CH289989A - Verfahren zur Herstellung eines kupferhaltigen Disazofarbstoffes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines kupferhaltigen Disazofarbstoffes.

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      verfahren        zur    Herstellung eines kupferhaltigen     Disazofarbstoffes.            Iss    wurde gefunden, dass man zu einem  wertollen kupferhaltigen     Disazofarbstoff    ge-    langt, wenn man auf einen     Disazofarbstoff     der Formel  
EMI0001.0007     
    worin X einen sich bei der     Metallisierung    ab  spaltenden Rest bedeutet, kupferabgebende  Mittel in der Weise einwirken lässt, dass die       Kupferverbindung    des     o,o'-Dioxyazofarbstof-          fes    entsteht.  



  Der neue Farbstoff bildet ein dunkel ge  färbtes Pulver, welches sich in Wasser mit  blaustichig roter Farbe löst und Baumwolle    in reinen, lichtechten, bordeauxroten Tönen  färbt.  



  Der     Disazofarbstoff    der obigen Formel  kann     dureh    alkalische Kupplung einer     diazo-          tierten        1-Aminobenzol-3-sulfonsäure,    welche in       6-Stellung    den erwähnten     Substituenten-OX     aufweist, mit dem     Monoazofarbstoff    der Zu  sammensetzung  
EMI0001.0020     
    hergestellt werden. Der     Substituent        -0X          kann    eine     Alkoxygruppe    (z.

   B.     Äthoxy-    oder  insbesondere     Methoxy-)    oder     Oxygruppe    sein.    Der     Monoazofarbstoff    der oben angegebe  nen Zusammensetzung kann hergestellt wer  den, indem man ein     Mol        Cyanurbromid    oder      vorzugsweise     Cyanurchlorid    mit einem     Mol          2-Amino-5-oxy-naphthalin-7-sulfonsäure,    einem       Mol    des     Aminoazofarbstoffes    der Formel  
EMI0002.0006     
    worin A ein Wasserstoffatom oder vorzugs  weise einen     -02S-Arylrest    darstellt,

   und  einem     Mol        Aminobenzol    kondensiert und, so  fern A einen     -02S-Arylrest    bedeutet, diesen  abspaltet. Die beiden ersterwähnten Konden  sationen können in beliebiger Reihenfolge vor  genommen werden. Die Kondensationen lassen  sich nach an sich bekannten, für Umsetzun  gen von     Cyanurhalogeniden    mit Aminen ge  bräuchlichen Methoden durchführen.

   So emp  fiehlt es sich, die     Umsetzungstemperatur    und  den     pH-Wert    stufenweise zu erhöhen, indem  man die erste Kondensation beispielsweise bei  0  C und in stärker saurem Medium, die zweite  bei etwa 30  C und in etwas schwächer saurem  Medium und eine allfällige dritte Kondensa  tion bei etwa 80  C und bei einem     pH-Wert     ausführt, der sich durch einen erheblichen       Überschuss    an     Aminobenzol    ergibt.  



  Der     Aminoazofarbstoff    der letzterwähnten  Formel lässt sieh ebenfalls in an sich bekann  ter Weise herstellen, indem man eine     Diazo-          v        erbindung    der     8-p-ToluyIsulfoyloxy-l-amino-          naphthalin-3,6-disulfonsäure    mit     1-Amino-2-          methoxy-5-methylbenzol    kuppelt und hierauf       gewünschtenfalls    die     Arylsiilfoyloxygrnppe     zur     Oxygruppe    verseift.

   Diese     Verseifung    der       Arylsulfoyloxygruppe        (-0-A),    die, wie wei  ter oben angegeben, vorteilhaft auch. erst nach  erfolgter Kondensation des     Aminoazofarbstof-          fes    und der     2-Amino-5-oxynaphthalin-7-sulfon-          säure    mit dem     Cyanurhalogenid    erfolgen  kann, wird zum Beispiel durch Erwärmen in  verdünnter     Alkalihydroxydlösung    durchge  führt.

