DD235018A1 - Mittel zur regulierung von stoffwechsel- und wachstumsvorgaengen - Google Patents

Mittel zur regulierung von stoffwechsel- und wachstumsvorgaengen Download PDF

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DD235018A1
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Ekkehard Schiewald
Doerthe Creuzburg
Albrecht Hornuf
Ralf Kleiner
Lisa Kranz
Sieghard Lang
Heinz-Werner Graubaum
Werner Kochmann
Heinz-Dieter Martin
Kurt Naumann
Walter Steinke
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Bitterfeld Chemie
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Abstract

Die Erfindung betrifft Mittel zur Regulierung von Stoffwechsel- und Wachstumsvorgaengen in pflanzlichen und tierischen Organismen, insbesondere zur Bekaempfung von schaedlichen Arthropoden. Als Wirkstoffe enthalten sie substituierte 2-Aminobenzimidazole neben ueblichen Hilfs- und Traegerstoffen.

Description

Wasserstoff, eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 C-Atomen (geradkettig oder verzweigt) sein kann, eine Cycloalkylgruppe mit 5 bis 6 C-Atomen, einen Arylrest, der gegebenenfalls durch Alkyl und/oder Halogen, vorzugsweise Chlor, in 3- bzw. 4- oder 3,4-Steilung substituiert sein kann, oder einen a- oder /3-Naphtylrest bedeutet;
R2 Wasserstoff, einen Arylrest, einen Aralkylrest oder eine Alkoxycarbonylgruppe -COOR6, wobei R6 eine Alkylgruppe mit I bis 3 C-Atomen (geradkettig oder verzweigt) sein kann, bedeutet;
R3 Wasserstoff, eine Alkylgruppe mit 1 bis 2 C-Atomen, eine Alkoxycarbonylgruppe-COOR7, wobei R7 eine Alkylgruppe mit 1 bis 3 C-Atomen (geradkettig oder verzweigt) oder eine Cycloalkylgruppe mit 5 bis 6 C-Atomen (gegebenenfalls durch Alkyl substituiert) sein kann, einen CarbamoyirestR8-NH-CO-, wobei R8 eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 C-Atomen, ein Cyclohexylrest oder ein Arylrest (gegebenenfalls durch Methyl, Halogen, vorzugsweise Chlor, in 3- bzw. 4- oder 3,4-Stellung und Trifluormethyl substituiert) sein kann, einen Acylrest R9 -CO-, wobei R9 eine Alkylgruppe mit 1 bis 2 C-Atomen oder ein Arylrest sein kann, bedeutet;
wobei wenn R' für eine Alkoxygruppe, R2 und R3 für je eine Alkoxycarbonylgruppe stehen, R1, R2 und R3 voneinander verschiedene oder zwei beziehungsweise drei gleiche Alkoxycarbonylgruppen sein können, und/oder der allgemeinen Formel Il
N-COOR
COQTR
in der R eine Alkylgruppe mit 1 bis 2 C-Atomen bedeutet, enthalten, wobei die Aufwandmengen je nach dem Verwendungszweck zwischen 0,3 und 6,0 kg Wirkstoff pro Hektar (kg AS/ha), vorzugsweise zwischen 0,3 und 3,0kg AS/ha betragen können.
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft neue Mittel zur Regulierung von Stoffwechsel- und Wachstumsvorgängen in pflanzlichen und tierischen Organismen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Seit Jahrzehnten ist es üblich, phytophage Arthropoden und Hygieneschädlinge durch chemische Verbindungen abzutöten beziehungsweise in ihrer Entwicklung in einer Weise zu hemmen, daß ihre Populationsdichte unterhalb der Schadensschwelle liegt. Je nach Art der angewendeten Präparate handelt es sich dabei um Fraß-, Kontakt- oder Atemgifte, um Repellents oder Insektenwachstumsregulatoren.
Durch die Arbeiten von ERHARDT (Z. Morph.Ökol. Tiere 56,1-20 [1966]; MITTLER (J. Insekt. Physiol. 17,1333-1347 [1977]; KHAN (Indian. J. Entomol. 39, 8-11 [1977]; FRANK (Z. Morph. Ökol. Tiere44, 329-366 [1956]; GOETSCH (Oester. PS 174497 [1952]) ist bekannt, daß durch den Einsatz von Antibiotika oder N-haltigen Verbindungen, wie Pyridin, Pyrimidin, Chinolin und Acridin, Insekten abgetötet beziehungsweise in ihrer Entwicklung gehemmt werden.
Bekanntlich ist es möglich, die Wachstumsvorgänge in Pflanzen kontrolliert ablaufen zu lassen sowie bestimmte Phasen der pflanzlichen Entwicklung entweder abzukürzen oder zu verlängern beziehungsweise zu induzieren oder vollkommen zu unterdrücken. Zu diesem Zweck wurden bereits chemische Substanzen unterschiedlicher Struktur, die derartige Eigenschaften besitzen, aufgefunden und beschrieben.
Derartig bekannte Stoffe sind zum Beispiel Chlorcholinchlorid (US-PS 3230069, US-PS 3156554, Oe-PS 222145, DAS 1238052, GB-PS 944807), Maleinsäurehydrazid (US-PS 2805926, US-PS 2614916) und Bernsteinsäure-mono-N,N-dimethyl-hydrazid (US-PS 3240799, US-PS 3334991).
Die Regelung des nativen Wachstums und der Entwicklung der,Pflanzen kann das Ergebnis der chemischen Einwirkung auf den physiologischen Ablauf oder auf die Morphologie der Pflanzen oder einer kombinierten Wirkung sein.
Die unterschiedlichen Wirkungen hängen vom Zeitpunkt der Anwendung, vom Entwicklungsstand des Samens oder der Pflanze und von der Konzentration ab. Daraus ergeben sich die unterschiedlichsten Anwendungsmöglichkeiten. Beispielsweise können die Prozesse der Keimung gezielt gefördert oder gehemmt werden. Des weiteren sind neben den generellen morphologischen Veränderungen der Pflanze das Längen- und Dickenwachstum zu steuern und die vegetative und generative Knospenbildung, der Blühprozeß und die Geschlechtsdetermination zu beeinflussen. Mit derartigen artifiziellen Regulatoren können der Nährstofftransport und die stoffwechselphysiologiscnen Prozesse gesteuert werden, die unter anderem in der chemischen Zusammensetzung der Inhaltsstoffe zum Ausdruck kommen.
