CH342223A - Verfahren zur Herstellung eines neuen Indolderivates - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines neuen Indolderivates

Info

Publication number
CH342223A
CH342223A CH342223DA CH342223A CH 342223 A CH342223 A CH 342223A CH 342223D A CH342223D A CH 342223DA CH 342223 A CH342223 A CH 342223A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
indole
benzyloxy
acylamino
group
ester
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Walter Dr Schindler
Franz Dr Haefliger
Original Assignee
Geigy Ag J R
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Geigy Ag J R filed Critical Geigy Ag J R
Publication of CH342223A publication Critical patent/CH342223A/de

Links

Landscapes

  • Indole Compounds (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


  Verfahren zur     Herstellung    eines neuen     Indolderivates       Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein  Verfahren zur Herstellung eines neuen     Indolderivates,     des     5-Hydroxy-isotryptophans    der Formel  
EMI0001.0005     
    welches wertvolle     neurophysiologische    Eigenschaf  ten besitzt.

   Dieses Verfahren ist dadurch ge  kennzeichnet, dass man ein     5-Benzyloxy-indol-2-car-          bonsäuredialkylamid    mit einem     Alkalimetall-Erd-          alkalimetall-hydrid    zum     2-Dialkylaminomethyl-5-          benzyloxy-indol    reduziert, dieses mit einem nieder  molekularen     Alkylhalogenid    oder     Dialkylsulfat        qua-          terniert,

      das erhaltene     2-Trialkylammoniomethyl-5-          benzyloxy-indol-halogenid    oder     -alkylsulfat    mit einem       Acylamino-malonsäure-dialkylester    durch Erwärmen  mit Natrium in einem niedermolekularen     Alkanol     kondensiert, mindestens eine     Estergruppe    des ge  bildeten     5-Benzyloxy-a-acylamino-a-carbalkoxy-indol-          (2)-propionsäure-alkylesters    unter Erhaltung der       Acylaminogruppe        hydrolysiert,

      hierauf     decarboxyliert     und in beliebiger Reihenfolge die     Acylaminogruppe     und die allenfalls noch vorhandene     Alkylestergruppe          hydrolysiert    und zur Bildung der freien OH-Gruppe  in     5-Stellung    mit einem     Mol    katalytisch aktiviertem  Wasserstoff behandelt.  



  Als     5-Benzyloxy-indol-2-carbonsäuredialkylamid     kann man beispielsweise das durch Umsetzung des  Säurechlorids mit     Dimethylamin    erhältliche     Dimethyl-          amid    verwenden; die Reduktion des letzteren wird  vorzugsweise mit     Lithiumaluminiumhydrid    ausge  führt. Die     Quaternisierung    des so erhaltenen     5-Benzyl-          oxy-isogramins    erfolgt z. B. mit     Methyljodid,    wobei    das     Jodid    des     2-Trimethylammoniomethyl-5-benzyl-          oxy-indols    erhalten wird. Dieses wird z.

   B. mittels Na  trium in Äthanol mit     Formylamino-malonsäurediäthyl-          ester    kondensiert. Das Reaktionsgemisch wird zweck  mässig mit Eis und verdünnter Essigsäure behandelt  und sodann das     Reaktionsprodukt        ausgeäthert,    die  ätherische Lösung gewaschen, getrocknet und bis zur  beginnenden Kristallisation eingeengt. Man erhält  so direkt den     5-Benzyloxy-a-formylamino-indol-2-          propionsäureäthylester.    Die partielle Hydrolyse und  die     Decarboxylierung    finden somit so bereits im Zuge  der Kondensation und Aufarbeitung statt.

   Der obige  Ester wird vorzugsweise zuerst zum     5-Benzyloxy-iso-          tryptophan        hydrolysiert,    z. B. durch Kochen mit ver  dünnter Natronlauge, und erst hierauf die     Hydro-          genolyse,    beispielsweise mittels     Palladiumkohle    in  Äthanol bei Raumtemperatur und Atmosphärendruck,  durchgeführt.  



  <I>Beispiel</I>       n)    Die     5-Benzyloxy-indol-2-carbonsäure    F: 192  bis 1940 kann z. B. nach W. R. Böhme (Am.     Soc.    75,  2502 [1953] dargestellt werden. 24,0 g dieser Säure  werden in 600     cm3        abs.    Benzol suspendiert und  25     cm3    reinstes     Thionylchlorid    zugegeben. Unter star  kem Einleiten von     N2    wird 2 Stunden unter Rück  fluss gekocht und dann die     Hälfte    des Benzols ab  destilliert.

   Der mit Eis gekühlte Rückstand wird     por-          tionenweise    mit     benzolischer        Dimethylaminlösung     versetzt, bis eine alkalische Reaktion auf Lackmus be  stehen bleibt.

