CH355548A - Verfahren zur Herstellung von Monoazofarbstoffen und deren Metallkomplexverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Monoazofarbstoffen und deren Metallkomplexverbindungen

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CH355548A
CH355548A CH355548DA CH355548A CH 355548 A CH355548 A CH 355548A CH 355548D A CH355548D A CH 355548DA CH 355548 A CH355548 A CH 355548A
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Gerhard Dr Dittmar
Rolf Dr Puetter
Walter Dr Scholl
Fritz Dr Suckfuell
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Bayer Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B45/00Complex metal compounds of azo dyes
    • C09B45/02Preparation from dyes containing in o-position a hydroxy group and in o'-position hydroxy, alkoxy, carboxyl, amino or keto groups
    • C09B45/14Monoazo compounds

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Description


  Verfahren zur Herstellung von     Monoazofarbstofen    und deren     Metallkomplexverbindungen       Es wurde gefunden, dass man wertvolle     Mono-          azofarbstoffe    erhält, wenn man     diazotierte    Amine  der Formel  
EMI0001.0006     
    mit     sulfonsäure-    und     carbonsäuregruppenfreien    Kupp  lungskomponenten vereinigt, die in Nachbar-Stellung  zu einer zur     Metallkomplexbildung    befähigten  Gruppe kuppeln.

   Die so erhaltenen     Azofarbstoffe     können mit metallabgebenden, vorzugsweise     chrom-          und        kobaltabgebenden,    Mitteln behandelt werden. In  der Formel bedeutet einer der beiden Reste X Wasser  stoff und der andere eine     Hydroxyl-    oder     Alkoxy-          gruppe.     



  Die Kupplung erfolgt     zweckmässigerweise    in alka  lischem Medium, gegebenenfalls unter Zusatz kupp  lungsfordernder Mittel, wie     Pyridin,        Formamid    u. a.  



  Die in dem vorliegenden Verfahren zur Anwen  dung kommenden     Diazokomponenten    können wie  folgt hergestellt werden:  
EMI0001.0021     
    Das im Beispiel 4 der deutschen     Patentschrift     Nr. 920129 beschriebene Amin der Formel  
EMI0001.0023     
    wird in bekannter Weise     diazotiert    und mit     2-Uxy-          naphthalin-3,6-disulfonsäure    gekuppelt. Der erhal  tene     Monoazofarbstoff    der Zusammensetzung  
EMI0001.0028     
    wird nach dem Verfahren der deutschen Patent  schrift Nr. 571859 unter Austausch des Chloratoms  gegen eine     Hydroxylgruppe    in den Kupferkomplex  übergeführt.

   Durch Behandlung mit starken Mine  ralsäuren wird der Komplex zerstört und der metall  freie     Monoazofarbstoff    durch energische Reduktions  mittel, wie     Zinn-II-chlorid,        Titan-III-chlorid,        Na-          triumdithionit    usw., an der     Azobrücke    aufgespalten.  Aus dieser Reduktionslösung lässt sich das     cyclische          Äthersulfon    der oben angegebenen Formel 1)     in     Form seiner     N-Acetylverbindung    (Schmelzpunkt 261 ,  u.     Zers.)    abscheiden.

   Der entsprechende     Methyläther       
EMI0002.0001     
    schmilzt bei 212 .  
EMI0002.0002     
    Das im Beispiel 1 der deutschen Patentschrift       Nr.920129        beschriebene    Amin wird in bekannter  Weise     diazotiert    und mit     2-Oxy-naphthalin-3,6-          disulfonsäure    gekuppelt.

   Der erhaltene     Monoazofarb-          stoff    entspricht der Formel:  
EMI0002.0010     
    Diese Verbindung wird dem Verfahren der oxy  dierenden     Kupferung,    gemäss deutscher Patentschrift  Nr. 807289,     unterworfen.    Wie     unter    (1) beschrieben,  wird nach     Entkupferung    reduktiv gespalten und das       Aminophenol    in Form seiner     N-Acetylverbindung     isoliert.  
EMI0002.0017     
    Der Mischschmelzpunkt der     Acetylverbindungen     von (1) und (2)  
EMI0002.0019     
  
EMI0002.0020     
    liegt bei 233 .  



