CH291736A - Verfahren zur Herstellung eines grünen substantiven Farbstoffes der Anthrachinonreihe. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines grünen substantiven Farbstoffes der Anthrachinonreihe.

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CH291736A
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B1/00Dyes with anthracene nucleus not condensed with any other ring
    • C09B1/16Amino-anthraquinones
    • C09B1/20Preparation from starting materials already containing the anthracene nucleus
    • C09B1/26Dyes with amino groups substituted by hydrocarbon radicals
    • C09B1/32Dyes with amino groups substituted by hydrocarbon radicals substituted by aryl groups
    • C09B1/34Dyes with amino groups substituted by hydrocarbon radicals substituted by aryl groups sulfonated

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Description


      Zusatzpatent    zum Hauptpatent Nr. 287562.    Verfahren     zur    Herstellung eines     grünen    Substantiven     Farbstoffes    der     Anthrachinonreihe.       Im Hauptpatent ist ein Verfahren be  schrieben, wonach man grüne Farbstoffe der       Anthrachinonreihe    erhält, wenn man zwei     Mol          1-Amino-4-(4'-amino)

          -phenylaminoanthrachi-          non-2-sulfonsäure    mit einem     Mol    eines     Dihalo-          genids    der M     .alein-    und/oder     Pumarsäure    kon  densiert.  



  Wie weiter gefunden wurde, erhält man  allgemein grüne Substantive Farbstoffe der       Anthrachinonreihe,    wenn man ein Molekül  einer     1-Aminoanthrachinon-2-sulfonsäure    der  allgemeinen Formel  
EMI0001.0018     
    worin H einen     Phenyl-    oder     Diphenylrest    be  deutet, welcher eine freie     Aminogruppe    ent  hält und durch     Alkyl,        Alkoxy    oder S0311  substituiert sein kann, und der Kern I eine       Sulfonsäuregruppe    oder ein bis     zwei    Halogen  atome tragen kann, mit einem weiteren Mole  kül des Ausgangsstoffes     obenstehender    allge  meiner Formel,

   das mit dem     ersten        identisch     oder davon verschieden sein kann, durch die  Einwirkung eines Moleküls eines     Dihalogenids     der allgemeinen Formel  
EMI0001.0030     
    worin     Hal    Chlor oder Brom und A Wasser  stoff, Chlor, Brom oder     Methyl    bedeuten, kon  densiert.  



  Die     Ausgangsstoffe    werden gewonnen durch  Kondensation von     1-Amino-4-halogenanthra-          chinon-2-sulfonsäure    der allgemeinen Formel  
EMI0001.0036     
    worin der Kern I die oben genannten     Substi-          tuenten    tragen     kann,    mit     p-Phenylendiamin     und     Benzidin,    in denen die     Phenylkerne    durch       Alkyl,        Alkoxy    oder die     Sulfonsäuregruppe     substituiert sein können.

   Ausgangsstoffe sind  also beispielsweise die     Kondensationsprodukte     von 1-     Amino    - 4 -     brom-anthrachinon-2-sulfon-          säure    mit     1,4-Diaminobenzol,        1,4-Diamino-2-          methylbenzol,        1,4@Diamino    - 2 -     methoxybenzol,          1,4-Diaminobenzol-2-sulfonsäure,        4,4'=DiamÜno-          diphenyl-3-sulfonsäure;    weiter die Kondensa  tionsprodukte von     1-Amino-4-bromanthrachi-          non    - 2,5 -, - 2,6 -, - 2,7 -, -'2;

  8 -     disulfonsäure     sowie von Gemischen dieser     Sulfonsäuren    un  tereinander, mit     1,4-Diamindbenzol,        4,4'-Di-          aminodiphenyl,        4,4'-Diaminodiphenyl-3-sulfon-          säure,        4,4'-Diamino-3,3'=dimethyldiphenyl,        4,4'-          Diamino-3,3'-dimethoxydiphenyl;

      die Konden  sationsprodukte von     1-Amino-4-brom-6-    und       -7-chloranthrachinon-2-sulfonsäure    mit     4,4'-Di-          aminodiphenyl    - 3 -     sulfonsäure    sowie von 1-           Amino    - 4 -     brom-6,7-dichlorarrthr        aehinorr-?-sLtl-          fonsäure    mit     4,4'-Diaminodipheny        1-3-srrlfon-          säur    e     usw.     



