CH487147A - Verfahren zur Herstellung von neuen, substituierten Phenylessigsäuren und deren Estern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen, substituierten Phenylessigsäuren und deren Estern

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CH487147A
CH487147A CH181570A CH181570A CH487147A CH 487147 A CH487147 A CH 487147A CH 181570 A CH181570 A CH 181570A CH 181570 A CH181570 A CH 181570A CH 487147 A CH487147 A CH 487147A
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phenyl
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CH181570A
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Rolf Dr Denss
Franz Dr Ostermayer
Clauson-Kaas Niels
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Geigy Ag J R
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    • C07D207/00Heterocyclic compounds containing five-membered rings not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom
    • C07D207/02Heterocyclic compounds containing five-membered rings not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom with only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom
    • C07D207/30Heterocyclic compounds containing five-membered rings not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom with only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom having two double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D207/32Heterocyclic compounds containing five-membered rings not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom with only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom having two double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with only hydrogen atoms, hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D207/325Heterocyclic compounds containing five-membered rings not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom with only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom having two double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with only hydrogen atoms, hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals, directly attached to ring carbon atoms with substituted hydrocarbon radicals directly attached to the ring nitrogen atom
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Description


  



  Verfahren zur Herstellung von neuen, substituierten   Phenylessigsäuren    und deren Estern
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen, substituierten   Phenylessigsäuren    und deren Estern sowie ihrer Salze. Sie besitzen wertvolle pharmakologische Eigenschaften.



   Substituierte   Phenylessigsäuren    und deren Ester entsprechen der   Formel I,   
EMI1.1     
 in welcher   R,    eine niedere Alkylgruppe,   R : ;    Wasserstoff, eine niedere Alkyl-oder Alkoxy gruppe oder ein Halogenatom und   R3,      R4    und   R, unabhängig    voneinander Wasserstoff oder niedere Alkylgruppen bedeuten, sowie Salze der unter die Formel I fallenden Carbonsäuren mit anorganischen und organischen Basen sind bisher nicht beschrieben worden.



   Wie nun gefunden wurde, besitzen diese neuen Stoffe wertvolle pharmakologische Eigenschaften, insbesondere analgetische, antipyretische und antiphlogistische Wirksamkeit mit sehr günstigem therapeutischem Index. Diese Eigenschaften charakterisieren sie als Wirkstoffe zur Linderung und Behebung von Schmerzen verschiedener Genese und zur Behandlung von rheumatischen und andern entzündlichen Krankheitsprozessen. Die Verabreichung kann oral, rektal oder parenteral erfolgen.



   In den Verbindungen der Formel I und den zuge  hörigen,    weiter unten genannten Ausgangsstoffen ist   Ri    als niedere Alkylgruppe z. B. die Methyl-,   Äthyl-,    n-Propyl-, Isopropyl-, n-Butyl-, Isobutyl-, sek.-Butyl-, n-Pentyl-, Isopentyl-, Neopentyl-, n-Hexyl-oder Isohexylgruppe,   Rs    ist als niedere Alkylgruppe z.   B.    die Methyl-,   Athyl-, n-Propyl-,    Isopropyl-, n-Butyl-, Isobutyl-oder tert.-Butylgruppe und als Halogenatom z. B. Chlor, Brom oder Fluor, und als niedere Alkoxygruppe z. B. die Methoxy-,   Äthoxy-,    n-Propoxy-oder Isopropoxygruppe. Niedere Alkylgruppen   Rs    und   R4    sind z. B.

   Methyl-,   Äthyl-,    n-Propyl-,   Isopropylgruppen.    Eine niedere Alkylgruppe   R,    ist z. B. die Methyl-,   Äthyl-, n-Propyl-,    Isopropyl-, n-Butyl-, Isobutyl-, tert.-Butyl-, n-Pentyl-,   Isopentyl-oder    n-Hexylgruppe.



