DE3244007C2 - Verfahren zur Raffination von Pflanzenölen - Google Patents
Verfahren zur Raffination von PflanzenölenInfo
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Abstract
Offenbart wird ein Verfahren zur Raffination von Pflanzen ölen, bei dem ein ein Gummi enthaltendes, rohes Pflanzenöl in Anwesenheit von Wasser gerührt wird und das gerührte Pflanzenöl mit der Oberfläche einer speziellen porösen Membran mit einer kritischen Oberflächenspannung ( γc) von weniger als 33 mN/m (dyn/cm) und einem mittleren Porendurchmesser von 0,05 bis 3 μm zusammengebracht wird, wodurch das in dem rohen Pflanzenöl enthaltene Gummi in wirkungsvoller Weise zusammen mit dem Wasser entfernt wird und ein raffiniertes Pflanzenöl erhalten werden kann, das im wesentlichen frei von dem Gummi und von Wasser ist.
Description
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Pflanzenöl in Anwesenheit einer Säure
zusätzlich zu dem Wasser gerührt wird, wobei die Säure in einer Menge eingesetzt wird, die gleich dem 0,01 bis
3fachen der Menge des in dem rohen Pflanzenöls enthaltenen Gummis ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die poröse Membran eine Porosität von 15 bis
95% besitzt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die poröse Membran eine Dicke von 0,01 bis
4 mm besitzt.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Raffination eines Pflanzenöls. Insbesonders betrifft die
vorliegende Erfindung ein Verfahren zur wirksamen Entfernung eines Gummis aus einem ein Gummi enthaltenden
rohen Pflanzenöl.
Wie wohlbekannt ist, erzeugt sin in einem Pflanzenöl enthaltenes Gummi einen unangenehmen Geruch bzw.
Geschmack oder Niederschläge während der Lagerung. Weiterhin inaktiviert das Gummi den Ton, der gewöhn-Hch
in dem Verfahrensschritt zur Entfärbung von Pflanzenölen eingesetzt wird, wodurch ein Verlust an Ton
bedingt wird. Dementsprechend sollte eine Entfernung des Gummis (im folgenden häufig als »Entschleimung«
bezeichnet) vorgenommen werden.
Als Verfahren zur Entfernung eines Gummis aus einem Pflanzenöl mit Hilfe einer Membran sind Verfahren
bekannt, die in den US-PS 40 93 540 und 40 62 882 offenbart sind. Nach diesen bekannten Verfahren wird ein
Gummi aus einem in einem organischen Lösungsmittel gelösten Pflanzenöl mittels Ultrafiltration abgetrennt
und entfernt. Da jedoch die Porengröße der in diesen Verfahren verwendeten Ultrafiltrationsmembranen sehr
klein sind, ist der Filtrationswiderstand sehr hoch. Aus diesem Grunde ist die Permeationsrate des Öls pro
Flächeneinheit der Membran und pro Zeiteinheit sehr niedrig. Kurz, diese bekannten Verfahren sind mit dem
Nachteil behaftet, daß der Wirkungsgrad der Entschleimung sehr niedrig ist. Wie aus dem Vorstehenden
hervorgeht, ist es bei diesen Verfahren erforderlich, zur Erhöhung der Öl-Permeationsrate pro Zeiteinheit die
Membranfläche zu vergrößern. Die Erhöhung der Membranfläche hat jedoch nicht nur eine Zunahme der
Größe der Raffinationsapparatur zur Folge, sondern auch die Vergrößerung der Aufstellungsfläche, was eine
Erhöhung der Kosten der Entschleimung nach sich zieht. Als Mittel zur Kompensation der Verminderung der
Öl-Permeationsrate im Laufe der Zeit wird im allgemeinen ein Arbeitsgang des Rückspulens (Flüssigkeitsstrom
in umgekehrter Richtung durch eine Membran zur Entfernung zusammengebackener Feststoffe) durchgeführt.
Da die Porengrößen der für die Ultrafiltration einzusetzenden Membran jedoch sehr klein sind, ist bei einer
Durchführung dieses Arbeitsganges bei einem der vorgespannten bekannten Verfahren auch die Strömungsgeschwindigkeit
der Rückspülflüssigkeit pro Flächeneinheit der Membran und pro Zeiteinheit sehr niedrig. Aus
diesem Grunde erfolgt das Abschälen einer auf der Membranfläche abgeschiedenen Schicht aus zusammengebackenem
Material nicht in befriedigender Weise, und ein ausreichender Rückspüleffekt kann nicht erzielt
werden. Demgemäß kann auch ein befriedigender Effekt im Sinne einer neuerlichen Vergrößerung der verringerten
Öl-Permeationsrate nicht erzielt werden.
Die DE-OS 29 00 764 betrifft ein Verfahren zur Filtration von ölhaltigen Flüssigkeiten. Das Verfahren eignet
sich vor allem zur Aufarbeitung von ölhaltigen Abwässern, die insbesondere in Fabriken und Werkstätten
anfallen. Mittels einer speziellen porösen Membran wird das öl selektiv aus einer stabilen Emulsion herausfiltriert,
in der ein Öl sowie eine nicht ölige Flüssigkeit und gegebenenfalls oberflächenaktive Stoffe enthalten sind.
Dabei wird eine Membran verwendet, die eine kritische Oberflächenspannung (;v) von 20 bis 35 mN/m, einen
mittleren Porendurchmesser (2r) von 0,03 bis 5 μιη, eine Porenradiusverteilung von höchstens 1.5 und eine
Porosität von 1 bis 85% aufweist.
Die DE-AS 26 51 761 betrifft ein Verfahren zum Raffinieren von rohem Glyzeridöl, bei dem die Öle in einem
nicht-polaren organischen Lösungsmittel gelöst und mit einem Metalloxyd oder Metalloidoxydadsorbcns in
einer das Adsorbens enthaltenden Säule in Berührung gebracht werden. Die Temperatur, bei der die Adsorptionsstufe
ausgeführt werden kann, liegt zwischen 00C und 70cC, vorzugsweise zwischen 10 und 40°C. Vor oder
nach dem Inberührungbringen mit dem Adsorbens werden die gelösten Öle in dem gleichen oder einem anderen
organischen Lösungsmittel unter Druck mit einer halbdurchlässigen Membran in Berührung gebracht, um
Bestandteile von verschiedenem Molekulargewicht in Retentat- und Permeatfraktionen zu trennen. Das Glyzeridöl
wird durch Entfernen des Lösungsmittels mittels Destillation gewonnen. Das Verfahren vermeidet vollständig
die Berührung oder Behandlung mit Wasser. Daher kann es erforderlich sein, die Membran einer Behandlung
zu unterwerfen, die sie für die Behandlung mit wasserfreien Stoifen brauchbar macht In den Beispielen der
DE-AS 26 51 761 wurden Membranen aus hydrophilem Material, wie Polyacrylnitril-^: ca. 44 mN/m) und
Polysulfonmembranen (yc : ca. 41 mN/m) verwendet Ansonsten ist jede Membran geeignet, die gegenüber Öl
und den verwendeten Lösungsmitteln stabil ist und entsprechende Absperrgrenzen besitzt
Die AT-PS 3 43 244 betrifft ebenfalls ein Verfahren zum Raffinieren von Zusammensetzungen aus rohem
Glyzeridöl. Die Zusammensetzung wird mit einem organischen Lösungsmittel verdünnt Die erhaltene Lösung
wird unter Druck mit einer semipermeablen Membran zum Abtrennen der Bestandteile von unterschiedlichem
Molekulargewicht in Kontakt gebracht Danach kann das Lösungsmittel aus dem Filtrat durch übliche Abdampfprozesse
entfernt werden. Das verwendete Lösungsmittel ist im wesentlichen nicht wäßrig. Spezielle
Vorkehrungen zur Entfernung von Restspuren von Wasser sind zwar nicht erforderlich, jedoch sollte der
Wassergehalt nicht mehr als 1 % betragen. Daher müssen bei der Durchführung des Verfahrens unter Umständen
die zu verwendenden Membranen einer Behandlung unterworfen werden, wodurch sie für eine wasserfreie
Anwendung geeignet gemacht werden. Allgemein können Ultrafiltrationsmembranen sowie poröse und nicht
poröse Membranen angewendet werden. Die Grenzwerte der Membran liegen bei einem Molekulargewicht von
1500 bis 200 000, wobei der Bereich von IO 000 bis 50 000 bevorzugt wird. Daher dürfte der Porendurchmesser
der Membranen bei ca. 0,04 μ oder niedriger liegen. Für die Membranen werden Materialien wie Polyacrylnitril
(j>( =44 mN/m), Polysulfon (yc—41 mN/m) und Polyamide (/c=40 mN/m) verwendet. Die Temperatur, bei welcher
die Filtration durchgeführt wird, ist nicht kritisch. Jedoch werden vorzugsweise 10 bis 200C angewendet.
Temperaturen bis etwa 60° C sind praktisch möglich.
Der Abstract J 5 3137-876 betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines öldurchlässigen Ultrafiltrationsfilms,
welcher für die Abtrennung kolloidaler Substanzen geeignet ist. Dabei wird eine ein Wasserfilm enthaltende
Gelart in eine einen Ölfilm enthaltene Gelart umgewandelt. Erstere wird aus hydrophilem Material hergestellt.
Für die Oberflächenspannung dieser Materialien gelten folgende Werte: yc =44 mN/m (Polyacrylnitril),
/t =40 mN/m (Nylon), ^c=41 mN/m (Polysulfon). Es werden demnach Materialien verwendet, die eine höhere
Oberflächenspannung aufweisen als das in dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendete Membranmaterial
und die in einem Bereich liegen, der Gummi und Wasser durch die Membran lassen würde.
Wie aus dem Vorstehenden deutlich wird, sind die herkömmlichen Verfahren zur Entfernung eines Gummis
aus einem Pflanzenöl mit Hilfe einer Membran unter praktischen Gesichtspunkten nicht vorteilhaft.
