CH630234A5 - Herbicidal composition and process for its preparation - Google Patents

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CH630234A5
CH630234A5 CH627377A CH627377A CH630234A5 CH 630234 A5 CH630234 A5 CH 630234A5 CH 627377 A CH627377 A CH 627377A CH 627377 A CH627377 A CH 627377A CH 630234 A5 CH630234 A5 CH 630234A5
Authority
CH
Switzerland
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dimethylcarbamoylimino
composition according
herbicidal composition
thiadiazolin
active compound
Prior art date
Application number
CH627377A
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English (en)
Inventor
Ludwig Dr Nuesslein
Friedrich Dr Arndt
Original Assignee
Schering Ag
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D285/00Heterocyclic compounds containing rings having nitrogen and sulfur atoms as the only ring hetero atoms, not provided for by groups C07D275/00 - C07D283/00
    • C07D285/01Five-membered rings
    • C07D285/02Thiadiazoles; Hydrogenated thiadiazoles
    • C07D285/04Thiadiazoles; Hydrogenated thiadiazoles not condensed with other rings
    • C07D285/121,3,4-Thiadiazoles; Hydrogenated 1,3,4-thiadiazoles
    • C07D285/1251,3,4-Thiadiazoles; Hydrogenated 1,3,4-thiadiazoles with oxygen, sulfur or nitrogen atoms, directly attached to ring carbon atoms, the nitrogen atoms not forming part of a nitro radical
    • C07D285/135Nitrogen atoms

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Nitrogen- Or Sulfur-Containing Heterocyclic Ring Compounds With Rings Of Six Or More Members (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)
  • Plural Heterocyclic Compounds (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein herbizides Mittel und ein Verfahren zu dessen Herstellung.
l-(l,3,4-Thiadiazol-2-yl)-harnstoff-derivate mit herbizider Wirkung sind bereits bekannt (DE-OS 1 816 696, DE-OS 1 901 672, DE-OS 2118 520). Diese besitzen jedoch nur eine ungenügende Wirkung gegen unerwünschten Pflanzenwuchs in Kulturpflanzungen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher die Schafn!
(-)
fung eines herbiziden Mittels, welches eine hervorragende Wirkung gegen Unkräuter sowie ein breites Selektivitätsspektrum gegen Kulturpflanzen besitzt.
i5 Das erfindungsgemässe herbizide Mittel ist gekennzeichnet durch einen Gehalt an mindestens einem neuen 2-(Dime-thylcarbamoylimino)-l,3,4-thiadiazolin-3-id-salz der allgemeinen Formel I
R-C v C=N-C0-N<
.CH
' CH.
B
(+)
I,
in der R einen aliphatischen Kohlenwasserstoffrest und B® ein einwertiges Metalläquivalent bedeuten, als mindestens eine aktive Komponente.
Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung des weiter oben genannten herbiziden Mittels ist dadurch gekennzeichnet, dass man a) Dimethylcarbamoylchlorid der Formel II
H_C.
3LC'
J4-CO-C1
TT
mit l,3,4-Thiadiazol-2-aminen der allgemeinen Formel III
v N
R-°\s/c
-NE.
III
CH / 3
-N-
CO-ïst/ \
CH.
R-C C.
V
.CH.
N-CO-N^
IV
worin R obige Bedeutung besitzt, umsetzt
\
CH.
30
und diese mit Metallverbindungen der allgemeinen Formel V
B®Ye V
worin B® ein einwertiges Metalläquivalent, und Y® Wasserstoff, Hydroxyl, niederes Alkoxy oder die Amino-gruppe darstellen,
spaltet,
oder dass man auf b) 1-(1,3,4-Thiadiazol-2-yl)-3,3-dimethylharnstoff-derivate der allgemeinen Formel VI
40
N-
■N
/»3
R-C
45
^-NH-CO-N^
VI
CH.
worin R einen aliphatischen Kohlenwasserstoffrest bedeutet, in Gegenwart von säurebindenden Mitteln zu 2-(Dimethyl-carbamoylimino)-l,3,4-thiadiazolin-3-carbonsäuredimethyl-amid-derivaten der allgemeinen Formel IV
50
55
worin R obige Bedeutung besitzt,
Metallverbindungen der allgemeinen Formel V
B®Y® V
worin B® und Y® obige Bedeutungen besitzen,
einwirken lässt und anschliessend so erhaltene neue 2-(Di-methylcarbamoylimino)-l,3,4-thiadiazolin-3-id-salze der allgemeinen Formel I
R-Cv C=2x'-C0-K<
SX
,CH_
'CE.
