CH183917A - Verfahren zur Herstellung einer Azoverbindung. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer Azoverbindung.

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CH183917A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Herstellung einer     Azoverbindung.       Gegenstand des Schweizer Patentes 173540  und seiner Zusatzpatente sind Verfahren zur  Herstellung von     Azoverbindungen,    die eine       haktericide    Wirkung zeigen.

   Nach diesen  Verfahren erhält man basische     Azoverbin-          dungen,    in denen der eine an die     Azobrücke     gebundene Kern durch ein kerngebundenes  basisches Stickstoffatom, das ringförmig ge  bunden sein kann, und ausserdem durch min  destens eine     Amino-    oder     Hydrogylgruppe     substituiert ist,

   und der andere an die     Azo-          gruppe    gebundene Rest eine     Sulfonsäure-          amidgruppe    in     p-Stellung    oder zwei     Sulfon-          säureamidgruppen    in beliebiger Stellung zur       Azogruppe    enthält. Säuregruppen sollen in  den neuen Produkten nicht vorhanden sein,  weil sieh gezeigt hat, dass durch ihr Vor  handensein die     baktericide    Wirkung der Ver  bindungen weitgehend aufgehoben wird.

    Beispielsweise verliert das     2,4-Diaminoazo-          benzol-4'-sulfonsäureamid    durch Einführung    einer     Carbogylgruppe    in     2'-Stellung    seine  Wirksamkeit. Dieser Sachverhalt war inso  fern von Nachteil, als eine grössere Löslich  keit der Verfahrensprodukte des -Haupt- und  Zusatzpatentes für deren     parenterale    An  wendung erwünscht war und die Einführung  von Säuregruppen als ein für die     Herbeifüh-          rung    einer grösseren Löslichkeit     vielfach    ge  eignetes Mittel bekannt ist.

   Aus     den    vorer  wähnten Gründen schien es im vorliegenden  Falle zunächst notwendig, andere Wege zur       Erhöhung    der Löslichkeit der Verfahrens  produkte des Hauptpatentes und der Zu  satzpatente zu gehen. Überraschenderweise  wurde jedoch gefunden, dass die Einführung  von Säuregruppen nicht in jedem Falle die       baktericide    Wirkung der Verfahrensprodukte  des Hauptpatentes und der Zusatzpatente  herabsetzt, dass, man vielmehr diese Produkte  unter Erhaltung ihrer     baktericiden    Wirkung  in     besserlösliche    Produkte überführen kann,

        wenn man Säuregruppen in den das basische  Stickstoffatom     bezw.    die     Hydroxylgruppe     tragenden Rest der     Azoverbindungen    des  Hauptpatentes und     _    der Zusatzpatente ein  führt. Dabei ist es für Wirkung und Lös  lichkeit gleichgültig, ob die freie Säure  gruppe in Form kernständiger oder mittels  beliebiger Zwischenglieder     gebundener        Sul-          fonsäure-    oder     Karbonsäuregruppen    vorhan  den ist.

   Beispielsweise können zur     Löslich-          machung    auch     Aminomethansulfonsäure-,          Aminomethansulfinsäure-,        Aminoessigsäure-,          Oxyessigsäure-,        Aminoäthansulfonsäure-    und  andere Reste dienen, wobei die für die Ver  bindungen charakteristische     Amino-    oder       Hydroxylgruppe    als Zwischenglied dienen  kann.

   Dementsprechend erhält man Verbin  dungen von gleichartiger     baktericider    Wir  kung     wie    die Verfahrensprodukte des     Haupt-          und    Zusatzpatentes, wenn man nach an sich  üblichen     Arbeitsweisen    solche     Azoverbindun-          gen    herstellt, in denen ein an die     Azobrücke     gebundener Benzol-, Naphthalin-,

       Pyridin.-          oder        Chinolinkern    durch ein kerngebundenes       Stickstoffatom    (in Form einer ringständigen       Aminogruppe        bezw.    als     Pyridin-    oder     Chi-          nolinringstickstoff),    ferner durch mindestens       eine    ringständige     Aminogruppe    oder     Ilydro-          xylgruppe    und schliesslich durch eine Säure  gruppe,

   die ihrerseits an die vorerwähnte       Amino-    oder     Hydroxylgruppe        gebunden    sein  kann, substituiert ist, während der andere an  die     Azogruppe        gebundene    Rest eine     Sulfon-          säureamidgruppe    in     p-Stellung    oder zwei       Sulfonsäureamidgruppen    in beliebiger Stel  lung zur     Azobrücke    enthält.  