Im Hinblick auf die im Vorstehenden beschriebenen Verhältnisse wurden seitens der Anmelderin breit
gefächerte und eingehende Untersuchungen mit dem Ziel durchgeführt, die vorgenannten, den herkömmlichen
Arbeitsweisen anhaftenden Mangel zu beseitigen und ein Verfahren zur wirksamen Entfernung eines Gummis
aus einem rohen, ein Gummi enthaltenden Pflanzenöl verfügbar zu machen. Dabei wurde überraschenderweise
gefunden, daß selbst unter Verwendung einer porösen Membran mit einer Porengröße, die weit oberhalb
derjenigen einer Ultrafiltrationsmembran liegt, ein in einem rohen Pflanzenöl enthaltenes Gummi in wirkungsvoller
Weise entfernt und ein sehr reines Pflanzenöl mit hoher Ergiebigkeit erhalten werden kann, wenn vor der
Filtration das rohe Pflanzenöl in Anwesenheit einer speziellen Menge Wasser gerührt wird und eine Membran
mit einer speziellen Oberflächencharakteristik als Filtrationsmedium eingesetzt wird. Weiterhin wurde gefunden,
daß sich die Öl-Permeationsrate dadurch steigern läßt, daß spezielle Bedingungen bei der Zuführung des
gerührten Pflanzenöls zu der Membran eingehalten werden. Die vorliegende Erfindung beruht auf diesen neuen
Befunden.
Dementsprechend ist es ein Ziel der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur wirkungsvollen Entfernung
eines Gummis aus einem ein Gummi enthaltenden Pflanzenöl verfügbar zu machen. Dieses und weitere Ziele,
Merkmale und Vorteile der vorliegenden Er'indung werden für Fachleute aus der folgenden ausführlichen
Beschreibung in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen ersichtlich.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist somit ein Verfahren gemäß obiger Patentansprüche.
F i g. 1 zeigt eine Diagrammdarstellung einer Durchführungsform des Filtrationsverfahrens mit partiellem
Umlauf, das in der vorliegenden Erfindung eingesetzt wird.
F i g. 2 zeigt eine Diagramm-Darstellung einer Durchführungsform des Mehrstufen-Filtrationsverfahrens, das
in der vorliegenden Erfindung eingesetzt wird.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Raffination von Pflanzenölen verfügbar gemacht,
das die folgenden Schritte umfaßt:
a) Rühren eines ein Gummi enthaltenden, rohen Pflanzenöls bei 30°C bis 95°C während einer Zeitdauer von
5 min bis 8 h in Anwesenheit von 0,1 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das rohe Pflanzenöl, Wasser;
b) Zusammenbringen des gerührten Pflanzenöls mit der Oberfläche einer porösen Membran mit Poren, die eo
durch die Membran hindurchgehende Kanäle von ihrer einen Oberfläche zu ihrer anderen Oberfläche
bilden, wobei die Membran an ihrer Oberfläche eine kritische Oberflächenspannung (yc) von weniger als
33 mN/m (dyn/cm) und einen mittleren Porendurchmesser von 0,05 bis 3 μπι besitzt und
wobei das Zusammenbringen des gerührten Pflanzenöls mit aer Oberfläche der porösen Membran in der
Weise erfolgt, daß man das gerührte Pflanzenöl auf der Oberfläche der Membran mit einer Lineargeschwindigkeit
von 0,05 bis 3 m/s in einer Richtung parallel zu der Membranoberfläche strömen läßt, und hierdurch
das Pflanzenöl selektiv die Membran durchdringt, während das Gummi zusammen mit dem Wasser konzentriert
und von dem Pflanzenöl abgetrennt wird, und
c) Gewinnung des Pflanzenöls, das im wesentlichen frei von dem Gummi und von Wasser ist.
Der Begriff »Gummi«, wie er in der vorliegenden Erfindung verwendet wird, bezeichnet natürliche Verunreinigungen,
die in einem rohen Pflanzenöl enthalten sind und die in Aceton unlöslich sind. Das Gummi besteht im
allgemeinen aus Phospholipiden.
Als Pflanzenöle, die gemäß der vorliegenden Erfindung raffiniert werden können sind zu erwähnen: Rapsöl,
Sojabohnenöl, Safloröl, Sonnenblumenöl, Maisöl, Baumwollsamenöl, Sesamöl. Reiskleie-Öl, Rizinusöl, Olivenöl,
Tsubaki-Öl, KokosnuBöl, Palmöl, Perillaöl, Hanfsamenöl, Tungöl. Kapoköl und Teesamenöl.
Von den vorgenannten Pflanzenölen haben Rapsöl, Sojabohnenöl, Sonnenblumenöl, Safloröl, Baumwoll-
ic samenöl und Sesamöl einen hohen Gummi-Gehalt. Mittels des Verfahrens gemäß der vorliegenden Erfindung
kann jedoch das Gummi in wirksamer Weise aus diesen Pflanzenölen abgetrennt werden und können die
Pflanzenöle im wesentlichen frei von dem Gummi erhalten werden. Eine Mischung aus einem Pflanzenöl und
einem organischen Lösungsmittel wie Hexan oder Aceton, beispielsweise Miscella, kann mittels des Verfahrens
gemäß der vorliegenden Erfindung ebenfalls verarbeitet werden. Darüber hinaus können auch rohe Pflanzenöle,
die neben einem Gummi auch natürliche Verunreinigungen wie Wachse, freie Fettsäuren, Schwefel-Verbindungen,
Peptide, Pigmente, Aldehyde und Ketone enthalten, mittels des Verfahrens gemäß der vorliegende Erfindung
raffiniert werden. Weiterhin können auch Pflanzenöle, die geringe Mengen Fremdsubstanzen enthalten,
die in dem Schritt der Öl-Extraktion oder in dem Raffinationsverfahren absichtlich oder unabsichtlich eingeschleppt
wurden, etwa Alkalien, Säuren, Metallionen und anorganische und organische feine feste Teilchen
mittels des Verfahrens gemäß der vorliegenden Erfindung verarbeitet werden.
In der vorliegenden Erfindung ist es unerläßlich, daß das rohe Pflanzenöl bei 30°C bis 950C während einer
Zeitdauer von 5 min bis 8 h in Anwesenheit Wasser in einer Menge von 0,1 bis 10Gew.-%, vorzugsweise von 0,5
bis 5,0 Gew.-%, bezogen auf das rohe Pflanzenöl, gerührt wird. Wenn die Wasser-Menge kleiner als 0,1 Gew.-%
ist, läßt sich keine nennenswerte Entschleimungs-Wirkung erreichen. Wenn die Wasser-Menge größer als
10 Gew.-% ist, wird die Öl-Permeationsrate drastisch gemindert, und in einigen Fällen durchdringen Wasser und
das Gummi die Membran, so daß gute Ergebnisse nicht erzielt werden. Wenn weiterhin die Temperatur nicht im
Bereich von 300C bis 950C liegt, läßt sich das in dem rohen Pflanzenöl enthaltene Gummi nicht wirksam
entfernen, auch dann nicht, wenn das öl in Anwesenheit von 0,1 bis 10Gew.-% Wasser, bezogen auf das Öl,
gerührt wird. Wie bereits im Vorstehenden erwähnt beträgt die Behandlungszeit für das rohe Pflanzenöl 5 min
bis 8 h. Wenn die Behandlungszeit kürzer als 5 min ist, wird das in dem rohen Pflanzenöl enthaltene Gummi nicht
wirksam entfernt. Andererseits ist die obere Grenze der Behandlungsdauer nicht kritisch. Selbst wenn jedoch
das rohe Pflanzenöl länger als 8 h gerührt wird, wird der Entschieimungs-Effekt nicht verbessert gegenüber
jenem, der durch Rühren des rohen Pflanzenöls in Anwesenheit von Wasser während einer Zeitdauer von 5 min
bis 8 h erzielt wird.
Mit Hilfe der im Vorstehenden beschriebenen Behandlung wird ein Gummi mit einer so geringen Größe, daß
er gewöhnlich nicht ohne Einsatz einer Membran mit sehr niedriger Porengröße, wie etwa einer Ultrafiltrations-Membran,
abgetrennt werden kann, abtrennbar durch eine poröse Membran, die eine erheblich größere Porengröße
besitzt als eine Ultrafiltrations-Membran. Die Ursache dafür, daß durch Rühren des rohen Pflanzenöls in
Gegenwart von Wasser ein in dem rohen Pflanzenöl enthaltenes Gummi mittels einer porösen Membran
abtrennbar wird, die eine erheblich größere Porengröße besitzt als eine Ultrafiltrations-Membran. ist noch nicht
vollständig geklärt. Es wird jedoch angenommen, daß einer der Gründe hierfür darin liegt, daß durch das Rühren
des rohen Pflanzenöls in Anwesenheit von Wasser ein in dem rohen Pflanzenöl enthaltenes Gummi hydratisiert
wird und die entstandenen Hydrate sich unter Bildung einer Emulsion assoziieren.
Wenn bei dem Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung eine Säure dem rohen Pflanzenöl in einer Menge
zugesetzt wird, die gleich dem 0.01- bis 3fachen der Menge des in dem rohen Pflanzenöls enthaltenen Gummis
ist. berechnet auf die lOOproz. Säure, und das rohe Pflanzenöl dann bei 30° C bis 95° C 5 min bis 8 h in Anwesenheit
von Wasser in einer Menge von 0.1 bis 10Gew.-%, bezogen auf das Öl, gerührt wird, wird die Entschleimungswirkung
weiter vergrößert. Es wird angenommen, daß der Grund hierfür darin liegt, daß in dem Fall, in
dem ein in dem rohen Pflanzenöl enthaltenes Gummi eine Verbindung enthält, die nur schwer zu hydratisieren
ist, eine solche Verbindung durch die Säure modifiziert wird und sich die säure-modifizierte Verbindung leicht
hydratis-eren läßt. Auf diese Weise werden die zugesetzten Säure-Mengen zusammen mit dem Gummi und dem
Wasser entfernt. Wenn die Menge der eingesetzten Säure kleiner ist als das 0,01 fache der Menge des in dem
Pflanzenöl enthaltenen Gummis, läßt sich durch den Säure-Zusatz keine nennenwerte Wirkung erzielen, und
wenn die Menge der eingesetzten Säure größer ist als das 3,0fache der Menge des in dem Pflanzenöl enthaltenen
Gummis, wird die Säure verschwendet und die Kosten werden erhöht. Zur Verminderung der eingesetzten
Säure-Menge wird die Säure vorzugsweise unter solchen Bedingungen zugesetzt, bei denen in dem rohen
Pflanzenöl eine große Wasser-Menge nicht vorliegt. Dementsprechend wird im Fall einer solchen Wasser-Zugabe,
daß 0,1 bis 10Gew.-% Wasser in dem rohen Pflanzenöl vorhanden sind, die Säure dem rohen Pflanzenöl
vorzugsweise vor der Zugabe des Wassers zugesetzt Als Säure wird bevorzugt eine aus der aus Phosphorsäure,
Schwefelsäure, Borsäure, Citronensäure, Oxalsäure und Essigsäure bestehenden Gruppe ausgewählte Säure
eingesetzt.
