DD157662A1 - Mittel zur chemotherapie von kulturpflanzenvirosen - Google Patents

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DD157662A1
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Gottfried Schuster
Lothar Heinisch
Horst Willitzer
Werner Schulze
Hermann Ulbricht
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Gottfried Schuster
Lothar Heinisch
Horst Willitzer
Werner Schulze
Hermann Ulbricht
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Abstract

Das Ziel der Erfindung besteht in einer Verbesserung der chemotherapeutischen Massnahmen gegen Pflanzenviren. Die Aufgabe der Erfindung wird im Auffinden chemischer Wirkstoffe gesehen,die in Verbindung mit Hilfs- und Traegerstoffen eine wirksame antiphytovirale Therapie ermoeglichen. Die Aufgabe wird dadurch geloest, dass in Praeparationen Wirkstoffe der allgemeinen Formel verwendet werden. Die Verbindungen koennen in Form bestimmter Komplexe mit Schwermetallionen wie Cu hoch 2+ - und Zn hoch 2+ - ionen, gegebenenfalls zusammen mit zusaetzlichen Liganden , zur Anwendung kommen. Darueber hinaus enthalten die verwendeten Praeparationen neben den erfindungsgemaessen Wirkstoffen Tenside , Haftmittel und weitere Formulierungshilfsmittel und gegebenenfalls auch Loesungsmittel und Verduennungsmittel. Virusbedingte Depressionen der Pflanzenertraege werden vermieden oder eingeschraenkt und die Pflanzenertraege somit stabilisiert. Auch die Vermehrung einiger schwer bekaempfbarer Viren, z.B. des Tabakmosaikvirus, wird durch bestimmte erfindungsgemaesse Mittel verlangsamt. Durch alternierende Anwendung verschiedener Praeparate kann einer Resistenzbildung vorgebeugt werden.

Description

8*1 Γ ι b
Titel der Erfindung
Mittel zur Cnemotherapie von Kulturpflanzenvirosen
Arnveridungsg;ebiet der Er£±ndung
Die Erfindung betrifft Kittel zur Chemotherapie von Yirosen der Kulturpflanzen, die unter Zusatz üblicher Hilfε- und Tr ägerstof-fe zur Anwendung kommen und die Erträge virusinfizierter "bzw. virusgefährdeter Kulturen stabilisieren. Letzteres ist volkswirtschaftlich dringend erforderlich, da Viruskraakheiten bei eiuer Vielzahl von Kulturpflanzen große .Ertragsverluste bewirken, die sowohl durch beträchtliche quantitative als auch durch qualitative Minderungen des Erntegutes bedingt sein können. So wird beispielsweise die Kartoffel in Europa von 29 Virusarten befallen (K. Schmelzer und P. Wolf, Wirtspflanzen der Viren und Virosen Europas, Nova Acta Leopoldina, J35* 1971, Supplementum 2, 262 S.). Von diesen bewirken z,B. das Blattrollvirus der Kartoffel und das Virus der Strichelkrankheit der Kartoffel bei schwer erkrankten Pflanzen Mindererträge bis zu mehr als 90 % der möglichen Knollenernte. Darüber hinaus ist der Stärkegehalu des Erntegutes z.T. beträchtlich verringert. Auch bei der Betarübe, z.B. bei der Zuckerrübe, werden durch Viruskrankheiten, besonders durch die viröse Rübenvergilbung, alljährlich Verluste hervorgerufen, die sowohl die Rübenmasse als auch den Zuckergehalt betreffen, i'utterleguiiiinosen, z.B. Luzerne, Lupine, Pferdebohne und auch Körnerleguminosen, wie Erbse oder Phaseolus-Bohne, v/erden in der DBR und in vielen anderen !..ändern von zahlreichen Vj.j-;en befallen, die bei diesen eiweißreichen, zur Schließung der Eir-weißlüclie besonders geeigneten Kulturen ?.xx empfindlichen Verlusten führen. Beachtliche Schaden entstehen durch Virosen auch im Gemüsebau, z*B. bei iomaten, im Arznei-« und Genußpflanzenbau, z.B. bei Tabak, xm Obstbau und im Zier»
228 75
Pflanzenbau. Im Hinblick auf die zahlreichen, bei einer Vielzahl von Wirtspflanzen auftretenden Virösen ist es dringend erforderlich, hochwirksame chemische Präparate zur Verfügung zu haben, die eine Bekämpfung von Pflanzenviren ermöglichen,. Durch eine derartige Chemotherapie von Virosen der Kulturpflanzen, d.h. dui-ch "die Anwendung vor Substanzen, die in bostimmten Ausmaßen die VirusVermehrung bzw, die Krankheit sentwicklung bei Kulturpflanzen verzögern' oder hemden" (ivl. IClänkowski, Pflanzliche Virologie, Berlin 1967, S. 283), sollen in erster Linie die iCrträge virus infizierter bzw. virusgefährdeter Kulturen stabilisiert v/erden, um dringenden volkswirtschaftlichen Bedürfnissen Rechnung zu tragen. Dabei kommt es darauf an, die Chemotherapie von Kulturpflanzenvirosen wirksamer und sicherer zu gestalten»
