DE3784100T2 - Spurverfolgungsservosystem fuer einen informationsaufzeichnungsplattenspieler. - Google Patents
Spurverfolgungsservosystem fuer einen informationsaufzeichnungsplattenspieler.Info
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft ein Spurverfolgungsservosystem gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
- In "research and disclosure, Nr. 248, Dezember 1984, Seite 588- 589" ist ein Plattenantrieb offenbart, der einen Aufnehmer, wie z. B. einen Laserabtastpunkt, über eine einzige Spur mittels einer Regelung mit geschlossener Regelschleife positioniert. Dieser Plattenantrieb umfaßt einen optischen Kopf und einen Differenzverstärker zum Erzeugen eines Fehlersignales auf dessen Grundlage der Plattenantrieb gesteuert wird. Auf der Platte gibt es Spuren und in Zwischenabschnitten davon ist das Fehlersignal instabil. Bei dem Schritt- bzw. Sprungvorgang des Wandlers von einer Spur zu einer anderen Spur wird die Servoschleife geöffnet, wenn ein Nulldurchgang des Spurfehlersignals wahrgenommen wird und die Servoschleife wird wieder geschlossen, wenn eine Spitze des Spurfehlersignals wahrgenommen wird. Danach wird der Plattenantrieb wieder mit einer geschlossenen Regelschleife gesteuert, die den Aufnehmer über der Spur halten kann.
- Aus der japanischen Patentanmeldung 60-258775 ist eine weitere Spurverfolgungsschaltung bekannt, die Schalteinrichtungen zum Schließen und Öffnen der Steuer-bzw. Regelschleife vorsieht.
- In "A. Weinmann,: Regelungen, Band 2, Seiten 191-200, Springer Verlag 1984" wird allgemein erklärt, daß ein Regelsystem mit geschlossener Regelschleife durch unterschiedliche Regelparameter an sich ändernde Umstände während des Betriebs angepaßt werden kann.
- Aus der japanischen Patentanmeldung 61-80529 ist ein Spurverfolgungsservosystem bekannt, das Sprung- und Bremspulse für die Bewegung eines optischen Kopfes verwendet, wobei die Pulse gemäß eines Spurfehlersignals geregelt werden.
- Ein Spurservosystem ist unabkömmlich in einem System zum Abspielen einer Information aufnehmenden Platte, wie z. B. einer Videoplatte oder einer digitalen Audioplatte (nachfolgend einfach als Platte bezeichnet), um die Stellung des Informationsleselichtpunktes so zu steuern, daß er immer genau einer Aufnahmespur folgt, die auf der Platte ausgebildet ist, selbst wenn die Platte etwas exzentrisch ist.
- Das Spurverfolgungssystem bildet ein sogenanntes Regelsystem mit geschlossener Regelschleife, bei dem ein Spurfehlersignal, das einem Maß an Abweichung des Informationsleselichtpunktes bezüglich der Aufnahmespur der Platte entspricht, erzeugt wird und ein Stellglied zum Ablenken des Informationslesepunktes in eine radiale Richtung der Platte gemäß dem Spurfehlersignal angetrieben wird, um dabei die Stellung des Informationsleselichtpunktes bezüglich der Aufnahmespur zu steuern bzw. zu regeln.
- Ferner wird in einem solchen Servosystem während eines Spursprungvorgangs, bei dem der Infomationslesepunkt über die Spuren bewegt wird, der Regelungsvorgang so ausgeführt, daß die Servoschleife geöffnet wird und Sprungpulse an das Spurstellglied abgegeben werden, und folglich die Servoschleife zu einem geeigneten Zeitpunkt geschlossen wird, so daß die Servoschleife schnell eingekoppelt wird.
- In solch einem Spurverfolgungsservosystem ist eine Entzerrschaltung in die Servoschleife eingebaut, die für einen proportional-integral-differential-(PID) Betrieb geeignet ist, und die Stabilisierung der Servoschleife wird durch den Betrieb der Entzerrschaltung erreicht. Ein Beispiel der Verstärkungs- und Phasencharakteristiken der Entzerrschaltung ist in Fig. 4 für offene Servoschleifencharakteristiken dargestellt. Wie dargestellt ist, wird der Kompensationsbetrieb des Entzerrers so ausgeführt, daß die Verstärkung in dem unteren Frequenzbereich durch einen Integrationskoeffizienten erhöht wird, um die Spurverfolgung des Aufnehmers gegenüber der Exzentrizität der Scheibe zu verbessern. Ferner wird der Phasenvorlauf mittels des Differentialkoeffizienten kompensiert. Jedoch wird der Kompensationsvorgang hauptsächlich durch die Integralkomponente erreicht.