   Zur Herstellung der Verbindungen der Formel I und der Salze der unter diese Formel fallenden Carbonsäuren mit anorganischen und organischen Basen wird eine Verbindung der Formel II,
EMI1.2     
 in welcher   R,, und R7 Wasserstoff    oder niedere Alkylgruppen von zusammen höchstens 4 Kohlenstoffatomen bedeuten, und   R=,      R3,      R.      und R,    die unter Formel I angegebene Bedeutung haben, mit katalytisch aktiviertem Wasserstoff, bis zur Aufnahme der im wesentlichen äquimolaren Menge reduziert und gewünschtenfalls eine erhaltene Carbonsäure in ein Salz mit einer anorganischen oder organischen Base überführt oder indem man eine Verbindung der Formel II mittel   Zinn-(II)-chlorid    in einer Mischung von Salzsäure und Essigsäure,

   oder mittels Jod. und Phosphor in Eisessig hydriert. Die Reduktionen werden vorzugsweise bei erhöhter Temperatur, z. B. bei der Siedetemperatur der genannten Reaktionsmedien, durchgeführt.



   Ausgangsstoffe der Formel II lassen sich beispielsweise durch Umsetzung von metallorganischen   p- (l-Pyr-    ryl)-phenylverbindungen, wie z. B. von gegebenenfalls entsprechend der Definition für   R, R und R4    substituiertem   p- (l-Pyrryl)-phenyllithium    oder   p- (I-Pyrryl)-phenyl-    magnesiumbromid mit   Benztraubensäure    oder andern.

   niederen   2-Oxoalkansäuren.    gewünschtenfalls Umwand  lung    derselben in niedere Alkylester, herstellen Die substituierten   2-Hydroxy-alkansäuren    dieser allgemeinen Formel lassen sich auch durch eine weitere   metallorga-    nische Reaktion, bestehend in der Umsetzung von   gege-    benenfalls entsprechend der Definition für   R..      Rg    und R, substituierten   p- (I-Pyrrvl)-phenylglyoxylsduren--thit    niederen   Alkylmagnesiumhalogeniden.    herstellen.

   Substituierte   2-Hydroxy-alkansäuren    mit Wasserstoffatomen als   R, ;    und   R, werden    beispielsweise auch durch Anlagerung von Cyanwasserstoff an entsprechend substituierte Acetophenone, Hydrolyse der erhaltenen Cyanhydrine mittels konz. Mineralsäuren in der Kälte zu entsprechenden, substituierten 2-Hydroxy-alkanamiden und weitere Hydrolyse der letztern mittels Alkalilaugen in der Wärme erhalten.



   Verbindungen der Formel I werden bei den erfin  dungsgemässen    Verfahren als Razemate der optisch aktiven (+)-und (-)-Formen erhalten, sofern nicht bei hierzu geeigneten Verfahren optisch aktive   Ausgangs-    stoffe verwendet werden. Die Razemate lassen sich in an sich bekannter Weise in die optisch aktiven Enantiomeren aufspalten. Beispielsweise werden die unter die Formel I fallenden. razemischen freien Carbonsäuren mit optisch aktiven organischen Basen. wie z.   B.      (+)-und      (-)-x-Phenyl-äthylamin [(+)-und ()-.-Methyl-bznzyl-    amin], Cinchonidin, Cinchonin oder Brucin, in organischen Lösungsmitteln oder in Wasser zu Paaren von diastereomeren Salzen umgesetzt, von denen das schwerer lösliche. gegebenenfalls nach Einengen und/oder Abkühlen. abgetrennt wird.

   Als organische Lösungsmittel werden solche gewählt, in denen zwischen den beiden enantiomeren Salzen möglichst grosse   Löslichkeitsunter-    schiede bestehen, so dass eine möglichst weitgehende Trennung erreicht und gegebenenfalls auch die Menge der eingesetzten, optisch aktiven Base bis auf ein halbes Moläquivalent gesenkt werden kann. Beispielsweise wird die Salzbildung in einem niederen Alkanol. wie Äthanol oder Isopropanol. in Aceton oder Dioxan oder in Gemischen dieser oder weiterer Lösungsmittel durchgeführt.