Charakteristik de r_ bekan nt en ^ t e chni sehe η L ö s uhgen
In den letzten Jahren sind eine größere Anzahl von Präparaten bekannt geworden, die die Vermehrung vor Pflanzcnviren hemmen. Zu diesen gehören Analoga von Purin- und Pyrimidinbasen bzw. von entsprechenden Hucleosideh und Nucleotiden (vgl.Literaturübersicht bei HECHT und DILRCKS, Bayerisches Landw. Jb. ^35, 433-457 j 1978) und auch Analoga von Intermediärprodukten der Biosynthese der entsprechenden Basen, Nucleoside usw., besonders 1-ß~D~Ribofuranosyl~1,2,/f-tria2.ol-~3~carboxaiaid (Sidwell et al., Science Ύ/7_, 205-206, 1972; Schuster, Bor. d. Inst. f. Tabakforschuug, Dresden, 2J3$ 31-36» 1976). Sehr häufig und z.T.. mit guten Erfolgen sind Antibiotika aus Llikr ο Organismen oder aus höheren Pflanzen für die Kontrolle von Pflanzenviren eingesetzt worden (vgl. Literaturübei'.oichten bei Bobyr, Chimioprofiiaktika i terapija wirusnych boiesnei rastenii, Isdatelstwo, Kaukowa dunJia, Kiew 1976j Hecht et al., Bayerisches Lcjidw. Jb. ,53, 155-180, 1976; liisra, Z. f. Pflanzenkrankh. u. Pflanzenschutz, 84, 244-252, 1977). Ferner sind antiviral e '.,'irkungen und Nebenwirkungen von native η und synthetischen Pflariseniiormonen bzw. anderweitigen v.'achstwDsregulatoren therapeutischen ZA/ecken nutzbar gemocht worden (Cheo, Phytopathology, 59,, 243-24'!-, 1969; LIiIo und, Srivastava, Virology 3c3 d> 26-31, 1969; Schuster, Ai1Ch. Pflanzenschutz, £, 171-187, 1971 f .Schusser, U1Ch. Pflanzenschutz 0, 89~102s 1972;
Schuster, Biochem. Physiol. Pflanzen 166, 393-400, 1974; Schuster, Arch. Phytopathol. u. Pflanzenschutz jVI, 9-17, 1975; Schuster, Arch. Phytopath. u. Pflanzenschutz IjI» 268, 1975). interessante therapeutische Effekte sind auch mit Polyanionen, "besonders mit Polyacrylsäure, erzielt worden (Stein und Loebenstein, Phy tips t hol ogy 62, 1461-1466, 1972 j Kassanis und \ihite, Ann., appl. Biol. 7.2» 215-220, 1975). Ferner wird in zunehmendem Maße versucht, antiphytovirale Aktivitäten von Herbiziden, die in diesen Fällen in geringen, nicht pflanzenschädigenden Aufwandmengen verwendet werden, sowie von Fungiziden, besonders, von Systemfungiziden und von Insektiziden, für eine entivirale Chemotherapie nutzbar zu machen. In diesem Zusammenhang wird besonders über antiphytovirale Wirkungen subletaler Dosen herbizider Triazine (Bobyr, Chimioprofilaktika i terapi<ja vdrusnych bolesnei rastenii, Isdatelstwo Kaukowa dumka, Kiew 1976), Harnstoffe und Carbamate (Schuster, Bei·, d. Inst. f. Tabakforschung, Dresden 20, 25-37, 1973), dor Systemfungizide Oxycarboxin, Tridemorph (Schuster, Arch. Phytopathol. u. Pflanzenschutz T35 229-239, 1977) und Carbendazim (Fräser und Whenham, Physiological Plant Pathology 1J3» 51-64, 1978) sowie phosphororganischen Insektiziden (Schuster, Ber. Inst. f. Tabakforschung 22, 22-29, 1975) berichtet. Abgesehen von einigen Triazines, und der aus Hypericum perforaturn, isolierten antibiotischen Präparation Imanin (Bobyr, Chimioprof ilaktika i terapija v/irusnych bolesnei ra~ stenii, Isdatelstwo Naukowa dumka, Kiew 1976) ist von keinem der angeführten Pflanzenschutzmittel bzw. der antiviralen Präparate aus den in dem genannten Schrifttum erfaßten Verbindungsgruppen eine Feldüberprüfung größeren Ausmaßes bekannt geworden. Die hauptsächlichen Gründe für die geringe Praxisa;cwendung sind: 1» zu starke Phytotoxizität
2. zu starke Warmblutertoxizität
3. unwirtschaftliche Substanzsynthese oder -gewinnung
4. zu geringe V/irkung
5. zu geringer Unterschied zwischen dosis curativa und dosis toxica.
