DD242812A1 - Verfahren zur herstellung von phosphonigformyl-aminosaeuren und deren derivaten - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung der bisher unbekannten N-Phosphonigformyl-aminosaeuren und deren Derivaten der Formeln I und II durch Umsetzung von Bis-trimethylsilyl-hypophosphit mit Isocyanato-carbonsaeureestern unter Schutzgas zu Verbindungen der Formel I, die durch nachfolgende partielle oder vollstaendige alkalische Solvolyse in Verbindungen der Formel II ueberfuehrt werden koennen. In den Formeln bedeuten R1 Trimethylsilyl, Wasserstoff, ein Alkalimetall, Ammonium oder substituierten Ammoniumrest; R2 Alkyl von C1 bis C4, Wasserstoff oder ein Alkalimetall; A verzweigte oder unverzweigte, substituierte bzw. unsubstituierte Alkylen von C1 bis C9, Cycloalkylen oder heterocyclischen Rest. Diese Verbindungen koennen als neuartige Zwischenprodukte zur Synthese phosphororganischer Substanzen verwendet werden. N-Phosphonigformyl-aminosaeuren der Formel II besitzen antivirale Eigenschaften. Formeln I und II
Description
in denen
R1 Trimethylsilyl, Wasserstoff, ein Alkalimetall, Ammonium oder substituierten Ammoniumrest R2 Alkyl von Ci bis C4, Wasserstoff öder ein Alkalimetall
A verzweigte oder unverzweigte, substituierte bzw. unsubstituierte Alkylen von Ci bis Cg, Cycloalkylen oder heterocyclischen Rest bedeuten, gekennzeichnet dadurch, daß Bis-(trimethylsilyl)hydrophosphit mit Isocyanatocarbonsäureestern unter Schutzgas zu Verbindungen der Formel I umgesetzt werden, die durch partielle oder vollständige alkalische Solvolyse in
Verbindungen der Formel Il überführt werden
2. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß Bis-trimethylsilyl-hypophosphit mit Isocyanatocarbonsäureestern unter Schutzgas in einem aprotischen Lösungsmittel, wie Diethylether oder Benzen, umgesetzt werden.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von N-Phosphonigformyl-aminosäuren der allgemeinen Formel I und Il
^p-C-HH-A-OOOR^ . ^P-C
; E
in denen
R1 Trimethylsilyl, Wasserstoff, ein Alkalimetall, Ammonium oder substituierten Ammoniumrest R2 Alkyl vonC-i bis C4, Wasserstoff oder ein Alkalimetall
A verzweigte oder unverzweigte, substituierte bzw. unsubstituierte Alkylen von Ci bis Cg, Cycloalkylen oder heterocyclischen Rest bedeuten.
Diese Verbindungen können als neuartige Zwischenprodukte zur Synthese phosphororganischer Substanzen verwendet werden. N-Phosphonigformyl-aminosäuren der Formel Il besitzen antivirale Eigenschaften.
N-Phosphonigformyl-aminosäuren der allgemeinen Formel I und Il sind bisher nicht bekannt. Die naheliegende Umsetzung von Phosphonigameisensäureestern (DDR WP 219199) mit Aminosäureestern führt nicht zu einheitlichen Produkten.
Das Ziel der Erfindung ist die Herstellung von Verbindungen der allgemeinen Formel I und Il in wenigen Reaktionsschritten und nahezu quantitativen Ausbeuten.
Darlegung des Wesens der Erfindung '
Die Aufgabe der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung dieser Verbindungen unter Verwendung stabiler Ausgangs-bzw. Zwischenprodukte.
Es wurde gefunden, daß Bis-trimethylsilyl-hydrophosphit mit Isocyanato-carbonsäureestern unter einer Schutzgasatmosphäre überraschenderweise annähernd quantitativ zu N-[Bis-(trimethylsilyl)phosphonigformyl]aminosäureestern der allgemeinen Formel I umgesetzt werden, die durch partielle oder vollständige alkalische Solvolyse in Verbindungen der Formel Il überführbar
Die Reaktion gemäß Gleichung (1) verläuft unter milden Bedingungen in einer Argon-oder Stickstoffatmosphäre. Es ist unbedingt notwendig. Sauerstoff, Wasser oder andere protonenaktive Stoffe auszuschließen.
