CH351050A - Verfahren zur Herstellung von kupferhaltigen o,o'-Dioxy-azoverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von kupferhaltigen o,o'-Dioxy-azoverbindungen

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CH351050A
CH351050A CH351050DA CH351050A CH 351050 A CH351050 A CH 351050A CH 351050D A CH351050D A CH 351050DA CH 351050 A CH351050 A CH 351050A
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CH
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copper
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dioxy
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Rolf Dr Puetter
Fritz Dr Suckfuell
Horst Dr Nickel
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Bayer Ag
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09B—ORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B41/00—Special methods of performing the coupling reaction

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description


  Verfahren zur Herstellung von kupferhaltigen     o,o'-Dioxy-azoverbindungen       Es ist bekannt, symmetrische     Azofarbstoffe    der       Benzolreihe    durch     Einwirkung        ammoniakahscher          Kupfer-(I)-salzlösung    auf     Benzoldiazoniumverbindun-          gen    herzustellen.

   Es wird auf     Vorländer,    Annalen  320, Seite 122,     verwiesen.    Nach den Angaben dieser  Literaturstelle erhält man jedoch mit höher moleku  laren Aminen, wie beispielsweise     Naphthylamin,          Benzidin,        Aminoazobenzol    u. a., in überwiegender  Menge harzige, amorphe Substanzen.     o-Oxy-diazo-          verbindungen    werden im Zusammenhang mit der  oben angeführten Reaktion von     Vorländer    nicht er  wähnt.  



  Es wurde nun gefunden, dass man wertvolle  kupferhaltige     o,o'-Dioxy-azoverbindungen    erhält,  wenn man o -     Oxy    -     diazoverbindungen    mit     ammo-          niakalischer        Kupfer-(I)-salzlösung    behandelt. Dabei  ist es zweckmässig, durch geeignete Vorkehrungen  eine Oxydation der     Kupfer-(I)-salzlösung    durch Luft  sauerstoff zu vermeiden.

   Die Umsetzung führt auch  dann zu brauchbaren Ergebnissen, wenn die     o-Oxy-          diazoverbindungen    Reste enthalten, die eine wesent  liche Erhöhung des     Molekulargewichts    bewirken, wie  beispielsweise eine     Arylazogruppe    oder eine mit einer       Arylsulfonsäuregruppe    veresterte     Oxygruppe.     



  Für das Verfahren geeignete     o-Oxy-diazoverbin-          dungen    sind beispielsweise:     1-Diazo-2-oxy-naphtha-          lin-4-sulfonsäure,    1     Diazo-2-oxy-6-nitro-naphthalin-          4-sulfonsäure,        4-(4'-Sulfo-phenyl)-azo-l-diazo-2-oxy-          naphthalin    oder die in der     5-Stellung        O-arylsulfonierte          1,5-Dioxy-2-diazo-naphthalin-7-sulfonsäure    u. a.  



  Die     erfindungsgemäss        erhältlichen    Kupfer  komplexe von     o,o'-Dioxy-azoverbindungen    sind zum  überwiegenden Teil neu;     ihre    Herstellung nach an  dern, bekannten Verfahren ist nicht oder nur schwie  rig durchführbar. Sie können für sich als Farbstoffe  oder als Zwischenprodukte zum     Aufbau    von     Dis-          und        Polyazofarbstoffen    verwendet werden.    In den folgenden Beispielen verhalten sich Ge  wichtsteile zu     Volumteilen    wie Gramm zu Milli  liter.

      <I>Beispiel 1</I>  25 Gewichtsteile     1-Diazo-2-oxy-naphthalin-4-          sulfonsäure    werden     in.    200     Volumteilen    Wasser ver  rührt. Zu der Mischung fügt man bei Raumtempera  tur 42     Volumteile    Ammoniak     (2511/o)    und unmittel  bar darauf eine     ammoniakalische        Kupfer-(I)-salz-          lösung,    die wie folgt erhalten wird:

   25 Gewichtsteile       krist.        Kupfersulfat    werden in 100     Volumteilen    Wasser  gelöst, unter Kühlung setzt man bei 0-l0  42     Vo-          lumteile    Ammoniak     (25o/aig)    und     anschliessend    eine  Lösung von 7 Gewichtsteilen     Hydroxylaminhydro-          chlorid    in 25     Volumteilen    Wasser zu, die in der  Kälte     mit    10     Volumteilen        Natronlauge    (40      B6)    ver  setzt wurde.  