  Als Kupplungskomponenten kommen definitions  gemäss solche Verbindungen in Betracht, die in  Nachbarstellung zu einer     Hydroxylgruppe    kuppeln  und die von     Sulfonsäure-    und     Carboxylgruppen    frei  sind.

   Es seien beispielsweise genannt:       Acetessigarylide,        Pyrazolone,        Oxynaphthaline,    die  in     Orthostellung    zur     Hydroxylgruppe    kuppeln,     Acyl-          aminonaphthole,        Acylalkyl-aminonaphthole,        Dioxy-          chinolin,        Dioxyisochinolin,        Naphthydrochinon-          methylensulfonäther,        Oxybenzole,    die in     Ortho-          stellung    zur OH-Gruppe kuppeln.  



  Die     Monoazofarbstoffe    sind bereits in vielen  Fällen zum Färben von Wolle und Materialien ähn  lichen     färberischen    Verhaltens nach dem     Einbad-          oder        Nachchromierungsverfahren    geeignet. Beson  ders wertvoll sind jedoch die in Substanz metallisier  ten Farbstoffe, besonders die Chrom- und Kobalt  komplexe. Bei ihrer Herstellung werden bevorzugt  solche     Metallisierungsverfahren    angewandt, die vor  zugsweise zu sogenannten 2:     1-Komplexen    führen.

    Solche     Metallisierungsverfahren    sind beispielsweise  für die Herstellung der Chromkomplexe die Um  setzungen mit     Chromaten    in Gegenwart reduzieren  der Kohlehydrate, für die Herstellung der Kobalt  komplexe die Umsetzungen mit Komplexen des drei  wertigen oder Salzen des zweiwertigen Kobalts.  



  Der     Metallisierung    können auch Gemische von  zwei     Monoazofarbstoffen    der genannten Konstitution  unterworfen werden; die     Metallisierung    kann auch  so ausgeführt werden,     däss    nur ein Farbstoff der  genannten Konstitution entspricht, während der  andere aus einer beliebigen Gruppe     metallisierbarer          Monoazofarbstoffe    ausgewählt wird.  



  Die dieser     Arbeitsweise    entsprechenden Misch  komplexe lassen sich in reiner Form gewinnen, wenn  man zuerst l:     1-Komplexe    darstellt und diese mit  einem weiteren Molekül eines anderen     Monoazofarb-          stoffs    zum unsymmetrischen 2 :     1-Mischkomplex    um  setzt.  



  Die nach dem erfindungsgemässen Verfahren er  hältlichen     Metallkomplexfarbstoffe    sind neu. Sie  eignen sich hervorragend zum Färben und Bedrucken  von Wolle, Seide, Leder und     wollähnlichen,    synthe  tischen Fasern aus Polyamiden und     Polyurethanen.     In vielen Fällen besitzen die Farbstoffe ein gutes  Ziehvermögen aus neutralem Bade; aus organisch  saurem Bade ziehen sie vollständig auf. Die Färbun  gen zeichnen sich durch sehr gute allgemeine Echt  heitseigenschaften aus.      In den folgenden Beispielen verhalten sich     Vo-          lumteile    zu Gewichtsteilen wie kg zu Liter.  



  <I>Beispiel 1</I>  a) 20,1 Gewichtsteile     6-Oxy-5-amino-benzoxa-          thiol-S-dioxyd    werden in 150     Volumteilen    Wasser und  35     Volumteilen    Salzsäure (D = 1,15) gelöst und nach       Abkühlung    auf 00 durch Zugabe von 6,9 Gewichts  teilen     Natriumnitrit    in 20     Volumteilen    Wasser     diazo-          tiert.     