- Bei dieser Art von Regelsystem, bei der die Integralkomponente die Hauptkomponente ist, wenn angenommen wird, daß der Lichtpunkt S1 zum Lesen von Information bewegt wird, während die Spurservoschleife geschlossen ist, bewirkt das Spurfehlersignal nach dem Durchgang durch die Entzerrschaltung einen Beschleunigungsbetrieb auf das Stellglied, während einer ersten Halbperiode eines Spursprungvorganges, der in Fig. 2B als Periode A dargestellt ist, und einen Verzögerungsvorgang auf das Stellglied während einer letzten Halbperiode des Spursprungvorganges, der in Fig. 2B als Periode B dargestellt ist. Dies ergibt, daß die Einkoppelung in die Servoschleife während des Beschleunigungsantriebs des Stellglieds erfolgt. Jedoch wird dies eine große Überschwingung verursachen und die Einkoppelung in das Servosystem wird unstabil werden.
- Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es deshalb, ein Spurverfolgungsservosystem vorzusehen, bei dem die Einkoppelung der Servoschleife stabil ist und sicher zum Zeitpunkt des Spursprungbetriebes ausgeführt wird.
- Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Kennzeichens des Anspruchs 1 gelöst.
- Insbesondere in einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung sind die Integrations- und Differentialkoeffizienten, die die Eigenschaften des Entzerrers zum Kompensieren der Frequenzcharakteristik des Spurfehlersignals bestimmen, variabel ausgebildet, und während des Spursprungvorganges wird für eine vorbestimmte Zeitdauer nach dem Schließen der Servoschleife der Integrationskoeffizient klein und der Differentialkoeffizient groß gemacht.
- Fig. 1 ist ein Blockschaltbild, das ein Ausführungsbeispiel des Spurverfolgungsservosystems gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt;
- Fig. 2A und 2B sind Diagramme, die die Beziehung zwischen der Stellung des Lichtpunktes zum Lesen der Information und des Spurfehlersignals zeigen;
- Fig. 3 ist ein Blockschaltbild, das ein Beispiel des Aufbaus des digitalen Entzerres zeigt, der in dem System aus Fig. 1 eingebaut ist;
- Fig. 4 ist ein Diagramm, das eine offene Schleifencharakteristik des Spurverfolgungsservosystems zeigt und
- Fig. 5A bis 5F sind Zeitdiagramme, die die Wellenformen von Signalen an unterschiedlichen Punkten in dem Spurverfolgungsservosystem aus Fig. 1 wiedergeben.
- Fig. 1 ist ein Blockschaltbild, das ein Ausführungsbeispiel des Spurverfolgungsservosystems gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt.
- Wie dargestellt, werden drei Lichtpunkte durch Teilen eines Laserstrahls erhalten, d. n. ein Lichtpunkt S1 zum Lesen von Information und ein Paar von Lichtpunkten S2 und S3 zum Aufnehmen von Spurinformation, die dem Lichtpunkt S1 jeweils vorauslaufen bzw. nachlaufen, während eine relative Bewegung zwischen den Lichtpunkten und der Platte auftritt, werden von einem Aufnehmer (nicht dargestellt) gegen die Aufnahmespur T der Platte in einer Art und Weise abgestrahlt, wie es in Fig. 1 dargestellt ist. Die Reflektion dieser Lichtpunkte wird durch photoelektrische Umwandlungseinheiten 1, 2 und 3 aufgenommen, die in den Aufnehmer eingebaut sind.