-2- 737 10
Es ist bereits bekannt, daß acylierte Derivate des 2-Aminobenzimidazols ais fungizide und bakterizide Mittel beansprucht werden (DE-OS 2253324, United States Published Patent Application B 407014, FR-PS 2234295). Diese beschriebenen Verbindungen werden als systemisch wirksame Fungizide zur Bekämpfung von Mehltaupilzen in Getreide-, Gurken- und Obstkulturen angewendet.
Über eine Anwendung dieser Acylderivate des 2-Aminobenzimidazols als Mittel zur Regulierung von Stoffwechsel- und Wachstumsvorgängen in pflanzlichen und tierischen Organismen wird in diesen Patentschriften nichts ausgesagt. In der DD-PS 142279 sind bereits acylierte Derivate des 2-Aminobenzimidazols der allgemeinen Formel A, B und C
N !^4Ji N-CO-R"
» кч. 1JL Ik. J ISv. IV Λ*. i
NHCOO-R ^/^"^NHGOOft* ^^^M^^N —COO-R1
als biozide Mittel zur Regulierung von Stoffwechsel- und Wachstumsvorgängen in Pflanzen und Pflanzenteilen sowie zur Bekämpfung von Aphiden und phytophagen Insekten beschrieben.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, neue Mittel mit einem breiten Wirkungsspektrum zu entwickeln, die die Regulierung von Stoffwechsel- und Wachstumsvorgängen in pflanzlichen und tierischen Organismen vorteilhaft beeinflussen und in bezug auf Ökonomie, Toxikologie und andere Eigenschaften den bekannten Mitteln überlegen oder gleichwertig sind.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die neuen Mittel zur Regulierung von Stoffwechsel- und Wachstumsvorgängen in pflanzlichen und tierischen Organismen neben üblichen Hilfs- und Trägerstoffen als Wirkstoffe mindestens ein substituiertes 2-Aminobenzimidazol der allgemeinen Formel I
Ν
in der
R' eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 C-Atomen (geradkettig oder verzweigt), eine Alkoxygruppe mit 1 bis 3 C-Atomen (geradkettig
oder verzweigt), eine Aminogruppe —N ^5 wobei R4 Wasserstoff, eine Alkylgruppe mit 1 bis 2 C-Atomen und R5
Wasserstoff, eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 C-Atomen (geradkettig oder verzweigt) sein kann, eine Cycloalkylgruppe mit 5 bis 6 C-Atomen, einen Arylrest, der gegebenenfalls durch Alkyl und/oder Halogen, vorzugsweise Chlor, in 3- bzw. 4- oder 3,4-Stellung substituiert sein kann, oder einen α- oderß-Naphtylrest bedeutet;
R2 Wasserstoff, einen Arylrest, einen Aralkylrest oder eine Alkoxycarbonylgruppe-COOR6, wobei R6 eine Alkylgruppe mit 1 bis 3 C-Atomen (geradkettig oder verzweigt) sein kann, bedeutet;
R3 Wasserstoff, eine Alkylgruppe mit 1 bis 2 C-Atomen, eine Alkoxycarbonylgruppe-COOR7, wobei R7 eine Alkylgruppe mit 1 bis 3 C-Atomen (geradkettig oder verzweigt) oder eine Cycloalkylgruppe mit 5 bis 6 C-Atomen (gegebenenfalls durch Alkyl substituiert) sein kann, einen Carbamoylrest R8-NH-CO-, wobei Re eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 C-Atomen, ein Cyclohexylrest oder ein Arylrest (gegebenenfalls durch Methyl, Halogen, vorzugsweise Chlor, in 3- bzw. 4- oder 3,4-Stellung und Trifluormethyl substituiert) sein kann, einen Acyl rest R9-CO-, wobei R9 eine Alkylgruppe mit 1 bis 2 C-Atomen oder ein Arylrest sein kann, bedeutet;
wobei, wenn R' für eine Alkoxygruppe, R2 und R3 für je eine Alkoxycarbonylgruppe stehen, R1, R2 und R3 voneinander verschiedene oder zwei beziehungsweise drei gleiche Alkoxycarbonylgruppen sein können, und/oder der allgemeinen Formel Il
С00Л
in der R eine Alkylgruppe mit 1 bis 2 C-Atomen bedeutet, enthalten.
Dabei können die Aufwandmengen je nach dem Verwendu ngsaweck 0,3 bis 6 kg/ha, jedoch vorzugsweise zwischen 0,3 und 3 kg Wirkstoff pro Hektar betragen.
Die erfindungsgemäßen Wirkstoffe der allgemeinen Formel I und Il können nach bekannten Verfahren (DE-OS 2253324, FR-PS 2234295, US-PS 3399212) hergestellt werden.
Für den Fall, daß in der allgemeinen Formel I R' eine unsubstituierte Aminogruppe, R2 und R3 Wasserstoff bedeuten, wird nach den Methoden, wie in Journal of Heterocyclic Chemistry 12(1), 37-42 (1975) angegeben, verfahren. Die erfindungsgemäßen
Wirkstoffe der allgemeinen Formel I, worin R1 eine substituierte Aminogruppe -N-** 5 bedeutet, wobei R4 und R5 die oben
-з- 737 10
angegebene Bedeutung haben, R2 einen Aryl oder Aralkylrest und R3 Wasserstoff oder Alkyl bedeuten, werden nach den Vorschriften, wie in Z. Chem. 22,308-309 (1982) und DD-PS 239526/8 aufgeführt, hergestellt. Für diejenigen Wirkstoffe der allgemeinen Formel I, worin R1 eine Alkylgruppe oder eine Alkoxygruppe, R2 und R3 je eine Alkoxycarbonylgruppe(-COOR6 bzw. -COOR7), wobei R6 und R7 die oben angegebene Bedeutung haben, sein können, werden als Ausgangsstoffe die 1-AlkoxycarbonylbenzimidazoW-yl-carbamidsäurealkylester benötigt.