  Die optisch aktiven Formen können in ihren pharma  kologischen    Eigenschaften erhebliche Unterschiede zeigen. Beispielsweise zeigt die   (+)-2-tp-(1-Pyrryl)-phenyl]-      -buttersäure    stärkere analgetische und antiphlogistische Wirkungen als die   (-)-2- [p- (I-Pyrryl)-phenyl]-butter-    säure.



   Als gewünschtenfalls herstellbare Salze von unter die Formel I fallenden Carbonsäuren seien z. B. die Natrium-,   Kalium-,    Lithium-,   Magnesium-,    Calcium-und Ammoniumsalze, sowie Salze mit   Äthylamin,      Triäthyl-    amin,   2-Amino-äthanol.    2,   2'-Imino-diäthanol,    2-Dime  thylamino-äthanol, 2-Diäthylaminoäthanol, Äthylen-di-    amin, Benzylamin, Procain, Pyrrolidin, Piperidin, Mor  pholin.      1-Äthyl-piperidin    oder   2-Piperidinoäthanol    oder mit basischen Ionenaustauschern genannt.



   Die neuen Verbindungen der Formel I sowie die Salze der unter diese Formel fallenden freien Säuren werden, wie weiter vorne erwähnt, peroral, rektal oder parenteral verabreicht. Die täglichen Dosen bewegen sich zwischen 50 und 3000 mg für erwachsene Patienten. Geeignete Doseneinheitsformen, wie   Dragées,    Tabletten, Suppositorien oder Ampullen. enthalten als Wirkstoff vorzugsweise 10-500 mg einer Verbindung der Formel I oder eines Salzes einer unter diese Formel fallenden freien Säure mit einer pharmazeutisch annehmbaren anorganischen oder organischen Base. Von Verbindungen der Formel   I,    in denen   R,    von Wasserstoff verschieden ist, und von entsprechenden Salzen kann sowohl das Razemat als auch ein optisch aktives Enantiomer als Wirkstoff verwendet werden.



   In Doseneinheitsformen für die perorale Anwendung liegt der Gehalt an Wirkstoff vorzugsweise zwischen   10%    und   90%.    Zur Herstellung solcher   Doseneinheits-    formen kombiniert man den Wirkstoff z. B. mit festen. pulverförmigen Trägerstoffen, wie Lactose, Saccharose.



  Sorbit. Mannit ; Stärken, wie Kartoffelstärke, Maisstärke oder Amylopektin, ferner Laminariapulver oder Citrus  pulpenpuiver ; Cellulosederivaten    oder Gelatine, gegebenenfalls unter Zusatz von Gleitmitteln. wie Magnesium-oder Calciumstearat oder   Polyäthylenglykolen,    zu Tabletten oder zu   Dragee-Kernen.    Letztere überzieht man beispielsweise mit konzentrierten Zuckerlösungen. welche   z.    B. noch arabischen Gummi, Talk und/oder Titandioxid enthalten können. oder mit einem in leichtflüchtigen organischen Lösungsmitteln oder   Lösungsmittelgemi-    schen gelösten Lack. Diesen Überzügen können Farbstoffe zugefügt werden. z. B. zur Kennzeichnung verschiedener Wirkstoffdosen.

   Als weitere orale Doseneinheitsformen eignen sich Steckkapseln aus Gelatine sowie weiche. geschlossene Kapseln aus Gelatine und einem   Weichmaclier.    wie Glycerin. Die erstern enthalten   d n    Wirkstoff vorzugsweise als Granulat in Mischung mit Gleitmitteln, wie Talk oder Magnesiumstearat. und   gegc-    benenfalls   Stab. lisatoren.    wie Natriummetabisulfit   (Na.-      S O,)    oder Ascorbinsäure. In weichen Kapseln ist der Wirkstoff vorzugsweise in geeigneten Flüssigkeiten, wie   flüssigen Polyäthylenglykolen. gelöst    oder suspendiert, wobei ebenfalls Stabilisatoren zugefügt sein können.



