CH171717A - Verfahren zur Herstellung von Diacetyldiphenolisatin. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Diacetyldiphenolisatin.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Diacetyldiphenolisatin. Die Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren zur Herstellung von Diacetyl- diphenolisatin. Es sind bereits verschiedene Verfahren zum Acetylieren von Diphenoli- satin in Vorschlag gebracht worden, jedoch wird, soweit bekannt,
bei allen diesen Ver fahren .die Acetylierung in nichtwässerigen Lösungsmitteln und unter Erwärmung mit wechselnder Dauer durchgeführt. Unter Ver wendung von Essigsäureanhydrid als Ace- tylierungsmittel ist auch schon vorgeschla gen worden, dasselbe in grossem Überschuss anzuwenden, so dass das Anhydrid selbst als Lösungsmittel für das Diphenolisatin wirkt, und die Acetylierung dann unter Erwärmen unterhalb 100 durchzuführen (Preiswerk U. S. A. Nr. 1624675).
Später werden von Preiswerk im DRP. Nr. 44753'9 höhere Tem peraturen, nämlich 120 bis<B>130'</B> C, vorge schlagen, aber auch hier wird ein grosser Überschuss an Essigsäureanhydrid benutzt.
Es wurde nun gefunden, dass. die wasser- lösliehen Alkalisalze des Diphenolisatins leicht und glatt in wässerigem Medium bei tiefen Temperaturen und unter Verwendung nur eines geringen Überschusses an Essig säureanhydrid acetyliert werden und dass unter Beobachtung .der nachstehend angege benen Bedingungen praktisch eine theore tische Ausbeute an Diacetyldiphenolisatin erhalten wird.
<I>Beispiel:</I> 109 gr Diphenolisatin werden in 75 gr Natriumhydrogyd und 2'50 cm' Wasser ge löst; die gekühlte Lösung wird dann auf 1 kg Eis aufgegossen. Dem Eisgemisch werden dann unter schnellem Rühren 141 gr 90 % iges Essigsäureanhydrid zugesetzt. Nach einigen Minuten fällt das Diacetyldiphenolisatin als weisser Niederschlag aus. Die Temperatur beträgt .dann etwa 0 bis -5 C.
Das Re aktionsgemisch wird am Ende entweder mit einem Alkali oder mit Essigsäureanhydrid sorgfältig so eingestellt, .dass es leicht sauer ist, da andernfalls durch etwa vorhandenes, zurückgebliebenes freies Ätznatron das Di- acetyldiphenolisatin langsam verseift werden würde.
Nachdem das Gemisch 15 bis 30 Mi- nuten durchgerührt worden ist, wird es fil triert und der Niederschlag gut mit Wasser ausgewaschen. Die Ausbeute beträgt 145 gr rohes, technisches Diacetyldiphenolisatin. Das trockene Rohprodukt wird einmal aus 1400 -r Eisessig umkristallisiert. Der Schmelzpunkt des so erhaltenen Produktes beträgt 242 bis 242,5' C. Es bildet weisse Kristalle und ist von pharmazeutischer Rein heit.
Durch Ausfällen des Eisessigfiltrates mit Wasser werden kleine Mengen von Mono- acetyldiphenolisatin erhalten, welches in das Verfahren zurückgegeben und dann weiter zu Diacetyldiphenolisatin acetyliert werden kann. Wird die Temperatur niedrig gehal ten, so wird die Hydrolyse des Essigsäure- anhydrides zu Essigsäure vor der Acetylie- rung fast vollständig verhindert.
Die be nutzte Alkalimenge ist grösser, als sie für .das Lösen des Diphenolisatins erforderlich ist, und zwar um die Essigsäure zu neutrali sieren, welche durch,die Reakiton des Essig säureanhydrides gebildet wird; andernfalls würde die angesäuerte Lösung eine Ausfäl lung .des Diphenolisatins verursachen, wel ches dann der Acetylierung entgehen würde.
Beim Vergleich der oben beschriebenen Ausführungsform des vorliegenden Verfah rens mit den bisher bekannten Ver fahren geht hervor, dass viel kleinere Mengen Essigsäureanhydrid benutzt werden, und da während .der Reaktion die Lösung entweder alkalisch oder nur sehr leicht sauer ist, kann die Reaktion in hölzernen Bottichen an Stelle .der teuren säurebeständigen email lierten Vorrichtungen durchgeführt werden.
Auch ist die Verwendung eines wässerigen Mediums, in welchem die Reaktion durchge führt wird, an Stelle -von organischen Lö sungsmitteln einschliesslich des Essigsäure anhydrides selbst ein sehr wesentlicher Vor teil. Ausserdem verläuft die Reaktion prak tisch augenblicklich.
Die Durchführung des Verfahrens ist selbstverständlich nicht an die in dem Aus führungsbeispiel angegebenen Einzelheiten gebunden; vielmehr können an .der genannten Ausführungsform Abänderungen vorgenom- men werden, ohne dass hierdurch .der Rahmen der Erfindung verlassen wird.
Das Diacetyldiphenolisatin kann als Arz- neimittel und auch als Zwischenprodukt für die Herstellung von Farbstoffen Verwendung finden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Diacetyl- diphenolisatin, dadurch gekennzeichnet, dass ein wasserlösliches Alkalisalz des Diphenol- isatins in wässerigem Medium acetyliert und dabei die Temperatur so tief gehalten wird, dass die Hydrolyse des Acetylierungsmittels so weit wie möglich verhindert wird. UNTERANSPRüCHE 1.Verfahren nach .dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Acetylie- rungsmittel Essigsäureanhydrid verwen det wird. 2. Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zu einem durch Auflösen von Diphenolisatin in einer wäs serigen Alkalilösung hergestellten Alkali salz unter Aufrechterhaltung einer genü gend tiefen Temperatur Essigsäureanhy- drid zugesetzt wird. 3.Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass nach beendeter Reaktion die Lösung auf neutral oder ganz schwach sauer eingestellt wird. 4. Verfahren nach dem Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekenn zeichnet, dass das zum Lösen des Di- phenolisatins benutzte Alkali im Über schuss angewendet wird. 5. Verfahren nach dem Patentanspruch, da " durch gekennzeichnet, dass die Acetylie- rung bei etwa 0 C durchgeführt wird. G.Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das rohe Di- acetyldiphenolisatin aus Eisessig umkri stallisiert und aus dem Eisessigfiltrat durch Versetzen mit Wasser Monoacetyl- diphenolisatin abgeschieden wird, -das dann weiter zu Diacetyldiphenolisatin acetyliert wird.
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