CH401302A - Verfahren zur Herstellung reaktiver Monoazofarbstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung reaktiver Monoazofarbstoffe

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CH401302A
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CH
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acid
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alkyl
alkoxy
monoazo dyes
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CH287861A
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English (en)
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Ulrich Dr Blass
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Sandoz Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B62/00Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves
    • C09B62/44Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group not directly attached to a heterocyclic ring
    • C09B62/465Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group not directly attached to a heterocyclic ring the reactive group being an acryloyl group, a quaternised or non-quaternised aminoalkyl carbonyl group or a (—N)n—CO—A—O—X or (—N)n—CO—A—Hal group, wherein A is an alkylene or alkylidene group, X is hydrogen or an acyl radical of an organic or inorganic acid, Hal is a halogen atom, and n is 0 or 1
    • C09B62/47Azo dyes
    • C09B62/473Monoazo dyes

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Description


      Verfahren    zur Herstellung reaktiver     Monoazofarbstoffe       Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur     Herstellung    reaktiver     Monoazofarbstoffe    der Formel  
EMI0001.0005     
    worin     Hal    Chlor oder Brom,       R,    und     R2    Wasserstoff,     Alkyl    oder     Alkoxy,          R3    Wasserstoff,     Alkyl    oder     Alkoxy    oder,

   wenn     R1     und/oder     R2    für     Alkyl    oder     Alkoxy    stehen, auch Halo  gen,         R4        Methyl,        Carboxyl    oder einen gegebenenfalls  substituierten     Carbonsäureamid-    oder     Carbonsäure-          ester-Rest    und  A einen     Arylrest    bedeuten.  



  Das Verfahren zu ihrer Herstellung ist dadurch ge  kennzeichnet, dass man     Monoazofarbstoffe    der     Formel     
EMI0001.0027     
    mit dem     Hydroxymethylamid    einer Halogenessigsäure  in einem schwefelsäurehaltigen Medium kondensiert.  



  In den     Monoazofarbstoffen    der Formel     (IT)    können  die     Substituenten    folgende chemische Gruppen be  deuten:       R,    und     R2    Wasserstoff oder ein niedermolekulares       Alkyl    und     Alkoxy,    vorzugsweise jedoch     Methyl,        Me-          thoxy    oder     Aethoxy,          R3    einen     Substituenten    gleicher Art wie     R1    und       R2,    ausserdem auch Halogen, vorzugsweise Chlor,  unter der Bedingung,

   dass mindestens einer der       Substituenten        R1    und     R2        Alkyl    oder     Alkoxy    ist,         R4        Methyl,        Carboxyl,        Carbäthoxy,        Carbophenoxy,          Carbonsäureamid    mit oder ohne     N-Substituenten    wie  z.

   B.     Methyl,        Aethyl,        Hydroxyäthyl    und     Phenyl,     A einen     Arylrest    der Benzol- oder Naphthalin  reihe, der ausser der in der Formel bereits angeführten       Sulfonsäuregruppe    noch weitere     Substituenten    tragen  kann, wie z. B.     Alkyl,        (Methyl,        Aethyl),        Halogen    (Cl,       Br),    -S03-1,     -CN    und     NH-Acyl        (NH-CO-CH"          -NH-CO-CH,-Cl).     



  Typische Farbstoffe der Formel     (II),    wie sie für  die vorliegende Erfindung Verwendung finden kön  nen, sind die Produkte der     Azokupplung    von diazo-           tierten    Aminen, wie z. B.     Aminobenzol,        4-Methyl-,     2,4- oder     2,5-Dimethyl-,        2,4,6-Trimethyl-l-aminoben-          zol,        2-Chlor-4-methyl-l-aminobenzol,        4-Methoxy-          oder        4-Aethoxy-l-aminobenzol,        2,5-Dimethoxy-    oder       2,5-Diäthoxy-l-aminobenzol,

          2-Chlor-4-methoxy-    oder       -4-äthoxy-l-aminobenzol,    mit     Pyrazolonen,    wie z. B.       1-Phenyl-3-methyl-5-pyrazolon-2'-,    -3'- bzw.     -4'-sulfon-          säure    oder -2',4'- bzw.

       -2',5'-disulfonsäure,        1-(2'-5'-          Dichlor)        -phenyl    -     3-methyl-5-pyrazolon-4'-sulfonsäure,          1-(2'-Chlor-6'-methyl)-phenyl-3        -methyl-    5     -pyrazolon        -          4'-sulfonsäure,        1-Phenyl-3-carboxy-5-pyrazolon-4'-sul-          fonsäure.     



  Die Kondensation des Farbstoffes der Formel     (II)     mit dem     Hydroxymethylamid    einer Halogenessigsäu  re, z. B. der Bromessigsäure oder vorzugsweise der  Chloressigsäure, wird vorteilhaft in einer Schwefel  säure mit einem Wassergehalt bis zu 20% ausge  führt.  



  Unter diesen Bedingungen kann die Umsetzung bei  Raumtemperatur oder wenig erhöhter Temperatur,  z. B. zwischen 0 und 40 C, und bei einer Reaktions  dauer von einer Stunde bis zu 2 Tagen durchgeführt  werden. Die niedrige Reaktionstemperatur bietet den  Vorteil, dass Nebenreaktionen, wie z. B. eine     Sulfonie-          rung    der verwendeten     Azofarbstoffe,    kaum vorkom  men. Will man     jedoch    die Kondensation bei höheren  Temperaturen erzwingen, so empfiehlt sich die Ver  wendung von Essigsäure als Lösungsmittel, wobei man  je nach der     Reaktivität    der verwendeten Farbstoffe  bis zu 50% Schwefelsäure als Kondensationsmittel  zusetzen und die Reaktion bei Siedetemperatur durch  führen kann.