   Als Doseneinheitsformen für die rektale Anwendung kommen z. B. Suppositorien in Betracht, welche aus einer Kombination eines Wirkstoffes mit einer Suppositorien Grundmasse auf der Basis von natürlichen oder synthetischen Triglyceriden (z. B. Kakaobutter),   Polyäthylen-    glykolen oder geeigneten höheren Fettalkoholen bestehen. und   Gelatine-Rektalkapsein,    welche eine Kombination des Wirkstoffs mit   Polyäthylenglykolen    enthalten.



     Ampullenlösungen    zur parenteralen. insbesondere in  tramuskulären    oder intravenösen Verabreichung enthalten z. B. eine Verbindung der Formel 1 in einer Konzentration von vorzugsweise 0.   5-5%    als wässerige, mit Hilfe von üblichen Lösungsvermittlern und/oder Emulgiermitteln sowie gegebenenfalls von   Stabilisierungsmitteln    bereitete Dispersion. oder eine wässerige Lösung eines pharmazeutisch annehmbaren, wasserlöslichen Salzes einer unter die Formel I fallenden freien Säure.



   Als weitere parenterale Applikationsformen kommen beispielsweise mit den üblichen Hilfsstoffen bereitete Lotions, Tinkturen und Salben für die perkutane Anwendung in Betracht.



   Die folgenden Vorschriften sollen die Herstellung von Tabletten, Dragees usw. näher erläutern : a)   1000 g    Wirkstoff, z. B.   2- [p- (I-Pyrryl)-phenyl]-      -buttersäure,    werden mit   550 g    Lactose und   292 g    Kar  toffelstärke    vermischt, die Mischung mit einer alkoholischen Lösung von 8g Gelatine befeuchtet und durch ein Sieb granuliert.

   Nach dem Trocknen mischt man 60 g Kartoffelstärke,   60g Talk    und   10 g Magnesiumstearat    und 20 g hochdisperses Siliciumdioxid zu und presst die Mischung zu   10000    Tabletten von je   200mg    Gewicht und   100mg    Wirkstoffgehalt, die gewünschtenfalls mit  Teilkerben zur feineren Anpassung der Dosierung versehen sein können. b)   200g Wirkstoff.    z. B.   2- [p- (1-Pyrryl)-phenyl]-but-      tersäure.    werden mit 16 g Maisstärke und 6 g hochdispersem Siliciumdioxid   out    vermischt.

   Die Mischung wird mit einer Lösung von 2   g    Stearinsäure, 6 g Äthylcellulose und 6 g Stearin in ca. 70 ml Isopropylalkohol befeuchtet und durch ein Sieb III   (Ph.      Helv.    V) granuliert. Das Granulat wird ca. 14 Stunden getrocknet und dann durch   Sieb-III-IIIa    geschlagen. Hierauf wird es mit 16g Maisstärke, 16g Talk und 2g Magnesiumstearat vermischt und zu 1000   Dragee-Kernen      gepresst.    Diese werden mit einem konzentrierten Sirup von 2g Lacca. 7, 5 g arabischem Gummi. 0, 15 g Farbstoff, 2 g hochdispersem Siliciumdioxid,   25 g    Talk und 53, 35 g Zucker überzogen und getrocknet.

