CH357072A - Verfahren zur Herstellung neuer quaternärer Verbindungen der heterocyclischen Reihe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer quaternärer Verbindungen der heterocyclischen Reihe

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CH357072A
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acids
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Jean Dr Druey
Ulrich Dr Daeniker Hans
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Ciba Geigy
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D237/00Heterocyclic compounds containing 1,2-diazine or hydrogenated 1,2-diazine rings
    • C07D237/26Heterocyclic compounds containing 1,2-diazine or hydrogenated 1,2-diazine rings condensed with carbocyclic rings or ring systems
    • C07D237/30Phthalazines
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
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    • A61K39/39Medicinal preparations containing antigens or antibodies characterised by the immunostimulating additives, e.g. chemical adjuvants
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
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Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung neuer quaternärer Verbindungen der heterocyclischen Reihe
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von 2,2'-R-bis-Phthalazinium-Verbindungen, worin R einen zweiwertigen Kohlenwasserstoffrest darstellt, und den sich von ihnen ableitenden Pseudobasen und deren Anhydroverbindungen.



   In diesen Verbindungen können die Phthalazinreste beliebig substituiert sein, z. B. auch ankondensierte Ringe aufweisen; vorzugsweise sind sie jedoch unsubstituiert. Der Kohlenwasserstoffrest R ist vorzugsweise ein aliphatischer Kohlenwasserstoffrest, insbesondere ein gerader oder verzweigter Alkylenrest. Dieser Alkylenrest weist mit Vorteil nicht über 30 Kohlenstoffatome auf; bevorzugt sind Alkylenreste-mit   W10    Kohlenstoffatomen, wie Tetramethylen, Hexamethylen oder Decamethylen.



   Die neuen Verbindungen besitzen bakteriostatische Eigenschaften, so z. B. gegenüber Staphylococcus aureus, und können als Desinfektionsmittel oder Heilmittel   verwendet    werden. Sie verstärken ausserdem die durch Antigene ausgelösten immunisatorischen Reaktionen, indem sie z. B. die Antikörperbildung verstärken. Sie können dementsprechend z. B. als Zusätze zu Vaccinen angewendet werden.



   Besonders wertvoll sind die Phthalazinium-Verbindungen der Formel
EMI1.1     
   worin n eine ganze Zahl von 81 10, vor allem 6    oder 10, bedeutet und A das Anion einer Säure darstellt. Geeignete Anionen sind beispielsweise diejenigen starker anorganischer Säuren, wie der Halogenwasserstoffsäuren, z. B. Salz-, Bromwasserstoffoder Jodwasserstoffsäure, der Schwefelsäure oder Anionen von organischen Säuren, wie Alkylsulfonsäuren, z. B. der Methan- oder Äthansulfonsäure, oder Arylsulfonsäuren, z. B. p-Toluolsulfonsäure oder Naphthalinsulfonsäure, oder der Essigsäure, Oxalsäure, Weinsäure, Zitronensäure, Benzoesäure oder Naphthalincarbonsäuren, oder Anionen von Alkylschwefelsäuren, wie z. B. der Methylschwefelsäure.



   Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung der neuen Verbindungen ist dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der Formel X-R-X',   worin    R die oben genannte Bedeutung besitzt und X und X' reaktionsfahig veresterte Hydroxylgruppen sind, mit Phthalazin oder einem an den Ring Kohlenstoffatomen substituierten Phthalazin umsetzt.



   Reaktionsfähig veresterte Hydroxylgruppen sind insbesondere mit starken anorganischen oder organischen Säuren, z. B. Halogenwasserstoffsäuren, wie Salz-, oder Brom- oder Jodwasserstoffsäure, oder Sulfonsäuren, wie Benzolsulfonsäuren, veresterte Hydroxylgruppen.



   Die Quaternisierungsreaktion kann in An- oder Abwesenheit von Lösungsmitteln, bei Zimmertemperatur oder erhöhter Temperatur, im offenen oder geschlossenen Gefäss unter Druck vorgenommen werden.



   Je nach den Reaktionsbedingungen werden die neuen Verbindungen als quaternäre Salze oder in Form der Pseudobasen, die je nach der Natur des Restes R Wasser abspalten und so in die Anhydro  verbindungen übergehen können, gewonnen. Die Salze lassen sich durch Behandlung mit Alkalien, wie Alkalicarbonaten   oder -hydroxyden    oder andern geeigneten   Metailhydroxyden    oder -carbonaten, oder Anionenaustauschern in die Pseudobasen oder ge  gebenenfalls    die entsprechenden Anhydroverbindungen überführen.

