DD242812A1 - Verfahren zur herstellung von phosphonigformyl-aminosaeuren und deren derivaten - Google Patents

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DD242812A1
DD242812A1 DD28305185A DD28305185A DD242812A1 DD 242812 A1 DD242812 A1 DD 242812A1 DD 28305185 A DD28305185 A DD 28305185A DD 28305185 A DD28305185 A DD 28305185A DD 242812 A1 DD242812 A1 DD 242812A1
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trimethylsilyl
formula
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phosphonigformyl
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DD28305185A
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Kurt Issleib
Arno Balszuweit
Beate Stiebitz
Werner Moegelin
Juergen Reefschlaeger
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Univ Halle Wittenberg
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung der bisher unbekannten N-Phosphonigformyl-aminosaeuren und deren Derivaten der Formeln I und II durch Umsetzung von Bis-trimethylsilyl-hypophosphit mit Isocyanato-carbonsaeureestern unter Schutzgas zu Verbindungen der Formel I, die durch nachfolgende partielle oder vollstaendige alkalische Solvolyse in Verbindungen der Formel II ueberfuehrt werden koennen. In den Formeln bedeuten R1 Trimethylsilyl, Wasserstoff, ein Alkalimetall, Ammonium oder substituierten Ammoniumrest; R2 Alkyl von C1 bis C4, Wasserstoff oder ein Alkalimetall; A verzweigte oder unverzweigte, substituierte bzw. unsubstituierte Alkylen von C1 bis C9, Cycloalkylen oder heterocyclischen Rest. Diese Verbindungen koennen als neuartige Zwischenprodukte zur Synthese phosphororganischer Substanzen verwendet werden. N-Phosphonigformyl-aminosaeuren der Formel II besitzen antivirale Eigenschaften. Formeln I und II