  Die     Dihalogenide,    die zur Verknüpfung  der Ausgangsstoffe verwendet werden, sind  die Chloride und     Bromide    der     Fumarsäure     und der     31aleinsäure,    der     Chlorfumarsäure,     der     Bromfumarsäure    und der     Mesaconsäure.     Es     ist    nicht bekannt, in welcher Stereoform  die Säurereste in den Farbstoffen vorliegen.

    Diese scheint jedoch für die     färberischen     Eigenschaften nicht. wesentlich zu sein, da  beispielsweise die Chloride der     Fumar-    und       Maleinsäure    dieselben     Farbstoffe    liefern kön  nen.  



  Zur Kondensation werden die     Ausganrs-          6toffe,    rein oder in ungefähr     molekularem    Ver  hältnis gemischt, in Form ihrer     Natrium-          oder        galiumsalze    in Wasser gelöst und bei  niedrigen Temperaturen, =10 bis etwa  +30 C, mit dem     Dihalogenid    versetzt. Um  eine Hydrolyse des     Dihalogenids    möglichst.  zu verhindern, empfiehlt es sieh, ein Lösungs  mittel, das gegen das     Dihalogenid    indifferent  sein soll, wie     Tetrachlorkohlenstoff,    Chloro  form, Benzol, Chlorbenzol, Aceton, zuzusetzen.

    Die während der Reaktion freiwerdende  Säure wird durch Alkalien abgestumpft, die    von     Anfang    an     oder    während der Reaktion in  dem Masse     zu-efügt        werden,    als     Il        alogenwas-          serstoff    abgespalten wird.

   Eine     bevorzugte          Ausführungsform    des Verfahrens besteht  darin, dass das Alkali gleichzeitig mit dem  gegebenenfalls gelösten     Dihalogenid    in die       Lösun-    der     -zIrrsg-an,--sstoffe    einlaufen gelassen  wird, derart, dass die Reaktion der Flüssig  keit immer neutral ist. - Als Alkalien wer  den beispielsweise     verwendet    die     IIydroxyde          resp.    Oxyde und die     Carbonate    des     Lithiums,     Natriums, Kaliums,     Kalziums,    Magnesiums.

    Die     Walrl    des säurebindenden Mittels ist im  allgemeinen für den. Reaktionsverlauf nicht  wesentlich; sie wird meist     durch    die Löslich  keitsverhältnisse der Endstoffe entschieden.  



  Das eingangs     erwäbnte    Verhältnis von  einem Molekül     Dihalogenid    zu zwei Molekülen  der Ausgangsstoffe     ergibt    sieh aus der Struk  tur der     \Endstoffe.    Praktisch wird man die  Menge des     Dihalogenids    leicht erhöhen, um  Verluste durch Hydrolyse zu decken.

   Mass  gebend hierfür ist das Verschwinden der Aus  gangsstoffe, das durch 'Tupfen auf     Filter-          papier        und        Auswaschen        des        Flecks        mit        1%          Natriumearbonatlösung,        wie    auch mit Alkohol  leicht festzustellen ist.  



  Die Struktur der Farbstoffe wird durch  die Formel  
EMI0002.0066     
    worin R einen     Phenyl-    oder     Diphenylrest    be  deutet, welcher durch     Alkyl,        Alkoxy    oder       SO.#H    substituiert sein kann, A die     obenge-          nannte    Bedeutung hat und der     Eiern    I die  obengenannten     Substituenten    tragen kann,  wiedergegeben. Sie schliesst die Möglichkeit  einer     cis-trans-Isomerie    an der Doppelbindung  ein.  



  Die Farbstoffe werden in Form ihrer       Alkalisalze    gewonnen durch Verdampfen der    Lösungsmittel oder durch     Aussalzen    und  Filtrieren bei     geeigneten    Temperaturen. Sie       können    auch mit Säure gefällt, filtriert und  durch Verreiben mit     Lithiruzr-,    Natrium- oder       Kaliumcarbonat    neutral gestellt werden.

