CH333735A - Verfahren zur Herstellung von Benzolsulfonylharnstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Benzolsulfonylharnstoffen

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CH333735A
CH333735A CH333735DA CH333735A CH 333735 A CH333735 A CH 333735A CH 333735D A CH333735D A CH 333735DA CH 333735 A CH333735 A CH 333735A
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sulfonylthioureas
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phenyl radical
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Heinrich Dr Ruschig
Walter Dr Aumueller
Gerhard Dr Korger
Hans Dr Wagner
Joseph Dr Scholz
Alfred Dr Baender
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Hoechst Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C311/00Amides of sulfonic acids, i.e. compounds having singly-bound oxygen atoms of sulfo groups replaced by nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C311/50Compounds containing any of the groups, X being a hetero atom, Y being any atom
    • C07C311/52Y being a hetero atom
    • C07C311/54Y being a hetero atom either X or Y, but not both, being nitrogen atoms, e.g. N-sulfonylurea

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Description


  



  Verfahren zur Herstellung von   Benzolsulfonylharnstoffen   
Es ist aus der Literatur bekannt, dass einzelne Verbindungen aus der Korperklasse der Aminobenzolsulfonsäureamide in der Lage sind, den   Blutzuckerwert    von Versuchstieren, zum Beispiel von Hunden, zu senken. So führt zum Beispiel p-Amino-benzol-sulfamidoisopropyl-thiodiazol eine mässige Senkung des Blutzuckerwertes bei Hunden für 4 bis 6 Stunden herbei [vgl. Jean la Barre und Jean Reuse, Arch.   neerland.    physiol. 28 (1947), Seite   475].   



   Weiterhin sind einzelne Vertreter von   Benzolsulfonylharnstoffen    bekannt, wie N  Benzol-sulfonyl-harnstoff,    N-Benzol-sulfonyl N'-phenyl-harnstoff,   N-Benzol-sulfonyl-N',    N'  diäthyl-harnstoff, N-p-Toluol-sulfonyl-harn-    stoff.   N-p-Toluol-sulfonyl-N'-phenyl-harnstoff       (vgl.    Chem. Rev., Bd.   50,    Seite   28/29).    Technische Bedeutung haben diese Stoffe bisher nicht erlangt. Weitere Produkte aus der Reihe der Sulfonylharnstoffe sind aus der amerikanischen Patentschrift Nr.   23902158    und der französischen Patentschrift Nr.   993465    bekannt.



   Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von neuen   blutzuekersenkend    wirksamen Benzolsulfonylharnstoffen ohne chemotherapeutische Eigenschaften der Formel    R-S02-NH-CO-NH-Ri,    worin R einen gegebenenfalls substituierten Phenylrest und   Ri    einen gesättigten oder ungesättigten aliphatischen oder cycloaliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit 2 bis 8 Kohlenstoffatomen bedeuten, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man   Sulfonylthioharn-    stoffe der Formel
EMI1.1     
 mit den Schwefel durch Sauerstoff ersetzenden Mitteln behandelt. Die erhaltenen Verbindungen können mit Hilfe von anorganischen oder organischen Basen in entsprechende Salze überführt werden.

   Als den Sauerstoff durch Schwefel ersetzende Mittel kann man zum Beispiel   Sehwermetalloxyde    in Gegenwart von Lösungsmitteln oder mit Vorteil auch entsprechende Metallsalze verwenden. Beispielsweise kann man Blei-,   Kup-    fer-oder Silbersalze heranziehen. Ferner   kön-    nen auch   Oxydationsmittel,    wie beispielsweise   Natriumperoxyd    oder salpetrige SÏure, verwendet werden.



