DD235020A1 - Makro- und/oder mikronaehrstoffe enthaltende duenger - symbiontizid - kombinationen - Google Patents
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- DD235020A1 DD235020A1 DD85273712A DD27371285A DD235020A1 DD 235020 A1 DD235020 A1 DD 235020A1 DD 85273712 A DD85273712 A DD 85273712A DD 27371285 A DD27371285 A DD 27371285A DD 235020 A1 DD235020 A1 DD 235020A1
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Abstract
Die Erfindung betrifft Makro- und/oder Nitronaehrstoffe enthaltende Duenger - Symbiontizid - Kombinationen zur pflanzlichen Ernaehrung und gleichzeitigen Bekaempfung schaedlicher Arthropoden. Neben den an sich bekannten Naehrstoffen sowie ueblichen Hilfs- und Traegermitteln enthalten sie als zusaetzlichen Wirkstoff substituierte 2-Aminobenzimidazole oder deren Metallkomplexverbindungen.
Description
Die Erfindung betrifft Makro- und/oder Mikronährstoffe enthaltende Dünger-Symbiontizid-Kombinationen zur pflanzlichen Ernährung und gleichzeitigen Bekämpfung schädlicher Arthropoden.
Seit Jahrzehnten ist es üblich, phytophage Arthropoden und Hygieneschädlinge durch chemische Verbindungen abzutöten bzw. in ihrer Entwicklung in einer Weise zu hemmen, daß ihre Populationsdichte unterhalb der Schadensschweile liegt. Je nach Art der angewendeten Präparate handelt es sich dabei um Fraß-, Kontakt- oder Atemgifte, um Repellents oder Insektenwachstumsregulatoren.
Durch die Arbeiten von Erhardt (Z. Morph. Ökol. Tiere 56,1-20,1966); Mittler (J. Insect. Physiol. 17,1333-1347,1977); Khan ' (Indian. J. Entomol. 39,8-11,1977); Frank (Z. Morph. Ökol. Tiere 44,329-366,1956); Goetsch (Patent Nr. 174497, Österreich, 1952) ist bekannt, daß durch den Einsatz von Antibiotika oder N-substituierten Verbindungen, wie Pyridin, Pyrimidin, Chinolin und Acridin, Insekten abgetötet bzw. in ihrer Entwicklung gehemmt werden.
Bekanntlich ist es möglich, die Wachstumsvorgänge in Pflanzen kontrolliert ablaufen zu lassen sowie bestimmte Phasen der pflanzlichen Entwicklung entweder abzukürzen oder zu verlängern bzw. zu induzieren oder vollkommen zu unterdrücken. Zu diesem Zweck wurden bereits chemische Substanzen unterschiedlicher Struktur, die biozide Eigenschaften besitzen, aufgefunden und beschrieben. Derartige Stoffe sind zum Beispiel Chlorcholinchlorid (US-PS 3230069), DE-AS 1238052), Maleinsäurehydrazid (US-PS 2805926) sowie Bernsteinsäuredimethylhydrazid (US-PS 3240799). Die Regelung des nativen Wachstums und der Entwicklung der Pflanzen kann das Ergebnis der chemischen Einwirkung auf den physiologischen Ablauf oder auf die Morphologie der Pflanzen oder einer kombinierten Wirkung sein. Die unterschiedlichen Wirkungen hängen vom Zeitpunkt der Anwendung, vom Entwicklungsstand des Samens oder der Pflanze und von der Konzentration ab. Daraus ergeben sich die unterschiedlichsten Anwendungsmöglichkeiten. Beispielsweise können die Prozesse der Keimung gezielt gefördert oder gehemmt werden. Des weiteren sind neben den generellen morphologischen Veränderungen der Pflanze das Längen- und Dickenwachstum zu steuern und die vegetative und generative Knospenbildung, der Blühprozeß und die Geschlechtsdetermination zu beeinflussen. Mit derartigen artifiziellen Regulatoren können der Nährstofftransport und die stoffwechseiphysiologischen Prozesse gesteuert werden, die unter anderem in der chemischen Zusammensetzung der Inhaltsstoffe zum Ausdruck kommen.