   Aus  den freien     FarIstoffsäuren    können ferner  durch Neutralisieren mit Ammoniak und     or-          ganiscllen    Aminen, wie     Methylamin,        _Äthanol-          amin,        Triäthanolamin,        Aminsalze    gewonnen  werden.

        Die Farbstoffe lösen sich in Wasser mit       a@rüner    Farbe und ziehen aus diesen     Lösun-          :en    mit     blaugrüner,    grüner bis     gelbstichig          r>@riiner    Farbe auf Baumwolle und regene  rierte     Cellulose,    ferner auf Papier und Stroh.  Die Färbungen zeichnen sich durch     hervor-          ra\;gende    Lichtechtheit aus. Unter den Farb  stoffen besitzt eine grössere Anzahl     tech-          niseh    befriedigende     Nassechtheiten.     



  Gegenstand des vorliegenden Patentes ist  ein Verfahren zur Herstellung eines grünen  Substantiven Farbstoffes der     Anthrachinon-          reihe,    welches darin besteht, dass man  1     Mo1        1.-Amino-4-[2'-methoxy-4'-(3"-methoxy-          4"-amino)-phenyl]        -phenylaminoanthrachinon-          2,7-disulfonsäure    und 1     Mol    1-Amino-4-[4'-(4"       amino)-phenyl]-phenylaminoanthrachinon-2,7-          disulfonsäure    mit 1     Mol        Fumarsäuredichlorid     kondensiert.  



       .Beispiel:     In 400 Teilen Wasser und 4,5 Raumteilen       Natriumhydroxydlösung        29        %        verrührt        man     6,25 Teile des     Kondensationsproduktes    aus  1     11o1        1-Amino-4-brom-anthrachinon-2,7-disul-          fonsäure    und 1     Mol        4,4'-Diamino-3,3'-di-          methoxydiphenyl    und 5,65 'Teile des Konden  sationsproduktes aus 1     Mol        1-Amino-4-brom-          ant.hrachinon-2,

  7-disulfonsäure    und 1     Mol          4,4'-Diaminodiphenyl.    Zur Lösung lässt man  im Verlaufe einer halben 'Stunde 1,7 'Teile       Fumarsäuredichlorid    - gelöst in 20 Raum  teilen     Tetrachlorkohlenstoff    -     zutropfen    und  hält die Reaktion durch Einstreuen von 4 Tei-         len        Natriumbicarbonat    ganz schwach alkalisch.

    Nach einer weiteren     Stunde    erhitzt man die  Masse auf 80  C, destilliert den     Tetrachlor-          kohlenstoff    ab, gibt der Lösung 50     Razunteile     konzentrierte     Chlorwasserstoffsäure    zu, isoliert  die ausgefällte     Farbstoffsäure    durch Filtra  tion und trocknet sie.  



  Der neue Farbstoff     ist    ein schwarzgrünes  Pulver, das sich in Form des     Lithium-,    Na  trium- öder     Kaliumsalzes    in Wasser mit  grüner Farbe löst. Baumwolle und Fasern aus  regenerierter     Cellulose    werden aus diesen Lö  sungen in grünen Tönen von guter Licht- und  Waschechtheit angefärbt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines grünen Substantiven Farbstoffes der Anthrachinon- reihe, dadurch gekennzeichnet, dass man 1 Mol 1-Amino-4- [2'-methoxy - 4' - ('3" - methoxy - 4"- amino) -phenyl] -phenylaminoanthrachinon-2,7- disulfonsäure und 1 Mol 1-Amino-4-[4'-(4"- amino) -phenyl] -phenylaminoanthrachinon-2,
    7- disulfonsäure mit 1 Mol Fumarsäuredichlorid kondensiert. Der neue Farbstoff ist ein schwarzgrünes Pulver, das sich in Form des Lithium-, Na trium- oder Kaliumsalzes in Wasser mit grü ner Farbe löst. Baumwolle und. Fasern aus regenerierter Cellulose werden aus diesen Lö sungen in grünen Tönen von guter Licht- und Waschechtheit angefärbt.
CH291736D 1950-01-03 1950-07-14 Verfahren zur Herstellung eines grünen substantiven Farbstoffes der Anthrachinonreihe. CH291736A (de)

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