   Im einzelnen können für R beispielsweise folgende Reste stehen : Phenyl,   Methyl-phenyl,    insbesondere p-Methyl-phenyl,   Äthyl-phenyl,      Propyl-phenyl, Butyl-phenyl, Pentyl-phenyl, Hexyl-phenyl, Methoxy-phenyl,  ithoxy-phe-    nyl, Chlor-phenyl und Brom-phenyl. Die Substituenten können sowohl gradkettig als auch verzweigt sein ; neben der   p-Stellung kann    der Substituent auch an andern Stellen, insbesondere in der m-Stellung, des Phenylrestes gebunden sein. Weiterhin kann der Phenylrest auch disubstituiert sein, so dass auch   Dialkyl-,      Dialkoxy,      Alkyl-alkoxy-,    Halogen-alkyl-,   Halogen-alkoxy-und    Dihalogen-phenyl-reste in Betracht kommen.

   Die   Substituenten kön-    nen   sieh    dabei in beliebiger Stellung am Benzolkern befinden.



     Ri    kann beispielsweise folgende Bedeutung besitzen : Äthyl, Propyl, Allyl, Butyl, Butenyl, Pentyl, Hexyl, Cyclohexyl, Hexahydrobenzyl. Auch hier können die Reste, soweit sie aliphatischer Natur sind, sowohl gradkettig all auch verzweigt sein.



   Als Alkylreste, die ein-oder zweimal als Substituenten im Phenylrest, gegebenenfalls über eine   Sauerstoffbindung    auftreten k¯nnen, kommen vorzugsweise Reste mit niedrigem Molekulargewicht in Betracht. Mit besonderem Vorteil verwendet man Reste mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen. Man kann jedoch auch Reste mit bis zu 8 Kohlenstoffatomen heranziehen. Bei höheren Resten würde die Wirksamkeit der   Verfahrenserzeugnisse    im allgemeinen stark zurückgehen.



   Als Benzolsulfonylkomponenten seien beispielsweise naehstehende Reste genannt : Ben  zolsulfonyl-,      4-Methyl-benzol-sulfonyl-,    4   Äthyl-benzol-sulfonyl-, 4-n-Propyl-benzol-sul-    fonyl-,   4-Isopropyl-benzol-sulfonyl-,      4-n-Bu-      tyl-benzol-sulfonyl-, 4-Isobutyl-benzol-sul-    fonyl-, 4-Methoxy-benzol-sulfonyl-, 4-¯thoxy  benzol-sulfonylrest.    Anstelle solcher   Verbin-    dungen, die im Benzolkern in 4-Stellung substituiert sind, können auch die   entsprechen-    den, in 2-oder insbesondere in 3-Stellung substituierten Verbindungen eingesetzt werden. kommen in Betracht :

   Halogenbenzolsulfonylverbindungen, wobei sich die Halogenatome in beliebiger Stellung am Benzolkern befinden können, sowie beispielsweise auch Methyl-chlor- und Methoxy  chlor-benzolsulfonylverbindungen.    Ebenso können beispielsweise Dimethylbenzolsulfonyl-,   Dimethoxybenzolsulfonyl-,    Methoxy-methyl  benzol-sulfonylverbindungen    und   Dihalogen-      benzolsulfonvlverbindungen    als Ausgangsstoffe verwendet werden.



   Die an das Stickstoffatom gebundenen aliphatischen bzw. cycloaliphatisehen Kohlenwasserstoffreste gesättigten oder   ungesättig-    ten Charakters sollen vorzugsweise   2    bis 6 Kohlenstoffatome enthalten. Auch hier k¯nnen jedoch Reste mit bis zu 8 Kohlenstoffatomen verwendet werden. Bei Resten mit mehr als 8 Kohlenstoffatomen würde die Wirksamkeit im allgemeinen ebenfalls zuruckgehen. Im einzelnen kommen beispielsweise in Frage : Alkylreste :   Äthyl-,    n-Propyl-, Isopropyl-, n-Butyl-,   Isobutyl-,      see.-Butyl-,    tert.