Ziel der Erfindung ist es, Makro- und/oder Mikronährstoffe enthaltende Dünger-Symbiontizid-Kombinationen zur pflanzlichen Ernährung und gleichzeitigen Bekämpfung schädlicher Arthropoden zu entwickeln.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Makro- und/oder Mikronährstoffe enthaltenden Dünger-Symbiontizid-Kombinationen neben den an sich bekannten Nährstoffen sowie üblichen Hilfs- und Trägermitteln als zusätzlichen Wirkstoff mindestens ein substituiertes 2-Aminobenzimidazol der allgemeinen Formel
-H-C-R
I,
in der
R1 eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 C-Atomen, eine Methoxygruppe oder eine gegebenenfalls ein- oder zweifach durch Methyl
substituierte Aminogruppe bedeutet und R2 und R3, die gleich oder verschieden sein können, Wasserstoff oder Methoxycarbonyl darstellen und wobei anstelle von R2 und R3 das zu R3, benachbarte N-Atom des Aminobenzimidazoiringes und das zu R2 benachbarte N-Atom über eine Bis-(methylen)-benzylaminogruppe einen Hexahydro-1,3,5-triazinring bilden können, sofern R1 Methoxy bedeutet oder mindestens eine Metallkomplexverbindung der allgemeinen Formel
(Yp - Me) Xq
II,
in der
Y eine Verbindung der allgemeinen Formel I,
Me ein Metallkation der Metalle Ca, Co, Zn, Mg, Mn, Ni oder Fe,
X ein- oder mehrwertige anorganische oder organische Anionen, vorzugsweise Halogenid, Nitrat, Sulfat, Thiocyanat oder Acetat,
ρ die Zahlen 1 bis 8 und q die Zahlen 1 bis 6 bedeuten, enthalten.
Die erfindungsgemäßen Mittei können in Form von Lösungen, Emulsionen, Suspensionen, Pasten oder Granulaten, welche in an sich bekannter Weise durch Misch- oder Mahlverfahren hergestellt werden, zur Anwendung kommen. Darüber hinaus ist es möglich, die erfindungsgemäßen Mittel an organische oder anorganische Trägermaterialien zu binden und die so hergestellten Festkörper in Form von Stäbchen oder anderer Körper in das Substrat, das gegebenenfalls auch Boden sein kann, einzubringen bzw. einzustellen.
Dabei kann die Verwendung in Erd- oder Hydroponikkultur sowie auf künstlichen Substraten erfolgen. Die symbiontizid wirksame Komponente kann den flüssigen oder festen Makro-und/oder Mikronährstoffen vor der Ausbringung zugesetzt, mit diesen kombiniert oder aber getrennt appliziert werden.
Die erfindungsgemäßen Mittel ermöglichen es. Pflanzen wirksam zu düngen und gleichzeitig schädliche Arthropoden zu bekämpfen. Die substituierten 2-Aminobenzimidazole der allgemeinen Formel I können nach bekannten Methoden (DE-OS 2253324, FR-PS 2234295, US-PS 3399212, Journal of Heterocyclic Chemistry 12, [1] 37-42 [1975]) hergestellt werden. Die Metallkomplexverbindungen der allgemeinen Formel Il können leicht durch Reaktion der substituierten 2-Aminobenzimidazole mit einem Metallsalz erhalten werden.
