DD247009A5 - Peptide, enthaltend eine aliphatisch-aromatische keton-seitenkette - Google Patents

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DD247009A5
DD247009A5 DD86287247A DD28724786A DD247009A5 DD 247009 A5 DD247009 A5 DD 247009A5 DD 86287247 A DD86287247 A DD 86287247A DD 28724786 A DD28724786 A DD 28724786A DD 247009 A5 DD247009 A5 DD 247009A5
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Jean E F Rivier
Alec H Anderson
Wylie W Vale
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Peptidhormons, das die Sekretion von Gonadotropinen durch die Hypophyse reguliert und die Freisetzung von Steroiden durch die Gonaden entweder foerdert oder inhibiert fuer die Anwendung als Antikonzeptionsmittel. Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung von Peptidhormonen mit staerkerer Wirkung. Erfindungsgemaess wird ein GnRH-Antagonistenpeptid der FormelXR1(W)DPheR3R4R5R6(V)R7ArgProR10hergestellt, worin beispielsweise bedeuten: X Wasserstoff oder eine Acylgruppe mit bis zu 7 Kohlenstoffatomen; R1 DehydroPro, Pro, DpGlu u. a.; W F, Cl, Cl2, Br u. a.; R3 DTrp, D3PAL u. a.; R4 Ser, Orn, AAL oder aBu; R5 Tyr, Arg, (3F)Phe u. a.; R6 DGlu, DHgl, DAsp; R7 Leu, NML, Nle, Nva; R10 GlyNH2, DAlaNH2, NHY, Y niederes Alkyl, Cycloalkyl, Fluor-niederes Alkyl u. a.; V aromatischer Komponentenanteil eines aus der Carboxylgruppen-Seitenkette von R6 und einer aus der Klasse Z nach obiger Definition ausgewaehlten Verbindung gebildeten Ketons ist.

Description

X-R1-(W)D-Phe-R3-R4-Rs-R6(V)-R7-Arg-Pro-R1o
gekennzeichnet dadurch, daß X Wasserstoff oder eine Acylgruppe mit 7 oder weniger Kohlenstoffatomen ist; R1 Dehydro-Pro, Pro, D-pGlu, D-Phe- D-Trp oderß-D-NAList; Wgleich F, Cl, Cl2, Br, NO2oder CaMe/CI ist; R3 D-Trp, D-3 PAL, (Nin For)D-Trp oder D-Trp ist, das in der 5- oder 6-Stellung mit NO2, NH2, OCH3, F, Cl, Broder CH3 substituiert ist; R4 Ser, Orn, AAL oder aBu ist; R5Tyr, Arg, (3F)Phe, (2F)Phe, (3l)Tyr, (3CH3)Phe, (2CH3)Phe, (3CI)Phe oder (2CI)Phe ist; R6 D-GIu, D-HgI oder D-Asp ist; R7 Leu, NML, Nie oder Nva ist; R10 GIy-NH2, D-AIa-NH2 oder NH-Y ist, wobei Y niederes Alkyl, Cycloalkyl, Fluor-niederes Alkyl oder NHCONQ ist, worin Q H oder niederes Alkyl darstellt; und V ein aromatischer Komponentenanteil eines aus der Carboxylgruppe'n-Seitenkettevon R6 und einer aus der Klasse Z' nach obiger Definition ausgewählten Verbindung gebildeten Ketons ist.
3. Verfahren nach Punkt 2, gekennzeichnet dadurch, daß R6D-GIu ist. , ·
4. Verfahren nach Punkt 2 oder 3, gekennzeichnet dadurch, daß V C6H4OCH3 ist.
5. Verfahren nach Punkt 2, gekennzeichnet dadurch, daß R6 D-HgI ist und V C6H4OCH3 ist.
6. Verfahren nach Punkt 2, gekennzeichnet dadurch, daß es die folgende Formel betrifft: Ac-/3-D-2NAL-(4CI)D-phe-D-3PAL-Ser-Arg-D-Glu(CeH4OCH3)-Leu-Arg-Pro-D-Ala-NH2.
7. Verfahren nach Punkt 2, gekennzeichnet dadurch, daß es die folgende Formel betrifft: Ac-Dehydro-Pro-(4F)-D-Phe-/3-D-2NAL-Ser-Tyr-D-Glu(C6H4OCH3)-Leu-Arg-Pro-Gly-NH2.
8. Verfahren nach Punkt 1 zur Herstellung eines GnRH-Agonisten-Peptids mit der Formel:
RrHis-Trp-Ser-Tyr-R6(V)-Leu-Arg-Pro-Rio,
gekennzeichnet dadurch, daß Ri pGlu oder Formyl-Pro ist, R6 D-glu- D-HgI oder D-Asp ist; Ri0 GIy-NH2, D-AIa-NH2 oder NH-Y . ist, wobei Y niederes Alkyl oder Fluor-niederes Alkyl ist; und V ein aromatischer Komponententeil eines Ketons ist, das von einer aus Klasse Z' naqh obiger Definition ausgewählten Verbindung gebildet wird.
9. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß das Peptid die folgende Formel: pGlu-His-Trp-Ser-Tyr-D-Glu-. (C6H4OCH3)-Leu-Arg-Pro-Gly-NHCH2CH3hat.
10. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Behandlung bei einer Temperatur von etwa 200C oder darüber ausgeführt wird.
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Peptidhormons, das nicht größer als 50 Reste ist, mit einem Glutaminsäure-, einem Homoglutaminsäure- oder einem Asparaginsäurerest an einer Nicht-Terminusstelle seiner Hauptkette, wobei die Seitenkette des Restes ein in einer aromatischen Gruppe endendes gemischtes Alkylketon bildet und das die Abgabe von Gonadotropinen beeinflußt oder die Abgabe von GH durch die Hypophyse bei Säugetieren inhibiert. Insbesondere betrifft die Erfindung Peptide, die eine verbesserte biologische Stärke zur Förderung oder Inhibition der Gonadenfunktion, oder eine verbesserte biologische Wirksamkeit zur Inhibition der Abgabe von GH haben.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Die Hypophyse ist durch einen Stiel mit dem aus Hypothalamus bekannten Bereich in der Gehirnbasis verbunden. Vor allem werden das Follikelstimulationshormon (FSH) und das luteogene Hormon (LH), manchmal als Gonadotropine oder gonadotrope Hormone bezeichnet, von der Hypophyse abgegeben. Diese Hormone regulieren in Kombination das Funktionieren der Gonaden zur Erzeugung von Testosteron in den Hoden und Progesteron und Estrogen in den Eierstöcken, und sie regulieren außerdem die Erzeugung und Reifung von Gameten (Geschlechtszellen). Wachstumshormon (GH) wird gleichfalls von der Hypophyse abgegeben. v
Die Abgabe eines Hormons durch den vorderen Lappen der Hypophyse erfordert im allgemeinen die vorausgehende Abgabe einer anderen Klasse von Hormonen, die vom Hypothalamus erzeugt werden. Eines der Hypothalamus-Hormone wirkt als ein
Faktor, der die Abgabe von gonadotropen Hormonen, vor allem LH, auslöst, und dieses Hormon wird hier als GnRH bezeichnet, obwohl es auch LH-RH und LRF genannt wurde. GnRH wurde-teoliert und als ein Decapeptid mit folgender Struktur: pGlu-His-Trp-Ser-Tyr-Gly-Leu-Arg-Pro-Gly-NH2 charakterisiert.
Peptide sind Verbindungen, die zwei oder mehr Aminosäuren enthalten, in denen die Carboxylgruppe einer Säure an die Aminogruppe der anderen Säure angefügt ist. Die Formel für GnRH,wie sie oben vorgestellt wurd-e, stimmt mit der üblichen Darstellung von Peptiden überein, bei denen der Amino- oder N-Terminus links erscheint und der Carboxyl- oder C-Terminus rechts. Die Stellung des Aminosäurerestes wird durch die Numerierung der-Aminosäurereste von links nach rechts identifiziert. Im Falle von GnRH wurde der Hydroxylanteil der Carboxylgruppe von Glycin durch eine Aminogruppe (NH2) ersetzt. Die Abkürzungen für die einzelnen obigen Aminosäurereste sind herkömmlich und basieren auf dem Trivialnamen der Aminosäure,-ζ. B. pGlu ist Pyroglutaminsäure, His ist Histidin, Trp ist Tryptophan, Ser ist Serin, Tyr ist Tyrosin, GIy ist Glycin, Leu ist Leucin, Orn ist Ornithin, Arg ist Arginin, Lys ist Lysin, Cys ist Cysin,Asn ist Aparginin,Thr ist Threonin, Pro ist Prolin, Phe ist Phenylalanin, GIu ist Glutaminsäure, Asp ist Asparaginsäure und AIa ist'Alanin. Außer bei Glycin haben die Aminosäuren der erfindungsgernäßeri Peptide die L-Konfiguration, wenn nichts anderes angegeben ist. ' '
Durch die Substitution einer D-Aminosäure für GIy in der B-Stellung des GnRH-Decapeptids oder Nonapeptids entsteht ein GnRH-Analogon, das eine wesentlich stärkere Bindungsaffinität besitzt und daher zur Erzeugung von Agonisten sowie auch Antagonisten mitstärkererWirksamkeitbenutztwerden kann. Die Substitution einerEthylamidkomponenteoderdergieichenfür GIy-NH2 am C-Terminus ergibt Agonisten mit stärkerer Wirksamkeit. Es sind andere Substitutionen im gesamten GnRH-Decapeptid bekannt, die Antagonisten erzeugen, die eine inhibierende Wirkung auf die Abgabe von LH und anderen Gonadotropinen durch die Hypophyse von Säugetieren haben. Eine solche abgebende oder inhibierende Wirkung wird erzielt, wenn das GnRH-Analogon einem Säugetier intravenös, subkutan, intramuskulär, oral, perkutan, z. B. intranasal, intravaginal oder in verzögerten oder Formulierungen mit zeitlich festgelegter Freisetzung verabreicht wird.