  Der die     Sulfonsäureamidgruppe(n)    tra  gende Kern kann aromatischer,     heterocycli-          scher    oder     aromatisch-heterocyclischer    Na  tur sein, also beispielsweise Benzol, Naph  thalin,     Pyridin    oder     Chinolin    darstellen. Die  an der     Sulfonsäuregruppe    haftende     Amido-          gruppe    kann primär, sekundär oder tertiär  sein.

   Sie kann durch gesättigte oder unge  sättigte     Alkyl-    oder     Cycloalkyl-    oder     Aral-          kylreste    oder durch eine     Alkylengruppe    sub  stituiert sein.

   Im letzteren Falle bildet das  Stickstoffatom der     Sulfonsäureamidgruppe       mit dem     Alkylenrest    ein hydriertes,     hetero-          cyclisches,    zum Beispiel ein     Pyrrolidyl-    oder       Piperidylringsystem.        Oxyalkylreste    als     Sub-          stituenten    sind ungeeignet, da sie die     bakte-          ricide        Wirksamkeit    im Gegensatz zu an  dern     @Substituenten    sehr stark     herabsetzen.     Der     die,

  Sulfonsäureamidgruppe(n)    tragende  Rest darf weitere     Substituenten,    wie zum  Beispiel     Alkyl,    Halogen,     Hydroxyl,        ver-          äthertes        Hydroxyl    und die Nitrogrüppe, aber  keine freien Säuregruppen enthalten.  



  Die am andern gern stehende     Amino-          gruppe    kann beliebige     Substituenten        alipha-          tischer,        isocyclischer    oder     heterocyclischer     Art tragen. Die freie Säuregruppe und die       Azogruppe    können ein oder mehrfach im       Molekühl    enthalten     sein.     



  Gegenstand des vorliegenden Patentes ist  ein Verfahren zur Darstellung des     21,4-Dia-          minoazobenzol    -5 -     sulf        onsäure    - 4'     -sulf        onsäure-          amids.    Das Verfahren. ist dadurch gekenn  zeichnet, dass man die     Diazoverbindung    des       4-Aminobenzolsulfonsäureamids    mit     1,3-Phe-          nylendiamin-4-sulfonsäure    in wässriger Lö  sung kuppelt.

   Die Kupplung führt man  zweckmässig in     Gegenwart    eines säurebinden  den     Mittels,    zum Beispiel     Natriumacetat,     aus. Das so erhältliche     2,4-Diaminoazoben-          zol-5-sulfonsäure-4'-sulfonsäureamid    bildet  braune Nadeln, die in Alkalien leicht mit  gelbroter Farbe löslich sind.

   Es soll thera  peutische     Verwendung        finden.       <I>Beispiel:</I>  20,8 g     Hydrochlorid    des     4-Aminobenzol-          sulfonsäureamids    werden in 100     cm3    Wasser  gelöst und nach Zugabe von 15 cm'     konzen-          trierter-Salzsäure    mit einer Lösung von 6,9 g       Natriumnitrit    in Wasser     diazotiert.    Zu die  ser     Diazolösung        wird    eine Lösung von 18,8 g       1,3-Phenylendiamin-4-sulfonsäure,

      mit 40 g       Natriumacetat    in Wasser gelöst, gegeben.  Das     2,4-Diaminoazobenzol-5-sulfonsäure-4'-          sulfonsäureamid    fällt sofort als braunroter  Niederschlag aus. Dieser wird abgesaugt  und aus Wasser in Form     brauner    Nadeln  erhalten, die in     Alkalien    leicht mit gelbroter  Farbe löslich sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung einer Azo- verbindung, dadurch gekennzeichnet, dass man die Diazoverbindung des 4-Aminoben- zolsulfonsäureamids mit 1,3-Phenylendiamin- 4-sulfonsäure in wässriger Lösung kuppelt. Das so erhältliche 2,4-Diaminoazobenzol- 5 - sulfonsäure - 4' - sulfonsäureamid bildet braune Nadeln, die in Alkalien leicht mit gelbroter Farbe löslich sind.
    UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungsreaktion unter Zusatz von Natriumacetat ausgeführt wird.
CH183917D 1933-12-16 1935-03-16 Verfahren zur Herstellung einer Azoverbindung. CH183917A (de)

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