Allein hydrierte Triazine, und von diesen besonderes 2,4-Dio>:o-
h. _
1 s35,5--hoxan<ydrotriazin (DD-I-S 115 566), haben umfangreichen Prüfungen standgehalten (Schuster et al., Acta virol. 23, 412-420, 1979? Schuster et al., Journ. Potato Res. 2?9~28o, 19?9). Ss hat sich aber auch gezeigt, daß durch 2,4-Dj o>;o~ hexahydrotriazin nicht alle Viren gleich gut bekämpfbar sind. Darübe-r hinaus v/ird durch diese Substanz die Virusvermebrung im inokulierten Biet ti nur verhältnismäßig schvvach beeinträchtigt. Obwohl es in letzter Zeit möglich geworden ist, durch antiphytovirale Tm oharnotoiTe (DD-PS 142 788), Hai-ustoi-'fe (DD-PS 141 96S) und Guanidine (DD-PS 139 921) bei getrennter Anwendung oder in Kombination mit 2,4-Dioxohexahydro-1,3»5-triazin (DD-PS 115 566) einige der bei alleiniger Behandlung mit Dioxohexahydrotrjazin nur wenig beeinflußbaren Viren, z,B. Gurkenmosaikvirus oder das Blattrollvirus der Kartoffel, beseer au bekämpf on» so gibt es noch inmier bezüglich der Chemotherapie einiger sogenannter Problemviren, insbesondere des Tabakmosaikvirusj keine voll befriedigende Lösung. Kin gleiches gilt auch bezüglich der Verminderung der Viruskonzentration im inokulierten Blatt.-Darüber hinaus ist zu befürchten, daß iin?ölge der verhältnismäßig starken Mutabilität einer größeren Anzahl von Pflanzenviren, die z.B. an der Herausbildung immer neuer, aggressiver Virusstämme erkennbar ist j Virusformen entstehen und selektiert v/erden, die gegen bestimmte antivirale Präparate unempfindlich sind, insofern nur ein oder eiiiige wenige antiphytovirale Präparate zur Verfügung stehen.
Das Ziel der Erfindung besteht darin, die Möglichkeiten z\xs Chemotherapie über das erreichte Maß hinaus weiter zu verbessern und einige der angeführten, noch bestehenden Mangel zu beheben.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, chemische 'wirkstoffe aufzufinden, die aufgrund ihrer chemischen Konstitution eine antiphytovirale Therapie ermöglichen. Sie sollen geeignet sein, das Spektrum chemotherapeutisch erfaßüarer Pflanzern/ireη zu erweitern und insbesor/iere day schwer bekämpfbare, aber u.a. in iobak- und i'o.ci&tcni<ultnron schweren Schaden verursachende
r, j. f
Tabakmosa.ikvirus einer Chemotherapie zugänglich zu machen. Ferner sollen die neuen Wirkstoffe bzw. die mit diesen hergestellten Präparat!onsη (= Mittel) dazu beitragen, Resistenzerscheinungen bei Viren gegenüber Chemotherapeutika vorzubeugen, wie sie ähnlich in der antibakteriellen Therapie sehr bald nach Auffinden der ersten Antibiotika aufgetreten sind und auch in der antiphytoviralen Therapie im Hinblick auf die starke Mutabilität der Viron erwartet werden müssen. Je größer die zur Verfügung stehende Palette antiviraler Präparationen ist, desto geringer wird bei deren alternierender Anwendung die Gefahr der Herausbildung resistenter Virusstamme. Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zur Bekämpfung von Pflanzenvirosen Mittel verwendet v/erden, die Verbindungen der allgemeinen Formel
I ' R\ /R3
^C=K-K=Cr
enthalten. Darin bedeuten
R^ und R2 zugleich oder in beliebiger Variations H, SH, CK-, CHv-Gruppen, ferner Pyridyl-, Pyridyl-il-oxid-, N~Alkylpyridinium-, Chinolyl-, Chinolyl~N-oxid-, K-AlXylchinoliniuin-, Chinoxalyl-, Isochinolyl-, T.sochinolyl-N-oxid-, N-Alkylisochinolinium -, Benzthiazolyl-, Naphtnyl-, Phenyl-, ρ- oder m-(N~substituiertes Aminophenyl)-, p-K-Alkylnitrosaminophenyl-, Styryl- sowie alkyl-, nitro-, halogen-, hydroxy- oder alkoxysubstituierte Verbindungen der genannten Art, sowie
(I=O oder ^N-N=C(EII2)2)
(X = UCH2CiI0I
8757
IU und Ii1 zugleich oder in beliebiger Variation? H, OH, SH, S-Alkyl-, S-Aikenyj-, ο-Ar alkyl-, 1^2"' NTi-Alkyl-, Ni i-Ar alkyl-, Alkoxy-, IJorpholino-, Pyridyl-, Chinolyl-, Chinoxalyl-Gruppen.