   Butyl-, Pentyl- (l)-, Pentyl- (2)-, Pentyl- (3)-, 3-Methyl-butyl-(1)-, 2-Methyl-butyl-(1)-, 2, 2 Dimethyl-propyl- (1)-, 3-Methyl-butyl- (2)-,   Hexylreste,    wie   Hexyl-(1) und 2-Methvl-      pentyl-      (l.)-, Heptylreste,    wie   Heptyl-      (1)-,    Heptyl- (4)-,   Octylreste,    wie der   OctS'1- (1)-    rest ; Alkenylreste : Allyl- und Crotylreste ; Cycloalkylreste :   Cyclohexyl-und      Cyelopentvl-    reste ; Cycloalkylalkylreste :   Cyclohexylmethyl-    und   Cyelohexyläthylreste.   



   Die als Ausgangsstoffe zu verwendenden Thioharnstoffe können beispielsweise durch Umsetzung entspreehender   Sulfonamidalkali-    salze mit entspreehenden   Thioverbindungen,    wie n-Butyl-senfol, hergestellt werden.



   Die Verfahrenserzeugnisse bewirken, wie in Versuchen an Tieren und in   klinisehen    Versuchen nachgewiesen worden ist, eine starke Senkung des   Blutzuckerspiegels.    Sie können als solche oder in Form ihrer Salze bzw. in Gegenwart von Stoffen, welche zu einer Salzbildung führen, Verwendung finden. Zur Salzbildung können beispielsweise herangezogen werden :   Ammoniak, alkalisehe    Mittel, wie Alkali-oder Erdalkalihydroxyde,  Alkalicarbonate   oder-bicarbonate,    ferner physiologisch verträgliche organische Basen.



  Die Verbindungen sollen   u.    a. zur Herstellung von oral verabreichbaren Präparaten mit   blutzuckersenkender    Wirkung zur Behandlung der Zuckerharnruhr Verwendung finden.



   Im Tierversuch lässt sich die Wirkung auf den   Blutzuekerspiegel,    beispielsweise von Mäusen, Rattlen, Meerschweinchen, Kaninchen, Katzen und Hunden, nachweisen. Ver  abreicht    man beispielsweise normal   gefütter-    ten Kaninchen Verbindungen der   beanspruch-    ten Struktur in einer einmaligen Dosis von durchschnittlich 400   mglkg    in beispielsweise biearbonat-alkalischer Losung oder in Form ihrer Alkalisalze, so sieht man eine raseh einsetzende Senkung des   Blutzuckerspiegels,    die innerhalb von etwa 3 bis 4 Stunden ein Maximum (etwa 30 bis 40% des Ausgangswertes) erreicht.   



   Die Blutzuekerwerte kbnnen durch stiind-    liche Analysen nach Hagedorn-Jensen ermittelt werden. Die   Blutzuckersenkung    wird durch Vergleich mit den   Blutzuekerwerten    gleichartig gehaltener, nicht behandelter Kontrolltiere ermittelt.



   Nähere Angaben über pharmakologische und klinische Daten der Verfahrenserzeugnisse sind in der Schweizer Patentschrift Nr. 331058 enthalten.



   Beispiel 1
N-(4-Methyl-benzolsulfonyl) - N'-n-butyl harnstoff
14, 3 g N- (4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'-n  butyl-thioharnstoff    vom Schmelzpunkt   95    bis 97  (hergestellt durch Umsetzung von p-Toluol-sulfonamid-natrium mit   n-Butyl-    senföl in wässerigem Dioxan), 8,   2    g Silbernitrat und 300   em3      70prozentiges Aeeton    werden   2A/2    Stunden im   Dampfbad gekocht.   



  Man filtriert von dem ausgefallenen Silbersulfid ab und dampft das Aceton unter vermindertem Druck   mögliehst    vollständig ab.



