DD160762A3 - Mittel zur chemotherapie von virosen der kulturpflanzen - Google Patents

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DD160762A3
DD160762A3 DD22875481A DD22875481A DD160762A3 DD 160762 A3 DD160762 A3 DD 160762A3 DD 22875481 A DD22875481 A DD 22875481A DD 22875481 A DD22875481 A DD 22875481A DD 160762 A3 DD160762 A3 DD 160762A3
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virus
phenyl
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DD22875481A
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Gottfried Schuster
Werner Kochmann
Wilfried Kramer
Walter Steinke
Walter Hoeringklee
Harald Winter
Ulrich Steinke
Gerhard Esser
Christoph Hanzsch
Dieter Kleinhempel
Ulrich Hamann
Original Assignee
Gottfried Schuster
Werner Kochmann
Wilfried Kramer
Walter Steinke
Walter Hoeringklee
Harald Winter
Ulrich Steinke
Gerhard Esser
Christoph Hanzsch
Dieter Kleinhempel
Ulrich Hamann
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Abstract

DIE Erfindung betrifft Mittel zur Chemotherapie von Virosen der Kulturpflanzen auf der Basis von 2,4-DIOXOHEXAHYDROTRIAZIN, die dadurch gekennzeichnet sind, dass sie neben ueblichen Hilfs- und Traegerstoffen als Syneristen substituierte Thiadiazole, oxazole und/ Hydrazone enthalten.Durch die synergistische Steigerung der antiphytoviralen Wirkungen der Komninationspartner werden virusbedingte Ertragsdepressionen in staerkerem Umfang als durch die einzelnen Wirkstoffe vermindert oder sogar gaenzlich vermieden. Das Spektrum der beeinflussbaren Viren wird erweitert. Darueber hinaus wird durch verschiedene Kombinationen der Gesundheitszustand von vegetativ vermehrten Pflanzen (Pflanzgut) spuerbar verbessert. Der Ausbildung von praeparatenresistenten Viren wird durch die Anwendung der erfindungsgemaessen Kombinationspraeparate in staerkerem Masse entgegengewirkt, als das bisher moeglich war. Den erfindungsgemaessen Wirkstoffkombinationen werden Tenside , Haftmittel und weitere Formulierungsmittel zugesetzt.

Description

Titel der Erfindung
Mittel zur Chemotherapie vori Virosen der Kulturpflanzen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft Mittel zur Chemotherapie von Virosen der Kulturpflanzen, die durch Kombination von verschiedenen Wirkstoffen unter Zusatz üblicher Hilfs- und Trägerstoffe erhalten werden.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
In den letzten Jahren ist eine größere Anzahl von Präparaten bekannt geworden, die die Vermehrung von Pflanzenviren hemmen. Zu diesen gehören Analoga von Purin- und Pyrimidinbasen bzw. von entsprechenden Nucleosi'den und Nucleotiden sowie Analoga von Intermediärprodukten der Biosynthese der entsprechenden Basen und Nucleoside, ferner Antibiotika aus Mikroorganismen und höheren Pflanzen sowie Polyanionen, u.a. Polyacrylsäure. Darüber hinaus wurde versucht, antiphytovirale Wirkungen und Nebenwirkungen von nativen und synthetischen Pflanzenhormonen bzw. anderweitigen Wachstumsregulatoren, Fungiziden, besonders von %, Systemfungiziden, Insektiziden und Herbiziden,' die in diesen Fällen in geringen, die Pflanzen nicht schädigenden i:,;. Aufwaridmengen verwendet werden, für eine antiphytovirale Chemotherapie nutzbar zu machen.
Abgesehen von einigen Triazinen und der aus Hypericum per« foratum isolierten antibiotischen Präparation Imanin (BoT byr, Chimioprofilaktika 1 terapija wirusnych bolesnei rastenii, Isdatelstwo Naukowa dumka, Kiew 1976) ist von
keinem der antiphytoviralen Präparate der angeführten Gruppen eine Feldüberprüfung größeren Ausmaßes bekannt geworden. Die häuptsächlichen Gründe für die geringe Praxisanwendung sind:
1) zu starke Phytotoxizität '
2) zu starke Warmblütertoxizität
3).unwirtschaftliche Substanzsynthese oder Gewinnung
4) zu geringe Wirkung ;
5) zu geringer Unterschied zwischen dosis curativa und dosis töxica. '
Allein hydrierte Triazine, und von diesen besonders 2,4-Dioxohexahydrotriazin (DD-PS 115 566), haben umfangreichen Prüfungen standgehalten. In rund 50 Praxisversuchen mit Konsumkartoffeln (Virusbesatz 10 bis 30 %) auf ca. 1000 ha behandelter Feldfläche ergab sich ein hochsignifikanter durchschnittlicher Mehrertrag von ca. 10 % (Schuster et al., Journ. Potato Res. 1979). Damit konnten durch Behandlung mit dem weder phytotoxischen noch vertebratentoxi-schen DHT in Konsumkartoffelbeständen etwa 50 bis 60 % der virusbedingten Ertragsdepressionen ausgeglichen werden. Auch bei anderen Kulturen, z.B. der Tomate, wurden Mehrerträge etwa gleicher Größenordnung erzielt. In letzter Zeit wurden auch durch antiphytovirale Thioharnstoffe (DD-PS 142 788), Harnstoffe (DD-PS 141 968) und Guanidine (DD-PS 139 921) gute Ergebnisse erzielt, wobei bemerkenswert ist, daß z.T. andere Viren als durch DHT beeinflußt werden. Wenn auch einige dieser neuen antiviralen'Verbindungen die Wirksamkeit des DHT erreichten, so konnte diese jedoch keine einzige der Präparationen übertreffen. Die Ursache hierfür ist darin, zu suchen, daß es infolge der engen Verflechtung der Virusreplikation mit grundlegenden Stoffwechselprozessen des pflanzlichen Wirts, u.a. mit dessen Nukleinsäure- und Proteinhaushalt, auf große Schwierigkeiten stößt, einen viralen Replikationsschritt beliebig stark zu verlangsamen, ohne daß gleichzeitig Nebenwirkungen auf Wirtsprozesse auftreten.