   Die erhaltenen   Dragées    wiegen je 360 mg und enthalten je 200 mg Wirkstoff. c)   50.      0 g 2-[p-(1-Pyrryl)-phenyl]-propionsäure    werden in einem Gemisch von 232 ml I n Natronlauge und 500 ml ausgekochtem.   pyrogenfreiem    Wasser gelöst und die Lösung mit ebensolchem Wasser auf 2000 ml ergänzt. Die Lösung wird filtriert, in 1000 Ampullen   ä      2 ml abgefüllt    und sterilisiert. Eine   Ampulle ä    2   ml enthält    50 mg   2- [p- (1-Pyrryl)-phenyl]-propionsäure    als Wirkstoff in Form des Natriumsalzes. d)   50g 2- [p- (1-Pyrryl)-phenyl]-buttersäure und 1950g    feingeriebene Suppositoriengrundmasse (z.

   B.   Kakaobut-    ter) werden gründlich gemischt und dann geschmolzen.



  Aus der durch Rühren homogen gehaltenen Schmelze werden 1000 Suppositorien von 2,   0g gegossen.    Sie enthalten je 50 mg Wirkstoff. e) 60,0g Polyoxyäthylensorbitan-monostearat, 30,0g Sorbitanmonostearat. 150.   0 g Paraffinöl    und 120, 0 g Stearylalkohol werden miteinander geschmolzen. 50. 0 g   [p- (l-Pyrryl)-phenyl]-essigsäure    (fein pulverisiert) werden zugegeben und   590 ml    auf   40       vorgewärmtes    Wasser einemulgiert. Die Emulsion wird bis zum Erkalten auf Raumtemperatur gerührt und in Tuben abgefüllt.



   Die nachfolgenden Beispiele erläutern die Herstellung der neuen Verbindungen der Formel I näher. Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.



      Beispiel I   
3, 3 g   2-Hydroxy-2-[p-(1-pyrryl)-phenyl]-propionsäure-      -äthylester    werden in 100 ml abs. Äthanol über   I g Kup-    ferchromit-Bariumoxid-Katalysator (   (Girdlen > ) 5 Stun-    den bei   160-170     und 100 atü Wasserstoff-Druck hydriert. Nach dem Abfiltrieren des Katalysators und Abdestillieren des Lösungsmittels verbleiben 2, 3 g eines Öles, das   gemäss      Dünnschicht-Chromatogramm    neben Ausgangsmaterial noch einige Verunreinigungen enthält.



  Durch Chromatographie an   70g    Kieselgel und Elution mit   Benzol-Petroläther    4 :   1    erhält man reinen   2- [p- (1-      -Pyrryl)-phenyl]-propionsäure-äthylester    der bei 0, 001 Torr und   160  Luftbadtemperatur    siedet.



   Beispiel 2
6,   9 g 2- [p- (1-Pyrryl)-phenyl]-buttersäure    werden in 20 ml Benzol durch Erwärmen gelöst und mit einer Lösung von 2, 7 g   2-Dimethylamino-äthanol    in 2 ml Benzol versetzt. Beim Reiben kristallisiert das Salz aus. Es wird abgenutscht, mit 5 ml kaltem Äther gewaschen und getrocknet. Nach dem Umkristallisieren aus 30 ml Benzol und Trocknen bei Raumtemperatur im Hochvakuum schmilzt das   2-Dimethylaminoäthanol-Salz    der   2- [p- (1-      -Pyrryl)-phenyl]-buttersäure    bei   96-100 ,    nach Sintern   ab 91 .   



   Beispiel 3
6,   0 g 2-[p-(1-Pyrryl)-phenyl]-buttersäure    werden in 10 ml 2 n Kalilauge gelöst, die Lösung filtriert und unter vermindertem Druck eingedampft. Der kristalline   Rück-    stand wird aus Dioxan-Isopropanol 10 :   1    umkristallisiert.



  Das erhaltene Kaliumsalz der   2- [p- (1-Pyrryl)-phenyl]-      -buttersäure    schmilzt bei   255 ,    Zersetzung ab   230 .   