- Die photoelektrische Umwandlungseinheit 1 ist viertelkreisförmig ausgebildet und besteht aus vier unabhängigen Licht aufnehmenden Elementen, die durch zwei sich im wesentlichen im rechten Winkel in der Lichtaufnahmeebene kreuzenden Linien verbunden sind. Eine Summe der Ausgabesignale dieser vier Lichtwahrnehmungselemente bildet ein Wiedergabe-RF (Radio Frequenz) Signal. Andererseits, werden ein Paar von Ausgabesignalen der photoelektrischen Umwandlungseinheiten 2 und 3 in einen Differenzverstärker 4 eingespeist, bei dem ein Signal (S2-S3), das eine Differenz zwischen den Ausgabesignalen der photoelektrischen Umwandlungseinheit 2 und 3 darstellt, erzeugt wird, und das Signal (S2-S3) bildet das Spurfehlersignal. Wenn sich die Lichtpunkte S1 bis S3 von einer Aufnahmespur T1 zu einer angrenzenden Aufnahmespur T2 durch einen Spursprungvorgang, wie in Fig. 2A gezeigt ist, bewegen, wird das Spurfehlersignal (S2-S3) eine sinusförmige Wellenform haben, wie sie in Fig. 2B gezeigt ist. Folglich wird das Spursignal (S2-S3) proportional zu der Abweichung der Stellung des Lichtpunktes S1 zum Lesen einer Information von der Aufnahmespur T, und Nulldurchgangspunkte des Spurfehlersignals (S2-S3) entsprechen einer Stellung über einer jeden Aufnahmespur T (T1 oder T2) und einer Stellung zwischen den Aufnahemspuren T1 und T2.
- Das Spurfehlersignal wird an eine Fehlerverstärker 5 geliefert, wo es verstärkt wird und anschließend an einen A/D (Analog- Digital) Wandler 6, einer Nulldurchgangswahrnehmungschaltung 7 und einer Spitzen- bzw. Peakwahrnehmungsschaltung 8 geführt wird. In dem A/D Wandler 6 wird das Spurfehlersignal in eine digitale Form gewandelt und an einen digitalen Entzerrer 9 zugeführt, in dem ihre Frequenzcharakteristik kompensiert wird, worauf das Signal an einen D/A (Digital-Analog) Wandler 10 zugeführt wird, in dem das Spurfehlersignal in digitaler Form wiederum in eine analoge Form gewandelt wird, und anschließend wird es an einen geschlossenen Kontakt 11a eines Scheifenschalters 11 zugeführt. Ein Ausgabesignal des Schleifenschalters wird an ein Stellglied 13 des Aufnehmers durch eine Antriebsschaltung 12 zugeführt. Das Stellglied 13 ist in Betrieb, um den Lichtpunkt S1 in die radiale Richtung der Platte so abzulenken, daß der Lichtpunkt S1 zum Lesen von Information genau der Aufnahmespur T folgt. Die Spurservoschleife wird durch die oben beschriebenen Elemente ausgebildet.
- Der Schaltevorgang des Schleifenschalters 11 wird mittels einer Schaltersteuerungsschaltung 14 gesteuert und die Servoschleife schließt sich, wenn ein beweglicher Kontakt des Schleifenschalters 11 an den Schließ-Kontakt 11a angeordnet ist. Während der offenen Schleifenbedingung, bei der der bewegliche Kontakt des Schleifenschalters 11 an einen Offen-Konakt 11b angeordnet ist, werden beispielsweise Sprungpulse mit negativer Polarität und Bremspulse mit positiver Polarität an geeigneten Intervallen durch eine Pulse erzeugende Schaltung 15 erzeugt und an das Stellglied 13 zugeführt. Der Spursprungbetrieb wird in dieser Art und Weise ausgeführt. Die Intervalle oder Zeitpunkte der Erzeugung von Sprung- und Bremspulsen werden durch ein Steuerelement 16 gesteuert.