Diese sind zum größten Teil bekannt und können nach den beschriebenen Methoden erhalten werden (US-PS 2933504). Nach den Synthesevorschriften, wie in den Patentschriften (DE-OS 2253324, FR-PS 2234295) angegeben, können diese 2fach acylierten Derivate des 2-Aminobenzimidazols durch Reaktion mit weiteren Acylierungsreagenzien, wie den Carbonsäureanhydriden und -Chloriden sowie Chlorkohlensäureestern, zu den 3fach acylierten Vertretern der oben angegebenen allgemeinen Formel I umgesetzt werden.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen der allgemeinen Formel I, worin R1 für eine substituierte Aminogruppe -N-^5 ,
wobei R4 und R5 die oben angegebene Bedeutung haben, steht, R2 Wasserstoff bedeutet und R3 eine Carbonsäureestergruppe -COOR7, wobei R7 die oben angegebene Bedeutung hat, sein kann, können nach folgender Vorschrift gewonnen werden: 0,025 Mol 2-Aminobenzimidazol-yl-1-carbonsäurealkylester werden in 100ml trockenem Benzen gelöst und einige Tropfen Triethylamin zugefügt. Danach werden bei 250C 0,025 Mol eines Alkyl-, Cycloalkyl- oder Arylisocyanats langsam zugetropft, und man läßt anschließend noch 4 Stunden bei Raumtemperatur rühren. In den meisten Fällen scheidet sich während der Reaktion das gewünschte Produkt ab. Anderenfalls wird die Lösung gekühlt, oder man engt die Lösung im Vakuum ein. Ausbeute: 60-80%
Die so erhaltenen 2—Alkyl—, 2-Cycloalkyl- bzw. 2-Arylcarbamoylaminobenzimidazol-yl-i-carbonsäurealkylester sind in ihren Strukturen durch Aufnahme der 1H-NMR-und 13C-NMR-Spektren gesichert. Die Reaktion läuft nach folgendem Formelschema ab:
+ fc-NCO —a—*· 4/n<Anh-conh-r
COO-R'
Die als Edukte dienenden 2-Aminobenzimidazol-yl—1—carbonsäurealkylester der allgemeinen Formel D sind nach bekannten Verfahren erhältlich (US-PS 2933504,3480642).
Bedeuten in der allgemeinen Formel IR1 eine unsubstituierte Aminogruppe (R4, Rs = H7) und R3 einen Carbamoylrest R8-NHC0- oder einen Acylrest R9-CO-, wobei R8 und R9 die oben angegebene Bedeutung haben, so können diese erfindungsgemäßen Verbindungen durch Reaktion von Benzimidazol—yl—2-hamstoff mit den entsprechenden Acylierungsmitteln, wie den Isocyanaten und Carbonsäureanhydriden bzw. -Chloriden, in Aceton als Lösungsmittel bei Temperaturen zwischen 10 und 200C in Gegenwart von Triethylamin in katalytischen Mengen bzw. als Säureacceptor in guten Ausbeuten erhalten werden. Die Struktur dieser Verbindungen ist durch Aufnahme von 'H-NMR-Spektren charakterisiert. Die Herstellung der Verbindungen der allgemeinen Formel Il geschiehtauf folgende Weise:
f^~b N-COOIl
·.- Z CL- COO* · кЛАм-СООИ
J i
COOR COOR
П * CIt3 . C^s
2-Aminobenzimidazol-yl-i-carbonsäureester der allgemeinen Formel D wird mit Chlorkohlensäureester CICOOR, in der R die oben angegebene Bedeutung hat, in Gegenwart inerter Lösungsmittel, beispielsweise Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff und Triethylamin, als Säurebindemittel zu den oben angegebenen Verbindungen der allgemeinen Formel Il umgesetzt.
Folgende Verfahrensweise hat sich dabei am Beispiel mit R = C2H5 als günstig erwiesen:
7,8g (0,038 Mol) 2-Aminobenzimidazol-yl-i-carbonsäureethylester werden in 120ml Chloroform suspendiert und tropfenweise unter Rühren bei 35 bis4O0C mit 9,4g (0,086 Mol) Chlorkohlensäureethylester versetzt. Innerhalb von 1,5 Stunden tropft man bei 40°C 8,7g (0,086 Mol) Triethylamin, gelöst in 10ml Chloroform, zu und rührt 2 Stunden bei 40°C. Es wird vom ausgefallenen Triethylaminhydrochlorid abfiltriert und das Filtrat noch zweimal mit Eiswasser ausgeschüttelt. Die Lösung wird mit Natriumsulfat getrocknet und das Lösungsmittel im Vakuum abdestiliert.
Der Rückstand wird mit Ether versetzt und im Kühlschrank zur Kristallisation gebracht. Die ausgefallenen weißen Kristalle werden abgesaugt, mit Ether kurz nachgewaschen und aus Ethanol umkristallisiert.
Ausbeute: 8g
Fp:122-125°C
C16H19N3O6 (MG 349)
% C ber. 55,01 % H ber. 5,44 % N ber. 12,03
% C gef. 55,19 % H gef. 5,43 % N gef. 11,93
Die Strukturen der erfindungsgemäßen Verbindungen der allgemeinen Formel Il sind durch Aufnahme der 1H-NMR- und 13C-NMR-Spektren bestätigt worden.
-4- 737 10
Folgende substituierte 2-Aminobenzimidazole als Wirkstoffe der allgemeinen Formel I und/oder Il wurden synthetisiert und sind in den folgenden Tabellen I und Il aufgeführt:
Tabelle I: Erfindungsgemäße Wirkstoffe der allgemeinen Formel I
— C — R'
Analyse (%N ber.,ggf.
Wirk- , stoff- R1 Nr. CH3 R2 R3 Fp (0C) 21 %C1 ber. %S gef.,ggf. Ш gef.)
1 C2H5 COOCH3 COOCH3 118-1 25
2 (ch3)2ch- COOCH3 COOCH3 122-1 47
3 ch3-(ch2)2- COOCH3 COOCH3 142-1 14
4 CH3 COOCH3 COOCH3 111-1 81 13,17 12,80
5 C2H5 COOC2H5 COOC2H5 77- 27 13,16 12,90
6 (ch3)2ch- COOC2H5 COOC2H5 123-1 84 12,61 12,65
7 ch3-(ch2)2- COOC2H5 COOC2H5 79- 28 12,10 12,15
8 CH3 COOC2H5 COOC2H5 124-1 41 12,10 11,51
9 C2H5 COOCH3 COOC2H5 139-1 16 13,77 13,73
10 (ch3)2ch- COOCH3 COOC2H5 114-1 23 13,17 12,61
11 ch3-(ch2)2- COOCH3 COOC2H5 120-1 02 12,61 12,98
12 COOCH3 COOC2H5 99-1 12,61 12,34
-5- 737 10
Wirk-
stoff-
R-
Pp (0C)
Analyse (%N ber.,ggf. JtCl ber.