Die Reaktion kann vorteilhaft durch Mischen der substituierten 2-Aminobenzimidazole mit dem Metallsalz in einem geeigneten Lösungsmittel, wie z. B. Wasser, niederem Alkohol, Aceton, Dimethylformamid, Nitromethan oder ein Gemisch derselben, erforderlichenfalls unter Erhitzen durchgeführt werden. Nach Beendigung der Reaktion kann die gewünschte Metallkomplexverbindung nach an sich bekannten Methoden gewonnen und gereinigt werden. Die Bestimmung des Metallgehaltes der dargestellten Komplexe erfolgte durch komplexometrische Titration mit m/10 Testalon III. Eine Übersicht über die hergestellten und in den Beispielen biologisch geprüften Wirkstoffe der allgemeinen Formel I und Il geben die Tabellen I und II.
| Wirkstoff | R1 | R2 | R3 | FpC=O | Analyse |
| Nr. | % N ber. | ||||
| % N gef. | |||||
| 1/1 | OCH3 | H | H | 330-332 | |
| I/2 | CH3 | COOCH3 | COOCH3 | 118-121 | |
| I/3 | C2H5 | COOCH3 | COOCH3 | 122-125 | |
| I/4 | (CH3)2CH | COOCH3 | COOCH3 | 142-147 | |
| I/5 | CHHCH2J2- | COOCH3 | COOCH3 | 111-114 | 13,17 |
| I/6 | OCH3 | COOCH3 | COOCH3 | 151-155 | 12,80 |
| I/7 | NH2 | H | H | 360 | 13,68 |
| I/8 | NHCH3 | H | H | 300 | 14,08 |
| I/9 | N(CH3J2 | H | H | 250-252 | |
| 1/10 | OCH3 | -CH2-N-CH2- | 143-146 |
| Wirkstoff | Metailkomplexverbindung | P | Me | X | q | Fp(0O | Gehalt Me in % |
| Nr. | 2 | Co | Cl | 2 | (ber./gef.r1 | ||
| γυ | 2 | Zn | Cl | 2 | |||
| H/1 | 1/6 | 2 | Cu | NO3 | 2 | 180-183 | 7,92/7,93 |
| H/2 | 1/6 | 2 | Mg | NO3 | 2 | 183-185 | 8,71/8,68 |
| H/3 | 1/6 | 2 | Ni | NO3 | 2 | 170-172 (Zer.) | 7,92/7,73 |
| H/4 | 1/6 | 2 | Cu | NO3 | 2 | 164-166 | 3,19/2,82 |
| 11/5 | 1/6 | 2 | Cu | Cl | 2 | ab185allm.Zers. | 7,36/7,33 |
| H/6 | 1/1 | 2 | Zn | Cl | 2 | ab160allm.Zers. | 11,15/11,13 |
| H/7 | 1/1 | 205(Zers.) | 12,29/12,07 | ||||
| 11/8 | 1/1 | 223-226 | 12,60/12,43 | ||||
DY = Verbindung der allgemeinen Formel I + ) arithm. Mittel mehrerer Bestimmungen
Die Beispiele sollen die Wirkung der erfindungsgemäßen Mittel näher erläutern. Dabei entsprechen die Wirkstoffnummern den
Angaben aus den Tabellen I und II.
Als Kombinationspartner für die symbiontiziden Wirkstoffe wurde ein Nährsalz folgender Zusammensetzung verwendet:
15% N, 15% P2O5,24% K2O
Eisen, Mangan, Bor, Kupfer je 0,01 %
Zink, Molybdän, Kobalt je 0,0002 %
Calcium, Magnesium je 0,2%
Dieses Nährsalz wird in den folgenden Beispielen und Tabellen mit F bezeichnet.
Einsatz der erfindungsgemäßen zur Bekämpfung der Getreideblattlaus (Rhopalosiphum padi) an Gerste in Hydrokultur Die erfindungsgemäßen Nährsalzgemische wurden mit Wasser so angesetzt, daß die Nährlösung 0,05 bis 0,1 % des Nährsalzes Fund 10~3bis2,5 · 10~4 eines symbiontizid wirksamen Mittels der Formel !enthielt, in dieser Nährsalzlösung wurde Wintergerste der Sorte Erfa in Hydrokultur gezogen. Die Kontrollen wurden in Lösungen des Nährsalzes F ohne Zusatz der symbiontizid
wirksamen Komponente gestellt.
