CH192970A - Verfahren zur Herstellung eines kapillaraktiven Mittels. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines kapillaraktiven Mittels.

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CH192970A
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Cie G M B H Henkel
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Henkel & Cie Gmbh
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  Verfahren zur Herstellung eines     kapillaraktiven    Mittels.    Das Hauptpatent Nr.<B>190153</B> betrifft ein  Verfahren zur Herstellung eines kapillar  aktiven Mittels, das dadurch gekennzeichnet  ist, dass man ein Gemisch von     Alkylkresolen,     das durch Kondensation von synthetischem       olefinreichem    Benzin mit in     Hauptsache          Orthokresol    enthaltendem technischem     Kre-          sol    in     Gegenwart    von     Kondensationsmitteln          erhalten.    wird, in Gegenwart von     Hydrie-          rungske,

  talysatoren        perhydriert    und das er  haltene     Hydrierungsprodukt    durch Behand  lung mit     Sulfonierungsmitteln    in     wasserlös=     liehe Form überführt.  



  Die vorliegende Erfindung     betrifft    ein  Verfahren zur Herstellung eines kapillar  aktiven Mittels, ,das dadurch gekennzeichnet  ist,     dass    man ein     Gemisch    von     Alkylxylen-          olen,    das durch     Kondensation    von     1;

  ss,5-          Zylenol    mit einem     olefinreichen        Kohlen-          'wasserstoffgemisch        (Kp"o    60 bis 2120) in  Gegenwart eines     Kondensationsmittels    er  halten wird, unter Verwendung von Hydrie-         rungskatalysatoren    hydriert und das erhal  tene     Hydrierungsprodukt    durch Behandlung  mit     Sulfonierungsmitteln    in wasserlösliche  Form überführt.  



  Die Hydrierung kann nach     bekannten     Methoden unter Verwendung von Kataly  satoren,     wie    Nickel,     Kupfer,.Kobalt,Chrom,     Zink, Cadmium, Mangan oder Edelmetallen       bezw.    aus diesen Metallen gemischten Ka  talysatoren erfolgen; ferner können auch  Katalysatoren, die gegen einen Schwefel  gehalt unempfindlich     sind,    wie     Molybdän,     Wolfram und     dergl.,    verwendet werden.  



  Die     Sulfonierung    kann mit den üblichen       Sulfonierungsmitteln,    wie     konz.    Schwefel  säure,     S03-enthaltender    Schwefelsäure,     S03,          Chlorsulfonsäure    oder     Anlagerungsprodukten     von S03 an     Tertiärbasen    und     dergl.    erfolgen,  wobei man in Gegenwart oder Abwesenheit  von     wasserentziehenden    Mitteln, ferner von       Lösungs-    oder Verdünnungsmitteln arbeiten  kann.

        Es     ist    zweckmässig, das saure     Sulfonie-          rungsprodukt    zu seiner praktischen Verwen  dung in Salze überzuführen, so vorzugsweise  in die     Alkalisalze,        sowie    die Ammonium  salze oder deren organische     Substitutions-          produkte.     



  <I>Beispiel:</I>  Durch     Kondensation    von überschüssigem       1,3,5-Xylenol    mit einem     olefinhaltigen        Koh-          lenwasserstoffgemisch    vom     Kp"p    60 bis 220 wird in Gegenwart von 1 % wässriger Per  chlorsäure (60%     HC104)    ein Gemisch homo  loger     Alkylxylenole        erhalten,    das in Gegen  wart von 10 Gewichtsprozent eines Kupfer  katalysators bei 200 bis 220'     unter    '100- bis  120 atü hydriert wird. Das     Hydrierungs-          produkt    wird mittels einer Zentrifuge vom  Katalysator getrennt.

    



       2-30        Gewichtsteile    .des,     gewünschtenfalls     zuvor     destillierten,        Hydrierungsproduktes     werden in das Additionsprodukt aus 200 Ge  wichtsteilen eines trockenen     Pyridinbasen-          gemisches    und 135     Gewichtsteilen        Chlorsul-          fonsäure    eingetragen und darnach noch einige  Zeit unter Rühren auf 60 bis 65       erwärmt.     Nach beendeter Umsetzung wird das Reak  tionsprodukt mit der berechneten Menge  wässriger Natronlauge versetzt und das aus  geschiedene     Pyridinbasengemisch    

  abgetrennt.  Nach Aufarbeitung des     Neutralisationspro-          duktes    erhält man das Gemisch der     Natrium-          salze    der sulfonierten hydrierten     Alkyl-          xylenole    in Form eines weissen wasserlös  lichen Pulvers.  



