DD155479A1 - Mittel zur regulierung des pflanzenwachstums - Google Patents

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DD155479A1
DD155479A1 DD22635180A DD22635180A DD155479A1 DD 155479 A1 DD155479 A1 DD 155479A1 DD 22635180 A DD22635180 A DD 22635180A DD 22635180 A DD22635180 A DD 22635180A DD 155479 A1 DD155479 A1 DD 155479A1
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DD22635180A
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Christian Bischoff
Ralf Kleiner
Werner Kochmann
Sieghardt Lang
Kurt Naumann
Claus Nowak
Ernst Schmitz
Walter Steinke
Original Assignee
Christian Bischoff
Ralf Kleiner
Werner Kochmann
Sieghardt Lang
Kurt Naumann
Claus Nowak
Ernst Schmitz
Walter Steinke
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Abstract

Die Erfindung betrifft Mittel zur Regulierung des Pflanzenwachstums. Als Wirkstoff enthalten sie 4-Oxo-1,2,3,4,5,6,7,8-octahydro-chinazolin-2-spirocyclohexan alle in oder in Kobination mit 2-Chloraethanphosphonsaeure und/oder Chlorcholinchlorid.

Description

VEB OHEICEKOMBINAO? BITTSRFELD .Bitterfeld, 11. 12. 1980
2001
Mittel zur Regulierung des Pflanzenwachstums Anwendungsgebiet der Erfindung;
Die Erfindung kann in der Landwirtschaft zur Regulierung des Pflanzenwachstum^ und der Pflanzenentwicklung angewendet werden.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es ist bekannt, daß synthetische Mittel mit Wachstums- und ertragsbeeinflussender Wirkung, wie zum Beispiel Bernsteinsäure-N,N-dimethyl-monohydrazid (Alar), zur Regulierung des Pflanzenwachstums, insbesondere zur Wuchshemmung bei dikotylen Pflanzen (DS-AS 12674-64-), zur Halmstabilisierung bei Getreide, zur Stimulierung der Stoffbildung und Masseproduktion, zur Wuchshemmung bei Rasen, zur Austriebshemmung und zum Frostschutz bei Mutz- und Kulturpflanzen in der landwirtschaftlichen, gärtnerischen und forstlichen Praxis eingesetzt werden. Derartige Mittel und Verfahren weisen aber gewisse Nachteile auf, wie eingeschränkte Anwendungsbreite durch starke Sortenabhängigkeit, häufig mangelhafte Reproduzi.erbarkeit, phytotoxische und toxische Hebeneffekte, ökonomische Belastung der Produktionsverfahren und so weiter, weshalb es notwendig ist, nach effektiveren und ökonomisch günstigeren Mitteln und .
- 2 - . 22 6 35 1
Verfahren zu suchen.
So ist es wünschenswert, synthetische Wachstumsregulatoren mit einem breiten Kulturpflanzenspektrum bei guter Reproduzierbarkeit der Wirkungen zu entwickeln und phytotoxisch^ Nebenwirkungen zu vermeiden. Zunehmend an Bedeutung gewinnt auch der.Einsatz praxiswirksamer Synergisten.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist, einen einfach herstellbaren Wirkstoff zur Regulierung des Eflanzenwachstums zu entwickeln, der sich zugleich als Kombinationspartner für bereits bekannte Wachstumsregulatoren eignet.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Mittel zur Regulierung des Iflanzenwachstums neben üblichen Hilfs- und Trägerstoffen als Wirkstoff 4-Qxo-i,2,3,4-,5,6,7,8-octahydrochinazolin-2-spirocyclohexan
enthalten«