Im folgenden werden die kennzeichnenden Merkmale der in der vorliegenden Erfindung verwendeten porösen
Membran beschrieben.
Zur Gewinnung eines raffinierten Pflanzenöls, das im wesentlichen frei von dem Gummi und dem Wasser ist, ist es notwendig, eine poröse Membran mit einer speziellen Porengröße und mit speziellen Oberflächen-Eigenschaften einzusetzen. Die in der vorliegenden Erfindung eingesetzte Membran hat einen mittleren Poren-Durchmesser (2f)\on 0,05 bis 3 μίτι. vorzugsweise von 0.1 bis Ιμπι. Wenn der mittlere Poren-Durchmesser kleiner als 0.05 um ist. ist die Öl-Permeationsrate pro Flächeneinheit der Membran und pro Zeiteinheit niedrig, und
Zur Gewinnung eines raffinierten Pflanzenöls, das im wesentlichen frei von dem Gummi und dem Wasser ist, ist es notwendig, eine poröse Membran mit einer speziellen Porengröße und mit speziellen Oberflächen-Eigenschaften einzusetzen. Die in der vorliegenden Erfindung eingesetzte Membran hat einen mittleren Poren-Durchmesser (2f)\on 0,05 bis 3 μίτι. vorzugsweise von 0.1 bis Ιμπι. Wenn der mittlere Poren-Durchmesser kleiner als 0.05 um ist. ist die Öl-Permeationsrate pro Flächeneinheit der Membran und pro Zeiteinheit niedrig, und
infolgedessen wird eine große Membranfläche benötigt. Wenn der mittlere Poren-Durchmesser größer als 3 μιη ί|
ist, wird die Permeation des Gummis und des Wassers durch die Membran erhöht, so daß ein Pflanzenöl, das im ■?$
wesentlichen frei von dem Gummi und dem Wasser ist, nicht mehr gewonnen werden kann. i.|
Der mittlere Poren-Radius (F) wird durch die Formel |i
bezeichnet, in der
Q die Permeabilität (cmVcm2 · s) einer Flüssigkeit durch die poröse Membran,
// die Viskosität ^P,)einer Flüssigkeit,
d die Dicke (cm) der porösen Membran,
JP die Druck-Differenz (10-1 Pa (dyn/cm2)) zwischen der einen Oberfläche und der anderen Oberfläche der
d die Dicke (cm) der porösen Membran,
JP die Druck-Differenz (10-1 Pa (dyn/cm2)) zwischen der einen Oberfläche und der anderen Oberfläche der
porösen Membran und 15 |
Pr die Porosität (%) der porösen Membran bezeichnen. |
Die Verteilung der Poren-Radien in der porösen Membran, die in dem Verfahren gemäß der vorliegenden ,-
Erfindung einzusetzen ist, ist vorzugsweise so eng wie möglich. Anschaulich dargestellt bezeichnet das Verhält- ;;
nis Γ4/Γ3 eine Verteilung der Poren-Radien und beträgt vorzugsweise 1,5 oder weniger. Die fs, und Fi werden 20 |
jeweils durch die Formeln |/
r)drl JrN(r)drund %
/VjV/VfoW/· j·;
dargestellt, in denen ΐ;
r den Poren-Radius in der Oberfläche der porösen Membran bezeichnet und ff
/Vfr,)eine Verteilungsfunktion der Poren-Radien ist und so definiert ist, daß sie die Zahl der Poren mit einem
Poren-Radius liefert, der in den Bereich von rbis r+dr fällt.
Die Werte von rund N(r) werden durch visuelle Beobachtung unter Benutzung eines Abtast-Elektronenmikroskops
erhaken.
Als ein einfaches Verfahren zur Bestimmung der Verteilung der Poren-Radien (FaZF3), neben dem Verfahren
der visuellen Beobachtung unter Benutzung eines Abtast-Elektronenmikroskops, ist das in »Kobunshi Ronbun
Shu (Collected Theses on Polymers)«, Band 34, No. 10, S. 737 (1977), veröffentlicht von der Society of Polymer
Science of japan, beschriebene Verfahren. Nach diesem Verfahren werden durch die Messung der Gas-Permeation
.V3 und X4 aus dem Term der freien molekularen Strömung bzw. dem Term der viskosen Strömung erhalten
(worin X-,= \FN(r)dr). f4 kann aus der Formel Fh = XhIXt, berechnet werden. Außerdem wird unter Ausnutzung
der Porosität der porösen Membran und des Phänomens, daß ein Salz, wenn es in der wäßrigen Lösung in die
Membran hinein diffusionspermeiert. infolge von Selbsidiffusion durch die Poren hindurch permeiert, X2 unter
Einsetzen der Permeations-Menge (J) aus der folgenden Gleichung
j = π ■ Xi ■ D, (dc/dx)
erhalten, in der
Ζλ den Selbstdiffusionskoeffizient,
c die Konzentration des Salzes und
χ einen Abstand von der Oberfläche der Membran
bezeichnen. f3 kann aus X1IX2 berechnet werden. Demgemäß kann die Verteilung der Poren-Radien (F4/F1) mit
Hilfe eines anderen Verfahrens als dem der visuellen Beobachtung unter Benutzung eines Abtast-Elektronenmikroskops
erhalten werden. In der Zwischenzeit kann der Wert von Xa auch erhalten werden aufgrund der
Annahme einer viskosen Strömung (Hagen-Poiseuille-sche-Strömung) zu der Zeit, während der die Flüssigkeit
durch die poröse Membran hindurch permeiert, wie dies in »Kobunshi Ronbun Shu«, Band 34, No. 4, S. 299
(1977), veröffentlicht von der Society of Polymer Science of Japan, beschrieben ist.
In bezug auf die poröse Membran, die in der vorliegenden Erfindung verwendet wird, ist es ebenso unerläßlieh,
daß die poröse Membran an ihrer Oberfläche eine kritische Oberflächenspannung (pe) von weniger als
33 mN/m (dyn/cm) aufweist. Wenn die kritische Oberflächenspannung 33 mN/m oder mehr beträgt, wird die
Permeation des Gummis und Wassers durch die Membran hindurch erhöht, und infolgedessen wird eine große
Menge Gummi und Wasser in das raffinierte Pflanzenöl eingebracht. Als Grund hierfür wird angenommen, daß
die Abtrennbarkeit fester feiner Teilchen im allgemeinen durch die Porengröße der porösen Membran bestimmt
wird, während die Abtrennbarkeit eines Gummis und diejenige von Wasser, die nicht aus festen feinen Teilchen
bestehen, nicht nur durch die Porengröße der porösen Membran sondern auch durch die Affinität der Oberfläehe
der porösen Membran zu dem Gummi und dem Wasser bestimmt wird. Die untere Grenze der kritischen
Oberflächenspannung der in der vorliegenden Erfindung verwendeten porösen Membran ist nicht kritisch.
Unter Berücksichtigung der Verfügbarkeit von Materialien mit niedriger kritischer Oberflächenspannung vird
jedoch im allgemeinen eine poröse Membran mit einer kritischen Oberflächenspannung an ihrer Oberfläche von
weniger als 33 mN/m bis nicht weniger als 18 mN/m eingesetzt.
Als poröse Membran mit einer kritischen Oberflächenspannung (yc) von weniger als 33 mN/m an ihrer
Oberfläche können poröse Membranen eingesetzt werden, die aus einer Klasse von Harzen hergestellt sind, die
eine kritische Oberflächenspannung von weniger als 33 mN/m besitzen. Es können auch poröse Membranen
eingesetzt werden, die aus Gemischen aus Polymerisaten oder Copolymerisaten hergestellt sind, die zwei oder
mehr Klassen von Bestandteilen angehören. Sofern im letzteren Falle die fertigen porösen Membranen eine
kritische Oberflächenspannung von weniger als 33 mN/m aufweisen, ist es nicht erforderlich, daß die einzelnen
Harz-Bestandteile für sich einen speziellen Wert der kritischen Oberflächenspannung besitzen, wie er im
ίο Vorstehenden definiert wurde. Weiterhin ist es auch möglich, eine angestrebte poröse Membran mit der
genannten speziellen kritischen Oberflächenspannung dadurch zu erhalten, daß die Oberfläche einer porösen
Membran mittels einer chemischen Spezies durch Beschichten oder chemische Bindung modifiziert wird. Anschauliche
Beispiele für Materialien, die zur Gewinnung der angestrebten porösen Membranen einsetzbar sind,
umfassen Polyolefine wie Polyethylen, Polypropylen, Polybuten, Polyisobutylen, Polypenten, Poly(4-methylisopenten)
sowie deren halogensubstituierte Derivate mit mindestens einem Fluor-Atom; Tetrafluorethylen-Per-Huoroäikylvinyiether-Copülymerisaic;
Copolymerisate aus ethylenisch ungesättigten Kohlenwasserstoffen und/
oder halogensubstituierten, ethylenisch ungesättigten Kohlenwasserstoffen mit mindestens einem Fluor-Atom,
wobei zu diesen ethylenisch ungesättigten Kohlenwasserstoffen und ihren halogensubstituierten Derivaten
Ethylen, Propylen, Buten, Isobutylen, Penten, Hexen, Monofluoroethylen, Vinylidenfluorid, Trifluorethylen,
Tetrafluorethylen, Trifluorchlorethylen, Hexafluorpropylen und dergleichen zählen; sowie Gemische von
Polymerisaten wie etwa eine Kombination aus Polyethylen mit Polypropylen, Polyvinylidenfluorid, Polytetrafluorethylen
oder Polystyrol, eine Kombination von Polypropylen mit Polyvinylidenfluorid oder Polytetrafluorethylen,
eine Kombination von Polyvinylidenfluorid mit Polysulfon, Polyacrylnitril, Polyphenylenoxid oder
Polytetrafluorethylen und dergleichen. Bevorzugte Beispiele für Materialien, die für die angestrebte poröse
Membran einsetzbar sind, umfassen Polyethylen, Polypropylen, Ethylen-Propylen-Copolymerisat, Polyvinylidenfluorid,
Ethylen-Tetrafluoroethylen-Copolymerisat, Tetrafluorethylen- H exafluoropropylen-Copolymerisat.Tetrafluoroethylen-Perfluoroalkylvinylether-Copolymerisat
sowie Gemische aus diesen.