  Das neue     kapillaraktive    Mittel kann ins  besondere in Form seines wasserlöslichen       Natriumsalzes        überall,da    verwendet werden,  wo die     kapillaraktiven    Eigenschaften von  Flüssigkeiten, insbesondere von     wässrigen    Lö  sungen oder Emulsionen, erhöht werden  sollen.

       Beispielsweise    kann man das neue       kapillaraktive    Mittel zur Schaumerzeugung,  zum     Emulgieren,        Dispergieren,    Benetzen,  Imprägnieren,     Peptisieren,        Stabilisieren,          Egalisieren,-    Verteilen, Lösen und     dergl.    in  den verschiedenartigsten Industrien verwen  den.

   So lässt es sich zum     Beispiel    bei den         verschiedensten    Prozessen und Veredlungs  verfahren in der     Textilindustrie,    ferner als  Seifenersatzstoff, als Hilfsstoff in der     Leder-          oder        Pelzindustrie,    sowie beim Waschen und  Reinigen von Textilien, Wäsche und     dergl.     benutzen.

   Es kann ferner auch     im    Gemisch  mit andern bekannten     kapillaraktivenStoffen          sowie    mit     Reinigungsmitteln    usw.     Anwen-          -dung    finden, so beispielsweise in Mischung  mit Salzen wie     Alkalikarbonaten,        Tri-          natriumphosphat    und andern     Alkaliortho-          phosphaten,        Alkalipyro-    und     -metaphos-          phaten,        Poly-    und     Hypophosphaten,

      ferner  mit Wasserglas,     Alkalimetasilikaten    oder       Alkaliboraten.    Vorteilhaft ist auch eine  Kombination des neuen     kapillaraktiven    Stof  fes mit Mitteln, wie     Natriumsulfat,        naph-          thalinsulfosaures        Natrium,    u. a., sowie mit       sauerstoffabgebenden    Verbindungen,     wie     beispielsweise Peroxyden,     Perboraten,        -Per-          sulfaten,        Perkarbonaten,        Perphosphaten    usw.  



  Ferner kann man das neue     kapillaraktive          Mittel    im Gemisch mit     Lösungsmitteln,        wie     organischen     Kohlenwasserstoffen,    Alkoholen  und     dergl.,    oder in     Mischung    mit     Über-          fettungsmitteln,    ferner Enzymen, wie     Urease     oder     Pankreatin,    oder als Bestandteil von  Putz- oder     Scheuermitteln    verwenden.  



  Auch im Gemisch mit     desinfektorisch     wirksamen     Phenolen,    so zum Beispiel mit     p-          Chlor-metakresol,    kann man das neue     kapil-          laraktive        Mittel    vorteilhaft     verwenden.     



  Es lässt sich in eine ausgezeichnete Ver  kaufsform bringen, wobei man sich gege  benenfalls der Vorteile der bekannten     Zer-          stäubungsverfahren    zur     Überführung    in       schüttige    Pulverform bedienen kann.

Claims (1)

  1. PATENTAINTSPRÜCH Verfahren zur Herstellung eines kapillar aktiven Mittels, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Gemisch von Alkylxylenolen, das ,durch Kondensation von 1,3,5-Xylenol mit einem olefinreichen Kohlenwasserstoffgemisch (Kpzeo 60 bis 220 ) in Gegenwart eines Kon- densationsmittels erhalten wird,
    unter Ver wendung von Hydrierungskatalysatoren hy- driert und das erhaltene Hydrierungsprodukt durch Behandlung mit Sulfonierungsmitteln in wasserlösliche Form überführt. Das Na triumsalz des Sulfonierungsproduktes ist ein weisses wasserlösliches Pulver, das ausge zeichnete kapillaraktive Eigenschaften be sitzt.
CH192970D 1935-02-13 1936-01-17 Verfahren zur Herstellung eines kapillaraktiven Mittels. CH192970A (de)

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