+ C=C=K-A-CCOR2 * Ue3SiO^P-C-AH-A-CCOR2 (1)
Die Umsetzungen können ohne Lösungs-oder Verdünnungsmittel durchgeführt werden. Es ist jedoch zweckmäßig zur Vermeidung von Nebenreaktionen und zur besseren Handhabung des extrem sauerstoffempfindlichen Bis-trimethylsilylhypophosphits aprotische Lösungsmittel, wie beispielsweise Diethylether oder Benzen, zu verwenden. Nach Abdestillieren des Lösungsmittels im Vakuum werden die Verbindungen I in hoher Reinheit erhalten.
N-[Bis-(trimethylsilyl)phosphonigformyl]-aminosäureester (I) lassen sich durch Solvolyse mit Alkohol oder Wasser, gemäß Gleichung (2), in die Monosilylester (Ma) oder die freien Phosphonigsäuren (Mb) oder in Gegenwart geeigneter Basen, wie beispielsweise Alkalihydroxide, Alkalialkoholate oder Amine in die entsprechenden Salze der Verbindungen (II) überführen.
3 -ROSiMe3 H'
Ha
N-IBis-itrimethylsilyllphosphonigformyllglycinethylester
Zu 21 g (0,1 Mol) Bis-(trimethylsilyl)hydrophosphit, gelöst in 20ml Diethylether, tropft man unter Argonatmosphäre 12,9g (0,1 Mol) Isocyanato-essigsäureethylester in der Weise, daß die Reaktionstemperatur 350C nicht überschreitet. Nachfolgend wird noch eine Stunde bei Raumtemperatur gerührt und anschließend das Lösungsmittel im Vakuum abdestilliert.
Es entsteht die praktisch analysenreine Titelverbindung in annähernd quantitativer Ausbeute.
32g 94,4% d.Th. (Me3SiO)2P-C(O)-NH-CH2-COOEt ' MG 339,49 31P-NMR 118,1 ppm (s)
N-[Bis-(trimethylsilyl)phosponigformyl]-ß-alaninethylester
21 g (0,1 Mol) Bis-trimethylsilyl-hypophosphit, gelöst in 20ml Benzen, werden langsam mit 14,3g (0,1 Mol) Isocyanatopropionsäureethylester versetzt. Die Temperatur soll dabei 400C nicht übersteigen. Anschließend rührt man eine Stunde bei Raumtemperatur und ertfernt nachfolgend das Lösungsmittel im Vakuum.
Ausbeute: 33,6g 95% d.Th.
(Me3SiO)2P-C(O)-NH-CH2-CH2-COOEt Mg 353,51 31P-NMr 118,2ppm
Analog Beispiel 1 oder 2 werden aus 0,1 Mol Bis-trimethylsilyl-hypophosphit und 0,1 Mol des entsprechenden Isocyanatocarbonsäureesters folgende N-[Bis-(trimethylsilyl)phosphonigformyl]aminosäureester in Ausbeuten von 94% bis 97% erhalten. · .
0 ·
Me ^blO \ „
3 P-C-EH-A-CüGÜt
Men
Tabelle 1: N-[Bis(trimethylsilyl)phosphonigformyl]aminosäureethylester
| Bsp. | A | Summenformel | Mol.-Gew. | 31P-NMR ppm |
| 3 4 5 | -CH-CH3 —CH-CH2CH2CH3 -OH-CH2-CH2-COOEt | C12H28O5Si2NP Ci4H32O5Si2NP Ci6H34O7Si2NP | 353,51 381,57 439,60 | 118,4 117,7 118,9 |
| 6 | -CH-CH2 | C18H32O6Si2NP | 429,61 | 123,2 |
| 7 8 9 | -(CH2J5- -CH-CH2-COOEt -CH-CH2-CH2-S-CH3 | C15H34O5Si2NP Ci5H32O7Si2NP C14H32O5Si2NP | 395,59 425,58 413,63 | 120,0 123,2 127,5 |
N-iPhosphonigformyO-glycin-dinatriumsalz-Tetrahydrat
zu 21g (0,1 Mol) Bis(trimethylsilyl)-hypophosphit, gelöst in 20ml Diethylether, werden unter Argon 12,9g (0,1 Mol) Isocyanatoessigsäureethylester getropft, so daß die Reaktionstemperatur 300C nicht überschreitet. Nach dem Abklingen der exothermen Reaktion wird noch eine weitere Stunde gerührt und anschließend das Lösungsmittel im Vakuum abdestilliert. Der resultierende N-IBisftrimethylsilyDphosphonigformylJglycinethylester wird ohne weitere Reinigung in eine auf -50C gekühlte Natronlauge, bereitet aus 8 g NaOH und 25ml Wasser getropft. Anschließend wird im Vakuum von leichtflüchtigen Bestandteilen befreit und der anfallende weiße, kristalline Feststoff getrocknet
Ausbeute: 28,0g C3H4O5Na2NP χ 4H2O MG 283,08
O O
'P-C-SH-CH2-COOMa χ 4 HgO
P-NMR 5,3ppm (d,JP.H548Hz)
| Analysen % | C | H | N | P |
| ber. | 12,72 | 4,27 | 4,94 | 10,94 |
| gef. | 12,61 | 4,39 | 4,78 | 10,69 |
Analog Beispiel 10 werden nach Hydrolyse mit jeweils der äquivalenten Menge Natronlauge folgende N-(Phosphonigformyl)aminosäurenatriumsalze erhalten, die als Tetra- bzw. Hexahydrate annähernd quantitativ anfallen.