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Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht darin, unter Vermeidung von Pflanzenschäden die .Wirksamkeit der Chemotherapie pflanzlicher Virosen über das erreichte Maß hinaus zu erhöhen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, durch geraeinsamen Einsatz unterschiedlicher chemischer Spezies eine antiviral e V/irkung einer entsprechenden Zubereitung zu erzielen, die deutlich über der Wirkung der einzelnen Komponenten liegt und auch ihre summierte Wirkung wesentlich übertrifft.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß 2,4-Dioxohexahydro-1,3,5-triazin gemeinsam mit substituierten Thiadiazolen der allgemeinen Formel I, Oxazolen der allgemeinen Formel II und/oder Hydrazonen der allgemeinen Formel III angewendet'wird.
In der allgemeinen Formel
I N-N ·
Il I! I R1 - C C - R2
bedeuten R-j und 'R2 für sich oder in beliebiger Variation eine' Aminogrupp.e, die durch äliphatische, substituierte aliphatischen aromatische, substituierte aromatische, cycloaliphatische und ungesättigte äliphatische Reste substituiert ist oder unsubstituiert sein kann, ferner eine Alkyl- oder substituierte Alkylgruppe, Phenyl- und substituierte Phenylgruppen,'heterocyclische Gruppen und die Adamanty!gruppe, was im speziellen Fall so aussehen kann, daß R-j sowie R2 eine Amino-, Allylamino-, Propylami- , no-, Cyclohexylamine-, Benzylamino-, Phenylamino-, 4-Chlorphenylamino-, u~ und ß-Naphtylamino-, Methyl-, tert.-Butyl-, Benzyl-, 2-Hydroxyphenyl-, 4-Mtrophenyl-, 4-rPyridyl-Gruppe sein können.
IL ö / Ό
In der allgemeinen Formel ' II
bedeuten
R = Alkyl-, Hydroxyalkyl- bzw. Phenylgruppen Rl = Alkyl-, Phenyl-, Hydroxyl-, Carboxylgruppen R'2 ==/ KHg-» Guanyl-, Alkylthiocarbamoylhydrazino-, N-substituierte Aminomethylgruppen, ferner Hydrazon aus Glyoxylsäure, Aceton, Aldosen, N-Alkylisatinen, halogenierten Benzaldehyden, Pyridinaldehyden, Ferrocerialdehyden, Aminoacetophenon, N-substituierten Acetophenonen, Polyhydroxyacetophenonen und Methoxyacetophenon, desgleichen Salze und Addukte dieser Stoffe.' ' · ... .
In der allgemeinen Formel
Hl" . R1 R3
. . ' .';'. ' . ' .. ^^ C=N-N=C'
stehen R-] und Rj zugleich oder in beliebiger Variation für H, SH, CN-, CH3~Gruppen, ferner Pyridyl-, Pyridyl-N-oxid-, N-Alkylpyridinium-, Chinolyl-, Chinolyl-N-oxid-, N-Alkylchinolinium-, Chinoxalyl-, Isochinolyl-, Isochinolyl-N-oxid-, N-Alkylisochinolinium-, Benzthiazolyl-, Naphthyl-, Phenyl-, ρ- oder m-(N-sübstituiertes Aminophenyl)-, p-N-Alkylnitrosaminophenyl-, Styryl- sowie alkyl-, nitro-, halogen-, hydroxy- oder alkoxysubstituierte Verbindungen der genannten Art, sowie
228754 5
or. j »
Alkyl
SLJ-
N-ilkyl
C6H5
to
CrH1-
(Y = 0 oder=F-N=0(NH2)2)
(X =
R3 und R4 jeder für sich oder in beliebiger Variation für H, OH, SH, S-Alkyl--, S-Alkenyl-, S-Aralkyl-, NH^ NH-Alkyl-, NR-Aralkyl-, Alkoxy-, S-Alkyl-, Morpholino-, Pyridyl-, Chinolyl-, Chinoxalyl-Gruppen.
Diese Verbindungen können in Form ihrer Komplexe mit Schwermetallionen wie Cu^+- und Zn2+-iönen, gegebenenfalls zusammen mit anderen Anionen und zusätzlichen Liganden, zur Anwendung kommen. Die Synergisten gemäß der allgemeinen Formel I, II und III beeinflussen ein Ereignis im Replikationszyklus der Viren, das entweder vor dem durch DHT beeinflußten Ereignis liegt oder diesem folgt, wie das z.B. durch Virussynchronkulturen in Protoplasten oder durch Synchronkulturen in intakten Blättern,' die mit der Differentialtemperaturinokulationsmethode nach Dawson, Schlegel und Lung (Virology 65., 565-573, 1975) erzeugt worden sind, nachgewiesen werden kann. Im Ergebnis der Kombination von . DHT mit den angeführten Synergisten wird, jeweils dieantiphytovirale W.irkung des DHT beträchtlich erhöht. Umgekehrt steigt auch die antivirale Wirkung des jeweiligen Kombinationspartners an. Dieser synergistische Effekt gestattet in vielen Fällen, die Aufwandmengen der Substanzen zu vermindern, wodurch oft sowohl das Verhältnis der dosis toxica zur dosis curativa verbessert als auch die Vertebraten- und Humantoxizität vermindert werden kann. Darüber hinaus wird das Spektrum der chemotherapeutisch erfaßbaren Viren erweitert. Der Resistenz gegen Chemotherapeutika wird ent-
ge ,"jengewirkt,;. da hochgrwHge Re;ii;:tenz gegen Koinbinrvtlona-'Präparate nur durch Mehrfachmutationen erzeugt werden könnte. Je größer die Palette verfügbarer Kombinationspartner des DHT ist, desto mehr Viren können beeinflußt werden Und desto geringer ist bei einer geeigneten Rotation der Wirkstoffkombinationen die Gefahr der Herausbildung gegen .Chemotherapeutika resistenter Virusstämme, so daß auch in dieser Hinsicht mit den erfindungsgemäßen Kombinationen beachtliche Portschritte erzielt worden sind.
