CH358430A - Verfahren zur Herstellung neuer quaternärer Verbindungen der heterocyclischen Reihe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer quaternärer Verbindungen der heterocyclischen Reihe

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CH358430A
CH358430A CH358430DA CH358430A CH 358430 A CH358430 A CH 358430A CH 358430D A CH358430D A CH 358430DA CH 358430 A CH358430 A CH 358430A
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phthalazinium
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Jean Dr Druey
Ulrich Dr Daeniker Hans
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Ciba Geigy
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D237/00Heterocyclic compounds containing 1,2-diazine or hydrogenated 1,2-diazine rings
    • C07D237/26Heterocyclic compounds containing 1,2-diazine or hydrogenated 1,2-diazine rings condensed with carbocyclic rings or ring systems
    • C07D237/30Phthalazines
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K39/00Medicinal preparations containing antigens or antibodies
    • A61K2039/555Medicinal preparations containing antigens or antibodies characterised by a specific combination antigen/adjuvant
    • A61K2039/55511Organic adjuvants

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description


  Verfahren zur Herstellung neuer     quaternärer    Verbindungen der     heterocyclischen    Reihe    Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur  Herstellung von     2,2'-R-bis-Phthalazinium-Verbin-          dungen,    wobei R einen zweiwertigen Kohlenwasser  stoffrest darstellt, und. den sich von ihnen     ableitenden     Pseudobasen und deren     Anhydroverbindungen.     



  In diesen Verbindungen können die     Phthalazin-          reste    beliebig substituiert sein, z. B. auch     ankonden-          sierte    Ringe aufweisen; vorzugsweise sind sie     jedoch          unsubstituiert.    Der Kohlenwasserstoffrest R ist vor  zugsweise ein     aliphatischer    Kohlenwasserstoffrest, ins  besondere ein gerader oder verzweigter     Alkylenrest.     Dieser     Alkyienrest    weist mit Vorteil nicht über  30     Kohlenstoffatome    auf;

   bevorzugt sind     Alkylen-          reste    mit     4-10        Kohlenstoffatomen,    wie     Tetra-          methylen,        Hexamethylen    oder     Decamethylen.     



  Die neuen Verbindungen besitzen     bakterio-          statische        Eigenschaften,    so z. B. gegenüber     Staphylo-          coccus        aureus,    und können als Desinfektionsmittel  oder     Heilmittel    verwendet werden. Sie verstärken  ausserdem die durch Antigene ausgelösten     immuni-          satorischen    Reaktionen, indem sie z. B. die Antikör  perbildung verstärken. Sie können dementsprechend  z. B. als Zusätze zu     Vaccinen    angewendet werden.  



  Besonders wertvoll sind die     Phthalazinium-Ver-          bindungen    der Formel  
EMI0001.0037     
    worin n eine ganze Zahl von 4-10, vor allem 6 oder  10 bedeutet und A das Anion einer Säure darstellt.  Geeignete Anionen sind beispielsweise diejenigen  starker anorganischer Säuren, wie der Halogenwasser  stoffsäuren, z. B. Salz-, Bromwasserstoff- oder     Jod-          wasserstoffsäure,    der Schwefelsäure oder Anionen    von organischen Säuren, wie     Alkylsulfonsäuren,    z. B.  der Methan- oder     Äthansulfonsäure,    oder     Arylsulfon-          säuren,    z.

   B.     p-Toluolsulfonsäure    oder     Naphthalin-          sulfonsäure,    oder der Essigsäure,     Oxalsäure,    Wein  säure, Zitronensäure,     Benzoesäure    oder     Naphthaiin-          carbonsäuren.,    oder Anionen von     Alkylschwefelsäuren,     wie z. B. der     Methylschwefelsäure.     



  Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung  der neuen Verbindungen ist dadurch     gekennzeichnet,     dass man gegebenenfalls an den Ringkohlenstoff  atomen substituierte     X-R-Phthalaziniumverbindungen,     wobei X     eine    reaktionsfähig veresterte     Hydroxyl-          gruppe    bedeutet, und R die oben genannte Bedeutung  besitzt, mit     Phthalazin    oder einem an den     Ring-          kohlenstoffatomen    substituierten     Phthalazin    umsetzt.  



