CH345646A - Verfahren zur Darstellung einer Verbindung der Androstenreihe - Google Patents

Verfahren zur Darstellung einer Verbindung der Androstenreihe

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CH345646A
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Djerassi Carl
Rosenkranz George
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American Syntex Inc
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C07—ORGANIC CHEMISTRY
    • C07J—STEROIDS
    • C07J1/00—Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, not substituted in position 17 beta by a carbon atom, e.g. estrane, androstane
    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C07—ORGANIC CHEMISTRY
    • C07J—STEROIDS
    • C07J75/00—Processes for the preparation of steroids in general

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Description


      Verfahren    zur Darstellung einer Verbindung der     Androstenreihe       Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur  Darstellung von     J4-19-Nor-17a-äthynil-androsten-          17p-ol-3-on.     



  Im Anschluss an die Darstellung von     19-Nor-          progesteron    wurde gefunden, dass diese Verbindung  eine noch stärkere     progestatische    Wirkung besitzt als  das Progesteron selbst. Gemäss der vorliegenden Er  findung können analog dem für die Darstellung von       19-Nor-progesteron    angewendeten Verfahren auch    Verbindungen der     19-Nor-androstenreihe,    z. B. d     4-          19-Norandrosten-3,17-dion,    erhalten werden.  



  Wenn man die     3-Ketogruppe    dieser Verbindung,  z: B. durch Bildung eines     Enoläthers,    schützt und den  entstandenen     3-Enoläther    mit geeigneten Reagenzien  behandelt, kann man das 4     4-19-Nor-17a-äthynil-          androsten-17ss-ol-3-on    erhalten.

   Diese Verbindung  hat eine stärkere     progestatische    Wirkung als das  homologe     Äthyniltestosteron.       Für die nach der Erfindung erhaltene Verbindung ist nachstehende Formel charakteristisch:  
EMI0001.0019     
    Gegenstand des vorliegenden Patentes ist ein Ver  fahren zur Herstellung dieser Verbindung, welches  dadurch gekennzeichnet ist, dass man auf einen nie  deren     Alkyläther    eines     östrons    ein     Alkalimetall    in  flüssigem Ammoniak einwirken lässt, das Reaktions  produkt mit einer Mineralsäure     hydrolysiert,    mit  Chromsäure oxydiert, um 44-19-Norandrosten-3,17-         dion    zu bilden,

   einen     3-Enoläther    des     Dions    darstellt,  diesen Äther mit Acetylen in Gegenwart eines     Alkali-          alkoxyds    zur Reaktion bringt und die entstehende  Verbindung mit einer Mineralsäure     hydrolysiert.    Die  ses Verfahren lässt sich durch die folgenden Formeln  veranschaulichen.    
EMI0002.0001     
    In der vorstehend aufgeführten Formel kann R  eine niedere     Alkylgruppe,    z.

   B:     Methyl    oder Äthyl,       R1    entweder eine niedere     Alkylgruppe,    wie     Methyl     und Äthyl, einen     Benzylrest    oder eine von den     andern     Gruppen darstellen, die in einem     Enoläther    erschei  nen, wie er gewöhnlich bei der Darstellung der       3-Ketogruppe    von Steroiden verwendet wird. Es  können     also    statt der     Alkyl-    oder     Benzyl-Enoläther     auch     Benzylthioenoläther    oder andere     Thioenoläther     in dieser Reaktion Verwendung finden.  



  Zur Ausführung des Verfahrens gemäss der Er  findung wird     vorteilhaft    wie folgt vorgegangen: Der  niedere     3-Alkyläther,    z. B.     3-Methoxyöstron,    wird  in einem Lösungsmittel, z. B. wasserfreiem     Dioxan,     gelöst. Der mechanisch gerührten Lösung wird was  serfreies flüssiges Ammoniak und ein     Alkalimetall,     z. B.     Lithium    oder Natrium, zugesetzt. Nach kurzem,  z. B. einstündigem, Rühren wird Äthanol zugesetzt.

    Wenn die Reaktion beendet ist und die Blaufärbung  verschwunden ist, wird Wasser     zugesetzt,    das Am  moniak im Dampfbad ausgetrieben und das Produkt  mit 2 Liter Wasser     aufgenommen.    Nach Extraktion  mit einem Lösungsmittel, z. B.. Äther, und     Athyl-          acetat    und nachfolgendem     Eindampfen    zur Trockne  im Vakuum wird ein gelbes Öl erhalten, das     in    einem  Lösungsmittel wie Methanol gelöst und eine Stunde  mit einer Mineralsäure, z. B. Salzsäure, am     Rückfluss     gekocht wird.  



  Nach der Reinigung, Extraktion usw. wurde so  ein gelbes Öl mit dem für 4     4-3-Ketone        kennzeich-          nenden    ultravioletten Absorptionsmaximum erhal  ten. Durch Zusatz von Chromsäure     in    essigsaurer  Lösung zu der     gerührten    essigsauren Lösung des Öls  bei einer unterhalb     20     liegenden Temperatur wird  das Öl     oxydiert    und unter Reinigung das Oxydations-         produkt        (d4-19-Norandrosten-3,17-dion)    abgeschie  den.  



  Der     Enoläther    wird mittels     Äthylorthoformiat    ge  bildet. Der     Enoläther    wird nach Lösung in einem  Lösungsmittel, wie wasserfreiem Äther, mit Acetylen  in     Gegenwart    eines     Alkalialkoxyds,    z. B. der Kalium  verbindung     des    tertiären     Amylalkohols,    zur Reaktion  gebracht. Das Reaktionsprodukt wird mit einer Mi  neralsäure     hydrolysiert.     