  Die teilweise in gelben Flocken ausgefallene       Diazoverbindung    wird unter Rühren bei 0-50 zu  einer Lösung von 17,4 Gewichtsteilen     1-Phenyl-3-          methyl-5-pyrazolon    in 800     Volumteilen    Wasser,  12     Volumteilen    Natronlauge (400 B6) und 50 Ge  wichtsteilen Soda gegeben. Die Kupplung ist nach  wenigen Stunden beendet und der gebildete Mono  azofarbstoff wird isoliert. Er entspricht der Formel  
EMI0003.0017     
    und färbt Wolle nach dem Einbad- bzw. Nach  chromierungsverfahren     rotstichig    orange.  



  b) Der so erhaltene Filterkuchen wird in 2000       Volumteilen    Wasser und 20     Volumteilen    Natron  lauge (400 B6) bei 70  gelöst und geklärt. Zwischen  90 und 950 lässt man im Verlaufe von 15 Minuten  unter Rühren eine Lösung aus 8 Gewichtsteilen     Ka-          liumbichromat,    15 Gewichtsteilen Traubenzucker und  100     Volumteilen    Wasser     zutropfen.    Man hält das  Reaktionsgemisch noch 45 Minuten auf<B>950</B> und  scheidet den gebildeten Chromkomplex bei 60-700  durch Zugabe von 60 Gewichtsteilen Steinsalz ab. Er  stellt getrocknet ein braunes Pulver .dar, das Wolle  aus neutralem bis schwach saurem Bade     rotstichig     orange färbt.  



  c) Eine nach Beispiel la) erhaltene Farbstoff  paste wird in 2000     Volumteilen    Wasser und 20     Vo-          lumteilen    Natronlauge (400     Be)    bei 700 gelöst und  geklärt.

   Bei 900 lässt man eine Lösung     zutrbpfen,     die wie folgt bereitet wurde:  15 Gewichtsteile kristallisiertes     Kobaltsulfat    wer  den in 250     Volumteilen    Wasser kalt gelöst; diese  Lösung wird unter schnellem Rühren in 150,     Volum-          teilen    einer     25o/oigen        Ammoniaklösung    eingestürzt  und anschliessend mit 5     Volumteilen    30     o/o,igem    Was  serstoffperoxyd versetzt.  



  Die     Kobaltierung    ist in 5 Minuten beendet. Man  versetzt bei 50=600 mit 60 Gewichtsteilen Stein  salz und isoliert den     Kobaltkömplex.    Der Farbstoff    färbt Wolle aus neutralem bis schwach saurem Bade  in     gelbstichig    braunen Tönen.  



  Man erhält Farbstoffe     mit    ähnlichen Eigenschaf  ten, wenn man als     Azokomponente          1-(2',5'-Dichlor-phenyl)-3-methyl-5-pyrazolon,          1-(3'-Chlor-phenyl)-3-methyl-5-pyrazolon    oder       1-(3'-[p-Chlor-benzol]-sulfonyl-amino)-          phenyl-3-methyl-5-pyrazolon       verwendet.

      <I>Beispiel 2</I>    a) 20,1 Gewichtsteile     6-Oxy-5-amino-benzoxa-          thiol-S-dioxyd    werden, wie in Beispiel 1a) be  schrieben,     diazotiert.    22,3 Gewichtsteile     2-Oxy-          naphthalin-6-sulfonamid    werden in 400     Volumteilen     Wasser, 25     Volumteilen    Natronlauge (400 B6) und  150     Volumteilen        Pyridin    gelöst. In diese Lösung  lässt man die     Diazoniumsalzlösung    bei 0-50 unter  schnellem Rühren und gleichzeitiger Zugabe von  50     Volumteilen    Natronlauge (400     B6)    einlaufen.

   Nach  12 Stunden wird die Mischung durch Zugabe von  Wasser auf 6000     Volumteile    verdünnt und der Farb  stoff durch Zugabe von 420 Gewichtsteilen Steinsalz  abgeschieden. Er entspricht der Formel  
EMI0003.0061     
    Der Farbstoff färbt Wolle nach dem     Einbad-          bzw.        Nachchromierungsverfahren    braunviolett.  



  b) Die so erhaltene     Farbstoffpaste    wird in  2000     Volumteilen    Wasser und 20     Volumteilen    Na  tronlauge     (400B6)    bei 900 gelöst. Zwischen 90 und  950 lässt man im Verlaufe von     1/4.    Stunde unter  Rühren eine Lösung aus 8 Gewichtsteilen     Kalium-          bichromat,    15     Gewichtsteilen    Traubenzucker und  100     Volumteilen    Wasser     zutropfen.    Man     hält    das  Reaktionsgemisch noch 45 Minuten auf 950 und  scheidet den gebildeten Chromkomplex bei 60 bis  700 durch Zugabe von 100 Gewichtsteilen Steinsalz  ab.