%N gef.,ggf, %C1 gef.)
13 сн3
14 C2H5
15 (CH3 )2CH-
CH. C2H5
CH,
CH, CH,
COOC2H5
COOC2H5 COOC2H5
COOCH,
COOCH,
соосн(сн3)2
COOCH(CHO0
COOCH.
COOCH,
22 (CHO0CH- COOCH.
23 CH3(CHg)2-
24 CH.
25 C0H,-26 OCH.
COOCH.
COOC2H5
COOC2H5
COOCH.
COOCH., 91- 94
COOCH3 117-119 COOCH, 119-123
соосн(сн3)2 106-110
C00CH(CH3)2 97-100
COOCH0 97-103
COOCH(CHO2 79- 84
COO-(H)-C(CHO3 198-204
(CH3)3 165-170
COO-(H)-C(CH3)3 155-160
СООЧ H)-C (CH3)3 122-128
C004H)-C (CH,) , 188-192
C 00-4H)-C (CH3 )3 168-174
COOCH, 151-155
13,77 13,89
12,61 12,55
13,17 13,17
12,61 12,85
13,17 12,95
12,10 12,74
10,12 10,15
9,79 10,01
9,46 9,62
9,48 9,72
9,79 10,59
9,48 9,34
13,68 14,08
27 OC2H5
28 0CH(CH3)2
COOC2H5 COOCH(CH0) COOC2H5 69- 70 C0OCH(CH3)2 94- 98
10,74 10,84
-6- 737
Analyse (%N ber.,ggf.
Wirk- stoff- Nr. R1 R2 2 R3 >2 1 Fp (0C) SCl ber. %N gef.,ggf. %C1 gef.)
29 OC2H5 COOC2H5 2 COOCH3 03-106 12,54 12,59
30 OCH3 COOC2H5 2 COOCH3 1 97-100 13,08 13,00
31 och(ch3)2 COOCH3 2 COOCH3 h 03-108 12,54 13,18
32 OCH3 COOC2H5 COOC2H5 h 1 75- 80 12,54 12,00
33 OCH3 COOCH(CH3) COOCH(CH3 1 05-107 11,57 11 ,64
34 OCH3 COOCH(CH3) COOC2H5 1 06-110 12,03 12,28
35 OC2H5 COOCH(CH3) COOC2H5 08-110 11,57 12,22
36 OC2H5 COOCH(CH3) COOCH(CH3 OeI
37 OCH3 COOC2H5 COOCH(CH3 1 99-103 12,03 12,49
38 OCH3 COOCH3 COOC2H5 32-136 13,08 13,11
39 och(ch3)2 COOC2H5 COOCH3 1 89- 90 12,03 11,98
40 -NHCH3 C6H5 CH3 1 44-146
41 -NHCH3 C6H5 H 1 61-165 21,05 20,30
42 -NHCH3 H COOCH3 1 65-170 22,58 22,32
43 -NHC5H5 H COOCH3 1 58-162 18,06 17,71
44 -NHCH3 C5H5CH2 H 80-182 20.49 20,44
R1 -NH2 H R2 R3 H Fp (0O - 7- 737 10
Wi гк- stoff- Nr. -NHCH3 C CH3 > 360 Analyse (%N ber., %C1 ber. AN gef., %C1 gef. 88Ϊ · ggf.
45 N(CH3)2 N^H, Cl H H 6H5CH2 COOCH3 H 125-128
46 N-H H H 158-163 > 300
47 48 > 300 21,37 21 ,72
49
N-H
N-
H
> 300
N-
• H
.H
Cl
nc(ch3)3
H,
N:
N-N:
ч(сн2)3-сн3
^H
^c2H5
C5H5CH2 C6H5CH2 C6H5CH2
Cl
C5H5CH2
H H H
> 300
179
169
158-161
170-171
COOC2H5 125-128
COOCH3 175-179
17,39 17,18
17,28 17,45
14,78 15,20
-8- 737 10
Wirkstoff-
R-
Fp (0O
Analyse (%N ber.,ggf. %C1 ber. %N gef.,ggf. %G1 gef.)
N-
H
• H
CH,
Nr"*? Cl
N-
(ch2)3-ch3
G6H5
COOCH.
COOCH-
f. Ц
188-192 165-169
164-168
138-143
15,56 15,08
16,47 16,49
14,87 14,48
Cl 9,43 Cl 9,43
18,18 17,72
-H
.CH.
C6HCH2
C6H5CH2
H H
143-146
174-178 15,73 15,67
G6H5
166-170 17,07 17,02
N.
*H
,CH,
.Cl
C6H5
C6H5CH2
162-164 16,37 16,35
163-165 Cl 17,27 Cl 16,57
N;
H
,CP.
'6Π5
156-160
14,14 13,57
N-
-N:
-H
H
.Cl
C6H5CH2
C6H5
H H
192-194 Cl 9,43 Cl 8,67
178-184 14,11 13,85
-N-H
C5H5CH2
167-171 16,18
15,74
-э- 737
Analyse (AN ber.,ggf.
Wirk- л %C1 ber.
stoff- R1 R^ RJ rp AN gef.,ggf.
Nr. (0C) Щ gef.)
N(CH3)2 H H 250-252
N^S^Cl H COOCH(CH-J0 170-176 Cl 17,44
J ά Cl 17,06
H COOCH(CH-J0 170-174 16,57
-> ά 16,43
H С00СН(СН3)2 125-130
TOi-ci
74 N<^H
4Io)
75 \ 3
76
77 \
78 NH2
79 NH2
30 NH2
81 NH2
82 NH2
33 NH2
84 NH„
H H H H
COOC2H5 180-185 21,37 20,85
cooch(ch3)2 100-107 17,61 17,92
COOCH3 168-170 23,92 24,12
COCH3 300 25,69 25,34
COC6H5 336-338 20,00 19,85
O=C-NHCH. 140-144 30.04
30,32
H O=C-NHC0H4 124-126 28,34
ά ° 27,78
H O=C-NHCnH1- 116 23,72
0 5 23,45
H 0=C-NHCAH. Cl-p 3.3ОО 21,24
D 4 20,96
-ю- 737 10
Tabelle II: Erfindungsgemäße Wirkstoffe der allgemeinen Formel Il -N-COO* n
-COO-R I CO(TR
Wirkstoff-Nr. R FP Analyse ГС) (%Nber.%Ngef.)