   Man lässt eine halbe Stunde im Eis  stehen und versetzt dann     mit    100     cms    Wasser, um  aus dem ausgefallenen Gemisch des gewünschten     Di-          methylamids    und     Dimethylaminhydrochlorids    das  letztere     herauszulösen.    Das zurückbleibende     Di-          methylamid    wird abgesaugt,     mit    Wasser gewaschen  und getrocknet. Man kristallisiert aus     abs.        Alkohol     um und erhält 5-Benzyloxy-indol-2-carbonsäure-           dimethylamid    vom     Smp.    198-200 .

   Das     benzolisch-          wässrige    Filtrat wird abgetrennt, die     Benzollösung    mit  Wasser gewaschen, getrocknet und auf ein kleines  Volumen eingeengt, wobei man eine weitere Menge  der gleichen Substanz erhält.  



  b) In 110     cm3        abs.        Tetrahydrofuran    werden 2,0 g       Lithiumaluminiumhydrid    gelöst. Unter starkem Rüh  ren wird eine Lösung von 5,0g     5-Benzyloxy-indol-2-          carbonsäure-dimethylamid    in 150     em3        Tetrahydro-          furan        zugetropft.     



  Nach dem     Zutropfen    hält man noch 6 Stunden  bei 40  und zersetzt nach dem Abkühlen in Eis,  vorerst mit wenig     Äthylacetat    und dann mit Wasser.  Die wasserhaltige     Tetrahydrofuranlösung    wird im  Vakuum eingeengt und der Rückstand in Äther auf  genommen. Die Ätherlösung wird viermal     mit    je  20 cm-'     2-n-Essigsäure    ausgezogen, die sauren Aus  züge mit     4-n-Natronlauge    alkalisch gestellt und das       ausgefallene    Amin in Äther aufgenommen. Man  trocknet über Natriumsulfat und engt auf ein kleines  Volumen ein.

   Nach Zusatz von     Pentan        kristallisiert     das     2-Dimethylaminomethyl-5-benzyloxy-indol    aus.       Smp.    80 .  



  c) 5,0 g der obigen Substanz werden in 15     em3          Äthylacetat        warm    gelöst und mit 2,5 g     Methyljodid          versetzt.    Die     Abscheidung    des     quaternären    Salzes be  ginnt sehr bald. Durch     halbstünd=iges    Sieden wird  sie vervollständigt.

   Man kühlt ab, saugt das aus  gefallene     Jodid    des     2-Trimethyl-ammoniomethyl-5-          benzyloxy-indols    ab und wäscht es mit wenig     Äthyl-          acetat    und etwas     abs.    Äther.     Smp.    178-179 .  



       d)    8,44g =     2,,.'100        Mol    des obigen     Jodids    und  4,06 g     Formylaminomalonsäurediäthylester    werden in  20     cm3        abs.    Alkohol     suspendiert.    Bei 40  gibt man  eine Lösung von 0,4 g Natrium in 10     cm3        abs.        Ätha-          nol    langsam zu und hält 4 Stunden bei 70-72  unter  starkem Rühren.

   Die etwas trübe Lösung wird auf  Eis und Essigsäure gegossen und zweimal gründlich       ausgeäthert.    Man wäscht mit Wasser, trocknet und  engt auf ein kleines Volumen ein, wobei Kristalli  sation eintritt. Man saugt ab und wäscht mit wenig  kaltem     abs.    Alkohol. Der     5-Benzyloxy-a-formyl-          amino-indol-2-propionsäure-äthylester        schmilzt    bei  135-137 . Durch Einengen und Stehenlassen der  Mutterlauge erhält man nochmals weitere Substanz  vom gleichen Schmelzpunkt.  



  e) 2,34 g der oben beschriebenen Substanz werden  in 15     cm3        2-n-Natronlauge    14 Stunden unter Rück  fluss gekocht. Die fast klare Lösung wird mit 3     em3       Eisessig versetzt und die ausgeschiedenen Kristalle  abgesaugt.  



  Diese werden in 2     cm3        2-n-Natronlauge    und 6     cm3     Wasser heiss gelöst, durch wenig Kohle filtriert und  mit Eisessig auf     pli    4 gestellt. Die ausgefallene Säure  wird abgesaugt, mit wenig Wasser gewaschen und  dann im     Exsiccator    getrocknet. Man kristallisiert aus  5     cm3    Eisessig um und erhält das     5-Benzyl-oxy-iso-          tryptophan    vom     Smp.    227-229  (Zersetzung).  



  f) 1,15g     5-Benzyloxy-isotryptophan    werden in  25 cm-' Wasser und 25     cms    Äthanol gelöst und in Ge  genwart von 0,7 g     Palladiumkohle    bei Raumtempera  tur bis zur Aufnahme der berechneten Wasserstoff  menge geschüttelt. Nach der Hydrierung gibt man  20 cm-' Wasser zu und erwärmt zum Sieden.