Description

in denen
R1 Trimethylsilyl, Wasserstoff, ein Alkalimetall, Ammonium oder substituierten Ammoniumrest R2 Alkyl von Ci bis C4, Wasserstoff öder ein Alkalimetall
A verzweigte oder unverzweigte, substituierte bzw. unsubstituierte Alkylen von Ci bis Cg, Cycloalkylen oder heterocyclischen Rest bedeuten, gekennzeichnet dadurch, daß Bis-(trimethylsilyl)hydrophosphit mit Isocyanatocarbonsäureestern unter Schutzgas zu Verbindungen der Formel I umgesetzt werden, die durch partielle oder vollständige alkalische Solvolyse in
Verbindungen der Formel Il überführt werden
2. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß Bis-trimethylsilyl-hypophosphit mit Isocyanatocarbonsäureestern unter Schutzgas in einem aprotischen Lösungsmittel, wie Diethylether oder Benzen, umgesetzt werden.
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von N-Phosphonigformyl-aminosäuren der allgemeinen Formel I und Il
^p-C-HH-A-OOOR^ . ^P-C
; E
in denen
R1 Trimethylsilyl, Wasserstoff, ein Alkalimetall, Ammonium oder substituierten Ammoniumrest R2 Alkyl vonC-i bis C4, Wasserstoff oder ein Alkalimetall
A verzweigte oder unverzweigte, substituierte bzw. unsubstituierte Alkylen von Ci bis Cg, Cycloalkylen oder heterocyclischen Rest bedeuten.
Diese Verbindungen können als neuartige Zwischenprodukte zur Synthese phosphororganischer Substanzen verwendet werden. N-Phosphonigformyl-aminosäuren der Formel Il besitzen antivirale Eigenschaften.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
N-Phosphonigformyl-aminosäuren der allgemeinen Formel I und Il sind bisher nicht bekannt. Die naheliegende Umsetzung von Phosphonigameisensäureestern (DDR WP 219199) mit Aminosäureestern führt nicht zu einheitlichen Produkten.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung ist die Herstellung von Verbindungen der allgemeinen Formel I und Il in wenigen Reaktionsschritten und nahezu quantitativen Ausbeuten.
Darlegung des Wesens der Erfindung '
Die Aufgabe der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung dieser Verbindungen unter Verwendung stabiler Ausgangs-bzw. Zwischenprodukte.
Es wurde gefunden, daß Bis-trimethylsilyl-hydrophosphit mit Isocyanato-carbonsäureestern unter einer Schutzgasatmosphäre überraschenderweise annähernd quantitativ zu N-[Bis-(trimethylsilyl)phosphonigformyl]aminosäureestern der allgemeinen Formel I umgesetzt werden, die durch partielle oder vollständige alkalische Solvolyse in Verbindungen der Formel Il überführbar
Die Reaktion gemäß Gleichung (1) verläuft unter milden Bedingungen in einer Argon-oder Stickstoffatmosphäre. Es ist unbedingt notwendig. Sauerstoff, Wasser oder andere protonenaktive Stoffe auszuschließen.
+ C=C=K-A-CCOR2 * Ue3SiO^P-C-AH-A-CCOR2 (1)
Die Umsetzungen können ohne Lösungs-oder Verdünnungsmittel durchgeführt werden. Es ist jedoch zweckmäßig zur Vermeidung von Nebenreaktionen und zur besseren Handhabung des extrem sauerstoffempfindlichen Bis-trimethylsilylhypophosphits aprotische Lösungsmittel, wie beispielsweise Diethylether oder Benzen, zu verwenden. Nach Abdestillieren des Lösungsmittels im Vakuum werden die Verbindungen I in hoher Reinheit erhalten.
N-[Bis-(trimethylsilyl)phosphonigformyl]-aminosäureester (I) lassen sich durch Solvolyse mit Alkohol oder Wasser, gemäß Gleichung (2), in die Monosilylester (Ma) oder die freien Phosphonigsäuren (Mb) oder in Gegenwart geeigneter Basen, wie beispielsweise Alkalihydroxide, Alkalialkoholate oder Amine in die entsprechenden Salze der Verbindungen (II) überführen.
3 -ROSiMe3 H'
Ha
Ausführungsbeispiele: Beispiel 1
N-IBis-itrimethylsilyllphosphonigformyllglycinethylester
Zu 21 g (0,1 Mol) Bis-(trimethylsilyl)hydrophosphit, gelöst in 20ml Diethylether, tropft man unter Argonatmosphäre 12,9g (0,1 Mol) Isocyanato-essigsäureethylester in der Weise, daß die Reaktionstemperatur 350C nicht überschreitet. Nachfolgend wird noch eine Stunde bei Raumtemperatur gerührt und anschließend das Lösungsmittel im Vakuum abdestilliert.