Ü CH3 112-118
86 C2H5 122-125 12,03
11,93
Die erfindungsgemäßen Mittel nehmen entsprechend ihrer symbiontiziden Wirkung insbesondere Einfluß auf die Populationsentwicklung von Arthropoden. Das zeigt sich darin, daß auf Pflanzen, die vor dem Pflanzensaugerbefall mit den erfindungsgemäßen Mitteln behandelt wurden, sowohl bei Blatt- als auch bei Wurzelapplikation danach die auf diesen Wirtspflanzen geborenen Aphiden absterben beziehungsweise die Vermehrungsrate der Aphiden im Vergleich zu den Kontrolltieren über längere Zeit vermindert wird.
Eine derartig hohe Mortalität beziehungsweise Hemmung des Wachstums, der Entwicklung und Vermehrung zeigt sich auch bei fressenden Insekten.
Weiterhin nehmen die erfindungsgemäßen Mittel entsprechend ihrer cytokininanalogen Wirkung Einfluß auf die Seitentriebbildung, Blütenausbildung und das Wachstum der Pflanze beziehungsweise verzögern deren Seneszenz. Die erfindungsgemäßen Mittel werden in Form von Lösungen, Emulsionen, Suspensionen, Pulvern, Pasten oder Granulaten zur Anwendung gebracht, die in bekannter Weise hergestellt werden.
Die Anwendungsformen müssen eine feine Verteilung der Wirkstubstanzen gewährleisten. Die Applikation kann direkt auf die Pflanze erfolgen.
In den nachfolgenden Beispielen, insbesondere in den zugehörigen Tabellen, entsprechen die Wirkstoffnummern den Angaben aus den Tabellen I und II.
Die angeführten Beispiele sollen die Wirkung der neuen erfindungsgemäßen Mittel näher erläutern, ohne sie einzuschränken. Die als bekannte Vergleichswirkstoffe benutzten Verbindungen Benzimidazol-2-yl-carbamidsäuremethylester (Carbendazim) und i-Phenylcarbomo-benzimidazol-2-yl-carbamidsäuremethylester werden wie folgt mit E bzw. F bezeichnet (Tabellen III, Vl, VIII. X, XIII).
Ausführungsbeispieie
Beispiel 1: Kotyledonentest der cytokininanalogen Wirkung der erfindungsgemäßen Mittel Von vorgekeimten Rettichsamen wurden Kotyledonen entnommen und das Frischgewicht von jeweils 10 Stück bestimmt.
Anschließend verblieben die Kotyledonen mehrere Tage in der Testlösung unter Dauerlicht, bevor die erneute Frischgewichtsbestimmung erfolgte.
Es wurden die Differenzen zwischen Ausgangs- und Endgewicht bestimmt. Die erhaltenen Werte wurden zu denen der Wasserkontrolle und des Kinetins in Beziehung gebracht. Die als Äquivalentwerte ausgedrückten Ergebnisse wurden folgendermaßen berechnet:
Kotyledonengewicht Kotyledonengewicht in Testlösung - in aqua dest.
Kotyledonengewicht _ Kotyledonengewicht in Kinetinlösung "" in aqua dest.
Beträgt der Äquivalentwert 1, entspricht die geprüfte Substanz in ihrer Wirkung dem Kinetin, ergibt sich der Wert 0, so ist die Substanz wirkungslos.
In Tabelle III sind die cytokininanalogen Wirkungen der erfindungsgemäßen Wirkstoffe angegeben.
-и- 73710
Tabelle III: Cytokininanaloge Wirkung der erfindungsgemäßen Wirkstoffe
Wirkstoff-Nr. Konzentration Äquivalentwert 9cm lange Röhren in Testlösung so eingestellt, daß ca. 1 cm des werden die Segmente für 42 Stunden bei 28-300C im Licht aufgestellt.
(Gew.%) Jede Substanz wird in dert Konzentrationen 10"' und 10 = Gew.-bzw. Vol.-% geprüft. Pro Daran schließt sich eine Aufbewahrung im Dunkeln bei 24°C für die Dauer von 6 Tagen an.
Kinetin ю-3 + 1,0 Röhre werden 5 Segmente verwendet. Anschließend Nach 4 Tagen Aufbewahrung im Dunkeln erfolgt eine Bonttur der Länge und Intensität der Grünfärbung der Blattsegmente. Als
E ю-= +0,31 Standardsubstanz wird Kinetin verwendet; Aqua dest. dient als Kontrolle. Tabelle IV zeigt die Ergebnisse der Behandlung mit
(bekannt) ΙΟ"3 +0,17 den erfindungsgemäßen Mitteln.
1 ю-= +0,61
ΙΟ"3 +0,29
2 ю-2 +0,75
ΙΟ"3 +0,34
27 ю-= +0,52
ΙΟ"3 +0,54
86 ю-= +0,86
ΙΟ"3 +0,15
10 ю-= +0,98
ΙΟ"3 +0,66
11 ю-= +0,93
ΙΟ"3 +0,63
9 ю-= +0,38
ΙΟ"3 +0,24
13 ю-= +0,66
ΙΟ"3 +0,73
5 ю-= +0,42
ΙΟ"3 +0,27
6 ю-= +0,60
ΙΟ"3 +0,38
15 ю-= +0,58
ΙΟ"3 +0,20
14 ю-= +0,40
ΙΟ"3 +0,19
4 ю-= +0,99
ΙΟ"3 +0,54
12 ю-= +0,91
ΙΟ"3 +0,39
7 ю-= + 1,01
ΙΟ"3 +0,52
8 ю-= +0,86
ΙΟ"3 +0,30
29 ю-= +0,80
ΙΟ"3 +0,26
30 ю-= +0,84
ΙΟ"3 +0,74
32 ю-= +0,78
ΙΟ"3 +0,61
33 ю-= +0,49
ΙΟ"3 +0,70
26 ΙΟ"2 +0,95
ΙΟ'3 +0,40
43 ю-= +0,56
ΙΟ"3 +0,76
50 ю-= +0,76
ΙΟ"3 +0,24
49 ю-= +0,58
ю-3 +0,13
45 ю-= +0,99
ΙΟ"3 +0,75
57 ю-= +0,59
ΙΟ"3 +0,21
48 ю-= +0,86
ΙΟ"3 +0,23
Beispiel 2: Seneszenzverzögerung
Weizenpflanzen werden in Hydrokultur unter Lumoflorlichtröhren angezogen. Von 12 Tage alten Pflanzen werden 8cm lange
Segmente von den Primärblättern geschnitten und in
Blattsegments in der Lösung steht.
