CH388945A - Verfahren zur Herstellung von Androstanen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von AndrostanenInfo
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- C07—ORGANIC CHEMISTRY
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Description
Verfahren zur Herstellung von Androstanen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstel lung von 17-Methyl-17-oxyandrostan-11-on und sei nen 17-Acylaten.
Diese Verbindungen üben in hohem Masse oral eine anabolische Aktivität aus und besitzen den Vorteil, nur eine geringe oder gar keine androgene Aktivität aufzuweisen.
3-Desoxy-steroide sind bekannt (vgl. Kochakian, Proc. Soc. Exptl. Biol. und Med., 80, 386 (1952), Am. J. Physiol. 158, 51 (1949) und Inhoffen et a1., Ann., 568, 52 (1950). 3-Desoxy-steroide der in 11- Stellung oxydierten Androstanreihe sind dagegen neu.
Im Hinblick auf den merklichen Aktivitätsabfall, den viele Hormone, z. B. Testosteron, bei Oxydation in <B>11</B> -Stellung erleiden, stellt die physiologische Aktivi tät der gemäss Erfindung zugänglichen, in 11 -Stellung oxydierten Steroide eine besondere Überraschung dar. Weiterhin war man bislang der Ansicht, dass eine Oxyfunktion in 3-Stellung für die Aktivität von in 11- Stellung oxydierten Steroiden wesentlich sei.
Das gemäss Erfindung zugängliche 17a-Methyl-17- oxyandrostan-11-on unterscheidet sich von Verbin dungen wie dem entsprechenden 11-Oxy-steroid da durch, dass es eine bedeutende anabolische und an- drogene Aktivität ausübt, die nicht von starken, be gleitenden Zentralnervensystems- und neuromuskula- renEffekten, die das besagte 17a-Methyl-11/3,17p-dioxy- androstan kennzeichnen, beeinträchtigt wird.
Diese, gemäss Erfindung zugänglichen Verbindungen können in den üblichen Dosierungsformen, wie Pillen, Tablet ten und Kapseln für orale Anwendung oder in den üblichen flüssigen Formen, wie sie mit natürlichen und synthetischen Steroidhormonen für injizierbare Präparate verwendet werden, appliziert werden.
Durch Reduktion des 3-Benzyl-thioenoläthers des 11/3-Oxy-4-androstan-3,17-dions mit Raney-Nickel wird 11ss-Oxy-3,5-androstadien-17-on hergestellt, das bei Hydrierung 11/3-Oxyandrostan -17-on das Aus gangsmaterial des erfindungsgemässen Verfahrens bildet.
Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung der Verbindung der Formel
EMI0001.0045
dadurch gekennzeichnet, dass 11f-Oxyandrostan-17- on mit einem Methyl-magnesium-halogenid zu 17a- Methylandrostan-11/3,17ss-diol umgesetzt und das er haltene 17a-Methylsteroid zu dementsprechenden 17a-Methyl-17-oxyandrostan-11-on oxydiert wird.
Die so erhaltene Verbindung kann sodann in 11- Stellung oxydiert oder zur Herstellung der entspre chenden 17-Acylate, insbesondere von Kohlenwas- serstoffcarbonsäuren mit 1-12 C-Atomen, verwendet werden. Man kann sie beispielsweise in üblicher Weise mit Essigsäurcanhydrid in Pyridin zum 17a- Methyl-11/3,17/3-dioxy-androstan-17-acylat verestern.
<I>Beispiel 1</I> 17a-Methylandrostan-11ss,17ss-diol Eine Lösung von Methylmagnesiumjodid wird durch Reaktion von 1 g Methyljodid mit 290 mg Magnesium in 20 cmz wasserfreiem Äther hergestellt. Zu dieser Lösung lässt man eine Lösung von 500 mg 11,/3-Oxyandrostan-17-on in einer Mischung von 30 cm-' Äther und 12 cm-' Benzol zutropfen. Die Mischung wird unter Stickstoffatmosphäre 7 Stunden gerührt, so dann durch Zutropfen einer gesättigten,
wässrigen Ammoniumchloridlösung zersetzt. Man de kantiert die Lösung von dem anorganischen Nieder schlag ab, trocknet sie und dampft sie zur Trockne ein, wobei man einen Rückstand erhält, der praktisch aus 17a-Methylandrostan-llss,17ss-diol besteht. Bei Chromatographie dieses Produktes in einer Kolonne von Florisil (synthetisches Magnesiumsilikat) wurde ein praktisch reines Produkt mit einem Schmelzpunkt von 178-l78,5 C erhalten.
Diese Verbindung kann wie folgt zum 17a-Me- thyl-17-oxyandrostan-11-on oxydiert werden: Eine Lösung von 1 g Chromsäureanhydrid in 2 cm3 Wasser und 9 cm' Essigsäure wurde 2 g 17a- Methylandrostan-llss,17ss-diol in 30 cm3 Essigsäure zugegeben.