Die Verbindungen können in iOrn ihrer Komplexe mit Schwermetall! one η wie Ca +- und Zn +-ionen, gegebenenfalls zusammen mit anderen Anionen und zusätzlichen LigsjD.deη, zur Anwendung kommen« Die Mittel können neben den erfindungsgemäßen Verbindungen der allgemeinen Formel I Verdünnungsmittel und/oder Lösungsmittel, darüber hinaus Tenside, Haftmittel und/oder v/eitere .Formulierungsmittel enthalten und zusammen mit den Pflanzenhormoneη, synthetischen Wachstumsregulatoren sowie aryl- und alkyl substituier ten Harnstoffen, i'hioharnst offen und Guanidinen eingesetzt v/erden. Die erfindungsgemäßen Verbindungen zeigen eine ausgeprägte antivirale Wirkung, insbesondere gegenüber wirtschaftlich bedeutsamen Kartoffelvirosen, z.B. verschiedenen Mosaikerkrankungen (Erreger: u.a. Kartoffel X- und Kartoffel-A-Virus) und der Blattrollkrankheit dor Kartoffel (Erregerί Blattrollvirus der Kartoffel), ferner lassen sich verschiedene Viruskrankheiten der Tomate und des Tabaks bekämpfen, wobei erstmalig durch eine Anzahl von Präparationen auch das Tabakmosaikvirus erfaßt wird. Eine Anzahl von Präparationen zeigt eine gute Y/irkung im inokulierten Blatt und kann somit zu der angestrebten, aber bisher nur unvollständig erreichten Eliminierung der Infektionsherde beitragen. Die erfindungsgemäßen Verbindungen bedeuten eine Erweiterung der bishei-igon Palette der antiphytoviralen Präparate. Diese ermöglicht es, nacheinander, z»0\ in verschiedenen Versuchsjahren aufeinanderfolgend, eine größere Anzahl von Präparaten zur Anwendung zu bringen und somit der Selektion von Virusstammen, die gegen bestimmte antiphytovirale Präparationen resistant sind, entgegenzuwirken» Auch durch die Anwendung von Präparationea, in denen verschiedene Präparate zur gleichen Zeit kombiniert zur Anwendung kommen, kann dieser Zweck erreicht werden.
Zur Erzielung eines für die Praxis ausreichenden Schutzes gegen Ertragsminderungen durch Virusbefali genügen im allgemeinen Aufwandmengen von 0,5 "bis 10 lig/ha. Die Formulierung und·Applikation der erfindungsgerokßen Kittel kann nach den
7 ? R 7 S
_ O „ Ε"» »» Vi ff "Sat/ ff
bekannten und praxisüblichen Methoden erfolgen. So können die Wirkstoffe mit inerten Verdünnungsmitteln und geeigneten 'Formulierungcmittein versetzt und zu Spritzpulvern, Pasten, Emulsionskonzentraten usw.. vorarbeitet v/erden. Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn der Wirkstoffgehalt IO bis 90 % des Mittels ausmacht, des kurz vor der Anwendung mit Wasser zu Spritzbrühen dispergiert wurde. Die Spritzbrühen können mit den gebräuchlichen Spritz-, Sprüh- und Nebelgeräten ausgebracht werden. Durch Granulierung der Wirk- und Hilfsstoffc mit geeigneten Stoffen, die eine allmähliche Freisetzung der Wirk- und Hilfsstoffe im Boden ermöglichen, kann mit einer Behandlung vor der Bestellung der Felder ein die gesamte Vegetationsperiode umfassender Schutz erreicht v/erden.
Ausführungsb e ispieIe
Zur Kennzeichnung der verstärkten antiphytoviralen Wirkungen der erfindungsgemäßen Kydrazone wurden vor allem Ganzpflanzentests an Solanaceen herangezogen. Als Tostviren fanden häufig auftretende Pflanzenviren Verwendung, die einerseits den jeweiligen Wirt systemisch infizieren und andererseits eine einwandfreie Konzentrationsbestimmung auf serologischem Wege ermöglichen. Im Griindversuch wurden unter Verwendung eines Abrasivums (Karborundpuder, Korngröße >00) die beiden unteren, intakten Blätter von Pflanzen von Mcotiana tabacum 'Samsun1, die 5 bis 7 Blätter ausgebildet hatten, mit dem Kartoffei-X-Virus inokuliert. Jeweils 2 Tage vor und 2 Tage nach der Inokulation wurden die Versucbspflanzen mit Wasser bzw. mit einem Lösungsmittel-Wassergemisch, das die erfindungsgemäßen Wirkstoffe in der in Vorversuchen ermittelten, in den Anwendun^;sbeispielen angegebenen Konzentration (in der Regel 5 x 1O"^mol/l) und 0,2 % Pekama-Haftmittel(auf Basis Buna-Latex) enthielt, bis zur Tropfnässe "besprüht. Das entspricht unter Praxisbedingungen einer Aufbringung von 600 1 Spritzlösung bzw. -brühe je Hektar Feldfläche. Zur Kontrolle wurde eine Anzahl von Pflanzen in der beschriebenen Weise mit dem gleichen Virus inokuliert. Die Besprühung erfolgte mit dem gleichen Lösungr.Diittel-WassergeiPisch unter Zusatz von 0,2 % Fekama-Raftmittel, jedoch ohne die erfindungsgemäßen Wirkstoffe.