- Wie in Fig. 2B dargestellt ist, nimmt die Nulldurchgangswahrnehmungsschaltung 7 den Nulldurchgang bei dem Übergang des Spurfehlersignals von positiver zu negativer Polarität wahr und liefert ein Wahrnehmungsausgabesignal an das Steuerelement 16. Andererseits nimmt die Spitzenwahnehmungsschaltung 8 einen Zustand wahr, bei dem das Spurfehlersignal eine negative Spitze bzw. negativen Peak erreicht hat und liefert ein Wahrnehmungsausgabesignal an das Steuerelement 16. Als Nulldurchgangswahrnehmungsschaltung 7 und Spitzenwahrnehmungsschaltung 8 können kommerziell erhältliche Schaltungen verwendet werden, die einen bekannten Schaltungsaufbau haben. Das Steuerelement 16 umfaßt einen Mikroprozessor und periphere Elemente. Bei dem Spursprungvorgang liefert das Steuerelement 16 ein Änderungs- bzw. Umschaltzeitsignal für den Schleifenschalter 11 an die Schaltesteuerungsschaltung 14 und Zeitsignale für die Erzeugung der Sprungpulse und der Bremspulse an die Pulserzeugungsschaltung 15 in Übereinstimmung mit einem Sprungbefehlsignal von außen, wie z. B. von einem Kontrollteil des Plattenspielsystems, und die Wahrnehmungsausgangssignale der Nulldurchgangswahrnehmungsschaltung 7 und der Spitzenwahrnehmungsschaltung 8.
- Der digitale Entzerrer 9 bewirkt Kompensationsvorgänge entsprechend proportionalen (P), integralen (I) und differentialen (D) Komponenten einer Eingangssignalwellenform.
- Fig. 3 zeigt ein Beispiel des Aufbaus dieses digitalen Entzerrers 9, der aus dem Stand der Technik bekannt ist. In Fig. 3 stellen KP, KI, KD und KO jeweils den Proportionalkoeffizienten, den Integrationskoeffizient, den Differentialkoeffizient und den unvollstädigen Integrationskoeffizienten dar. Z&supmin;¹ stellt einen vorhergegangenen Proben- bzw. Datenwert dar.
- Falls das Eingabesignal, das Ausgabesignal und die Entzerrcharakteristik jeweils durch X(Z), Y(Z) und EQ(Z) ausgedrückt werden, kann die Beziehung zwischen dem Eingabesignal zu dem Ausgabesignal folgendermaßen dargestellt werden:
- Y(Z) = EQ(Z) X(Z)
- wobei EQ(Z) ferner durch folgende Gleichung ausgedrückt werden kann:
- Fig. 4 zeigt eine offene Schleifencharakteristik des Spurverfolgungssservosystems. In dieser Charakteristik bewirkt der Differentialkoeffizient KD den Kompensationsvorgang des Phasenvorlaufs in dem oberen Frequenzbereich. Andererseits bewirkt der Integrationskoeffizient KI den Kompensationsvorgang der Verstärkungserhöhung im unteren Frequenzbereich.
- Dieser Digitalentzerrer 9 ist so ausgebildet, daß sowohl der Integrationskoeffizient KI und der Differentialkoeffizient KD, die die Entzerrcharakteristik bestimmen, veränderlich zwischen zwei Werten sind. Insbesondere haben der Integrationskoeffizient KI und der Differentialkoeffizient KD jeweils zwei Werte von KI1 und KD1 mit welchen die Integralkomponente eine bevorzugte Rolle in der Steuerung spielt und KI2 (< KI1) und KD2 (> KD1) mit welchen die Differentialkomponente eine bevorzugte Rolle in der Steuerung spielt. Gemäß eines Befehls vom Steuerelement 16 wird eine KI, KD Steuerschaltung 17 in Betrieb gesetzt, um die Koeffizientenwerte KI1 und KD1 während des Normalbetriebs und die Koeffizientenwerte KI2 und KD2 während einer vorbestimmten Zeitperiode (wird später beschrieben) zu dem Zeitpunkt eines Spursprungvorganges auszuwählen.
- Der Betrieb der Schaltung zu dem Zeitpunkt der Spurspungvorganges, die gemäß der obigen Beschreibung aufgebaut ist, wird mit Bezug auf die Zeitdiagramme aus Fig. 5A bis 5F nachfolgend beschrieben.
- Wenn der Sprungbefehl an das Steuerelement 16 von außen zugeführt wird, setzt das Steuerelement 16 die Schaltersteuerungsschaltung 14 in Betrieb, um die Position des Schalters von der Schleifenschalterstellung 11 in die Offen-Kontaktstellung 11b zu ändern und liefert einen Befehl an die Pulserzeugungsschaltung 15, so daß diese einen negativen Sprungpuls erzeugt (Fig. 5A). Durch diesen Vorgang, wie in Fig. 2A dargestellt ist, bewegt sich der Informationslesepunkt S1 von der Spur T1 zu der Spur T2. Während dieser Bewegung des Informationslesepunktes, ändert sich die Signalhöhe des Spurfehlersignals, wie es in Fig. 2B dargestellt ist, in der Form einer sinusförmigen Welle gemäß der Bewegung des Informationslesepunktes S1 bezüglich zu der Aufnahmespur T.