Einen Tag nach Einsetzen der Pflanzen in die Lösung wurden pro Testgefäß 25 Jungtiere der Getreideblattlaus Rhopalosiphum padi aufgesetzt. Nach 7,10 und 14 Tagen wurde die Anzahl Aphiden ermittelt und der Wirkungsgrad nach Abbott errechnet.
Nährlösung
prozentuale Zusammensetzung der erfindungs- Wirkungsgrad (in %) gemäßen Nährlösung Tage nach der Applikation
F Wirkstoff-Nr.l/6 7 10
14
| Kontrolle | 0,1 | — |
| Nährlösung | ||
| 1 | 0,1 | 0,0005 |
| Nährlösung | ||
| 2 | 0,1 | 0,001 |
| Kontrolle | 0,05 | — |
| Nährlösung | ||
| 3 | 0,05 | 0,00025 |
| Nährlösung | ||
| 4 | 0,05 | 0,0005 |
| 0=(97)+ | 0 = (243Γ | 0=(1083) |
| 96 | 100 | 100 |
| 100 | 100 | 100 |
| 0 = (127)+ | 0 = <183Γ | 0 = (648)+ |
| 76 | 91 | 99 |
| 93 | 98 | . 100 |
( )+ = Anzahl Blattläuse
Einsatz erfindungsgemäßer Tankmischungen zur Bekämpfung der Getreideblattlaus (Rhopalosiphum padi) an Gerste in
Hydrokultur
Die erfindungsgemäßen Mittel wurden in Wasser so gelöst, da,ß die Nährlösung jeweils 0,02% des Nährsalzes Fund verschiedene niedrige Anteile der symbiontizid wirksamen Mittel enthielt (10~3 bis 10~5%). In derartig zubereiteten Lösungen wurden Winter- und Sommergerste verschiedener Sorten in Hydrokultur gezogen. Ein Tag nach Einsetzen der Pflanzen in die Hydrokultur wurden 25 Jungtiere von Rhopalosiphum padi aufgesetzt. 7,10 und 14 Tage nach Ansatz des Versuches wurde die Besiedlungsdichte der Aphiden ermittelt und der Wirkungsgrad nach Abbott errechnet.
| Wirkstoff | Konzentration | 0 | Nährsalz F | Wirkungsgrad (%) | 10 | 0=(898)+ | 14 |
| Nr. | (%) | 0,0001 | Konz. (%) | 7 | Tage n. der Applikation | ._ 40 | |
| 0,0005 | 65 | ||||||
| a) Sommergerste, | Sorte Trumpf | 0,001 | 0 = (68)+ | 100 | 0 = (3480)+ | ||
| Kontrolle | 0 | 0,0001 | 0,02 | 10 | 21 | ||
| 1/7 | 0,00001 | 0,0005 | 0,02 | 35 | 0 = (24)+ | 58 | |
| 0,0001 | 0,001 | 0,02 | 100 | 52 | 100 | ||
| 0,001 | 0 | 0,02 | 95 | ||||
| b) Sommergerste, | Sorte Lada | 0,0001 | 0 = (24)+ | 99 | 0 = (728)+ | ||
| Kontrolle | 0 | 0,0005 | 0,02 | 46 | 15 | ||
| 1/10 | 0,0001 | 0,001 | 0,02 | 87 | 0 = (124)+ | 98 | |
| 0,0005 | 0,0001 | 0,02 | 100 | 0 | 100 | ||
| 0,001 | 0,0005 | 0,02 | 84 | ||||
| c) Wintergerste, Sorte Erfa | 0,001 | 0={16)+ | 100 | 0 = (377)+ | |||
| Kontrolle | 0,0001 | 0,02 | 0 | 0 | 5 | ||
| I/7 | 0,0005 | 0,02 | 68 | 96 | 85 | ||
