CH346219A - Verfahren zur Herstellung eines neuen Indolderivates - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines neuen Indolderivates

Info

Publication number
CH346219A
CH346219A CH346219DA CH346219A CH 346219 A CH346219 A CH 346219A CH 346219D A CH346219D A CH 346219DA CH 346219 A CH346219 A CH 346219A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
indole
ethyl
amino
production
alkali metal
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Walter Dr Schindler
Original Assignee
Geigy Ag J R
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Geigy Ag J R filed Critical Geigy Ag J R
Publication of CH346219A publication Critical patent/CH346219A/de

Links

Landscapes

  • Indole Compounds (AREA)

Description


  Verfahren     zur    Herstellung eines neuen     Indolderivates       Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein  Verfahren zur Herstellung eines neuen     Indolderivates,     des     2-(/3-Amino-äthyl)-indol    der Formel:  
EMI0001.0005     
    welches im folgenden als     Isotryptamin    bezeichnet  wird und wertvolle pharmakologische Eigenschaften  besitzt.

   Dieses     Verfahren    ist dadurch gekennzeichnet,  dass man ein     Indol-2-carbonsäure-dialkylamid    mit  einem     Alkalimetall-Erdmetallhydrid    zu einem     2-Di-          alkyla@minomethyl-indol    reduziert, dieses mit einem  niedermolekularen     Alkylhalogenid    oder     Dialkylsulfat          quaterniert,    das erhaltene     2-Trialkylammoniomethyl-          indol-halogenid    bzw.

       -alkylsulfat    mit einem     Alkali-          metallcyanid    umsetzt, das entstandene     Indol-(2)-          acetonitril    zum     2-(ss-Amino-äthyl)-indol    hydriert oder  reduziert.  



       Gewünschtenfalls    kann das     2-(ss-Amino-äthyl)-          indol    mit anorganischen oder organischen Säuren in  seine Salze übergeführt werden.  



  Als     Indol-2-earbonsäure-dialkylamid    kann man  beispielsweise das durch Umsetzung des Säurechlorids  mit     Dimethylamin    erhältliche     Dimethylamid    verwen  den, und die Reduktion des letzteren vorzugsweise  mit     Lithium-Aluminiumhydrid    ausführen. Durch       Quaternierung    des so erhaltenen     Isogramins    mit     Me-          thyljodid    entsteht das     Jodid    des     2-Trimethylammonio-          methyl-indols,    das man z. B. mit Kalium- oder     Na-          triumcyanid    umsetzen kann.

   Das so erhaltene     Indolyl-          (2)-acetonitril    wird vorzugsweise in Gegenwart von       Raney-Nickel    unter erhöhtem Druck hydriert, man.  kann es aber beispielsweise auch mittels     Lithium-          aluminiumhydrid    reduzieren. Das erhaltene Isotrypt-         amin    kann in üblicher Weise in     Salze,    z. B. durch  Behandlung mit Chlorwasserstoff, in sein     Hydrochlo-          rid    übergeführt werden.  



  Im nachfolgenden Beispiel sind die Temperaturen  in     Centigraden    angegeben.  



  <I>Beispiel</I>  Der Ausgangsstoff kann folgendermassen erhalten  werden:  31 g     Indol-2-carbonsäure    werden in 500     em3          abs.    Benzol suspendiert und unter Einleiten von  Stickstoff innerhalb 1/2 Stunde 50     cm3        Thionylehlorid     in 50     cms        abs.    Benzol     zugetropft.    Nach dem Zu  tropfen wird 11/2 Stunden auf 45  erwärmt, wobei  vollständige Auflösung eintreten muss.  



  Die     benzolische    Lösung wird im Vakuum auf 1/3  eingeengt und der Rückstand in eine eingekühlte  Lösung von 23g     Dimethylamin    in 230     cms    Benzol  gegossen. Nach einer halben Stunde wird mit Wasser  versetzt und das ausgeschiedene     Reaktionsprodukt     abgesaugt. Man kristallisiert das     Indol-2-carbonsäure-          dimethylamid    aus viel Alkohol um. F. 180-182 .  



  a) Zur Durchführung des erfindungsgemässen  Verfahrens werden 25g     Lithiumaluminiumhydrid    in  500     cm3    trockenem     Tetrahydrofuran    gelöst und eine  Lösung von 52 g     Indol-2-carbonsäure-dimethylamid     in 500     em3        Tetrahydrofuran    wird     zugetropft.    Man  hält unter starkem Rühren 5 Stunden bei 45 , kühlt  nachher auf -10  ab und zersetzt vorsichtig mit  Wasser. Man saugt ab und destilliert das Lösungs  mittel ab. Der Rückstand wird in Äther aufgenom  men, die ätherische Lösung mit Wasser gewaschen,  getrocknet und eingedampft, worauf man den Rück  stand im Hochvakuum destilliert.

