CH286355A - Verfahren zur Herstellung eines chromhaltigen Monoazofarbstoffes. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines chromhaltigen Monoazofarbstoffes.Info
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Verfahren zur Herstellung eines ehromhaltigen Monoazofarbstoffes. Es wurde gefunden, dass man züi einem neuen, wertvollen chromhaltigen Monoazofarb- stoff gelangt, wenn man auf einen Monoazo- farbstoff der Formel
EMI0001.0008
unter Bedingungen, bei denen eine Abspal tung der Alkylgruppe des in o-Stellung zur Azogruppe befindliehen -0-Alkylrestes statt findet, chromabgebende Mittel einwirken lässt.
Der neue Farbstoff stellt eine dunkel ge färbte Substanz dar, die sich in Wasser mit blauer, in verdünnten Alkalihydroxydlösun- gen mit violetter und in konzentrierter Sehwe- felsäure mit dichroitisch rotblauer Farbe löst und Wolle aus schwefelsaurem Bade in echten, sehr gleichmässigen, reinen blauen Tönen färbt, welche bei Kunstlicht praktisch densel ben Farbton wie bei. Tageslicht zeigen.
Die beim vorliegenden Verfahren als Aus gangsstoffe dienenden, der obigen Formel ent sprechenden Monoazofarbstoffe können herge stellt werden, indem man ein diazotiertes 2-A1- koxy - 5 - methoxy-l- aminobenzol-4-sulfonsäure- diäthylamid mit l.-Oxynaphthalin-3,8-disulfon- säure vereinigt.
Die in 2-Stellung der Diazokomponente be findliche Alkoxygruppe enthält vorzugsweise nur wenige, beispielsweise 1 bis 4 Kohlenstoff atome. Als besonders zweckmässiger Ausgangs- Stoff für das vorliegende Verfahren erweist sich der aus diazotiertem 2,5-Dimethoxy-l- aminobenzol-4-sulfonsäurediäthylamid erhält liche Monoazofarbstoff.
Die Diazotierimg des 2-Alkoxy-5-methoxy- 1-aniinobenzol-4-sidfonsäurediäthylamids kann in üblicher, an sich bekannter Weise, z. B. mit Hilfe von Natriumnitrit und Salzsäure, erfol gen. Die Kupplung der Diazoverbindung mit der 1-Oxynaphthalin-3,8-disulfonsäure erfolgt zweckmässig in alkalischem Medium. Gegebe nenfalls kann die Kupplung auch in Anwesen heit geeigneter Lösungsmittel, wie Alkohol oder Pyridin, durchgeführt werden.
Die beim vorliegenden Verfahren als Aus gangsstoffe dienenden Monoazofarbstoffe kön nen gewünschtenfalls aus dem KuppIungs- gemisch isoliert und von Verunreinigungen befreit werden. Im allgemeinen kann jedoch zur Behandlung mit den metallabgebenden Mitteln die Kupplungsmasse als Ganzes und ohne Zwischenabscheidung verwendet werden. In der Regel ist es hierbei notwendig, das Kupplungsgemisch vor der Durchführung der Reaktion mit dem metallabgebenden Mittel auf den für diese Reaktion günstigen pH-Wert, das heisst auf schwach mineralsaure Reaktion, einzustellen.
Als chromabgebende Mittel können beim vorliegenden Verfahren vor allem die Salze des ,dreiwertigen Chroms, wie Chromfluorid, Chromsulfate, Chromacetat und Chromfor- miat, in Betracht kommen. Die Behandlung mit den chromabgebenden Mitteln erfolgt un ter solchen Bedingungen, bei welchen eine Ab- spaltimg des Alkylrestes der in o-Stellung zur Azogruppe befindlichen -0-Alkylgruppe stattfindet.
Diese Abspaltung unter gleichzei tiger Bildung der komplexen Chromverbin dung lässt sich nach an sich bekannter Me thode durchführen, indem man die Behand lung mit dem chromabgebenden Mittel, z. B. mit Chromformiat oder Chromsulfat, in wäs serigem, vorzugsweise mineralsaurem Medium unter Druck bei erhöhter Temperatur, z. B.
