CH193614A - Verfahren zur Herstellung eines kapillaraktiven Mittels. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines kapillaraktiven Mittels.

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CH193614A
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Cie G M B H Henkel
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Henkel & Cie Gmbh
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  Verfahren zur Herstellung eines     kapillaraktiven        Nittels.       Die vorliegende Erfindung betrifft ein       Verfahren    zur Herstellung eines     kapillar-          aktiven        Mittels,    das dadurch gekennzeichnet  ist,     da.ss    man ein Gemisch von     Alkylmethyl-          cyelohexyl-monoglykoläthern.    deren     Alkyl-          reste    6--16     C-Atome    enthalten, wie es durch  Kondensation eines     olefinreichen    Kohlen  wasserstoffgemisches,

   das hauptsächlich     Ole-          fine    mit     6-1,6        C-Atomen    enthält, mit vor  wiegend     o-Kresol    enthaltendem technischem       Kresol,    Hydrierung des erhaltenen     Konden-          sationsprodukes    und anschliessende Umset  zung mit     Äthylenoxyd    erhältlich ist, mit       Sulfonierungsmitteln    in wasserlösliche Form       überführt.     



  Das als Ausgangsstoff zur Verwendung  gelangende Gemisch von höheren     Alkyl-          methyleyclohexyl    - mono -     glykoläthern    kann  dadurch erhalten werden, dass man ein     olefin-          reiches    Kohlenwasserstoffgemisch, .das haupt  sächlich     Olefine    mit 6-l6     C-Atomen    ent  hält, so beispielsweise     olefinreiches    synthe  tisches Benzin,

       Crackbenzin    und dergleichen    mit vorwiegend     o-Kresol    enthaltendem tech  nischem     Kresol    in     Gegenwart    eines Konden  sationsmittels     kondensiert,    das Konden  sationsprodukt hydriert und anschliessend mit       4thyleno$yd    umsetzt.  



  Die     Hydrierung    zwecks Herstellung des  Ausgangsstoffes kann nach bekannten Me  thoden unter Verwendung von Katalysatoren,  wie Nickel, Kupfer, Kobalt, Chrom, Zink,  Cadmium, Mangan oder Edelmetallen,     bezw.     aus diesen Metallen gemischten Kataly  satoren erfolgen; ferner können auch Kataly  satoren, die gegen einen Schwefelgehalt un  empfindlich sind, wie     Molybdän,    Wolfram  und dergleichen     verwendet    werden.  



  Die     Sulfonierung    kann mit den üblichen       Sulfonierung.smitteln,    wie     konz.    Schwefel  säure.     S03    enthaltender Schwefelsäure, S03  Chlorsulfonsäure oder     Anlagerungsprodukten     von     SOs    an     Tertiärbasen    und     dergl.,    er  folgen, wobei man in Gegenwart oder Ab  wesenheit von wasserentziehenden     Mitteln,         ferner von Lösungsmitteln oder Verdün  nungsmitteln arbeiten kann.  



  Es ist     zweckmässig,    das saure     Sulfonie-          rungsprodukt    zu seiner praktischen Verwen  dung in Salze überzuführen, so vorzugsweise  in die     Alkalisalze,    sowie die     Ammoniumsalze     oder .deren organische     Substitutionsprodukte.     <I>Beispiel:</I>  Zu 425     Gewichtsteilen    technischem     o-Kre-          sol    werden in Gegenwart von 70 Gewichts  teilen Überchlorsäure (60%ige) 1000 Ge  wichtsteile eines     Crackbenzins,    das 42;

  6       Olefine        (hauptsächlich        Olefine    mit 6-16     C-          Atomen)    enthält und von     30-215'    siedet,  in kleinen Anteilen langsam unter Rühren       bei   <B>55'</B> zugegeben. Die     Kondensation    wird  durch Erwärmen auf     90,'    beendet. Man     lässt     die     Überchlorsäurelösung    absitzen und     trennt     ab; das Kondensationsprodukt     wird    durch  Auswaschen mit Kochsalzlösung von den  letzten     Resten    Überchlorsäure befreit.

   An  schliessend werden die Paraffine und etwa  nicht umgesetzten Teile des     Kresols    .durch       Destillation    bei 2 mm     unterhalb   <B>100'</B> ent  fernt.  



  1000 Gewichtsteile des so erhaltenen Ge  misches von höheren     sek.-Alkyl-kresolen    wer  den in einem     Rühräutoklaven    bei 120 atü  Wasserstoff (20' C) durch Erhitzen auf 180  bis 190   in Gegenwart von 50 Gewichtsteilen       eines        Nickelkatalysators    hydriert. Nach<B>Ab-</B>  trennendes     Katalysators        wird    das erhaltene       Gemisch    von höheren     sek.-Alkyl-methyl-          cyclohexanolen    bei 2, mm zwischen 90 und  <B>170'</B> überdestilliert; es stellt ein fast farb  loses klares und ziemlich viskoses<B>01</B> von der       Hydroxylzahl    225 :dar.  



