CH277304A - Verfahren zur Herstellung von 1-Methyl-piperidinverbindungen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 1-Methyl-piperidinverbindungen.

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CH277304A
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D211/00Heterocyclic compounds containing hydrogenated pyridine rings, not condensed with other rings
    • C07D211/04Heterocyclic compounds containing hydrogenated pyridine rings, not condensed with other rings with only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom
    • C07D211/06Heterocyclic compounds containing hydrogenated pyridine rings, not condensed with other rings with only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom having no double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D211/36Heterocyclic compounds containing hydrogenated pyridine rings, not condensed with other rings with only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom having no double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D211/60Carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals
    • C07D211/62Carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals attached in position 4
    • C07D211/64Carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals attached in position 4 having an aryl radical as the second substituent in position 4

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Description


  Verfahren zur Herstellung von     1-Methyl-piperidinverbindungen.       Durch das     DRP.    Nr. 679281 wurde ein       Verfahren    bekannt, nach dem in guter     Aus-          beute        Piperidinverbindungen    durch Konden  sation von     Arylacetonitrilen    mit Aminen der  Formel:

  
EMI0001.0008  
   worin     X-und    Y je eine       ss-Halogen-alkylgruppe    und R einen     Aryl-,          Alkyl-,        Aralky.l-    oder     Cycloalkylrest    bedeu  tet, in Anwesenheit     eines    die Abspaltung 'von  Halogenwasserstoff bewirkenden Mittels erhal  ten werden.  



  Wegen der     sehr    starken     Giftigkeit    dieser       Amine,        insbesondere    des     Methyl-di-(fl-chlor=          äthyl)-amins,    wurde aber die technische An  wendung dieser Umsetzung, vor allem zur       Herstellung    der     1-Methyl-piperidinverbindun-          gen,    bald     wieder    aufgegeben.

   Die     in    Frage  stehenden     Piperidinderivate,        .die    teilweise  zum Aufbau wichtiger Heilmittel verwendet  werden, wurden nach andern Verfahren     her-          gestellt.     



  Da man aus den sehr stabilen und voll  ständig ungefährlichen     halogenwasserstoff-          sau.ren    Salzen der     genannten        Amine    in     einem     indifferenten Lösungsmittel, wie Benzol, To  luol     llsw.,    mit einem     halogenwasserstoff-          abspaltenden    Mittel, wie     Natriumamid,        Phe-          nyInatrium,        Natriumalkoholat    usw., die Ba  sen leicht freisetzen kann,

   können die  1-     Methyl    -     piperidinverbindungen        einfacher     und unter Ausschaltung der Gefährdung  erhalten werden, wenn man die     Methyl-di-          (ss-halogenalkyi)-amine    in     Gegenwart    der       Arylacetonitrile,    d. h. also unmittelbar vor    der Kondensation durch     halogenwasserstotf-          abspaltende    Mittel aus ihren     Hydrolialo-          geniden    freisetzt.  



  Gegenstand der Erfindung ist somit ein  Verfahren zur Herstellung von     1-Methyl-          4-aryl-piperidin-earbonsäurenitrilen    durch       Überführung    der     Hydrohalogenide    von     Me-          thyl-di-(,6-halogen-all,-yl)-aminen    in die freien  Basen und Kondensation     derselben    mit     Aryl-          acetonitrilen    in Anwesenheit     eines    die Ab  spaltung von     Halogenwasserstoff    bewirken  den Mittels, das dadurch gekennzeichnet     ist,

       dass man die Basen in Gegenwart der     Ary-1-          acetonitrile    in     einem    indifferenten Lösungs  mittel aus ihren     Hvdrohalogeniden    freisetzt.  



  Beispielsweise kann man     lTethyldiäthanol-          amin    in Benzol mit     Thionylchlorid    chlorieren  und das so erhaltene     F-Ivdroehlorid    des     Me-          thyl--di-(ss-chlor-äthyl)-amins    im gleichen  Reaktionsgefäss mit     Benzyleyanid    und einer       Natrinmverbindung',    wie z. B.     Natriumamid,     in einem indifferenten Lösungsmittel zusam  menbringen, wobei das     1-lIethyl-4-pheny        1-          piperidin-4-earbonsäurenitril    entsteht.  