- Die Nulldurchgangswahrnehmungsschaltung 7 erzeugt ein Ausgabesignal (Fig. 5B) mit dem hohen Wert sofort nach dem Ende des Sprungpulses (Fig. 5A) und es tritt ein Übergang des Ausgabesignals (Fig. 5B) von dem hohen Wert auf den niedrigen Wert auf, wenn der Nulldurchgang des Spurfehlersignals auftritt. Folglich stellt der Zeitpunkt des Übergangs des Ausgabesignals (Fig. 5B) den Zeitpunkt der Wahrnehmung des Nulldurchganges dar. Auf den Übergang des Ausgabesignals (Fig. 5B) von der Nulldurchgangswahrnehmungsschaltung 7, die den Zeitpunkt der Wahrnehmung des Nulldurchganges darstellt, gibt das Steuerelement einen Befehl an die Pulserzeugungsschaltung 15 ab, so daß sie einen positiven Bremspuls (Fig. 5C) erzeugt. Dieser Bremspuls (Fig. 5C) wird an das Stellglied 13 geliefert, um die Bewegungsgeschwindigkeit des Informationslesepunktes S1 zu verlangsamen.
- Die Spitzenwahrnehmungsschaltung 8 erzeugt ein Ausgabesignal (Fig. 5D) mit einem hohen Wert sofort nach dem Ende des Bremspulses (Fig. 5C) und einen Übergang des Ausgabesignals (Fig. 5D) der Spitzenwahrnehmungsschaltung 8 findet von dem hohen Wert auf den niedrigen Wert statt, wenn die negative Spitze des Spurfehlersignals durch die Spitzenwahrnehmungsschaltung 8 wahrgenommen wird. Der Zeitpunkt dieses Übergangs des Ausgabesignals (Fig. 5D) der Spitzenwahrnehmungsschaltung 8 stellt den Zeitpunkt der Wahrnehmung der Spitze dar. Auf den Übergang des Ausgabesignals (Fig. 5D) der Spitzenwahrnehmungsschaltung 8, die die Wahrnehmung der Spitze darstellt, setzt das Steuerelement 16 die Schaltersteuerschaltung 11 in Betrieb, um von der Schleifenschalterstellung 11 auf die geschlossene Kontaktstellung 11a umzuschalten. Ferner liefert das Steuerelement 16 ein Umschaltsteuersignal (Fig. 5E) nach einer vorbestimmten Zeitdauer Ta von diesem Zeitpunkt an die KI, KD Steuerschaltung 17, so daß die Integrations- und die Differentialkoeffizienten KI und KD des digitalen Entzerrers 9 von den Werten KI1 und KD1 auf Werte die KI2 und KD2 umgeschaltet werden. Durch diesen Vorgang hat der Entzerrer 9 einen Integrationskoeffizienten KI, der kleiner als der im normalen Abspielbetrieb ist, und einen Differentialkoeffizienten KD, der größer als der im normalen Abspielbetrieb ist. Folglich spielt die Differentialkomponente die Hauptrolle in der Kompensationscharakteristik bei diesem Zustand.
- Die Wellenform des Signals das an das Stellglied 13 geliefert wird, ist in Fig. 5F dargestellt. Wie es gezeigt ist, wird das Spurfehlersignal zuerst an das Stellglied zugeführt. Wenn ein Sprungbefehl an das Steuerelement zugeführt wird, wird der Sprungpuls mit negativer Polarität und einer vorbestimmten Dauer an das Stellglied zugeführt. Folglich wird der Bremspuls mit positiver Polarität an das Stellglied abgegeben, wenn der Nulldurchgang des Spurfehlersignals wahrgenommen wird. Nach dem Ende des Bremspulses wird das Spurfehlersignal wieder an das Stellglied 13 zugeführt und die Entzerrcharakteristik des digitalen Entzerrers 9 wird geändert, wenn die negative Spitze des Spurfehlersignals durch den Spitzendetektor 8 wahrgenommen wird. Innerhalb der Zeitdauer Ta, in der die Entzerrcharakteristik von einer normalen Charakteristik geändert wird, findet das Einkoppeln in die Servoschleife statt.