   Bei geeigneter Wahl der Bedingungen  lassen sich auch auf diese Weise     Sulfonierungs-    und  andere Nebenreaktionen unterdrücken.  



  Nach Beendigung der Kondensation kann die  schwefelsaure Masse auf Eis und Wasser gegossen,  dann gegebenenfalls     ausgesalzen,    abgesaugt, mit einer       Salzlösung    neutral gewaschen und getrocknet werden.  



  Die     erfindungsgemässe    erhältlichen Farbstoffe  gehen eine chemische Bindung mit der Faser ein und  färben Wolle, Seide, Leder, synthetische Polyamid  fasern und Fasern aus natürlicher und regenerierter       Cellulose    in gelben Tönen von hervorragender     Licht-          und    Nassechtheit.  



  In den folgenden Beispielen bedeuten die Teile  Gewichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente und die  Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.  



  <I>Beispiel 1</I>  46,6 Teile des gelben     Azofarbstoffes,    den man  durch alkalische Kupplung von     diazotiertem        1-Amino-          2,4-dimethylbenzol    mit     1-Phenyl-3-methyl-5-pyrazolon            -2',5'-disulfonsäure    erhält, und 24,3 Teile     Methylol-          chloracetamid    werden in einer Reibschale gut ge  mischt und     portionenweise    bei 0-5  in 700 Teile  96%ige Schwefelsäure eingetragen. Man verrührt die  Mischung 6 Stunden ohne Kühlung und giesst dann  die     tiefgelbe    Lösung auf 1800 Teile Eis aus.

   Der  Farbstoff fällt anfangs aus, geht aber wieder in Lö  sung. Im Verlauf von 12 Stunden kristallisiert der  grösste Teil des Farbstoffes aus. Er wird abgesaugt,  in Wasser gelöst, neutral gestellt und mit Kochsalz  wieder gefällt. Nach dem Absaugen und Trocknen  bei 50  im Vakuum, stellt er ein gelbes Pulver dar,  das sich in Wasser mit gelber Farbe löst.  



  <I>Beispiel 2</I>  45,5 Teile des gelben     Azofarbstoffes,    den man  durch alkalische Kupplung von     diazotiertem        1-Amino-          2,4-dimethylbenzol    mit 1-(2',5'-     Dichlor)-phenyl-3-me-          thyl-5-pyrazoloil-4'-sulfonsäure    erhält, und 24,3 Teile       Methylolchloracetamid    werden in einer Reibschale  gut gemischt und     portionenweise    bei 0-5  in 700 Teile  98%ige Schwefelsäure eingetragen. Die Mischung  rührt man 12 Stunden ohne Kühlung und     giesst    sie  dann auf 1600 Teile Eis. Der Farbstoff fällt aus.

   Er  wird abgesaugt, in 1000 Teilen Wasser gelöst, mit       Kieselgur    geklärt und bei 10  mit verdünnter Natron  lauge neutralisiert. Nach Zugabe von 1000 Teilen  20%iger Kochsalzlösung und wenig Essigsäure kri  stallisiert der Farbstoff allmählich aus.  



  Er wird     abfiltriert    und bei 50  im Vakuum ge  trocknet.  



  <I>Färbevorschrift</I>  2 Teile des obengenannten Farbstoffes werden in  4000 Teilen Wasser kalt gelöst und auf 40  erwärmt.  Man gibt 2 Teile Essigsäure und 3 Teile eines Ge  misches aus einem     polyoxäthylierten    Fettamin und  einem     Alkylpolyglykoläther    zu und geht hierauf mit  100 Teilen eines Wollgewebes ein. Man treibt innert  15-20 Minuten zum Kochen und hält während 45-60  Minuten auf Kochtemperatur. Hierauf gibt man bei  85-90  etwa 3 Teile 25%iges Ammoniak oder 3 Teile       Hexamethylentetramin    zu und behandelt während 20  Minuten bei 90 . Anschliessend spült man gründlich,  indem man dem Spülwasser in einer Passage etwas  Essigsäure zusetzt, und trocknet.  



  Man erhält eine wasch-, schweiss- und     walkechte,     sowie gut     lichtechte,    egale gelbe Färbung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung reaktiver Monoazofarb- stoffe der Formel EMI0002.0073 worin Hal Chlor oder Brom, R, und R2 Wasserstoff, Alkyl oder Alkoxy, R3 Wasserstoff, Alkyl oder Alkoxy oder, wenn R,. und/oder R2 für Alkyl oder Alkoxy stehen, auch Halo gen, R4 Methyl,
    Carboxyl oder einen gegebenenfalls substituierten Carbonsäureamid- oder Carbonsäure- ester-Rest und A einen Arylrest bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man Monoazofarb- stoffe der Formel EMI0003.0023 mit dem Hydroxymethylamid einer Halogenessigsäure in einem schwefelsäurehaltigen Medium kondensiert. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Kondensation des Farb stoffes mit dem Hydroxymethylamid einer Halogen- essigsäure in Schwefelsäure mit einem Wassergehalt bis zu 20% ausführt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Kondensation in Essig säure mit einem Schwefelsäure-Gehalt bis zu 50% aus führt.
CH287861A 1961-03-09 1961-03-09 Verfahren zur Herstellung reaktiver Monoazofarbstoffe CH401302A (de)

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