   Aus den Pseudobasen oder deren   Anhydroverbindungen    lassen sich durch Behandlung mit Säuren, wie der Halogenwasserstoffsäuren, Schwefelsäure, Salpetersäure, Phosphorsäure, Essigsäure, Propionsäure, Oxalsäure, Äpfelsäure, Weinsäure, Zitronensäure, Methansulfonsäure, Äthansulfonsäure,   Oxyärhansulfonsäure,    Benzoesäure,   Methyl- oder      Xthylschwefelsäure,    Salicylsäure,   p-Aminosalicylsäure    oder Toluolsulfonsäure, die entsprechenden Salze gewinnen. Erhaltene quaternäre Salze lassen sich auch durch Behandlung mit Anionenaustauschern in andere Salze überführen.



   Die Ausgangsstoffe sind zum Teil   bekannt;    sofern sie neu sind, lassen sie sich   nac;7    an sich   bekann-    ten Methoden herstellen.



   Neben ihrer Anwendung als Zusätze zu Impfstoffen können die neuen Verbindungen als desinfizierende   Mittel    in Form technischer Präparate oder als Heilmittel, z. B. in Form pharmazeutischer Präparate Verwendung finden.



   In den nachstehenden Beispielen sind die Tcmperaturen in Celsiusgraden angegeben.



   Beispiel I
13.0 g Phthalazin und 15,0 g   l,10-Dibromdecan    werden in 250 cm3 Acetonitril gelöst und während AS Stunden am Rückfluss gekocht. Darauf lässt man über   Sacht    bei   0" stehen    und   nutscht    die ausgefallenen Kristalle ab. Man erhält 25,7 g   Decamethylen-    bis-(phthalaziniumbromid) der Formel
EMI2.1     
 vom F.   1821839.   



   Beispiel 2
13 g Phthalazin und 9,5 g   Äthylenbromid    werden in 100   cm3    Acetonitril gelöst und während 24 Stunden am Rückfluss gekocht. Nach dem Kühlen nutscht man die ausgefallenen Kristalle ab und kristallisiert aus Alkohol um. Man erhält so reines   Athylen-bis-(phthalaziniumbromid)    der Formel
EMI2.2     
 vom F. 277-278". Die wässrige Lösung dieser Verbindung wird mit Soda alkalisch gemacht. Man erhält   Anhydrn -2,2' - äthylen-bis-( 1 -oxy- 1 ,2-dihydro-    phthalazin) der Formel
EMI2.3     
 als farblose Nadeln vom F.   14u-148",    aus dem sich mit Säuren   Athylen-bis-phthalaziniumsalze,    wie das Bromid, Jodid, Sulfat, Nitrat, Tartrat usw., herstellen lassen.



   In analoger Weise erhält man Tetramethylen-bis (phthalaziniumchlorid),   F. 282S5",    Hexamethylen-bis-(phthalziniumchlorid), F.   240    und   Athylen-    bis-(phthalaziniumchlorid), F.   21 8-220.   



      PATENTANTSPR UCH   
Verfahren zur Herstellung neuer gegebenenfalls an den Ringkohlenstoffatomen substituierter 2,2'-R  bis-Phthalaziniuni-Verbindungen    sowie der sich von ihnen ableitenden Pseudobasen und deren Anhydroverbindungen, worin R einen zweiwertigen Kohlenwasserstoffrest bedeutet, dadurch gekennzeichnct, dass man Verbindungen der Formel X-R-X', worin X und X' reaktionsfähig veresterte Hydroxylgruppen bedeuten, mit Phthalazin oder einem an den Ring Kohlenstoffatomen substituierten Phthalazin umsetzt.   

Claims (1)

  1. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die erhaltenen Basen in ihre quaternären Ammoniumsalzc oder erhaltene quaternäre Ammoniumsalze in ihre Basen überführt.
    2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel X-R-X' zur Umsetzung verwendet, worin X und X' Halogenatome darstellen.
    3. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der Formel EMI2.4 herstellt, worin n eine ganze Zahl von P-10 bcdeutet und A das Anion einer Säure darstellt.
    4. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass man Hexamethylen-bis- (phthalaziniumsalze) herstellt.
    5. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass man Decamethylen-bis-(pltl0alaziniumsalze) herstellt.
CH357072D 1957-01-10 1957-01-10 Verfahren zur Herstellung neuer quaternärer Verbindungen der heterocyclischen Reihe CH357072A (de)

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