Es gibt Gründe für eine erwünschte Verhinderung der Ovulation bei weiblichen Säugetieren, und die Verabreichung von GnRH-Analoga, d[e zur normalen Funktion von GnRH antagonistisch sind, oder von großen Dosen von Agonisten von GnRH wurde zur Unterdrückung oder Verzögerung der Ovulation angewandt. Aus diesem Grunde werden solche Analoga von GnRH auf ihre mögliche Verwendung als empfängnisverhütende Mittel oder zur Regulierung der Konzeptionsperioden hin untersucht. GnRH-Antagonisten können auch für die Behandlung von frühzeitiger Pubertät und Endometriose verwendet werden. Solche Antagonisten haben sich auch als brauchbar für die Regulierung der Sekretion von Gonadotropinen bei männlichen Säugetieren erwiesen, und sie können zur Hemmung der Samenbildung, z. B. als männliche Kontrazeptiva, und für die Behandlung von Hypertrophie der Prostata eingesetzt werden.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung von verbesserten Peptiden, die stärkere Analoga von GnRH sind.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, verbesserte GnRH-Analoga zur Verfügung zu stellen, von denen einige stark antagonistisch gegenüber GnRH sind und eine inhibierende Wirkung auf den Fortpflanzungsprozeß von Säugetieren haben, und andere, die mögliche Agonisten von GnRH sind.
Erfindungsgemäß wurden im allgemeinen GnRH-Peptide synthetisiert, die eine stärkere Bindungswirksamkeit haben, weil sie einen Rest mit einer aliphatischen-aromatischen Keton-Seitenkette in der 6-Stellung enthalten, die aber wirtschaftlich unter Verwendung von verhältnismäßig billigen Stoffen synthetisiert werden können. Die GnRH-Antagonisten inhibieren stark die Sekretion von Gonadotropinen durch die Hypophyse von Säugetieren, einschließlich Menschen, und/oder inhibieren die Abgabe von Steroiden durch die Geschlechtsdrüsen. Diese Peptide sind Analoga von GnRH, worin eine D-lsomer-alpha-Aminosäure, die eine Carboxyl-enthaltene Seitenkette aufweist, ζ. B. D-GIu, D-HgI oder D-Asp, ursprünglich in der 6-Stellung vorhanden ist; die Seitenketten-Carboxylgruppe dieses Restes wird anschließend über die Bildung einer Seitenketten-Acylimion-Zwischenverbindung von der Carboxylgruppe in ein gemischtes Alkylketon umgewandelt, was bei der Behandlung mit HF oder einer äquivalenten Säure, z.B. einer geeigneten Lewis-Säure, erfolgt. Bei dieser gemischten Alkyl-keton-Seitenkette sollte es sich um eine mit einer aromatischen Komponente endende handeln. Unter gemischtem Alkylketon ist im Sinne dieser Anmeldung ein Keton zu verstehen, das eine Alkylgruppe und eine Nicht-Alkylgruppe enthält. Unter aromatisch ist im Sinne der Anmeldung eine resonante carbocyclische oder heterocyclische Gruppe zu verstehen, wie die von Anisol, Indol, Furan, Alkylpyrrol oderThiophen abgeleitete. Unter HgI ist eine Alpha-Aminoadipinsäure zu verstehen, die auch als Homoglutaminsäure bezeichnet wird.
Außerdem enthalten die GnRH-Antagonisten eine i-Stelluhg-Substitution, wie D-pGlu, Dehydro-Pro, Pro, halogenierte D-Phe, D-Trp oder /3-(2-Naphthyl)-D-Alanin (anschließend ß-D-2 NAL), eine substituierte (vorzugsweise halogenierte) D-Phe in der .2-Stellung, eine 3-Stellungs-Substitution, eine wahlweise Substitution einer Diaminosä'ure mit nicht mehr als 5 Kohlenstoffatomen in der 4-Stellung, eine wahlweise Substitution in der 5-Stellung in Form einer halogenierten L-Phe, eines halogenierten L-TyroderL-Arg, und wahlweise Substitutionen in den?- und 10-Stellungen. Der 1-Stellungs-Substituentist, außer bei D-pGlu, vorzugsweise so modifiziert, daß seine Alpha-Aminogruppe eine Acylgruppe enthält, wie Formyl (For), Acetyl (Ac), Acrylyl (Acr), Vinylacetyl (Vac) oder Benzoyl (Bz), wobei Ac und Acr bevorzugt werden. Durch modifiziertes D-Trpo in der 3-Stellung wird verstärkte antagonistische Aktivität infolge der spezifischen, in dem Indolring vorhandenen Modifikationen geschaffen. Einzelne Substitutionen für Wasserstoff werden entweder in der 5- oder 6-Stellung vorgenommen, und die Substitutionen werden unter Chlor, Fluor, Brom, Methyl, Amino, Methoxy und Nitro ausgewählt, wobei Chlor, Fluor und Nitro bevorzugt werden. Der Indol-Stickstoff kann auch acyliert sein, z. B. mit Formyl (N"1 For- oder 1 For-) oder mit Acetyl. Ein anderer 3-Stellungs-Substituent ist D-PAL, der für D-Alanin steht, das durch Pyridyl am /3-Kohlenstoffatom substituiert ist, wobei die Anfügung an die 2-, 3- oder4-Position am Pyridinring erfolgt, wobei D-3PAL bevorzugt wird. Wie oben erläutert, werden die Substitutionen in den 4-, 7- und 10-Stellungen im allgemeinen als wahlweise angesehen. Bei Substitution ist die 10-Stellung vorzugsweise D-AIa-NH2.
Da diese Peptide die Abgabe von LH sehr wirksam inhibieren, werden sie als GnRH-Antagonisten bezeichnet. Die Peptide inhibieren die Ovulation bei weiblichen Säugetieren, wenn sie in sehr geringen Mengen proöstrous verabreicht werden, und sie können auch zur wirksamen Resorption befruchteter Eier bei kurz nach der Konzeption erfolgter Verabreichung führen. Diese Peptide sind auch zur kontrazeptiven Behandlung männlicher Säugetieren wirksam.
Die verbesserten GnRH-Agonisten haben einen ähnlichen Rest in der 6-Stellung und können wahlweise Substitutionen in der 1-Stellung, vorzugsweise Formyl Pro, und in der 10-Steliung, vorzugsweise-NHCH2CH3I-NHEt), aufweisen. Andere Peptidhormone, die gleichfalls einen solchen Rest mit einer aliphatischen-aromatischen Seitenkette an einer kritischen, im allgemeinen zentralen Stelle aufweisen, wodurch sich eine erhöhte Bindungsaffinität an den Rezeptor für dieses Hormon ergibt, können synthetisiert werden. .
Genauer gesagt werden die erfindungsgemäßen Peptide vom Standpunkt eines GnRH-Antagonisten aus durch die folgende. Formel !dargestellt: X-R1-(W)D-PhIe-R3-R4-R5-Re(V)-R7-A^-PrO-R10, worin X Wasserstoff oder eine Acy !gruppe mit 7 oder weniger Kohlenstoffatomen ist; R1 Dehydro-Pro, Pro, D-pGlu, D-Phe, D-Trp oder/3-D-NAL ist; Wgleich F, Cl, Cl2, Br, NO2 oder C Me/Cl ist; R3 D-PAL, D-Trp, (Nin For)D-Trp oder Trp ist; das in der 5- oder 6-Stellung mit NO2, NH2, OCH3, F, Cl, Br oder CH3 substituiert ist; R4 Ser, Om, AAL, oder aBu ist; R5 Tyr, Arg, (3F)Phe, (2F)Phe, (3l)Tyr, (3CH3)Phe, 2CH3)Phe, (3Ci)Phe oder (2CI)Phe ist; R6 D-GIu, D-HgI oder D-Asp ist; R7 Leu, NML, Nie oder Nva ist; R10 GIy-NH2, D-AIa-NH2 doer NH-Y ist, wobei Y niederes Alkyl, Cycloalkyl, Fluor-niederes Alkyl oder NHCONHQ ist, wobei Q gleich H oder niederes Alkyl ist; und V ein aromatischer Komponentenanteil eines Ketons ist, der aus der Carboxylgruppe-Seitenkette von R6 und einer Verbindung gebildet ist, die aus der Klasse Z' ausgewählt ist, die umfaßt.