  Die verbleibende Reaktionsmischung wird mit Wasser verdünnt und der ausgefallene halbfeste Niedersehlag durch   Anreiben    zur Kristallisation gebracht. Man saugt ab, löst in verdünntem Ammoniak (1 : 2 ! 5) auf,   klärt    mit Kohle und säuert wieder mit verdünnter Salzsäure an. Der ausgefallene Niedersehlag wird abgesaugt und nach dem Troeknen aus Essigester umkristallisiert. Man erhält in guter Ausbeute den N- (4-Metliyl-benzolsulfonyl)-N'-n-butyl-harnstoff vom   Schmelz-    punkt   127    bis   129 .   



   Beispiel 2
N-(4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'-n-butyl harnstoff
28, 6 g N- (4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'-n  butyl-thioharnstoff    werden in   100      em3    In Natronlauge gelöst und bei Zimmertemperatur unter Rühren portionsweise mit   7,    8 g Na  triumperoxyd    versetzt. Man rührt 30 Minuten nach,   klärt    mit Kohle und säuert das Filtrat mit verdünnter Salzsäure an. Der ausgefallene Niedersehlag wird abgesaugt, in verdünntem Ammoniak aufgenommen, nochmals filtriert und wieder mit Salzsäure angesäuert. Man saugt ab und kri  stallisiert    den Niedersehlag nach dem Trocknen aus Essigester um.

   Man erhält in guter Ausbeute den   N- (4-Methyl-benzolsulfo-    nyl)-N'-n-butyl-harnstoff vom Schmelzpunkt 127 bis   129 .   



   Beispiel 3
N- (4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'-isobutyl harnstoff   
28, 6 g N-(4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'-iso-    butyl-thioharnstoff vom Schmelzpunkt 92 bis   93     (hergestellt   dureh IJmsetzung    von p Toluolsulfonamid-natrium und   Isobutylsenföl    in Gegenwart von wässerigem Dioxan) werden in 150 em3 Aceton gelöst und unter Rühren innerhalb von 30 Minuten mit einer Lösung von 7, 5 g Natriumnitrit in 70   em3    Wasser tropfenweise versetzt. Man tropft dann unter Kühlung innerhalb von 45 Minuten 60   em3    5n-Essigsäure zu und rührt 2 Stunden bei Zimmertemperatur nach. Durch Zugabe von 750 cm3 Wasser erhält man eine kristalline Fällung.

   Diese wird abgesaugt, in   verdünn-    tem Ammoniak (1 :   25)    gelöst, vom unge l¯sten Schwefel abfiltriert und das klare Filtrat wieder mit Salzsäure angesäuert. Der ausgefallene Niederschlag wird abgesaugt, mit Wasser gewaschen und nach dem Trocknen aus Essigester umkristallisiert. Man erhÏlt so den N-(4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'isobutyl-harnstoff vom Schmelzpunkt. 169 bis   171 .   



   In analoger Weise erhält man   durez    oxydative Entschwefelung von N-   (4-Methyl-ben-    zolsulfonyl)-N'-n-hexyl-thioharnstoff vom   Schmelzpunlkt      91    bis 92  (hergestellt aus p  Toluolsulfonamidnatrium    mit   n-Hexylsenfol    in 50prozentigem wässerigem Dioxan) den   N-     (4 - Methyl - benzolsulfonyl)-N'-n-hexyl-harnstoff vom Sehmelzpunkt   12D    bis   122 .   



   In gleicher Weise erhält man durch   oxy-    dative Entschwefelung unter Verwendung von   N- (4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'-allylthio-    harnstoff den   N- (4-Methyl-benzolsulfonyl)-N'-      allyl-harnstoff    vom Schmelzpunkt 141 bis 143  (aus Äthanol).