228757
Die Viruskonzentration wurde in den in den Beispielsreihen · angegebenen Abständen von der Inokulation in Blättern der· ebenfalls dort angegebenen Blattinsertion serologisch im Präzipitationstropfentest unter Anwendung der Verdünnungsendpunkt bestimmung (geometrische Verdünnung jeweils im Verhältnis 1 t 1 mit pnysiologischer Kochsalslösung, bis kein Virus mehr serologisch nachweisbar ist) pflanzen™ und blattweise getrennt ermittelt (G. Schuster, Archiv·Pnytopath. u. Pflanzenschutz £, 19'/I1 1?1~18? und 13, 1977, 231-241). Jedes Versuchsglied umfaßte mindestens 10 Einzelpflanzen.
Die in den Blättern der einzelnen Pflanzen vorgefundene Viruskonzentration wurde in V/ertzarilen zum Ausdruck gebracht» Dabei bedeutet Wertzahl O, daß auch in einem ?m Verhältnis 1 ι 1 verdünnten (-Ausgangs-) Preßsaft kein Viirus nachweisbar war. Die V/ertzahl 1 zeigt, daß nach einmaliger Verdünnung im Verhältnis 1 : 1 kein Virus mehr nachgewiesen v/erden konnte, die Wertzahl 2, daß nach zweimaliger Verdünnung kein Viruspräzipitat auftrat j usw. Zum Vergleich der in den Versuchsgliedern ersielten Ergebnisse mit denjenigen der Kontrolle wurden aus den einzelnen Wertzahlen, die nach der beschriebenen Versuchsanordnung Logarithmen (Exponenten) zur Basis 2 darstellen, die entsprechenden Antilogarrühmen gebildet. Letztere wurden gemittelt und mit den bei den Kontrollpflanzen vorgefundenen Mittelwerten 'verglichen. In den nachfolgenden ia.bellen ist der Prozentsatz der Viruskonzentration angegeben, der im Pxoifglied im Vergleich zur Kontrolle (Kontrolle ~ 100 %) vorgefunden wurde. Dieser Wert wird als Reduktionskoeffizient (RK) bezeichnet. RK = 8 bedeutet beispielsweise, daß im Prüfglied die durchschnittliche Vi-ruskonzentration auf 8 % der Viruskonzentration der Kontrollen reduziert war.
Die Signifikanz der vorgefundenen Differenzen wurde im t-Test geprüft, nachdem durch geeignete Transformation, z.B. geeignete Radif ikation, Kormal verteilung der Meßv/erte lie rb ei ge führt worden war. Das Prüfergebnis wurde neben den in Prozentsätzen zum Ausdruck gebrachten Differenzen in Symbolen angegeben.
ie besagen:
++ : 1 % έ ρ > 0,1 % *" ; 0,4 Λ = ρ überschreitungswahrscheiniichkeit
"J Q f? I Ö /
Die in der beschriebenen Weise durchgeführten und ausgewerteten Versuche erbrachten bei den nachfolgend als Beispiele ausgewählten Hydrazonen an sekundär infizierten Blättern die in Beispielsreine 1 zusammengefaßten Ergebnisse.
Beispielsreihe 1;
Verminderung der Konzentration des Kartoffel-X-Virus in sit^un: dar infizierten Blättern von Kicotiana tabacum 'Sarnsun' (= Virginischer Tabak) durch die erfindungsgemäßen, substituierten Hydrazone. Untersuchung im zweiten Blatt über dem oberen inokulierten Blatt (= 5· Blatt über den Keimblättern) 12 - 15 Sage (in der Regel 13 Tage) nach der Inokulation.
lfd. Verbindung Konz.(mol/l)u. RK u.Signi-
Hr. ' Lösungsmittel fikanz
1.1. p-(Methpxy~bensyiiden-hydrazino)-phenylglyoxylsäure-nitril-S-methyl-is othiosemicar bazon
1.2. ^yridin~3-aldehyd~S-ethylisothiosemicarbaäon
1.3. Chinolin-4-aldehyd-S-ethylisothiosemicarbazon
1.4. Chinolin-2-aldehyd-Ii-oxid-S-allyl-isothiosemicarbazon
1c5. Benzthiazol-2-aldehyd-S- · ethyl-isothioseiaicarbazon
1.6. p-Phenylamino-phenylglyoxylsäure-nitril-(S-methyl~ä sothiüseiüicarbazon) '
1.7. Chinolin-2-aldenj;d~S-n-butyl isothioseinicarbazon
1.8· ChJnolin-2-aldehyd-S-efchyl~ , isothiooemicarbazon
5 χ 10 Aceton
,-3
37'
5 χ 1Cf*3 Ethanol 2 χ 10~3
Methylglykol 2 x ICT3 Methylglykol 2 χ 10~3 Methylglykol 5 χ iCT3 Aceton
- 2 χ 10~3
Methy3.glyk.ol 5 x 10"3 Ethanol
56·
56
32*
33+ 4-1+
60* 58'
Fortsetzung von Beispielareihe 1;
lfd
Kr.