Der Wert der kritischen Oberflächenspannung wird folgendermaßen gemessen: Wenn die poröse Membran
aus einem homogenen Material hergestellt ist, wird eine nichtporöse Membran aus dem gleichen Material
hergestellt und als Probe für die Messung verwendet. Wenn die poröse Membran nicht aus einem homogenen
Material hergestellt ist, sondern an ihrer Oberfläche durch Beschichten oder chemische Bindung modifiziert
worden ist, wird eine nicht-poröse Membran aus dem gleichen Material hergestellt und dann an ihrer Oberfläche
mittels chemischer Species unter den gleichen Bedingungen modifiziert, wie sie für die Herstellung der porösen
Membran mit modifizierter Oberfläche angewandt werden, und hierdurch wird dann die Probe für die Messung
erhalten. Die kritische Oberflächenspannung (yc) ist definiert als diejenige Oberflächenspannung, die ausgeübt
werden würde, wenn der Kontaktwinkel Θ gleich 0° wäre. Mit der nach dem im Vorstehenden beschriebenen
Verfahren hergestellten Probe wird unter Einsatz von Flüssigkeiten mit verschiedenen Oberflächenspannungen
der jeweilige Kontaktwinkel gemessen, und durch Extrapolation wird diejenige Oberflächenspannung ermittelt,
die bei einem Kontaktwinkel θ von 0° ausgeübt werden würde. Der so erhaltene Wert ist der Wert der
kritischen Oberflächenspannung.
Die Porosität der porösen Membran, die in der vorliegenden Erfindung verwendet wird, soll vorzugsweise im
Bereich von 15% bis 95% liegen. Wenn die Porosität niedriger als 15% ist, ist im allgemeinen die Öl-Permeationsrate
niedrig, und wenn die Porosität größer als 95% ist, wird die Festigkeit der Membran erniedrigt.
Die Porosität Prwird durch die folgende Formel definiert:
Die Porosität Prwird durch die folgende Formel definiert:
Pr = (I --Pj-) χ 100(%)
Hierin stehen pa für das spezifische Gewicht der Membran ohne Poren und pb für den durch Divison des
Gewichts der porösen Membran durch ihr Volumen erhaltenen Wert.
j§ Die Dicke der in der vorliegenden Erfindung verwendeten porösen Membran soll vorzugsweise in dem
i,; Bereich von 0,01 bis 4 mm liegen. Wenn die Dicke der porösen Membran niedriger als 0,01 mm ist. ist die
B Festigkeit der Membran gering, und wenn die Dicke der Membran größer als 4 mm ist, wird die Öl-Permeations-
fE rate erniedrigt.
f| 55 Die Membran, die in der vorliegenden Erfindung verwendet wird, kann eine ebene Folie, eine gewellte oder
ψ geriffelte Membran, eine röhrenförmige Membran oder eine Hohlfaser sein; die zweckmäßige Form wird im
¥ Hinblick auf die vorgesehene Verwendung gewählt Mit Rücksicht auf eine Verringerung der Größe des
|| betreffenden Bauelements und zur Vereinfachung des Aufbaus desselben wird vorzugsweise eine Hohlfaser-
Membran eingesetzt.
|1 60 Wenn eine Hohlfaser-Membran verwendet wird, liegt deren innerer Durchmesser vorzugsweise im Bereich
!'ι von 0,1 bis 10 mm. Wenn der innere Durchmesser kleiner als 0,1 mm ist, wird das offene Endstück der Hohlfaser
Ll leicht durch das Gummi oder ähnliches verstopft, so daß keine guten Ergebnisse erzielt werden können. Wenn
P der innere Durchmesser größer als 10 mm ist, wird das Volumen des unter Einsatz der Membran errichteten
ag Bauelements in unerwünschtem Maße vergrößert.
t% 65 Zur Herstellung einer porösen Membran, die die im Vorstehenden aufgeführten Bedingungen erfüllt, können
s bekannte Verfahren eingesetzt werden. Beispielsweise können ein Verfahren des Formens aus der Schmelze,
wie es in der GB-PS 20 06 513 offenbart ist, ein Verfahren der Mikrophasen-Trennung, ein Reck-Verfahren und
Hj ein Verfahren der Bestrahlung mit einem Neutronenstrahl angewandt werden.
Das Verfahren und die Verfahrensbedingungen der Zufuhr des gerührten Pflanzenöls zu der porösen Membran
werden im folgenden beschrieben. In der vorliegenden Erfindung ist es für eine Durchführung der Entschleimungs-Behandlung
mit hohem Wirkungsgrad erforderlich, daß das gerührte Pflanzenöl mit der Oberfläche
der porösen Membran in der Weise in Berührung gebracht wird, daß das gerührte Pflanzenöl in einer Richtung
parallel zu der Oberfläche der porösen Membran mit einer Lineargeschwindigkeit von 0,05 bis 3 m/s, Vorzugsweise
von 0.1 bis 2 m/s strömt. Wenn die Lineargeschwindigkeit niedriger als 0,05 m/s ist, wird die Öl-Permeationsrate
erniedrigt, und wenn die Lineargeschwindigkeit höher als 3 m/s ist, wird der Energieverbrauch erhöht
und außerdem besteht die Gefahr eines Bruchs der Membran, da es erforderlich ist, einen hohen Druck auf das
gerührte Pflanzenöl einwirken zu lassen, um dieses über die Oberfläche der porösen Membran strömen zu
lassen. Wenn zur Vermeidung der Anwendung eines hohen Drucks der lichte Membran-Durchflußquerschnitt
ei Söht wird, wird das Volumen des Bauelements wiederum in unerwünschter Weise vergrößert.
Der Filtrations-Druck zur Zeit des Kontaktes des gerührten Pflanzenöls mit der porösen Membran beträgt
vorzugsweise 0,01 bis 5,07 bar (0,01 bis 5 atm). Wenn der Filtration-Druck niedriger als 0,01 bar ist, ist die
Öl-Permeationsrate niedrig, und wenn der Filtrations-Druck höher als 5,07 bar ist. bricht nicht nur die poröse
Membran leicht, sondern auch der Energieverbrauch wird erhöht.
in dem Fail, in dem das Pflanzenöl nicht in Form eines Gemisches mit einem organischen Lösungsmittel
vorliegt, wird bevorzugt, daß die Filtrations-Temperatur zur Zeit des Kontakts des gerührten Pflanzenöls mit
der porösen Membran bei 1ܰC bis 950C liegt. In dem Fall, in dem das Pflanzenöl in Form eines Gemisches mit
einem organischem Lösungsmittel vorlieg, wird bevorzugt, daß das organische Lösungsmittel einen höheren
Siedepunkt als 15°C besitzt und die Filtrations-Temperatur in dem Bereich von 10°C bis zu einer um 5°C
unterhalb des Siedepunktes des organischen Lösungsmittel liegt. Wenn die Filtrations-Temperatur niedriger als
10"C ist, ist die Viskosität des gerührten Pflanzenöls zu hoch, und die Öl-Permeationsrate wird gesenkt. Wenn
die Filtrations-Temperatur höher als 95°C oder als eine um 50C unterhalb des Siedepunkts des organischen
Lösungsmitteis liegende Temperatur ist, tritt eine Verdampfung des Wassers oder des organischen Lösungsmittels
in beträchtlichem Umfang ein. und gute Ergebnisse können nicht erzielt werden.
In der vorliegenden Erfindung wird zur Erhöhung der Öl-Permeationsrate pro Flächeneinheit der Membran
vorzugsweise ein sogenanntes Filtrationsverfahren mit partiellem Umlauf angewandt, bei dem die das Gummi
und das Wasser enthaltende Flüssigkeit (das Konzentrat), die durch die Membran konzentriert wurde, mit der
gleichen Membran mehrmals in Kontakt gebracht wird.
Das Filtrationsverfahren mit partiellem Umlauf wird nachstehend unter Bezug auf F i g. 1 im einzelnen
beschrieben. Fig. I zeigt eine Darstellung einer Ausführungsform des Filtrationsverfahrens mit partiellem
Umlauf, das in der vorliegenden Erfindung eingesetzt wird, in Diagrammform.
Inder Fig. 1 bezeichnet die Zahl 6 ein Bauelement (Modul), das in seinem Inneren eine poröse Membran oder
eine Mehrzahl poröser Membranen 5 enthält. Das ein Gummi und Wasser enthaltende Pflanzenöl, das der
Behandlung nach dem im Vorstehender, beschriebenen Verfahren unterworfen wurde, wird auf die Oberfläche
der porösen Membran 5 in dem Modul 6 eingespeist. Das Pflanzenöl dringt selektiv durch die Membran 5
hindurch und wird als raffiniertes Öl aus dem Modul 6 durch eine Leitung 3 abgezogen, während das in dem
Pflanzenöl enthaltene Gummi angereichert und zusammen mit dem Wasser aus dem Pflanzenöl abgetrennt und
aus dem Modul 6 durch eine Leitung 2 abgezogen wird. Ein Teil des konzentrierten Gummis und Wassers wird
durch eine Leitung 4 abgeführt. Der verbleibende Teil des konzentrierten Gummis und des Wassers wird mittels
einer Pumpe 7 im Kreislauf wieder auf die Oberfläche der Membran 5 in dem Bauelement 6 zurückgeleitet,
während frisches, zu verarbeitendes Pflanzenöl zusammen mit dem im Umlauf zu führenden konzentrierten
Gummi und Wasser durch die Leitung 1 auf die Oberfläche der Membran in einer Menge aufgegeben wird, die
der Gesamtmenge des aus dem Modul 6 durch die Leitung 3 entnommenen raffinierten Öls und des durch die
Leitung 4 entnommenen konzentrierten Gummis und Wassers entspricht.
