CH496774A - Verfahren zur Herstellung von in Wasser schwerlöslichen Disazofarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von in Wasser schwerlöslichen Disazofarbstoffen

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CH496774A
CH496774A CH1538268A CH1538268A CH496774A CH 496774 A CH496774 A CH 496774A CH 1538268 A CH1538268 A CH 1538268A CH 1538268 A CH1538268 A CH 1538268A CH 496774 A CH496774 A CH 496774A
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water
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dyes
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CH1538268A
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Francois Dr Favre
Werner Dr Bossard
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Geigy Ag J R
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B43/00Preparation of azo dyes from other azo compounds
    • C09B43/32Preparation of azo dyes from other azo compounds by reacting carboxylic or sulfonic groups, or derivatives thereof, with amines; by reacting keto-groups with amines
    • C09B43/38Preparation of azo dyes from other azo compounds by reacting carboxylic or sulfonic groups, or derivatives thereof, with amines; by reacting keto-groups with amines by reacting two or more ortho-hydroxy naphthoic acid dyes with polyamines

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  Zusatzpatent zum Hauptpatent   Nur.437588    Verfahren zur Herstellung von in Wasser schwerlöslichen Disazofarbstoffen
Es wurde gefunden, dass man neue, wertvolle, in Wasser schwerlösliche Disazofarbstoffe der Formel I,
EMI1.1     
 in der A und D je einen Rest der Benzolreihe und B eine mindestens 4 Kohlenstoffatome aufweisende Alkoxygruppe, eine Cycloalkoxygruppe, eine Aralkoxygruppe, oder eine gegebenenfalls ringsubstituierte Aryloxygruppe bedeuten, erhält, wenn man eine Verbindung der Formel II
EMI1.2     
 in der Z Chlor oder Brom und A und B je einen Rest der Benzolreihe bedeuten, mit einer mindestens 4   Koh-    lenstoffatome aufweisenden aliphatischen, mit einer cycloaliphatischen, araliphatischen oder mit einer gegebenenfalls ringsubstituierten aromatischen Hydroxyverbindung umsetzt und dabei die Komponenten so wählt,

   dass der Disazofarbstoff der Formel I keine in Wasser sauer dissoziierenden, wasserlöslich machenden Gruppen enthält.



   A und D können substituiert oder im Rahmen der Difinition substituiert sein. Als Substituenten kommen z. B. in Frage: Kohlenwasserstoffgruppen, vor allem niedere Alkylgruppen, wie die Methyl-,   Äthyl-,    eine Propyl-, Butyl- oder Amylgruppe, ferner die Hydroxylgruppe, Äthergruppen, insbesondere niedere Alkoxygruppen, wie die Methoxyoder   Äthoxygruppe,    oder gegebenenfalls durch niedere Alkylgruppen oder Halogen substituierte Phenoxygruppen, ferner Acylaminogruppen, insbesondere Carbacylaminogruppen, wie die Acetylamino-, Propionylamino-, Chloracetylamino-, ss-Chlorpropionylamino-, Benzoylamino-, Chlorbenzoylaminogruppe, aber auch   Kohlenwasserstoff-sulfonylamino    und Halogenkohlenwasserstoff-sulfonylaminogruppen, wie die Methyl- oder Chlormethyl-sulfonylamino- oder Phenylsulfonylaminogruppe, oder Azinylaminogruppen,

   beispielsweise eine Chlortriazinylamino- oder Chlorpyrimidylaminogruppe, dann auch die Nitro-, die Trifluormethyl- oder die Cyangruppe, ferner Halogenatome, insbesondere Fluor, Chlor oder Brom, Acylgruppen, vorzugsweise Carbacylgruppen, wie die Acetyl- oder Benzoylgruppe, Carbonsäureestergruppen, wie die Carbonsäure-methyl-, äthyl-, -propyl-, -isopropyl-, -butyl-, -cyclohexyl-, -benzyl- oder -phenylestergruppe, Sulfonsäurearylestergruppen, wie die Sulfonsäure-phenylestergruppe, oder gegebenenfalls am Stickstoff substituierte Carbonsäure- und Sulfonsäureamidgruppen, Carbonsäure- und wie die Sulfonsäuremethyl-amid-, -äthylamid-, -dimethylamid-,   -diäthylamid-, -dibutylamid-,    -cyclohexylamid-,   -N-methyl-N-phenylamid-, -N-äthyl-N-phenylamid-,   -piperidid- oder    -morpholidgruppe.



   Farbstoffe, in denen A den 1,4-Phenylen- und D den Phenylrest bedeuten, sind ihres guten Ziehvermögens und ihrer hervorragenden Licht- und Sublimierechtheit wegen bevorzugt.



   Ist B eine mindestens 4 Kohlenstoffatome aufweisende Alkoxy-, eine Cycloalkoxy- oder eine Aralkoxygruppe, so ist sie z. B. abgeleitet von n-, sec.-, isooder tert. Butanol oder von einem Amyl-, Hexyl- oder Octylalkohol bzw. von Cyclohexanol bzw. von Benzylalkohol.