| 0,001 | 0,02 | 86 | 99 | 94 | |||
| 0,02 | 43 | 0 = (95)+ | 21 | ||||
| I/10 | 0,02 | 81 | 84 | 98. | |||
| 0,02 | 79 | 100 | 98 | ||||
| 0,02 | 0 = (45J+ | 100 | 0 = (88O)+ | ||||
| Kontrolle | 0,02 | 39 | 62 | 89 | |||
| 1/1 | 0,02 | 100 | 100 | 100 | |||
| 0,02 | 100 | 100 | 100 | ||||
| 0,02 | 29 | 2 | 87 | ||||
| I/6 | 0,02 | 91 | 100 | 100 | |||
| 0,02 | 100 | 100 | 100 | ||||
| 0,02 | 60 | 49 | |||||
| I/5 | 0,02 | 100 | 100 | ||||
| 0,02 | 100 | 100 | |||||
| 0,02 |
)+ Anzahl der Blattläuse
Einsatz der erfindungsgemäßen Mittel gegen die Schwarze Bohnenblattlaus (Aphis fabae) an Ackerbohnen in Hydrokultur Die erfindungsgemäßen Nährsalzgemische wurden mit Wasser so angesetzt, daß die Nährlösung 0,05% bzw. 0,1 % des Nährsalzes F und 10~3 bis 2,5 10~4% beispielsweise des Wirkstoffes I/6 enthält. In dieser Nährlösung wurden Ackerbohnen der Sorte Fribo in Hydrokultur gezogen und die Kontrollen in reine Nährsalziösungen der entsprechenden Konzentrationen gestellt. Sofort nach Ansatz des Versuches wurden pro Testgefäß und Wiederholung (4 Wiederholungen) 10 adulte Blattläuse aufgesetzt. 10 Tage danach wurde die Besiedlungsdichte der Aphiden ermittelt und der Wirkungsgrad nach Abbott errechnet.
Nährlösung
prozentuale Zusammensetzung der erfindungs- Wirkungsgrad (in %) gemäßen Mittel 10 Tage nach der Applikation
F Wirkstoff Nr. I/6
| Kontrolle | 0,1 | — |
| Nährlösung | ||
| 1 | 0,1 | 0,0005 |
| Nährlösung | ||
| 2 | 0,1 | 0,001 |
| Kontrolle | 0,05 | — |
| Nährlösung | ||
| 3 | 0,05 | 0,00025 |
| Nährlösung | ||
| 4 | 0,05 | 0,0005 |
100 100
0 = (1553)+ 100 100
( )+ Anzahl Blattläuse
Einsatz erfindungsgemäßer Tankmischungen gegen die Schwarze Bohnenblattlaus (Aphis fabae) an Ackerbohne in Hydrokultur
Die erfindungsgemäßen Mittel wurden in Wasser so gelöst, daß die Nährlösung jeweils 0,02% des Nahrsalzes F und
verschiedene niedrige Anteile der symbiontizid wirksamen Mittel enthält (10"3 bis 10-*%). In dieser Nährlösung wurden
Ackerbohnen der Sorte Fribo in Hydrokultur gezogen. Die Kontrollen wurden in reinen Nährsalzlösungen der entsprechenden
Konzentrationen gestellt. Auf den eingesetzten Pflanzen hatte sich innerhalb von 4 Tagen aus 5 Adulten eine Blattlauspopulation
aufgebaut, und 7 Tage nach Applikation wurde die Besiedlungsdichte der Aphiden ermittelt und der Wirkungsgrad nach Abbott errechnet.