,(+)
I,
worin R und B® obige Bedeutungen besitzen, mit Formulierungshilfsmitteln vermischt.
Die gekennzeichneten Verbindungen zeichnen sich beispielsweise durch eine breite boden- und blattherbizide Wir-
630234
4
kung aus. Sie können zur Bekämpfung mono- und dikotyler Unkräuter verwendet werden.
Bei den Verbindungen werden im Vorauflaufverfahren und auch im Nachauflaufverfahren vorzugsweise Ackerunkräuter, wie Sinapis ssp., Stellaria media, Senecio vulgaris, Matricaria chamomilla, Ipomoea purpurea, Chrysanthemum segetum, Lamium amplexicaule, Centaurea cyanus, Amaranthus retroflexus, Alopecurus myosuroides, Echi-nochloa crus galli, Setaria italica, Sorghum halepense, Lo-lium perenne und andere Unkräuter bekämpft.
Zur Bekämpfung von Samen-Unkräutern werden in der Regel Aufwandmengen von 0,5 kg Wirkstoff/ha bis 5 kg Wirkstoff/ha verwendet. Dabei erweisen sich im allgemeinen die gekennzeichneten Wirkstoffe selektiv in Nutzpflanzenkulturen, wie Buschbohne, Erdnuss, Kartoffel, Erbse, Reis, Sorghum und Soja.
In höheren Aufwandmengen eignen sich die Verbindungen beispielsweise auch als Totalherbizide zur Vernichtung oder Unterdrückung einer Ödlandflora während einer Vegetationsperiode.
Die aktiven Verbindungen können entweder allein, in Mischung miteinander oder mit anderen Wirkstoffen angewendet werden.
Je nach dem gewünschten Zweck bieten sich hierzu zum Beispiel die folgenden herbiziden Wirkstoffe an, die gegebenenfalls auch erst unmittelbar vor der Anwendung den aktiven neuen Verbindungen zugesetzt werden können: substituierte Aniline,
substituierte Aryloxycarbonsäuren sowie deren Salze, Ester und Amide,
substituierte Äther,
substituierte Arsonsäuren sowie deren Salze, Ester und Amide,
substituierte Benzimidazole,
substituierte Benzisothiazole,
substituierte Benzthiadiazinondioxyde,
substituierte Benzoxazine,
substituierte Benzoxazinone,
substituierte Benzthiazole,
substituierte Benzthiadiazole,
substituierte Biurete,
substituierte Chinoline,
substituierte Carbamate,
substituierte aliphatische Carbonsäuren sowie deren Salze,
Ester und Amide,
substituierte aromatische Carbonsäuren sowie deren Salze,
Ester und Amide,
substituierte Carbamoylalkyl-thio- oder dithiophosphate, substituierte Chinazoline,
substituierte Cycloalkylamidocarbonthiolsäuren sowie deren
Salze, Ester und Amide,
substituierte Cycloalkylcarbonamido-thiazole,
substituierte Dicarbonsäuren sowie deren Salze, Ester und Amide,
substituierte Dihydrobenzofuranylsulfonate,
substituierte Disulfide,
substituierte Dipyridyliumsalze,
substituierte Dithiocarbamate,
substituierte Dithiophosphorsäuren sowie deren Salze, Ester und Amide,
substituierte Harnstoffe,
substituierte Hexahydro-lH-carbothioate,
substituierte Hydantione,
substituierte Hydrazide,
substituierte Hydrazoniumsalze,
substituierte Isoxazolpyrimidone,
substituierte Imidazole,
substituierte Isothiazolpyrimidone,
substituierte Ketone,
substituierte Naphthochinone,
substituierte aliphatische Nitrile,
substituierte aromatische Nitrile,
substituierte Oxadiazole,
substituierte Oxadiazinone,
substituierte Oxadiazolidindione,
substituierte Oxadiazindione,
substituierte Phenole sowie deren Salze und Ester, substituierte Phosphonsäuren sowie deren Salze, Ester und Amide,
substituierte Phosphoniumchloride,
substituierte Phosphonalkylglycine,
substituierte Phosphite,
substituierte Phosphorsäuren sowie deren Salze, Ester und