      Die     Kupplung    des dianotierten Amins der  Formel  
EMI0002.0038     
    mit dem     Monoazofarbstoff,    welcher den     Cya-          nurrest    enthält, erfolgt in alkalischem, bei  spielsweise     alkalicarbonatalkalischem    oder     erd-          alkalihydroxy        dalkalischem    Medium.  



  Die Behandlung mit den kupferabgeben  den Mitteln wird gemäss vorliegendem Ver  fahren in der Weise durchgeführt, dass die  komplexe Kupferverbindung des     o,o'-Dioxy-          azofarbstoffes    entsteht. Als kupferabgebende  Mittel kommen vorzugsweise die aus Kupfer  salzen, wie z. B. Kupfersulfat und Ammoniak  oder organischen Basen, wie     Pyridin,        Morpho-          lin    oder     Äthanolamin,    erhältlichen Kupfer  tetramminverbindungen in Betracht. Die Um  setzung mit dem kupferabgebenden Mittel er  folgt zweckmässig bei erhöhter Temperatur,  z. B. bei etwa 80 bis 90  C.

   Sofern der     Sub-          stituent        -0X    im Ausgangsstoff nicht eine       Oxygruppe,    sondern eine     Alkoxygruppe    dar  stellt, empfiehlt es sich, die Behandlungs  dauer mit dem kupferabgebenden Mittel auf  mehrere Stunden auszudehnen, um eine prak  tisch vollständige Umwandlung in den Kup  ferkomplex des     o,o'-Dioxyazofarbstoffes    zu er  zielen.  



  <I>Beispiel 1:</I>  20,3 Teile     1-Amino        9-methoxybenzol-5-sul-          fonsäurewerden    dianotiert, und die     Diazover-          bindung    wird in     natriumcarbonatalkalischer     Lösung mit 87,4 Teilen des Kondensations  produktes gekuppelt, welches man auf fol  gende     Weise    erhält  Eine schwach     laekmussaure    Lösung des       Natriumsalzes    von 23,9 Teilen     2-Amino-5-oxy-          naphthalin-7-sulfonsäure    lässt man in 30 Mi  nuten in eine feine Suspension von 18,

  4 Teilen       Cyanurehlorid    in 300 Teilen Wasser zuflie  ssen. Man rührt bei 10  und lässt in 2 bis 3  Stunden eine Lösung von 5,3 Teilen wasser-      freiem     Natriumcarbonat    in 50 Teilen Wasser       zutropfen,    wobei die schwach kongosaure Re  aktion des Gemisches nie verschwinden darf.

    Man rührt nachher noch 1 Stunde bei 10 bis  15  und lässt zu dem primären Kondensations  produkt eine schwach alkalische Lösung von  62 Teilen des     Monoazofarbstoffes    aus dem di  anotierten     Toluolsulfonsäureester    der     1-Amino-          8-oxynaphthalin-3,6-disulfonsäure    und     1-          Atnino-2-methoxy-5-methylbenzol,    in 20 Minu  ten zufliessen, wobei die Temperatur auf 25  bis 30  steigen darf.

       lLTun    wird     innerhalb    meh  rerer Stunden eine Lösung von 4 Teilen was  serfreiem     Natriumcarbonat    in 50 Teilen Was  ser     zugetropft,    und     zwar    gerade so rasch, dass  der     pH-VV        ert    des Reaktionsgemisches nicht  über 6,0 geht. Man rührt noch über Nacht  bei 20 bis 30 . Man versetzt alsdann mit 20  Teilen     Aminobenzol    und erwärmt 3 Stunden  auf 90 bis     9511.     



