CH309346A - Verfahren zur Herstellung von 4-Methoxyäthylamino-salicylsäure. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 4-Methoxyäthylamino-salicylsäure.

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CH309346A
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salicylic acid
methoxyethylamino
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Rheinpreussen Aktienges Chemie
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Rheinpreussen Ag
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  Verfahren zur Herstellung von   4-Methoxyäthylamino-salicylsäure.   



     4-Atonoalkylamino-salieylsäuren    und4 (Mono-alkyloxyalkyl)-amino-salicylsÏuren der   a]] gemeinen    Formel :
EMI1.1     
 in der   R    Alkyl-oder   Alkyloxyalkylgruppen    bedeuten, welche 2 oder mehr C-Atome in der am   N-Atom    gebundenen Alkylgruppe tragen,   sind noeh nicht beschrieben    worden.



   Man kann zu diesen alkylierten bzw.   alkyloxyalkylierten Aminosalieylsäuren    gelan  aven,    indem man   4-Amino-sal. ieylsaure    (4  Amino-2-oxy-benzoesäure)    einer Alkylierung unterwirft. Die Alkylierung kann z. B. in der Weise erfolgen, dass man   4-Amino-salicylsaure    mit substituierten oder nicht substituierten Aldehyden bzw. Ketonen   mit 2    oder mehr C Atomen, vornehmlich mit 2-10 C-Atomen, in Wasser und bzw. oder einem organischen Losungsmitte] umsetzt und die gebildeten N Alkylidenverbindungen unter Anwendung von   Hydrierungskatalysatoren    mit Wasserstoff reduziert. Die Hydrierung wird ge  gebenenfalls    bei erhöhten Temperaturen mit oder ohne Druckanwendung durchgeführt.

   Es   hat sich dabei gezeigt, dass    eine vorherige Isolierung der   4-N-Alkylidenverbindungen    nicht erforderlich ist, vielmehr kann die das Kondensationsprodukt aus 4-Amino-salieylsäure und dem Aldehyd bzw. dem Keton   enthal-    tende Lösung unmittelbar der Hydrierung unterworfen werden.

   Besonders zweckmässig ist es, zu der in Wasser oder einem   Lösungs-    mittel suspendierten oder gelösten 4-Aminosalicylsäure einen Hydrierungskatalysator, wie Platinoxyd, Palladiummohr oder Raneynickel, zu geben und diesem Gemisch unter Einleiten von Wasserstoff den Aldehyd bzw. das Keton mit einer solchen Geschwindigkeit kontinuierlich oder absatzweise hinzuzufügen, dass die primär entstehenden 4-N-Alkylidenverbindungen   unmittelbar ze    den 4-N-Alkylbzw.   4-N-Alkyloxyalkylverbindungen    reduziert werden. Diese Ausführungsform hat neben der Einsparung eines Arbeitsganges den weiteren Vorteil, dass hierbei grössere Ausbeuten an den   gewunschten    Endprodukten erzielt werden. Es empfiehlt sich ferner, den Aldehyd oder das Keton im Überschuss anzuwenden.



   Es wurde ferner gefunden, dass die Monoalkylamino-bzw. Monoalkyloxyalkylaminosalicylsäuren auch durch Umsetzung der 4 Amino-salicylsäure mit einem unsubstituierten oder substituierten Alkylhalogenid oder Alkyl  oxyalkylhalogenid,    welches 2 oder mehr, vor  nehml. ich 2-10,    C-Atome in der am N-Atom gebundenen   Alkvlgruppe    trägt, hergestellt werden können. Zweckmässig werden als Halogenide die Bromide oder Jodide angewandt. Die Reaktion kann in Wasser und bzw. oder einem organischen Lösungsmittel, zweckmϯig bei erhöhter Temperatur, durchgeführt werden. Als   organisehe    Losungsmittel sind insbesondere Alkohole geeignet.