   Bedeutet B eine gegebenenfalls ringsubstituierte Aryloxygruppe, so leitet es sich beispielsweise ab von Hydroxybenzol, von einem Alkyl-, Aryl-, Alkoxy-, Aryloxy-, Halogen- oder tert. Aminohydroxybenzol oder von einem Hydroxynaphthalin; also beispielsweise von 2-, 3- oder 4-Methyl- oder   -l2ithyl-1-hydroxybenzol    oder deren technischen Gemischen, von 2,4-Dimethyl-, 4-tert. Butyl- oder   4-iso-Octyl-1-hydroxybenzol,    von 2-, 3- oder 4-Chlor-1-hydroxybenzol oder von 2-, 3oder 4-Methoxy- oder Äthoxy-1-hydroxybenzol, ferner von 2-, 3- oder 4-Dimethylamino- oder -Diäthylaminol-hydroxybenzol, von 2- oder   4Xarbomethoxy-,      carb-    äthoxy- oder   -Carbobutoxy-1-hydroxybenzol7    von   4-Hydroxydiphenyläther    oder von 1- oder 2-Hydroxynaphthalin.



   Besonders leicht zugänglich, hervorragend lichtecht und rein sind Disazofarbstoffe der Formel I mit der SO2B-Gruppe in 4-Stellung des Naphthalinkerns.



   Die Ausgangsstoffe der Formel II erhält man beispielsweise durch Umsetzen der Diazoniumverbindung eines Amins der Formel III    H2N-A-N=N-D    (III) mit einer in 2-Stellung kuppelnden 1-Hydroxynaphthalinsulfonsäure und Überführung der so erhaltenen Disazofarbstoffsulfonsäure in das entsprechende Sulfonsäurechlorid oder -bromid, beispielsweise mittels eines Phosphorchlorids oder -bromids, gegebenenfalls in Gegenwart einer tertiären Stickstoffbase.



   Geeignete Diazokomponenten der Formel III sind beispielsweise 4-Aminoazobenzol, 3-Methyl- oder -Äthyl-4-amino-azobenzol, 4'-Hydroxy-, 3- oder 4-aminoazobenzol, 4'-Methoxy-   oder -Äthoxy-,    3-   oder -4-aminoazobenzol,    2', 3'- oder 4'-Chlor-4-aminoazobenzol, 2'-, 3'- oder 4'-Nitro-4-aminoazobenzol, 2', 5'- oder 3   ',4'-Dichlor-4-aminoazobenzol,    2', 6'-Dichlor, 4'-nitro-4-aminoazobenzol, 4'-Methylsulfonyl- oder   -Äthylsulfonyl-4-aminoazobenzol,    2'-Nitro-4'-methylsulfonyl   4-aminoazobenzol,    4-Aminoazobenzol-4'-sulfonsäureamid, 4-Aminoazobenzol-4'-sulfonsäuredimethylamid, 4-Aminoazobenzol-4'-sulfonsäure   N,N-di-ss-hydroxyäthylamid,    4-Amino-2'-nitro-azobenzol, 4'-sulfonsäure-diäthylamid oder -phenylamid.



  Die bevorzugte Diazokomponente ist 4-Aminoazobenzol.



   Als Kupplungskomponenten verwendet man z. B.



  von 1-Hydroxynaphthalin-3-, -4- oder -5- sulfonsäure, insbesondere 1-Hydroxynaphthalin-4-sulfonsäure.



   Die Kondensation der Sulfonsäurehalogenide der Formel IV mit den Hydroxyverbindungen zu Estern der Formel I erfolgt zweckmässig in wässriger, organischer oder in wässriger-organischer Lösung, wenn nötig bei erhöhter Temperatur. Als organische Lösungsmittel eignen sich hierbei mit Wasser mischbare, z. B. niedere aliphatische Ketone, wie Aceton oder Methyläthylketon, oder Atheralkohole,   wie Athy-    lenglykolmonomethyl- oder   -äthyläther,    oder mit Wasser nicht mischbare z. B. gegebenenfalls halogenierte aromatische Kohlenwasserstoffe, wie Benzol, Toluol, Xylole, Chlorbenzol oder Dichlorbenzole.



   Man setzt die Hydroxyverbindungen zweckmässig in Form ihrer Salze, etwa der Natrium- oder Kaliumsalze um.



   Erfindungsgemäss herstellbare Farbstoffe eignen sich zum Färben von organischen hydrophoben, synthetischen Textilfasern aus wässriger Dispersion, beispielsweise zum Färben von Cellulosedi- bis -triacetat, besonders aber zum Färben linearer Polyester von aromatischen Polycarbonsäuren mit mehrwertigen Alkoholen, beispielsweise von   Glykolterephthalatfa-    sern. Die Farbstoffe können aber auch zum Färben von synthetischen Polyamidfasern verwendet werden.