-Die zu kombinierenden Wirkstoffe werden mit inerten Verdünnungsmitteln und mit geeigneten Formulierungsmitteln versetzt und zu Spritzpulvern, Pasten, Emulsionskonzentraten usw. verarbeitet. Die Formulierung und Applikation der erfindungsgemäßen Kombinationen kann nach den bekannten und praxisüblichen Methoden erfolgen. Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn der Wirkstoffgehalt 10 bis 90 % des Mittels ausmacht, das kurz vor der Anwendung mit Wasser zu Spritzbrühen bzw. bei gut wasserlöslichen Verbindungen zu Spritzlösungen dispergiert wird., . . -
Kombinationspartner 1'und Kombinationspartner 2 können in einer gemeinsamen Präparation kombiniert sein, die darüber hinaus-Tenside, Haftmittel und/oder weitere Formulierungsmittel enthalten kann.
Kombinationspartner 1 und Kombinationspartner 2 können jedoch auch getrennt zu Präparationen verarbeitet werden, die jeweils Tenside, Haftmittel und/oder weitere Formulierungsmittel ^enthalten können. . In. diesen Fällen können die Präparationen 1 und 2 so gestaltet sein, daß sie vor der Ausbringung auf die Pflanzen in Tankmischungen vereinigt und dann gemeinsam-ausgebracht werden. Sie können jedoch auch so gestaltet sein, daß eine getrennte Ausbringung erfolgt.
Eb können'auch mehr als zwei Kombinationspartner in einer Präparation vereinigt werden, die dadurch gekennzeichnet ist, daß ein Kombinationspartner das Dioxohexahydrotriazin ist. Bezüglich des Zusatzes von Tensiden,1 Haftmitteln und/ oder weiteren Formulierungshilfsmitteln, der Vereinigung :zu Präparätionen bzw. der Anfertigung getrennter Präparate
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gelten die Aus führungen bezug] loh dor Zweierkombinationen sinngemäß. Die. erfindungsgemäßen Spritzbrühen uriel -lösungen können mit den gebräuchlichen Spritzgeräten ausgebracht werden. Sie sind für eine zusätzliche Kombination mit Insektiziden, Fungiziden und anderweitigen Pflanzenschutzmitteln in Tankmischungen geeignet.
Zur' Erzielung eines für die Praxis ausreichenden Schutzes gegen Ertragsminderungen durch Virusbefall genügen im allgemeinen Aufwandmengen von 0,25 bis 10 kg/ha. Die Aufwandmenge liegt beträchtlich unter derjenigen, die bei alleiniger Ausbringung -der Kombinationspartner erforderlich wäre.
Ausführungsbeispiele
Zur Kennzeichnung der verstärkten antiphytoviralen Wirkungen der Präparatenkombinationen wurden vor allem Ganzpflanzentests an Solanaceen herangezogen. Als Testviren fanden häufig auftretende Pflanzenviren Verwendung, die einerseits den jeweiligen Wirt-system—isch infizieren und andererseits eine einwandfreie Konzentrationsbestimmung auf serologischem Y/ege ermöglichen. Im Grundversuch wurden unter Verwendung eines Abrasivums (Karborundpuder, Korngröße 500) die beiden unteren, intakten Blätter von Pflanzen von Nicotiana tabacum 'Samsun', die 5 bis 7 Blätter ausgebildet hatten, mit dem Kartoffel-X-Virus inokuliert. Jeweils 2 Tage vor und 2 und 7 Tage nach der Inokulation wurden die Versuchspflanzen mit Lösungen bzw. Suspensionen behandelt, die die einzelnen Präparate oder Präparatekom-..binationen-in den bei den Ausführungsbeispielen angeg'ebenen Konzentrationen und 0,2 % Fekama-Haftmittel (Haftmittel aus Basis Buna-Latex) enthielten. Sie wurden bis zur Tropfnässe besprüht. Das entspricht unter Praxisbedingangen einer Aufbringung yon 600 1 Spritzlösung bzw. -brühe je Hektar !'eldflache. Zur Kontrolle wurde eine Anzahl von Pflanzen in der beschriebenen Weise mit dem gleichen Virus inokuliert. Die Besprühung erfolgte mit dem gleichen Lösungsmittel-Wassergemisch unter Zusatz von 0,2 % Fekama-Haftmittel, jedoch ohne Wirkstoffe
5 bis 7 Tage nach der Inokulation wurde die Viruskonzentra-
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tion im oberen inokulierten Blatt und 12 bis 20 Tage nach der Inokulation in höher inserierten Blättern, welche vom obersten inokulierten Blatt durch mindestens 2 Blätter getrennt --waren, serologisch im Prä'zipi tationstropfentest unter Anwendung 'der Verdünnungsendpunktbestimmung (geometrische Verdünnung jeweils' im Verhältnis 1 : 1 mit Physiologischer Kochsalzlösung, bis kein Virus mehr serologisch nachweisbar, ist) pflanzen- und blattweise getrennt ermittelt (G. Schuster,' Arch. Phytopath. u. Pflanzenschutz 1_, 1971,, 171-187 und V3, 1977, 231-241). Jedes Versuchsglied umfaßte mindestens 10 Einzelpflanzen.