-12- 737 10
Tabelle IV: Wirkung der erfindungsgemäßen Mittel auf die Seneszenzverzögerung
Länge/Intensität der Grünfärbung*
Wirkstoff-Nr.
10~2%
10"3%
Kontrolle Ki netin
9 1С 11 21 26 27 29 30 32 42 45 58 75
0,5/0,5
2,5/2,0 2,5/2,0 2,5/2,0 2,0/1,0 2,0/1,0 2,0/3,0 3,0/1,0 2,5/1,5 1,0/2,5 1,0/2,0 1,5/1,5 3,0/2,5 2,5/2,0 2,5/3,0 3,0/1,0 2,0/2,0 2,0/3,0
0,5/0,5
2,0/2,0 3,0/3,0 3,0/1,5 2,0/1,0 2,5/1,0 2,5/3,0 2,5/1,0 1,0/0,5 2,5/3,0 2,5/1,0 2,0/2,0 2,0/1,5 2,0/1,5 1,0/0,5 3,0/3,0 0,5/1,0 1,0/1,0
3,0/3,0
* Maximaler Wert der Länge der Grünfärbung = Maximaler Wert der Intensität der Grünfärbung =
Beispiel 3: Mortalität der Bohnenblattlaus (Aphis fabae) auf Ackerbohne (Vicia faba) — Untersuchungen an Pflanzenteilen Pflanzenteile von Vicia faba wurden über die Stengelteilbasis mit den erfindungsgemäßen Mitteln in den Konzentrationen 1000ppm, 100ppm, 10ppm und 1 ppm behandelt. Anschließend erfolgte ie Besiedlung jedes Pflanzenteils mit adulten Aphis fabae, die auf die vorher behandelten Pflanzenteile Nachkommen absetzten. Die Muttertiere wurden nach 24 Stunden abgetötet, während man am 7. und 14.Tag nach der Applikation die Besiedlungsdichte der Nachkommen ermittelte und daraus den Wirkungsgrad nach ABBOTT errechnete
Die Ergebnisse sind in den Tabellen V und Vl zusammengestellt.
Tabelle V: Wirkung der erfindungsgemäßen Mittel gegen Aphis fabae Scop. auf Vicia faba bei Stengelbasisapplikation (Wirkungsgrad nach ABBOTT in %)
Wirkstoff-Nr.
Konz.: Tage nach derAppl.:
1 000 ppm
100 ppm
10ppm
1 ppm
14
14
Kontrolle
4 14 29 31 32 33 34 26
100 100 100
100
100 100 100 100
100 100
0 100
18 100 100 100 100
81 100 100
90 100 100 100 100 100
0 0 0 0
18 16 25 23
20 10 14 28
73 80 42 21
58 72 36 0
97 100 44 47
49 57 16 15
16 0 6 0
93 94 16 6
83 97 24 33
29 23 25 53
53 60 20 11
100 82 85
100 97 100
27 62 0 0
100 0 24
* phytotoxisch
-13- 737
Tabelle Vl: Wirkung der erfindungsgemäBen Mittel (Einsatz erfolgte als 50%iges WP-Spritzpulver) gegen Aphis fabae Scop. auf Vicia faba bei Stengelbasisapplikation (Wirkungsgrad nach ABBOTT in %)
Wirkstoff- Konz.: 1 000 ppm 14 100 ppm 14 10 ppm 14 1 ppm 0 14
Nr. Tage nach 0 0 0 0
derAppl.: 7 7 7 7 0
Kontrolle 0 100 0 100 0 37 0 1
P (bekannt 99 33 21
DD-PS142279) 100 83 78 39 16 0 0 20
10 100 100 90 62 62 0
11 83 18 7 91 33 85
13 * 100 46 83 12 21
4 100 100 93 86 48 18 6
12 100 100 81 46 4 17
29 100 78 30 32 24 0
30 100 100 29 36 23 14 21
32 100 100 40 87 0 15
33 100 95 22 82 20 40 0 44
26 100 100 73 90 36 32
43 96 22 33 0 23 27 1 15
45 100 18 100 66 33 40 14 20
51 9 0 85 28 48 0 4
50 0 0 0 19 41 35 27
49 100 1 86 18 44 0 16 18
47 100 43 0 24 40 5 9 12
53 9 22 23 15 0 27 2 7
71 27 44 2 1 0 32 7 7
54 20 90 7 20 7 24 9 7
55 44 0 0 1 9 3 0 0
58 80 29 41 11 16 18 5
59 14 10 16 0 10 0
42 * 19 45 0 12 0 18 0
75 * 26 82 27 18 21 26 18
57 45 7 1 3 16 18 26 0
73 28 35 19 26 0 30
74 22 14 25
77 33 0
* phytotoxisch
Beispiel 4: Mortalität der Schwarzen Bohnenblattlaus (Aphis fabae Scop.) auf Ackerbohne (Vicia faba) bei Blattapplikation — Untersuchungen an Pflanzenteilen mit Jungtieren
Pflanzenteile von Vicia faba wurden einer Blattappljkation mit den erfindungsgemäßen Mitteln in den Konzentrationen 5000ppm, 1000ppm, 500ppm und 100ppm unterzogen. Im Anschluß daran erfolgte der Besiedlungs- und Abtötungsmodus analog Beispiel 3.7 und 14 Tage nach der Applikation wurde der Wirkungsgrad nach ABBOTT ermittelt. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen sind in Tabelle VII zusammengefaßt.