Amide,
substituierte Piperidine,
substituierte Pyrazole,
substituierte Pyrazolalkylcarbonsäuren sowie deren Salze,
Ester und Amide,
substituierte Pyrazoliumsalze,
substituierte Pyrazoliumalkylsulfate,
substituierte Pyridazine,
substituierte Pyrimidine,
substituierte Pyrrolidone,
substituierte Pyridazone,
substituierte Pyridincarbonsäuren sowie deren Salze, Ester und Amide,
substituierte Pyridine,
substituierte Pyridincarboxylate,
substituierte Pyridinone,
substituierte Pyrimidone,
substituierte Pyrrolidincarbonsäuren sowie deren Salze,
Ester und Amide,
substituierte Pyrrolidine,
substituierte Arylsulfonsäuren sowie deren Salze, Ester und
Amide,
substituierte Styrole,
substituierte Tetrahydro-oxadiazindione,
substituierte Tetrahydromethanoindene,
substituierte T etrahy drr-diazol-thione,
substituierte Tetrahydro-thiadiazin-thione,
substituierte Tetrahydro-thiadiazoldione,
substituierte Thiadiazole,
substituierte aromatische Thiocarbonsäureamide, substituierte Thiocarbonsäuren sowie deren Salze, Ester und Amide,
substituierte Thiolcarbamate,
substituierte Thiophosphorsäuren sowie deren Salze, Ester und Amide,
substituierte Triazine,
substituierte Triazole,
substituierte Tetrahydro-oxadiazoldione,
substituierte Thioharnstoffe,
substituierte Uracile und substituierte Uretidindione.
Ausserdem können auch andere Zusätze verwendet werden, zum Beispiel nichtphytotoxische Zusätze, die bei Herbiziden eine synergistische Wirkungssteigerung ergeben, wie Netzmittel, Emulgatoren, Lösungsmittel und ölige Zusätze.
Die gekennzeichneten Wirkstoffe oder deren Mischungen werden in Form von Zubereitungen, wie Pulvern, Streumitteln, Granulaten, Lösungen, Emulsionen oder Suspensionen, unter Zusatz von flüssigen und/oder festen Trägerstoffen bzw. Verdünnungsmitteln und gegebenenfalls von Netz-, Haft-, Emulgier- und/oder Dispergierhilfsmitteln angewandt.
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10
15
20
25
30
35
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60
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Geeignete flüssige Trägerstoffe sind z.B. Wasser, aliphatische und aromatische Kohlenwasserstoffe, wie Benzol, Toluol, Xylol, Cyclohexanon, Isophoron, Dimethylsulf-oxyd, Dimethylformamid, weiterhin Mineralölfraktionen.
Als feste Trägerstoffe eignen sich in der Regel Mineraler- 5 den, z.B. Tonsil, Silicagel, Talkum, Kaolin, Attaclay, Kalkstein, Kieselsäure und pflanzliche Produkte, z.B. Mehle.
An oberflächenaktiven Stoffen sind beispielsweise zu nennen: Calciumligninsulfonat, Polyoxyäthylen-alkylphe-nyläther, Naphthalinsulfonsäuren und deren Salze, Phenol- 10 sulfonsäuren und deren Salze, Formaldehydkondensate, Fettalkoholsulfate sowie substituierte Benzolsulfonsäuren und deren Salze.
Der Anteil des bzw. der Wirkstoffe(s) in den verschiedenen Zubereitungen kann in weiten Grenzen variieren. Bei- 15 spielsweise enthalten die Mittel etwa 10 bis 80 Gewichtsprozente Wirkstoffe, etwa 90 bis 20 Gewichtsprozente flüssige oder feste Trägerstoffe sowie gegebenenfalls bis zu 20 Gewichtsprozente oberflächenaktive Stoffe.
R-
R-
R-
Der Einfachheit halber wurden in der allgemeinen Formel I nicht alle Grenzformeln berücksichtigt.
Die Umsetzung der Reaktionspartner bei der Herstellung des herbiziden Mittels kann zwischen 0 und 100 °C, im allge- 45 meinen jedoch bei Raumtemperatur erfolgen.