   Es stellt getrocknet ein dunkelbraunes Pulver  dar, das Wolle aus organisch saurem Bade in braun  violetten Tönen echt und gleichmässig färbt.  



  c) Eine nach Beispiel 2a) erhaltene Farbstoff  paste wird in 2000     Volumteilen    Wasser und 20     Vo-          lumteilen    Natronlauge (400B6) bei 900 gelöst. Bei  dieser Temperatur lässt man eine Lösung     zutropfen,     die wie in Beispiel     1c)        beschrieben,    hergestellt ist.  



  Die     Kobaltierung    ist in wenigen Minuten beendet.  Man isoliert den     Kobaltkomplex    bei 400 durch Zu  gabe von 200 Gewichtsteilen     Steinsalz.    Der Farbstoff  stellt     getrocknet    ein rotbraunes Pulver dar und färbt  Wolle in neutralem bis schwach saurem Bade echt  und gleichmässig in     rotstichigen        Bordotönen.         Verwendet man in diesem Beispiel an Stelle von       2-Oxy-naphthalin-6-sulfonamid    äquivalente Mengen  der in Spalte     1I    der folgenden Tabelle aufgeführten    Kupplungskomponenten, so erhält man Chrom- bzw.

         Kobaltkomplexe,    die Wolle in den in Spalte     III    und  IV angegebenen Farbtönen färben.  
EMI0004.0005     
  
    I <SEP> II <SEP> III <SEP> IV
<tb>  Beispiel <SEP> Färbung <SEP> auf <SEP> Wolle
<tb>  Nr. <SEP> Kupplungskomponente <SEP> Chromkomplex <SEP> Kobaltkomplex
<tb>  3 <SEP> 2-Oxy-naphthalin <SEP> korinth <SEP> Bordeaux
<tb>  4 <SEP> 4'-Oxy-naphtho-(2',1':

  4,5)-oxathiol-S-dioxyd <SEP> blau <SEP> violett
<tb>  5 <SEP> Acetessigsäureanilid <SEP> rotstichig <SEP> gelb <SEP> grünstichig <SEP> gelb
<tb>  6 <SEP> 1-Methylsulfonyl-amino-7-oxy-naphthalin <SEP> grau-blau <SEP> korinth
<tb>  7 <SEP> 1-(2'-Chlor-benzoyl)-amino-7-oxy-naphthalin <SEP> grau <SEP> korinth
<tb>  8 <SEP> 1-(Carbomethoxy)-amino-7-oxy-naphthalin <SEP> grau <SEP> korinth
<tb>  9 <SEP> 1-(N-Methyl-N-methylsulfonyl)-amino- <SEP> korinth <SEP> Bordeaux
<tb>  7-oxy-naphthalin
<tb>  10 <SEP> 1,3-Dioxy-isochinolin <SEP> blaustichig <SEP> rot       <I>Beispiel 11</I>    a) 20,1 Gewichtsteile     4-Oxy-5-amino-benzoxa-          thiol-S-dioxyd    werden in 150     Volumteilen    Wasser  und 35     Volumteilen    Salzsäure (D = 1,15)

   gelöst und  nach Abkühlung auf 00 durch Zugabe von 6,9 Ge  wichtsteilen     Natriumnitrit    in 20     Volumteilen    Wasser       diazotiert.     



  Die teilweise ausgefallene     Diazoverbindung    wird    unter Rühren bei 0-5  zu einer Lösung von 36,4 Ge  wichtsteilen     1-(3'-[p-Chlor-benzol]-sulfonylamino)-          phenyl-3        -methyl    - 5 -     pyrazolon    in 400     Volumteilen     Wasser, 16     Volumteilen    Natronlauge und 50 Ge  wichtsteilen Soda gegeben. Die Kupplung ist nach  wenigen Stunden beendet und der gebildete     Mono-          azofarbstoff    wird isoliert.