Ethylbenzen, Propylbenzen, Isopropylbenzen, Butylbenzen, s-Butylbenzen, Isobutylbenzen, t-Butylbenzen, Amylbenzen, 1-Methylbutylbenzen, 1-Ethylpropylbenzen, 3-Methylbutylbenzen, 1,1-Dimethylpropylbenzen, Hexylbenzen, Heptylbenzen, 2-Ethylhexylbenzen, Octylbenzen, Nonylbenzen, Decylbenzen, Dodecylbenzen, Tetradecylbenzen, Hexadecylbenzen, Octadecylbenzen, Cyclopropylbenzen, Cyciopentylbenzen, Cyclohexylbenzen, W-AcyloxycyclohexyO-benzen^S-Methyl-B-phenyl-cyclohex-2-enon, o-Xylen, m-Xylen, p-Xylen, m-Ethyltoluen, p-Ethyltoluen, o-Propyltoluen, m-Propyltoluen, m-Cymen, p-Propyltoluen, p-Cymen, m-s-Butyltoluen,
p-s-Butyltoluen, m-t-Butyltoluen, p-Dodecyltoluen, p-Diethylbenzen, m-t-Butylethylbenzen, p-t-Butylethylbenzen, m-Diisopropylbenzen, p-Diisopropylbenzen, p-Dibutylbehzen, p-Di-s-butylbenzen, p-Di-t-butylbenzen, p-Di-(1-methylbutyl)benzen, Indan (Indan oder Hydrinden), 5-Methylindan, 6-t-Butylindan, 2-Benzylindan, Dialkylindan, Trialkylindan, Tetraalkylindan, Pentaalkylindan, Hexaalkylindan, Heptaalkylindap, 1-Carboethoxyindan, Tetralin, 6-Methyltetralin, 6-Ethyltetralin, 6-Butyltetralin, 6-Hexyltetralin, 6-Cyclohexyltetralin, Dialkyltetralin, Tetraalkyltetralin, Pentaalkyltetralin, 7-Ethyl-i-carboethoxymethyltetralin, 2-Phenyltetralin, Hemimelliten, Pseudocumen, Mesitylen, Prehniten, Isoduren, Duren, Pentamethylbenzen, Ethyl-1,4-xylen, 4-Ethyl-1,3-xylen, 2-Propyl-1,4-xylen, 2-lsopropyl-1,4-xyien, 4-Propyl-1,2-xylen, 4-Propyl-1,3-xylen, 2-lsobutyl-1,4-xylen, 5.-6-Butyl-1,3-xylen, 2-t-Amyl-4-isopropyltoluen,Trialkylbenzen,4-Benzyl-1,3-xylen, 3,4,5,1.1-Tetrahydroacenaphthen, Ethylmesitylen, Hydrindacen, Hydrophenanthren, Pentaalkylbenzen, Hydropyren, Hydroanthracen, Diphenylmethan, Diphenyipropan, Bibenzyl, 3,4-Diphenylhexan, α,ω-Diphenylalkane, Triphenylmethan, Paracyclophane, Phenylethylene, Chalkone, Formamidotoluen, Phenylessigsäure, Alkylphenylacetat, Phenylacetonitril, Desoxybenzoin, 1-Phenyl-2-nitroethan, i-Phenyl-2-acetamidoethan, Alkyl-3-phenylpropionat, 3-Phenylpropionitril, Phenylbenzoylalkane, Phenylchloroalkane, Phenylnitroalkane, Alkylphenylbutyrate, Halogenalkylbenzene, Phenol, Phenylacetat, Phenylpropionat, Phenylbenzoat, Alkylphenole, Halogenphenole, Catechol, Resorcin, Alkyl-resorcin, Pyrogallol, Phloroglucinol, Trihydroxytoluen, Trihydroxyisoamylbenzen, Anisol, Phenetol, Alkylphenylether, Alkyltolylether, Ethylanisol, p-t-Butylanisol/in-HeptylanisoLp-CyclohexylanisoljAnisylhexane, Dimethyjanisole, 2-Ethyl-4-methylanisol,5-Methoxytetralin, Isopropylmethylanisol, Hydrophenanthren, Trialkylanisol, Fluoranisol, Chloranisol, Chlorphenetol, Bromoanisol, Bromphenetol, Jodanisol, Alkylhalogenanisol, Dialkylhalogenanisole, Dihalogenanisole, Dialkoxyhalogenanisole, Guajacol, Resorcinmonomethylether, Hydrochinonmonomethylether, Alkylhydroxyanisol, zweiwertige Phenoldimethylether, mehrwertige Phenolmethylether, Diphenylether, Alkyldiphenylether, Chlordiphenylether, Alkoxydiphenylether, Dialkyldiphenylether, Nitrophenylether, Thioanisol, Thiophenetol, Alkylphenylsulfide, o-Tolylthioether, Alkylthioanisole, Chlorthioanisol,Diphenylsulfid, Nitrodiphenylsulfid^-ThiocresoLS-Methoxythiophenoi^-Ethoxythiophenol, Diphenyldisulfid, Acetanilid (AA), Alkyl AA, Dialkyl AA, Acetamidoindan, Acetamidotetralin, Trimethyl AA, Chlor AA, Chlor-4-methyl AA, Alkoxy AA, Ν,Ν-Diacylaniline, Nitrobrombenzen, Nitrophenol, Nitroanisol, Nitrophenetol, Hydroxy-3-nitrotoluen, Nitroresorcin, Nitroanisol, Hydroxy-4-nitroanisol, Benzoesäure, m-Tolylsäure, Salicylsäure, Alkylsaücylate, Alkylalkoxybenzoate, Alkylhydroxybenzoate, DimethylacetophenonjTrimethylacetophenon, Trimethylpropiophenon, Methoxyacetophenon, Dihydrpxyacetophenon, Dihydroxypropiophenon, Benzophenon, Dimethylbenzophenon, Dihydroxybenzophenon, Diphenyl (BP), Alkyl BPs, Dialkyl BPs, 9-10-Dihydrophenanthren, Chlor BP, Brom BP, Hydroxy BP, Methoxy BP, Methoxy-chlor BP, Acetyl BP, Nitro BP, Chloracetyl BP, Diphenylbenzen, 1,4-Terphenyl, 1,3,5-Triphenylbenzen, Fluoren (F), Benzyl (F), Methoxy F, Carbomethoxy F, Benzoyl F, Naphthalen, Alkylnaphthalene, Halogennaphthalene, Naphthol, Alkylnapht'olether, 2-Naphthylmethylsulfid, Napthosulton, 1,8-Naphthosultam, Naphtalencarbonsäuren, Anthracen, Alkylanthracene, Halogenanthracene, Alkylhalogenanthracene, Alkylalkoxyanthracene, Anthrophenon, 9,9'-Bianthryl, Phenanthren (P), Alkyl P, Halogen P, Alkoxy P, Acetoxy P, Hydroxy P, 3-Acetamido P, Pyren, 2-Methylpyren, 1-Benzoylpyren, Chrysen, 2-Ethylchrysen, e-Benzylchrysen^riphenylen, Perylen, Fluoranthen, Diphenylen, Furan, Alkylfuran, Benzofuran (BF), Methyl BF, Ethyl BF, Propyl BF, Benzyl BF, Phenyl BF, Anisyl BF, Dihydrobenzofuran, Dibenzofuran (DBF), Ethyl DBF, Propyl DBF, Brom DBF, Methoxy DBF, Nitro DBF, Xanthen, i-Hydroxy-9-oxoxanthen, Thiophen, Alkylthiophene, Dialkylthiophene, Trialkylthiophene, 2-Benzylthiophen, Halogenthiophene, Dihalogenthiophene, Trihalogentriophene, Alkylhalogenthiophene, Halogenphenylthiophen, Methylphenylthiophen, Dithienyl, Dimethyldithienyl, Terthienyl, Benzo[b]thiophen (BT), Methyl BT, Methoxy BT, Dibenzothiophen, Alkylpyrrol, Dialkylpyrrol, Trialkylpyrrol, Dialkyl-carbomethoxypyrrole, Indol, 2-Methylindol, 3-Methylindol, 1,2-Dimethylindol, 1,2,3-Trimethylindol, 2,3,4,6-Tetramethylindol, 2-Phenylindol, 2,3-Dimethyl-1-acetylindol, Tetrahydrocarbazol (THC), 9-Acetyl THC, 9-Benzoyl THC, 6-Halogen-9-acetyl THC, Carbazol, Acetylcarbazol, Alkylcarbazol, Halogenalkylcarbazol, Benzöylcarbazol, Acetylindolin, i-Acyl^S-dimethyl-indolin, Hexahydrocarbazole, Phenylpyrazol, Phenylalkylpyrazol, i-Phenyl-3-pyrazolin-B-on (PP), Alkyl PP, Dialkyl PP, 2-lmidazolon (IA),4-Methyl IA, 2-0x0-2,3-dihydrobenzimidazol, lmidazo[1,5-a]pyridin (IP), Methyl IP, 5,7-Dimethylchinolin, Hydroxychinolin, Methoxychinolin, 2-Methylhydroxychinolin,Acyltetrahydrochinolin,Acridan, 10-Acetylacridan, 2-Hydroxy-4-methylthiazol, 10-Ethylphenoxazin, 10-Acetylphenoxazin, Phenothiazin (PT), 10-Alkyl PT, 3,10-Dimethyl PT, 10-AcylPT, 1,2-Benzisoxazol (BIO), 3-Methyl BIO, 7-Methoxy BIO und 3-Phenyl-7-methoxy BIO.
Vom Standpunkt eines GnRH-Agonisten aus, werden die Peptide durch die Formel IA dargestellt: R-pHis-Trp-Ser-Tyr-RuiVJ-Leu-Arg-Pro-R-io, worin R6 und V die oben erläuterte Bedeutung haben und Ri pGlu oder For-Pro ist und R10 GIy-NH2, D-Ala-NH2 oder substituiertes Amid ist.