   Oft lassen sich mit erfindungsgemäss herstellbaren Farbstoffen auch auf Polyacrylnitrilfasern lichtechte Färbungen erzeugen.



   Die Färbung von Polyesterfasern mit wässrigen Dispersionen erfindungsgemäss herstellbarer Farbstoffe erfolgt vorzugsweise bei Temperaturen von über   1000 C    unter Druck. Sehr gute Färbungen werden auch erhalten, wenn man Polyesterfasern mit konzentrierten, wässrigen Dispersionen erfindungsgemäss herstellbarer Farbstoffe imprägniert, das abgequetschte Gewebe trocknet und dann bei Temperaturen von   180-250     C fixiert. Die Färbung kann aber auch beim Siedepunkt des Wassers in Gegenwart von Farbüberträgern, wie Phenylphenol, Polychlorbenzolverbindungen oder ähnlichen Hilfsmitteln, durchgeführt werden.

 

   In einzelnen Fällen lässt sich das Ziehvermögen der Farbstoffe durch Mischen von zwei oder mehreren erfindungsgemäss herstellbaren Disazofarbstoffen noch verbessern. Hierfür kommen insbesondere Gemische von 2-(4'-Phenylazolphenyl-azo)-1hydroxynaphthalin-4-sulfonsäurebis-hydroxyalkylamiden und von 2-(4'-Phenylazophenyl-azo)   1-hydroxynaphthalin-4-sulfonsäure-    bis-alkylamiden in Frage.



   Je nach Zusammensetzung und Mischung der Farbstoffe lassen sich auf Polyesterfasern rote bis rubinrote, sehr gut nass-, sublimier- und lichtechte, und oft sehr reine Färbungen erzeugen.



   Im folgenden Beispiel bedeuten Teile, sofern nichts anderes ausdrücklich vermerkt ist, Gewichtsteile. Die   Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben. Gewichtsteile stehen zu Volumteilen im gleichen Verhältnis wie g zu cm3.



   Beispiel
45,05 Teile   2-(4'-Phenylazophenylazo);    1 -hydroxynaphthalin-4-sulfonsäurechlorid werden mit 11,6 Teilen des Natriumsalzes von 1 Hydroxybenzol in 600 Teilen Wasser und 300 Teilen Äthylalkohol während 16 Stunden in Gegenwart von 65 Teilen Natriumcarbonat unter Rühren auf   90-95  C    erhitzt. Nach dem Abkühlen des Reaktionsgemisches auf Raumtemperatur filtriert man den ausgeschiedenen roten Farbstoff ab, wäscht mit viel kaltem Wasser und trocknet ihn im Vakuum bei   70"    C.



  Der Farbstoff entspricht der Formel:
EMI3.1     

Er wird in Gegenwart eines Ligninsulfonates gemahlen. Auf Fasern aus Polyglykolterephthalat wie  Trevira  (der Firma Hoechst, Frankfurt   a. /M.,    Deutschland) foulardiert und thermofixiert, färbt er diese Faser in reinen roten vorzüglich sublimier- und lichtechten Farbtönen.

 

   Verwendet man im obigen Beispiel anstelle von 1-Hydroxy-benzol,   2-Methyl- 1-hydroxybenzol,    3-Methyl- 1 -hydroxybenzol, 4-methyl-1-hydroxybenzol, 3-Methoxy-1 -hydroxybenzol, 4-tert.   Butyl- 1-hydroxy-benzol,    2-Chlor-1-hydroxybenzol, ein Gemisch von 2-Methyl-1-hydroxybenzol und Hydroxybenzol, ein Gemisch von 2- und 4-Methyl1-hydroxybenzol und verfährt im übrigen, wie im Beispiel angegeben, so erhält man Farbstoffe, die auf Polyesterfasern Ausfärbungen von gleichem Farbton und ähnlichen Eigenschaften ergeben. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Verfahren zur Herstellung von in Wasser schwerlöslichen Disazofarbstoffen der Formel I, EMI3.2 in der A und D je einen Rest der Benzolreihe und B eine mindestens 4 Kohlenstoffatome aufweisende Alkoxygruppe, eine Cycloalkoxygruppe, eine Aralkoxygruppe oder eine gegebenenfalls ringsubstituierte Aryloxygruppe bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel II, EMI3.3 in der Z Chlor oder Brom und A und D je einen Rest der Benzolreihe bedeuten, mit einer mindestens 4 Kohlenstoffatome aufweisenden aliphatischen, mit einer cycloaliphatischen, araliphatischen oder einer gegebenenfalls ringsubstituierten aromatischen Hydroxyverbindung umsetzt und dabei die Komponenten so wählt, dass der Disazofarbstoff der Formel I keine in Wasser sauer dissoziierenden, wasserlöslich machenden Gruppen enthält.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Verbindung der Formel II, in der A den 1,4-Phenylen- und D den Phenylrest bedeuten.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch die Verwendung einer Verbindung der Formel II mit der SO2Z-Gruppe in 4-Stellung des Naphthalinkernes.
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