CH304188A - Verfahren zur Herstellung einer schwerlöslichen Penicillinverbindung. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer schwerlöslichen Penicillinverbindung.

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CH304188A
CH304188A CH304188DA CH304188A CH 304188 A CH304188 A CH 304188A CH 304188D A CH304188D A CH 304188DA CH 304188 A CH304188 A CH 304188A
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Rheinpreussen Aktienges Chemie
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Rheinpreussen Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D499/00Heterocyclic compounds containing 4-thia-1-azabicyclo [3.2.0] heptane ring systems, i.e. compounds containing a ring system of the formula:, e.g. penicillins, penems; Such ring systems being further condensed, e.g. 2,3-condensed with an oxygen-, nitrogen- or sulfur-containing hetero ring

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Description


  Verfahren zur Herstellung einer     schwerlöslichen        Penicillinverhindung.            I:s    ist. bereits bekannt,     Penieillinsalze    des       Proeains    beispielsweise durch Umsetzung von  salzsaurem     Proeain    mit dem     Natriumsalz    des       Benzy1-    oder     n-Amylpenicillins    in wässriger  Lösung herzustellen (vgl.     Charles    I.     Salivar,     F.

   Howard     Hedger    und     Ellis    V.     Brown,    Jour  nal of     the        American        Chemieal        Society,    Band  70, Jahrgang 1948, Seite 1287-1288). Diese  Verbindungen zeigen neben anästhesierenden  Eigenschaften. eine verlängerte     Penieillin-          wirlzuna,.     



  Es wurde nun gefunden, dass -Verbindun  gen mit wertvollen therapeutischen Eigen  schaften erhalten     werden,    wenn das     Procain     durch     4-Amino-salicvlsäureester    von     Amino-          alkoholen    der Formel  
EMI0001.0026     
         ex-setzt        wird,    worin     Ri,    R2 und     R3        aliphatische     Kohlenwasserstoffreste mit 1 bis 10 Kohlen  stoffatomen bzw. die     Gruppe    \     (R1)    (R2) einen  stickstoffhaltigen gesättigten,     heterocyclischen     Ring, wie z.

   B. einen     Piperidinring,    bedeuten.  Es     handelt    sieh um     Penieillinverbindungen    der       hormel     
EMI0001.0039     
    in der     HX    ein beliebiges Penicillin (G, F,     Di-          hy        dro-F,    K) darstellt.  



  Die zur     Veresterung    der     4-Amino-salicyl-          säure    angewandten     Aminoalkohole    können  z. B.     Diäthylaminoäthanol,        Isobutylamino-n-          pr        opanol,        Phenylaminoäthanol,        Dibenzjamino-          äthanol    oder     Piperidinoäthanol    sein.  



  Die Ester aus der     4-Amino-salicylsäure    und  den     Aminoalkoholen    können in Form der freien  Basen oder ihrer Salze mit anorganischen oder  organischen Säuren entweder mit einem     Peni-          cillinsalz    oder einer freien     Penieillinsäure    zur  Umsetzung gebracht werden.  



  So     kann    man beispielsweise ein     Salz    eines  der genannten     4-Ainino-salicylsäureester    in       Wasser    oder einem organischen Lösungsmittel  mit einem     Penicillinsalz    umsetzen, wobei die  neue     Penicillinverbindung    sieh als     Schwer-          oder    unlöslicher Körper abscheidet. Diese       Penicillinverbindungen    stellen z. T. kristalline,  z. T. ölige Substanzen dar.

   Ferner kann man  auch in der Weise vorgehen, dass der     4-          Amino-salicylsäureester    als freie Base mit  einem Penicillin in der Säureform in einem  Lösungsmittel zur Reaktion gebracht wird.      Bei diesen Reaktionen ist es     zzi        eclkniässig,    die       4-Amino-salicvlsäureester    in     wenigstens        äqui-          molekularer    Menge     anzuwenden.     



  An Stelle eines     einzelnen        4-        Aiiiino-salicvl-          säureesters    oder eines einzelnen Penicillins  können auch     f_,lemische    dieser Stoffe zur     Um-          setzung        gebraeht        werden.       Als Lösungsmittel für die     Umsetzungen.     sind z. B. geeignet- Wasser,     Kohlenwasser-          stoffe,    wie     Hexan    und Benzol,     balogenierte          Kohlenwasserstoffe,    wie Chloroform und sek.

