CH298031A - Verfahren zur Herstellung einer Anthrachinonverbindung. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer Anthrachinonverbindung.

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CH298031A
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  Verfahren     zur        Herstellung    einer     Anthrachinonverbindung.       Es -wurde gefunden, dass man zu einer  wertvollen, neuen     Anthrachinonverbindung     gelangt, wenn man     1-Nitroa.nthraehinon-6-          inethyIsulfon    bei Temperaturen in der Nähe  von     100     mit einer     wässerigen    Lösung eines  Salzes der     Schwefelwasserstoffsäure    behan  delt.  



  Die neue Verbindung, das     1Amino-6-          merkapto-anthrachinon    bildet ein wasserlös  liches     Natriumsalz    und lässt sich mittels     Jod-          methyl    in     1-Amino=6-methylmerkapto-anthra-          chinon    überführen, welches aus     Trichlorbenzol     in rotbraunen Kristallen     kristallisiert.    Das     1-          Amino-6-merkapto-anthraehinon    ist ein wert  volles Zwischenprodukt zur Herstellung von       Anthraehinonküpenfarbstoffen.     



  Das beim vorliegenden Verfahren als Aus  dienende     1-Nit-roanthrachinon-6-          iiiethylsulfon    kann durch     Nitrierung    von       .zlnthraehinon-2-methylsulfon    mittels     Schwe-          felsäure-Salpetersäuregemiseh    und Trennung  des zur Hauptsache aus     1-Nit-roanthrachinon-          6-    und     7-met-hylsulfon    bestehenden     Isomeren-          gemisehes    hergestellt werden.

   Die     Trennung     erfolgt, zweckmässig in der Weise,     da.ss    man  nach erfolgter     Nitrierung    durch Verdünnen       der    Reaktionsmasse mit Wasser das     Isomeren-          f;einiseh    abscheidet, dieses wieder in konzen  trierter Schwefelsäure löst und dann wieder  Wasser zusetzt, wobei zuerst. das     1-Nitro-          anthraehinon-6-methylsiilfon    ausgefällt wird.  



  Dieses wird nun mit einer     wässerigen    Lö  sung eines Salzes der Schwefelwasserstoff  säure, wie zum Beispiel eines Ammonium-         sulfides,        Erdalkalisulfhydrates,        Alkalisulfides     oder vorzugsweise eines     Alkalisulfhydrates    wie       Natriumsulfhydrat    behandelt. Die Reduktion  erfolgt bei Temperaturen in der Nähe von  100 . Weiterhin empfiehlt es sich, die     Nitro-          verbindung    in möglichst fein verteilter Form  zu verwenden.  



  Das 1-     Amino    - 6 -     merkapto-anthrachinon     kann abgeschieden und     gewünschtenfalls    mit  einem     Alkylierungsmittel,    wie zum Beispiel       Jodmethyl,    in ein     1-Amino-6-alkylmerkapto-          anthrachinon        -umgewandelt    werden.  



  <I>Beispiel:</I>  68 'Teile     1-Nitroanthrachinon-6-methylsul-          fon    werden fein     pulverisiert,    und in 2800 Tei  len Wasser suspendiert. Diese     Suspension     wird nun zum Sieden erhitzt, mit. 380 Teilen       Natriiunsulfhydratlösiing    (30prozentig) ver  setzt und 2 Stunden bei 100 bis 101  verrührt.  Nachdem durch die abgekühlte     Lösung    einige  Stunden Luft geblasen     wurde,    wird vom ent  standenen     kristallinen,    Niederschlag abgesaugt.

    Das so erhaltene     Natriumsalz    des     1-Amino-          6-merkapto-anthrachinons    löst sich in Wasser  und kann mit.     Jodmethyl        methyliert    werden.  Das     methylierte    Produkt kristallisiert, aus       Trichlorbenzol    in rotbraunen Kristallen und  erweist sieh als reines     1-Amino-6-methylmer-          kapto-anthrachinon.    In konzentrierter Schwe  felsäure löst sich diese Verbindung mit, blauer  Farbe.  



  1-     Nitroanthrachinon-6-methylsulfon    kann  wie folgt erhalten werden:      229 Teile     Anthrachinon    -     \3    -     methy        lsulfon     werden langsam in 480 'Teilen Monohydrat  bei Zimmertemperatur eingetragen. Unter  Rühren wird :die Temperatur auf 80  erhöht  und hierauf innerhalb einer Stunde eine Mi  schung von 64 Teilen Salpetersäure (96pro  zentig) und     ss4    Teilen     'onohydrat        zutropfen     gelassen, wobei eine Temperaturerhöhung auf       9lla    eintritt.

   Nach halbstündigem Weiter  rühren bei 100  wird erkalten gelassen, dann  sorgfältig in Eis und Wasser ausgetragen,     ab-          genutscht,    neutral gewaschen und getrocknet.  Zur Trennung von     Isomeren    werden zum Bei  spiel 130 Teile     Nitrierungsprodukt    bei 10   in 100 Teile 95prozentige Schwefelsäure ein  getragen und bis zur Lösung verrührt. Dann  werden in .etwa einer halben Stunde 188 Teile  50prozentige Schwefelsäure bei 10 bis 15        zugetropft,    und es wird     31/-,    Stunden bei 10  bis 12  nachgerührt.

   Das ausgefallene     1-Nitro-          anthrachi.non-6-methylsulfon    wird     abgenutscht,     mit. 88prozentiger Schwefelsäure ausgewa  schen und in Eis und Wasser ausgetragen.  Die entstehende Suspension wird nochmals  abgesaugt, neutral     genaschen    und getrocknet.

Claims (1)

  1. PATENT ANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer Anthra- chinonverbindung, dadurch gekennzeichnet, dass man 1-Nitroanthrachinon-6-methylsulfon bei Temperaturen in der Nähe von. 100 mit einer wässerigen Lösung eines Salzes der Schwefelwasserstoffsäurebehandelt. Die neue Verbindung, das 1-Amino-6-mer- kapto-anthraehinon bildet. ein wasserlösliches Natriumsalz und:
    lässt sich mittels Jodmethyl in 1-Amino - 6 - methylmerkapto-anthraehinon überführen, welches aus Trichlorbenzol in rot braunen Kristallen kristallisiert. Das 1-Amino- 6-merkapto-a.nthraehinon ist. ein wertvolles Zwischenprodukt. zur Herstellung von Anthra- chinonküpenfarbstoffen. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch .gekennzeichnet, dass man als Salz der Schwefelwasserstoffsäure ein Alkalisulfhydrat verwendet. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durell gekennzeichnet, dass man als Salz der Sehwefelwasserstoffsäure Natriumsulfhydrat verwendet.
CH298031D 1951-01-24 1951-01-24 Verfahren zur Herstellung einer Anthrachinonverbindung. CH298031A (de)

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