Wirkstoff Konzentration % Nährsalz F Wirkungsgrad (%)
Nr. Konz. (%) 7 Tage nach der Applikation
Kontrolle — 0,02 0 = (2038)+
(3 Wiederholungen)
1/1 0,0001 0,02 72
0,0005 0,02 100
0,001 0,02 100
I/5 0,0001 0,02 50
0,0005 0,02 100
0,001 0,02 100
I/6 0,0001 0,02 83
0,0005 0,02 100
0,001 0,02 100
( ).+ Anzahl Blattläuse
Einsatz erfindungsgemäßer Tankmischungen gegen die Chrysanthemenblattlaus (Pyrethromyzus sanborni) an Chrysantheme Die erfindungsgemäßen Mittel wurden in Wasser so gelöst, daß die Nährlösung jeweils 0,02% des Nährsalzes F und verschiedene niedrige Anteile der symbiontizid wirksamen Mittel enthielt. In dieser Nährlösung wurden Chrysanthemenjungpflanzen mit jeweils 10 adulten Blattläusen in Hydrokultur gezogen.
Die Kontrollen wurden in reine Nährsalzlösungen der entsprechenden Konzentrationen gestellt. 25 Tage nach der Applikation wurde die Besiedlungsdichte ermittelt und der Wirkungsgrad nach Abbott errechnet.
Wirkstoff Konzentration (%) Nährsalz F Wirkungsgrad (%)
Nr. Konz. (%) 25 Tage nach der Applikation
Kontrolle — 0,02 0 = (135)+
1/1 0,0005 0,02 100
0,001 0,02 100
I/5 0,0005 0,02 100
0,001 0,02 97
I/6 0,0005 0,02 100
0,001 0,02 100
( )+ Anzahl Blattläuse
Einsatz der erfindungsgemäßen Mittel gegen die Gemeine Spinnmilbe (Tetranychus urticae) an Buschbohnen Die erfindungsgemäßen Nährsalzgemische wurden mit Wasser so angesetzt, daß die Nährlösung 0,1 % des Nährsalzes F und 10~3 bzw. 5 10~4% des Wirkstoffes I/6 enthielt. In dieser Nährlösung wurden Bohnenpflanzen (Phaseoius vulgaris — Sorte Jutta) in Hydrokultur gezogen. Die Kontrolle wurde in Nährsalzlösungen der entsprechenden Konzentration gestellt.
Je Pflanze wurden 20 adulte Weibchen von Tetranychus urticae^ufgesetzt und 14 Tage nach Applikation die Anzahl Milben (alle bewegliche Stadien) ermittelt und der Wirkungsgrad nach Abbott errechnet. Je Prüfglied wurden 3 Wiederholungen angesetzt.
Nährlösung prozentuale Zusammensetzung der Nährlösung Wirkungsgrad (%)
12 Tage nach Applikation F Wirkstoff
L/6
99,6 99,7
Einsatz der erfindungsgemäßen Mittel an mit Spinnmiiben stark befallenen Buschbohnen Die erfindungsgemäßen Kombinationen wurden mit Wasser so angesetzt, daß die Nährlösung 0,1 % des Nährsalzes F und 10~3 bzw. 5 · 10"4% des Wirkstoffes Nr. I/6 enthielt. In diese Nährsalzlösung wurden stark mit Tetranychus urticae befallene Bohnenpflanzen (Phaseolus vulgaris) der Sorte Jutta eingesetzt. 15 Tage danach wurde die Anzahl lebender Milben ermittelt und der Wirkungsgrad nach Abbott errechnet.
| Kontrolle | 0,1 | — |
| Nährlösung | ||
| 1 | 0,1 | 0,0005 |
| Nährlösung | ||
| 2 | 0,1 | 0,001 |
| ( )+ Anzahl Milben |
| Kontrolle | 0,1 | — |
| Nährlösung | ||
| 1 | · 0,1 | 0,0005 |
| Nährlösung | ||
| 2 | 0,1 | 0,001 |
| ( )+ (Anzahl Milben |
Nährlösung prozentualeZusammensetzungdererfindungs- Wirkungsgrad in %
gemäßen Nährlösung 15Tage nach Applikation
F Wirkstoff I/6
0(>1000)+ >97(32)+ > 96(41)+
Wirkung der erfindungsgemäßen Mittel bei Depotapplikation gegen die Schwarze Bohnenblattlaus (Aphis fabae) an
Ackerbohnen
Mit den erfindungsgemäßen Mittein angereicherte Filterpappstreifen bzw. Wattestopfen wurden in die gut gedüngte Erde getopfter Ackerbohnenpflanzen gesteckt und die Töpfe ständig gegossen.