Verbindung Konz.(mol/l)u. RK u.Sjgni-LOs ungsmittel fikanz
1.11
1.12
1.13
1.14
1.9. 2--Hydroxy--1-naphtaldehyd~S~ raethyl-isothiosemicarbazon
1.10. 6~&itrochinolin-2~aldehyd-S~ ethyl-isothiosemicarbazon Cu-Kompiex von i-ftthylisatin-S-ethyl-isothiosemicarbazon Cu-Komplex von iithylicatin-S-n-butyl-isotnioseolcarbazon Kupferacetat-Komplex von Chinolin-2-aldehyd-S-n-pr opy1-isothioseiuicarbazon Kupferaoetat-Komplex von Chi~ nolin-2~aldehyd~S~n-butyl-
i s othiosemicarbazon 1.15· Pyridin—^-aD-dehyd-chlormethylthiosemicarbazon-Zinkchloi'id.-
Komplex 1.16. Pyridin-2-aldehyd-chlormetnylat-thiosemicarbazon-
ZnClp~Kompleχ 1*1'/. Chinolin-2~aldehyd-ch:lorme--
thylat-thiosemicarbazon 1.18. Chinolin~2~aldelxyd~joaEietü:y~
lat-thiosemicarbazon 1.19· Isochinolin-1-aldeiiyd-clilormethylat-thioseiaicar'Dazon
1.20. p-(}3enzyliden-hydrazono)-phenylglyoxylsäure-nitril-(morpholino-thiocarbonylhydrazon)
1.21. p-Plienylamino-phenylglyoxylsäure-nitril-semicarbazon
1.22. m-Diethanolamino-acetophenonsemicarbazon
5 χ Methy.lglykol
2 χ 10~3 iiethylglykol
3 x 10"3 Methylglykol 3 χ 10"^ Aceton 5 x ΙΟ"3
5 x 1O~3 Aceton
2 χ 10™2 Dimethylformamid 2 χ 1Ο"3
x 10"
2 χ 10'
5 x 10' H2O
5 χ 10" Aceton
5 χ 10* Aceton 5 χ 10 Aceton
3
40
+4-
24'1
24"
46"'
49+
44"
43"
•11-
Fortsetzung von Beispielsreihe 1:
lfd. Verbindung Nr.
Konz.(mol/l)u. RK u,Signi-Lösungsmittel fikanz
1»23» m-Diothanolamino-acetophenon-4-ben2yl~seinicarbazon ·
1.24. 1-Ethyl-2-thioisatin-3-semicarbazon
1.25. p-N,N-Dimethylamino-phenylglyoxylsäore-nitril-isonicotinylhydrazon
1.26. p-N,K~Dipropylamino-phenylglyoxyl-säure-nitril-(morpholino-thiocarbonylhydrazon)
1.27. p~Dimethylaminobenzaldehyd-(chinolin-2f-thiocarbonylhydrazon)
1.28« p-(Benzyliden-hydraζono)-
phenylglyoxylsäure-nitril-
£(methylthio)-taiocarbonylj -·
hydrazon 1·29. 1,4-Naphtochinon-mono-guanyl-
hydrazon 1. "j,0,. p-Methylaniino-phenylglyoxylsäure-nitril-(S-etbyl-iso-
thiosemicarbazon) 1.31· p-N-MethyInitrosaminobenzaldehyd-S-n-b.eptyl-isothiosem.i-
carbazon 1.32. p-N-Methylnitrosaminobenzaldehyd-S~allyl-isothiosemicar- bazon
Eine äiinlich gute Verminderung der Konzentration des Kartoffel-X-Virus wird neben den in Beispielsreihe 1 angeführten Verbindungen auch durch folgende erfindungsgemäßen Hydrazone erreicht; ^Methoxybenzaldehyd-(4,5-diphenylthiazoiylhydrazon) p-Phenylarainü-phenylglyoxylsäure-nitril-CS-.e-bhyl-isothioseini-
carbazon) Chinolin-4-aldehyQ-S~n~hexylisothiosemicai'bazon
' -12-
5 χ 10 J 31
AGeton
5 χ 10~3 36+++
Aceton
5 χ 10""3 67*
Ethanol
5 χ 10""3 68*
Methylglykol
2 χ 10~3 5O+
Methylglykol
5 χ ΙΟ""3 39+
Aceton
5 χ 10""3 43+
•Aceton
2 χ 10*"3 ; 32+++
Methylglykol
15 χ 10~4 33+++
Methylglykol
2 χ 10~3 25+++
Methylglykol
Chinolin^-aldehyd-S-nethylisothiosemicarbazon 3-Metiiyl-chino;ialin~2~aldehyü-S-ethyl~isot/jioGemicarbazon G-Kitrochinolin^-addehyd-S-ethyl-iso-ihioceinicarbazon Cu-Komplexe des 1-Ltnylisatin-Sf-nethyl-isothiosemicarbarion Cu-Koraplcx des i-.bfcb.ylisatin-S1 -propyl-iso bhioseinicarbazon 2-Morpholino~5~[p~(benzyliGenhydrozono)-phenyl] -1,3,^-thiadiazol
Tilor on-guany 1 fry draz on
Benzaidenyd~(chir:olin~i<;~thioc9rbonylhydrazon) p-Benzylamino-pheiiylglyoxylsäure-nitril-isonicobinolylhydrazon p-jJthylamino-pherjylglyoxyl3äure--nitril~["(inothylthio)-thiocarbonylj -hydras on
1-Lethylisatin-3"-(chinoxalin~2t~thiocarboriyl-Jiydrazon) i-Ethylisatindithiocarbo-propoxyhydrazon 1-i;thy 1 isatin-3 * -ethylmercapto-3* -benzylraorcapt o-nethylenhydrazon
1,4—Benzochinon-nono-guanylhydrazon