Unter 0-D-NAL ist das D-Isomer von Alanin zu verstehen, das durch Napthyl am ^-Kohlenstoffatom substituiert ist, das auch als 3-D-NAL bezeichnet werden kann. Vorzugsweise wird/3-D-2NAL verwendet, das bedeutet, daß das/3-Kohlenstoffatom in der 2-Stellung an der Ringstruktur an Naphthalen angefügt ist; es kann jedoch auch ß-D-1 NAL verwendet werden. Das stellt a,ß-Diaminopropionsäure dar, die auch als/3-Aminoalanin bezeichnet wird, und unter NML ist N0CH3-L-LeU zu verstehen. Unter AAL auch ß-Amino-Ala und unter aBu ist α,/3-Diaminobuttersäure zu verstehen, von dene/i beide oder Om in der 4-Stellung vorhanden sein können. Wenn Ser nicht in der 4-Stellung vorhanden ist, dann ist Dehydro Pro vorzugsweise in der 1-Stellung zu finden. Unter C"Me/Cl-D-Phe ist D-Phe zu verstehen, dessen α-Kohlenstoff methyliert ist, und das durch Cl in der para-Stellung substituiert ist. " .
Mit der Bezeichnung R6(V) in den Formeln I und IA soll der D-Aminosäurerest in der Hauptpeptidkette definiert werden, dessen Seitenketten-Carboxylgruppe zur Bildung eines gemischten Alkylketpns modifiziert ist. Vorzugsweise ist der Rest in der Hauptkette D-GIu; es kann jedoch auch statt dessen D-HgI oder D-Asp sein. :
Die erfindungsgemäßen Peptide können mit Hilfe klassischer Lösungssynthese oder mit Hilfe einer Festphasen-Technik unter Verwendung eines chlormethylierten Harzes, eines Benzhydrylamin (BHA)-Harzes, eines Methylbenzhydrylaminharzes (MBHA), eines N-Alkylaminomethylharzes (NAAM) oder anderer im Fachgebiet bekannter geeigneter Harze synthetisiert werden. Bei der Anwendung der klassischen Synthese kann es vorteilhaft sein, wenn die Ketonseitenkette erzeugt wird, bevor die Verknüpfung derAminosäuremitden benachbarten Resten in der Peptidkette erfolgt. Die Festphasensynthese wird in einer Weise ausgeführt, bei der die Aminosäuren schrittweise zu der Kette in der ausführlich in der'US-PS 4.211.693 beschriebene Art und Weise hinzugefügt werden. Seitenketten-Schutzgruppen, wie sie im Fachgebiet allgemein bekannt sind, werden vorzugsweise zu Ser, Tyr und Arg gegeben, wenn vorhanden, sowie zu bestimmten der Substituenten, und sie können wahlweise zu Trp (wenn nicht acyliert) gegeben werden, bevor diese Aminosäuren mit der Kette gekoppelt werden, die auf dem Harz aufgebaut wird. W.enn die _Eestphasen-Synthese angewaadtwird, wird der D-GIu, D-HgI- oder D-Asp-Rest in der6-Stellung vorzugsweise mit BzI (Benzylester), 2,6-Dichiorbenzyl (DCB), Dinitrophenyl (Dnp), 1-Hydroxybenzotriazolbenzylester (OHbt), 8-Hydroxy-chinolinester (OHq), p-Nitrobenzyloxy (ONBzI), Phenylazophenyl odertertiäremButoxy geschützt; durch eine solche Synthese wird das vollständig geschützte Zwischenverbindungs-Peptidoharz gewonnen.
Die erfindungsgemäßen Zwischenverbindungen in bezug auf einen GnRH-Antagonisten können durch die Formel Il dargestellt werden:
worin bedeuten: X1 eine α-Aminoschutzgruppe des Typs, der als nützlich auf dem Gebiet der schrittweisen Synthese von Polypeptiden bekannt ist, und wenn'X in der-verlarigten Peptidzusammensetzung eine bestimmte Acylgruppe ist, dann kann diese Gruppe als die Schutzgruppe verwendet werden. Zu den Klassen von α-Aminoschutzgruppen, die X1 umfaßt, gehören (1) acylartige Schutzgruppen, wie Formyl (For), Trifluoracetyl, Phthalyl, p-Toluensulfonyl(Tos), Benzoyl (Bz), Benzensulfonyl, o-Nitrophenylsulfenyl (Nps), Tritylsulfenyl, o-Nitrophenoxyacetyl, Acrylyl(Acr), Chloracetyl, Acetyl (Ac) und γ-Chlorbutyryl; (2) aromatische urethanartige Schutzgruppen, z. B.Benzyloxycarbonyl (Z), Fluorenylmethyloxycarbonyl (FMOC), und substituiertes Benzyloxycarbonyl, wie p-Chlorbenzyloxycarbonyl (C1Z), p-Nitrobenzyloxycarbonyl, p-Brombenzyloxycarbonyl und p-Methoxybenzyloxycarbonyl; (3) aliphatische Urethan-Schutzgruppen, wie Tertbutyloxycarbonyl (Boc), Diisopropylmethoxycarbonyl, Isopropyloxycarbonyl, Ethoxycarbonyl und Allyloxy-carbonyl;
(4) cycloalkyl-urethanartige Schutzgruppen, wie Cyclopentyloxycarbonyl, Adamantyloxycarbonyl und Cyclohexyloxycarbonyl;
(5) thiorethanartige Schutzgruppen, wie Phenylthiocarbonyl; (6) alkylartige Schutzgruppen, wie AIIyI(AIy), Triphenylmethyl(trityl) und Benzyl(Bzl); (7) Trialkylsilanegruppen, wie Trimethylsilane.
Die bevorzugte a-Aminoschutzgruppe ist Boc, wenn X Wasserstoff ist. X2 Wasserstoff oder eine Schutzgruppe für den Indolstickstoff von Trp, wie Formyl oder Benzyl. Bei vielen Synthesen ist es nicht erforderlich, den Indol-NH von Trp zu schützen; jedoch ist X2 Formyl, wenn R3 (NmFor)D-Trp ist. Es ist nicht erforderlich, D-3PAL zu schützen.
X3 Wasserstoff oder eine Schutzgruppe für die alkoholische Hydroxylgruppe von Ser, wie eine aus der Acetyl, Benzoyl, Tetrahydropyranyl, tert-Butyl, Trityl, Benzyl und 2,6-Dichlorbenzyl umfassenden Gruppe ausgewählte, wobei Benzyl bevorzugt wird. Alternativ kann, wenn eine Substitution für Ser vorgenommen wird, X3 eine Schutzgruppe für eine Seitenketten-Aminogruppe, wie Tos, Z oder CIZ sein.
X4 Wasserstoff oder eine Schutzgruppe für die Phenolhydroxylgruppe von Tyr, wenn Tyr vorhanden ist, ausgewählt aus der Tetrahydropyranyl, tert-Butyl, Trityl, Benzyl, Z, 4-Brombenzyloxycarbonyl und 2,6-Dichlorbenzyl umfassenden Gruppe. 2,6-Dichlorbenzyl wird bevorzugt.
X5 eine Schutzgruppe für die Seitenketten-Carboxylgruppe von D-GIu, D-HgI oder D-Asp, ausgewählt aus der BzI (Benzylester), 2,6-Dichlorbenzyl (DCB), Dinitrophenyl (Dnp), 1-Hydroxy-benzotriazolbenzylester (OHbt), 8-Hydroxychinolinester (OHq), p-Nitrobenzyloxy (ONBzI), Phenylazophenyl und tertiäres Butoxy umfassenden Gruppe, und vorzugsweise ist es Bzj. X6 eine Schutzgruppe für die Seitenketten-Guanidinogruppe Arg, wie Nitro, Tos, Trityl, Benzyloxycarbonyl, Adamantyloxycarbonyl, Z und Boc, oder Xe kann Wasserstoff sein, das bedeutet, daß kein Schutz an den Seitenketten-Gruppenatomen vorhanden ist. Tos wird im allgemeinen bevorzugt.
X7 Gly-NH-[Harzträgermaterial], D-Ala-NH[Harzträgermaterial) oder N(A)-[Herzträgermaterial] sein kann; oder es kann Amid entweder von GIy oder von D-AIa oder ein direkt an Po angefügtes substituiertes Amid sein. Als Kriterium für die Wahl der Seitenketten-Schutzgruppe von X2 bis X6 gilt, daß die Schutzgruppe gegenüber dem Reaktionsmittel unter den Reaktionsbedingungen, die zur Entfernung der a-Aminoschutzgruppe in jedem Schritt der Synthese gewählt wurden, beständig sein sollte. Die Schutzgruppe sollte unter Kopplungsbedingungen nicht abgespalten werden, und die Schutzgruppe sollte sich nach Abschluß der Synthese der erwünschten Aminosäuresequenz unter Reaktionsbedingungen, die die Peptidkette nicht verändern werden, entfernen lassen.
Wenn die X7-GruppeGly-NH-[Harzträgermaterial] oder D-Ala-NH-[Harzträgermaterial] ist, verbindet eine Amidbindung GIy oder D-AIa mit dem BHA-Harz mit einem MBHA-Harz. Wenn die X7-Gruppe N(A)-[Harzträgermaterial] ist, verbindet eine substituierte Amidbindung Pro mit einem N-Alkylaminomethylharz (NAAM).