  375 Gewichtsteile dieses     Hydrierungs-          produktes    werden im     Rührautoklaven    bei  <B>170'</B> mit 66 Gewichtsteilen     Äthylenoxyd    in  Gegenwart von 7 Gewichtsteilen     Natrium-          bisulfat    umgesetzt. Das erhaltene Reaktions  produkt wird anschliessend in Äther gelöst  und mit     Chlorsulfonsäure    sulfoniert.

   Nach  der     Neutralisation    des     Sulfonierungsproduk-          tes    und     anschliessender    Aufarbeitung erhält  man als     Enderzeugnis    ein weisses, wasserlös-         liches    Pulver, dessen     wässrige    Lösungen sehr  gut netzen und schäumen.  



  Das neue     kapillaraktive        Mittel    kann ins  besondere in Form seines wasserlöslichen       Natriumsalzes    überall da verwendet werden,  wo die     kapillaraktiven    Eigenschaften von  Flüssigkeiten, insbesondere von     wässrigen     Lösungen oder     Emulsionen,    erhöht werden  sollen.

       Benspielsweise    kann man das neue       kapillaraktive        Mittel    zur Schaumerzeugung,  zum     Emulgieren,        Dispergieren,    Benetzen,  Imprägnieren,'     Peptisieren,        Stabilisieren,     Egalisieren, Verteilen, Lösen und derglei  chen in den     verschiedenartigsten        Industrien     verwenden.

   So lässt es sich zum Beispiel bei  den verschiedensten     Prozessen    und Ver  edlungsverfahren in der     Textilindustrie,    fer  ner als Seifenersatzstoff, als Hilfsstoff in der       Leder-    oder Pelzindustrie sowie beim Wa  schen und Reinigen von     Textilien,    Wäsche  und     dergl.    benutzen. Es kann ferner  auch im Gemisch mit andern     bekannten        ka-          pillaraktiven    Stoffen sowie mit     Reinigungs-          mitteln    usw.

   Anwendung finden, so beispiels  weise in     Mischung    mit Salzen wie     Alkali-          karbonaten,        Trinatriumphosphat    und andern       Alkaliorthophosphaten,        Alkalipyro-    und       -metaphosphaten,        Poly-    und     Hypophosphaten,     ferner mit Wasserglas:

  ,     Alkalimetasilikaten     oder     Alkaliboraten.        Vorteilhaft    ist auch eine  Kombination des neuen     kapillaraktiven    Stof  fes     mit        Mitteln,-    wie     Natriumsulfat,        naph-          thalin.sulfonsaurem        Natrium    und     anderen,    so  wie mit sauerstoffabgebenden Verbindungen.,       wie    beispielsweise Peroxyden,     Perboraten,          Persulfaten,        Perkarbonaten,

          Perphosphaten     <B>USW.</B>  



  Ferner kann man das neue     kapillaraktive     Mittel im Gemisch mit     Lösungsmitteln,    wie  organischen     Kohlenwasserstoffen,    Alkoholen  und dergleichen, oder in Mischung mit     Über-          fettungsmitteln,    ferner Enzymen,     wie        Urease     oder     Pankreatin,    oder als Bestandteil von  Putz- oder Scheuermitteln     verwenden.     



  Auch im Gemisch mit     desinfektorisch     wirksamen     Phenolen,    so z. B. mit     p-Chlor-          metakresol,    kann man .das neue     kapillar-          aktive    Mittel vorteilhaft     verwenden.         Es     lä.Bt    sieh in eine ausgezeichnete Ver  kaufsform bringen, wobei man sich gege  benenfalls der Vorteile der bekannten     Zer-          stäubungsverfahren    zur Überführung in       schüttige    Pulverform bedienen kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines kapillar aktiven Mittels, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Gemisch von Alkylmethylcyelo- hexyl-monoglykoläthern, deren Alkylreste l-1,6 C-Atome enthalten, wie es durch Kon densation eines olefinreichen Kohlenwasser- stoffgemisches, das hauptsächlich Olefine mit 6-16 C-Atomen enthält, mit vorwiegend o- Kresol enthaltendem technischem Kresol,
    Hy drierung des erhaltenen Kondensationspro duktes und anschliessende Umsetzung mit. Äthylenoxyd erhältlich ist, mit Sulfonie- rungsmitteln in wasserlösliche Form über führt. Das Gemisch .der Natriumsalze des Sulfonierungsproduktes ist ein weisses, was serlösliches Pulver, das ausgezeichnete kapil- laraktive Eigenschaften besitzt.
CH193614D 1935-02-13 1936-01-17 Verfahren zur Herstellung eines kapillaraktiven Mittels. CH193614A (de)

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