         Butvlchlorid,    Alkohole, wie     Äthanol    und     Iso-          propanol,    Ester, wie     Ät.hvlacetat    und     Buty        1-          acetat,        Ather,    wie     Diäthvläther    und     Diiso-          propvläther,        Ketone,    wie     Aeeton    und     hlethvl-          äthvllketon,    oder     CTemisehe    der vorstehenden       Stoffe.     



  Die so gewonnenen neuen     Penicillinver-          bindungen        zeiehnen    sich durch gute V     erträg-          lichkeit        lind    teilweise hohe     Anästhesiewirkung          aus.    Diese gute     Verträgliehkeit    ist mit einer  hohen     Penieillindepotwirkung    verbunden,

       wo-          dureli    sieh die neuen     Penieillinverbindungen     als besonders -wertvoll     erweisen.    Die neuen  Verbindungen der     Penieilline    weisen     thera-          peutiseh        wertvolle        Eigensehaften    auf, die bei  andern Verbindungen der Penicilline, bei  spielsweise mit     Procain,    nicht in     gleieher    Weise  erreicht werden. So tritt z.

   B. bei     Verwenden-          der        Penieillin-G-Verbindung    des     Diäthpl-          amino-äthylesters    der     4-Amino-saliev        lsäure     neben einer dem     Penieillin-Cl-procainsalz    über  legenen     Anästhesiewirkung    eine     zusätzliehe     spezifische     taberkulostatisehe        _W        irkung    ein,

    die die     bakteriostatisehe        Wirkung    des     Peni-          cillin-G    in     wertvoller        Weise    ergänzt. Die     Peni-          cillinverbindungen    der     Diallkvlaminoäthylester     der     4n-Bütylamino-salieylsä,ure        zeiehnen    sieh  durch     ausserordentlieh    hohe     Anästhesiewir-          kung    aus, die der der     Penicillin-Procainver-          bindungen    überlegen ist.

   Zusätzlich haben  diese     Verbindungen    eine     erlieblieh    bessere Ver  träglichkeit als die     Penieillinverbin(htngen     der     entspreehenden    Derivate der     p-Amino-          benzoesäure,

          beispielsweise    diejenigen des  heute üblichen     4n-Butvlamino-benzoesäure-          dimethvlam        inoäthvl        esters.       Die gemäss     vorliegender    Erfindung gewon  nenen     Penicillinverbindungen        zeiehnen    sieh  zum Teil     durch        Schwerlöslielikeit    aus.

       Da-          dureh    können diese     Verbindungen        aueli    aus  Lösungen     von        Penicillinen    oder deren Salzen  von niedriger Konzentration und bzw. oder       geringer    Reinheit in guter Ausbeute und in  einer für     therapeutische        Zweeke        brauelibaren     Form     gewonnen    werden, so     class    man auf eine  Reihe sonst     üblieher        Anreieberung:

  s-    und Rei  nigungsstuten bei der     teehnischen@Fabrikation     des     Penieillins    v     erziehten    kann.  



  Gegenstand des vorliegenden     Patentes    ist  ein Verfahren zur     Herstellun-        einer        schwer-          lösliehen        Penieillinv        erbindung,        welehes    da  durch     gekennzeiehnet    ist, dass man den     p''-Di-          met.hylaniino-ätlivlester    der     4n-ButyIamino-          salieylsäure    oder ein Salz dieses basiseben  Esters mit Penicillin     C'    oder einem Salz des  selben umsetzt.

   Die     Unisetzung    kann in der  Weise erfolgen, dass ein Salz des     Esters    und  ein     Penieillinsalz    in Lösung zur Reaktion  gebracht werden und die gebildete     Penieillin-          verbindung    abgetrennt wird.

   Es kann aber       aiteh    der Ester in     Form    seiner freien Base mit       Penieillin        (T    in seiner     #,äurefoi-in    in     einem    Lö  sungsmittel zur Reaktion     gebracht    und die     ge-          'bildete        Penieillinverbindung:    abgetrennt wer  den.  



       Beispiel:          3,2g        @n-Butvlamino-salicvlsäure-@i-dime-          thylamino-ätlivlestei-nionoclilorliv(lr@it    werden       dureh        Erwärmen    auf 30 bis     40     in 10     em;>     Wasser     gelöst.    Diese Lösung (gibt man zu  einer eisgekühlten Lösung von 3,6 g     Na-          triumsalz\des    Penicillins     1T    in ö     enia    Wasser,  welche sieh in einem kleinen     Sehütteltrichter     befindet.