   Er entspricht der Formel:  
EMI0004.0022     
    und stellt getrocknet ein gelbes Pulver dar, das Wolle  nach dem Einbad- bzw.     Nachchromierungsverfahren     orange färbt.  



  b) Der so erhaltene Filterkuchen wird in 2000       Volumteilen    Wasser und 30     Volumteilen    Natron  lauge (40      Be)    gelöst und geklärt. Zwischen 90 bis  950 lässt man im Verlaufe von 15 Minuten unter  Rühren eine Lösung von 8 Gewichtsteilen     Natrium-          bichromat    und 15 Gewichtsteilen Glucose in 100       Volumteilen    Wasser     zutropfen.    Man hält das Reak  tionsgemisch noch 30 Minuten auf 950 und isoliert  den gebildeten Chromkomplex bei 250 mit 160 Ge  wichtsteilen Steinsalz. Er stellt getrocknet ein rot  braunes Pulver dar, das Wolle aus neutralem bis  schwach saurem Bade orange färbt.  



  c) Eine nach Beispiel     11a)    erhaltene Farbstoff  paste wird in 2000     Volumteilen    Wasser und 30     Vo-          lumteilen    Natronlauge (400     Be)    gelöst und geklärt.    Bei 90  lässt man eine Lösung     zutropfen,    die aus  15 Gewichtsteilen kristallisiertem     Kobaltsulfat    nach  den Angaben des Beispiels     I        c)    bereitet wurde.  



  Die     Kobaltierung    ist in 5 Minuten beendet. Man  scheidet den     Kobaltkomplexfarbstoff    bei 50  mit 150  Gewichtsteilen Steinsalz ab. Der Farbstoff stellt ge  trocknet ein dunkelbraunes Pulver dar, das Wolle  aus neutralem bis schwach saurem Bade gelb färbt.  



  Man erhält Farbstoffe mit ähnlichen Eigenschaf  ten, wenn man als     Azokomponente        1-Phenyl-3-          methyl-5-pyrazolon,        1-(3'-Chlorphenyl)-3-methyl-5-          pyrazolon    oder     1-(2',5'-Dichlor-phenyl)-3-methyl-5-          pyrazolon    verwendet.  



  <I>Beispiel 12</I>  a) 20,1 Gewichtsteile     4-Oxy-5-amino-benzoxa-          thiol-S-dioxyd    werden in 150     Volumteilen    Wasser  und 35     Volumteilen    Salzsäure (D = 1,15) gelöst und      nach Abkühlung auf 0  durch Zugabe von 6,9 Ge  wichtsteilen     Natriumnitrit    in 20     Volumteilen    Wasser       diazotiert.     



  Die     Diazoverbindung    wird unter Rühren bei 150  zu einer Lösung von 23,7 Gewichtsteilen 1     Methyl-          sulfonylamino-7-oxynaphthalin    in 400     Volumteilen     Wasser, 12     Volumteilen    Natronlauge (40      B6),    50     Vo-          lumteilen        Pyridin    und 50 Gewichtsteilen Soda gege  ben. Nach 12 Stunden ist die Kupplung beendet.

    Man isoliert den Farbstoff, der der folgenden Formel  entspricht:  
EMI0005.0013     
    Er stellt getrocknet ein schwarzes Pulver dar, das  Wolle nach dem Einbad- bzw.     Nachchromierungsver-          fahren    grau färbt.  



  b) Der nach Beispiel 12a) erhaltene Filter  kuchen wird in 2000     Volumteilen    Wasser und 30     Vo-          lumteilen    Natronlauge (400     B6)    heiss gelöst. Zwischen       90-95     lässt man im Verlaufe von 15 Minuten  unter Rühren eine Lösung aus 8 Gewichtsteilen     Na-          triumbichromat,    15 Gewichtsteilen Traubenzucker  und 100     Volumteilen    Wasser     zutropfen.    Man hält  das Reaktionsgemisch noch 45 Minuten auf 950 und  scheidet den gebildeten Chromkomplex bei     60     durch  Zugabe von 150 Gewichtsteilen Steinsalz ab.

   Er stellt  getrocknet ein schwarzes Pulver dar, das Wolle aus  neutralem bis schwach saurem Bade grau färbt.  



  c) Eine nach Beispiel 12a) erhaltene Farbstoff  paste wird in 2000     Volumteilen    Wasser und 30     Vo-          lumteilen    Natronlauge (40      B6)    heiss gelöst. Bei 90  bis 95  lässt man eine Lösung     zutropfen,    die aus  15 Gewichtsteilen kristallisiertem     Kobältsulfat    nach  den Angaben des Beispiels.     1c)    hergestellt wurde.  



