CH289843A - Verfahren zur Herstellung des Dimethylaminoäthylesters der 4-Amino-2-oxy-benzoesäure. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung des Dimethylaminoäthylesters der 4-Amino-2-oxy-benzoesäure.

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CH289843A
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Rheinpreussen Ag
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Description


  Verfahren     zur    Herstellung des     Dimethylaminoäthylesters    der     4-Amino-2-oxy-benzoesäure.       Die Ester der     4-Amino-2-oxy-benzoesäure     mit     Aminoalkoholen,    die am Stickstoffatom  substituiert sind, stellen, wie gefunden wurde,  zum Teil ausgezeichnete Lokalanästhetika dar.  



       Alkaminester    der     Salievlsäure    sowie der       p-Amino-benzoesätire,    wie z. B. der     Diäthyl-          ant.ittoätltylester,     <B>,2</B>     ""-C6"4-COOCH#CH2N        (C21,5)    2,  <B>1</B>     --7     sind bereits     bekannt.    Hingegen sind Ester von       :ltttittooxybenzoesäuren    mit am     Stichstoffatom          substituierten        Aminoalkoholen    noch nicht be  schrieben worden.

   Die Schwierigkeiten ihrer  Herstellung sind offenbar darauf     zurüekzu-          führen,    dass manche     Aminooxybenzoesäuren     leicht     Kohlensäure    abspalten und dabei in       1lminoplienole    übergehen. So wird zum Bei  spiel die     4-Amino-2-oxy-benzoesäure    beim Er  sitzen in neutraler, schneller noch in schwach  saurer Lösung völlig in Kohlendioxyd und       ttt-Amino-phenol    gespalten (K. G.     Rosdahl,     Chemisches Zentralblatt. 1948, Ausgabe West,  2.     Halbj.,    Seite 477).  



  Gegenstand des vorliegenden Patentes ist  ein Verfahren zur     Herstellung    des     Dimethyl-          antinoäthylesters    der     4-Amino-2-oxy-benzoe-          säure,    welches dadurch gekennzeichnet ist,  dass man 4     Amino-2-oxy-benzoesäure    in Gegen  wart eines grossen     Übersehusses    an einer star  ken Säure, z. B. einer Mineralsäure oder     Aryl-          sulfonsäure,    mit einem     Äthylenhalogenhydrin,     wie z.

   B. dem     Äthylenehlorhydrin,    umsetzt  und den entstandenen     Halogenäthylester    an-    schliessend mit     Dimethylamin    zur Reaktion  bringt.  



  Überraschenderweise treten bei der Umset  zung der     4-Amino-2-oxy-benzoesäure    mit dem       halogenierten    Alkohol keine nennenswerten  Nebenreaktionen auf, obwohl man hätte erwar  ten können, dass auch die     Aminogruppe    der       4-Amino-2-oxy-benzoesäure    mit dem Halogen  atom des Alkohols reagieren würde oder dass  der     halogenierte    Alkohol mit der     phenolischen          Oxygruppe    der     4-Amino-2-oxy-benzoesäure     unter Austritt von Halogenwasserstoff eine  Ätherbildung eingehen     würde.    Es zeigte sich  jedoch,

   dass diese     Reaktionen    praktisch unter  bleiben und im wesentlichen nur die     Carboxyl-          gruppe    der     4-Amino-2-oxy-benzoesäure    , und  die     Hydroxylgruppe    des     halogenierten    Alko  hols miteinander unter Bildung eines     haloge-          nierten        Esters    reagieren.

   Als starke Säure  verwendet man zweckmässig Schwefelsäure  oder eine andere starke Mineralsäure oder eine       Arylsulfonsäure.    Die Umsetzung des so erhal  tenen     Halogenäthylesters    der     4-Amino-2-oxy-          benzoesäure    mit     Dimethylamin    verläuft eben  falls glatt.  



       Beispiel.:          a)        Darstellung   <I>des</I>     ss-CFzlor-dthylester-s   <I>der</I>       -1-tlntino-salicylsäure.     