   Beispiel 4
4, 95g razemische   2- [p- (l-Pyrryl)-phenyl]-buttersäure    werden in 30 ml Aceton gelöst und mit einer Lösung von   8 g    Cinchonidin in   25 ml    Methanol versetzt. Man dampft das Methanol-Aceton-Gemisch auf dem Wasserbad ab, setzt   50 ml    Aceton zu, dampft nochmals ab und nimmt den Rückstand in 50 ml heissem Aceton auf. Beim Abkühlen scheiden sich   11    g eines Gemisches ab, das vorwiegend aus dem Cinchonidinsalz der   (-)-2-      - [p- (t-PyrryI)-phenyl]-buttersäure    und etwas   überschüs-    sigem Cinchonidin besteht. Man saugt ab und kristallisiert das Cinchonidinsalz nochmals aus Aceton um.

   Zur Isolierung der freien Säure suspendiert man 2 g des umkristallisierten Cinchonidinsalzes vom Smp. 140  in 50   ml    Wasser. fügt   15 ml 2 n Salzsäure    zu, nimmt die ausgeschiedene Säure in Äther auf, wäscht die ätherische Lösung zweimal mit Wasser, trocknet sie über Natriumsulfat und dampft sie ein. Der Rückstand wird aus Tetrachlorkohlenstoff umkristallisiert. wobei man   (-)-2- [p-      -(I-Pyrryl)-phenyl]-buttersäure    Smp.   130-132 ,      [α]25D       -39.    9 , erhält.



   Die Mutterlaugen von beiden Kristallisationen des obigen Cinchonidinsalzes werden vereinigt und im Vakuum zur Trockne eingedampft. Der Rückstand wird in 50 ml In Salzsäure suspendiert und mit 50 ml Äther geschüttelt. bis alles in Lösung gegangen ist. Die   Äther-    phase wird abgetrennt, mit Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und eingedampft. Der Rückstand (2. 65 g) wird in 40 ml heissem Isopropanol gelöst und mit einer heissen Lösung von 1,   8g (+)--Phenyl- thylamin    in 20 ml Isopropanol versetzt.

   Beim Abkühlen kristallisieren 3,   2 g (+)-a-Phenyl-äthylaminsalz    der   (+)-2- [p-      -(I-Pyrryl)-phenyl]-butters ure    in farblosen Nadeln, die nach zweimaligem Umkristallisieren aus Äthanol bei   148-150     nach vorhergehender Umwandlung schmelzen   [a]    25D + 4,   4     (c =   1,    Methanol). Man suspendiert 1,   25 g    des so erhaltenen Salzes in   30 ml    Wasser, setzt   10 ml    2 n Salzsäure zu und schüttelt mit Äther, bis alles in Lösung gegangen ist. Die Ätherphase wird abgetrennt, zweimal mit Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und zur Trockne eingedampft.

   Der Rückstand wird aus 5 ml Tetrachlorkohlenstoff umkristallisiert, wobei man   (+)-2- [p- (I-Pyrryl)-phenyl]-buttersäure    vom Smp.   130-132 ,      [a] 251) +39. 9     (c =   1,    Methanol) erhält.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von substituierten Phenyl essigsäuren und deren Estern entsprechend der Formel I, EMI3.1 in welcher Rl eine niedere Alkylgruppe, R. Wasserstoff, eine niedere Alkyl-oder Alkoxy gruppe oder ein Halogenatom und R3, R4 und R5 unabhängig voneinander Wasserstoff oder niedere Alkylgruppen bedeuten, sowie von Salzen der unter die Formel I fallenden Car bonsäuren mit anorganischen und organischen Basen dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel II, EMI4.1 in welcher R, ;
    und RT Wasserstoff oder niedere Alkylgruppen von zusammen höchstens 4 Kohlenstoffatomen bedeuten, und R2, R3, R4 und R5 die oben angegebene Bedeutung haben, reduziert und gewünschtenfalls eine erhaltene Car bonsäure in ein Salz mit einer anorganischen oder organischen Base überführt.
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