Tabelle VII: Wirkung der erfindungsgemäBen Mittel gegen Aphis fabae Scop. auf Vicia faba bei Blattapplikation — Untersuchungen an Pflanzenteilen mit Jungtieren (Wirkungsgrad in %)
Wirkstoff- Konz.: 5 000 ppm 14 1 000 ppm 14 500 ppm 14 100 ppm 14
Nr. Tage nach 0 0 0 0
derAppl.: 7 7 99 7 62 7 20
Kontrolle 0 0 0 90 0 15
11—(50WP) 100 97 94 6 47 0 29 0
4—(50WP) 100 100 88 96 19 36
14-(AS) 88 4 45 0 17 2 17
32 —(50WP) 100 100 100 98 40 65
33—(50WP) 100 50 41 99 29 24
26—(50WP) 100 100 98 100 100 36 57 29
26-(AS) 100 92 100 33 98 27 14 15
45—(50WP) 100 49 92 8 60 26 11 0
49—(50WP) 49 15 12 5
47 —(50WP) 51 10 12 2
-14- 737
Beispiel 5: Mortalität der Schwarzen Bohnenblattlaus (Aphis fabae Scop.) auf Ackerbohne (Vicia faba) bei Blattapplikation — Untersuchungen an Pflanzenteilen mit Adulten
Pflanzenteile von Vicia faba wurden einer Blattapplikation mit den erfindungsgemäßen Mitteln in den Konzentrationsstufen 0,1 % und 0,05% unterzogen. Einen Tag nach der Applikation wurden je Pflanzenteil 10 adulte Blattläuse aufgesetzt {5 Wiederholungen). Sechs Tage nach der Applikation wurde die Besiedlungsdichte ermittelt und der Wirkungsgrad nach ABBOTT errechnet
Die Ergebnisse sind in Tabelle VIII zusammengestellt.
Tabelle VIII: Wirkung der erfindungsgemäßen Mittel gegegn Aphis fabae auf Vicia faba bei Blattapplikation—Untersuchungen an Pflanzenteilen mit Adulten — 6 Tage nach der Applikation (Wirkungsgrad in %)
Wirkstoff-Nr.
Anwendungskonzentration
0,1% 0,05%
Kontrolle E (bekannt) 11 4 33 26 45
40 38 79 49 100 66
Beispiel 6: Mortalität der Schwarzen Bohnenblattlaus (Aphis fabae Scop.) auf getopften Ackerbohnen (Vicia faba) in verschiedenen Erden bei Gießbehandlung
Im Gewächshaus angezogene, getopfte Pflanzen von Vicia faba in Rindenhumus und in humosem, sandigen Lehm wurden mit den erfindungsgemäßen Mitteln gegossen (25ml/Topf—7cm Durchmesser). Einen Tag nach der Applikation wurden pro Pflanze 10 adulate Aphis fabae eingesetzt (3 Wiederholungen). Nach 9 Tagen wurden die Anzahl Blattläuse pro Pflanze und der Wirkungsgrad nach ABBOTT ermittelt. Die Ergebnisse sind in Tabelle IX dargestellt.
Tabelle IX: Wirkung gegen Aphis fabae Scop. bei Gießbehandlung (Wirkungsgrad nach ABBOTT in %)
Wirkstoff-Nr. Konz. (%AS) Rindenhumus humoser, sandiger Lehm
0,5 0,1
0 (75B)+ 100 97
0 (772Γ 100 100
Kontrolle
( )* = Anzahl Blattläuse
Beispiel 7: Wirkung der erfindungsgemäßen Mittel gegen die Getreideblattlaus (Rhopalosiphum padi) auf Gerste unter
Laborbedingungen
Sommergerste der Sorte Trumpf bzw. Wintergerste der Sorte Erfa wurden im 2-Blatt-Stadium entweder über das Blatt oder über die Wurzel mit den erfindungsgemäßen Mitteln in verschiedenen Konzentrationen behandelt und anschließend in Hydrokultur überführt. Nach der Applikation setzte man auf die behandelten und unbehandelten Gerstenpflanzen adulate Rhoopalosiphum padi, die ihrerseits sofort mit der Geburt der Nachkommen begannen. Diese Nachkommen setzte man wiederum auf die behandelten und unbehandelten Gerstenpflanzen und ermittelte am 7. und 14. Tag nach der Applikation die Aphidenzahl und errechnete den Wirkungsgrad nach ABBOTT. Die Wirkung der erfindungsgemäßen Mittel geht aus Tabelle X hervor.
Tabelle X: Verringerung der Besatzesdichte von Rhopaiosiphum padi auf Gerste bei Blatt- und Wurzelapplikation unter Laborbedingungen (Wirkungsgrad in %)
Wirkstoff-Nr. Konz. (%) Blattapplikation Wurzelapplikation
7 14 7 14
Tg. n. d. Applikat. Tg. n. d. Applikat.
Kontrolle 0,1
E 0,01
(bekannt) 0,5
10 0,1
0,01
0,001
0,5
4 0,1
0,01
0,001
0,5
12 0,1
0,01
0,001
0,5
30 0,1
0,05
0,01
0 0 0 0
52 69 100 100
29 51 100 77
7 11
17 0
17 0
7 0
100 100
86 68
48 39
39 19
100 100
63 63
20 15
10 40
37 0
74 0
2 0
0 0
Wirkstoff-Nr.
Konz. (%)
14 -15- 737 10
Blattapplikation Wurzelapplikation
7 73 7 14
Tg. η. d.Applikat. 12 Tg. η. d.Applikat.
0 36
27 6
0 28
0 0
31 0
41 0
26 83
10 79
41 36
45 46
9 94
0 76
80
30 74 100 100
100 100
9 69 100 77
64 99
0 0 11
0,5
0,1
0,05
0,01
0,5
0,1
0,05
0,01
0,5
0,1
0,05
0,01
0,5
0,1
0,05
0,01
0,005
0,001
Beispiel 8: Wirkung der erfindungsgemäßen Mittel gegen den Kartoffelkäfer (Leptinotarsa decemiineata Say) auf Kartoffeln (Solanum tuberosum) — Untersuchungen an Pflanzenteilen im Labor
Pflanzenteile von Solanum tuberosum wurden mittels eines Handzerstäubers mit den erfindungsgemäßen Mitteln in den Konzentrationen 1,0,5 und 0,1 % behandelt. Anschließend erfolgte die Besiedlung jedes Pflanzenteils mit je 10 Eilarven von Leptinotarsa decemiineata (3 Wiederholungen). 9 und 12 Tage nach der Applikation wurde die Anzahl lebender Larven ermittelt und nach ABBOTT der Wirkungsgrad errechnet
Die Wirkung der erfindungsgemäßen Mittel ist Tabelle Xl zu entnehmen.