   Das     2-Dimethyl-          aminomethyl-indol    geht unter 0,3 mm Druck bei<B>118</B>  bis 120  über.      b) 52,2 g     2-Dimethylaminomethyl-indol    werden  in 150     cm3    trockenem     Äthylacetat    gelöst und vor  sichtig 43g     Methyljodid        zugetropft,    wobei allmählich  das     2-Trimethylammoniomethyl-indoljodid    auskri  stallisiert. Es wird abgesaugt und mit     Äthylacetat    ge  waschen und getrocknet. F. 160 .  



  c) 94 g des obigen     quaternären        Salzes    werden mit  58 g     Kaliumcyanid    in 2,4 Liter     abs.    Methanol unter  Einleiten von Stickstoff 18 Stunden unter     Rückfluss     gekocht. Dann destilliert man 2/3 des Methanols ab  und giesst den Rückstand auf Wasser. Man     äthert     gründlich aus, wäscht den Ätherextrakt mit verdünn  ter     Salzsäure,    trocknet ihn und dampft ihn ein. Bei  Zusatz von Äther kristallisiert das     Indolyl-(2)-aceto-          nitril.    F. 96-97 .  



       d)    5,0 g des obigen     Nitrils    werden in 200     em3     mit Ammoniak gesättigtem     abs.    Alkohol gelöst und  in     Gegenwart    von 5 g     Raney-Nickel    bei 80-90   unter einem     Wasserstoffüberdruck    von 120 Atmo  sphären hydriert. Innerhalb 3/4 Stunden ist berechnete  Menge     Wasserstoff    aufgenommen. Man     filtriert    vom  Katalysator ab und dampft den Alkohol im Vakuum  ab. Der Rückstand kristallisiert auf Zusatz von Äther,    das so erhaltene     2-(ss-Amino-äthyl)-indol    schmilzt  bei 101-102 .  



  Das Hydrochlorid schmilzt bei 220 .

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung eines neuen Indol- derivates, des 2-(ss-Amino-äthyl)-indol (Isotryptamin), dadurch gekennzeichnet, dass man ein Indol-2-car- bonsäure-dialkylamid mit einem Alkalimetall-Erd- metall-hydrid zu einem 2-Dialkylaminomethyl-indol reduziert, dieses mit einem niedermolekularen Alkyl- halogenid oder Dialkylsulfat quaterniert,
    das erhal tene 2-Trialkylammoniomethyl-indol-halogenid bzw. -alkylsulfat mit einem Alkalimetallcyanid umsetzt und das entstandene Indolyl-(2)-acetonitril zum 2-(ss Amino-äthyl)-indol hydriert oder reduziert. UNTERANSPRUCH Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man das 2-(ss-Amino-äthyl)-indol mit anorganischen oder organischen Basen in, seine Salze überführt.
CH346219D 1956-10-04 1956-10-04 Verfahren zur Herstellung eines neuen Indolderivates CH346219A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH346219T 1956-10-04

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH346219A true CH346219A (de) 1960-05-15

Family

ID=4507558

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH346219D CH346219A (de) 1956-10-04 1956-10-04 Verfahren zur Herstellung eines neuen Indolderivates

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH346219A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH642665A5 (en) Process for the preparation of 1-(omega-carboxyalkyl)-2-alkyl- glycero-3-phosphatides
CH346219A (de) Verfahren zur Herstellung eines neuen Indolderivates
DE2458222A1 (de) Verfahren zur herstellung neuer phenylaethylaminderivate
CH250806A (de) Verfahren zur Herstellung eines neuen Oxyhydrophenanthren-Derivates.
CH227069A (de) Verfahren zur Herstellung einer Cyclopentano-dimethyl-polyhydrophenanthren-carbonsäure.
DE924862C (de) Verfahren zur Herstellung von 1-2, 2-Diphenyl-4-dimethylamino-1-pentanal
CH342955A (de) Verfahren zur Herstellung eines neuen Indolderivates
DE897406C (de) Verfahren zur Herstellung von Pyrazolonverbindungen
DE2201804C3 (de) Phenyläthylbenzylamine und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE1144735B (de) Verfahren zur Herstellung von basisch substituierten Propanolen und daraus durch Wasserabspaltung erhaeltlichen Alkenylaminen
AT339277B (de) Verfahren zur herstellung von neuen 11-amino-benzo(b) bicyclo (3,3,1)nona-3,6a(10a)dienen und deren saureadditionssalzen
AT250326B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen N-substituierten 1-Phenyl-2-aminopropanen sowie von deren nichttoxischen Säureadditionssalzen
AT273387B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Cholesterinderivaten sowie von deren Säureadditionssalzen
AT163199B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Pyridin- und Piperidinverdungen
CH619959A5 (de)
AT213883B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen 3-Phenyl-3-pyrrolidinol-Verbindungen
AT200136B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen tertiären Aminen der Tetrahydrofuranreihe
CH242609A (de) Verfahren zur Herstellung eines neuen Oxyhydrophenanthren-Derivates.
CH299250A (de) Verfahren zur Herstellung von 1-(3&#39;4&#39;-Dioxy-phenyl)-2-isopropylamino-äthenol.
CH356467A (de) Verfahren zur Herstellung von substituierten Polyaminen
CH588441A5 (en) Antihypertensive hexamethylene-diamine derivs. - N,N&#39;-bis(6-2-(3,4-dihydroxyphenyl)-ethylamino)-hexyl)-hexamethylene- ne-diamines and their acid addition salts
CH273077A (de) Verfahren zur Herstellung eines neuen Derivates des m-Amino-phenols.
CH262272A (de) Verfahren zur Herstellung eines neuen Oxy-octahydro-phenanthren-Derivates.
CH254446A (de) Verfahren zur Herstellung eines neuen Oxyhydrophenanthren-Derivates.
CH338452A (de) Verfahren zur Herstellung von Amiden von N-Alkyl-piperidin-monocarbonsäuren und N-Alkyl-pyrrolidin-s-monocarbonsäuren