CH309344A - Verfahren zur Herstellung von 4-Propylamino-salicylsäure. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 4-Propylamino-salicylsäure.

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CH309344A
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propylamino
acid
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salicylic acid
propionaldehyde
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Rheinpreussen Aktienges Chemie
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Rheinpreussen Ag
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  Verfahren zur Herstellung von   4-Propylamino-salicylsäure.   



     4-Alonoalkylamino-salicylsäuren    und 4   ( : lTono-alkvloxyalkyl)-amino-salicylsäuren der    allgemeinen Formel :
EMI1.1     
 in der R Alkyl-oder   Alkyloxyalkylgruppen    bedeuten, welche 2 oder mehr C-Atome in der am N-Atom gebundenen Alkylgruppe tragen, sind noch nicht beschrieben worden.



   Man kann zu diesen alkylierten bzw. alkoxyalkylierten Aminosalicylsäuren gelangen, indem man   4-Amino-salicylsäure    (4  Amino-2-oxy-benzoesäure)    einer Alkylierung unterwirft. Die Alkylierung kann z. B. in der Weise erfolgen, dass man   4-Amino-salicylsäure    mit substituierten oder nicht substituierten Aldehyden bzw. Ketonen mit 2 oder mehr C Atomen, vornehmlich mit 2-10 C-Atomen, in AVasser und bzw, oder einem organischen Lösungsmittel umsetzt und die gebildeten N  Alkylidenverbindungen    unter Anwendung   von Hydrierungskatalysatoren    mit Wasserstoff reduziert. Die Hydrierung wird ge  gebenenfalls    bei erhöhten Temperaturen mit oder ohne Druckanwendung durchgeführt.

   Es hat sich dabei gezeigt, dass eine vorherige Isolierung der   4-N-Alkylidenverbindungen    nicht erforderlich ist, vielmehr kann die das    Kondensationsproduktaus4-Amino-salicyl-    säure und dem Aldehyd bzw. Keton enthaltende Lösung unmittelbar der Hydrierung unterworfen werden.

   Besonders zweckmässig ist es, zu der in Wasser oder einem   Lösungs-    mittel suspendierten oder gelösten 4-Aminosalicylsäure einen Hydrierungskatalysator, wie Platinoxyd, Palladiummohr oder   Raney-    nickel, zu geben und diesem   Gemisclmnter    Einleiten von Wasserstoff den Aldehyd bzw. das Keton mit einer solchen Geschwindigkeit kontinuierlich oder absatzweise hinzuzufügen, dass die primär entstehenden 4-N-Alkylidenverbindung unmittelbar zu den 4-N-Alkylbzw.   4-N-Alkyloxyalkylverbindungen      redu-    ziert werden. Diese Ausführungsform hat ; neben der Einsparung eines Arbeitsganges den weiteren Vorteil,   dal3    hierbei grössere Ausbeuten an den gewiinschten Endprodukten erzielt werden.

   Es empfiehlt sich ferner, den Aldehyd oder das Keton   im Überschuss anzu-    wenden.



   Es wurde ferner gefunden, dass die Monoalkylamino-bzw. Monoalkyloxyalkylaminosalicylsäuren auch durch Umsetzung der 4  Amino-salicylsäure    mit einem unsubstituierten oder substituierten Alkylhalogenid oder Alkyl  oxyalkylhalogenid,    welches 2 oder mehr, vornehmlich 2-10, C-Atome in der am N-Atom gebundenen Alkylgruppe trägt, hergestellt werden können. Zweckmässig werden als   Halogenide-die    Bromide oder Jodide ange  wandt.    Die Reaktion kann in Wasser und bzw. oder einem organischen Losungsmittel,   zweekmässig    bei erhöhter Temperatur, durchgef hrt werden. Als organische Lösungsmittel sind insbesondere Alkohole geeignet.

   Es ist wesentlich, dass die Reaktion bei Gegenwart von so viel Alkali oder Erdalkali durchgeführt wird, dass das Reaktionsmedium immer alkalisch bleibt. Damit erreicht man, dass die Zer  setzungstendenz    der 4-Amino-salieylsäure, welche bei Erhitzen in neutraler oder saurer Losung sehr leicht in m-Amino-phenol und    2    zerfällt, weitgehend zurückgedrängt wird. Als Alkalien können die Oxyde, Hydroxyde, Carbonate und Bicarbonate der Alkali-und Erdalkalimetalle verwendet werden.



   Die alkylierten bzw.   alkoxyalkylierten    4  Amino-salicylsäuren    haben tuberkulostatisehe Eigenschaften und dienen ferner zur Herstellung wertvoller   Therapeutiea,    wie z. B. Lokalanasthetica.



   Gegenstand des vorliegenden Patentes ist ein Verfahren zur Herstellung der 4-Propyl  amino-salicylsäure, welches dadurch    gekennzeichnet ist, dass man 4-Amino-salicylsÏure mit Propionaldehyd in einem Losungsmittel umsetzt und die entstandene   4-N-Alkylidenver-    bindung unter Anwendung eines   Hydrierungs-    katalysators, gegebenenfalls bei erhöhten Temperaturen   undloder erhöhten Drueken,    hydriert. Die Hydrierung kann auch gleiehzeitig mit der Kondensation durchgeführt werden, indem man Propionaldehyd mit einer solchen Geschwindigkeit zusetzt, dass die primÏr ent  standene 4-N-Alkylidenverbindung    unmittelbar zu der   4-N-Propylverbindung    reduziert wird.



   Beispicl :
Eine Lösung von   15, 3 g 4-Amino-salieyl-    säure (1/10 Mol) in 200 cm3 96% igem hei¯em Xthanol wird mit 0, 5 g   Platinoxyd    versetzt und mit   Wasserstoffuntergleichzeitigertrop-    fenweiser Zugabe von 5,   8 g Propionaldehyd      o    Mol)   gesehiittelt.    Naeh   heendeterWasser-    stoffaufnahme wird vom Katalysator abfiltriert und das Filtrat im Vakuum zur Troekne   gedampft.    Der Rückstand wird aus EssigsÏure   äthylester umkristallisiert. Alan erhält 4-n-      Propylamino-salicylsäure    vom Schmelzpunkt.



  134¯ (Zersetzung).



   Die   4-Propyla-minosalieylsäure    soll für    therapeutisehe Zweeke, nämlieh als Tuberku-    loseheilmittel, sowie zur   Herstellung von Lokal-    anästhetica verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von 4-Propylamino-salieylsäure, dadurch gekennzeichnet, dass man 4-Amino-salicylsäure mit Propionaldehyd in Gegenwart eines Lösungsmittels umsetzt und die gebildete N-Alkylidenverbindung unter Anwendung eines Hydrierungs- katalysators hydriert.
    Die erhaltene 4-Propylamino-salieylsäure bildet farblose Kristalle (aus Essigsäureäthylester) vom Schmelzpunkt 134¯ (Zersetzung).
    UNTERANSPRUCH : Verfahren nach dem Patentanspruch, da dureh gekennzeichnet, dass unter gleiehzeitiger Durehführung der Hydrierung und der Kon- densation der Propionaldehyd mit einer solchen Geschwindigkeit zugesetzt wird, dass die primÏ entstehende 4-N-Alkylidenverbindung unmittelbar zu der 4-N-Propylverbindung re duziert wird.
CH309344D 1951-08-10 1952-07-14 Verfahren zur Herstellung von 4-Propylamino-salicylsäure. CH309344A (de)

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