   Beispiel 4
N-(4-Methyl-3-chlor-benzolsulfonyl)-N'-n   heryl-harnsto f f    a) N-   (4-Methyl-3-chlor-benzolsulfonyl)-N'-      n-hexyl-thioharnstoff    :   20,    5 g 2-Chlor-toluol4-sulfonamid,   170'cm3 Aceton,    32 g   gemah-    lenes Kaliumcarbonat und 14, 3 g   n-Hexyl-    senföl werden zusammen 20 Stunden unter Rühren auf 55  erhitzt. Man dampft dann das Aceton im Vakuum ab, erwärmt den verbleibenden Rückstand mit etwa 1, 5   1    Wasser, saugt vom Ungelösten ab, klÏrt das Filtrat zweimal durch Erhitzen in Gegenwart von   Kohle und Filtersehnitzeln    und säuert die so erhaltene   Losung    mit Salzsäure an.

   Der abgeschiedene kristallisierte   Niedersehlag    wird   abgesaugt,    mit Wasser gewaschen und aus   450    cm3 80prozentigem Methanol   umkristalli-    siert. Man erhält auf diese Weise den N- (4 Methyl -3-chlor-benzolsulfonyl) - N' - n - hexylthioharnstoff vom Schmelzpunkt 96 bis   98 .    b) N-   (4-Methyl-3-chlor-benzolsulfonyl)-N'-      n-hexyl-harnstoff    :   34,    8 g   N- (4-Methyl-3-chlor-    benzolsulfonyl)-N'-n-hexyl-thioharnstoff werden in 170 cm3 Aceton gelost und unter Rühren bei Zimmertemperatur tropfenweise mit einer Losung von 7,   5    g Natriumnitrit und 70   em3    Wasser versetzt.

   Ungeachtet eines sieh abscheidenden Niedersehlages werden unter Kiihlung und unter Rühren bei   etwa +3  Innentemperatur    60   em3      an-Essig-    saure innerhalb einer Stunde zugetropft. Man rührt dann noch 2 Stunden bei Zimmertemperatur nach, verdünnt mit etwa   2    1 Wasser und saugt den   abgesehiedenen    Niedersehlag ab. Dieser wird in verdünntem Ammoniak (1 :   915) aufgenommen,    die   Losung    durch Filtration von dem bei der Reaktion    entstehenden elementaren Sehwefel befreit,    das ammoniakalische Filtrat mit Kohle geklärt und mit   2n-Salzsäure langsam    angesäuert.

   Den weissen kristallinen Niedersehlag saugt man   ab,    wäscht ihn mit Wasser und kristallisiert aus 80prozentigem Methanol   um.   



  Der auf diese Weise gewonnene N-(4-Methyl   3-chlor-benzolsulfonvl)-N'-n-heyl-harnstoff    schmilzt bei 90 bis 91,   5 .   



   Beispiel 5
N-(4-Chlor-benzolsulfonyl)-N'-n-butyl harnstoff    30,    6 g N-   (4-Chlor-benzolsulfonyl)-N'-n-    butyl-thioharnstoff vom Schmelzpunkt 119 bis   121     (hergestellt durch   neunstündiges    Erhitzen von   p-Chlor-benzolsulfonamid    mit n  Butylsenfol    in Gegenwart von gemahlenem Kaliumearbonat und Aeeton) werden, entsprechend der in Beispiel 1 angegebenen Vorsehrift, mit 7, 5 g Natriumnitrit in   aeeto-    nischer   Losung    und in Gegenwart von   5n-    Essigsäure   entsehwefelt.

   Nach    einer analogen Aufarbeitung erhält man den N- (4-Chlor-ben  zolsulfonyl)-N'-n-butyl-harnstoff,    der naeh dem ITmkristallisieren aus verdünntem Xthanol den Schmelzpunkt von 115 bis   116     zeigt.



   In analoger Weise kann man die   Ent-    schwefelung der vorstehend genannten Sulfonylthioharnstoffe auch durch Behandlung mit einer wässerigen Lösung von Silbernitrat t in Gegenwart von Aceton und in der Siedehitze bewirken. Naeh dem Abfiltrieren des bei dieser Reaktion ausfallenden Silbersulfids kann die Aufarbeitung in analoger Weise wie bei der Entschwefelung mit Natriumnitrit vorgenommen werden.