- In dem Steuer- bzw. Regelsystem, in dem die Differentialkomponente hauptsächlich in dem oben beschriebenen Zustand ist, falls angenommen wird, daß der Lichtpunkt S1 zum Lesen von Information bewegt wird, während die Spurservoschleife geschlossen ist, verursacht das Spurfehlersignal, nachdem es den Entzerrer 9 durchlaufen hat, den Verzögerungsvorgang auf das Stellglied 13 während der Zeitdauern C und E, die in Fig. 2B dargestellt sind, und verursacht den Beschleunigungsvorgang auf das Stellglied 13 während einer Zeitdauer D, die in Fig. 2B dargestellt ist. Daher wird durch Umschalten der Integrations- und Differentialkoeffizienten KI und KD des Entzerrers 9 auf die Werte KI2 und KD2 mittels derer die Differentialkomponente eine vorrangige Rolle im Kompensationsbetrieb zu dem Zeitpunkt der Wahrnehmung des Spitzenwertes spielt, die Einkopplung in die Servoschleife stattfinden, während die Verzögerungskraft auf das Stellglied 13 wirkt. Folglich ist die Stabilität der Einkopplung der Servoschleife erhöht. Unter diesen Bedingungen ist die Verstärkungserhöhungswirkung für den unteren Frequenzbereich vermindert, da der Integrationskoeffizient KI klein ist. Dies bedeuted, daß die Schleifenverstärkung im unteren Frequenzbereich im Vergleich zum Normalbetrieb vermindert ist, wie es durch die gestrichelte Linie in Fig. 4 dargestellt ist. Da jedoch die Zeit, die für die Einkopplung der Servoschleife benötigt wird, relativ kurz ist, hat die Verminderung der Verstärkung in dem Bereich kleiner Frequenz praktisch keine Wirkung auf den Betrieb des Systems. In Fig. 4 zeigt die durchgezogene Linie die Charakteristik des normalen Abspielbetriebs an.
- Wenn die oben genannte vorbestimmte Zeitdauer abgelaufen ist bzw. der entsprechende Betrieb beendet ist, werden die Integrations- und Differentialkoeffizienten KI und KD des Digitalentzerrers jeweils auf die Werte KI1 und KD1 bzw. auf den Regelbetrieb zurückgesetzt, in dem die Integralkomponente eine vorrangige Rolle spielt. Folglich ist die Verfolgungseigenschaft des Aufnehmers bezüglich der Exzentrizität der Platte sichergestellt.
- Aus der vorhergehenden Beschreibung wird festgestellt, daß gemäß der vorliegenden Erfindung das System so aufgebaut ist, daß der Integrationskoeffizient des Entzerrers im Vergleich zu dem normalen Abspielbetrieb verkleinert und der Differentialkoeffizient des Entzerrers vergrößert wird, während einer vorbestimmten Zeitdauer nach dem Schließen der Servoschleife bei einem Spursprungvorgang. Folglich kann die Servoschleife eingekoppelt werden, wenn die Verzögerungskraft auf das Stellglied ausgeübt wird. Auf diese Weise wird die Einkoppelung der Servoschleife in den Spursprungbetrieb in einer stabilen und sicheren Art und Weise erreicht.