  100 g     p-Amino-salicylsäure    werden in  500     cm3        Äthylenchlorhydrin    gelöst und nach  Zugabe von 200     em3    konzentrierter Schwefel  säure 8 bis 10 Stunden auf 100  erhitzt.

   Der  Überschuss des     Äthylenehlorhydrins    wird im      Vakuum     abdestilliert        (Kp        12        :369).    Das ver  bleibende Öl wird in 2 Liter Eiswasser gegos  sen,

   die Lösung mit     Kaliumkarbonat    alkalisch  gemacht und der     ss    - Chlor -     äthylester    mit  Chloroform     extrahiert.    Die Ausbeute     beträgt          100        g        =        71%        der        Theorie.        Der        Schmelzpunkt     liegt bei 121 bis 122 .  



       b)        l-Atsetzung   <I>des</I>     ss-Ch.lor-äth.yleste-rs   <I>mit</I>       Dinzetlzyl        amin.     



  50 g     l3-Chlor-äthy        lester    der p     Amino-sali-          cylsäure    werden in 200     em3        Benzol    suspendiert  und im     Autoklav    en mit.     55        g        Dimethy        lamin    10  Stunden bei 110  umgesetzt. Das     Reaktions-          gemiseh    wird durch Abdampfen im Vakuum  vom Benzol befreit. Der ölige Rückstand     wird     mit.

   Wasser aufgenommen und die wässerige  Suspension bis zur deutlich kongosauren Re  aktion mit konzentrierter Salzsäure versetzt.  Durch Extraktion mit Äther werden nicht       umgesetzte    Anteile des     ss-Chlor-äthylesters     entfernt. Durch     Alkalisieren    mit     Kaliumkar-          bonat    wird der gebildete     Dimethylaminoäthyl-          ester    der     p-Amino-salicylsäure    in Freiheit ge  setzt     und    hierauf mittels Chloroform isoliert.  Nach dem Eindampfen erhält man den Ester  in Form eines gelblichen Öls, das nur schwie  rig kristallisiert.

   Nach dem     Umkristallisieren     aus Äthanol zeigt der Ester einen Schmelz  punkt von 1389. Dieser Ester bildet ein     Hy        dro-          chlorid    in Form weisser Kristalle (aus     Ätha-          nol)    vom Schmelzpunkt 2189 (Zersetzung),  die in Wasser leicht löslich sind.  



  Das     Monochlorhydrat    des     Endstoffes    soll  für therapeutische Zwecke verwendet werden.    Dieser Ester weist eine starke     anästhesie-          rende    Wirkung auf und übertrifft in dieser  Hinsicht sogar erheblich den     Diäthy        lamino-          äthylester    der     p-Amino-benzoesäure.  

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Verfahren zur Herstellun- des Dimet.hyl- aminoäthvlesters der 4-Amino-2-oxv-benzoe- säure, dadurch gekennzeichnet,
    da.ss man .1- Amino-2-oxy-benzoesä.ure in Gegenwart eines grossen Überschusses an einer starken Säure mit einem Äthylenhalog-enliy drin umsetzt und den entstandenen Halogenäthylester der -1- Amino ?-oxv-benzoesänre anschliessend mit Di- methylamin behandelt.
    Der erhaltene 1-Amino-2-oxv-benzoesäure- dimethvlaniinoätlivlester bildet farblose Kri stalle (aus Alkohol) vom Schmelzpunkt 138 , die in verdünnter Säure leicht löslich sind. Der Ester bildet ein Monoehlorhydrat in Form weisser Kristalle vom Schmelzpunkt 2189 (Zer setzung), die in Wasser leicht löslich sind. UNTERANSPRÜCHE: l.. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als starke Säure eine Mineralsäure verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als starke Säure eine Arylsulfonsä.iire verwendet. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man Äthylenehlor- hydrin verwendet.
CH289843D 1950-03-14 1950-03-14 Verfahren zur Herstellung des Dimethylaminoäthylesters der 4-Amino-2-oxy-benzoesäure. CH289843A (de)

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