CH342319A - Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen der Stilbenreihe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen der Stilbenreihe

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CH342319A
CH342319A CH342319DA CH342319A CH 342319 A CH342319 A CH 342319A CH 342319D A CH342319D A CH 342319DA CH 342319 A CH342319 A CH 342319A
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Sandoz Ag
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Description


  Verfahren zur Herstellung von     Azofarbstoffen    der     Stilbenreihe       Gegenstand des vorliegenden Patentes ist ein Ver  fahren zur     Herstellung    von     Azofarbstoffen    der     Stil-          benreihe,    welches darin besteht, dass man 1     Mol        4,4'-          Dinitro-1,1'-stilben-    bzw.

       -dibenzyl-2,2'-disulfonsäure     und 0,7-1     Mol    einer Mono- oder     Disazoverbindung,     welche eine primäre oder sekundäre     Aminogruppe     und gegebenenfalls noch weitere     Substituenten    ent  hält, gegebenenfalls in Form ihrer Metallkomplex  verbindung in     alkalimetallhydroxyd-alkalischer    Lö  sung bei einer Temperatur von 60-85  C so lange  aufeinander einwirken lässt, bis sich gerade keine     4,4'-          Dinitro-1,1'-stilben-    bzw.

       -dibenzyl-2,2'-disulfonsäure     mehr nachweisen lässt, hierauf in der     Nitroazoverbin-          dung    bzw.     Nitroazoxyverbindung    die Nitrogruppe zur       Aminogruppe    reduziert, die erhaltene     Aminoazover-          bindung        diazotiert,    die     Diazoverbindung    mit einer       Azokomponente    der     Benzol-    oder     Naphthalinreihe     kuppelt,

   welche eine     diazotierbare        Aminogruppe    oder  eine in eine solche     überführbare        Acylaminogruppe       trägt und sonst noch weitere     Substituenten    enthalten  kann.  



  Unter den weiteren     Substituenten,    welche die Auf  baukomponenten der neuen     Azofarbstoffe    tragen kön  nen, werden besonders     zur        Metallkomplexbildung    be  fähigende     Substituenten    bevorzugt.  



  Tragen die erhaltenen     Azofarbstoffe    der     Stilben-          reihe    eine in eine     diazotierbare        Aminogruppe    über  führbare     Acylaminogruppe,    z. B. eine     Acetylamino-,          Oxalylamino-    oder eine     niedrigmolekulare        Carboalk-          oxyaminogruppe,    so kann diese durch Hydrolyse in  eine solche übergeführt werden.  



  Die erhaltenen     Azofarbstoffe    sind in allen Fällen       Stilbenfarbstoffe,    indem auch die gegebenenfalls ein  gesetzten     Dibenzylverbindungen    in der Wärme und in  Gegenwart von     Alkalimetallhydroxyden    in     Stilben-          verbindungen    übergehen.

   Sie sind je nach der Art des  Ausgangsproduktes     Aminotris-    oder     -tetrakisazover-          bindungen    der Formel  
EMI0001.0060     
    worin     Ri    den Rest einer gegebenenfalls in Form ihres  Metallkomplexes vorliegenden Mono- oder     Disazo-          verbindung,        R2    den Rest einer     Azokomponente    der  Benzol- oder     Naphthalinreihe,    x eine     diazotierbare          Aminogruppe    oder eine in eine solche     überführbare          Acylaminogruppe    bedeuten.  



  Die neuen Verbindungen sind wertvolle Zwischen  verbindungen zur Herstellung von     Polyazofarbstoffen     der     Stilbenreihe,    welche sich zum Färben von Baum  wolle oder Leder eignen.  



  In den nachfolgenden Beispielen bedeuten die  Teile Gewichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente,    und die Temperaturen sind in Celsiusgraden ange  geben.  



  <I>Beispiel 1</I>  43 Teile     4,4'-Dinitro-1,1'-stilben-2,2'-disulfon-          säure    und 27,7 Teile     4-Amino-1,1'-azobenzol-4'-sul-          fonsäure    werden in 700 Teile 3     o/oige        wässrige    Na  triumhydroxydlösung eingetragen. Die Mischung wird  auf 80  erwärmt und bei dieser Temperatur so lange  gerührt, bis sich keine     4,4'-Dinitro-1,1'-stüben-2,2'-          disulfonsäure    mehr nachweisen lässt, was nach unge  fähr 16-18 Stunden der Fall ist.