Wenn X Acetyl ist, zum Beispiel am N-Terminus in der endgültigen Formel, dann kann es möglich sein, es als die X'-Schutzgruppe für die a-Aminogruppe von D-NAL, oder welche Aminosäure sonst in der 1-Stellung verwendet wird, einzusetzen, indem es vor der Kopplung dieser letzten Aminosäure an die Peptidkette hinzugefügt wird. Eine Reaktion wird jedoch vorzugsweise mit dem Peptid am Harz ausgeführt (nach Deblockierung der a-Aminogruppe, während die Seitenkettengruppen geschützt bleiben), z.B. durch Umsetzung mit Essigsäure in Gegenwart von Dicyclohexylcarbodiimid (DCC) oder vorzugsweise mit Essigsäureanhydrid oder durch eine andere geeignete,.im Fachgebiet bekannte Reaktion.
Dievollständig geschützte Peptid-Zwischenverbindung ergibt sich bei klassischer Lösungssynthese und wird dann, wie ebenfalls im Fachgebiet bekannt ist, von dem Schutz befreit. Die Schutzentfernung bei dem Peptid, sowie die Abspaltung des Peptids von einem BHA-, MBHA- oder NAAM-Harz erfolgen durch Behandlung mit Fluorwasserstoffsäure (HF) oder ihrem Äquivalent bei einer Temperatur, die die Bildung des Acyliumions an der Seitenketten-Carboxylgruppe fördert, vorzugsweise zwischen etwa 200C und etwa 250C, über eine entsprechende Zeit, z. B. etwa 2 bis 3 Stunden lang. Ein ausreichender Überschuß einer erwünschten aromatischen aus Klasse Z' ausgewählten Verbindung, wie Anisol, die auch als Spülmittel fungiert, wird vor der Behandlung mit HF zu dem Peptid gegeben. Im allgemeinen wird eine Menge zugesetzt, die mindestens der 20fachen Molekülmenge des Peptids äquivalent ist. In Gegenwart des Acyliumions reagiert diese zugesetzte Verbindung von Klasse Z' und führt zur Bildung der aliphatischen-aromatischen Ketonseitenkette, wobei der Mechanismus in Solid-Phase Peptid Synthesis (Festphasen-Peptid-Synthese), G.Barany & R.Marrifield, S. 192-197, erläutert wird. Nach der Entfernung von HF unter Vakuum wird das abgespaltene, vom Schutz befreite Peptid in passender Weise mit Ether behandelt, dekantiert,' in verdünnter Essigsäure aufgenommen und lyophilisiert. An dieser Stelle kann das Peptid auf Wunsch in sein nicht-toxisches Salz umgewandelt werden, so beispielsweise durch Behandlung mit.'l N Essigsäure.
Allgemein ausgedrückt betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines Peptidhormons aus nicht mehr als fünfzig Resten, das einen Glutaminsäure-, Homoglutaminsäure- oder Asparaginsäurerest an einer Nicht-Terminus-Stelle in dessen Hauptkette aufweist, und die Seitenkette des Restes aus einem in einer aromatischen Gruppe endenden gemischten Alkylketon besteht, wobei 'das Verfahren umfaßt: Bildung einer Peptidzwischenverbindung, in der die Hauptpeptidkette einen Glutaminsäure-, einen Homoglutaminsäure- oder einen Asparaginsäurerest in der verlangten Position enthält, dessen Seitenketten-Carboxylgruppe mit einer Schutzgruppe geschützt ist, ausgewählt aus der Klasse, die BzI (Benzylester), 2,6-Dichlorbenzyl (DCB), Dinitrophenyl (Dnp), 1-Hydroxy-benzotriaz'plbenzylester (OHbt), 8-Hydroxy-chinolinester (OHq), p-Nitrobenzyloxy (ONBzI), Phenylszophenyl und tertiäres Butoxy umfaßt; Behandlung der Peptidzwischenverbindung mit HF und einer aus der Klasse Z' (nacherfolgter Definition) ausgewählten aromatischen Verbindung unter solchen Bedingungen, daß die Schutzgruppe entfernt und eine Acyliumion-Zwischenverbindung gebildet wird, wobei das lon mit der aromatischen Verbindung reagiert, um mit dieser ein gemischtes Alkylketon zu bilden, und Entfernung der HF und Gewinnung des verlangten Peptidhormons, das eine verstärkte Bindungsaffinität an den in Frage kommenden Rezeptor infolge der Einbeziehung der aromatischen Ketonseitenkette besitzt. Bei der Herstellung eines GnRH-Nonapeptids oder Decapeptids befindet sich der Rest in
der6-Stellung. .
Genauer gesagt betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines GnRH-Antagonisten der Formel I oder eines nichttoxischen Salzes davon, wobei das Verfahren umfaßt (a) Bildung einer Zwischenverbindung der Formel II:
X1-R1-(W)D-Phe-R3(X2)-R4(X3)-R5(X4oderX6)-R6(X5)-R7-Arg-(X6)-Pro-X7,
worin X1 Wasserstoff oder eine a-Aminoschutzgruppe ist; X2 Wasserstoff oder eine Schutzgruppe für den Indol-Stickstoff ist; X3 Wasserstoff oder eine Schutzgruppe für die alkoholische Hydroxylgruppe von Ser oder für eine Sejtenketten-Aminogruppe ist; X4 Wasserstoff oder eine Schutzgruppe für die phenolische Hydroxylgruppe von Tyr ist; Xs eine Schutzgruppe für eine Seitenketten-Carboxylgruppe ist; X6 Wasserstoff oder eine Schutzgruppe für eine Seitenketten-Aminogruppe ist; und X7 aus der Gly-NH-(Harzträgermaterial), D-Ala-NH-(Harzträgermaterial), -N(A)-(Harzträgermaterial), Gly-NH2, D-AIa-HN2 und substituierte Amide, worin A eine Alkylgruppe darstellt, umfassenden Gruppe ausgewählt ist; (b) Abspaltung einer oder mehrerer Gruppen X1 bisX6und/oderTrennung von irgendeinem inX7eingeschlossenen Harzträgermaterial durch Behandlung mitHFoderihrem Äquivalent in einer Menge, die etwa das 5 bis 15fache der Masse des Harzes beträgt, plus einer aus Klasse Z' ausgewählten erwünschten Verbindung nach obiger Definition, und auf Wunsch (c) Umwandlung eines resultierenden Peptids in ein nichttoxisches Salz davon.Die Molekülmenge der verwendeten Verbindung von Klasse Z' beträgt vorzugsweise mindestens etwa das 50fache der Molekülmenge des vorhandenen synthetischen Peptids. Ähnliche Verfahren können der Erzeugung von GnRH-Agonisten und anderer interessierender Peptidhormone angewandt werden, die nicht mehr als 50 Reste lang sind und die eine erhöhte Bindungsaffinität für den in Frage kommenden Rezeptor infolge der Einbeziehung einer solchen aliphatischenaromatischen Ketonseitenkette an einem nicht-terminalen Rest aufweisen.
Die Reinigung des Peptids erfolgt durch lonenaustausch-Chromatographie auf einer CMC-Säule, worauf Verteilungschromatographie unter Anwendung des Elutionssystems: n-Butanol; 0,1 N Essigsäure (1:1, Volumenverhältnis) auf einer mit SephadexG-25 gefüllten Säurefolgt, oder unter Anwendung von HPLC, wie sie im Fachgebietbekanntist und von Rivier, J., u.a. in J. Chromatography 288 (1984) 303-328 beschrieben wird. · h
Die erfindungsgemäßen GnRH-Antagonisten sind in Mengen von weniger als 100 Mikrogramm je Kilogramm Körpergewicht j
wirksam, wenn sie etwa gegen Mittag am Proöstrus-Tage verabreicht werden, um die Ovulation bei weiblichen Ratten zu j
verhindern. Für eine verlängerte Unterdrückung der Ovulation kann es erforderlich sein, im Bereich von etwa 0,1 bis etwa |
2,5 Milligram je Kilogramm Körpergewicht liegende Dosismengen anzuwenden. Diese Antagonisten sind auch für die Hemmung j
von Spermatogenese wirksam, wenn sie auf regelmäßiger Grundlage an männliche Säugetiere verabreicht werden, und sie können daher als Kontrazeptiva eingesetzt werden. Da diese Verbindungen die Testosteronmengen reduzieren werden (eine unerwünschte Folge beim normalen sexuell aktiven Mann), kann es sich empfehlen, Ersatzdosismengen von Testosteron zusammen mit dem GnRH-Antagonisten zu verabreichen. Diese Antagonisten können auch zur Regulierung der Produktion von Sonadotropinen und Sexualsteroiden für andere als die oben genannten Zwecke angewandt werden.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung wird nachstehend an einigen Beispielen näher erläytert. . . . r
Beispiel I
Die in Tabelle I angeführten GnRH-Antagonisten mit der Formel Ar-Rr(4CI)D-Phe-R3-Ser-Tyr-D-Glu(V)-Leu-Arg-Pro-R10 werden mit Hilfe des oben angeführten Festphasenverfahrens hergestellt, worin Z' eine Verbindung ist, die in dem erwünschten aromatischen Komponentenanteil V der Ketoseitenkette resuliert.