VaO ° °
i\aO\ „ „ .
P-C-NH-A-COOKa-
| Bsp. | A | Summenf. | Mol.-Gew. | ppm Jp.nHz | 554 |
| 11 | —CH2— Cri2~~ | C4H6O5NNa2Px4H2O | 303,06 | 5,1 | 546 |
| 12 | -CH-CH3 | C4H6O5NNa2P x 4 H2O | 303,06 | 5,8 | 546 |
| 13 | -OH-CH2-CH2-CH3 | C6H10O5NNa2P x 4H2O | 331,12 | 5,8 | 524 |
| 14 | -^H-CH2-CH2COONa | C6H7O7NNa3P x 6 H2O | 413,15 | 7,2 | 542 |
| 15 | -CCH-CH2-Cs) | C10H10O5NNa2P χ 4H2O | 373,2 | 5,1 | 554 |
| 16 | -(CH2I5- | C7H12O5NNa2P x 4H2O | 339,18 | 5,7 | 546 |
| 17 | -CH-CH2-COONa | C5H5O7NNa3P x 6 H2O | 399,94 | 5,8 | 542 |
| 18 | -CH-CH2-CH2-S-CH3 | C6H10O5NSNa2P χ 4 H2O | 363,18 | 5,8 | |
Claims (1)
- Erfindungsanspruch:Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von N-Phosphonigformyl-aminosäuren und deren Derivaten der allgemeinen Formel I und Ilr-C-ivH-Ä-COCR^ P-C-tfH-A-COOR^IIίνιβτώιΟ-*" Η'
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD28305185A DD242812A1 (de) | 1985-11-21 | 1985-11-21 | Verfahren zur herstellung von phosphonigformyl-aminosaeuren und deren derivaten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD28305185A DD242812A1 (de) | 1985-11-21 | 1985-11-21 | Verfahren zur herstellung von phosphonigformyl-aminosaeuren und deren derivaten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD242812A1 true DD242812A1 (de) | 1987-02-11 |
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ID=5573218
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD28305185A DD242812A1 (de) | 1985-11-21 | 1985-11-21 | Verfahren zur herstellung von phosphonigformyl-aminosaeuren und deren derivaten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD242812A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP4410856A1 (de) * | 2023-01-31 | 2024-08-07 | Covestro Deutschland AG | Isocyanat-reaktive und isocyanat-terminierte phosphanylcarboxamide sowie deren herstellung und verwendung zur herstellung von phosphorhaltigen polyurethanen und polyisocyanuraten |
-
1985
- 1985-11-21 DD DD28305185A patent/DD242812A1/de not_active IP Right Cessation
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP4410856A1 (de) * | 2023-01-31 | 2024-08-07 | Covestro Deutschland AG | Isocyanat-reaktive und isocyanat-terminierte phosphanylcarboxamide sowie deren herstellung und verwendung zur herstellung von phosphorhaltigen polyurethanen und polyisocyanuraten |
| WO2024160659A1 (de) * | 2023-01-31 | 2024-08-08 | Covestro Deutschland Ag | Isocvanat-reaktive und isocyanat-terminierte phosphanylcarboxamide sowie deren herstellung und verwendung zur herstellung von phosphorhaltigen polyurethanen und polyisocvanuraten |
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