Zur Synthese der neuen aktiven Verbindungen werden die Reaktanten gewöhnlich in etwa äquimolaren Mengen eingesetzt. Als Reaktionsmedien eignen sich beispielsweise polare organische Lösungsmittel, allein oder im Gemisch mit 50 Wasser. Ihre Wahl hängt nach allgemein bekannten Gesichtspunkten beispielsweise vom Einsatz der Metallverbindungen B®Ye ab. Als Lösungsmittel beziehungsweise Suspensionsmittel seien beispielsweise genannt: Säureamide wie Dimethylformamid, Säurenitrile wie Acetnitril, Alkohole 55 wie Methanol oder Äthanol, Äther wie Tetrahydrofuran und viele andere.
Zur Synthese der Verbindungen der allgemeinen Formel IV können als Säurebinder alle üblichen säurebindenden Mittel verwendet werden, wie organische Basen, zweckmäs- 60 sigerweise tert.-Amine, zum Beispiel Triäthylamin, N,N-Di-methylanilin oder Pyridin-derivate, oder anorganische Basen, zum Beispiel Oxide, Hydroxide, Carbonate und alkan-saure Salze oder Alkali- und Erdalkalimetalle, wobei flüssige Säurebinder gleichzeitig als Lösungsmittel dienen können. 6s
Die Isolierung der gebildeten aktiven neuen Verbindungen erfolgt schliesslich im allgemeinen durch Abdestillieren der eingesetzten Lösungsmittel bei normalem oder vermin630 234
Die Ausbringung der Mittel kann in üblicher Weise erfolgen, zum Beispiel mit Wasser als Träger in Spritzbrühmengen von etwa 100 bis 1000 Liter/ha. Eine Anwendung der Mittel im sogenannten «Low-Volume-» und «Ultra-low-Volume-Verfahren» ist im allgemeinen ebenso möglich wie ihre Applikation in Form von sogenannten Mikrogranula-ten.
Von den gekennzeichneten Verbindungen können erfin-dungsgemäss insbesondere solche verwendet werden, welche der allgemeinen Formel I entsprechen, in der R einen Q-Q-Alkylrest und B ein Alkalimetallatom, vorzugsweise ein Lithium-, Natrium- oder Kaliumatom, bedeuten.
Als Alkylreste kommen hierfür zum Beispiel in Betracht gradkettige und verzweigte Alkylreste, wie Methyl, Äthyl, Propyl, Isopropyl, n-Butyl, iso-Butyl, sec.-Butyl, tert.-Butyl, n-Pentyl, Iso-pentyl, Neopentyl, 1-Methylbutyl, 1-Äthyl-propyl, n-Hexyl, Isohexyl, 1,1-Dimethylbutyl und andere.
Die aktiven neuen Verbindungen stellen Salze dar, die io-nogen, entsprechend folgenden polaren Grenzformeln dertem Druck oder durch Ausfallen mit weniger polaren organischen Lösungsmitteln, zum Beispiel mit Ketonen wie Aceton oder Äthern wie Diisopropyläther und anderen.
Die folgenden Beispiele können die Herstellung der neuen aktiven Verbindungen erläutern.
Beispiel 1
27,1 g 5-Äthyl-2-(dimethylcarbamoylimino)-l,3,4-thia-diazolin-3-carbonsäure-dimethylamid vom Fp. 100 °C werden in 150 ml Methanol suspendiert. Hierzu tropft man unter Rühren eine Lösung aus 4 g Natriumhydroxid in 100 ml Methanol bei Raumtemperatur. Nach 3 Stunden erhält man eine klare Lösung, aus der dann das Methanol im Vakuum abdestilliert wird. Der verbleibende Rückstand wird mit Acetonitril digeriert, vom Waschmittel abgesaugt und bei 80 °C im Vakuum getrocknet.