Es entsteht die praktisch analysenreine Titelverbindung in annähernd quantitativer Ausbeute.
32g 94,4% d.Th. (Me3SiO)2P-C(O)-NH-CH2-COOEt ' MG 339,49 31P-NMR 118,1 ppm (s)
Beispiel 2
N-[Bis-(trimethylsilyl)phosponigformyl]-ß-alaninethylester
21 g (0,1 Mol) Bis-trimethylsilyl-hypophosphit, gelöst in 20ml Benzen, werden langsam mit 14,3g (0,1 Mol) Isocyanatopropionsäureethylester versetzt. Die Temperatur soll dabei 400C nicht übersteigen. Anschließend rührt man eine Stunde bei Raumtemperatur und ertfernt nachfolgend das Lösungsmittel im Vakuum.
Ausbeute: 33,6g 95% d.Th.
(Me3SiO)2P-C(O)-NH-CH2-CH2-COOEt Mg 353,51 31P-NMr 118,2ppm
Beispiel 3 bis 9
Analog Beispiel 1 oder 2 werden aus 0,1 Mol Bis-trimethylsilyl-hypophosphit und 0,1 Mol des entsprechenden Isocyanatocarbonsäureesters folgende N-[Bis-(trimethylsilyl)phosphonigformyl]aminosäureester in Ausbeuten von 94% bis 97% erhalten. · .
0 ·
Me ^blO \ „
3 P-C-EH-A-CüGÜt
Men
Tabelle 1: N-[Bis(trimethylsilyl)phosphonigformyl]aminosäureethylester
Bsp. A Summenformel Mol.-Gew. 31P-NMR ppm
3 4 5 -CH-CH3 —CH-CH2CH2CH3 -OH-CH2-CH2-COOEt C12H28O5Si2NP Ci4H32O5Si2NP Ci6H34O7Si2NP 353,51 381,57 439,60 118,4 117,7 118,9
6 -CH-CH2 C18H32O6Si2NP 429,61 123,2
7 8 9 -(CH2J5- -CH-CH2-COOEt -CH-CH2-CH2-S-CH3 C15H34O5Si2NP Ci5H32O7Si2NP C14H32O5Si2NP 395,59 425,58 413,63 120,0 123,2 127,5
Beispiel 10
N-iPhosphonigformyO-glycin-dinatriumsalz-Tetrahydrat
zu 21g (0,1 Mol) Bis(trimethylsilyl)-hypophosphit, gelöst in 20ml Diethylether, werden unter Argon 12,9g (0,1 Mol) Isocyanatoessigsäureethylester getropft, so daß die Reaktionstemperatur 300C nicht überschreitet. Nach dem Abklingen der exothermen Reaktion wird noch eine weitere Stunde gerührt und anschließend das Lösungsmittel im Vakuum abdestilliert. Der resultierende N-IBisftrimethylsilyDphosphonigformylJglycinethylester wird ohne weitere Reinigung in eine auf -50C gekühlte Natronlauge, bereitet aus 8 g NaOH und 25ml Wasser getropft. Anschließend wird im Vakuum von leichtflüchtigen Bestandteilen befreit und der anfallende weiße, kristalline Feststoff getrocknet
Ausbeute: 28,0g C3H4O5Na2NP χ 4H2O MG 283,08
O O
'P-C-SH-CH2-COOMa χ 4 HgO
P-NMR 5,3ppm (d,JP.H548Hz)
Analysen % C H N P
ber. 12,72 4,27 4,94 10,94
gef. 12,61 4,39 4,78 10,69
Beispiel 11 bis 18
Analog Beispiel 10 werden nach Hydrolyse mit jeweils der äquivalenten Menge Natronlauge folgende N-(Phosphonigformyl)aminosäurenatriumsalze erhalten, die als Tetra- bzw. Hexahydrate annähernd quantitativ anfallen.
VaO ° °
i\aO\ „ „ .
P-C-NH-A-COOKa-
Bsp. A Summenf. Mol.-Gew. ppm Jp.nHz 554
11 —CH2— Cri2~~ C4H6O5NNa2Px4H2O 303,06 5,1 546
12 -CH-CH3 C4H6O5NNa2P x 4 H2O 303,06 5,8 546
13 -OH-CH2-CH2-CH3 C6H10O5NNa2P x 4H2O 331,12 5,8 524
14 -^H-CH2-CH2COONa C6H7O7NNa3P x 6 H2O 413,15 7,2 542
15 -CCH-CH2-Cs) C10H10O5NNa2P χ 4H2O 373,2 5,1 554
16 -(CH2I5- C7H12O5NNa2P x 4H2O 339,18 5,7 546
17 -CH-CH2-COONa C5H5O7NNa3P x 6 H2O 399,94 5,8 542
18 -CH-CH2-CH2-S-CH3 C6H10O5NSNa2P χ 4 H2O 363,18 5,8

Claims (1)

  1. Erfindungsanspruch:
    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von N-Phosphonigformyl-aminosäuren und deren Derivaten der allgemeinen Formel I und Il
    r-C-ivH-Ä-COCR^ P-C-tfH-A-COOR^
    II
    ίνιβτώιΟ-*" Η'
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP4410856A1 (de) * 2023-01-31 2024-08-07 Covestro Deutschland AG Isocyanat-reaktive und isocyanat-terminierte phosphanylcarboxamide sowie deren herstellung und verwendung zur herstellung von phosphorhaltigen polyurethanen und polyisocyanuraten

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EP4410856A1 (de) * 2023-01-31 2024-08-07 Covestro Deutschland AG Isocyanat-reaktive und isocyanat-terminierte phosphanylcarboxamide sowie deren herstellung und verwendung zur herstellung von phosphorhaltigen polyurethanen und polyisocyanuraten
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