   Man kühlt die  Kondensationslösung auf 50  ab und lässt zu ihr lang-           sam        eine        20        %        ige        wässrige        Lösung        aus        15        Teilen          Natriumsulfid        zufliessen.    Durch Einleiten von Luft in  die Reaktionsmischung wird das überschüssige Re  duktionsmittel zersetzt. Durch Zusetzen von 75 Tei  len     Natriumchlorid    zur Reduktionslösung werden die  Nebenprodukte abgeschieden.

   Nach dem     Abfiltrieren     derselben wird das Filtrat mit weiteren 110 Teilen       Natriumchlorid    versetzt, wobei der gebildete     Amino-          disazofarbstoff    abgeschieden wird. Man filtriert die  sen ab und trocknet ihn. Er ist ein braunes Pulver,  welches sich in Wasser mit gelbbrauner und in kon  zentrierter Schwefelsäure mit violetter Farbe löst.  



  64,3 Teile des so hergestellten     Aminodisazofarb-          stoffes    werden in Form seines     Natriumsalzes    in 1000  Teilen Wasser von 15  gelöst. Zu dieser Lösung fügt  man eine     konzentrierte        wässrige    Lösung von 7 Teilen       Natriumnitrit        und        hierauf        60        Teile        15        %        ige        Salzsäure.     Die entstehende     Diazoverbindung    scheidet sich zum  grossen Teil als     

  braunoranger    Niederschlag aus. Nach  beendigter     Diazotierung    lässt man eine Lösung von  16 Teilen     1-Amino-2,5-dimethoxy-benzol    in 200     Tei-          len        Wasser        und        15        Teilen        30%iger        Salzsäure        zur          Diazosuspension    fliessen. Nach beendigter Kupplung  wird der schwarzbraune, vollständig ausgeschiedene       Aminotrisazofarbstoff        abfiltriert    und mit Wasser ge  waschen.

   Er ist in trockenem Zustand ein dunkelbrau  nes Pulver, welches sich in verdünnter     Natriumcarbo-          natlösung    mit brauner und in konzentrierter Schwe  felsäure mit blaugrüner Farbe löst. Der     Aminoazo-          farbstoff    soll als Zwischenprodukt zur Herstellung  metallhaltiger     Polyazofarbstoffe    verwendet werden.

      <I>Beispiel 2</I>  64,3 Teile des nach den Angaben vor Absatz 1  des Beispiels 1 hergestellten     Aminodisazofarbstoffes     werden nach der Vorschrift des Beispiels 1, Absatz 2,       diazotiert.    Die     Diazoverbindung    lässt man zu einer  eisgekühlten Lösung von 16 Teilen     1-Acetylamino-2-          oxy-benzol        in        400        Teilen        Wasser,

          15        Teilen        30%iger            Natriumhydroxydlösung    und 25 Teilen     Natriumcar-          bonat    fliessen. Der entstandene     Trisazofarbstoff    bleibt  mit     braunstichig    roter Farbe in Lösung.

   Nach been  digter Kupplung wird er durch Zugabe von Natrium  chlorid zur Reaktionslösung ausgefällt und     abfiltriert.     Zur Abspaltung der     Acetylgruppe    wird der Farbstoff       in        2000        Teile    2     %        ige        Natriumhydroxydlösung        einge-          tragen    und unter Rühren während 2 Stunden am       Rückfluss    gekocht.

   Durch Neutralisieren der Lösung  mit Salzsäure und Zugabe von     Natriumchlorid    wird  der erhaltene     Aminotrisazofarbstoff    aus der Reak  tionsmischung abgeschieden. Er stellt in trockenem  Zustand ein braunes Pulver dar, welches sich in  Wasser mit rotbrauner und in konzentrierter Schwe  felsäure mit blauer Farbe löst. Der     Aminoazofarbstoff     soll für die Herstellung von     metallisierbaren        Polyazo-          farbstoffen    der     Stilbenreihe    verwendet werden.  



  Wird das in diesem Beispiel beschriebene     Kupp-          lunsgprodukt    vor der Abspaltung der     Acetylgruppe     mittels     Dimethylsulfat    oder     Methylchlorid    in seinen       Methyläther    übergeführt, so erhält man nach der       Verseifung    der     Acetylaminogruppe    einen     Aminotris-          azofarbstoff,    welcher sich in Wasser mit     orangebrau-          ner    und in konzentrierter Schwefelsäure mit blauer  Farbe löst.

