CH423040A - Verfahren zur Herstellung von Reaktivfarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Reaktivfarbstoffen

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CH423040A
CH423040A CH1532565A CH1532565A CH423040A CH 423040 A CH423040 A CH 423040A CH 1532565 A CH1532565 A CH 1532565A CH 1532565 A CH1532565 A CH 1532565A CH 423040 A CH423040 A CH 423040A
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CH1532565A
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Walter Dr Wehrli
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Sandoz Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B62/00Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves
    • C09B62/02Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group directly attached to a heterocyclic ring
    • C09B62/04Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group directly attached to a heterocyclic ring to a triazine ring
    • C09B62/08Azo dyes
    • C09B62/085Monoazo dyes

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Description


      Verfahren    zur Herstellung von     Reaktivfarbstoffen       Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur  Herstellung von     Reaktivfarbstoffen,    welches dadurch  gekennzeichnet ist, dass man 1     Mol    einer zur     Azo-          farbstoffbildung    befähigten organischen Verbindung,  welche mindestens einen     Dihalogentriazinylrest    ent  hält, mit mindestens 1     Mol    eines gegebenenfalls sub  stituierten     Hydroxylamins,    welches mindestens ein an  das Stickstoffatom gebundenes, austauschfähiges       Wasserstoffatom    enthält,

   umsetzt und die erhaltenen  Reaktionsprodukte durch     Azokupplung    in Farbstoffe  überführt.  



  Als     Dihalogentriazinylreste    kommen vorzugsweise       4,6-Dichlor-    bzw.     4,6-Dibrom-1,3,5-triazinyl-2-Reste     in Frage.  



  Als gegebenenfalls weitersubstituierte     Hydroxyl-          amine,    welche mindestens ein an das Stickstoffatom  gebundenes, austauschfähiges Wasserstoffatom ent  halten, seien die folgenden genannt:       Hydroxylamin,    die     gegebenenfalls    im Kohlenwas  serstoffrest substituierte     N-Alkyl-,        N-Aryl-,        N-Cyclo-          alkyl-    oder     N-Aralkylhydroxylamine,    wie     N-Methyl-,          N-Äthyl-,        N-Butylhydroxylamin,

          N-ss-Hydroxyäthyl-          hydroxylamin,        N-Phenylhydroxylamin    und dessen  Mono- und     Disulfonsäuren,        N-Benzylhydroxylamin,     die gegebenenfalls im     Kohlenwasserstoffrest    substi  tuierten     O-Alkyl-hydroxylamine,    wie     O-Methyl-,        O-ss-          Hydroxyäthyl-    und     O-Butylhydroxylamin    sowie die  gegebenenfalls in den Kohlenwasserstoffresten substi  tuierten N -     Alkyl    - O -     alkyl-hydroxylamine    wie z. B.

         N-Methyl-O-methyl-hydroxylamin.     



  Die Umsetzung kann in wässeriger, wässerig  organischer oder organischer Lösung oder Suspen  sion bei niedriger oder mässig erhöhter Temperatur,  vorzugsweise     zwischen    0 und 60  C, in schwach sau  rem neutralem oder schwach     alkalischem        pH-Gebiet,     gegebenenfalls in Gegenwart von säurebindenden Mit-         teln,    wie     Natriumcarbonat,        Natriumacetat    usw. erfol  gen.

   Die Menge an gegebenenfalls weiter substituier  tem, mindestens ein an das Stickstoffatom gebunde  nes Wasserstoffatom enthaltendem     Hydroxylamin    be  trägt vorzugsweise 1 bis 1,2     Äquivalente    für jede vor  handene     Dihalogentriazinylgruppe,    so dass nur ein  Halogenatom der     Dihalogentriazinylgruppe    gegen den       Hydroxylaminrest    ausgetauscht wird. Wegen der       Was@serdampfflüchtigkeit    von vielen     Hydroxylaminver-          bindungen    ist es angezeigt, die Umsetzung in mit  einem     Rückflusskühler    ausgerüsteten Gefässen aus  zuführen.  



  Nach der Umsetzung kann das Zwischenprodukt  aus seiner Lösung oder Suspension abgeschieden, ab  filtriert, gegebenenfalls gewaschen und getrocknet  werden. Man kann es aber auch ohne Isolierung in  gelöster oder suspendierter Form weiter verwenden.  