8~Chlorchinolin™2™aldehyd-S-3j-~butyl"isol<hioscnicarba'ion p-Me thy lanino-phonylgly oxy Isäure-nit TiI-(S-ELe1L hyl-isothiosemicarbazon)
p-Decyloxy-m-methoxy-benzal-aceton-S-ethyl-icotbiosemicai'bazon !'yridiio-^-aldehyd-chlormethylat-thiosemicarbazon p-(2™Hydroxy-bOKyliden-hydrazono)-phenylglyoxylsäure-nitril-(morpholino-thiocarbonyl-hyörazon)
In Beispielsrerliie 2 ist dargestellt, daß eine Anzahl der erfindungsgemäßen Hydrazore auch in inokulierten Blättern die Viruskonzentration in beechtliehen Maße zu verhindern vermag, wodurch gegenüber den bekonnben Präparationen wesentliche Fortschritte erzielt v/orden sind.
Bcis£ie 1
Vercinderung der Konzentration aes Kartoffel-X-Virus in £rimar_infizierten. (inoliulierten) giättorn von Kicotiana tabacum f3anisun{ (^"Virginischer iCabak) durch die erfindungs gcmä-ßen, subütif.uici'ton Kydra/'on0» Untersuchung in obe-ren inokulierten Blättern (~ 3. Blatt über den Keimblättern) 5-'/ 'Tage (in der Regel 6 l'agc) nach der InoiiuJ ation.
b / b /
lfd. Nr.
2.1,
Verbindung Konz.(mol/l)u. Lösungsmittel
RK u.Signifikanz
2.2.
2.3. 2.4.
2.6. 2.7.
2.8.
2.9.
2.10.
2.11. 2.12.
2.13. 2.14.
p-(Metboxy-benzyliden-hydrazino)-phenyl"glyoxy1säure- nitril-S-methy1-isothiosemicarbazon p-Benzylamino-phenylglyoxylsäure~nitril-(S-n-butyl-iso- thiosemicarbazon) Chinolin-2-aldehyd-S-ethylisothiosemicarbazon p-Methylaroino-phenylglyoxylsäure-riitril-(S-iiiethyl~isothio- semicarbazon) Cu-Komplex von 1-Ethylisatin-S-ethyl-is othiosemicarbazon Iyridin-4-aldehyd-chlormethyl-thiosemicarbazon- zinkchloridkomplex i^yridin-2-aldehyd-chlormethylat-thiosefflicarbazon- ZnCl2~komplex Chinolin-4-aldehyd-chlormethylat-thiosemicarbazon Isochinolin-1-aldehyd-chlormethylat-thiosemicarbazon p-Fnenylamino-phenylglyoxyl~ säure~nitril-semicarbazon m-Diethanolanino-acetophenonsemicarbazon ui-Di ethanolainino-ac et ophenori-4-phenyl-seraicarbazon Chinolin-2~aldehyd-(ethoxythiocarbonylhydrazon) 1,4-Benzoch.inon-bis-guanylhydrazon 5 x 10"-^ Methylglykol
-3
2 χ 10
5 χ 10"·7
Ethanol 2 χ 10"·^
•Methylglykol
5 χ 10"3 ' Aceton 2 χ 10~3 Dimethylformamid 2 χ 10~3
5 x 10"
5x10 ^
5 x 10~3 Aceton 5 x 10"^ Aceton
5 χ 10~3 Aceton
2 χ 10~3 Methylglykol
5 x 10"3 Aceton
52»
72' 37
73'
50+· 69* 55+' 65*
40
14-
228757
Portsetzung νου. Beispielsreihe 2%
lfd. Verbindung . Ιίοηζ* (mol/l)u. RE u.Signi-
i\r. · Lösungsmittel fikanz
2.15. p-N-Methylratrosaininol>enz- 2 χ 10"-^ 41+"! +
aldeb^ä-S-aethyl-isotiiio- Methyiglykol
semicarbazon
Ähnlich gute Ergebnisse in inokulierten Blättern können mit den folgenden Verbindungen erhalten werden:
i-Ethyllsatin-S-ethylisothiosemicarbazon
Chinolin~2-aldehyd-(4«-ethyl--guanylhydrazon) ·
Pyridin-^-aldehyd-chlormethylat-thiosemicarbazon
p-Propylamino-phenylglyoxylsäure-nitril-S-aiGthyl-isothio-
semicarbazon
ϊ!yridin-4--aldehyd-S-isobutyl··-isothiosenlicarbazon
In Beispielsreihe 3 ist gezeigt, daß einige der erfindungsgemäßen Hydrazone auch gegenüber dem außerordentlich schwer bekämpf baren Tabakmosaikvirus eine beachtliche Wirkung entfalten. Diese Ist im inokulierten Blatt von io.cotiana giutinosa anhand der Veränderung der Zahl der Lokalläoionen nachgewiesen worden. In Beispielsreihe 3 ist der Prozentsatz der Lokallasionen angegeben, der im jeweiligen Prüfglied im Vergleich zur mit Wasser bzw. Lösungsmitteln ohne Präparate behandelten Kontrolle (Kontrolle ~ 100 %} vorgefunden wurde (= Reduktionskoeffizient = RiO. Die Signifikanz der vorgefundenen Differenzen wurde ebenfalls im t~-riest geprüft, iüransformationen der Meßwerte waren nicht erforderlich
Die Symbole für die Prüfergebnisse entsprechen den bereits angegebenen.