Tabelle] R3 Z' - Rio
R1 D-3PAL C6H5OCH3 D-Ala-NH2,(Arg5)
1 0-D-2NAL D-Trp C6H5OCH3 " D-Ala-NH2,(Arg5)
2/3-D-2NAL /3-D-2NAL C6H5OCH3 Gly-NH2,(4F)D-Phe2
3DehydroPro (6NH2)D-Trp C6H5OH Gly-NH2,(4F)D-Phe2
4/3-D-2NAL (5OCH3)d-Trp . C6H4(OH)2 Gly-NH2,(4F)D-Phe2
5/3-D-2NAL (5Br)D-Trp C6H3(CH3J2OCH2 Gly-NH2,(4F)D-Phe2
6/3-D-2NAL (5F)D-Trp C6H5SCH3 Gly-NH2,(4F)D-Phe2
7j8-D-2NAL - (5CI)D-Trp C5NH4SH Gly-NH2,(4F)D-Phe2
8/3-D-2NAL (5CH3)D-Ti-P indol D-AIa-NH2
9 Pro (NlnFor)D-Trp 2-Methylindol D-AIa-NH2
10j8-D-2NAL D-3PAL 3-Methylindol D-AIa-NH2
110-0-2NAL (5CI)D-Trp 3-Methylindol D-AIa-NH2
12 Pro (6NO2)D-Trp 3-Methylindol NHCH2CH3
13DehydroPro (5F)D-Trp 3-Methylindol NHCH2CH3
. .14D-Trp D-2PAL 3-Methylindol D-AIa-NH2
15D-PGIu (6NO2)D-Trp - 3-Methylindol NHCH2CH2CH3
16D-Phe
Als Beispiel wird eine repräsentative Festphasensynthese von Peptid Nr. 1 oben, das als [AC-/3-D-2NAL1, (4Ci)D-Phe2, D-3PAL3, Arg5, D-GIu(C6H4OCH3), D-AIa10J-GnRH bezeichnet wird, anschließend erläutert. Dieses Peptid hat die folgende Formel: Ac-/3-D-2NAL-(4CI)D-Phe-D-3PAL-Ser-ARg-D-Glu(C6H4OCH3)-Leu-Arg-Pro-D-Ala-NH2. Die anderen Peptide werden in ähnlicher Weise synthetisiert und gereinigt.
Es wird ein BHA-Harz verwendet, und D-AIa wird im Laufe von 2 Stunden in CH2CI2 mit dem Harz gekoppelt, wobei ein 3facher Überschuß von Boc-Derivat und DCCaIs Aktivierungsreagenz verwendet werden. Der D-Alanin-Rest fügt sich durch eine ' Amidbindung an den BHA-Rest an. Nach der Kopplung jedes Aminosäurerestes-wird Waschen, Deblockierung und Kopplung des nächsten Aminosäurerestes nach folgendem Schema ausgeführt, wobei eine automatisierte Maschine eingesetzt wird und mit etwa 5 Gramm Harz begonnen wird:
Schritt
Reaktionsmittel und Arbeitsgänge
Mischzeiten, min
1 CH2CI2Wäsche—80 ml (2 Mal)
2 Methanol (MeOH) Wäsche—30 ml (2 Mal)
3 CH2CI2Wäsche — 80 ml (3 Mal)
4 50%TFA plus5% 1,2-Ethandithiol in CH2CI2-70 ml (2 Mal)
5 Isopropylalkohol + 1 %Ethandithiol, Wäsche—80 ml (2 Mal)
6 TEA 12,5% in CH2Cl2-70 ml (2 Mal)
7 MeOHWäsche—40ml(2Mal)
8 CH2CI2Wäsche—8CmI (3 Mal)
9 Boc-Aminosäure (10 mMol) in 30 ml entweder DMF oder CH2CI2, abhängig von der Löslichkeit der betreffenden geschützten Aminosäure (1 Mal), plus DCC (10mMol)inCH2CI2
10 MeOHWäsche—40 ml (2 Mal)
11 TEA12,5%inCH2CI2—7OmI(IMaI)
12 MeOH wäsche—30 ml (2MaI) x
13 CH2CI2Wäsche—80 ml (2 Mal)
3 3 3 10 3 5 2 3
30-300 3
3 3
Nach Schritt 13 kann, wenn die Synthese manuell ausgeführt wird, eine Aliquote für einen Ninhydrin-Test entnommen werden: Wenn der Test negativ ist, wird zu Schritt 1 zur Kopplung der nächsten Aminosäure zurückgegangen; ist der Test positiv oder leicht positiv wird zurückgegangen und die Schritte 9 bis 13 werden wiederholt.
Das obige Schema wird allgemein für die Kopplung von jeder der Aminosäuren des erfindungsgemäßen Peptids angewandt, nachdem die erste Aminosäure angefügt worden ist. N°Boc-Schutz wird für jede der übrigen Aminosäuren während der Synthese angewendet. N"Boc-/3-D-2NALwird nach einem im Fachgebiet bekannten Verfahren hergestellt, wie es beispielsweise ausführlich in US-PS 4.234.571, erteilt am 18. November 1980, beschrieben wird. Die Seitenkette von Arg wird mit Tos geschützt. OBzI wird als Seitenketten-Schutzgruppe für die Hydroxylgruppe von Ser verwendet, und BzI.wird zum Schutz von D-GIu eingesetzt. D-3PAL bleibt ungeschätzt. NaBoc-/3-D-2NALwird als die letzte Aminosäure eingeführt. Boc-Arg(Tos), das eine geringe Löslichkeit in CH2CI2 hat, wird unter Verwendung eines DMF:CH2CI2-Gemisches gekoppelt.
Nach der Deblockierung dera-Aminogruppean dem N-Terminal wird deren Acetylierung unter Verwendung eines großen Überschusses von Essigsäureanhydrid in Dichlormethan erzielt. Die Spaltung des Peptids von dem Harz und die vollständige Entfernung des Schutzes von den Seitenketten wird bei 24°C mit HF etwa 2V2 Stunden lang vorgenommen. Ein Spülmittel, wie es in der Tabelle genannt wird, wird vorder HF-Behandlung zur Erzeugung des gemischten Alkylketons zugesetzt. Nach der Entfernung von HF unter Vakuum wird das Harz mit 50%iger Essigsäure extrahiert, und die Waschabgänge werden zur Gewinnung eines rohen Peptidpulvers lyophilisiert.
Die Reinigung des Peptids erfolgt dann durch lonenaustausch-Chromatographie auf CMC (Whatman CM32, unter Verwendung eines Gradienten von 0,05 bis 0,3 M NH4OAc in 50/50 Methanol/Wasser), worauf Verteilungschromatographie in einer GeI-Filtratipnssäule unter Verwendung des Elutionssystems: n-Butanol; 0,1 N Essigsäure (1:1, Volumenverhältnis) folgt. Durch Anwendung von Dünnschicht-Chromatographie und mehrerer verschiedener Lösungsmittelsysteme sowie durch Anwendung von Umkehrphasen-Hochdruck-Flüssigkeitschromatographie und einer wäßrigen Triethylammoniumphosphatlösung plus Acetonitril wird das Peptid als homogen beurteilt. Die Aminosäureanalyse des resultierenden gereinigten Peptids stimmt mit der Formel der vorbereiteten Struktur überein, wobei im wesentlichen ganzzahlige Werte für jede Aminosäure in der Kette gefunden werden. Die optische Drehung wird mit Hilfe eines photoelektrischen Polarimeter gemessen und beträgt [a]o2 = 28,77 ± 1 (c = 1, 50%ige Essigsäure).
Die übrigen in Tabelle I angeführten GnRH-Antagonisten werden mit Hilfe der oben erläuterten Methode und eines entsprechenden Harzes synthetisiert. jedes-der Peptide wird in vivo beurteilt, um seine Wirksamkeit bei der Verhinderung der Ovulation in weiblichen Ratten zu bestimmen. Bei diesem Test erhält eine bestimmte Anzahl erwachsener weiblicher Sprague-Dawley-Ratten, d.h. sieben, von denen jede ein Körpergewicht von 225 bis 250 Gramm hat, eine subkutane Injektion einer spezifizierten Mikrogramm-Dosis von Peptid in Maisöl etwa am Mittag des Proöstrous-Tages. Proöstrous ist der Nachmittag der Ovulation. Eine gesonderte Gruppe weiblicher Ratten wird als Kontrolle verwendet, denen kein Peptid verabreicht wird. Jede der weiblichen Kontrollratten ovuliert am Proöstrous-Abend; von den behandelten-Ratten wird die Anzahl derjenigen notiert, die . ovulieren. Jedes der in Tabelle I aufgeführten Peptide wird als beträchtlich wirksam für die Verhinderung der Ovulation von weiblichen Ratten bei einer sehr geringen Dosis angesehen, und von jedem Peptid wird angenommen, daß es vollkommen wirksam bei einer Dosis von etwa fünf Mikrogramm ist.
Beispiel Il
Die in Tabelle Il angeführten Peptide, die die Formel: Ac-ß-D-2NAL-(W)D-Phe-D-Trp-R4-R5-R6(V)-R7-Arg-Pro-Gly-NH2 haben, werden mit Hilfe des oben erläuterten Festphasenverfahrens, worin Z' zur Erzeugung von V verwendet wird, hergestellt.