Ausbeute: 15,5 g (69,8% der Theorie) 5-Äthyl-2-(dime-thyldarbamoylimino)-1,3,4-thiadiazolin-3-id, Natriumsalz Fp.: > 250 °C
C7H11N4NaOs MG: 222,26 Analyse
Berechnet: C 37,83 H 4,99 N 25,21 Na 10,34% Gefunden: C 37,70 H 5,05 N 24,95 Na 10,76%
Beispiel 2
8,1 g (l-(5-tert.-Butyl-l,3,4-thiadiazol-2-yl)-3,3-dimethyl-harnstoff vom Fp. 121 °C werden zusammen mit 0,853 g Li-
.51
(-)
Η /CIS
L J =N-CO-N< B(+äs
\
R-
CH„
V
/CH3
-N-CO-N
/
\
ch„
|0| (_) CH_ -N=C-N<^
CH.,
(+)
B , oder allgemein formuliert
N N(-)0
» 1 1
-s/VC-<
CH-
CH.
B^+\ vorliegen.
630234
thiumhydroxid in 70 ml Methanol gelöst. Anschliessend wird die Lösung im Vakuum eingeengt, der Rückstand mit einem Diiso-propyläther-Isopropanol-Gemisch verrieben, abgesaugt und mit Diäthyläther gewaschen. Nach dem Trocknen im Vakuum bei 120 °C erhält man 7,8 g (93,8% der Theorie) 5-tert.-Butyl-2-(dimethylcarbamoylimino)-l,3,4-thiadiazolin-3-id, Lithiumsalz, mit einem Schmelzpunkt >250°C.
C9H15LiN4OS
Analyse Berechnet: Gefunden:
MG: 234,26
C 46,15 C 46,04
N 6,45 H 6,33
N 23,92 N 23,73
Li 2,96% Li 2,68%
In analoger Weise lassen sich die folgenden aktiven Verbindungen herstellen.
Name der Verbindung
Physikalische Konstante
2-(Dimethylcarbamoylimino)-5-isopropyl- Fp.: 288 °C l,3,4-thiadiazolin-3-id, Natriumsalz (Zersetzung)
5-tert.-Butyl-2-(dimethylcarbamoylimino)- Fp.: 306 °C l,3,4-thiadiazolin-3-id, Natriumsalz (Zersetzung)
5-Äthyl-2-(dimethylcarbamoylimino)- Fp.: >250°C
1,3,4-thiadiazolin-3-id, Kaliumsalz 5-Äthyl-2-(dimethylcarbamoylimino)- Fp.: >250°C
l,3,4-thiadiazolin-3-id, Lithiumsalz 2-(Dimethylcarbamoylimino)-5-propyl- Fp.: >250°C 1,3,4-thiadiazolin-3-id, Natriumsalz 5-Isobutyl-2-(dimethylcarbamoylimino)- Fp.: >250°C 1,3,4-thiadiaziolin-3-id, Natriumsalz 2-(Dimethylcarbamoylimino)-5-isopropyl- Fp.: >250°C l,3,4-thiadiazolin-3-id, Lithiumsalz
2-(Dimethylcarbamoylimino)-5-methyl- Fp.: >250°C 1,3,4-thiadiazolin-3-id, Natriumsalz 5-(l,l-Dimethylbutyl)-2-(dimethyl- Fp.: >250°C carbamoylimino)-1,3,4-thiadiazolin-
3-id, Lithiumsalz
5-Butyl-2-(dimethylcarbamoylimino)- Fp.: >250°C
l,3,4-thiadiazolin-3-id, Natriumsalz 5-Butyl-2-(dimethylcarbamoylimino)- Fp.: >250°C
1,3,4-thiadiazolin-3-id, Lithiumsalz
Die aktiven Verbindungen stellen normalerweise farb-und geruchlose kristalline Körper dar, die ausgezeichnet löslich in Wasser, gut löslich in polaren organischen Lösungsmitteln wie Carbonsäureamiden, zum Beispiel Dimethylformamid, Sulfoxiden, zum Beispiel Dimethylsulfoxid, niederen Alkoholen, zum Beispiel Methanol und Äthanol, weniger löslich in Carbonitrilen, zum Beispiel Acetonitril, und nichtlöslich in Kohlenwasserstoffen, halogenierten Kohlenwasserstoffen, Äthern und Ketonen sind.
Die folgenden Ausführungsbeispiele können zur Erläuterung der Wirkungsweise der neuen aktiven 2-(Dimethylcarb-amoylimino)-! ,3,4-thiadiazolin-3-id-derivate dienen.