  Die     Kobaltierung    ist in wenigen Minuten beendet;  man isoliert den Farbstoff durch Zugabe von 150 Ge  wichtsteilen Steinsalz bei 200.  



  Der     Kobaltkomplexfarbstoff    stellt getrocknet ein  schwarzes Pulver dar, das Wolle in neutralem bis  schwach saurem Bade     korinthfarben    färbt.    <I>Beispiel 13</I>  <B>22,5</B>     Gewichtsteile    des Farbstoffes der Formel  
EMI0005.0037     
    und 19,3 Gewichtsteile des Farbstoffes der Formel  
EMI0005.0038     
    werden     in    2000     Volumteilen    Wasser     mit    8 Gewichts  teilen     Natriumhydroxyd    bei 90  gelöst.

   Zu dieser  Lösung lässt man unter Rühren im Verlaufe von  15 Minuten     eine    Lösung von 8 Gewichtsteilen     Na-          triumbichromat    und 15 Gewichtsteilen Glucose     in     100     Volumteilen    Wasser     zutropfen.    Nach dem Ein  tropfen belässt man die     Reaktionsmischung    noch  1 Stunde bei     90-95a,        kühlt        dann    auf 60  ab und  scheidet den     Chrommischkomplex    .durch Zugabe von  200 Gewichtsteilen Steinsalz und wenig     Natriumbi-          carbonat    ab.

   Der chromhaltige Farbstoff färbt Wolle  aus neutralem bis schwach saurem Bade echt und  gleichmässig in     rotstichigen    Brauntönen.    <I>Beispiel 14</I>    Verwendet man in Beispiel 13 an Stelle der       Chromatlösung    eine Lösung von 15 Gewichtsteilen       kristallisiertem        Kobaltsulfat,        die    nach Beispiel     1c    her  gestellt wurde, und     verfährt    im übrigen in der glei  chen Weise wie dort angegeben, so erhält man     einen          Kobaltmischkomplex,    der Wolle     in    neutralem bis  schwach saurem Bade echt und gleichmässig gelb  stichig braun färbt.

      <I>Beispiel<B>15</B></I>  22,5 Gewichtsteile des Farbstoffes der Formel  
EMI0005.0066     
    und 23,3 Gewichtsteile des Farbstoffes der Formel  
EMI0005.0067     
      werden in 2000     Volumteilen    Wässer mit 8 Gewichts  teilen     Natriumhydroxyd    bei     90-95     gelöst.

   Hierzu  lässt man unter Rühren im Verlaufe von 15 Minuten  eine Lösung von 8     Gewichtsteilen        Natriumbichromat     und 15 Gewichtsteilen Glucose in 100     Volumteilen     Wasser     zutropfen.    Nach dem Eintropfen belässt man  das     Reaktionsgemisch    noch 1 Stunde bei     90-95 ,     kühlt dann auf 60  ab und scheidet den     Chrommisch-          komplex    durch Zugabe von 200 Gewichtsteilen Stein  salz und wenig     Natriumbicarbonat    ab. Der Misch  chromkomplex färbt Wolle     rotstichig    braun.  



  <I>Beispiel 16</I>  Verwendet man in Beispiel 15 an Stelle der       Chromatlösung    eine nach Beispiel     1c)    hergestellte  Lösung von 15 Gewichtsteilen kristallisiertem Kobalt  sulfat und verfährt im übrigen in der gleichen Weise  wie dort angegeben, so     erhält    man einen Mischkom  plex, der Wolle aus schwach saurem bis neutralem  Bade echt und gleichmässig     gelbstichig    braun färbt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, d'ass man diazotierte Amine der Formel EMI0006.0022 worin einer der Reste X für Wasserstoff und der andere für eine Hydroxyl- oder Alkoxygruppe steht, mit Azokomponenten vereinigt, die in Nachbar-Stel- lung zu einer zur Metallkomplexbildung befähigten Gruppe kuppeln und frei von Sulfonsäure- und Car- bonsäuregruppen sind.
    UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass man den so erhaltenen Azofarbstoff anschliessend mit metallabgebenden Mitteln behandelt.
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