Die in den Blättern der einzelnen Pflanzen vorgefundene Viruskonzentration wurde,in Wertzahlen zum Ausdruck gebracht. Dabei bedeutet Wertzahl 0, daß auch in einem im Verhältnis 1 : 1 verdünnten (^Ausgangs-) Preßsaft kein Virus nachweisbar 'war;. Die Wertzahl 1 zeigt, daß nach einmaliger Verdünnung .im Verhältnis 1 : 1 kein Virus mehrNnachgewiesen werden konnte ,"*" die Wertzahl 2, daß nach zweimaliger Verdünnung kein Viruspräzipitat auftrat,/ usw. Zum Vergleich der in den Versuchsgliedern-erhielten Ergebnisse mit denjenigen der Kontrolle wurden aus den einzelnen Wertzahlen Mittelwerte gebildet, die mit den bei den Kontrollpflanzen vorgefundenen Kittelwerten. verglichen wurden. In den nachfolgenden Ta.bellen ist der Prozentsatz, der Viruskonzentration angegeben,, der im Prüfglied im Vergleich zur Kontrolle (Kontrolle '= 100 %) vorgefunden wurde. Diese·'r V/ert wird als Reduktionskoeffizient (RK) bezeichnet. RK = 8 bedeutet beispielsweise, daß im .Prüfglied die durchschnittliche Viruskonzentrat'ion auf 8 % derjenigen der Kontrolle reduziert wa.r,- ·-.'..-'·
Die Signifikanz der vorgefundenen Differenzen wurde im t-Teat geprüft. Das Prüfergebnis wurde neben, den in Prozentsätzen zum Ausdruck,gebrachten Differenzen in Symbolen angegeben. . . ,
Diese besagen: · ' '
228754 5
+ : 1 f' = T) ? 0,1 5'ί
: 0,1 % = ρ
P - U"be:2';:,'uhreitimgswahrscheinlichkeit '
Die Signifikanz der Verminderung des Anteils von Augenstecklingen mit VirusSymptomeη nach der Behandlung mit antiphytoviro.len Präparationen bzw. erfindungsgemäßen Kombi nn.tionen (Beispielsreilie 4) wurde nach S. Koller durch Vergleich der in zwei Heilten beobachteten Häufigkeiten ermittelt. Die Ergebnisse wurden mit den bereits angeführten Symbolen beschrieben.
Die in der beschriebenen Weise durchgeführten und ausgewerteten .Versuche sind in ihren Ergebnissen in 4 Beispielsreihen dargestellt.
In .Beispielsreihe 1 ist anhand von Beispielen gezeigt, wie in sekundär infizierten -Blättern von Jiicotiana tabacurn .. 'Saasun' durch Behandlung mit Kombinationen von 2,4-Dioxohex-:.hycrotriaain mit erfindungsgemäßen Kombinationsparthern die Konzentration des Kartoffel-X-Virus stärker vermindert worden ist als durch den ersten oder den jeweiligen zweiten Kombinationspartner allein. Da. sowohl der erste Ko.mb.inationspartner (2,4-Dioxohexahydrotriazin .- DHT) als auch viele eier erfindungsgemäß als »weiter Kombinatlonspartner angewendeten Mittel, in optimaler Konzentration aufgebracht, die Konzentration des Kartoffel-X-Virus bereits allein so stark herabsetzen, daß mit den verwendeten serologischen Verfahren kein Virus mehr nachweinbar ist, .wurde zur Kennzeichnung der Kombinationswirkung die Konzentration der .Kombinationspartner so stark vermindert, daß bei alleiniger Anwendung des ersten oder auch des zweiten Kombinationsnartners lediglich eine Verringerung der"Viruskonzentration um 25 % - 20 %, d.h. auf RK 75 % ± 20 ^, erwartet werden durfte, 'Dementsprechend wurde vom Kombinationspartner 1 (DHT) nur 1 bis 5 Ό der üblichen Aufwandmengen angewendet. Bei den Mitteln, die als zweiter Kombina-tionspartner in
- ro1.-
2 2 Ö 7 5 4 5
Frage kommen, wurde die Aufwandmenge ebenfalls in vielen Fällen, aber in der Regel nicht in so starkem Maße, gesenkt.