Tabelle Xl: Wirkung der erfindungsgemäßen Mittel gegen Leptinotarsa decemiineata auf Solanum tuberosum — Untersuchungen an Pflanzenteilen im Labor (Wirkungsgrad in %) — 9 und 12 Tage nach der Applikation
Wirkstoff- Konz. Wirkungsgrad in % Fraßschäden an
Nr. (%AS) 9Tage 12Tage Pflanzenteilen
Kontrolle 4 26 45
1,0 0,1 1,0 0,1 1,0 0,5 0,1
0 0 sehr stark
28 Larven 26 Larven
82 96 gering
25 42 stark
68 73 gering
25 27 stark
100 gering
93 gering
50 mittel
Beispiel 9: Wirkung der erfindungsgemäßen Mittel auf die Ägyptische Baumwollraupe (Spodoptera littoralis) — unter
Laborbedingungen
Auf Ackerbohnenpflanzenteile, die mit den erfindungsgemäßen Mitteln behandelt wurden, setzte man je Wiederholung 10 Eilarven von Spodoptera littoralis auf (5 Wiederholungen). Die weitere Versorgung der Larven erfolgte mit Pflanzenteilen, die mit den erfindungsgemäßen Mitteln in der entsprechenden Konzentrationsstufe behandelt wurden. Nach 14 Tagen wurden das Gewicht und die Anzahl der Larven pro Wiederholung ermittelt und das mittlere Larvengewicht errechnet. Das Wachstum der Larven wurde durch die erfindungsgemäßen Mittel gehemmt (siehe Tabelle XII).
Tabelle XII: Larvengewichte von Spodoptera littoralis und Relativwerte zur Kontrolle
Wirkstoff- Konz. Mittleres Larven- Relativwerte
Nr. (ppm) gewicht (g) (%)
Kontrolle 45
8000
4000
2000
1000
0,5
0,18
0,36
0,40
0,23
0,35
0,47
100 36 72 80 46 70 94
Beispiel 10: Freilandversuch mit den erfindungsgemäßen Mitteln gegen die Schwarze Bohnenblattlaus auf Ackerbohnen In einem Freilandversuch mit Ackerbohnen (Viciafaba) Sorte Fribo wurden die erfindungsgemäßen Mittel einmalig mit 1000 l/ha Spritzbrühe zu einem Zeitpunkt appliziert, als in dem Bestand eine ausreichend hohe Blattlauspopulation vorhanden war. 3,7 und 15 Tage nach der Applikation wurde an je 5 markierten Pflanzen pro Variante die Blattlauspopulation durch Zählen ermittelt. Aus den Zahlenwerten wurde der Wirkungsgrad nach HENDERSON und TILTON berechnet und die Vermehrungsrate der Aphiden in der unbehandelten Kontrolle im Verlauf des Experimentes berücksichtigt:
-16- 737
KxB WG - (1 - -ϊ ϊ_) χ 100
KxB η η
Darin bedeuten:
WG = Wirkungsgrad in %
Kv = Anzahl der Aphiden vor der Applikation in der Kontrolle
Kn = Anzahl der Aphiden nach der Applikation in der Kontrolle
Bv = Anzahl der Aphiden vor der Applikation in der behandelten Parzelle
Bn = Anzahl der Aphiden nach der Applikation in der behandelten Parzelle
Tabelle XIII: Bekämpfung von Aphis fabae an Ackerbohnen (Vicia faba) im Freiland — (Wirkungsgrad nach HENDERSON und TILTON)
Wirkstoff- Dosis Anzahl Aphis fabae Wirkungsgrad in %
kgAS/ha vorder Behandlung nach
Nr. 3 7 15Tg.
Kontrolle — 160 0 0 0
(160)* (360)* (125)*
E 0,3 100 0 0 0
(bekannt) 0,6 170 0 0 99
26 0,3 220 0 0 0
0,6 960 42 99 100
4 0,3 280 30 65 37
0,6 1270 35 55 64 * Die Zahlen in den Klammern bedeuten die Anzahl der Aphiden in der Kontrolle zum jeweiligen Termin Aus den Tabellen V-XIII geht deutlich hervor, daß durch die erfindungsgemäßen Mittel der Schädlingsbesatz an den Nutzpflanzen sehr stark dezimiert bzw. gehemmt wird.

Claims (4)

  1. -1- 737 10
    Erfindungsanspruch:
    Mittel zur Regulierung von Stoffwechsel- und Wachstumsvorgängen in pflanzlichen und tierischen Organismen, insbesondere zur Bekämpfung von schädlichen Arthropoden an Pflanzen und Pflanzenteilen, dadurch gekennzeichnet, daß sie neben üblichen Hilfs- und Trägerstoffen als Wirkstoff mindestens ein substituiertes
  2. 2-Aminobenzimidazol der allgemeinen Formei I
    in der
    R' eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 C-Atomen (geradkettig oder verzweigt), eine Alkoxygruppe mit 1 bis
  3. 3 C-Atomen (geradkettig
  4. 4
    oder verzweigt), eine Aminogruppe _j\j **" ° ι wobei R4 Wasserstoff, eine Alkylgruppe mit 1 bis 2 C-Atomen und R5
DD27371085A 1985-03-04 1985-03-04 Mittel zur regulierung von stoffwechsel- und wachstumsvorgaengen DD235018A1 (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP2561759A1 (de) * 2011-08-26 2013-02-27 Bayer Cropscience AG Fluoralkyl-substituierte 2-amidobenzimidazole und ihre Wirkung auf das Pflanzenwachstum
JP2022505439A (ja) * 2018-10-17 2022-01-14 サントル ナショナル ドゥ ラ ルシェルシュ シアンティフィック がんを治療及び/又は予防するためのウレア誘導体

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JP7518068B2 (ja) 2018-10-17 2024-07-17 サントル ナショナル ドゥ ラ ルシェルシュ シアンティフィック がんを治療及び/又は予防するためのウレア誘導体

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