Pro Prüfglied wurden 5 Wiederholungen eingesetzt.
Versuch a) Filterpappstreifen mit Wirkstoff Nr. 1/5 und Nährsalz F
Es wurden 20 Jungtiere der Schwarzen Bohnenblattlaus auf die Ackerbohnenpflanzen aufgesetzt. 12 Tage nach der Applikation wurde die Anzahl Blattläuse pro Prüfglied ermittelt und der Wirkungsgrad nach Abbott errechnet.
| Menge pro Topf | Anzahl Blattläuse | Wirkungsgrad (%) | |
| in g | |||
| unbeh. | |||
| Kontrolle | — | 344 | |
| Wirkstoff | |||
| Nr. I/5 | 0,1 | 27 | 92 |
Versuch b) Wattestopfen mit Wirkstoff Nr. I/6 und Nährsalz F1-
Pro Ackerbohnenpflanze wurden 10 adulte Aphis fabae aufgesetzt. Nach 12 Tagen wurden alle Blattläuse entfernt und gezählt und wiederum 10 Adulte aufgesetzt, um die Dauerwirkung zu prüfen. 5 Tage nach dem 2.Aufsetzen erfolgte eine 2. Auszählung. Aus den Ergebniszahlen wurde der Wirkungsgrad nach Abbott errechnet.
1. Auswertung — 8 Tage nach der Applikation
| Menge pro Topf ing | Anzahl Blattläuse | Wirkungsgrad (%) | |
| unbeh. Kontrolle Wirkstoff Nr.l/6 | 0,1 | 1219 16 | 98,7 |
| 2. Auswertung- | -8 Tage + 5 Tage nach Applikation | = 5 Tage nach Neubesatz | |
| Menge pro Topf ing | Anzahl Blattläuse | Wirkungsgrad (%) | |
| unbeh. Kontrolle Wirkstoff Nr. I/6 | 0,1 | 723 130 | 82 |
Mortalität der Schwarzen Bohnenblattlaus (Aphis fabae Scop.) auf Ackerbohne (Vicia faba) — Untersuchungen an Pflanzenteilen
Pflanzenteile von Vicia faba wurden mit den erfindungsgemäßen Metallkomplexverbindungen der allgemeinen Formel Il in verschiedenen, auf den Gehalt von Wirkstoff Nr. I/6 bezogenen Konzentrationen im Vergleich behandeft.
Anschließend erfolgte die Besiedlung jedes Pflanzenteils mit 20 Larven (L1) von Aphisfabae. 7 Tage nach der Applikation wurde die Anzahl Blattläuse pro Prüfglied (5 Wiederholungen) ermittelt und der Wirkungsgrad nach Abbott errechnet.
Wirkstoff Konzentration (%) Nährsalz F Wirkungsgrad Nn . Konz. (%) (%)
unbeh.
Kontrolle 0,02 0(62)+
I/6 0,0041 0,02 100
0,00082 0,02 100
0,00041 0,02 62
0,000082 0,02 10
11/1 0,0041 0,02 100
0,00082 0,02 100
0,00041 0,02 97
0,000082 0,02 16
II/2 0,0041 0,02 100
. 0,00082 0,02 100
0,00041 0,02 99
0,000082 0,02 71
I/6 0,00385 0,02 100
0,00077 0,02 100
0,000385 0,02 100
0,000077 ' 0,02 11
II/3 0,00385 0,02 100
0,00077 0,02 100'
0,000385 0,02 100
0,000077 0,02 45
( )+ Anzahl Blattläuse
»* Beispiel 10
Einsatz der erfindungsgemäßen Mittel zur Bekämpfung der Getreideblattlaus (Rhopalosiphum padi) an Gerste in Hydrokultur Wintergerste der Sorte Erfa wurde mit der Metallkomplexverbindung H/7 und zum Vergleich mit der Substanz 1/1 in verschiedenen Konzentrationen behandelt.