  Die     Diazotierung    der erfindungsgemässen     Diazo-          komponenten    kann direkt oder indirekt bei Tempera  turen von 0-20  C, vorzugsweise bei 0-10  C, er  folgen. Die Kupplung wird zweckmässig bei Tempera  turen von 0-20  C, vorzugsweise bei 0-l0  C, in sau  rem, neutralem oder alkalischem Medium, z. B. bei       pH-Werten    von 1 bis 11, je nach der Kupplungs  komponente ausgeführt.

   Für Kupplungen in     ortho-          oder        para-Stellung    zu einer gegebenenfalls     alkylierten     oder     arylierten        Aminogruppe    wählt man zweckmässig  einen     pH-Wert    von 1-5, für     Pyrazolone    und     Acyl-          acetylaminoverbindung    einen solchen von 4-6 und  für     Hydroxynaphthaline    einen solchen von 6-9.

   Nach  Beendigung der Kupplung können die     Azofarbstoffe     aus ihren Lösungen oder Suspensionen abgeschieden,       abfiltriert,    gegebenenfalls gewaschen und getrocknet  werden.  



  Die erhaltenen Farbstoffe eignen sich zum Fär  ben von Leder; zum Färben, Klotzen und Bedrucken      von Fasern tierischer Herkunft, z. B. Wolle, Seide;  von synthetischen     Polyamidfasern,    z. B. Nylon; von       Cellulosefasern,    z. B. Baumwolle, Leinen und von  Fasern aus regenerierter     Cellulose,    z. B.     Viskoserayon,     Kupferrayon,     Zellwolle    sowie von Gemischen und  oder Gebilden aus diesen Fasern.    Die in den Beispielen genannten     Teile    sind Ge  wichtsteile, und die Prozente sind Gewichtsprozente.  Die Temperaturen sind in     Celsiusgraden    angegeben.

    <I>Beispiel 1</I>  In 100 Teilen Wasser und 50 Teilen Eis suspen  diert man 18,5 Teile     Cyanurchlorid.        Nach    Zugabe  einer neutralen Lösung des     Natriumsalzes    von 18,8  Teilen     1,3-Diaminobenzol-4-sulfonsäure    in 200 Tei  len Wasser rührt man das Gemisch     während    1-2  Stunden bei 0-3  und hält den     pH-Wert    zwischen 4  und 5 durch Zugabe einer 10%igen     Natriumcarbo-          natlösung.    Nach beendigter Umsetzung fügt man  7 Teile     Hydroxylaminchlorhydrat        hinzu,

      erwärmt auf  40  und rührt das Gemisch während einigen Stunden  unter Einhaltung eines     pH-Wertes    von 6-7 durch  Zugabe einer 10 %     igen        Natxiumcarbonatlösung.    Nach  Beendigung der Reaktion wird das Kondensationspro  dukt durch Zugabe von     Natriumchlorid    ausgefällt,       abfiltriert    und mit     Natriumchloridlösung    gewaschen.  



  Man löst das erhaltene feuchte     Natriumsalz    der  1-(4"-Hydroxylamino-6"-chlor-1",3",5       triazinyl-2"-amino)-3-aminobenzol-          4-sulfonsäure     in 400 Teilen Wasser, fügt eine konzentrierte wässe  rige Lösung von 7     Teilen        Natriumnitrit    hinzu und  lässt dieses Gemisch zu einer eingekühlten Lösung von  25     Teilen    30 %     iger    Salzsäure in 100 Teilen Wasser  fliessen. Nach beendigter     Diazotierung    wird die über  schüssige salpetrige Säure durch Zugabe von     Amino-          sulfonsäure    zerstört.  



  Die     Diazoverbindung    lässt man zu einem auf 10   gekühlten Gemisch von 32 Teilen     1-(2',5'-Dichlor-          phenyl)-3-methyl-5-pyrazolon-4'-sulfonsäure,    40 Tei  len     Natriumcarbonat    und 300 Teilen Wasser fliessen.  Nach     beendigter    Kupplung wird das Gemisch mit  10     %        iger        Salzsäure    neutralisiert, auf 80  erwärmt und       Natriumchlorid    zugesetzt.