Beispiel 3
40 Im Gewächshaus wurden die in der Tabelle aufgeführten aktiven Verbindungen in einer Aufwandmenge von 5 kg Wirkstoff/ha, gelöst in 5001 Wasser/ha auf Sinapis sp. und Solanum sp. als Testpflanzen im Vor- und Nachauflaufver-fahren gespritzt. 3 Wochen nach der Behandlung wurde das 45 Behandlungsergebnis bonitiert, wobei
0 = keine Wirkung und 4 = Vernichtung der Pflanzen bedeutet. Wie aus der Tabelle ersichtlich wird, wurde in der so Regel eine Vernichtung der Testpflanzen erreicht.
Aktive Verbindung Vorauflauf Nachauflauf
Sinapis Solanum Sinapis Solanum
2-(Dimethylcarbamoylimino)-5-isopropyl-
l,3,4-thiadiazolin-3-id, Natriumsalz 4 4 4 4
5-tert.-Butyl-2-(dimethylcarbamoylimino)-
l,3;4-thiadiazolin-3-id, Natriumsalz 4 4 4 4
5-Äthyl-2-(dimethylcarbamoylimino)-
1,3,4-thiadiazolin-3-id, Natriumsalz 4 4 4 4
5-Äthyl-2-(dimethylcarbamoylimino)-
l,3,4-thiadiazolin-3-id, Kaliumsalz 4 4 4 4
5-Äthyl-2-(dimethylcarbamoylimino)-
l,3,4-thiadiazolin-3-id, Lithiumsalz 4 4 4 4
2-(Dimethylcarbamoylimino)-4-propyl-
l,3,4-thiadiazolin-3-id, Natriumsalz 4444
7
630 234
Aktive Verbindung
Vorauflauf Sinapis Solanum
Nachauflauf Sinapis Solanum
6-Isobutyl-2-(dimethylcarbamoylimino)-l,3,4-thiadiazolin-3-id, Natriumsalz 4
2-(Dimethylcarbamoylimino)-5-isopropyl-l,3,4-thiadiazolin-3-id, Lithiumsalz 4
5-tert.-Butyl-2-(dimethylcarbamoylimino)-l,3,4-thiadiazolin-3-id, Lithiumsalz 4
2-(Dimethylcarbamoylimino)-5-methyl-l,3,4-thiadiazolin-3-id, Natriumsalz 4
5-( 1,1 -Dimethylbutyl)-2-(dimethylcarbamoyl-imino)-l,3,4-thiadiazolin-3-id, Lithiumsalz 4 5-Butyl-2-(dimethylcarbamoylimino)-l,3,4-thjiadiazolin-3-id, Natriumsalz 4
5-Butyl-2-(Dimethylcarbamoylimino)-l,3,4-thiadiazolin-3-id, Lithiumsalz 3
4 4 4 4 4 4 4
4 4 4 4 4 4 4
4 4 4 4 4 4 4
Beispiel 4
Im Gewächshaus wurden die aufgeführten Pflanzen vor stoff/ha mit 500 Litern Wasser/ha gleichmässig auf den Bo-dem Auflaufen mit den Mitteln in der angegebenen Auf- den ausgebracht. Die Ergebnisse zeigen, dass die erfmdungs-
wandmenge behandelt. Die Mittel wurden zu diesem Zweck 25 gemässen Mittel eine bessere Wirkung als das bekannte Mitais wässrige Lösung in einer Aufwandmenge von 1 kg Wirk- tel aufweist.
