CH310078A - Verfahren zur Herstellung von 4-Propylamino-salicylsäure. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 4-Propylamino-salicylsäure.

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CH310078A
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propylamino
salicylic acid
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Rheinpreussen Aktienges Chemie
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Rheinpreussen Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C231/00Preparation of carboxylic acid amides
    • C07C231/02Preparation of carboxylic acid amides from carboxylic acids or from esters, anhydrides, or halides thereof by reaction with ammonia or amines

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Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von   4-Propylamino-salicylsäure.   



     4-Monoalkylamino-salieylsäuren    und 4  (Mono-alkyloxyalkyl)      -amino-saiicylsäuren    der allgemeinen Formel
EMI1.1     
 in der R Alkyl- oder   Alkyloxyalkylgruppen    bedeuten, welche   2    oder mehr C-Atome in der am N-Atom gebundenen Alkylgruppe tragen, sind noch nicht beschrieben worden.



     Man    kann zu diesen alkylierten bzw.   aikoxyalkyllerten    Aminosalicylsäuren gelangen, indem man 4-Amino-salicylsäure (4  Amino-2-oxy-benzoesäure)    einer Alkylierung unterwirft. Die Alkylierung kann z. B. in der Weise erfolgen, dass man   4-Amino-salieyl-    säure mit substituierten oder nicht   substiüiier-    ten Aldehyden bzw. Ketonen mit 2 oder mehr C-Atomen, vornehmlich mit 2-10   C-Atomen,    in Wasser und bzw. oder einem organischen Lösungsmittel umsetzt   und    die gebildeten N  Allrylidenverbindungen    unter Anwendung von Hydrierungskatalysatoren mit   Wasser-    stoff reduziert.

   Die Hydrierung wird gegebenenfalls bei erhöhten Temperaturen mit oder ohne Druckanwendung durchgeführt. Es hat sich dabei gezeigt, dass eine vorherige Isolierung der   4-N-Alkylidenverbindungen    nicht erforderlich ist, vielmehr kann die das Kondensationsprodukt aus   4-Amino-salieylsäure    und dem Aldehyd bzw. Keton enthaltende Lösung unmittelbar der Hydrierung unterworfen werden.

   Besonders zweckmässig ist es, zu der in Wasser oder einem organischen Lö  sungsmittel    suspendierten oder gelösten 4 Amino-salicylsäure einen Hydrierungskatalysator, wie   Platinoxyd,    Palladiummohr, oder   Raneynic.kel,    zu geben und diesem Gemisch unter Einleiten von Wasserstoff den Aldehyd bzw. das Keton mit einer solchen   Geschwin-      digkeit    kontinuierlich oder absatzweise hinzuzufügen, dass die primär entstehenden 4-N  Alkylidenverbindimgen    unmittelbar zu den 4-N-Alkyl- bzw.   4-N-Alkyloxyalkylverbindun-    gen reduziert werden. Diese Ausführungsform hat neben der Einsparung eines Arbeitsganges den weiteren Vorteil, dass hierbei grössere Ausbeuten an den gewünschten Endprodukten erzielt werden.

   Es empfiehlt sieh ferner, den Aldehyd oder das Keton im Überschuss anzuwenden.



   Es wurde ferner gefunden, dass die Mono  alkylamino- bnv.    Monoalkyloxyalkylamino  salieylsäuren    auch durch Umsetzung der 4 Amino-salicylsäure mit einem unsubstituierten oder substituierten Alkylhalogenid oder Alkyloxyalkylhalogenid, welches 2 oder mehr, vornehmlich 2-10, C-Atome in der am N-Atom gebundenen A'lkylgruppe trägt, hergestellt  werden können. Zweckmässig werden als Halogenide die Bromide oder Jodide angewandt.



  Die Reaktion kann in   Wasser    und bzw. oder einem organischen Lösungsmittel, zweckmässig bei erhöhter Temperatur, durchgeführt werden. Als organische Lösungsmittel sind insbesondere Alkohole geeignet. Es ist wesentlich, dass die Reaktion bei Gegenwart von so viel Alkali oder Erdalkali durchgeführt wird, dass das Reaktionsmedium immer alkalisch bleibt. Damit erreicht man, dass die Zersetzungstendenz der 4-Amino-salicylsäure, welche bei Erhitzen in neutraler oder saurer Lösung sehr leicht in m-Amino-phenol und   CO2    zerfällt, weitgehend zurückgedrängt wird.



  Als Alkalien können die Oxyde, Hydroxyde, Carbonate und   Bicarbonate    der Alkali- und Erdalkalimetalle verwendet werden.



   Die alkylierten bzw. alkoxyalkylierten 4  Amino-salieylsäuren    haben tuberkulostatisehe Eigenschaften und dienen ferner zur Her Stellung wertvoller Therapeutica, wie z. B.



  Lokalanästhetica.



   Gegenstand des vorliegenden Patentes ist ein Verfahren zur Herstellung der 4-Propyl  amino-salicylsäure,    welches dadurch   gekeun-    zeichnet ist, dass man 4-Amino-salicylsäure mit einem Propylhalogenid in Gegenwart einer alkalisch reagierenden Verbindung eines Metalles der 1. oder 2. Gruppe des periodischen Systems der Elemente in einem   Lösungsmittel    zur Umsetzung bringt.



      Beispiel :       163 g    4-Amino-salicylsäure (1 Mol) und 138 g Kalinmcarbonat (1 Mol) werden in 2 Liter   75% im    Isopropvlalkohol auf 700 erhitzt. Unter Rühren werden innerhalb von 7 Stunden 125 g   n-PropyWromid    (1 Mol) eingetropft. Nach weiteren 5 Stunden wird im Vakuum eingedampft und das Reaktionsgut mit Wasser aufgenommen. Nach dem Abtrennen der   nieht    wasserlöslichen Anteile säuert man die wässrige Lösung bis auf einen   pa-Wert    von 4-5 an. Die ausfallende rohe   4-n-      Propylamino-salicylsäure    wird aus Benzol, dann aus Essigester umkristallisiert. Fp.   134"     (Zersetzung).



   Die 4-Propylamino-salieylsäure soll für therapeutische Zwecke, nämlich als Tuberkuloseheilmittel, sowie zur Herstellung von   Lokalanästhetica    verwendet werden.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von 4-Propylamino-salicylsäure, dadurch gekennzeichnet, dass man 4-Amino-salicylsäure mit einem Pro pylhalogenid in Gegenwart einer alkalisch reagierenden Verbindung eines Metalles der 1. oder 2. Gruppe des periodischen Systems der Elemente in einem Lösungsmittel zur Umsetzung bringt.
    Die erhaltene 4-Propylamino-salieylsäure bildet farblose Kristalle (aus Benzol und Acetessigester) vom Schmelzpunkt 1340 (Zerset Sung).
CH310078D 1951-08-16 1952-07-14 Verfahren zur Herstellung von 4-Propylamino-salicylsäure. CH310078A (de)

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