   Nach     dein        Verinisehen        lässt    man  über Nacht. stehen und trennt das untere ölige  Produkt,     weleehes    das gebildete     Penicillin-C-          Salz    des Esters darstellt, in einen. zweiten  Schütteltrichter ab und     wäseht    (las Produkt  mit Wasser.

   Man trennt     naeh    dem Absetzen  des Öls     erneut.    in     gleielier    Weise und     wäseht     so lange mit Wasser. bis keine Chlorionen  mehr     naehweisbar    sind.     Man        verrührt    sodann  das ölige Produkt mit. Benzol und dampft im       V'aknuni    ein. Man. erhält auf (fiese Weise (las           amorphe    farblose Salz, welches oberhalb 50   allmählich wieder flüssig wird und sieh bei       !)0    bis     951,    unter Aufschäumen zersetzt.

   Das  Salz ist in Ölen, wie Olivenöl, leicht     suspen-          dierbar,    so dass man zur Bereitung von Suspen  sionen, keine zusätzlichen Verteilungsmittel  benötigt.  



  Die     erfindungsgemäss    gewonnene     Peni-          eillinverbindung    des     Dimethyl-aminoäthyl-          esters    der     4n-Butylamino-salicylsäure    soll für       therapeutische    Zwecke verwendet, werden, da  sie sieh durch gute Verträglichkeit und hohe       Anästhesiewirkung    auszeichnet.

   Die gute Ver  träglichkeit ist mit einer hohen Penicillin  depotwirkung verbunden.     Gegenüber    der     Pe-          nieillinverbindung    des     Dimetliylaminoä.thyl-          esters    der     p-Amino-benzoesäure    weist die neue       Penicillinverbindung    den Vorteil auf, dass die       Anästhesiewirkung        gmösser    ist und zusätzlich  eine spezifische     tuberkulostatisehe        Wirkung          auftritt,

      die die     bakteriostatische        Wirkung          des    Penicillins in     wertvoller    Weise ergänzt. In  folge der Schwerlöslichkeit der neuen Verbin  dung eignet sich das     erfindungsgemässe    Ver  fahren auch zur Isolierung von Penicillin G  aus seinen.     Lösungen,    insbesondere aus Lö  sungen von niedriger Konzentration oder ge  ringer Reinheit, wie beispielsweise aus den       Kulturflüssigkeiten    des Penicillins. Die sich  als Öl abscheidende     schwerlösliehe    Penicillin  verbindung kann aus dem Umsetzungsgemisch       durch    ein Lösungsmittel extrahiert werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer schwer löslichen Penicillinverbindung, dadurch ge kennzeichnet., dass der fl-Dimethyjamino-äthyl- ester der 4n-Butylamino-salicylsäure oder ein Salz dieses basischen Esters mit Penicillin G oder einem Salz desselben zur Reaktion ge bracht wird. Die erhaltene Verbindung des Penicillins G mit dem f-Dimethylamino-äthyl-ester der 4n- ButyIamino-sa.lic3rlsäure bildet, ein gelbbrau nes Öl, das durch Verrühren mit Benzol und Abdampfen im Vakuum in ein farbloses,
    amor phes Salz übergeht, welches oberhalb 50 C allmählich wieder flüssig wird und sich bei 90 bis 95 C unter Aufschäumen zersetzt.. Das Salz besitzt. bei Raumtemperatur eine Wasser löslichkeit von etwa 0,2 bis 0,25 %. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein Salz des fl-Di- methyIamino-äthyl-esters der 4n-Butylamino- salicylsäure und ein Penicillin-G-Salz in Lö sung zur Reaktion gebracht werden und die gebildete Penieillinverbindung abgetrennt. wird.
    Verfahren nach Pateritanspi-ticli, da durch gekennzeichnet, dass Penicillin G mit dem f-Dimethylamino-äthyl-ester der 4n-Bu- tjamino-salic3#lsäiire in einem Lösungsmittel zur Reaktion gebracht. und die gebildete Peni- eillinverbindung abgetrennt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass von Penicillinlösun- gen niedriger Konzentration ausgegangen wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass von Penicillin lösungen geringer Reinheit ausgegangen wird.
CH304188D 1950-11-16 1951-10-26 Verfahren zur Herstellung einer schwerlöslichen Penicillinverbindung. CH304188A (de)

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