CH321467A - Verfahren zur Erzeugung permanent gekräuselter Garne aus Einzelgarnen, die aus vollsynthetischen organischen Textilfasern bestehen - Google Patents
Verfahren zur Erzeugung permanent gekräuselter Garne aus Einzelgarnen, die aus vollsynthetischen organischen Textilfasern bestehenInfo
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- D02G—CRIMPING OR CURLING FIBRES, FILAMENTS, THREADS, OR YARNS; YARNS OR THREADS
- D02G1/00—Producing crimped or curled fibres, filaments, yarns, or threads, giving them latent characteristics
- D02G1/02—Producing crimped or curled fibres, filaments, yarns, or threads, giving them latent characteristics by twisting, fixing the twist and backtwisting, i.e. by imparting false twist
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Description
Verfahren zur Erzeugung permanent gekräuselter Garne aus Einzelgarnen, die aus vollsynthetischen organischen Textilfasern bestehen Es ist bekannt, Garnen aus Kunstfasern eine permanente Kräuselung zu erteilen, indem man sie zuerst auf Spulen abnormal hoeh- dreht, in diesem Zustande einer Dämpfeng unteiwirft Lind sodann wieder auf normale Drehung, zurückd:
relit. Es ist ferner schon vor geschlagen. worden, die Garne in kontinuier- lieher Arbeitsweise mit Hilfe einer Falsch- zwirnvorricht-Ling vorübergehend hoehmidrehen und sie auf diese Weise zu kräuseln. Solche Falsehzwirnvorriehtungen sind zum Beispiel in den sehweit. Patentsehriften Nrn. 239737 und 245643 beschrieben.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun ein Verfahren zur Erzeugung permanent. ge kräuselter Garne aus Einzelgarnen, die aus synthetischen organischen Textilfasern be stehen Lind einer hohen Fal'schzwirnung und im lioehgedrehten Zustande einer Heissfixie rung unterworfen wurden und deren End- drehungen unter sieh tim höchstens 20 Dre hungen pro Meter abweichen, dadurch gekenn zeichnet,
dass zwei in entgegengesetzter Dreh richtung vorübergehend hochgedrehte Einzel garne miteinander v erzsszrnt werden. Die Er findung betrifft auch ein nach diesem Ver fahren hergestelltes Garn. Nachstehend wer den Ausführungsbeispiele der Erfindung erläutert.:
Bei der 1=Ierstellung gekräuselter Einzel garne, welche selbst keinen Teil der vorlie- genden Erfindung bilden, durchläuft das von der Fadenliefervorrichtung kommende glatte Einzelgarn aus synthetischen organischen Te-xtil.fasern zweckmässig der Reihe nach zu- nächst eine erste Fadenfördervorrichtung in Form eines Walzenpaares, durch welches das Einzelgarn zugleich gegen Verdrehung fest gehalten wird, sodann einen Erhitmingskanal,
eine Kühlzone, einen Drallgeber der Falsch- zw irnvorrichtitng und schliesslich ein zweites, als Fadenfördervorrichtung dienendes Wal zenpaar, durch welches es wieder gegen Ver drehung festgehalten wird. Das Einzelgarn befindet sich dabei zwischen dem ersten Wal zenpaar und dem Drallgeber im hochgedrehten Zustande. Nach dem Verlassen des zweiten Walzenpaares gelangt das Einzelgarn auf einen Haspel oder auf Spulen.
Der Erhitzungskanal kann aus einem Metallrohr mit einer elektrischen Heizwick lung zur Erhitzung eines im Kanal befind lichen gasförmigen Mediums bestehen. Das im Erhitzangskanal enthaltene gasförmige Me dium kann beispielsweise aus Heissluft oder heissen inerten Gasen bestehen.
Die Einzelgarne können entweder im Sinne ihrer ursprünglichen Drehrichtung oder ent gegengesetzt zu derselben über den Nullpunkt hinaus vorübergehend hochgedlreht werden. Je zwei derart gekräuselte Einzelgarne, deren Enddrehungen unter sich um höchstens -!- 20 Drehungen pro Meter abweichen und von denen eines in Z-Richtung und das andere in S-Richtung vorübergehend hochgedreht wurde, werden nun miteinander in Z- oder S-Riehtrrng auf normale Drehung verzwirnt.
Man erhält so ein regelmässiges voluminöses Material, dessen innerer Spannungszustand völlig aiLsgeglichen ist. Bei aus Zwirnen aus je zwei solchen Einzelgarnen hergestellten Virkstücken tritt die sonst häufig beobachtete spiralige Verdrehung derselben nicht auf.
Besonders geeignet zur Erzeugung solcher Garne sind permanent gekräuselte Einzel garne aus Polyamiden, z. B. solche aus Poly- hexamethylenadipamid oder solche aus Poly- merisa.ten aus e-Caprolactam. Es kommen jedoch auch Einzelgarne aus andern vellsyn- thetischen organischen Textilfasern in Be tracht, beispielsweise solche auf Polyvinyl- basis oder solche aus Polyestern.