i ' '
In Srgebnisspalte 1 ( = E 1)'der. Tabellen ist jeweils der Prozentsatz der Viruskonzentration· angegeben, die nach Anwendung der stark verringerten Konzentration von DKT im Vergleich zur Wasser- bzw. Lösungsraittelkontrolle vorgefunden worden ist. Ergebnisspalte 2 ('= E 2 ) enthalt die entsprechenden Angaben nach alleiniger Anwendung von Kombinationspartner 2. Ergebnisspalte 3 ( - E 3 ) zeigt, in welchem iv.aße bei kombinierter Anwendung der Partner, die Viruskon, ζ ent ?ra tion., bezogen auf diejenige der jeweiligen Waaser- bzw. -Losungsrnittelkontrolle, verringert ist. Ergebnisspal- . te,4 ( = E 4 ) bezieht die Viruskonzentration, die in den Blättern'der mit der jeweiligen Präparatenkombination behandelten Pflanzen vorgefunden worden ,ist, auf «die Viruskonzentration, die in den allein mit DHT behandelten Pflanzen vorgefunden wurde. Ergebnisspalte 5 ( = S 5 ) bezieht die bei. der kombinierten Behandlung ermittelte Viruskonzentration auf die in den allein mit Kombinationspartner 2 behandelten Pflanzen vorgefundene Viruskonzentration. Die angeführten Ergebnisse zeigen, daß die Kombinat ions.-'' partner.ihre antiviralen Wirkungen synergistisch verstär-^ ken. Auch wenn der eine Partner oder wenn beide Partner in der gewählter:·. Konzentration bei alleiniger Anwendung keine oder nur sehr.geringe antiphytovirale Wirkungen hervorgerufen haben, waren in der Kombination antivirale Wirkungen vor z.T. beachtlichem Ausmaß zu verzeichnen. Wenn beide Partner in optimalen Aufwandmengen .kombiniert zur Anwendung kommen, wird dementsprechend die VirusVermehrung weitgehend oder völlig unterbunden. '
Ähnlich gute synergistische '.Virkungen wie die in der Beispiels'reihe 1 angeführten1. Präparatenkombinationen ergaben in sekundär infizierten Blättern auch die Kombinationen von 2,4-Dioxohexahydrotriazin mit den nachfolgend angeführten, erfindungsgemäßen Kombinationspartnern:
3enzthiazol-2-aldehyd-S-ethyi-isithiosemicarbazon, p-Phenylamino-phenylglyoxyisäure-nitril-(S-methyl-isothiosemicarbazon), Chinolin-2-aldehyd-S-n-butyl-isothiosemicarbazon,
2287 5 Λ 5
ji-^e/tliy.larrrino-phenylglyoxylnM.ure-nitril-S-rne thyl-i.nothioneniicarbazon, 6-Ni troohiriol ir.i-?-aldehyd-o-etayl-isothiosemicarbazon, Chinolin-2-aldehyd-jodmethylat-thiosemicarbazon, 2-iVIethyl-(1-thiocar'bamoylaaomethylen)-1 .2-dihydroisochinolin, 1-Methyl-2-(thiocarbamoylazomethylen)-1.2-dihydro-chinolin, N- j m-Aminoacetophenon^i-.S-diphenyl-oxazol-2-yl-hydrazonJ-o-ribosylamin, o-Pluorbenzaldehyd-[4.5-diphenyl-oxazol-2-yl]-hydrazon, 5-Amino-3- |p-benzylidenhydrazino-phenylJ-4-cyan-isoxazol, 2-Anil ino-5-methyl- . 1.3.4-thiadiazol, 2-3enzyl-5-amino-1.3.4-thiadiazol, 2-Ami-'no-^-tei-t-butyl-i. 3.4-thiad'iazol, 1 ^-BenzocKinon-monoguanyl-hydrazon. ' , ,
in Beispielsreihe 2 wird anhand einer Auswahl in gleicher Anordnung wie in Beispielsreihe 1 gezeigt, daß durch erfindungsgemäße Präparatenkombinationen die Konzentration des Karto.ffel-X-Virus oft auch in inokulierten Blättern in : stärkere;?. Maße als durch alleinige Anwendung des 1. Kombinationspartners (DHT) oder des 2. Kombinationspartners vermindert werden kanu. Das ist bedeutungsvoll, da einerseits die Virusvermehrung im inokulierten Blatt im allgemeinen schwerer zu beeinflussen ist als in sekundär infizierten Blättern und da andererseits durch drastische Beschränkung der Virusvermehrung im inokulierten Blatt die Auswanderung der Viren in andere Blätter oder sonstige Pflanzenteile stark eingeschränkt oder unterbunden werden kann. Letzteres -.-/ird vielfach erreicht, indem die Konzentration beider Kombinationspartner, die zum Nachweis von Kombinationseffekten mehr oder weniger stark vermindert worden war (s.o.), wieder entsprechend, erhöht wird.
Ähnlich, gute synergistische Wirkungen wie die in Beispielsreihe 2 angef-ihrtea Präpa.ratenkombinationen ergaben in inokulierten Blättern auch die Kombinationen mit den nachfolgend angeführten, erfindungsgemäßen Kombinationspartnern:
Ohinoliri^-aldehyd-N-oxid-S-allyl-isothiosemicarbazon, Pyridin-4-aidehyd- j 4. S-diphenyl-oxazol-P-ylj-hydrazon, Pyridin-4-aldehyd-chlorine thyl-thiosemicarbazon-ζ inkchlorid-Komplex, 1-Methyl-2-(thiocarbamoylazo-methylen)-1,2-dihy-v
2 L b / b A
dro-pyridin, .N-n-Butyllsatin-3- | 4.5-diphenyl-oxazol-2-yl j -4 hydrnzon, Perrocenaldehyd- 4.5-diphehyl-oxazol-2~ylj-hydra^ son, 2-Bqnzylamino-5-(2-hydroxy-phenyl)-1.3.4-thiadiazol.
In Beispielsreihe 3 wird anhand verschiedener erfindungs- / gemäßer Mittelkombinationen gezeigt, daß auch schwer hemm-:; bare Viren, z.B. das Tabakmosaikvirus, durch geeignete . Mittelkombinationen in wesentlich stärkerem Maße gehemmt .: werden können als durch die einzelnen Kombinationspartner allein. Dementsprechend, läßt sich durch erfindungsgemäße Mittelkombinationen das Spektrum der chemotherapeutisch erfaßbaren Viren erweitern.