V orauflaufverfahren
Aktive Verbindung
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2-(Dimethylcarbamoylimino)-5-iso-propyl-1,3,4-thiadiazolin-3-id,
Natriumsalz 1
5-tert.-Butyl-2-(dimethylcarbamoyl-imino)-1,3,4-thiadiazolin-3-id,
Natriumsalz 1
5-Äthyl-2-(dimethylcarbamoyl-imino)-l,3,4-thiadiazolin-3-id,
Natriumsalz 1
5-Äthyl-2-(dimethylcarbamoyl-imino)-1,3,4-thiadiazolin-3-id,
Kaliumsalz 1
5-Äthyl-2-(dimethylcarbamoyl-imino)-l ,3,4-thiadiazolin-3-id,
Lithiumsalz 1
2-(Dimethylcarbamoylimino)-5-propyl-l,3,4-thiadiazolin-3-id,
Natriumsalz 1
5-Isobutyl-2-(dimethylcarbamoyl-imino)-l,3,4-thiadiazolin-3-id,
Natriumsalz 1
Vergleichsmittel (gemäss DE-OS 1 901 672)
1 -(5-Äthyl-1,3,4-thiadiazol-2-yl)-
3,3-dimethyl-hamstoff 1 1 10 10 9 10 6 10 5002604006
0-00-0 3 0 0 -
10 10 8 10 10 10 0 0 0 0 0 0 3 0 0 0 10 10 10 10 10 9 1 0 0 0 3 0 - 0 0 -
Beispiel 5
Im Gewächshaus wurden die aufgeführten Pflanzen nach es sprüht. Auch hier zeigen 3 Wochen nach der Behandlung die dem Auflaufen mit den aufgeführten Mitteln in einer Auf- erfindungsgemässen Mittel eine hohe Selektivität bei ausge-wandmenge von 1 kg Wirkstoif/ha behandelt. Die Mittel zeichneter Wirkung gegen das Unkraut. Das Vergleichsmit-
wurden zu diesem Zweck gleichmässig über die Pflanzen ver- tel zeigte die gute Wirkung nicht.
630 234
Nachlaufverfahren
Aktive Verbindung
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Natriumsalz
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5-tert.-Butyl-2-(dimethylcarbamoyl-
imino)-1,3,4-thiadiazolin-3-id,
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Natriumsalz
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imino)-l ,3,4-thiadiazolin-3-id,
Natriumsalz
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5-Äthyl-2-(dimethylcarbamoyl-
imino)-l,3,4-thiadiazolin-3-id,
Kaliumsalz
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5-Äthyl-2-(dimethylcarbamoyl-
imino)-1,3,4-thiadiazolin-3-id,
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5-propyl-l,3,4-thiadiazolin-3-id,
Natriumsalz
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5-Isobutyl-2-(dimethylcarbamoyl-
imino)-1,3,4-thiadiazolin-3-id,
Natriumsalz
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0
4
2-(Dimethylcarbamoylimino)-
5-isopropyl)-1,3,4-thiadiazolin-3-id,
Lithiumsalz
8
- 0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
5-tert.-Butyl-2-(dimethylcarbamoyl-
imino)-l ,3,4-thiadiazolin-3-id,
Lithiumsalz
- 0
0
0
0
0
0
0
0
0
0
Vergleichsmittel (gemäss DE-OS 1 901 672)
1 -(5-Äthyl-1,3,4-thiadiazol-
2-yl)-3,3-dimethyl-harnstoff
8 10
10
10
10
10
10 1
4
8
2
8
8
10
1
5
10
S

Claims (18)

  1. 630234
  2. 2-(Dimethylcarbamoylimino)-5-methyl-l,3,4-thiadiazolin-
    2-(Dimethylcarbamoylimino)-5-propyl-l,3,4-thiadiazolin-
    2-(DimethyIcarbamoylimino)-5-isopropyl-l,3,4-thiadia-zolin-3-id, Natriumsalz enthält.
    2. Herbizides Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in den Salzen der allgemeinen Formel I der Rest R einen Cj-Cg-Alkylrest und B ein Alkalimetallatom bedeuten.
    2
    PATENTANSPRÜCHE 1. Herbizides Mittel, gekennzeichnet durch einen Gehalt an mindestens einem neuen 2-(Dimethylcarbamoylimino)-l,3,4-thiadiazolin-3-id-salz der allgemeinen Formel I
    in'-'
    R"C\ .C=N-CO-N<
    ,CH.
    CH.
    B
    (+)
    I.,
    in der R einen aliphatischen Kohlenwasserstoffrest, und
    B® ein einwertiges Metalläquivalent bedeuten, als mindestens eine aktive Komponente.
  3. 3-id, Natriumsalz enthält.
    3-id, Natriumsalz enthält.
    3-id, Kaliumsalz enthält.
    3. Herbizides Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Metalläquivalent ein Lithium-, Natrium- oder Kaliumatom bedeutet.
  4. 4. Herbizides Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es als mindestens eine aktive Verbindung das 5-Äthyl-2-(dimethylcarbamoylimino)-1,3,4-thiadiazolin-3-id, Natriumsalz enthält.