Man erhält qualitativ die besten Effekte, wenn als Ausgangsmaterial gekräuselte Ein- zelgarn:e aus Hexamethylenadipamid', die im hochgedrehten Zustande während etwa 2 bis 30 Sekunden der Einwirkung eines gasförmi gen Mediums mit einer Temperatur von 190 bis 210 C unterworfen wurden, oder Einzel garne aus Polymerisa.ten von e-Caprola,ctam, die der Einwirkung eines gasförmigen Me diums mit einer Temperatur von 165 bis 1-85 C ausgesetzt wurden,
verwendet werden. Beispiel <I>1</I> Ausgegangen wird von gekräuselten Ein zelgarnen in- Form eines normalen Poly amid- garnes, gebildet aus Hexamethylendiamin und Ad'ipinsäure, das unter der Bezeichnung Nylon bekannt. ist, mit ,dem Titer 70/1 den.
(23 Fibrillen) und einer Ausgangsdrehung 100 T/m s, das auf einer Falschzwirnvorrieh- tun.g vorübergehend auf 300 Tim s gedreht wurde, wobei es vordem Drallgeber in hoch gedrehtem Zustand, ein Heizrohr, in welchem es während 71/z Sek. einer Temperatur von 200 C ausgesetzt wurde, und anschliessend eine freie kalte Zone durchlief.
Das nach dem Verlassen des Drallgebers und der Fördervor- richtung durch einen Haspel unter geringer Spannung aufgenommene Garn ist. intensiv gekräuselt.
Je zwei so erhaltene Einzelgarne, von denen eines die Ausgangsdrehung 100 T/m s hat und vorübergehend auf 3000 T/m s hoch gedreht wurde, das andere die Ausgangs drehung 100 T/m z hat und vorübergehend auf 3000 T/m z hochgedreht wurde, werden miteinander auf<B>1.00</B> T/ni Z verzwirnt, wobei man ein regelmässiges volriminöses Material erhält.
Beispiel <I>2</I> Als Ausgangsmaterial dienen gekräuselte Einzelgarne in Form eines Polyhexamethylen- ad'ipamidgarnes 70;l den.
(23 Fibrillen) 100 T/m s, das auf einer Falschzwirnvorri.eh- tung vorübergehend entgegengesetzt zur ur sprünglichen Drehrichtung über den Null punkt hinaus auf 3000 T/m z gedreht wurde, wobei es vor dem Drallgeber in hochgedrehtem- Zustand ein Heizrohr, in wel.ehem es während 71/G Sek. einer Temperatur von 200 C aus gesetzt wurde, und anschliessend an die trockene Erhitming eine freie kalte Zone durehlief.
Je zwei unter vorübergehendem Hoch drehen in entgegengesetzter Richtung so erhal tene Einzelgarne werden miteinander zu einem ;ekräitselten voluminösen Garn ver zwirnt.
Ein besonders interessantes, ausserordent lich gleichmässiges und voluminöses Garn wird durch Verzwirnun:g je eines gekräuselten Ein zelgarnes aus Beispiel 1, Ausga.njsdrehung 1-00 Tim s, mit einem solchen aus Beispiel _ auf 100 T/m Z erhalten.
<I>Beispiel 3</I> Als erste:-, Ausgangsmaterial dienen ge kräuselte Einzelgarne 60/1 den. aus e-Capro- lactampolyamidga.rn, das unter der 14Tarken- bezeiehnung Perlon L bekannt ist und auf einer Falsehmvirnvorrich'tung vorübergehend auf 3200 T/m z hochgedreht wurde, wobei es im hochgedrehten Zustande ein vor dem Dra,ll- geber angeordnetes Heizrohr,
in welchem es während 9 Sekunden einer Temperatur von 170 C ausgesetzt wurde, und anschliessend eine Kühlzone passierte.
Als zweites Ausgangsmaterial dienen ge kräuselte Einzelgarne 60/l den. in Form von Perlon -Garn von 150 T,Im z, welches unter gleichen thermischen und' mechanischen Be dingungen wie die erstgenannten Einzelgarne vorübergehend auf 3200 T./m s hochgedreht wurde.
Je ein Einzelgarn der erstgenannten und der zweitgenannten Art werden nun mitein ander auf 50 T/m S verzwirnt, wodurch man ein intensiv gekräuseltes Material erhält.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Erzeugung permanent ge kräuselter Garne aus Einzelgarnen, die aus s@.ntlietisehen organischen Textilfasern be stehen und einer hohen Falsehzwirnung und im hochgedrehten Zustande einer Heissfixie rung unterworfen wurden und' deren End- drehungen unter sieh um höchstens 20 Dre hungen pro Meter abweichen, dadurch ge- kennzeichnet, dass zwei in entgegengesetzter Drehrichtung vorübergehend hochgedrehte Einzelgarne miteinander verzwirnt werden.UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, wobei als Ausgangsmaterial Einzelgarne verwendet werden, die im hochgedrehten Zustande der trockenen Erhitzung mit einem gasförmigen Medium unterworfen wurden. 2. Verfahren nach Patentansprueh I, wobei als Ausgangsmaterial Einzelgarne verwendet werden, die entgegengesetzt zu ihrer iusprüng- lichen Drehrichtung über den Nullpunkt hin aus hochgedreht worden sind. 3.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, da.ss die Einzelgarne auf 50 bis 1.00 Drehungen pro Meter mit einander verzgrzrnt werden. PATENTANSPRUCH II Nach ,dem Verfahren gemäss Patentan spruch I erzeugtes gekräuseltes Garn.
Applications Claiming Priority (1)
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