Tabelle Il W R4 R5 R6 Z' R7
4F Ser Tyr D-GIu C6H5OCH3 Leu
17 4Br Ser (2F)Phe D-Asp C6H5OCH3 Nie
18 4Br AAL Tyr D-Asp C6H5C7H15 Nva
19 4Cl aBu Tyr D-HgI m-Xylen Nie
20 4Cl Ser Arg D-HgI p-Cymen Nie
21 4Cl Ser (2CH3)Phe · D-HgI p-Dibutylbenzen Nva
22 4F Ser (2CH3)Phe D-Asp Indan NML
23 4F Ser (3CH3)Phe D-Asp Diethylindan NML
24 4F Ser (2CI)Phe D-GIu Diphenylmethan NML
25 4NO2 Ser Arg D-GIu C6H5(OH)2 NML
26 4NO2 Orn Tyr D-GIu Tetralin Nie
27 2,4Cl2 Ser (3F)Phe D-GIu Jodbenzen Nie
28 2,4Cl2 AAL (3F)Phe D-GIu Chlorphenol Nva
29 C°Me/CI Ser (3l)Tyr D-GIu 1 -Phenyl-2-nitroethan Nva
30 3,4Cl2 Orn (3CI)Phe D-GIu 2-Thiocresol Leu
31
In Vitro und/oder in vivo Versuche mit den in Tabelle Il spezifizierten Peptiden ergeben, daß die in Tabelle Il aufgeführten Peptide als wirksam für die Blockierung von durch GnRH induzierter LH-Sekretion in vitro bei einer angemessenen Konzentration angesehen werden können. Viele dieser Peptide sind in vivo stärker wirksam als der gegenwärtige Standard. Von allen Peptiden wird angenommen, daß sie die Ovulation weiblicher Säugetiere bei sehr geringen Dosismengen wirksam verhindern.
Beispiel III
Die in Tabelle III angeführten Peptide mit der Formel: X-,8-D-2NAL-(4CI)D-Phe-(1 For)D-Trp-Ser-R5-D-Glut(V)-NML-Arg-Pro-R10 werden mit Hilfe des oben erläuterten Festphasenverfahrens unter Verwendung eines entsprechenden Harzes hergestellt, worin Z' zur Erzeugung von V verwendet wird.
X : R5 Z' Rio -8- 247 009
Tabelle III Ac Tyr Throanisol GIy-NH2
Acr Tyr Diphenylether D-AIa-NH2
32 For Arg . Triethylanisol NHCH2CH3
33 Bz (3F)Phe Chlorphenetol NHCH3
34 . Ac (2F)Phe Acetanilid • NHCF3
35 Vac (2CI)Phe Nitroanisol NHCH2CH2CH3
36 Arc (3CI)Phe Methyltolylether NHCF2CF3
37 Ac (3F)Phe Pyrogallol D-AIa-NH2
38 Acr (3l)Tyr Salicylsäure D-AIa-NH2
39 Ac Tyr Benzoesäure D-AIa-NH2
40 Ac (3CI)Phe Benzoesäure GIy-NH2
41 Vac (3CI)Phe Biphenyl NHNHCONH2
42 Bz Arg Diphenylbenzen NHNHCONHCh3
43
44
In vitro und/oder in vivo Versuche mit den in Tabelle III spezifizierten Peptiden ergeben, daß die in Tabelle III angeführten Peptide als wirksam für die Blockierung der durch GnRH induzierten LH-Sekretion in vitro bei einer angemessenen Konzentration angesehen werden können, viele dieser Peptide sind in vivo wirksamer als der gegenwärtige Standard. Von allen diesen Peptiden wird angenommen, daß sie die Ovulation weiblicher Säugetiere bei sehr geringen Dosismengen wirksam verhindern.
Beispiel IV
_DLejnJ[abelLe_IV aufgefi^rt^nJLepticle mit der Formel: Ac-R1-(4F)D-Phe-R3-Ser-Tyr-R6(V)-Leu-Arg-Pro-NHCH2CH3 werden mit
Hilfe des oben erläuterten Ri Festphasenverfahrens hergestellt, woriaZ'zur Erzeugung von V verwendet Re Z'
Tabelle IV dehydroPro D-GIu Methoxybiphenyl
dehydroPro R3 D-Asp Fluoren
45 dehydro Pro 0-D-2NAL D-HgI Anthracen
46 dehydroPro /3-D-2NAL D-GIu Phenanthren
47 /3-D-1NAL /3-D-2NAL D-Asp Indolacetatsalz
48 /3-D-1NAL * /3-D-2NAL - D-GIu Furan
49 Pro D-3PAL D-GIu Methylbenzofuran
50 D-Trp D-2PAL D-HgI Methyldibenzofuran
51 D-Phe D-2PAL D-Asp Chlorthiophen
52 Pro D-2PAL D-HgI Propylpyrrol
53 Pro D-2PAL D-HgI Acetylcarbazol
54 D-pGlu D-4PAL D-GIu Phenothiazin
55 D-4PAL
56 D-4PAL
In vitro und/oder in vivo Versuche mit den in Tabelle IV spezifizierten Peptiden zeigen, daß die in Tabelle IV zusammengestellten Peptide als wirksam für die Blockierung von durch GnRH induzierter LH-Sekretion in vitro bei einer angemessenen Konzentration angesehen werden können. Viele dieser Peptide sind in vivo stärker wirksam als der gegenwärtige Standard. Von allen diesen Peptiden wird angenommen, daß sie die Ovulation. bei weiblichen Säugetieren in sehr geringen Dosismengen wirksam verhindern.
Beispiel V
Die in Tabelle V angeführten GnRH-Agonisten der Formel: pGlu-His-Trp-Ser-Tyr-R6(V)-Leu-Arg-Pro-R10 werden mit Hilfe des oben erläuterten Festphasenverfahrens hergestellt, worin Z' zur Erzeugung von V verwendet wird.
Tabelle V Re . Z' Rio
D-GIu C6H4OCH3 NHCH2CH3
57 D-GIu. C6H4OCH3 GIy-NH2
58 D-Asp C6H4OCH3 D-AIa-NH2
59 D-Asp C6H4OH GIy-NH2
60 D-HgI acridan GIy-NH2
61 D-HgI 1,2-Benzisoxazol GIy-NH2 (Formyl Pro1)
62 D-HgI Phenothiazin GIy-NH2
63 D-HgI 2-lmidazolon GIy-NH2
64 D-HgI Indol D-AlarNH2
65 D-HgI 1,2-Dimethylindol D-AIa-NH2
66
Fortsetzung der Tabelle V - .
Re Z' Rio
67 D-HgI 2-Phenylindol D-AIa-NH2 (Formyl Pro1)
68 . D-GIu Tetrahydrocarbazol D-AIa-NH2
69 D-GIu Hydroxychinolin NHCH2CH3
70 D-As ρ Resorcin NHCH2CH3
71 D-Asp Phehniten ' D-AIa-NH2
72 . D-GIu Duren D-AIa-NH2
Zur Synthetisierung von Peptid Nr. 57 wird ein n-Ethylaminharz verwendet, das durch Umsetzung eines vernetzten chlormethylierten Polystyrolharzes mit Ethylamin über einen Zeitraum von etwa 2 Tagen bei 4 "C hergestellt wird, und Bocgeschütztes Pro wird im Laufe von 2 Stunden in CH2CI2 mit dem Harz gekoppelt, wobei ein 3facher Überschuß von Boc-Derivat und DCC als aktivierendes Reaktionsmittel eingesetzt wird. Der Prolin-Rest fügt sich durch eine substituierte Amidbindung an das NEAM-Harzan. - .
Nach der Kopplung jedes Aminosäureesters werden Waschen, Deblockierung und Kopplung des nächsten Aminosäurerestes nach dem folgenden Schema unter Einsatz einer automatisierten Maschine und mit etwa 5 Gramm Harz beginnend ausgeführt:
Schritt Reaktionsmittel und Arbeitsgänge Mischzeiten,
min
1 CH2CI2 Wäsche—80 ml (2 Mal) ' .3
2 Methanol (MeOH) Wäsche—30 ml (2 Mal) '3
3 CH2CI2 Wäsche—80 ml (3 Mal) · · 3
4 · 50%TFAplus5%1,2-EthandithiolinCH2CI2—70ml(2Mal) ' 10
5 *' Jsopropylalkohol + 1 %Ethandithiol Wäsche — 80ml (2 Mal) 3
6 TEA 12,5% in CH2CI2-70 ml (2 Mal) · ' 5
7 · MeOHWäsche—40ml(2Mal) 2
8 CH2CI2 Wäsche—80 ml (3 Mal) 3 ; - 9 Boc-AminosäurefiOmMolJinSOmlvonentwederDMFoderCH^^jenachder Löslichkeit der betreffenden geschützten Aminosäure (1 Mal) plus DCC
('1OmMoI)InCH2CI2 - 30-300
10 MeOHWäsche—40 ml (2 Mal) " 3
11 TEA 12,5% in CH2CI2- 7OmI(IMaI) " 3
12 - MeOHWäsche—30 ml (2 Mal) .3
13 CH2CI2 Wäsche — 80 ml (2 Mal) ' 3
N"-Boc-Schutz wird während der Synthese für jede der übrigen Aminosäuren angewandt, außer für pGlu, das ungeschützt bleibt; es kann aber wahlweise mit Z geschützt werden. Die Seitenkette von Arg wird mit Tos geschützt. OBzI wird als Seitenketten-Schutzgruppe für die Hydroxylgruppe von Serverwendet, und BzI wird zum Schutz von D-GIu eingesetzt. Trp bleibt ungeschützt. pGlu wird als die letzte Aminosäure eingeführt. Boc-Arg(Tos) und Boc-Trp, die eine geringe Löslichkeit in CH2CI2 haben, werden mit Hilfe von DMF:CH2CI2-Gemischen gekoppelt.
