DD264850A1 - Verfahren zur herstellung einer pentoxifyllin-arzneiform mit gleichmaessig verzoegerter wirkstofffreisetzung - Google Patents

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DD264850A1
DD264850A1 DD30948687A DD30948687A DD264850A1 DD 264850 A1 DD264850 A1 DD 264850A1 DD 30948687 A DD30948687 A DD 30948687A DD 30948687 A DD30948687 A DD 30948687A DD 264850 A1 DD264850 A1 DD 264850A1
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DD
German Democratic Republic
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drug
pentoxifyllin
vinyl acetate
polyvinyl alcohol
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DD30948687A
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Inventor
Udo Wenzel
Helmut Kala
Juergen Metzner
Frank Fahr
Karl-Hartmut Mann
Guenther Reinhold
Gabriela Zand
Original Assignee
Isis Chemie Zwickau Veb
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer peroral applizierbaren Retardarzneiformulierung des Pentoxifyllins, in der der Wirkstoff in einer hydrophilen Matrix, die aus einem Gemisch von Polyvinylalkoholen mit unterschiedlichem Vinylacetatgehalt und nichttoxischen Hilfsstoffen besteht, eingebettet ist; sie traegt wesentlich zur Verbesserung der Therapie arterieller und arteriovenoeser Durchblutungsstoerungen bei, indem sie ueber einen gewuenschten Zeitraum gleichmaessige Blutspiegelwerte des Wirkstoffes gewaehrleistet, und sie ist technologisch und oekonomisch vorteilhaft herzustellen.

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einor peroral applizierbaren Arzneiform des Pentoxifyllins mit gleichmäßig verzögerter Wirkstofffreisetzung. Die ideale ore' 'totardform muß ähnlich wirken wie eine intravenöse Dauerfusion, daß heißt durch die gleichmäßige und vollständige Freisetzung des Wirkstoffes aus der Arzneiform über einen bestimmen Zeitraum wird ein konstanter therapeutischer Blutspiegel eingestellt, der eine Langzeitwirkung des Arzneimittels bei gleichzeitiger Reduzierung der Nebenwirkungen garantiert,
Die Erfindung ist in der pharmazeutischen Industrie anwendbar und dient zur Herstellung eines vorzugsweise in der Therapie von arteriellen und arteriovenösen Durchblutungsstörungen auf arteriosklerotischer, entzündlicher und diabetischer Basis einsetzbaren Retardarzneimittels.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es ist bekannt, daß man die Freisetzung von Wirkstoffen aus Arzneiformen durch Umhüllungs- oder Überzugs-, Einbettungsund/odei Matrix- und Gerüstverfahren verzögern kann.
Die Anwendbarkeit aller dieser Verfahren ist vor allem abhängig von den physikalisch-chemischen Eigenschaften des Wirkstoffes und den kliniscn-pharmakologischen Anforderungen an die Retardform.
Es ist bekannt, daß hydrophobe Matrices ζ. B. aus PVC, Polyethylen oder Silikonharz als Gerüstsubstanz für die Retardierung schwer löslicher Arzneistoffe wenig geeignet sind, weil die auf diese Weise retardierten, in Wesser schwer löslichen Wirkstoffe in vitro und in vivo nicht vollständig und gleichmäßig freigesetzt werden können.
Es ist bekannt, daß nach der Applikation unlöslicher Matrices die ausgelaugten Gerüste bei einigen Patienten Reizungen der Darmschleimhaut bzw. lleussymptome auslösen können.
Die vorgenannten Nachteile können durch die bekannten Verfahren der Mikropelletierung umgangen werden, indem der Wirkstoff zu Pellets mit zeitlich verschiedener Wirkstofffreisetzung verarbeitet und in Hartgelatinekapseln gebracht wird (WO 8300264). Eine andere Möglichkeit, Arzneistoffe zur retardieren, besteht in der Verwendung einer hydrophilen Matrix. So sind vor allem Zellulose-Matrices bekannt (US 4443428, DE 3045634, DE 3246492, DE 3309516 u.a.).
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die Herstellung einer peroral applizierbaren Pentoxifyllin-Retardarzneiform, die den Wirkstoff über einen gewünschten Zeitraum hinweg vollständig und gleichmäßig freigibt, wobei die Arzneistoff retardierung durch geeignete, industriell verfügbare, pharmazeutisch-technologisch gut zu verarbeitende Hiifsstoffe erfolgen soll.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Liberation des Arzneistoffes durch Inkorporation desselben in ein hydrophiles, unter physiologischen Bedingungen quellfähiges und erodierbares Matrixgerüst zu verzögern, wobei die Steuerung der Freisetzung des Arznoistoffes durch die eingearbeiteten hydrophilen Hiifsstoffe erfolgen soll.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß man 10 bis 85% Pentoxifyllin mit einer Hilfsstoffmischung, bestehend aus 5 bis 95 Gewichtsteilen eines vollverseiften Polyvinylalkoholes mit 0 bis 3% Vinylacetatgehalt, einem k-Wert von 40 bis 60, einer durchschnittlichen Molmasse von 60000 bis 80000 und einer Gesamtoberfläche von größer 0,1 mVg und 95 bis 5 Gew entstellen eines teilverseiften Polyvinylalkoholes mit. 10 bis 18% Vinylacetatgehalt, einem k-Wert von 50 bis 60, einer durchschnittlichen Molmasse von 80000 und einer Gesamtoberfläche von größer 0,5m2/g und einsm spezifischen Porenvolumen von größer Q,2cm3/g vereinigt, der bezogen auf die Gesamtmasse dieser Arzneistoff-Hilfsstoffmischung 0 bis 10%Talkum undO bis 15% Magnesiumstearat zugesetzt werden; die Arzneiform kann auch durch Direktverpressung hergestellt ]!_. werden.
Überraschenderweise wurde gefunden, daß durch die erfindungsgemäße Mischung zweier Polyvinylalkohole mit
unterschiedlichem Vinylacetatgehalt die Nachteile der Retardierungsverfahren auf der Basis diffusionsgosteuorter hydrophoberund hydrophiler Matrices überwunden werden, und daß man durch das erfindungsgemäße Verfahren eine Pentoxifyllin-
Retardarzneiform erhält, die den Wirkstoff über einen gewünschten Zeitraum hinweg gleichmäßig und vollständig in vitro und in
vivo freigibt (siehe Abb. 1).
Die Abbildungen zeigen, daß mit dei erfindungsgemäßen Arzneiform relativ konstante, therapeutisch relevante Serumspiegel
im Dosierungsintervall von 12 Stunden realisiert werden können.
Überraschenderweise wurde weitet hin festgestellt, daß die Liberation des Pentoxifyllins aus der erfindungsgemäßen Retardarzneiform durch die abgestimmte Ausnutzung von Erosions- und Diffusionsvorgängen dem idealen „Sustai. ied-release- Typ" sehr nahe kommt. Darüber hinaus ist es ein Merkmal des etfindungsgemäßen Verfahrens, daß die Freisetzung des inkorporierten Arzneistoffes
sowohl über das Arzneistoff-Hilfsstoffverhältnis als auch über das Verhältnis der Polyvinylalkohole mit unterschiedlichem
Vinylacetatgehalt untereinander in weiten Grenzen gesteuert werden kann.
Ausführungsbeispiel Beispiel 1
In einen Wirbelschichtgranulator werden 4000g wasserfreies Pentovi.'/Uin, 200g Polyvinylalkohol mit einem Vinylacetatgehalt von 12%, 2000g Polyvinylalkohol mit einem Vinylacetatgehalt von ö . jnd 62g Magnesiumstearat mit einer 15%igen Gelatinelösung granuliert.
Das so erhaltene Granulat wird auf einer Rundläufertablettenpresse zu Tabletten von 1 1 mm Durchmesser und 646,6mg Tablettenmasse verpreßt.
Beispiel 2
In einen Wirbelschichtgranulator worden 1000g Pentoxifyllin mit 1000ml einer 1%igen PVA 55/03 Lösung besprüht. 67,4% des in der beschriebenen Weise vorbehandelten Pentoxifyllins werden mit 31,3% an PVA 55/12 und 1,4% Magnesiumstearat in einem geeigneten Mischer, z.B. einem Kubusmischer, homogen vermischt
Die so erhaltene Mischung wird bei &-20kN zu Tabletten von 600mg Masse und 400mg Wirkstoffgehalt verpreßt.