Die vorliegende Erfindung kann auch nach dem Mehrstufen-Filtrationsverfahren durchgeführt werden.
Das Zweistufen-Filtrationsverfahren wird nachstehend als Beispiel für ein Mehrstufen-Filtrationsverfahren
unter Bezug auf F i g. 2 im einzelnen beschrieben. F i g. 2 zeigt eine Darstellung einer Ausführungsform des
Zweistufen-Filtrationsverfahrens in Diagrammform.
In der F i g. 2 bezeichnet die Zahl 62 das erste Bauelement (Modul), das in seinem inneren eine poröse
Membran oder eine Mehrzahl poröser Membranen 5a enthält. Die Zahl 6b bezeichnet das zweite Bauelement
(Modul), das in seinem Inneren eine poröse Membran oder eine Mehrzahl poröser Membranen Sbenthält, wobei
letztere poröse Membran(en) gleich der(den)jenigen des Moduls 6a oder von diesen verschieden sein kann(können).
Das ein Gummi und Wasser enthaltende Pflanzenöl, das der Behandlung nach dem im Vorstehenden
beschriebenen Verfahren unterworfen wurde, wird auf die Oberfläche der porösen Membran 5a in dem Modul
6a eingespeist. Das Pflanzenöl dringt selektiv durch die poröse Membran 5a hindurch und wird aus dem Modul
6a durch eine Leitung 3a abgezogen, während das in dem Pflanzenöl enthaltene Gummi angereichert und
zusammen mit dem Wasser aus dem Pflanzenöl abgetrennt und aus dem ersten Modul 6a durch eine Leitung 2a
abgezogen wird. Ein Teil des konzentrierten Gummis und Wassers wird mittels einer Pumpe 7a im Kreislauf
wieder auf die Oberfläche der Membran 5a in dem Bauelement 6a zurückgeleitet, und zwar zusammen mit
frischem, zu verarbeitendem Pflanzenöl Der verbleibende Teil des konzentrierten Gummis und Wassers wird
auf die Oberfläche der porösen Membran 5b in dem zweiten Modul 6i>
geleitet. Das in dem konzentrierten Gummi und Wasser enthaltene Pflanzenöl dringt selektiv durch die poröse Membran 5b in dem zweiten Modul
6b hindurch, während das konzentrierte Gummi und Wasser weiter konzentriert werden und aus dem zweiten
Modul 6b durch eine Leitung 2b abgezogen werden. Ein Teil des weiter konzentrierten Gummis und Wassers
wird durch eine Leitung 4a abgeführt. Der verbleibende Teil des weiter konzentrierten Gummis und Wassers
wird mittels einer Pumpe Tb im Kreislauf wieder zusammen mit dem aus dem ersten Modul 6a durch die Leitung
2a abeeleiteten konzentrierten Gummi und Wasser auf die Oberfläche der porösen Membran 5b in dem
Bauelement 6b zurückgeleitet. Das selektiv durch die poröse Membran 5b hindurchgetretene Pflanzenöl wird
aus dem Modul 66 durch eine Leitung 3b entnommen und mit dem Pflanzenöl vereinigt, das aus dem ersten
Modul da durch die Leitung 3a abgeführt wurde. Das vereinigte Pflanzenöl wird der Leitung 3c entnommen.
Bei den im Vorstehtnden beschriebenen Filtrationsverfahren mit partiellem Umlauf und Mehrstufen-Filtrationsverfahren
soll das Konzentrierungs-Verhältnis (das Verhältnis der Gummi-Konzentration in dem Konzentrat
zu der Gummi-Konzentration in dem zu verarbeitenden Pflanzenöl) mindestens 1,5 betragen. Wenn das
Konzentrierungs-Verhältnis niedriger als 1,5 ist, ist der Grad der Anreicherung gering, und entsprechend ist der
Wirkungsgrad der Behandlung niedrig, so daß gute Ergebnisse nicht erzielt werden können.
Die Rückspül-Behandlung ist als ein Mittel bekannt, die im Laufe der Zeit eingetretene Verminderung der
Permeationsrate wieder rückgängig zu machen. Da die Membran gemäß der vorliegenden Erfindung einen um
vieles größeren Porendurchmesser besitzt als die Ultrafiltrations-Membranen, läßt sich einer Rückspül-Behandlung
der Membran gemäß der vorliegenden Erfindung eine außergewöhnlich hervorragende Wirkung des
Rückspulens erzielen. Vorzugsweise wird als Rückspül-Flüssigkeit ein die Membran durchdringendes Filtrat
verwendet Wenn ein Pflanzenöl in Form eines Gemischs mit einem organischen Lösungsmittel eingesetzt wird,
wird vorzugsweise dieses organische Lösungsmittel als Rückspül-Flüssigkeit verwendet
Die vorliegende Erfindung wird mit Hilfe der folgenden Beispiele ausführlicher beschrieben, ist jedoch nicht
auf diese beschränkt
In den Beispielen wurden der Gummi-Gehalt mittels des Verfahrens zur Bestimmung des Gehalts an in
Aceton unlöslichen Bestandteilen und der Wasser-Gehalt nach der Karl-Fischer-Methode bestimmt.
21,5 Gew.-% Polypropylen, 55,5 Gew.-% Dibutylphthalat (DBP) und 23,0Gew.-% feinteiliges Siliciumdioxid
wurden mittels eines Kneters gemischt und mittels einer Feinmühle pulverisiert, und die erhaltene Mischung
wurde unter Verwendung eines Zweischnecken-Extruders und einer Höh düse aus der Schmelze zu einer
Hohlfaser extrudiert Das Extrudat wurde gekühlt und aufgenommen. Die erhaltene Hohlfaser wurde zur
Extraktion und Entfernung des DBP in 1,1.1-Trichloroethan eingetaucht, und die Hohlfaser wurde getrocknet
und in eine wäßrige, 40 Gew.-°/o Ätznatron enthaltene Lösung eingetaucht, um das feinteilige Siliciumdioxid in
der wäßrigen Lösung aufzulösen. Dann wurde die Hohlfaser mit einer verdünnten wäßrigen Ätznatron-Lösung
und danach mit Wasser gewaschen und getrocknet, wodurch eine Hohlfaser-Membran erhalten wurde.
Die Membran hatte einen inneren Durchmesser von 0,7 mm, eine Dicke von 300 μπι, einen mittleren Porendurchmesser
von 0,15 μπι, eine Porosität von 69% und eine kritische Oberflächenspannung (yc) von 29 mN/m
(dyn/cm).
Ein Modul mit einer wirksamen Membranfläche von 0,1 m2 wurde unter Einsatz dieser Hohlfaser-Membran
hergestellt.
Zu einer Mischung aus 75 Vol.-°/o eines Rapsöls, das durch mechanisches Auspressen erhalten worden war,
und 25 Vol.-°/o eines Rapsöls, das nach dem Extraktionsverfahren erhalten worden war, wurden nach und nach
1,7 Gew.-%, bezogen auf das öl, Wasser unter Rühren des Öls hinzugefügt. Das Öl wurde dann 30 min bei 8O0C
gerührt, um eine zu verarbeitende Flüssigkeit herzustellen. Der Gummi-Gehalt der zu verarbeitenden Flüssigkeit
betrug 1,1 Gew.-%, und der Wasser-Gehalt betrug 1,8 Gew.-%.
Die zu verarbeitende Flüssigkeit wurde mit der Oberfläche der porösen Membran in dem Modul in Kontakt
gebracht, und die Filtration unter teilweisem Umlauf wurde mit einer Lineargeschwindigkeit von 0,6 m/s, einem
mittleren Filtrationsdruck von 1,01 bar (1,0 atm), einer Filtrationstemperatur von 45°C und einem Konzentrierungsverhältnis
von 5,0 durchgeführt. In dem erhaltenen raffinierten öl betrugen der Gummi-Gehalt
0.16 Gew.-% und der Wasser-Gehalt 0,15 Gew.-%. Sowohl die Entschleimungswirkung als auch die Entwässerungswirkung
waren gut. Die Öl-Permeationsrate betrug im Zustand konstanter Filtration 4,1 l/h.
Zu einer Mischung aus 75 Vol.-°/o eines Rapsöls, das durch mechanisches Auspressen erhalten worden war,
und 25 Vol.-% eines Rapsöls, das nach dem Extraktionsverfahren erhalten worden war, wurden 0,6 Gew.-%,
bezogen auf das öl, einer wäßrigen Citronensäure-Lösung mit einer Konzentration von 50 Gew.-% nach und
nach unter Rühren des Öls sowie 1,5 Gew.-%, bezogen auf das öl, Wasser nach und nach hinzugefügt. Das Öl
wurde dann 30 min bei 800C gerührt, um eine zu verarbeitende Flüssigkeit herzustellen. Der Gummi-Gehalt der
zu verarbeitenden Flüssigkeit betrug 1,1 Gew.-%, und der Wasser-Gehalt betrug 1,8 Gew.-%.
Unter Verwendung des gleichen Nloduls, das in Beispiel 1 verwendet wurde, wurde die zu verarbeitende
Flüssigkeit der Filtration unter teilweisem Umlauf unter den gleichen Bedingungen wie in Beispiel 1 beschrieben
unterworfen. In dem erhaltenen permeierten öl betrug der Gummi-Gehalt 0,18 Gew.-%, und der Wasser-Gehalt
betrug 0,15Gew.-%. Beim Vergleich dieser Ergebnisse mit denjenigen, die in Beispiel 1 erhalten wurden, wird
unmittelbar deutlich, daß die Entschleimungswirkung durch den Zusatz einer Säure gesteigert werden kann. Die
Öl-Permeationsrate betrug im Zustand konstanter Filtration 4,0 l/h.