  5. 5-Butyl-2-(dimethylcarbamoylimino)-1,3,4-thiadiazolin-3-id, Natriumsalz enthält.
    5. Herbizides Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es als mindestens eine aktive Verbindung das 5-tert.-Butyl-2-(dimethylcarbamoylimino)-1,3,4-thiadia-zolin-3-id, Lithiumsalz enthält.
  6. 6. Herbizides Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es als mindestens eine aktive Verbindung das
  7. 7. Herbizides Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es als mindestens eine aktive Verbindung das 5-tert.-Butyl-2-(dimethylcarbamoylimino)-l,3,4-thiadia-zolin-3-id, Natriumsalz enthält.
  8. 8. Herbizides Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es als mindestens eine aktive Verbindung das 5-Äthyl-2-(dimethylcarbamoylimino)-l,3,4-thiadiazolin-
  9. 9. Herbizides Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es als mindestens eine aktive Verbindung das 5-Äthyl-2-(dimethylcarbamoylimino)-1,3,4-thiadiazolin-3-id, Lithiumsalz enthält.
  10. 10
    H3C\
    ^N-CO-Cl II
    10. Herbizides Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es als mindestens eine aktive Verbindung das
  11. 11. Herbizides Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es als mindestens eine aktive Verbindung das 5-Isobutyl-2-(dimethylcarbamoylimino)-l,3,4-thiadiazolin-3-id, Natriumsalz enthält.
  12. 12. Herbizides Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es als mindestens eine aktive Verbindung das 2-(Dimethylcarbamoylimino)-5-isopropyl-l,3,4-thiadia-zolin-3-id, Lithiumsalz enthält.
  13. 13. Herbizides Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es als mindestens eine aktive Verbindung das
  14. 14. Herbizides Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es als mindestens eine aktive Verbindung das 5-(l, 1 -Dimethylbutyl)-2-(dimethylcarbamoylimino)-l,3,4-thiadiazolin-3-id, Lithiumsalz enthält.
  15. 15
    H,C'
    mit
    20
    l,3,4-Thiadiazol-2-aminen der allgemeinen Formel III
    -N
    II
    H-C
    x C-Mz
    III
    25 worin R einen aliphatischen Kohlenwasserstoffrest bedeutet, in Gegenwart von säurebindenden Mitteln zu 2-(Dimethyl-carbamoylimino)-l,3,4-thiadiazolin-3-carbonsäuredimethyl-amid-derivaten der allgemeinen Formel IV
    30
    ch / 3
    co-n
    -n-
    / \
    ch,
    r-c
    40
    : c /CH-
    V\N-co-N/ '
    ^•CH.
    iv
    45
    worin R obige Bedeutung besitzt,
    umsetzt und diese mit Metallverbindungen der allgemeinen Formel V
    B®Y® V
    worin B® ein einwertiges Metalläquivalent und Y® Wasserstoff, Hydroxyl, niederes Alkoxy oder die Amino-gruppe darstellen,
    50 spaltet,
    oder dass man auf b) l-(l,3,4-Thiadiazol-2-yl)-3,3-dimethylharnstoff derivate der allgemeinen Formel VI
    55
    60
    n-
    •n ch.
    r-c x-nh-co-nC \s7 ch.
    vi worin R obige Bedeutung besitzt,
    Metallverbindungen der allgemeinen Formel V
    B®y© V
    65 worin B® und Ye obige Bedeutungen besitzen,
    einwirken lässt und anschliessend so erhaltene neue 2-(Di-methylcarbamoylimino)-l,3,4-thiadiazolin-3-id-salze der allgemeinen Formel I
    nI^
    R-C s. C=N-CO-N
    I,
    630234
    worin R und B® obige Bedeutungen besitzen, mit Formulierungshilfsmitteln vermischt.
    15. Herbizides Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es als mindestens eine aktive Verbindung das
  16. 16. Herbizides Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es als mindestens eine aktive Verbindung das s 5-Butyl-2-(dimethylcarbamoylimino)-l,3,4-thiadiazolin-3-id, Lithiumsalz enthält.
  17. 17. Verfahren zur Herstellung des herbiziden Mittels nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man a) Dimethylcarbamoylchlorid der Formel II
  18. 18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Umsetzung gemäss Variante b) unter Verwendung eines Lösungsmittels erfolgt.
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