  Reaktionsfähig veresterte     Hydroxylgruppen        sind     insbesondere mit starken anorganischen oder orga  nischen Säuren, z. B.     Halogenwasserstoffsäuren,    wie       Salz-    oder Brom- oder     Jodwasserstoffsäure,    oder       Sulfonsäuren,    wie     Benzolsulfonsäuren,    veresterte       Hydroxylgruppen.     



  Die     Quaternisierung    kann     in    An- oder Abwesen  heit von Lösungsmitteln, bei Zimmertemperatur oder  erhöhter Temperatur, im offenen oder geschlossenen  Gefäss unter Druck vorgenommen werden.  



  Je nach den Reaktionsbedingungen werden die       neuen    Verbindungen als     quaternäre    Salze oder in  Form der Pseudobasen, die je nach der Natur des  Restes R Wasser abspalten und so .in die     Anhydro-          verbindungen    übergehen können, .gewonnen. Die Salze  lassen sich durch Behandlung mit Alkalien, wie       Alkalicarbonaten    oder     -hydroxyden    oder anderen ge  eigneten     Metallhydroxyden    oder     -carbonaten,    oder       Anionenaustauschern    in die Pseudobasen oder gege  benenfalls die entsprechenden     Anhydroverbindungen     überführen.

   Aus den Pseudobasen oder     derenAnhydro-          verbindungen    lassen sich durch Behandlung mit Säu-           ren,    wie der     Halogenwasserstoffsäuren,    Schwefelsäure,  Salpetersäure, Phosphorsäure, Essigsäure,     Propion-          säure,        Oxalsäure,    Apfelsäure.,     Weinsäure,    Zitronen  säure,     Methansulfonsäure,        Äthansulfonsäure,        Oxy-          äthansulfonsäure,        Benzoesäure,

          Methyl-    oder     Äthyl-          schwefelsäure,        Salicylsäure,        p-Aminosalicylsäure    oder       Toluolsulfonsäure,    die entsprechenden Salze gewinnen.  Erhaltene     quatemäre        Salze    lassen sich auch durch  Behandlung mit     Anionenaustauschern    in andere     Salze     überführen.  



  Die Ausgangsstoffe sind zum Teil bekannt; sofern  sie neu sind, lassen sie sich nach an sich bekannten       Methoden    herstellen.  



  Neben ihrer Anwendung als Zusätze zu Impf  stoffen können die neuen Verbindungen als desinfi  zierende Mittel in Form     technischer    Präparate oder  als     Heilmittel,    z. B.     in    Form pharmazeutischer Prä  parate, Verwendung finden.  



  In den nachstehenden Beispielen sind die Tempe  raturen in     Celsiusgraden    angegeben.  



  <I>Beispiel 1</I>  2,3 g     ss-Chloräthyl-phthalaziniumchlorid    werden  zusammen mit 1,3 g     Phthalazin    in 50     cm3        Acetonitril     gelöst. Die Lösung wird während 14 Stunden am       Rückfluss    gekocht und darauf auf 0  abgekühlt. Die  ausgefallenen     Kristalle    putscht man ab und kristalli  siert sie aus     AlkohoI    um. Man erhält so das     Äthylen-          bis-(phthalaziniumchlorid)    der Formel  
EMI0002.0036     
    vom F.     218-220o,.     



  In analoger     Weise    erhält man     Tetramethylen-bis-          (phthalaziniumchlorid),    F.     284-285 ,        Hexamethylen-          bis-(phthalaziniumchlorid),    F.240  und     Decamethylen-          bis-(phthalaziniumchlorid),    F. l82-183 .  



  Das als     Ausgangsmaterial    verwendete     ss-Chlor-          äthylphthalaziniumchlorid    kann wie folgt erhalten  werden:  26 g     Phthalazin    und 16     cm3        Äthylenchlorhydrin     in 150     cm3        abs.        Toluol    werden während 10 Stunden  am     Rückfluss    gekocht. Darauf     kühlt    man auf 0  ab  und putscht die     ausgefallenen    Kristalle ab.