Beispiele 3 bis 7 und Vergleichsbeispiele 1 und 2
Sieben zu verarbeitende Flüssigkeiten, die in der Tabelle 1 aufgeführt sind, wurden unter den gleichen
Bedingungen wie in Beispiel 1 beschrieben hergestellt, jedoch mit der Abweichung, daß die Menge des dem öl
zugesetzten Wassers wie in der Tabelle 1 angegeben verändert wurde.
Unter Einsatz des gleichen Moduls, das in Beispiel 1 verwendet wurde, wurden diese zu verarbeitenden
Flüssigkeiten unter den gleichen Bedingungen wie in Beispiel 1 beschrieben der Filtration unter teilweisem
Umlauf unterworfen, jedoch mit der Abweichung, daß die Filtrationstemperatur 50° C betrug.
Für »ede der zu verarbeitenden Flüssigkeiten wurden der Gummi-Gehalt des permeierten Öls und die
Öl-Permationsrate im Zustand konstanter Filtration bestimmt Die Ergebnisse sind in der Tabelle 1 aufgeführt.
| Beispiel | Menge des dem | Zu verarbeitende Flüssigkeit | Wasser- | Permeiert es öl | Öl-Per- | Wasser- |
| öl zugesetzter) | Gummi- | Gehalt | Gummi- | meations- | Gehalt | |
| Wassers | Gehalt | Gew.-% | Gehalt | Ratel/h | Gew.-o/o | |
| Gew.-% | Gew.-c/o | 0,05 | Gew.-% | 5,3 | 0,05 | |
| Vergleichs- | 0 | 1,11 | 1,10 | |||
| Beispiel 1 | 0,10 | 5,3 | 0,09 | |||
| Beispiel 3 | 0,05 | 1.11 | 0,50 | 0,80 | 5,3 | 0,15 |
| Beispiel 4 | 0,45 | 1,11 | 1,3 | 0,72 | 5,3 | 0,17 |
| Beispiel 5 | 1,25 | 1,11 | 5,0 | 0,68 | 5.1 | 0,17 |
| Beispiel 6 | 4,95 | 1,11 | 10 | 0,68 | 4,7 | 0,17 |
| Beispiel 7 | 10 | 1,11 | 15 | 0,68 | 2,5 | 0,17 |
| Vergleichs- | 15 | 1,11 | 0,68 | |||
| Beispiel 2 | ||||||
Aus den in der Tabelle 1 aufgeführten Ergebnissen wird deutlich, daß die Entschleimungswirkung und die
Öl-Permeationsrate verbessert werden können, wenn 0,1 bis 10Gew.-% Wasser in der zu verarbeitenden
Flüssigkeit vorhanden sind.
23,0 Gew.-% eines Polyethylens hoher Dichte, 53,5 Gew.-°/o Dioctylphthalat (DOP) und 23,0 Gew.-% feinteiliges
Siliciumdioxid wurden mittels eines Kneters gemischt und mittels einer Feinmühle pulverisiert, und das
Ausgangsmaterial wurde unter Verwendung eines Zweischnecken-Extruders und einer T-Düse aus der Schmelze
zu einer ebenen Folie extrudiert. Die Folie wurde gekühlt und aufgenommen. Die Folie wurde zur Extraktion
und Entfernung des DOP in 1,1,1 -Trichloroethan eingetaucht. Dann wurde die Folie getrocknet und in eine
wäßrige Ätznatron-Lösung mit einer Konzentration von 40 Gew.-°/o eingetaucht, um das feinteilige Siliciumdioxid
in der wäßrigen Lösung aufzulösen. Die Folie wurde mit einer verdünnten wäßrigen Ätznatron-Lösung und
danach mit Wasser gewaschen und getrocknet, wodurch eine poröse Membran in Form einer ebenen Folie
erhalten wurde.
Die Membran hatte eine Dicke von 300 μίτι, einen mittleren Porendurchmesser von 0,12 μηι, eine Porosität
(dyn/cm).
Diese ebene Membran wurde auf einem Filterhalter (hergestellt von der Bioengineering Co., Japan Modell
UD-6, wirksame Membranfläche 0,08 m2) angebracht, und die gleiche zu verarbeitende Flüssigkeit wie in
Beispiel 2 wurde der Filtration unter teilweisem Umlauf mit einer Lineargeschwindigkeit von 0,4 m/s, einem
mittleren Filtrationsdruck von 1,01 bar (1,0 atm), einer Filtrationstemperatur von 35°C und einem Konzentrierungsverhältnis
von 5 unterworfen.
In dem erhaltenen permeierten Öl betrug der Gummi-Gehalt 0,12Gew.-%, und der Wasser-Gehalt betrug
0,10Gew.-%. Sowohl die Entschleimungswirkung als auch die Entwässerungswirkung waren gut. Die Öl-Permeationsrate
betrug im Zustand konstanter Filtration 2,2 l/h.
Beispiele 9 bis 13 und Vergleichsbeispiele 3 bis 5
Tests der Entschleimung von Pflanzenölen wurden unter Einsatz der folgenden Membranen durchgeführt:
Tests der Entschleimung von Pflanzenölen wurden unter Einsatz der folgenden Membranen durchgeführt:
Membran A:
20 Teile Polyvinylidenfluorid wurden in 80 Teilen eines Mischlösungsmittels aus Dimethylformamid und
Aceton (Volumenverhältnis 20/80) gelöst, und die Lösung wurde durch eine Hohldüse extrudiert und in
Wasser koaguliert, wodurch eine Hohlfaser-Membran mit einem inneren Durchmesser von 0,7 mm, einer
Dicke von 200 μΐη, einem mittleren Porendurchmesser von 0,02 μΐη und einer kritischen Oberflächenspannung
(j>c) von 25 mN/m (dyn/cm) erhalten wurde.
Membran B:
Eine Lösung von 20 Gew.-% Polyvinylidenfluorid, 60 Gew.-% Dimethylacetamid und 20 Gew.-% Polyethylenglycol
wurde durch eine Hohldüse extrudiert und in Wasser koaguliert, wodurch eine Hohlfaser-Membran
mit einem inneren Durchmesser von 0,7 mm, einer Dicke von 190 μπι, einem mittleren Porendurchmesser
von 0,05 μΐη und einer kritischen Oberflächenspannung^c^von 25 mN/m (dyn/cm) erhalten wurde.
Membran C:
23,0 Gew.-% eines Polyethylens hoher Dichte, 53,5 Gew.-% DOP und 23,0 Gew.-% feinteiliges Siliciumdioxid
wurden geknetet, pulverisiert und unter Verwendung eines Zweischnecken-Extruders und einer Hohl-
60 65
düse aus der Schmelze extrudiert, und nach dem Entfernen des DOP und dem Entfernen des Siliciumdioxids
wurde eine Hohlfaser-Membran mit einem inneren Durchmesser von 0,7 mm, einer Dicke von 300 μηι,
einem mittleren Porendurchmesser von 0,12 μΐη und einer kritischen Oberflächenspannung (yc) von
31 mN/m (dyn/cm) erhalten.
Membran D:
Die gleiche Hohlfaser, wie sie in Beispiel 1 hergestellt wurde, wurde eingesetzt Diese Membran hatte ein<;n
inneren Durchmesser von 0,7 mm, einer Dicke von 300 μητ, einem mittleren Porendurchmesser von 0,15 μπι
und einer kritischen Oberflächenspannung (yc) von 29 mN/m (dyn/cm).
Membran E:
26,7 VoL-% eines Ethylen-Tetrafluoroethylen-Copolymerisats, 60 Vol.-% DOP und 13,3 VoI.-% feinteiliges
Siliciumdioxid wurden geknetet, pulverisiert und unter Verwendung eines Zweischnecken-Extruders und
einer Hohldüse aus der Schmelze extrudiert, und nach dem Entfernen des DOP und dem Entfernen des
15 Siliciumdioxids wurde eine Hohlfaser-Membran mit einem inneren Durchmesser von 0,7 mm, einer Dicke
von 300 μπι, einem mittleren Porendurchmesser von 0,5 μπι und einer kritischen Oberflächenspannung (yc)
■f von 26,5 mN/m (dyn/cm) erhalten.
1 Membran F:
§ 20 26,7 Vol.-% Polyvinylidenfluorid, 60 Vol.-% DOP und 13,3 Vol.-% feinteiliges Siliciumdioxid wurden gekne-
K tet, pulverisiert und unter Verwendung eines Zweischnecken-Extruders und einer Hohldüse aus der
'\:, Schmelze extrudiert, und nach dem Entfernen des DOP und dem Entfernen des Siliciumdioxids wurde eine
Hohlfaser-Membran mit einem inneren Durchmesser von 0,7 mm. einer Dicke von 300 μπι, einem mittleren
■r Porendurchmesser von 3 μπι und einer kritischen Oberflächenspannung (yc) von 25 mN/m (dyn/cm) erhal-
:■ 25 ten.
ti Membran G:
,, Die vorgenannte Membran F wurde in der Längsrichtung mit einem Reckverhältnis von 3 gereckt, wodurch
b eine Membran mit einem inneren Durchmesser von 0,5 mm, einer Dicke von 155 μπι, einem mittleren
;: 30 Porendurchmesser von 5 μπι und einer kritischen Oberflächenspannung (yc) von 25 mN/m (dyn/cm) erhal-
:i: ten wurde.
Ei· Membran H:
I;, 25,5 Vol.-% eines Ethylen-Vinyialkohol-Copolymerisats mit einem Ethylen-Gehalt von 33 Mol-% und ei-
9. 35 nem Verseifungsgrad von nicht weniger als 99%, 59,0 Vol.-% Glycerin und 15,5 Vol.-% feinteiliges Silicium-
L? dioxid wurden geknetet, pulverisiert und unter Verwendung eines Zweischnecken-Extruders und einer
j-( Hohldüse aus der Schmelze extrudiert. Das Glycerin wurde mit Hilfe von warmem Wasser entfernt, und das
£', Siliciumdioxid wurde mittels einer wäßrigen Ätznatron-Lösung mit einer Konzentration von 40 Gew.-%
ij entfernt, wodurch eine Hohlfaser-Membran mit einem inneren Durchmesser von 0,7 mm, einer Dicke von
j,· 40 300 μΐη, einem mittleren Porendurchmesser von 0,15 μπι und einer kritischen Oberflächenspannung (yc) von
ύ 33 mN/m (dyn/cm) erhalten wurde.