Beispielsreihe 4 zeigt, daß auch bei virusinfizierten Kar-,tofιelpflanzen Kombinationspräparate überlegen sind und zu beachtlichen ßehandlungserfolgen führen. Von vorgekeimten Kartoffelknollen waren durch'genormte Schnitte -2 bis 4 Augenstecklinge, d.h. Keime mit je einem gleich großen Stück Knollengewebe, entnommen worden. Diese waren nach den für die Pflanzgutwertbestimmung geltenden Standards ausgepflanzt und zu kleinen -Pflänzchen herangezogen worden. Von. den Augengtecklingen jeder Knolle diente einer als un~ behandelte Kontrolle. Die. anderen wurden in Wochenabständen wiederholt mit antiviralen Präparationen behandelt. Auf diese Weise war bezüglich Virusbesatz und Genbestand von Kontrolle und Versuchsglied größte erreichbare Identität gewährleistet. 6 bis 8 Wochen nach dem Ansetzen waren die mit den erfindungsgemäßen Präparationen behandelten Pflanzen wie die Kontrollen bezüglich des Auftretens von Virussymptomen bonitiert worden. Nach der Bonitur waren die Pflänzchen weitere 2' bis 3 Wochen kultiviert worden. Unter den gewählten Bedingungen setzte in dieser Zeit die Knollenbildung- ein. Etwa 9 Wochen nach Versuchsbeginn waren die Versuche beendet worden. Die Knöllchen von je 20 Pflanzen eines Versuchsgliedes wurden getrennt geerntet und gewogen* ...
Aus den in Beispielsreihe 4 angeführten Werten ist ersieht-
ZZÖ7DA D
liehj daß mit geeigneten erfindungsgemäßen Mittelkombinationen die Zahl der Augenstecklinge der Kartoffel mit VirusSymptomen stärker vermindert werden kann als durch alleinige Behandlung mit einem der beiden Kombinationspartner. Je stärker die Zahl der Symptome tragenden Augenstecklinge vermindert v/ar, desto mehr war das Knöllchengewicht erhöht. Die virusbedingten negativen Einflüsse auf Knöllchenbesatz und Knöllchenwachstum konnten somit durch Behandlung mit einem Mittel allein vermindert werden. Das bedeutet, daß durch erfxndungsgemäße Kombinationen von Präparaten auch bei virusinfizierten Kartoffelpflanzen ertragsbildende Prozesse besser stabilisiert v/erden können als durch einzelne Präparate.
Beispielsreine 1
Verstärkte^Hemmung des. Kartoffel-X-Virus in sekundär infizierten Blättern von Nicotiäna tabacum »Samsun1 (=Virginischer Tabak) durch Kombinationen von DHT mit erfindungsgemäßen Kombinationspartnern.
Kombinationspartner des DHT
Konzentration Lösungs-
Subst. DHT mittel Hiol/1 mol/1 x) bzw.%
E,
xx)
RK und Signifikanz
DHT/L Sub/L Kb/L Kb/DHT Kb/Sub
p-CMethoxy-benzyliden-hydrazino)-phenylglyoxylsäure-
nitril-S-metiiyl-isothiosemicarbazon
iyridin-3-aldehyd-S-ethyliso- 5x10"^ thiosemicarbazon
2-Hydroxy-i-naphtaldehyd-S-methyl-isothiosemicarbazon
25x10'
Ac
38
5x10"
5x10
10"
-3
5x10"J 25x10
-3 p-Decyloxy-m-methoxy-benzal- 5 x10 J 5x10 aceton-S-ethylisothiosemi-
carbazon
Cu-Komplex von 1-Etnylisatin-S-ethyl-isothiosemi-
carbazon
Pyridin-2-aldehyd-chlor-
methylat-thiosemicarbazon-
^-4
,-5
Ac
MgI
Etb.
Ac
2x10"
5x10
"4 82*
54·
89*
64*
60*
3+++-50·
O*
51"
23
O*
Fortsetzung von Beispielsreihe 1
Kupferacetat-Komplex von Chinolin-2-aldehyd-S-npropyl-isothiosemicarbazon p-Phenylamino-pheny lgly oxy 1-säure-nitril-semicai'baaon ~ m-Diethanolaminoacetoplienonsemicarbazon
m-Die thanolaminoac e t ophe non-4-phenyl-semicarbazon m-Diethanolaminoacetophenon-4—benzyl-semicarbazon 1-Ethyl-2-thioisatin-3-semicarbazo.n
2-Morpholino-5-fp-(bezylidenhydrazino)-phenylJ -1,3»4-thiadiazol
2-Guanidino-4,5-di-n-propyloxazol-hydrochlorid
2,5-Dib.ydroxybenzaldehyd--(4.5-diphenyl-oxazol-2-yl- hydrazon)
5x10'
5x10
5x10
5x10
5x10
10'
5x10'
-5
—4
Ac
Ac
56'
33
60*
6O
63'
25x10"^ Ac 29+++ 43+
25x10""^ Ac 100· 95'
25*10-5 Ad 19+++ 31+
25χ1Ο""5 Ac 23+++ 36+
5x10~4 Eth 49* 99·'
25x1O~5 H2O 47+ 33+
132*
27
7+++ 26'
69* 69' 73'
9+++ 50* 30++
70* 44
45· 65'
37+ 17
Fortsetzung von Beispielsreiiie 1
m-Guanidino-ace.topiienon- 5x1O~° 25x10"-^ Ac 16 O O+O O*
(4.5-dipaenyi~oxazol-2-yl- r ;
hydrazon)-hydrochlorid
2.4-Dihydroxy acetophenon- 5x1O~3 25x10""^ Ac _ 19+++ 78* 14+++ 77* 18"
(4.5-diphenyl-oxazol-2-yl-
hydrazon)
5-Fneny 1-4-oxo-2-amino- 10"2 25x10""^ H9O 21-rn"r 49"1" 14"t"t"t' 64* 28*
2 4,5-dihydrooxazol
4-Me thoxy acetophenon-(4.5- 5x1O""3 5x1O""'4' Ac 60* 100* 434 71* 43+
diphenyl-oxazol-2-yl- . · ,
hydrazon)
4·5-Dipheny1-oxaz ol-2-y 1-
imino-glyoxylsäure 2-Anilino-5-adamantyl-1.3.4-thiadiazol 2-Anilino-5-benzy1-1.3.4-thiadiazol
2-Allylamino-5-p-nitrophenyl- 0,1 %
1.3.4-thiadiazol 2-j^-Napht y 1 amino-1.3.4-thiadiazol
_.-3 _/i 5x10 J 5x10 Ac 60* 136* 32++ 54* 24++ N
0,1 % 25x1O"5 Ac 33++ 32++ 11+++ 3,· 35* a •v
0,1 % 25x10"^ Ac 50++ 74* 43++ 80* 58· U 4?