   Man  saugt heiss vom Katalysator ab und dampft die     wäss-          rig-alkoholische    Lösung auf ein kleines Volumen ein  (etwa 5     cm3),    worauf beim Abkühlen das     5-Hydroxy-          isotryptophan    auskristallisiert.     Smp.246-250 .    Es  gibt positive     FeC13-Reaktion    und violette     Ninhydrin-          reaktion.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von 5-Hydroxy-iso- tryptophan der Formel EMI0002.0085 dadurch gekennzeichnet, dass man ein 5-Benzyloxy- indol-2-carbonsäure-dialkylamid mit einem Alkali metall-Erdalkalimetall-hydrid zum 2-Dialkylamino- methyl-5-benzyloxy-indol reduziert, dieses mit einem niedermolekularen Alkylhalogenid oder Dialkylsulfat quaterniert,
    das erhaltene 2-Trialkylammoniomethyl- 5-benzyloxy-indol-halogenid oder -alkylsulfat mit einem Acylamino-malonsäure-dialkylester durch Er wärmen mit Natrium in einem niedermolekularen Alkanol kondensiert, mindestens eine Estergruppe des gebildeten 5-Benzyloxy-a-acylamino-a-carbalkoxy- indol-(2)-propionsäure-alkylesters unter Erhaltung der Acylaminogruppe hydrolysiert,
    hierauf decarboxyliert und in beliebiger Reihenfolge die Acylaminogruppe und die allenfalls noch vorhandene Alkylestergruppe hydrolysiert und zur Bildung der freien OH-Gruppe in 5-Stellung mit einem Mol katalytisch aktiviertem Wasserstoff behandelt.
CH342223D 1956-04-12 1956-04-12 Verfahren zur Herstellung eines neuen Indolderivates CH342223A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH342223T 1956-04-12

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH342223A true CH342223A (de) 1959-11-15

Family

ID=4506087

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH342223D CH342223A (de) 1956-04-12 1956-04-12 Verfahren zur Herstellung eines neuen Indolderivates

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH342223A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
Snyder et al. The synthesis of an indazole analog of DL-tryptophan
CH342223A (de) Verfahren zur Herstellung eines neuen Indolderivates
DE2008332C3 (de) 2-Methyl-S-methoxy-3-indolylacetohydroxamsäuren, Verfahren zu ihrer Herstellung und diese Verbindungen enthaltende Arzneimittel
AT203004B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Estern des Piperidyl-(2)-phenylcarbinols und von deren Salzen
CH342955A (de) Verfahren zur Herstellung eines neuen Indolderivates
AT216495B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Phenylalaninderivaten und deren Salzen
AT200582B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Guanidinverbindungen
AT222116B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen, 4-substituierten 1,2-Diaryl-3,5-dioxo-pyrazolidinen
AT334350B (de) Verfahren zur herstellung von neuen 3- (4-biphenylyl) -buttersauren, deren estern, amiden und salzen
DE1088052B (de) Verfahren zur Herstellung von 5-Hydroxy-isotryptophan
CH342232A (de) Verfahren zur Herstellung von p-Bis-(2-Chlor-äthyl)-amino-L-phenylalanin
AT336590B (de) Verfahren zur herstellung neuer 3-(4- biphenylyl)-buttersauren, deren estern, amiden und salzen
AT334349B (de) Verfahren zur herstellung von neuen 3- (4-biphenylyl) -buttersauren, deren estern, amiden und salzen
AT218526B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Phenthiazinderivaten
CH308145A (de) Verfahren zur Herstellung des 1,2-Diphenyl-3,5-dioxo-4-n-butyl-pyrazolidins.
DE1695381B2 (de) Phthalazino eckige klammer auf 2,3-b eckige klammer zu phthalazine und ein verfahren zu ihrer herstellung
CH550762A (de) Verfahren zur herstellung der d-2-(6-methoxy-2-naphthyl)-propionsaeure.
DE1277862B (de) Verfahren zur Herstellung von Dicarvocrotid und Tricarvocrotid
CH345348A (de) Verfahren zur Herstellung von p-Bis-(2-chlor-äthyl)-amino-L-phenylalanin
CH346219A (de) Verfahren zur Herstellung eines neuen Indolderivates
CH548355A (de) Verfahren zur herstellung der d-2-(6-methoxy-2-naphthyl)-propionsaeure.
CH366048A (de) Verfahren zur Herstellung von 5-Fluor-uracil
CH534681A (de) Verfahren zur Herstellung neuer Phenylpiperidinderivate
CH550766A (de) Verfahren zur herstellung der d-2-(6-methoxy-2-naphthyl)-propionsaeure.
CH530411A (de) Verfahren zur Herstellung von basisch substituierten Alkylxanthinderivaten