Temperaturen zwischen 110 und 150 C, vor nimmt. - ' Beispiel: 28,8 Teile 2,5-Dimethoxy-l-aminobenzol-4- sulfonsäure-diäthylamid werden in üblicher Weise in Gegenwart von Salzsäure mit Na triumnitrit diazotiert. Die Diazoverbindung wird unter Rühren zu einer auf 10 abgekühl ten alkalischen Lösung von 33 Teilen 1-Oxy- naphthalin-3,8-disulfonsäure in 400 Teilen Wasser,
welche einen Überschuss an Natriiun- carbonat enthält, zufliessen gelassen. Der ent standene Farbstoff kann durch Zusatz von Natriumchlorid abgeschieden und abfiltriert werden. Er stellt getrocknet eine bordeauxrote Substanz dar, die sich in verdünnter Natrium- carbonatlösung mit roter und in konzentrier ter Schwefelsäure mit blauer Farbe löst und Wolle aus saurem Bade in roten Tönen färbt.
Dieser Farbstoff kann, vorteilhaft ohne vorherige Trocknung, in die komplexe Chrom verbindung übergeführt werden. Zu diesem Zweck wird die nach obigen Angaben erhal tene Farbstoffpaste mit 1000 Teilen heissem Wasser verrührt und 10 /o ixe Schwefelsäure bis zur schwach mineralsauren Reaktion zu gegeben. Nach Zusatz einer 5,7 Teile Cr ent haltenden >Menge Chromsulfat Cr2(S04)3 er hitzt man das Reaktionsgemisch im verbleiten Rührautoklaven auf 125 bis 130 und rührt.
während 20 Stunden bei dieser Temperatur. Die komplexe Chromverbindung wird durch Zusatz von Natriumchlorid abgeschieden und nach dem Erkalten abfiltriert.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines chrom- haltigen Monoazofarbstoffes, dadurch gekenn- zeichnet, dass man auf einen Monoazofarbstoff EMI0002.0055 der <SEP> Formel <SEP> 0-Alkyl <SEP> HO <SEP> S03H <tb> 0 <tb> HSCz'\ <SEP> 1I <SEP> _@-@T-N-_I <tb> N <SEP> S <SEP> @ <SEP> H03S <tb> H5C2@ <SEP> O <tb> Ö <SEP> CH3 unter Bedingungen, bei denen eine Abspal tung der Alkylgruppe des in o-Stellung zur Azogruppe befindlichen -0-Alkylrestes statt findet, chromabgebende Mittel einwirken lässt.Der neue Farbstoff stellt eine dunkel ge färbte Substanz dar, die sich in Wasser mit blauer, in verdünnten Alkalihydroxydlösitn- gen mit violetter und in konzentrierter Schwe felsäure mit dichroitisch rotblauer Farbe löst und Wolle aus schwefelsaurem Bade in echten, sehr gleichmässigen, reinen blauen Tönen färbt, welche bei Kunstlicht praktisch densel ben Farbton wie bei Tageslicht zeigen.UNTERANSPRÜ CHE 1. @ Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man von solchen Monoazofarbstoffen ausgeht, worin die in o-Stellung zur Azogruppe befindliche -0-A1- kylgruppe 1 bis 4 Kohlenstoffatome enthält. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man vom Monoazofarbstoff der Formel EMI0002.0078 ausgeht.3. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als Chrom abgebende Mittel Salze des dreiwertigen Chroms wählt. 4. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Behand lung mit dem chromabgebenden Mittel in wäs serigem Medium und unter Druck bei erhöhter Temperatur ausführt.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH282734T | 1949-12-01 | ||
| CH286355T | 1949-12-01 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH286355A true CH286355A (de) | 1952-10-15 |
Family
ID=25732198
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH286355D CH286355A (de) | 1949-12-01 | 1949-12-01 | Verfahren zur Herstellung eines chromhaltigen Monoazofarbstoffes. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH286355A (de) |
-
1949
- 1949-12-01 CH CH286355D patent/CH286355A/de unknown
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