   An Stelle von Natriumnitrit lassen sich auch andere Oxydationsmittel zur   Entschwe-      felung verwenden,    beispielsweise Peroxyde.



  In diesem Falle wird, ebenso wie bei der Entschwefelung mit Natriumnitrit,   zweck-    mässig bei Zimmertemperatur gearbeitet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von neuen, blutzuekersenkend wirksamen Sulfonylharn- stoffen ohne chemotherapeutische Eigenschaf- ten der allgemeinen Formel R-SO2-NH-CO-NH-Rl, worin R einen gegebenenfalls substituierten Phenylrest und Ri einen gesättigten oder ungesättigten aliphatischen oder cyeloalipha- tischen Kohlenwasserstoffrest mit 2 bis 8 Kohlenstoffatomen bedeuten, dadurch gekenn- zeichnet, dass man Sulfonylthioharnstoffe der Formel EMI5.1 mit den Schwefel durch Sauerstoff ersetzenden Mitteln behandelt.
    CTNTERANSPRiTCHE I.. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonylthioharnstoffe der genannten Formel verwendet, worin R einen unsubstituierten Phenylrest bedeutet.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonylthioharnstoffe der genannten Formel verwendet, worin R einen durch einen Alkylrest mit höchstens 8 Kohlenstoffatomen substituier- ten Phenylrest bedeutet.
    3. Verfahren nach Patentansprueh, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonylthioharnstoffe der genannten Formel verwendet, worin R einen p-Methyl-phenylrest bedeutet.
    4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonylthioharnstoffe der genannten Formel verwendet, worin R einen durch zwei Alkylreste mit je höchstens 8 Kohlenstoffatomen substituier- ten Phenylrest bedeutet.
    5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonylthioharnstoffe der genannten Formel verwendet, worin R einen durch einen Alkoxyrest mit höchstens 8 Kohlenstoffatomen substituierten Phenylrest bedeutet.
    6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonylthioharnstoffe der genannten Formel verwendet, worin R einen p-Methoxy-phenylrest bedeutet.
    7. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonylthioharnstoffe der genannten Formel verwendet, worin R einen durch zwei Alkoxyreste mit je höehstens 8 Kohlenstoffatomen substi tuierten Phenylrest bedeutet.
    8. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonylthioharnstoffe der genannten Formel verwendet, worin R einen durch einen Alkylrest und einen Alkoxyrest mit je höchstens 8 Kohlenstoffatomen substituierten Phenylrest bedeutet.
    9. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonylthioharnstoffe der genannten Formel verwendet, worin R einen durch ein Halogenatom substituierten Phenylrest bedeutet.
    10. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonyl- thioharnstoffe der genannten Formel verwendet, worin R einen p-Chlorphenylrest bedeutet.
    11. Verfahren nach Patentanspruch, da dure, gekennzeichnet, dass man Sulfonylthioharnstoffe der genannten Formel verwendet, worin R einen durch zwei Halogenatome substituierten Phenylrest bedeutet.
    12. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonylthioharnstoffe der genannten Formel verwendet, worin R einen durch ein Halogenatom und einen Alkylrest mit höchstens 8 Kohlenstoffatomen substituierten Phenylrest bedeutet.
    13. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Sulfonylthioharnstoffe der genannten Formel verwendet, worin R einen durch ein Halogenatom und einen Alkoxyrest mit höchstens 8 Kohlenstoffatomen substituierten Phenylrest bedeutet.
    14. Verfahren nach Patentansprueh, dadurch gekennzeichnet, dass man die erhal tenen Verbindungen mit Hilfe von Basen in ihre Salze überfiihrt.
    15. Verfahren naeh Unteransprueh 14, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Salzbildung anorganisehe Basen verwendet.
    16. Verfahren nach Unteranspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Salzbildung organisehe Basen verwendet.
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