0,1 % 25x1O~5 0,1 % 25x1O"5 Ac Ac 33++ 67* 89' 13+++ 39· 24* 19++ 12
Portsetzung von Beispielsreihe
2-(4f-ChloraniIino)-5--adamantyl-1.3·4-thiadiazol 1.4-Napht oc hinon-monoguanyl-hydrazon Tiioron-guanylhydrazon
0,1 % 25x10"
5x10
"3 Ac Ac Ac
29 100·
74· 26+++ 52* 35*
43 8 29* 20'
76* 26++ 26'
Ac Eth .
MgI
Wasser Aceton, 5 % in H2O Ethanol , 5 % in H2O Methylglykol , 2 % in H2O
xx )
DHT bezogen auf Lösungsmittelkontrolle
Substanz (Sp. D" " " " "
Kombination " " " " "
Kombination " . ." DHO?
Kombination "
" Substanz (3p.1 bzw.6)
Beispielsreihe 2
Verstärkte Hemmung des Kartoffel-X-Virus in inokulier t eη (primär infizierten) Blättern von Nicotiana tabacum fSamsuns (= Virginischer Tabak) durch Kombination von DHi? mit erfindungsgemäßen Kombinationspartnern. Abkürzungen wie in Beispielsreihe 1.
Kombinationspartner des DHQ? Konzentration
Subst. mol/1
DHT mol/1
Losungsmittel x>
xx)
RK und Signifikanz
bzw.% 3 4 DHT/L Sub/L Kb/L Kb/DHT Kb/Sub
1 2 ,5 6 7 8 9
Cu-Kömplex von 1-EthyIi- 5x10"
satin-S-ethyl-isothiosemicarbazon
Kupferacetatkomplex von 5x10 Chinolin-2-aldehyd-S-n-butylisothiosemicärbazon
Pyridin-2-aldehyd-chlormethylat-thiosemicarbazon- ZnCl2~Kompleχ
Isochinolin-1-aldehyd-chlormethylat-thiosemicarbazon m-Diethanolamino-acetophenon-semicarbazon
i-Ethyl^-thioisatin^- semicarbazon
x) xx): vgl. Beispie^sreihe 1
—3
25x10
25x10'
,-5
5x10
,-4
5x10
5x10
5x10"
,-3
82* 72· 73"
75*
106· 57++
133* 63-'·· 76* 47'
142* 56
30+++ 41++ 42*
96- 68+ 90" 71*
55++ 37+++ 35+++ 67'
98* 36
+++ 63
36
Fortsetzung von Beispielsreihe 2
.6 7 8
2-Methylmercapto-5-fp-(2- 5x10"^ 25x10"^ Eth 87* 105° 43+++ 49++
nydroxy-benzyliden-hydrazono)-
phenyl]-1.3·4-thiadiazol
p-(Benzyliden-hydrazono)pheny glyoxyl-säure-nitril-(morpho-
lino)-thiocarbonyl-hydrazon D-Glucose-(4,5-diphenyloxazol-atryl-hydrazon) D-Arabinose-(4.5-diphenyloxazol-2-yl-hydrazon)
2-(^-Phenylethylaminomethyl)- 5x10'
4.5-diphenyl-oxazol 2-Anilino-5-adamantyl-1.3·4-thiadiazol 2-Anilino-5-(4·-nitropheny1)-1.3.4-thiadiazol 2-Anilino-5-benzy1-1.3.4-thiadiazol
2-Allylamino-5-p-nitrophenyl-1-r3»4-t hiadiazol
-5X1O""-3 5x10"^ Ac 92" 96· 43+++ 47+ 45++
5*10-3 5x10- Eth 82' 88* 45+++ 42+++ I
5x1O~3 5x10"^" Eth 82* 63++ 44+++ 54++ 71* ro
5x1O~3 Eth 82* 55++ 55++ 67* 100* OO
0,1 % 25*10-5 Ac W 68* 48++ 68+ 71* cn
0,1 % 25x10"^ Ac 71* 78* 63* 88* 80* : &>
0,1 % 25x10"^ Ac 129* 95' 6O+ 46+ 63#
0,1 % 25x1O""5 Ac 121* 147' 49+ 40++ 33+
er
Fortsetzung von Beispielsreihe 2
2-(4·-Chloranilino)-5-aäa-
mantyl-1.3.4-tiiiadiazol
1.^-Benzochinon-bis-guanyl-
hydrazon
1.4-Napht ochinon-mono-
guanyl-hydrazon
Tiloron-guanylhydrazon
"3
5x1O"3 25x10"5 Ac
5x10"-* 25x10"^ Ac
f.2<r 1Ό6*
89· 42+++ 32+++ 88V
36
90*
118*
75'
Bei spie Is r eitie 3* '
Verstärkte· Hemmung des Tabakmosaikvirus durch erfindungsgemäße Kombinationen von DHT mit geeigneten Präparaten, demonstriert an der Verminderung der Lokalläsionenbildung auf Nicotiana glutinosa. Abkürzungen wie in Beispielsreihe 1.
Kombinat ionspar tner des DH1I Konzentration Lösungs-
Subst. DHT mittel mol/1 mol/1 χ)
RK und Signifikanz
ϋί.