Die erfindungsgemäßen Mittel können als zusätzliche Wirkstoffe 2-Chloräthanphosphonsäure und/oder Chlorcho3.inch.lorid enthalten. Der Wirkstoff kann in einfacher Weise aus Cyclohexanon und Harnstoff hergestellt werden (J, prakt. Chem, 218, 5» 773-778, 1976). -
« 3 - · 2 26351 2001
In Abhängigkeit von Dosis und AnwendungsZeitpunkt können die verschiedenartigsten Prozesse in der Pflanze gesteuert werden, wie zum Beispiel Veränderung der Wuchsform durch Beeinflussung der Apikaldominaoz, Regulierung der Blütenbildung, Stabilisierung der Sprosse, Eff ektuierung der Iilasseproduktion und des^ Gehaltes an Inhaltsstoffen, Verhinderung des Knospenaustriebs sowie Förderung des Blatt- und Fruchtfalls. Die Anwendung der erfindungsgemäßen Mittel erfolgt zweckmäßigerweise in den für Mittel zur biologischen Prozeßsteuerung üblichen Zubereitungs- beziehungsweise Ausbringungsformen wie Lösungen, Emulsionen, Suspensionen, Konzentraten, die unter Zusatz von flüssigen und/oder festen Trägerstoffen beziehungsweise Verdünnungsmitteln bereitet und zur Anwendung mit Wasser verdünnt werden können. Die Anwendungsformen richten sich nach dem Verwendungszweck. Sie haben in jedem Fall eine feine Verteilung der.wirksamen Substanzen zu gewährleisten. Die Herstellung der Zubereitungen erfolgt in an sich bekannter Weise durch Misch- oder Mahlverfahren.
Ausführungsbeispiele
Beispiel 1 :
Längenwachstumshemmung und Erhöhung der Grünmasse bei Getreide
Die Blattspreiten von Weizenpflanzen (Triticum aestivum) Sorte "Hatri" und Gerstenpflanzen (Hordeum vulgäre) Sorte "Trumpf" v/erden im 2-Blatt-Stadium in Testlösung getaucht. Die Kultivierung des Getreides erfolgt im Klimaraum unter Langtagbedingungen. Zur Ausv/ertung, 14 Tage nach der Applikation, werden die Länge des Scheinstengelstückes zwischen 1. und 2. Blattspreite und die Pflanzenmasse in Relation zur Kontrolle ermittelt.
_4- 226351. 2001
Die Ergebnisse sind in den Tabellen I bis III zusammengefaßt.
Beispiel 2:
Halmstabilisierung bei Getreide
Die Prüfung erfolgte in Parzellen an Winterweizen, Sommergerste, Wintergerste und Winterroggen.
Appliziert wurden die Präparate in 3 Aufwandmengen mit 2 Wiederholungen im Stadium 7 der FEEICBS-Skala (Fe' 7). Bewertungskriterien waren die Prüfmerkmale "Halmlänge, Halmstabilität, Kulturpflanzenverträglichkeit und Reifeverlauf.
Die Ergebnisse sind in Tabelle IV zusammengestellt.
Beispiel 3: .
Wuchshemmung bei Ackerbohne-
Getopfte Ackerbohnen (Vicia faba) wurden im 2-Blatt-Stadium mit der Testlösung behandelt und im Gewächshaus kultiviert. 4- Wochen nach der Applikation erfolgt die Auswertung durch Messen der Pflanzenlänge.
Die Ergebnisse sind in Tabelle V angeführt.
In den Tabellen I bis ¥ bedeuten:
A = 4~Oxo-1,2,3*4-»5}6j7j8-octahydro--chinazolin-2~spirocyclohexan
B .~ Chlorcholinchlorid
C = 2-Chloräthanphosphonsäure (70 %ig)
D = p-Nitro-phenoxy-isobuttersäure
S = 2,3-Dichlorisobuttersäure
F = 2,4—Dichlor-phenoxy-isobuttersäure
G = IT-Dimethyl-morpholiniumchlorid
H = Wäßrige Formulierung, · die je Liter eine Wirkstoffkombination aus 392,8 g 2-Ghloräthanphosphonsäure, 120 g Chlorcholinchlorid und 60 g Chloralbisacylalen enthält.
Tabellen I bis III: Einfluß der erfindungsgemäBen Mittel auf das-Längenwachstum