   Das so       erhaltene        ss-Hydroxyäthyl-phthalaziniumchlorid    der  Formel  
EMI0002.0060     
    vom F. 232-234  lässt sich gegebenenfalls aus Alko  hol     umkristallisieren.    5,0g der rohen Verbindung  werden in 50     cm3        Thionylchlorid        während    2     Stunden     am     Rückfluss    gekocht. Man dampft die Lösung darauf  im Vakuum zur Trockene ein und löst die zurück  bleibenden     Kristalle    aus     abs.        Alkohol/Ather    um.

   Man    erhält so     ss    -     Chloräthyl-phthalaziniumchlorid    der  Formel  
EMI0002.0072     
    als hygroskopische     Kristalle    vom F.178-179        (Zers.).     



  <I>Beispiel 2</I>  1,0g     ss-Bromäthyl-phthalaziniumbromid    wird zu  sammen mit 0,4 g     Phthalazin        in    20     cm3        Acetonitril     während 6 Stunden am     Rückfluss    gekocht. Darauf  kühlt man ab, putscht die ausgefallenen Kristalle ab  und löst sie aus Alkohol um. Man erhält so     Äthylen-          bis-(phthalaziniumbromid)    der Formel  
EMI0002.0083     
    vom F. 277-278 . Die     wässrige    Lösung dieser Ver  bindung wird mit Soda alkalisch gemacht.

   Man erhält       Anhydro    - 2,2' -     äthylen    - bis - (1-     oxy    - 1,2 -     dihydro-          phthalazin)    der Formel  
EMI0002.0090     
    als farblose     Nadeln,    vom F. 146-148 , aus dem sich  mit Säuren     Äthylen-bis-phthalaziniumsalze,    wie das       Brorriid,        Jodid,        Sulfat,    Nitrat,     Tartrat    usw. herstellen  lassen.  



  Das als Ausgangsmaterial verwendete     ss-Brom-          äthyl-phthalaziniumbromid    kann wie folgt erhalten  werden:  2,1 g des nach Beispiel 1 hergestellten     ss-Hydroxy-          äthyl-phthalaziniumchlorids    werden mit 20     cm3          48        %aiger        wässeriger        Bromwasserstoffsäure        vermischt     und während 20 Stunden im     Einschlussrohr    auf 180   erhitzt. Die Lösung wird darauf im Vakuum zur  Trockene verdampft.

   Man erhält ein dunkel gefärbtes       Öl,    das nach dem Versetzen mit wenig Aceton einen  Kristallkuchen bildet; diesen löst man aus Alkohol/  Äther um und erhält so     ss-Bromäthyl-phthalazinium-          bromid    der Formel  
EMI0002.0111     
    vom F. 155      (Zers.).  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung neuer gegebenenfalls an den Ringkohlenstoffatomen substituierter 2,2'-R- bis-Phthalazinium-Verbindungen sowie der sich von ihnen ableitenden Pseudobasen und deren Anhydro- verbindungen, wobei R einen zweiwertigen Kohlen wasserstoffrest bedeutet, dadurch gekennzeichnet, dass man gegebenenfalls an den Ringkohlenstoffatomen substituierte X-R-Phthalaziniumverbindungen, worin X eine reaktionsfähig veresterte Hydroxylgruppe be deutet,
    mit Phthalazin oder einem an den Ringkohlen stoffatomen substituierten Phthalazin umsetzt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die erhaltenen Basen in ihre quaternären Ammoniumsalze oder erhaltene quater- näre Ammoniumsalze in ihre Basen überführt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man eine gegebenenfalls an den Ringkohlenstoffatomen substi tuierte X-R-Phthalaziniumverbindung zur Umsetzung verwendet, wobei X ein Halogenatom darstellt. 3. Verfahren nach Patentanspruch und den Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der Formel EMI0003.0023 herstellt, worin n eine ganze Zahl von 4-14 bedeutet und A das Anion einer Säure darstellt. 4. Verfahren nach Patentanspruch und den Unter ansprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass man Hexamethylen-bis-(phthalaziniumsalze) herstellt. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch und den Unter ansprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass man Decamethylen-bis-(phthalaziniumsalze) herstellt.
CH358430D 1957-01-10 1957-01-10 Verfahren zur Herstellung neuer quaternärer Verbindungen der heterocyclischen Reihe CH358430A (de)

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