   Der ausgeschiedene Farb  stoff wird     abfiltriert,    mit verdünnter     Natriumchlorid-          lösung    gewaschen und bei 80  im Vakuum getrock  net. Der Farbstoff stellt ein     gelboranges    Pulver dar,  welches sich in Wasser mit gelber Farbe löst.    Die optimalen     Applikationsbedingungen        sind    je  nach der Art der Faser und der zur Anwendung ge  langenden Farbstoffe verschieden.  



  Tierische Fasern und synthetische     Polyamidfasern     kann man in saurem, neutralem oder schwach alkali  schem Medium färben und bedrucken bzw.     fixieren,     z. B. in Gegenwart von Essigsäure, Ameisensäure,  Schwefelsäure,     Ammoniumsulfat,        Natriummetaphos-          phat    usw. Man     kann    auch in Gegenwart von     Egali-          siermitteln    z.

   B.     polyoxäthylierten    Fettaminen oder  von Gemischen derselben mit     Alkylpolyglykoläthern,     essigsauer bis neutral färben und am Schluss der Fär  bung das Bad durch Zusatz von geringen Mengen  eines alkalisch reagierenden Mittels, z. B. Ammoniak,       Natriumbicarbonat,    Soda usw., oder     Verbindungen,     welche in der Hitze alkalisch reagieren, z. B.     Hexa-          methylentetramin,    Harnstoff, bis zur neutralen oder  schwach alkalischen Reaktion abstumpfen.

   Hierauf       wird    gründlich     gespült    und     gegebenenfalls    mit etwas  Essigsäure     abgesäuert.    Die erhaltenen     Färbungen    und  Drucke sind licht-, wasch-, walk-,     wasser-,    schweiss-,  reib- und     trockenreinigungsecht.     



  Das Färben, Klotzen und Bedrucken bzw. Fixie  ren der Farbstoffe auf     Cellulosefasern    erfolgt     vorteil-          hafterweise    in alkalischem Medium, z. B. in Gegen  wart von     Natriumbicarbonat,        Natriumcarbonat,    Na  tronlauge,     Kalilauge,        Natriummetasilikat,    Natrium  borat,     Trinatriumphosphat,        Ammoniak        üsw.        Zur     Vermeidung von     Reaktionserscheinungen    werden       beim    Färben,

   Klotzen oder     Bedtucken    der Fa  sern oft mit     Vorteil    milde Oxydationsmittel,  wie     1-nitrobenzol-3-sulfonsaures    Natrium, zugesetzt.  Die Fixierung der Farbstoffe     erfolgt    auch bei den       Cellulosefasern    in der Regel in der Wärme.    Die Färbungen und Drucke auf     Cellulosefasern     zeichnen sich insbesondere durch hervorragende     Nass-          echtheiten    aus. Diese sind     in.    der Bildung einer sta  bilen chemischen Bindung zwischen dem Farbstoff  molekül und dem     Cellulosemolekül    begründet.

   Oft  nimmt nicht die gesamte     Farbstoffmenge    an der che  mischen Umsetzung mit der Faser teil. Der Anteil des       nicht    umgesetzten Farbstoffes wird     in,    diesen Fällen  durch geeignete Operationen, wie     Spülen    und/oder  Seifen, gegebenenfalls unter Anwendung von höheren  Temperaturen, von der Faser entfernt, wobei auch  synthetische Waschmittel, wie z.

   B.     Alkylarylsulfo-          nate,        Natriumlaurylsulfat,        Natriumlaurylpolyg.Iykol-          äthersulfat,        gegebenenfalls        carboxymethylierte        Alkyl-          polyglykoläther    sowie Mono- und     Dialkylphenylpoly-          glykoläther,    Verwendung     finden.    Man erhält licht-,  wasch-,     wasser-,    schweiss-, reib- und     trockenreini-          gungsechte    Färbungen und Drucke.

      <I>Beispiel 2</I>  In 100 Teilen Wasser und 50 Teilen Eis suspen  diert man 18,5 Teile     Cyanurchlorid.    Nach Zugabe  einer neutralen Lösung des     Natriumsalzes    von 23,9  Teilen     2-Amino-5-hydroxy-naphthalin-7-sulfonsäure     in 250     Teilen    Wasser rührt man das Gemisch wäh  rend 1-2 Stunden bei<B>0-3'</B> und hält den     pH-Wert     zwischen 4 und 5 durch Zugabe einer 10 %     igen    Na  triumcarbonatlösung.