   Er soll für die Herstellung von metallhal  tigen     Polyazofarbstoffen    der     Stilbenreihe    verwendet  werden.  



  In der nachstehenden Tabelle sind weitere     Azo-          farbstoffe    der     Stilbenreihe    aufgeführt, welche nach  den Angaben der Beispiele 1 und 2 hergestellt wer  den können. Sie sind gekennzeichnet durch die       Aminoazoverbindungen,    welche mit der     4,4'-Dinitro-          1,1'-stilben-    bzw.

       -dibenzyl-2,2'-disulfonsäure    zu den       Monokondensationsprodukten    umgesetzt werden (Ko  lonne     1I),    durch die zur Herstellung der erfindungs  gemässen     Azofarbstoffen    angewandten     Azokomponen-          ten    (Kolonne     III)    und durch die Lösungsfarbe der  Endprodukte in Wasser und konzentrierter Schwefel  säure (Kolonne IV).

    
EMI0002.0115     
  
    I <SEP> <B>il</B> <SEP> III <SEP> IV
<tb>  Lösungsfarbe <SEP> der
<tb>  Beispiel <SEP> Aminoazoverbindung <SEP> Azokomponente <SEP> Endprodukte <SEP> in
<tb>  Nr.
<tb>  Wasser <SEP> konz.
<tb>  Schwefelsäure
<tb>  3 <SEP> 4-Amino-1,1'-azobenzol-4'-sulfon- <SEP> 1-Amino-3-methyl-benzol <SEP> orange- <SEP> blau
<tb>  säure <SEP> braun
<tb>  4 <SEP> do. <SEP> 1-Amino-2,5-dimethyl-benzol <SEP> do. <SEP> do.
<tb>  5 <SEP> do. <SEP> 1-Amino-2-methoxy-5-methyl- <SEP> do. <SEP> do.
<tb>  benzol
<tb>  6 <SEP> do. <SEP> 1-Amino-2-methoxy-benzol <SEP> do. <SEP> do.
<tb>  7 <SEP> do. <SEP> 1-Amino-benzol-2-carbonsäure <SEP> do. <SEP> do.
<tb>  8 <SEP> do. <SEP> 1-Amino-naphthalin <SEP> braun <SEP> blau  grün
<tb>  9 <SEP> do. <SEP> 1-Amino-naphthalin-6-sulfonsäure <SEP> do. <SEP> do.       
EMI0003.0001     
  


Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen der Stilbenreihe, dadurch gekennzeichnet, dass man 1 Mol 4,4'-Dinitro-1,1'-stilben- bzw. -dibenzyl-2,2'-disulfonz säure und 0,7-1 Mol einer Mono- oder Disazover- bindung, welche eine primäre oder sekundäre Amino- gruppe und gegebenenfalls noch weitere Substituenten enthält,
    gegebenenfalls in Form ihrer Metallkomplex verbindung in alkalimetallhydroxyd-alkalischer Lö sung bei einer Temperatur von 60-85 C so lange aufeinander einwirken lässt, bis sich gerade keine 4,4'-Dinitro-1,1'-stilben- bzw. -dibenzyl-2,2'-disulfon- säure mehr nachweisen lässt, hierauf in der Nitroazo- verbindung bzw.
    Nitroazoxyverbindung die Nitro- gruppe zur Aminogruppe reduziert, die erhaltene Aminoazoverbindung diazotiert und die Diazoverbin- dung mit einer Azokomponente der Benzol- oder Naphthalinreihe kuppelt,
    welche eine diazotierbare Aminogruppe oder eine in eine solche überführbare Acylaminogruppe trägt und sonst noch weitere Sub- stituenten enthalten kann. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die, Komponenten als weitere Sub- stituenten zur Metallkomplexbildung befähigende ent halten. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die im erhaltenen Azofarb- stoff gegebenenfalls vorhandene, in eine diazotierbare Aminogruppe überführbare Acylaminogruppe durch Hydrolyse in eine solche überführt.
CH342319D 1955-05-18 1955-05-18 Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen der Stilbenreihe CH342319A (de)

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