I Eine zu verarbeitende Flüssigkeit wurde in der gleichen Weise wie in Beispiel 2 beschrieben hergestellt,
JS jedoch mit der Abweichung, daß die im öl zugesetzte Wasser-Menge 4,0 Gew.-% betrug. Unter Verwendung
§ 45 der im Vorstehenden beschriebenen Hohlfaser-Membranen wurden Module mit einer wirksamen Membranflä-
M ehe von 0,1 m2 zusammengebaut. Die Filtration unter partiellem Umlauf wurde mit einer Lineargeschwindigkeit
II von 0,5 m/s, einem mittleren Filtrationsdruck von 1,01 bar (1 atm), einer Filtrationstemperatur von 4O0C und
[Ii einem Konzentrierungsverhältnis von 4 durchgeführt.
ff' Für jedes der erhaltenen permeierten Öle wurden der Gummi-Gehalt und der Wasser-Gehalt sowie die
ψ: 50 Öl-Permeationsrate im Zustand konstanter Filtration bestimmt. Die erhaltenen Ergebnisse sind in der Tabelle 2
I aufgeführt.
I Der Gummi-Gehalt der zu verarbeitenden Flüssigkeit betrug 1,1 Gew.-%, und der Wasser-Gehalt betrug
f 4,3 Gew.-%.
10
| Membran | Mate | Mittl. | 32 44 007 | Permeiertes ö | Wasser- | Öl-Permea- | Aussehen | 5 | |
| Tabelle 2 | Art | ria!*) | Poren | Gummi- | Gehali | tions-Rate | |||
| Beispiel | durch | Gehalt | Gew.-% | l/h | |||||
| messer | Kritische | Gew.-% | |||||||
| μπι | Oberflä | homogen ίο | |||||||
| chenspan | und | ||||||||
| PVDF | 0,02 | nung (yc) | 0,12 | 1,2 | transparent | ||||
| A | mN/m | 0,15 | dito | ||||||
| (dyn/cm) | dito | ||||||||
| Vergleichs- | PVDF | 0,05 | 25 | 0,12 | 3,0 | dito 15 | |||
| Beispiel 3 | B | HDPE | 0,12 | 0,15 | 0,12 | 3,8 | dito | ||
| C | PP | 0,15 | 0,15 | 0,12 | 3,8 | dito | |||
| Beispiel 9 | D | ETFE | 0,5 | 25 | 0,15 | 0,12 | 4,0 | trübe I | |
| Beispiel 10 | E | PVDF | 3 | 31 | 0,15 | 0,18 | 4,5 | 20 I 1 |
|
| Beispiel 11 | F | PVDF | 5 | 29 | 0,20 | 0,91 | 4,8 | Wasser- I | |
| Beispiel 12 | G | 26,5 | 0,82 | Tropfen Il | |||||
| Beispiel 13 | EVAL | 0,15 | 25 | 3,1 | 3,6 | ||||
| Vergleichs- | H | 25 | 0,53 | ||||||
| Beispiel 4 | |||||||||
| Vergleichs- | 33 | ||||||||
| Beispiel 5 | |||||||||
im Öl
*) Die Abkürzungen bezeichnen die Materialien: PVDF: Polyvinylidenfluorid;
HDPE: Polyethylen hoher Dichte; PP: Polypropylen;
ETFE: Ethylen-Tetrafluoroethylen-Copolymerisat; EVA L: Ethylen-Vinylalkohol-Copolymerisat.
Vergleichsbeispiele 6 und 7
Tests der Entschleimung von Pflanzenölen wurden unter Verwendung der folgenden Membranen durchgeführt.
Membran I:
Nylon 610 wurde in Salpetersäure in einer Konzentration von 15 g/100 ml gelöst, und die Lösung wurde in
eine !Coagulations-Lösung, die Öl-Sulfat enthielt, eingegossen und getaucht, um die gegossene Folie zu
koagulieren. Dann wurde die Folie mit Wasser gewaschen, wodurch eine ebene Membran-Folie mit einer
Dicke von 200 μίτι, einem mittleren Porendurchmesser von 0,17 μίτι und einer kritischen Oberflächenspannung
(yc) von 37 mN/m (dyn/cm) erhalten wurde.
Membran J:
15Gew.-% Polyvinylchlorid, 10Gew.-% Polyethylenglycol und 75 Gew.-% Dimethylformamid wurden
homogen vermischt und vergossen. Die gegossene Folie wurde getrocknet und in Wasser eingetaucht,
wodurch eine ebene Membran-Folie mit einer Dicke von 200 μΐη, einem mittleren Porendurchmesser von
0,10 μίτι und einer kritischen Oberflächenspannung (yc) von 39 mN/m (dyn/cm) erhalten wurde.
Die beiden im Vorstehenden beschriebenen ebenen Membran-Folien wurden unabhängig voneinander in
Filterhaltern (hergestellt von der Bioengineering Co., Japan, Modell UD-6, wirksame Membranfläche 0,08 m2)
angebracht, und die gleiche zu verarbeitende flüssigkeit, wie sie in den Beispielen 9 bis 13 verwendet wurde,
wurde der Filtration unter teilweisem Umlauf mit einer Lineargeschwindigkeit von 0,4 m/s, einem mittleren
Filtrationsdruck von 1,01 bar (1,0 atm), einer Filtrationstemperatur von 400C und einem Konzentrierungsverhältnis
von 4 unterworfen.
Der Gummi-Gehalt und der Wasser-Gehalt der erhaltenen permeierten Öle wurden bestimmt. Die erhaltenen
Ergebnisse sind in der Tabelle 3 aufgeführt.
30
35
40
45
50
55
60
10
15
20
25
30
40
45
| Tabelle 3 | Membran Art Mate rial*) |
Ny610 PVC |
Mittl. Poren durchmesser μΐπ |
Kritische Oberflä chenspan nung (yc) mN/m(dyn/cm) |
PermeiertesÖI Gummi-Gehalt Gew.-% |
Wasser-Gehalt Gew.-% |
Aussehen |
| Beispiel | I J |
0,17 0,10 |
37,0 39,0 |
0,61 0,65 |
3,5 3,7 |
Wasser-Trop fen in öl dito |
|
| Vergleichs- Beispiel 6 Vergleichs- Beispiel 7 |
|||||||
*) Die Abkürzungen bezeichnen die Materialien:
Ny610: Nylon 610;
PVC: Polyvinylchlorid.
Ny610: Nylon 610;
PVC: Polyvinylchlorid.
Aus den in den Beispielen 9 bis 13 und den Vergleichsbeispielen 3 bis 7 erhaltenen Ergebnissen wird deutlich,
warum eine Membran mit einem mittleren Porendurchmesser von 0,05 bis 3 μπι und einer kritischen Oberflächenspannung
(yc) von weniger als 33 mN/m (dyn/cm) zur Erhöhung der Öl-Permeationsrate und der Entschleimungswirkung
bevorzugt wird.
Beispiel 14
Eine Membran wurde in der gleichen Weise wie in Beispiel 11 beschrieben hergestellt, jedoch mit der
Abweichung, daß der innere Durchmesser so verändert wurde, daß er 1,5 m betrug, und ein Modul mit einer
wirksamen Membranfläche von 0,1 m2 und einer wirksamen Länge von 25 cm wurde unter Verwendung dieser
Membran zusammengebaut. Die gleiche zu verarbeitende Flüssigkeit wie in Beispiel 2 wurde der Filtration unter
teilweisem Umlauf mit einem mittleren Filtrationsdruck von 4,05 bar (4,0 atm), einer Filtrationstemperatur von
45°C und einem Konzentrierungsverhältnis von 5,0 unterworfen, wobei die Lineargeschwindigkeit wie in der
Tabelle 4 angegeben geändert wurde.
Der Gurnmi-Gehait und der Wasser-Gehalt in dem permeierten öl betrugen 0,18 Gew.-°/o bzw. 0,15 Gew.-%,
unabhängig von der Lineargeschwindigkeit. Die Öl-Permeationsrate im Zustand konstanter Filtration und die
Grenz-Standzeit bis zur Bildung von Nadellöchern (pinholes) unterlagen dem Einfluß der Lineargeschwindigkeit.
Die erhaltenen Ergebnisse sind in der Tabelle 4 aufgeführt. Es wurde gefunden, daß eine Lineargeschwindigkeit
von weniger als 0,05 m/s wegen der niedrigen Öl-Permeationsrate nicht günstig ist. Wenn die Lineargeschwindigkeit
größer als 3,0 m/s ist, werden die Haltbarkeit der Membran vermindert und der Energieverbrauch
erhöht. Dementsprechend wurde bestätigt, daß die Lineargeschwindigkeit bevorzugt im Bereich von 0,05 bis
3,0 m/s liegt.
| Ö!-Permeations- | Grenz-Stsndzeit bis | |
| geschwindig | Rate l/h | zur Bildung von |
| keit m/s | Nadellöchern | |
| (pinholes)1*) |
50 55 60 65
| 0,01 | 5,0 | 100 |
| 0,03 | 12,0 | 100 |
| 0,05 | 22,0 | 100 |
| 0,10 | 22,1 | 100 |
| 0.30 | 22,2 | 100 |
| 0,50 | 22,5 | 100 |
| 0,70 | 22,7 | 100 |
| 1.0 | 22,8 | 100 |
| 2.0 | 23,0 | 97 |
| 3,0 | 23,1 | 95 |
| 4,0 | 23,1 | 50 |
| 5,0 | 23,1 | 30 |
**) Die Grenz-Standzeit ist als Relativ-Wert zu dem Wert (100) der Grenz-Standzeit bei einer Lineargeschwindigkeit
von 0,5 m/s angegeben.
12
Beispiel 15
Die Raffination des Pflanzenöls wurde unter den gleichen Bedingungen wie in Beispiel 2 beschrieben
durchgeführt, jedoch mit der Abweichung, daß unter Verwendung des Filtrats ein Rückspül-Arbeitsgang
von 10 s Dauer unter einer Druckdifferenz von 2,53 bar (2,5 atm) mit einer Frequenz von einmal in 15 min
durchgeführt wurde.