   Nach beendigter Umsetzung  setzt man 7 Teile     Hydroxylaminchlorhydrat    zu, er  wärmt     auf    40  und     rührt    das Gemisch während eini  gen Stunden unter     Einhaltung    eines     pH-Wertes    von  6-7 durch Zugabe einer 10 %     igen        Natriumcarbonat-          lösung.    Nach Beendigung der Reaktion wird     das    Kon  densationsprodukt durch Zugabe von     Natriumchlorid     ausgefällt,     abfiltriert    und mit     Natriumchloridlösung     gewaschen.

        Man löst das erhaltene feuchte     Natriumsalz    der  2-(4"-Hydroxylamino-6"-chlor-1",3",5"       triazinyl-2"-amino)-5-hydroxynaphthalin-          7-sulfonsäure     in 500 Teilen Wasser und setzt 30 Teile     Natrium-          carbonat    zu.  



  17,3 Teile     1-Aminobenzol-2-sulfonsäure    werden  in 100 Teilen Wasser verrührt und nach Zugabe von  20     Teilen    30 %     iger    Salzsäure mit 50 Teilen Eis auf  0  abgekühlt. Dann     lässt    man eine konzentrierte wäs  serige Lösung von 7 Teilen     Natriumnitrit        zufliessen.     Nach beendigter     Diazotierung    wird der     überschuss    an  salpetriger Säure mit etwas     Aminosulfonsäure    zer  stört.  



  Die so zubereitete Suspension der     Diazoverbin-          dung    lässt man zur vorher beschriebenen     sodaalkali-          schen    Lösung der Kupplungskomponente fliessen.  Nach beendigter Kupplung wird das Gemisch mit  10%iger     Salzsäure    neutralisiert, auf 80  erwärmt  und     Natriumchlorid    zugesetzt. Der ausgefällte     Mono-          azofarbstoff    wird     abfiltriert,    mit     Natriumchloridlösung     gewaschen und bei 80      im    Vakuum getrocknet.

   Der  trockene Farbstoff ist ein     rotoranges    Pulver, das sich  in Wasser mit oranger Farbe löst.  



  <I>Druckvorschrift</I>  Ein     mercerisiertes        Baumwollgewebe        wird    mit einer       Druckpaste    der folgenden Zusammensetzung be  druckt:  
EMI0003.0031     
  
    20 <SEP> Teile <SEP> des <SEP> nach <SEP> den <SEP> obenstehenden <SEP> Angaben <SEP> er  haltenen <SEP> Farbstoffes,
<tb>  100 <SEP> Teile <SEP> Harnstoff,
<tb>  405 <SEP> Teile <SEP> Wasser,
<tb>  450 <SEP> Teile <SEP> 3 <SEP> % <SEP> iger <SEP> Natriumalginatverdickung,
<tb>  10 <SEP> Teile <SEP> 3-nitrobenzolsulfonsaures <SEP> Natrium,
<tb>  <U>15</U> <SEP> Teile <SEP> Natriumcarbonat,
<tb>  1000 <SEP> Teile.       Man trocknet das Gewebe und dämpft es wäh  rend 10 Minuten bei 102-104 .

   Anschliessend wird  es     kalt    und kochend gespült, während 10 Minuten bei  100  mit einer 0,3 %     igen        Seifenlösung    in destilliertem  Wasser geseift, wieder kalt und heiss     gespült    und ge  trocknet.     Man    erhält einen orangen Druck mit vor  züglichen     Nassechtheiten.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Reaktivfarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, dass man 1 Mol einer zur Azofarbstoffbildung befähigten organischen Verbin dung, welche mindestens einen Dihalogentriazinylrest enthält, mit mindestens 1 Mol eines gegebenenfalls substituierten Hydroxylamins, welches mindestens ein an das Stickstoffatom gebundenes, austauschfähiges Wasserstoffatom enthält, umsetzt und die erhaltenen Reaktionsprodukte durch Azokupplung in Farbstoffe überführt.
CH1532565A 1962-02-23 1962-02-23 Verfahren zur Herstellung von Reaktivfarbstoffen CH423040A (de)

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