-2-oxy-benzoesäure        (p-Amino-salicyl-          säure)    auf einfache Weise dadurch herge  stellt werden kann, dass in     m-Amino-phenol     eine     Carboxylgruppe    eingeführt wird durch  Behandlung desselben mit einem als     carboxy-          lierendes    Mittel wirkenden wasserlöslichen  primären     Carbonat.    Als solches kann man  z.

   B.     Natriumbicarbonat,        Kaliumbicarbonat     oder     Ammoniumbicarbonat        verwenden.    Die  Reaktion kann z. B.     ausgeführt    werden durch  Erwärmen der Reagenzien für sich oder zu  sammen mit Wasser, Alkohol, verdünntem       Alkohol,        Glyeol    oder Glycerin. Man kann aber  auch so verfahren, dass man die genannten     Bi-          carbonate    oder     Ammoniumcarbonat,    Soda  oder Pottasche     verwendet    und in das Reak  tionsgemisch     C02    einleitet.

   Dabei werden die  genannten sekundären     Carbonate    in die pri  mären umgewandelt. Diese Reaktion kann so  wohl im offenen Gefäss als auch im Auto  klaven, gegebenenfalls bei     Kohlensäureüber-          druck,    durchgeführt werden.    <I>Beispiel 1:</I>  22 Teile     m-Amino-phenol    werden mit     "i    5  Teilen Wasser und 34 Teilen     Natriumbiear-          bonat    in einem Kolben unter     Rüekfliiss     Stunden auf 95  erwärmt.

   Darauf wird  noch 2 Stunden unter     Rüekfluss    gekocht und  nun mit Salzsäure versetzt, bis die     Lösen;     nur noch schwach     phenolphtalein-al.kalisch     reagiert. Nun wird auf 5  abgekühlt, wobei  sich unverändertes     Amino-phenol    ausscheidet.  Es wird abgesaugt und das Filtrat durch Zu  satz von Salzsäure     lackmussauer,    jedoch kongo  neutral gestellt. Nach Abkühlen auf     5     kri  stallisiert nach einiger Zeit die 4-     Amino-2-          oxy-benzoesäure    in Form einer cremefarbenen  Fällung aus. Sie wird abgesaugt und mit  wenig Wasser gewaschen.

   F. 142      (Zers.).    Das  erhaltene Produkt ist leicht löslich in Alkohol;  auf Zusatz von     Ferrichlorid    wird die Lösung  rotviolett.  



  <I>Beispiel 2:</I>  44 Teile     m-Amino-phenol,    68 Teile     Na-          triumbicarbonat    und 150 Teile Wasser wer  den im     Autoklaven    3 Stunden auf 140   erhitzt. Nach dem Erkalten wird die     Lösung     mit Salzsäure versetzt, bis sie nur noch  schwach     phenolphtalein-alkalisch    reagiert, und  von etwas unverändertem     m-Amino-phenol    ab  gesaugt. Das Filtrat wird nochmals mit Kohle  filtriert und dann mit konzentrierter Salz  säure versetzt bis zur deutlich kongosauren  Reaktion. Es scheidet sich das Chlorhydrat  der     p-Amino-salicylsäure    als graues Pulver  ab.

   Dieses wird abgesaugt und mit wenig ver-           dünnter    Salzsäure gewaschen. Zur Herstel  lung der freien Aminosäure wird in wenig       verdünntem    Ammoniak gelöst, die     Lösung    mit  Tierkohle behandelt und aus dem gelblichen  Filtrat die freie     4-Amino-2-oxv-benzoesäure     durch Ansäuern mit Essigsäure ausgefällt, ab  gesaugt und mit Wasser gewaschen.    <I>Beispiel 3:</I>  11 Teile     m-Amino-phenol    werden mit 20  Teilen     Natriumbicarbonat    und 20     Teilen        Gly-          cerin    1 Stunde auf 120  erwärmt.

   Das Ge  misch wird nun in 100     em     Wasser aufgenom  men, durch Zusatz von Salzsäure schwach       phenolphtalein-alkalisch    eingestellt und abge  saugt. Das     Filtrat    wird mit überschüssiger  Salzsäure versetzt, wobei sich nach einigem  Stehen das Chlorhydrat der     4-Amino-2-oxy-          benzoesäure    ausscheidet. Das Salz wird ab  gesaugt und     finit    verdünnter Salzsäure nach  gewaschen. Zur Überführung in die freie  Säure wird es in wenig Wasser gelöst und  durch Zusatz von     Ammoniak    bis zur kongo  neutralen Reaktion- die freie Säure in bräun  lichen Nadeln ausgefällt.  



  <I>Beispiel 4:</I>  44 Teile     m-Amino-phenol,    102 Teile     Na-          triumbicarbonat        und    150     Teile    Wasser wer  den in     einen        Autoklaven        eingefüllt.    Nun wird  der     Autoklav    mit C02     ausgespült    und darauf  so viel     C02        eingepresst,    bis der     C02    Druck       einige    Atmosphären beträgt. Dann wird  10     Stunden    auf 130 C erhitzt.

   Nach Auf  arbeitung, wie in Beispiel 2 angegeben, erhält  man in guter Ausbeute     4-Ämino-2-ox7benzoe-          säu.re    vom F. 142      Zers.     



  Statt     Natriumbicarbonat    kann     mich        Kä-          liiunbicarbonat,        Ammoniumcarbonat,    Soda  oder Pottasche     verwendet    werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur .Herstellung von 4-Amino-2- oa-y-benzoesäiire, dadurch gekennzeichnet, dass man m-Amino-phenol mit einem als carboxv- lierendes Mittel wirkenden, wasserlöslichen primären Carbonat behandelt. Die erhaltene 4-Amino-2-oxy-benzossäure stellt ein brämiliehes Pulver vom F.142 (Zers.) dar, das in Alkohol leicht löslich ist. Auf Zusatz von Ferrichlorid wird die Lösung rotviolett.
    UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als primäres Carbonat ein Alkalibicarbonat verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als primäres Carbonat Ammoniumbicarbonat verwendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man das in-Amino- phenol mit einem Bicarbonat umsetzt, welches in Gegenwart des Amino-phenols aus einem wasserlöslichen Carbonat und Kohlensäure ge bildet wurde. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass man das in-Amino-phenol mit einem Alkalibicarbonat umsetzt, welches in Gegen wart des Amino-phenols ans einem Alkali- carbonat und Kohlensäure gebildet wurde. 5. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass man das ni-Amino-phenol mit Ammo- niiunbicarbonat umsetzt, welches in Gegen wart des Amino-phenols aus Ammonium- carbonat und Kohlensäure gebildet wurde. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unter ansprueh 3, dadurch gekennzeichnet, dass man das m-Amino-phenol mit einem Bi- carbonat in Gegenwart von Kohlensäure be handelt. 7. Verfahren nach Patentansprueli und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reaktion unter Kohlensäureüber- druck durchführt. B. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reaktion in einem offenen Gefäss durchführt. 9.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch ' gekennzeichnet, dass die Reaktion in Gegenwart eines Lösungsmittels durchgeführt. wird.
CH265516D 1948-01-31 1948-01-31 Verfahren zur Herstellung von 4-Amino-2-oxy-benzoesäure. CH265516A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1045418B (de) * 1954-09-13 1958-12-04 Miles Lab Verfahren zur Herstellung einer dichten Form reiner p-Aminosalicylsaeure

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1045418B (de) * 1954-09-13 1958-12-04 Miles Lab Verfahren zur Herstellung einer dichten Form reiner p-Aminosalicylsaeure

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