Nach der Deblockierung der a-Aminogruppe an dem N-Terminus wird ihre Acetylierung unter Verwendung eines großen Überschusses von Essigsäureanhydrid in Dichlormethan erzielt. Die Abspaltung des Peptids von dem Harz und die vollständige Entfernung des Schutzes von den Seitenketten wird bei 24°C mit HF etwa 21/2 Stunden lang vorgenommen. Die in Tabelle V angeführte Verbindung Z' wird vor der HF-Behandlung zugegeben, um das gemischte Alkylketon zu erzeugen, und in den meisten Fällen, damit es als Spülmittel dient. Nach der Entfernung von HF unter Vakuum, wird das Harz mit 50%iger Essigsäure extrahiert, und die Waschabgänge werden zur Gewinnung eines rohen Peptidpulvers lyophilisiert. Die Reinigung des Peptids wird anschließend durch lonenaustauschchromatographieauf CMC (Whatman CM 32, unter Anwendung eines Gradienten von 0,05 bis 0,3M NH4OAc in 50/50 Methanol/Wasser) ausgeführt, worauf Verteilungschromatographie in einer Gelfiltrationssäule unter Anwendung desElutionssystems: n-Butanol; 0,1 N Essigsäure (1:1-Volumenverhältnis) folgt. Mit Hilfe der Dünnschichtchromatographie und mehrerer verschiedener Lösungsmittelsysteme sowie durch Anwendung von Umkehrphasen-Hochdruck-Flüssigkeitschromatographie und einer wäßrigen Triethylammoniumphosphatlösung plus Acetonitril wird das Peptid als homogen beurteilt. Die Aminosäureanalyse des resultierenden gereinigten Peptids stimmt mit der Formel für die vorbereitete Struktur überein, wobei sich im wesentlichen ganzzahlige Werte für jede Aminosäure in der Kette ergeben.
Die übrigen in Tabelle V angeführten GnRH-Agonisten werden unter Anwendung des oben erläuterten Verfahrens und eines angemessenen Harzes synthetisiert.
Jedes der Peptide wird in vitro beurteilt, um seine Wirksamkeit, die Sekretion von LH von einer Primärkultur von dispergierten Hypophysenzellen von Ratten herbeizuführen, zu bestimmen, wozu die in US-PS 4.382.922 beschriebene Verfahrensweise angewandt wird. Von jedem in Tabelle V angeführten Peptid wurde ermittelt, daß es sehr erheblich stärker wirksam als natürliches GnRH ist, und von jedem Peptid wird angenommen, daß es in einer angemessenen Dosis die Fruchtbarkeit vollkommen wirksam regulieren kann und zur Behandlung von Patienten mit frühzeitiger Pubertät, Endometritis oder Dysmenorrhoe geeignet ist.
Die erfindungsgemäßen Peptide werden häufig in Form von pharmazeutisch annehmbaren nicht-toxischen Salzen, wie Säureadditionssalzen, oder von Metallkomplexen, z.B. mit Zink, Barium, Calcium, Magnesium, Aluminium oder dergleichen (die für die Zwecke der vorliegenden Anmeldung als Additionssalze angesehen werden) oder von Kombinationen der beiden verabreicht. Beispiele für solche Säureadditionssalze sind Hydrochlorid, Hydrobromid, Sulfat, Phosphat, Nitrat, Oxalat, Fumarat, Gluconat, Tannat, Maleat, Acetat, Citrat, Benzoat-, Succinat, Alginat, Malat, Ascorbat, Tartrat und dergleichen. Eine wäßrige Lösung des Peptids wird wiederholt zum Beispiel mit 1 N Essigsäure behandelt und anschließend lyophilisiert, um das Essigäusresalz davon zu gewinnen. Wenn der Wirkstoff in Tablettenform verabreicht werden soll, dann kann die Tablette ein pharmazeutisch annehmbares Verdünnungsmittel, das ein Bindemittel wie Tragacanth, Maisstärke oder Gelatine umfaßt; ein .Disintegrationsmittel, wie Alginsäure; und ein Gleitmittel, wie Magnesiumstearat, enthalten. Wenn Verabreichung in flüssiger Form erwünscht ist, können Süßstoffe und/oder Geschmacksstoffe als Teil des pharmazeutisch annehmbaren Verdünnungsmittels verwendet werden, und es kann intravenöse Verabreichung in isotonischer Kochsalzlösung, Phosphatpufferlösungen oder dergleichen vorgenommen werden.
Die pharmazeutischen Zusammensetzungen werden normalerweise das Peptid in Verbindung mit einem herkömmlichen pharmazeutisch annehmbaren Trägermittel enthalten. Gewöhnlich wird die Dosis von etwa 1 bis etwa 100 Mikrogramm Peptid je Kilogramm Körpergewicht des Wirtes bei intravenöser Verabreichung betragen; orale Dosismengen werden höher sein. Insgesamt wird die Behandlung von Patienten mit diesen Peptiden im allgemeinen in der gleichen Weise wie die klinische Behandlung unter Anwendung anderer Antagonisten von GnRH vorgenommen werden.
Diese Peptide werden Säugetieren intravenös, subkutan, intramuskulär, oral, perkutan, z. B. intranasal oder intravaginal verabreicht, um eine Fruchtbarkeitsinhibition und/oder Kontrolle zu erzielen, und auch in Anwendungsfällen, die eine reversible Unterdrückung der Geschlechtsdrüsenaktivität verlangen, so für die Regulierung frühzeitiger Pubertät oder während Bestrahlungen oder in der Chemotherapie. Wirksame Dosismengen werden je nach der Anwendungsform und der betreffenden Art des zu behandelnden Säugetieres variieren. Ein Beispiel für eine typische Dosisform ist eine bakteriostatische Wasserlösung, die das Peptid enthält, wobei die Lösung zur Erzielung einer im Bereich von etwa 0,1 bis 2,5mg/kg Körpergewicht liegenden Dosis verabreicht wird. Orale Verabreichung des Peptids kann entweder in fester Form oder in flüssiger Form erfolgen. Obwohl die Erfindung unter Bezugnahme auf ihre bevorzugten Ausführungsbeispiele beschrieben wurde, so sollte beachtet werden, daß Veränderungen und Modifikationen, wie sie Fachleuten mit allgemeinen Kenntnissen geläufig sind, vorgenommen werden können, ohne vom Geltungsbereich der Erfindung, der in den angefügten Ansprüchen dargelegt wird, abzuweichen. " Zum Beispiel können andere im Fachgebiet bekannte Substitutionen, die die Wirksamkeit der Peptide nicht wesentlich beeinträchtigen, bei den erfindungsgemäßen Peptiden vorgenommen werden. Beispielsweise kann anstelle der für R10 spezifizierten Reste Sar-NH2 (Sar = Sarcosin) eingesetzt werden, oder NH-Y kann vorhanden sein, wobei Y niederes Alkyl, Cycloalkyl, Fluor-niederes Alkyl oder NHCONHQ ist, worin Q gleich H oder niederes Alkyl ist, wobei alle Obengenannten als Äquivalente angesehen werden. D-Phe in der 1-Stellung kann wahlweise halogeniert sein, wie in bezug auf.die 2-Stellung-Substitution spezifiziert wurde. Außer den als zur Klasse Z' gehörenden angeführten Verbindungen werden äquivalente aromatische Verbindungen in Band 3 von Aromatic Ketone Synthesis, Peter H. Gore, 1963, Interscience Publishers, gena'nnt. Andere äquivalente Reste wie Met, Cys, Phe, Tyr und Trp können anstelle der oben in der 7-Stellung spezifizierten verwendet werden. , .
Besondere Merkmale der Erfindung werden in den folgenden Ansprüchen hervorgehoben.

Claims (2)

  1. Erfindungsanspruch:
    1. Verfahren zur Herstellung eines Peptidhormons, das nicht größer als etwa fünfzig Reste ist, mit einem Glutaminsäure-, einem Homoglutaminsäure- oder einem Asparaginsäurerest an einer Nicht-Terminusstelle seiner Hauptkette, wobei die Seitenkette des Restes ein in einer aromatischen Gruppe endendes gemisches Alkylketon bildet, gekennzeichnet dadurch, daß das Verfahren umfaßt: Bildung einer Peptidzwischenverbindung, worin die Peptidhauptkette einen Glutaminsäure-, einen Homoglutaminsäure- oder einen Asparaginsäurerest in der verlangten Position enthält, deren Seitenketten-Carboxylgruppe mit einer Schutzgruppe geschützt ist, die aus der Benzylester, 2,6-Dichlorbenzyl, Dinitrophenyl, 1-Hydroxybenzotriazolbenzylester, 8-Hydroxychinolinester, p-Nitrobenzyloxy, Phenylazophenyi und tertiäres Butoxy . umfassenden Klasse ausgewählt ist; Behandlung einer Peptidzwischenverbindung mit HF und einer aus Klasse Z' (nach hier erfolgter Definition) asugewählten aromatischen Verbindung unter solchen Bedingungen, daß die Schutzgruppe entfernt und eine Acyliumion-Zwischenverbindung gebildet wird, wobei das lon mit der aromatischen Verbindung reagiert, um mit dieser ein gemischtes Alkylketon zu bilden, und Entfernung von HF und Gewinnung des gewünschten Peptidhormons, das infolge der Einbeziehung der aromatischen Ketonseitenkette eine verstärkte Bindungsaffinität an den in Frage kommenden Rezeptor besitzt.
  2. 2. Verfahren nach Punkt 1 zur Herstellung eines GnRH-Antagonistenpeptids der Formel:
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