Claims (4)
1. Ein Spurverfolgungsservosystem für einen
Informationsaufzeichnungsplattenspieler mit einem Aufnehmer,
umfassend:
spurfehlersignalerzeugende Einrichtungen (1-4) zum
Erzeugen eines Spurfehlersignals (S2,S3) in Übereinstimmung
mit einem Verschiebebetrag eines Informationslesepunktes
(S1) des Aufnehmers in Bezug zu einer Aufzeichnungsspur
(T), die auf der Platte ausgebildet ist, in radialer
Richtung der Platte;
eine Antriebseinrichtung (12,13) zum Ablenken des
Informationslesepunktes (S1) in radiale Richtung der Platte;
eine Abgleichseinrichtung (9), die mit den
spurfehlersignalerzeugenden Einrichtungen zum Kompensieren einer
Frequenzeigenschaft des Spurfehlersignales verbunden ist
und ein Ausgangssignal erzeugt,
einen Schleifenschalter (11), der zwischen der
Abgleichseinrichtung (9) und der Antriebseinrichtung (12,13) zum
Schalten der Übertragung des Ausgabesignals der
Abgleichseinrichtung zu der Antriebseinrichtung angeordnet
ist,
eine Steuereinrichtung (14,16,17) zum Steuern der
Übertragung des Ausgabesignals der Abgleichseinrichtung (9)
an die Antriebseinrichtung (12,13), wobei
die Steuereinrichtung (14,16,17) die Übertragung des
Ausgabesignals der Abgleichseinrichtung durch Öffnen des
Schleifenschalters (11) auf einen Sprungbefehl für einen
Spursprungvorgang hin anhält, durch den der
Informationslesepunkt (S1) sich von einem Aufzeichnungsspurabschnitt
zu einem anderen Aufzeichnungsspurabschnitt bewegt und
die Übertragung des Ausgabesignals der
Abgleichseinrichtung durch Schließen des Schleifenschalters (11) zu
einem gewünschten Zeitpunkt während des
Spursprungvorganges wiederaufnimmt,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Steuereinrichtung (14,16,17) ferner betrieben wird,
um die Abgleichseigenschaft der Abgleichseinrichtung (9)
für eine vorbestimmte Zeitdauer nach der Wiederaufnahme
der Übertragung des Ausgabesignals der
Abgleichseinrichtung zu ändern.
2. Ein Spurverfolgungssystem nach Anspruch 1, wobei die
Abgleichseinrichtung (9) einen Integrationskoeffizienten
(KI) und einen Differentialkoeffizienten (KD) hat, wobei
beide veränderbar sind und die Abgleichseigenschaft der
Abgleichseinrichtung bestimmen, und wobei die
Steuereinrichtung (17) betätigt wird, um den
Integrationskoeffizienten kleiner als seinen Wert bei einem normalen
Abspielzustand des Plattenspielersystems zu machen und den
Differentialkoeffizienten größer als seinen Wert bei dem
normalen Abspielzustand für die vorbestimmte Zeitdauer
nach der Wiederaufnahme der Übertragung des
Ausgabesignals der Abgleichseinrichtung zu machen, um die
Servoschleife zu schließen.
3. Ein Spurverfolgungsservosystem nach Anspruch 1, wobei die
Steuereinrichtung (14,16,17) umfaßt
Einrichtungen (15) zum Erzeugen eines Sprungpulses einer
vorbestimmten Dauer, der der Antriebseinrichtung (12)
über den Schleifenschalter (11) auf den Sprungbefehl hin
zugeführt wird,
Einrichtungen (15) zum Erzeugen eines Bremspulses einer
vorbestimmten Dauer, der an die Antriebseinrichtung (12)
über den Schleifenschalter (11) zugeführt wird,
eine Einrichtung zum Wahrnehmen eines Nulldurchgangs des
Spurfehlersignales und
eine Einrichtung (2) zum Wahrnehmen einer Spitze des
Spurfehlersignales, und wobei die Steuereinrichtung (15-
17) den Sprungpuls an die Antriebseinrichtung über den
Schleifenschalter auf den Sprungbefehl hin zu führt und
den Bremspuls an die Antriebseinrichtung über den
Schleifenschalter zuführt, wenn ein Null-Durchgang des
Spurfehlersignales nach einer Löschung des Sprungpulssignales
wahrgenommen wird und die Zufuhr des Spurfehlersignales
an die Antriebseinrichtung (12) über den
Schleifenschalter (11) wiederaufnimmt und die Abgleichseigenschaften
der Abgleichseinrichtung (9) ändert, wenn eine Spitze des
Spurfehlersignales nach einer Löschung des Bremspulses
wahrgenommen wird.
4. Ein Spurverfolgungsservosystem nach Anspruch 2, wobei die
vorbestimmte Zeitdauer bestimmt ist, um länger als eine
Zeitdauer zu sein, die für ein Einriegeln der
Servoschleife nach der Wiederaufnahme der Zufuhr des
Spurfehlersignales erforderlich ist, um die Servoschleife zu
schließen.
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