E,
DHT/L Sub/L Kb/L Kb/DHT Kb/Sub
1.3-Diphenylpyrazoldion-S- 5x10 ^ ethyl-isothiosemicarbazon Chinolin-4-aldehyd-chlor- 5x10""^ methylat-thiosemicarbazon
. 2-Morpb.olino-5-[p-(pyridin- 5x10"·^ (2)-aldehyd-hydrazono)-phenylj-1.3.4-thiadiazol
2-Guanidino-4.5-di-n- '5
/ propyl-oxazol-hydrochlorid
x) xx): vgl. Beispielsreihe
3 xi Ö
,-2
15x10
-3
15x10
15x10
Ac
H2O
Ac *
H2O
120*
70* 40+++ 5O+ 57' 71* 60* 6?+ 109' 119* 87* 68+ , 74'
83+ 60* 67+ 120*
Beispielsreihe 4s
Verstärkte Verminderung der Zahl der Augenstecklinge der Kartoffel mit Virus Symptomen und starke Erhöhung des RnoTlcb.engewicb.ts durch erfindungsgemäße Präparatenkombinationen mit DHT (0,1 .-% ) im Vergleich zur Behandlung mit einzelnen Präparaten. Die aus Kartoffelherkünften mit einem hohen Anteil natürlicher Virusinfektionen gewonnenen Augenstecklinge wurden mit dem Kartoffel-X-Virus superinfiziert. A= Sorte Astilla, S = Sorte Salut.
Kombinationspartner
Virusbesatz %
DHT Komb.p Kombination U= u= u= DHT s Komb.p 100% 100% 100% 100% = 100%
Knöllchengewicht
DHT Komb.p Kombination u= u= U= DHT = Komb.p 100% 100% 100% 100% = 100%
m-Guanidino-aceto- A phenon- {J4,5-diphenyloxazolyl-(2)-hydrazonJ-
hydrochlorid, 0,1 % S
2-Anilino-5-adaman- A ty1-1,3,4-thiadiazol
0,1 % S
64+ 89* 49++ 77* 56+ 117+ 104* 153+
68+ 92· 52+ 76' 57+ 109* 102* 123*
71" 95* 54++ 76· 1.11 · 102* 15O+
69+ 94. 53++ 34-
ΙΟ?' 101* 119*
* 118*

Claims (2)

Erfindungsanspruch
1. Mittel zur Chemotherapie von Virosen der Kulturpflanzen unter Verwendung üblicher Hilfs- und Trägerstoffe auf der Basis von 2,4-Dioxohexahydro-1,3,5-triazin, gekennzeichnet dadurch, daß sie als Synergisten substituierte Thiadiazole der allgemeinen Formel I, Oxazole der allgemeinen Formel II und/oder Hydrazone der allgemeinen Formel III enthalten, v/obei >in der allgemeinen Formel
!I
R1-C C-R2 \ /
S .
R1 und R2 zugleich oder in beliebiger Variation eine Aminogruppe, die durch aliphatische, substituierte aliphatische, aromatische, substituierte aromatische, cycloaliphatische und ungesättigte aliphatische Reste substituiert ist oder unsubstituiert sein kann, ferner eine Alkyl- oder substituierte Alkylgruppe, Phenyl- und substituierte Pheny!gruppen, heterocyclische Gruppen und die Adamantylgruppe, in der allgemeinen Formel
II
R = Alkyl-, Hydroxyalkyl- bzw. Phenylgruppen, R-]= Alkyl-, Phenyl-, Hydroxyl-, Carboxylgruppen, R2= NH2-, Guanyl-, Alkylthiocarbamoylhydrazino-, N-substituierte Aminomethylgruppen, ferner Hydrazon aus Glyoxylsäure, Acetonj Aldosen, N-Alkylisatinen, halogenierten Benzaldehyden, Pyridinaldehyden, Ferrocenaldehyden, Aminoacetophenon, N-substituierten Acetophenonen, Polyhydroxyacetophenonen und Methoxyacetophenon, desgleichen Salze und Addukte dieser Stoffe,.
228 7 54 5
und in der allgemeinen Formel
III . R1 ; ^R3
G=N-N=C
R2 R4
R1 und.'R2 für sich oder in beliebiger Variation H, SH, CN-', CH3-Gruppenv ferner Pyridyl, Pyridyl-N-oxid-, N-Alkyl-.Pyridinium-, Chinolyl-, Chinolyl-N-oxid-, N-Alkylchinolinium-, Chinoxalyl-r, Isochinölyl-, Isochinolyl-N-oxid-, N-Alkylisqchinoliniüm-, Benzthiazolyl-, Naphthyl-, Phenyl-, ρ- oder m-(N-substituiertes Aminophenyl)-, p-N-Alkylnitrosaminophenyl-, Styryl- sowie alkyl-, nitro-, halogen-, hydroxy- oder alkoxysubs.tituierte Verbindungen der genannten Art, sowie
Alkyl Alkyl
=0
(Y = 0 oder -N-W=C(WH2)2) . (X =
und R3 und/oder R4, H, OH, SH, S-Alkyl-, S-Alkenyl-, S-Aralkyl-,- NH2, NH-Alkyl-, NH-Aralkyl-, Alkoxy-, S-AIr* kyl-,. Morpholino-, Pyridyl-, Chinolyl-, Chihoxalyl-Gruppen bedeuten, wobei auch Komplexe mit Schwermetallionen wie Cu · - und Zn -ionen1, gegebenenfalls zusammen mit anderen Anionen und zusätzliche Liganden, zur Anwen dung kommen.
V-T I
2. Mittel entsprechend Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß die verwendeten Präparationen neben 'den erfindungsgemäßen Wirkatoffkombinatiönen auch Tenside, Haftmittel und weitere Formuliorungsmittel sowie gegebenenfalls Hilfsstoffe zur Bildung von Granulaten enthalten.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2012121168A1 (ja) * 2011-03-04 2012-09-13 国立大学法人京都大学 キナーゼ阻害剤

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