In dem erhaltenen permeierten Öl betrugen der Gummi-Gehalt 0,18Gew.-% und der Wasser-Gehalt
0,15Gew.-%; diese Werte unterschieden sich praktisch nicht von den in Beispiel 1 erhaltenen Werten.
Jedoch betrug die mittlere Öl-Permeationsrate im Zustand konstanter Filtration 7,2 l/h, ein Wert, der 1,8mal
so groß wie der in dem Beispiel 1 erhaltene Wert. Die Auswirkung des Rückspül-Arbeitsganges auf die to
Erhöhung der Öl-Permeationsrate war sehr auffallend.
Beisp iel 16
Die Raffination eines Pflanzenöls wurde unter gleichen Bedingungen wie in Beispiel 12 beschrieben
durchgeführt, jedoch mit der Abweichung, daß ein Rückspül-Arbeitsgang von 30 s Dauer unter einer
Druckdifferenz von 2,03 bar (2,0 atm) mit einer Frequenz von einmal in 30 min durchgeführt wurde.
In dem erhaltenen permeierten öl betrugen der Gummi-Gehalt 0,15Gew.-% und der Wasser-Gehalt
0,12Gew.-%; diese Werte unterschieden sich praktisch nicht von den in Beispiel 12 erhaltenen Werten.
Jedoch betrug die mittlere Öl-Permeation im Zustand konstanter Filtration 8,0 l/h, ein Wert, der 2,0mal so
groß wie der in dem Beispiel 12 erhaltene Wert. Die Auswirkung des Rückspül-Arbeitsganges auf die
Erhöhung der Öl-Permeationsrate war sehr auffallend.
Beispiel 17
Zu einer Mischung aus 40 Vol.-% eines Rapsöls, das nach dem Auspreß-Verfahren erhalten worden war,
40 Vol.-% eines Rapsöls, das nach dem Extraktionsverfahren erhalten worden war, und 20 Vol.-% n-Hexan
wurden 1,25 Gew.-%, bezogen auf das öl, Wasser nach und nach unter Rühren der Mischung hinzugefügt.
Die Mischung wurde dann 20 min bei 500C gerührt, um eine zu verarbeitende Flüssigkeit herzustellen. Der
Gummi-Gehalt der zu verarbeitenden Flüssigkeit betrug l,53Gew.-%, und der Wasser-Gehalt betrug
1,30 Gew.-%, jeweils bezogen auf das öl.
Unter Verwendung des gleichen Moduls, das in Beispiel 1 verwendet wurde, wurde die zu verarbeitende
Flüssigkeit der Filtration unter teilweisem Umlauf unter den gleichen Bedingungen wie in Beispiel 1
beschrieben unterworfen.
In dem erhaltenen permeierten öl betrug der Gummi-Gehalt 0,58 Gew.-%, und der Wasser-Gehalt
betrug 0,12 Gew.-°/o, jeweils bezogen auf das Öl. Die Entschleimungswirkung und die Entwässerungswirkung
waren gut. Die Öl-Permeationsrate (Öl-Hexan-Mischung) betrug im Zustand konstanter Filtration
5,5 l/h.
B e i s ρ i e 1 18
Zu einer Mischung aus 40 Vol.-% eines Rapsöls, das nach dem Auspreß-Verfahren erhalten worden war,
40 Vol.-% eines Rapsöls, das nach dem Extraktionsverfahren erhalten worden war, und 20 VoI.-% n-Hexan
wurden 1,0 Gew.-%, bezogen auf das öl, einer wäßrigen Oxalsäure-Lösung mit einer Konzentration von
50 Gew.-% nach und nach unter Rühren der Mischung hinzugefügt. Zu der Mischung wurden 3,1 Gew.-%,
bezogen auf das Öl, Wasser nach und nach unter Rühren der Mischung hinzugefügt. Die Mischung wurde
dann 20 min bei 5O0C gerührt, um eine zu verarbeitende Flüssigkeit herzustellen. Der Gummi-Gehalt der zu
verarbeitenden Flüssigkeit betrug l,32Gew.-%, und der Wasser-Gehalt betrug 3,6 Gew.-%, bezogen jeweilsauf
das öl.
Unter Verwendung des gleichen Moduls, das in Bespiel 12 verwendet wurde, wurde die zu verarbeitende
Flüssigkeit der Filtration unter teilweisem Umlauf unter den gleichen Bedingungen wie in Beispiel 12
beschrieben unterworfen.
In dem erhaltenen permeierten öl betrug der Gummi-Gehalt 0,10Gew.-%, und der Wasser-Gehalt
betrug 0,07 Gew.-°/o, bezogen jeweils auf das Öl. Die Entschleimungswirkung und die Entwässerungswirkung
waren gut Die Öl-Permeationsrate (Öl-Hexan-Mischung) betrug im Zustand konstanter Filtration
5,8 l/h.
Unter den gleichen Bedingungen wie im Vorstehenden beschrieben wurde die Rückspül-Behandlung mit
n-Hexan während einer Dauer von 10 s unter einer Druckdifferenz von 2,53 bar (2,5 atm) mit einer Frequenz
von einmal in 20 min durchgeführt. Die mittlere Öl-Permeationsrate (Öl/Hexan-Mischung) wurde auf
7,5 l/h gesteigert Somit wurde festgestellt, daß die Wirkung der Rückspül-Behandlung mit n-Hexan auffallend
war.
Beispiel 19
Zu Sonnenblumenöl wurden 0,5 Gew.-%, bezogen auf das Öl, Wasser nach und nach unter Rühren des
Öls und der Mischung hinzugefügt Das öl wurde dann 10 min bei 90° C gerührt und rasch auf 5° C
abgekühlt, um eine zu verarbeitende Flüssigkeit herzustellen. In der so hergestellten Flüssigkeit betrugen
der Gummi-Gehalt 0.31 Gew.-% und der Wasser-Gehalt 0,5 Gew.-%.
Unter Verwendung des gleichen Moduls, das in Beispiel 1 verwendet wurde, wurde die zu verarbeitende
Flüssigkeit dem Test der Entschleimung und Entwässerung unterworfen. Das heißt, die Flüssigkeit wurde
der Filtration unter teilweisem Umlauf mit einer Lineargeschwindigkeit von 0,3 m/s, einem mittleren
Filtrationsdruck von 1,01 bar (1,0 atm), einer Filtrationstemperatur von 25°C und einem Konzentrierungsverhältnis
von 8,0 unterworfen.
In dem erhaltenen permeierten öl betrug der Gummi-Gehalt weniger als 0,01 Gew.-%, und der Wasser-Gehalt
betrug 0,05 Gew.-%. Die Entschleimungswirkung und die Entwässerungswirkung waren gut. Die
Öl-Permeationsrate betrug im Zustand konstanter Filtration 1,7 l/h.
ίο Beispiel 20
Zu Sojabohnenöl wurden 0,5 Gew.-%, bezogen auf das öl, einer wäßrigen Oxalsäure-Lösung mit einer
Konzentration von 50 Gew.-% nach und nach unter Rühren des Öls hinzugefügt. Zu dem öl wurden
3,5Gew.-°/o, bezogen auf das öl, Wasser nach und nach unter Rühren des Öls hinzugefügt. Die Mischung
wurde dann 20 min bei 80°C gerührt, um eine zu verarbeitende Flüssigkeit herzustellen. In der so hergestellten
Flüssigkeit betrugen der Gummi-Gehalt 1,42 Gew.-% und der Wasser-Gehalt 3,8 Gcw.-%.
Unter Verwendung des gleichen Moduls, das in Beispiel 1 verwendet wurde, wurde die zu verarbeitende
Flüssigkeit dem Test der Entschleimung und Entwässerung unter den gleichen Filtrationsbedingungen wie
in Beispiel 1 angewandt unterworfen.
In dem erhaltenen permeierten öl betrug der Gummi-Gehalt 0,04 Gew.-%, und der Wasser-Gehalt
betrug 0,07 Gew.-%. Die Entschleimungswirkung und die Entwässerungswirkung waren gut. Die Öl-Permeationsrate
betrug im Zustand konstanter Filtration 3,8 l/h.
''■■■ Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
r; 25
:>i 14
Claims (1)
1. Verfahren zur Raffination eines Pflanzenöls unter Einsatz einer porösen Membran mit Poren, die durch
die Membran hindurchgehende Kanäle von ihrer einen Oberfläche zu ihrer anderen Oberfläche bilden,
gekennzeichnetdurchdie folgenden Schritte:
a) Rühren eines ein Gummi enthaltenden, rohen Pflanzenöls bei 30cC bis 95°C während einer Zeitdausr
von 5 min bis 8 h in Anwesenheit von 0,1 bis 10 Gew.-%, bezogen auf das rohe Pflanzenöl, Wasser;
b) Zusammenbringen des gerührten Pflanzenöls mit der Oberfläche der porösen Membran, wobei die
ίο Membran an ihrer Oberfläche eine kritische Oberflächenspannung (yc) von weniger als 33 mN/m (dyn/
cm) und einen mittleren Porendurchmesser von 0,05 bis 3 μΐη besitzt und wobei das Zusammenbringen
der gerührten Pflanzenöls mit der Oberfläche der porösen Membran in der Weise erfolgt, daß man das
gerührte Pflanzenöl auf der Oberfläche der Membran mit einer Lineargeschwindigkeit 3 m/s in einer
Richtung parallel zu der Membranoberfläche strömen läßt, und hierdurch das Pflanzenöl selektiv die
Membran durchdringt, während das Gummi zusammen mit dem Wasser konzentriert und von dem
Pflanzenöl abgetrennt wird, und
c) Gewinnung des Pflanzenöls, das im wesentlichen frei von dem Gummi und von Wasser ist
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| JP19066081A JPS5950718B2 (ja) | 1981-11-30 | 1981-11-30 | 植物性油の膜による精製方法 |
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| DE3244007C2 true DE3244007C2 (de) | 1986-06-12 |
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| DE102007016157A1 (de) | 2007-04-02 | 2008-10-09 | Bayer Technology Services Gmbh | Verfahren zur Trennung von Produktgemischen aus Umesterungsreaktionen |
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1982
- 1982-11-18 CA CA000415848A patent/CA1189087A/en not_active Expired
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| CA1189087A (en) | 1985-06-18 |
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