  <I>Beispiele:</I>  1. Herstellung von     1-1Iethyl-4-phenyl-          piperidin-l-earbonsäurenitril.     



  120 Gewichtsteile     Methyldiäthanolamin     werden durch Einlauf in eine Lösung von 240  Gewichtsteilen     Thionylchlorid    in 600 Teilen  Benzol bei einer Temperatur von 65 bis 70'  chloriert. Das     Reaktionsgemisch    wird     la-          samzum    Sieden erhitzt und unter Rücl-      gekocht, wobei nach     kurzer    Zeit     das        Hydro-          chlorid    des     Methyl-di-(ss-chlor-äthyl)

  -amins          kristallin        ausfällt.    Darauf werden 120     Ge-          wichtsteile        Benzylcyanid        zugesetzt.    In diese  Mischung lässt man unter Rühren und Küh  lung eine feine Suspension von 120     (xe-          wichtsteilen        Natriumamid    in 200 Gewichts  teilen Benzol in kleinen Portionen derart zu  fliessen, dass sich die Temperatur während  der Kondensation     zwischen    35 und 400 hält.

    Wenn bei weiterem Zusatz von     Natriumamid     keine Selbsterwärmung mehr auftritt, wird  langsam bis zum     Sieden    erwärmt und     eine     Stunde unter     Rückfluss    gekocht. Nach dem       Erkalten        wird        langsam        Wasser    zugesetzt, um  das     gusgeschiedene        Natriumchlorid    abzutren  nen.

   Die gewaschene     und    getrocknete     Benzol-          lösung        wird.    direkt     destilliert.    Die Ausbeute  an     1-Methyl-4-phenyl-piperidin-4-carbonsäure-          nitril    beträgt     durchschnittlich    145     Gewichts-          teile,        d.        h.        70        %        der        Theorie..     



  2. Herstellung von     1-Methyl-4-(m-methox@--          phenyl)-piperidin-4-carbonsäurenitril.    .  120 Gewichtsteile     1lethvldiäthanölamin    wer  den     wie    unter 1 mit 240 Gewichtsteilen       Thionylchlorid    in 600 Teilen Benzol     cblo-          riert.    Zu dem kristallinisch ausgeschiedenen  Hydrochlorid des     3Vlethyl-di-(ss-ehlor-äthyl)-          amins    gibt. man 150     Gewichtsteile    ni-         Methoxy-benzyleyanid.    Unter' Rühren und  Kühlen wird der     Mischung    in kleinen Por  tionen eine feine.

       Suspension    von 120 Ge  wichtsteilen     Natriumamid    in 200 Teilen Ben  zol so zufliessen gelassen, dass die Tempe  ratur     zwischen    40     lind    450 bleibt. Steigt die  Temperatur bei weiterem Zusatz von Na  triumamid nicht mehr an, ist die Reaktion  beendet. Das Gemisch     wird    langsam zum Sie  den     erwärmt    und zwei Stunden unter Rück  fluss gekocht.

   Die erkaltete     Lösung    wird mit  Nasser     ausgeschüttelt    und nach dem Trock  nen     destilliert.    Die .Ausbeute an     1-Methyl-          4-        (m-methoxj-phenzl)        --piperidin-4-carbon-          säurenitril    beträgt     durchschnittlich    160     Ge-          wichtsteile,        d.        h.        etwa        70        %        der        Theorie.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von 1-Methyl- 4-aryl-piperidin-carbonsäurenitrilen durch Überführung der Hydrohalogenide von Me- thyl-di-(ss-halogen-all--yl)-aminen in die freien Basen und Kondensation derselben mit Ar-l- acetonitrilen in Anwesenheit eines die Abspal tung von Halogenwasserstoff bewirkenden Mittels, dadurch gekennzeichnet,
    dass man die Basen in Gegenwart der Arylacetonitrile in einem indifferenten Lösungsmittel aus ihren Hydrohalogeniden freisetzt.
CH277304D 1949-02-24 1949-02-24 Verfahren zur Herstellung von 1-Methyl-piperidinverbindungen. CH277304A (de)

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