  <I>Beispiel</I>  7,5 g     3-Methoxyöstron    wurden in 750     cm3    was  serfreiem     Dioxan    in einem     dreihalsigen    Kolben in  einen mit Watte isolierten Kasten gebracht und unter  Rühren 2 Liter wasserfreies flüssiges Ammoniak und  15 g     Lithium    in Drahtform zugegeben. Nach ein  stündigem Rühren wurden 150     cm3        abs.        Äthanol    so  rasch zugesetzt, dass kein Stossen erfolgte. Nach Ver  schwinden der Blaufärbung wurden 500     cm3    Wasser  in der gleichen Weise zugegeben.

   Dann wurde das  Ammoniak im Dampfbad ausgetrieben und das Pro  dukt mit 2 Liter Wasser aufgenommen, mit Äther,  danach mit     Äthylacetat        extrahiert,    der gesamte Ex  trakt neutral gewaschen und im Vakuum zur Trockne  eingedampft.  



  Es wurden 7,4 g eines gelblich gefärbten Öls ge  wonnen, die in 400     cm3    Methanol gelöst und eine  Stunde lang mit 150     cm3    4n     Salzsäure    am     Rückfluss     gekocht wurden. Das Gemisch wurde in eine Koch  salzlösung gegossen,     mit        Athylacetat        extrahiert,    neu  tral gewaschen, getrocknet und     zur    Trockne ein  gedampft. Das so gewonnene gelbe Öl hatte das für  d     4-3-Ketone    kennzeichnende ultraviolette Absorp  tionsmaximum bei     240,uit    (log E 4,31).  



  Einer Lösung dieses Öls in Essigsäure wurde  unter Rühren mit Einhaltung einer Temperatur unter      20  eine Lösung von 2,7 g Chromsäure in 20     cm3     Wasser und 100     cm3    Essigsäure zugesetzt. Nach       11/2stündigem    Stehen wurden 50     cm3    Methanol zu  gesetzt und das Gemisch im Vakuum (20 mm) ein  geengt, der Rückstand mit Äther extrahiert, neutral  gewaschen und zur Trockne verdampft. Der halb  kristallinische Rückstand (7 g) wurde über Tonerde       chromatographiert.    Die Fraktionen ergaben nach dem  Ausziehen mit Äther 3,2 g d     4-19-Nor-androsten-          3,17-dion    vom     Smp.    163-167 .  



  Bei Ersatz des     Lithiums    durch 15g Natrium  wurde das gleiche Ergebnis erhalten.  



  Eine Lösung von 2 g     d4-19-Norandrosten-3,17-          dion    und 0,4 g     Pyridinchlorid    in 50     cm3        thiophen-          freiem    Benzol wurde durch Destillation entwässert  und nach Zusatz von 4     cm3    Alkohol     abs.    und 4     cm3          Äthylorthoformit    3 Stunden am     Rückfluss    gekocht.

    5     em3    des Gemisches wurden dann destilliert, und  nach Zusatz von weiteren 4     cm3        Athylorthoformiat     wurde weitere 2 Stunden am     Rückfluss    erhitzt. Dann  wurde im Vakuum zur Trockne eingedampft und der  Rückstand mit Äther aufgenommen, gewaschen, ge  trocknet und zur Trockne eingedampft. Der erst aus       Hexan-Aceton    und dann aus Äther kristallisierte  Rückstand liefert das d     3.5-19-Nor-3-Äthoxy-andro-          stadien-17-on    vom     Smp.    l40-142 ,     [a]D    - 83,05 ,  ultraviolettes Absorptionsmaxima bei<I>242</I>     my    (log  E 4,4).  



  1 g metallisches Kalium wurde in 25     cm3    ter  tiärem     Amylalkohol    durch Erhitzen unter Stickstoff  gelöst, 1 g d     3.5-19-Nor-3-äthoxy-androstadien-17-on,     gelöst in 25     cm3    wasserfreiem     Toluol,    zugesetzt und  15 Minuten lang Stickstoff durchgeleitet. Dann wurde  sorgfältig getrocknetes und gereinigtes Acetylen 14  Stunden lang bei gewöhnlicher Temperatur durch    die mechanisch     gerührte    Lösung geleitet.

   Das Ge  misch wurde dann in Wasser gegossen,     mit    verdünn  ter Salzsäure auf     pH    1 angesäuert, 30 Minuten auf  dem Dampfbad erhitzt und dann zwecks Entfernung  der organischen Lösungsmittel mit Dampf destilliert.  Der Rückstand wurde filtriert, getrocknet und mehr  mals aus     Äthylacetat    kristallisiert. Das so erhaltene  d     4-19-Nor-17a-äthynil-androsten-17ss-ol-3-on        schmolz     bei     198-200     (im     Schwefelsäurebad)    200-204        (Kofler),        [a]D    - 31,73, ultraviolettes Absorptions  maximum bei 240     ,up.    (log E 4,38).

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Darstellung einer Verbindung der Androstenreihe von der Formel EMI0003.0049 dadurch gekennzeichnet, dass man auf einen niederen Alkyläther eines Östrons ein Alkalimetall in flüs sigem Ammoniak einziehen lässt, das Reaktionspro dukt mit einer Mineralsäure hydrolysiert, mit Chrom säure oxydiert, um d 4-19-Norandrosten-3,17-dion zu bilden, einen 3-Enoläther des Dions darstellt,
    diesen Äther mit Acetylen in Gegenwart eines Alkalialkoxyds zur Reaktion bringt und die entstehende Verbindung mit einer Mineralsäure hydrolysiert.
CH345646D 1951-11-22 1952-11-17 Verfahren zur Darstellung einer Verbindung der Androstenreihe CH345646A (de)

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