Die Mischung liess man bei Raumtempera tur eine Stunde stehen, verdünnte sie mit 10-15 cm3 Methanol, löschte sie (quenched) mit Wasser ab und kühlte sie (chilled), wobei man 1,6 g 17a-Methyl-17- oxyandrostan-11-on mit einem Schmelzpunkt zwi schen 125 und 128 C erhielt. Bei Umkristallisation aus verdünntem Methanol erhielt man eine poly morphe Form, die bei 157-159 C schmolz, [a]n + 38 C in Chloroform.
Wenn die Schmelze des nied riger schmelzenden Produktes mit höher schmelzen dem Material angeimpft wurde, verflüssigte es sich wieder und schmolz bei 151-157 C. Analyse: berechnet für C"H"0.,: C 78,89; H<B>10,60</B> gefunden: C 79,21;
H 10,75 Acylierung ergibt das 17a-Methyl-17-oxyandro- stan-11-on-17-acetat: Eine Lösung von 100 mg 17a-Methyl-17-oxy- androstan-11-on in einer Mischung von 1 cm-" Essig säureanhydrid und 1 em3 trockenem Pyridin wird auf 80-100 C für etwa 4 Stunden gehalten. Das überschüssige Essigsäureanhydrid zersetzt man dann mit überschüssigem Eiswasser, filtriert den erhaltenen Niederschlag ab und wäscht ihn mit Wasser, wobei man das 17-Acetat des 17a-Methyl-17-oxyandrostan- 11-ons erhält.
In analoger Weise können weitere 17-Acyloxy- 17-methyl-verbindungen durch Veresterung der 17ss Oxygruppe, z. B. durch Umsetzung mit dem entspre chenden Säureanhydrid, Säurechlorid oder -bromid durch Umesterung, Umsetzung mit der Säure in Ge genwart eines Veresterungskatalysators usw. erhalten werden. Der so eingeführte Acylrest kann z. B. der Rest einer niederen aliphatischen Säure, z.
B. der Ameisen-, Propion-, Butter-, Isobutter-, Valerian-, Isovalerian-, Trimethylessig-, 2-Methylbutter-, 3-Äthylbutter-, Capron-, Diäthylessig-, Triäthylessig-, Önanth-, Capryl-, a-Äthylisovalerian-, Cyclopropylidenessigsäure, einer cycloaliphatischen Säure, z. B.
Cyclopentylameisen-, Cyclopentylessig-, ss-Cyclopentylpropion-, Cyclohexylameisen-, Cyclohexylessig-, ss-Cyclohexylpropionsäure, einer Aryl- oder Alkarylsäure, z.
B. Benzoe-, 2-, 3- oder 4-Methylbenzoe-, 2,3-, 2,4-, 2,5-, 2,6-, 3,4- und 3,5-Dimethylbenzoe-, Äthylbenzoe-, 2,4,6-Trimethylbenzoe-, 2,4,6-Triäthylbenzoe-, a-Naphthalincarbon-, 3-Methyl-a-naphthalincarbonsäure, einer Aralkylsäure, z. B. Phenylessig, Phenylpropion-, Diphenylessig-, Triphenylessigsäure usw.
sein.
Claims (1)
- PATENTTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung der Verbindung der Formel EMI0002.0089 dadurch gekennzeichnet, dass 1113-Oxyandrostan-17- on mit einem Methyl-magnesium-halogenid zu 17a- Methylandrostan-11ss,17ss-diol umgesetzt und das er haltene 17a-Methyl-steroid zu dem entsprechenden 17a-Methyl-17-oxyandrostan-11-on oxydiert wird.UNTERANSPRUCH Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass das so erhaltene 17a-Methylandrostan- 11/3,17/3-diol mit Chromsäureanhydrid und Essigsäure zu 17a-Methyl-17-oxyandrostan-lI-on oxydiert wird.PATENTANSPRUCH II Verwendung der nach Patentanspruch I erhalte nen Verbindung zur Herstellung von Verbindungen der Formel EMI0002.0102 in der Ac den Acylrest einer Kohlenwasserstoffcar- bonsäure mit 1-12 C-Atomen darstellt, dadurch ge kennzeichnet, dass man erstere acyliert.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US78579659A | 1959-01-09 | 1959-01-09 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH388945A true CH388945A (de) | 1965-03-15 |
Family
ID=25136641
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH8220559A CH388945A (de) | 1959-01-09 | 1959-12-23 | Verfahren zur Herstellung von Androstanen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH388945A (de) |
-
1959
- 1959-12-23 CH CH8220559A patent/CH388945A/de unknown
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