   Es ist   wesentlieh,    dass die Reaktion bei Gegenwart von so viel Alkali oder Erdalkali durchgef hrt wird, dass das Reaktionsmedium immer alkalisch bleibt. Damit erreicht man, dass die Zer  setzungstendenz    der 4-Amino-salicylsÏure, welche bei Erhitzen in neutraler oder saurer Losung sehr leicht in m-Amino-phenol und   Cota    zerfällt, weitgehend zurückgedrängt wird. Als Alkalien können die Oxyde, Hydroxyde, Carbonate und Bicarbonate der Alkali-und Erdalkalimetalle verwendet werden.



   Die   alkylierten bzw. alkyloxyalkylierten    4 Amino-salieylsäuren haben tuberkulostatisehe Eigenschaften und dienen ferner zur Herstellung wertvoller Therapeutiea, wie z.   B.    Lokal  anästhetica.   



   Gegenstand des vorliegenden Patentes ist ein Verfahren zur Herstellung der 4-Methoxy   äthylamino-salicylsämre, welches dadurch ge-    kennzeichnet ist, dass man   4-Amino-salicylsäure    mit   Methoxyacetaldehyd    in einem   Losungsmit-    tel umsetzt und die entstandene N-Alkylidenverbindung unter Anwendung eines Hydrie  rungskatalysators, gegebenenfalls    bei erhöhten Temperaturen und/oder erhöhten Drucken, hydriert. Die Hydrierung kann auch gleiehzeitig mit der Kondensation durchgeführt werden, indem man den   Methoxyaeetaldehyd    mit einer solchen Geschwindigkeit zusetzt, dass die primär entstandene   4-N-Alkylidenverbindung    unmittelbar zu der   4-Methoxyäthylverbindung    reduziert wird.



   Beispiel :
15,   3 g 4-Amino-salicy-Isäure (ll1o    Mol), in 260   cm. 3 Isopropanol suspendiert,    werden bei Gegenwart von   Raneynickel mit Wasserstoff    bei Zimmertemperatur und etwa 1, 2   Atmo-       sphärendruck geschüttelt und gleichzeitig eine    Lösung von 29, 6 g   Methoxyacetaldehyd in    110   em3 Isopropanol zugetropft. Naeh    Beendigung der Wasserstoffaufnahme wird vom   Kon-    takt abgetrennt und die Losung im Vakuum eingedampft. Der Rüekstand ergibt naeh dem Umkristallisieren aus verd nntem Alkohol 4   AIethoxyäthylamino-salieylsäure vom Sehmel7-    punkt   143       (Zersetzing).   



   Die 4-Methoxyäthylamino-salicylsäure soll f r   therapeutisehe Zweeke, nämlieh als Tuber-      kuloseheilmittel,    sowie zur Herstellung von   Lokalanästhetica verwendet werden.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von 4-Methoxy- äthyla. mino-salicylsäure, dadurch gekennzeich- net, da. man 4-Amino-salicylsäme mit Methoxyacetaldehyd in Gegenwart eines Losungs- mittels umsetzt und die gebildete N-Alkyliden- verbindung unter Anwendung eines Hydrie rungskatalysators hydriert.
    Die erhaltene 4-Methoxyäthylamino-salicyl- saure bildet farblose Kristalle aus verdünntem Alkohol vom Schmelzpunkt 143 (Zersetzung).
    UNTERANSPRUCH : Verfahren nach dem Patentansprueh, dadurch gekennzeichnet, dass unter gleichzeitiger Durchf hrungderHydrierungundderKondensation der Methoxyaeetaldehyd mit einer solchen Geschwindigkeit zugesetzt wird, dass die primÏr entstehende 4-N-Alkylidenverbindnng unmittelbar zu der 4-N-Methoxyäthvlverbin- dung reduziert wird.
CH309346D 1951-08-10 1952-07-14 Verfahren zur Herstellung von 4-Methoxyäthylamino-salicylsäure. CH309346A (de)

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