  Zwecks Abspaltung des     Toluolsulfonsäure-          restes    wird die Lösung des     Kondensationspro-          duktes        mit        einer        solchen        Menge        30        %        iger        Na-          triumhydroxydlösung    versetzt, dass das Reak  tionsgemisch einen     Natriumhydroxydgehalt     von 2      /o    aufweist,

   auf 80 bis 85  erwärmt und  eine Stunde lang bei dieser Temperatur     ge-          halten.        Hierauf        wird        die        Lösung        mit        30        %        iger     Salzsäure bis zur schwach     brillantgelbalkali-          sehen    Reaktion versetzt,

   das fertige Konden  sationsprodukt aasgesalzen und     abfiltriert.       Der aus diesem     Kondensationsprodukt     gemäss obigen Angaben erhaltene     Disazofarb-          stoff    wird     aasgesalzen,        abfiltriert    und in  2000 Teilen warmem Wasser gelöst.

   Die     Lö-          sung        wird        mit        60        Teilen        25        %        igem        Ammoniak     und 27 Teilen kristallisiertem     Kupfersulfat,     gelöst, in 100 Teiler Wasser, versetzt und    5 Stunden auf 80 bis 90  erwärmt. Der Kup  ferkomplex wird nun     aasgesalzen,    filtriert  und getrocknet.  



  <I>Beispiel 2:</I>  18,9 Teile     2-Amino-l-'oxybenzol-4-sulfon-          säure    werden wie üblich     diazotiert;    die     Diazo-          verbindung    wird mit     Natriumbicarbonat    neu  tralisiert und bei 10  in eine wie folgt vor  bereitete Lösung eingetragen:

    87,4 Teile des     ternären    Kondensationspro  duktes, erhalten nach der Methode des Bei  spiels 1 durch     Kondensation    von einem     Mol          Cyanurchlorid    mit einem     Mol        2-Amino-5-oxy-          naphthalin-7-sulfonsäure,    einem     Mol    des     Mono-          azofarbstoffes    aus dianotiertem     Toluolsulfon-          säureester    der     1-Amino-8-oxynaphthalin-3,

  6-          disulfonsäure    und     1-Amino-2-methoxy-5-me-          thylbenzol,        einem        Mol        Aminobenzol        -und    an  schliessende Abspaltung des     TOlliolSlllfonsäure-          restes    werden als     Natriiunsalz    in 800 Teilen  warmem Wasser gelöst,

   mit 100 Teilen     einer          25        %        igen        Calciumhydroxyd-Suspension        ver-          setzt    und auf 10  gekühlt.  



  Nach mehrstündigem Rühren     erwärmt     man auf 50 , gibt 40 Teile wasserfreies     Na-          triumcarbonat    hinzu, filtriert vom ausgefal  lenen     Calciumcarbonat    ab und erwärmt die  Lösung des Farbstoffes mit einer Lösung von  25 Teilen     kristallisiertem    Kupfersulfat, gelöst  in 100 Teilen Wasser     und    60 Teilen     25o/oigem     Ammoniak, eine Stunde auf 80 . Der Kupfer  komplex wird in üblicher Weise aufgearbeitet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines kupfer haltigen Disazofarbstoffes, dadurch gekenn zeichnet, dass man auf einen Disazofarbstoff der Formel EMI0003.0110 worin X einen sich bei der Metallisierung ab spaltenden Rest bedeutet, kupferabgebende Mittel in der Weise einwirken lässt, dass die Kupferverbindung des o,o'-Dioxyazofarbstof- fes entsteht. Der neue Farbstoff bildet ein dunkel ge färbtes Pulver, welches sich in Wasser mit blaustichig roter Farbe löst und Baumwolle in reinen, lichtechten bordeauxroten Tönen färbt. UNTEUANSPRLTCHE 1.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als Ausgangs stoff denjenigen Farbstoff der angegebenen Formel verwendet, bei welchem -0X eine Methoxygruppe darstellt. 9. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als Ausgangs stoff denjenigen Farbstoff der angegebenen Formel verwendet, bei welchem -0X eine Oxygruppe darstellt.
CH289989D 1950-07-07 1950-07-07 Verfahren zur Herstellung eines kupferhaltigen Disazofarbstoffes. CH289989A (de)

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