  Die Reaktion setzt unter Gasentwicklung ein und  ist nach 5 Stunden beendet. Die violette Lösung  wird von einem geringen Rückstand getrennt, mit       2011/o    Kochsalz (auf das Volumen berechnet) ver  setzt und unter Aussenkühlung schwach essigsauer  gestellt. Der erhaltene Kupferkomplex des     Azofarb-          stoffes    der folgenden Zusammensetzung:  
EMI0001.0076     
    scheidet sich kristallin ab und wird abgesaugt. Der  Farbstoff     lässt    sich aus Wasser     unter    Zusatz von Na  triumchlorid     umkristallisieren.    Man erhält nach dem  Trocknen ein dunkles Pulver, das sich in kaltem  Wasser sehr leicht     mit    rotvioletter Farbe löst.

        <I>Beispiel 2</I>  29,5 Gewichtsteile     1-Diazo-2-oxy-6-nitro-naph-          thaa-4-sulfonsäure    werden in 230     Volumteilen     Wasser bei Raumtemperatur     verrührt.    Man versetzt  die Mischung mit 42     Volumteilen        Ammoniak          (25%ig)        und        unmittelbar        darauf        mit        einer        gemäss     Beispiel 1 aus 25 Gewichtsteilen Kupfersulfat berei  teten     ammoniakalischen        Kupfer-(I)

  -salzlösung.    Nach  dem Rühren über Nacht hat sich das Reaktions  produkt abgeschieden. Nach     Isolierung    und Um  lösung aus Wasser erhält man den Kupferkomplex  des     Monoazofarbstoffes    der folgenden Formel:  
EMI0002.0018     
    Der Farbstoff stellt getrocknet     ein    dunkles  Pulver dar, das sich     in    Wasser mit ähnlicher Farbe,  jedoch wesentlich schwerer löst als die nach Beispiel  1 erhaltene,     nitrogruppenfreie    Verbindung.

      <I>Beispiel 3</I>  40,6 Gewichtsteile     Diazoxyd    der gemäss Beispiel  5 des deutschen Patentes     Nr.962797    erhaltenen  o -     Oxy    -     diazoverbindungen    folgender Zusammen-  
EMI0002.0026     
  
    setzung:

   <SEP> 0---@N
<tb>  H03S@<B>1</B>
<tb>  - <SEP> N
<tb>  <B>y3</B>
<tb>  CD-SO2- <SEP> <B>O</B>       werden in 200     Volumteilen    Wasser     verrührt.    Zu der  Mischung werden bei Raumtemperatur     möglichst     kurz     nacheinander    42     Volumteile    Ammoniak       (25        %        ig)

          und        eine        gemäss        Beispiel    1     aus        25        Ge-          wichtsteilen    Kupfersulfat bereitete     ammoniakalische          Kupfer-(I)-salzlösung    gegeben.  



  Die Reaktion setzt unter Gasentwicklung und       Farbtonänderung    ein. Nach Beendigung der Reak  tion wird die     Abscheidung    des erhaltenen Produktes  durch Zugabe von etwa 5 Gewichtsteilen Natrium  chlorid vervollständigt. Man erhält den Kupfer  komplex des     Monoazofarbstoffes    der folgenden For  mel:  
EMI0002.0048     
    Der Farbstoff stellt nach dem Trocknen ein       dunkles    Pulver dar, das sich in Wasser mit violetter  Farbe löst.

   Durch     natronalkalische        Verseifung    unter  den     üblichen        Bedingungen    lassen sich die beiden  O -     Benzolsulfonylgruppen    abspalten, wobei der  Farbton nach der blauen Seite hin verschoben wird.  



  Durch Behandeln mit     Mineralsäure    lässt sich der  so erhaltene Kupferkomplex in den     metallfreien     Farbstoff überführen.  



  <I>Beispiel 4</I>  35,4 Gewichtsteile der gemäss Beispiel 1 der  deutschen     Patentschrift    Nr. 962797 erhaltenen         o-Oxy-diazoverbindung    der folgenden Zusammen  setzung:  
EMI0002.0059     
    werden in ähnlicher Weise wie im Beispiel 3 angege  ben mit     ammoniakalischer        Kupfer-(I)-salzlösung    um  gesetzt. Man erhält den Kupferkomplex des     Trisazo-          farbstoffes    der folgenden Formel:  
EMI0002.0064     
    der in Wasser mit grüner Farbe löslich ist.  



  Der     Farbstoff    zieht auf Baumwolle und liefert  grüne Färbungen von sehr     guter    Lichtechtheit.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung kupferhaltiger o,o'-Di- oxy-azoverbindungen, dadurch gekennzeichnet, dass man o-Oxy-diazoverbindungen mit ammoniakalischer Kupfer-(I)-salzlösung behandelt.
CH351050D 1955-08-19 1956-07-19 Verfahren zur Herstellung von kupferhaltigen o,o'-Dioxy-azoverbindungen CH351050A (de)

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