Claims (1)

  1. Verfahren zur Herstellung einer Pontoxifyllin-Arzneiform mit gleichmäßig verzögerter Wirkstofffreisetzung unter Verwendung einer Polyvinylalkoholmatrix, gekennzeichnet dadurch, daß man 10 bis 85% Pentoxifyllin mit einer Hilfsstoffmischung, bestehend aus 5 bis 95 Gewichtsteilen eines vollverseiften Polyvinylalkoholes mit 0 bis 3% Vinylacetatgehalt, einem k-Wert von 40 bis 60, einer durchschnittlichen Molmasse von 60000 bis 80000 und einer Gesamtoberfläche von größer 0,1 m2/g und 95 bis 5 Gewichtsteilen eines teilverseiften Polyvinylalkoholes mit 10 bis 18% Vinylacetatgehalt, einem k-Wert von 50 bis 60, einer durchschnittlichen Molmasse von 80000 einer Gesamtoberfläche von größer 0,5m2/g und einem spezifischen Porenvolumen von größer 0,2cm3/g vereinigt, der bezogen auf die Gesamtmasse dieser Arzneistoff-Hilfsstoffmischung 0 bis 10% Talkum und 0 bis 15% Magnesiumstearat zugesetzt werden; die Arzneiform kann auch durch Direktverpressung hergestellt werden.
    Hierzu 1 Seite Zeichnung
DD30948687A 1987-11-26 1987-11-26 Verfahren zur herstellung einer pentoxifyllin-arzneiform mit gleichmaessig verzoegerter wirkstofffreisetzung DD264850A1 (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2004105786A1 (en) * 2003-05-27 2004-12-09 Pharmagene Laboratories Ltd Adiponectin for treating cardiac disease

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