Beispielsreihe 3*
Verminderung der Zahl der LoJ-ralläeionen aes Tabakinosaikvirus auf Blättern von Lico'ciana giutinosa.
lfd. Verbindung Κόηζ.(mol/l)u. RIC u.Signi-
Kr. Lösungsmittel fikanz
3.1. 1·3-Dipbenylpyrazoldion-S- 5 x 1O""3 71+
cthylisothiosemicarbazon Aceton.
3.2. Chinolin~4-aldehyd-chlor- 5 x 1O~3 71*
methylat-thioseinicarbazon H2° · ,
3.3. Pyridin-3-aldehyd-S-ethyl- 5 χ 10"^ 10++
isothioseinj carbazon Aceton
3.4. 2~Morpholino-5-Lp-(pyridin- 5 x 10~3 45++
(2)-oldehydhydrazono)- Aceton
phenyl]-1,35 4-thiadiazol
3-5. i-Methylisatin-3-methyl- 15 x 10~4 41+++
S-phenyl~thiocarbohydrazon Methylglykol
3-6. . p-N-Hethylnitrosaminobenz- 2 χ 10~3 68+
aldekyd-S-allyl-isothiosemi- Methylglykol
carbazon

Claims (4)

1. Mittel zur Chemotherapie von Virosen der Kulturpflanzen, dadurch gekennzeichnet, daß sie neben üblichen hilfs- und Trägerstoffen Verbindungen der allgemeinen Formel
\ K-c/3
K,
X1
enthalten, v/orin JR ^ und Rp H, SII, CH-, CHo-Gruppen, ferner Pyridyl, Pyridy.i-ft-pxid--, K-Alky!pyridinium-, Chinolyi-, Chinolyl-H-oxid-, ft-Alkylchinolinium-, Ghinoxalyl-, Isochinoly 1-, Isochinolyl~l\-oxid-, Ii-AlKyIisochinolinium-, Benzthiazolyl-, i\aphthyl-, Phenyl-, p~ oder m~(K-substituierte Aminophenyl)-, p-I\-Allcylnitrosaminophenyl-, Styryl-, sowie- alkyl-, nitro-, halogen-, hydroxy- oder alkoxysubstituierte Verbindungen dor genannten Art, sowie
(Y = O oder =τ\·-Ιϊ=σ(ΚΗο)ο)
und R^ und R. gleichermaßen oder in beliebiger Variation H, OVi5 Sri, S-Alkyl-, S-Alkenyl-, S-Aralkyl-, MI2, 1\IH-Alkyl-, KH-Aralkyl-, Alkoxy-, Korphoiino-, PyridyJ-, Chinolyi-, Chinoxalyl-Gruppen bedeuten.
2. HiLtel zur Chemotherapie von Virosen der Kulturpflanzen nach Punxt 1, dadurch gekennzeichnet, aaß die erfincluugsgemäßen Wirkst οJ'fe als ^o^plexo mit ScnvieriaeLallionen \.'io Cu- und Zn^+-IOnCn, gegebenenfalls zusammen mit anderen Anionen und zusatz!ionon .Liganden, zur Anwendung koüüneji.
ir ? ζ R 7 κ 7
f.. <*- Ks ί sj ί
3. LIittel entsx^rechend PanLt 1 und 2, at.^urcn gekennzeichnob, daß die verwendeten Präparationen neben den orfindungsgemäßen Wirkstoffen auch l'enside, .Haftmittel und weitere Formulierungsmittel und gegelienöufalis Hilfsstoffe zur Bildung von Granulaton enthalten.
4. Uittel entsprechend Punkt 1 "bis 3j dadurch gekennzeichnet, daß die erfirdungsgeingBcn Wirkstoffe zusammen mit Pf 1 ans ο nhormonen, synthetischen Pflanzenwachstuasregulatoren üowie aryl- und alkylsubstrituierten Harnstoffen, Thioharnstoffen und Guanidinen eingesetzt werden können.
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