Die Applikation erfolgte über die Wurzel. Alle Pflanzen, auch diejenigen der Kontrolle, wurden in Lösungen des Nährsalzes F eingestellt. Einen Tag nach der Behandlung wurden pro Testgefäß 25 Jungtiere der Getreideblattlaus Rhopalosiphum padi aufgesetzt. Nach 10 Tagen wurde die Anzahl Aühiden ermittelt und der Wirkunasarari narh Ahhntt ermittelt
Wirkstoff Konzentration (%) Nährsalz F Wirkungsgrad
Nr.- Konz. (%) (%)
Kontrolle — 0,02 0(151)"
1/1 0,0037 0,02 97
0,00185 0,02 100
0,00093 0,02 49
0,00046 0,02 9
II/7 0,0037 0,02 100
0,00185 0,02 90
0,00093 0,02 42
0,00046 0,02 37
( )+ Anzahl Blattläuse
Claims (2)
- Erfindungsanspruch:Makro- und/oder Mikronährstoffe enthaltende Dünger-Symbiontizid-Kombinationen zur pflanzlichen Ernährung und gleichzeitigen Bekämpfung schädlicher Arthropoden, gekennzeichnet dadurch, daß sie neben den an sich bekannten Nährstoffen sowie üblichen Hilfs- und Trägermitteln als zusätzlichen Wirkstoff mindestens ein substituiertes
- 2-Aminobenzimidazol der allgemeinen Formelin derR' eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 C-Atomen, eine Methoxygruppe oder eine gegebenenfalls ein- oder zweifach durch Methylsubstituierte Aminogruppe bedeutet und
R2 und R3, die gleich oder verschieden sein können. Wasserstoff oder Methoxycarbonyl darstellen und wobei anstelle von R2 und R3 das zu R3 benachbarte N-Atom des Aminobenzimidazolringes und das zu R2 benachbarte N-Atom über eine Bis-(methylen)-benzylaminogruppe einen Hexahydro-1,3,5-triazinring bilden können, sofern R1 Methoxy bedeutet oder mindestens eine Metallkomplexverbindung der allgemeinen Formel(Yp - Me)Xq (II),in derY eine Verbindung der allgemeinen Formel IMe ein Metallkation der Metalle Ca, Co, Zn, Mg, Mn, Ni oder FeX ein- oder mehrwertige anorganische oder organische Anionen, vorzugsweise Halogenid, Nitrat, Sulfat, Thiocyanat oder Acetat,ρ dieZahlen 1 bis8und
q die Zahlen 1 bis 6 bedeuten,
enthalten.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD85273712A DD235020A1 (de) | 1985-03-04 | 1985-03-04 | Makro- und/oder mikronaehrstoffe enthaltende duenger - symbiontizid - kombinationen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD85273712A DD235020A1 (de) | 1985-03-04 | 1985-03-04 | Makro- und/oder mikronaehrstoffe enthaltende duenger - symbiontizid - kombinationen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD235020A1 true DD235020A1 (de) | 1986-04-23 |
Family
ID=5565708
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD85273712A DD235020A1 (de) | 1985-03-04 | 1985-03-04 | Makro- und/oder mikronaehrstoffe enthaltende duenger - symbiontizid - kombinationen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD235020A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1995028370A1 (de) * | 1994-04-14 | 1995-10-26 | Bayer Aktiengesellschaft | Insektizide düngemischungen |
-
1985
- 1985-03-04 DD DD85273712A patent/DD235020A1/de not_active IP Right Cessation
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1995028370A1 (de) * | 1994-04-14 | 1995-10-26 | Bayer Aktiengesellschaft | Insektizide düngemischungen |
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