und auf die Grünmasse bei Getreide im Vergleich zu bekannten Substanzen oder bekannten Kombinationen. (Werte in Relation zur Kontrolle; Kontrolle = 100 %\
+ = geringe Phytotoxizität ΐ+ = mitfeiere Phytotoxizität +++ = starke Phytotoxizität · ·
Tabelle I: Vergleich der Einzelwirkstoffe
Formulierung Konz. . Weizen Gerste . l
% AS Länge Masse Länge Masse
a · io°
(acetonische 1O~^
Lösung) ρ
10"^
10""* 79 94 100 84- . ω
0 10
10""1
10
43 110
48 105
65 119
25 78
54 100
79 94
25 94
79 153
71 14-7
68 100
75 106
79 109
68 92
86 92
100 84-
54 88
90 88
95 108
ro ο ο
Tafeelle II: Vergleich der Zweierkombinationen
Substanzen Verhältnis Konz.
Of. A.Q
,Kombination
A + C
D -5- B
1:1
: 3
: 1 J 3
Weizen
Länge Masse Phyto toxizität
Länge
.Gerste
Masse Phyto toxizität
10 10'
10'
.0
10'
—1
•10 10'
,0
-1
10 10'
.0
-1
10" 10"
41 84
34 72
52 76
48 82
48 88
114 109
109 123
90 97
81 90
74 87
112 100
84 112
95 93
81 100
79 88
Fortsetzung Tabelle II:
Substanzen !Combination Ver 'hältnis Ko οζ· % AS Länge Weizen Masse Phyto- toxi- zi tat Länge Gerste Masse Phytotoxi- zität
Ξ + B 3 : 1 10° 41 35 +++ 102 47 +
10~1 76 84 96 99
1 : 1 10° 43 43 ++ 79 52
10~1 76" 90 88 101
1 : 3 10° . 38 55 + 90 68 +
10~1 62 84 99 101
Tabelle III: Vergleich, der Dreierkombinationen
Substanzen Verhältnis Konz. Weizen Gerste
% AS Länge Masse Phytotoxi- Länge Masse Phytotoxi-
zität zität
A + G -5- B 5 : 30 : 15 10° 17
10~1 83 113
E + C + B .5 : 30 : 15 10° 13 75
10"*1 93 88
D + G + B 5 : 30 s 15 10° 20 88
10~1 96 96
.7 62
86 88
21 .62
97 100
24 65
100 104
Tabelle IV: Halmverkürzende Wirkung der erfindungsgemaßen Mittel bei Getreide
Prü£glied Auf wa nd- menge (kg/ha AS) Mischungsver- hältnis 15 Winterweizen abs. / rel. (cm) (%) 100 O 96 Wintergerste abs. / rel. (cm) (%) 100 Winterroggen abs. / rel. (cm) (%) 100 Sommergerste abs. / rel. (cm) (%) 100 f
Kontrolle· * : 15 144 100 ' 86 100 161 100 83 100 I
.H 1,0 15 138 100 95 100 100 81 100 vO
1,5 15 137 77 i
2,0 15 135 100 76 100
fo
P + C + B 1,0 . 5 15 137 100 100 90 77 100 .
1,25 5 15 77 96 147 . 98
1,5 5 15 137 100 76 100 129 92 79 100 ω
1,75 5 15 L 73 129 Ol
2,0 5 - 15 134 98 74 96
A + 0 + B 1,0 5 135 78 95
1,25 5 77 133
1,5 5 132 73 126 73 93 2001
1,75 5 : 73 119
2,0 128 71
: 30 j
: 30 s
: 30 s
30 '.
: 30 ί
: 30 :
30
: 30.j
30 :
r 30 .
Tabelle V: Wuchshemmuns bei Vicia faba
Substanzen Verhältnis
Konzentration % AS Pflanzenlänge
in Relation zur Kontrolle
(Kontrolle = 100 %)
a + σ
3:1 1:1
: 3
10 10"
,0
10"
10 10
101 10"
ίο1
10'
-1
0 —Ι 90
101
80
93
86
46 89
49 80
κ> cn ω in

Claims (2)

  1. 226351 2001
    Erf i ndungs anspruch
    1. Mittel zur Regulierung des fflanzenwachstums, gekennzeichnet dadurch., daß sie neben üblichen Hilfs- und Trägerstoffen als Wirkstoff 4-0xo-1,2,3,4-,5,6,7,8-octahydro-chinazolin-2~spirocyclohexan enthalten.
  2. 2. Mittel gemäß Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß sie als zusätzliche Wirkstoffe 2-Chloräthanphosphonsäure una/oder Chlorcholinchlorid enthalten.
DD22635180A 1980-12-19 1980-12-19 Mittel zur regulierung des pflanzenwachstums DD155479A1 (de)

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